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Feedback: Conquista vom 26.07.2026

Komme langsam wieder in Fahrt, denke, dass ich die neuste WE alsbald auch fertig habe und dann wieder drin bin.

Zum PPV aber hier noch ein Kurzfeedback zu den Beteiligten und den Hauptmatches.

Basketballer vs. Fenrir & Jörmungandr: Es ist wirklich schade für die nordischen Schwestern, dass die Basketballer irgendwie in den letzten Shows etwas untergetaucht sind und auch hier keinen weiteren Auftritt hatten, die SL mit dem geheimen Beobachter nicht weiterging, sodass sich das Ganze eher wie ein weiterer Jobberfight anfühlte. Ich hoffe ja doch, dass dem nicht so ist, und die Basketballer uns erhalten bleiben… Für die nordischen Schwestern war es jedenfalls ernüchternd und hat die Bedeutung des Sieges in meinen Augen auch geschmälert.

Sandro vs. Gaeta: Jo, war eigentlich klar, dass es auf eine Niederlage beim PPV hinausläuft, aber immerhin war das Ganze bis dato doch sehr unterhaltsam. Gaeta ist mir persönlich kein Begriff, aber da es jemand mit GFCW Background ist, passt das prima. Auch hier hoffe ich, dass er weiter Fuß fasst und längerfristig in den Shows auftaucht, da der ganzen Nummer ansonsten nachträglich ein wenig die Luft nehmen würde… FW für den Moment ist zwar auch ganz nett, aber wenn ich mit den Leuten richtig warm geworden bin, lohnt es doch viel mehr.

RtA vs. Nero & Switzenberg: Ich mag die Fragezeichen hinter der Wandlung von Switzenberg, die in meinen Augen das Interessanteste an dieser SL sind. Hatte bereits im letzten FB geschrieben, dass Jake & Zick nicht so bedrohlich wirken, weswegen hier ein möglicher Turn ein wenig Pfeffer reinbrachte. Im Match wurde das als Kontrollinstanz für Aldos Emotionen auch ganz nett verpackt, aber spätestens der Skit nach dem Match hat gezeigt, dass auch dies für das Vertrauen noch nicht gereicht hat. Ich fände einen Fight zwischen den beiden bei Blue Blood ganz gut, um auch Aldo nochmal besser kennen zu lernen. Er hat bei mir noch nicht wirklich gezündet und Switzenberg traue ich eben nicht über den Weg. Er ist ja bei seiner letzten Chance auf den 1*Contender auch geflohen und Aldo hat sich nach seiner Niederlage scheinbar auch erstmal verpisst. Deswegen sind die Titelansprüche, auch wenn Aldo bei Title Nights noch Champ war, mir ein bisschen zu hopplahopp.

Shade vs. Vermillion: Wie beschrieben, hätte ich Shade lieber gegen Alonso gesehen und auch mit einem Gewinn des IC Titels den ersten PPV Sieg einfahren lassen, aber dann ist es eben gegen Vermillion, die im Match stark präsentiert wurde. Ich hoffe, dass dies jetzt nach dem PPV geschieht und in die Richtung geht, denn Monica braucht das in meinen Augen schon, da sie eben auch ein auf Wettkampf ausgelegter Char ist. Bei Vermillion wird sich zeigen, was kommt. Bin mittlerweile aber auch eher Fan von Monica. Hinzu kommen die Wyrms, die hier ne Open Challenge ausgerufen haben, was ich gut fand.

TnB vs. Iokepa & Bella: Absolut verrückt, ja teilweise bizarres Match. Die Situation mit dem Schulbus oder im Uber. Crazy. Das Match wankte ein wenig auf dem Drahtseil von Ernsthaftigkeit und Comedy – was angesichts der Vorgeschichte in jedem Fall überraschend war. War aber in seiner Verrücktheit unterhaltsam, obgleich der Spannungsaufbau durch kurze Sätze irgendwann aufgebraucht ist und es zwischenzeitlich besser wäre, längere Formulierungen zu lesen. Gerade auch damit die Figuren nicht so minimalistisch bleiben. Der Sieg durch Eingriff stellte ne gute Brücke zu der späteren Attacke nach dem TT Match dar. 

Alonso vs. Güldenherz: Mmmh… ich war kein Fan dieser Ansetzung. Das Match hat viel gemacht, um Güldenherz zu pushen und ihn als ernsten Herausforderer darzustellen. Dies geht etwas auf Kosten von Alonsos Position. Die Rolle von Steve Steel, der hier auch noch auftaucht, war im Zuge der SL passend, verstärkt aber auch eher das Gefühl des Downgrades nach dem letzten PPV, wo das IC Match deutlich mehr Feuer hatte. Nun ja, Feuerwerk abbrennen, geht aber auch nicht immer, sodass ich mir für nach dem PPV wieder mehr erhoffe. Güldenherz’ upcoming Geschichte mochte ich durchaus und hoffe, dass diese fortgesetzt wird, vielleicht bis zu einem Titelgewinn im nächsten Jahr?!

Saionji vs. Douglas: Kyle gewinnt nach und nach meine Zustimmung und finde deswegen sehr gut, wie das hier gelaufen ist, dass er eben seine Serie fortsetzen konnte und Miria eben nicht. Fand gut, wie sich die SL aus dem ersten Match entwickelte und dass die beiden Serien so gegeneinander standen. Auch Douglas hätte sicher Potential nochmal gegen Alonso zu gehen oder eben gegen Shade um einen Posten auf den Herausforderer Nummer 1. 

Zerbeus vs. Mad Stars: Nochmal Sorry wegen der schlechten Kommunikation. Ich hadere ein wenig mit der Umsetzung der SL an sich, die ja vor allen Dingen durch die Namen und den Gewinn der Battle Royal getragen wurden. Hätte da vielleicht den Verlauf des Wiedersehens nochmal mehr aufgreifen können… nun ja. Nach dem Match dann die Attacke, wo mir die kurzen Sätze irgendwie noch mehr ins Auge stachen. Alte Männer, alte Champions, dazu ein Mann mit einer Bibel – passte irgendwie nicht ganz zu Thor und Odin… oder vielleicht doch?! Ja; Fokus liegt auf den Handlungen und die wirken ebenso wie die Logos groß! Bei solchen SLs kommt es aber oft mehr auf die anderen Spieler an, in wie fern das aufgegriffen und gesellt wird. Würde befürchten, dass das andere unabhängig weiterläuft und so die Bedrohung bzgl. ganzer GFCW etwas verpufft. Aber ich lass mich gern eines besseren belehren.

Rickson vs. The End: End hat in dieser Show durch seine familiäre Karte echt nochmal an Profil gewonnen und ist für mich auch greifbarer. Rickson ist in dieser SL komischerweise fast weg von RtA gewesen und hat eher auf miese Spielchen gesetzt, statt auf medizinische Wunder. War nach dem TT Match ein irgendwie zu erwartender Ausgang, selbst wenn Rickson durch die Fehde mit Skogur sehr gut als Contender aufgebaut wurde. Wobei ein Sieg Ricksons auch ein Rematch bei Blue Blood hätte eröffnen können, was nun passé ist. Für The End bleiben jetzt fast nur noch Aldo Nero, Switzenberg oder Zereo/Morbeus als mögliche Contender. Bei ersten beiden fände ich es tatsächlich etwas früh, aber mangels Alternativen wird wohl kein Weg dran vorbei gehen.

 

 

Ryu hat auf diesen Beitrag reagiert.
Ryu

Besser spät als nie. Feeedbaaaaack.

Conquista beginnt mit einer Szene auf Sizilien, in Catania, bzw. doch nicht Catania, sondern dem Städtchen Corleone, bzw. der Farm Corleone – wo ein Kamerateam vor Ort ist, um die dramatische Heimkehr des Champions zu filmen und wie er dann eintritt und mit Onkel Sal und Bruder Aldo spricht. Eine Szene, die in mir gemischte Gefühle auslöst, nicht zuletzt weil hier einmal mehr Aldo vs. End um den Titel geteast wird. Das gab es schon zwei Mal und so sehr ich es bemerkenswert finde, wie die beiden nun erneut aufeinandertreffen können und die Situation schon wieder anders ist, so finde ich doch, dass diese Szene eher Danny Rickson als Herausforderer schadet als dass mir hier verkauft wird, dass der Titel tatsächlich wechseln könnte. 100% Familiengespräch, 0% Sell von Rickson und RtA als legitime Gefahr für das Gold.

Erstes Match des Abends, Basketballer gegen nordische Schwestern die Zweite. Ein paar Parallelen zum ersten Match, ein bisschen was Neues, aber am Ende dasselbe Ergebnis, dieses mal fair. Kein Match an das man sich lange erinnern wird, aber es war eigentlich auch mehr als Mittel zum Zweck gedacht, denn die Basketballer hätten nach dem Match dann doch noch auf den Mystery Man treffen sollen, aber diese Szene gibt es nicht – da frage ich mich unweigerlich, ob die Sache jetzt im Sande verläuft.

Es folgt eine Unterhaltung zwischen Rickson und Alonso, die natürlich nicht freundlich verläuft, aber doch irgendwie vertrauter als ich erwartet hätte. So wirklich viel hatten die doch eigentlich bisher nicht miteinander zu tun? Fließend geht das Ganze dann zu einem Gespräch zwischen Darragh und Zac über, aber nicht ohne auch ein Darragh Switzenberg vs. Danny Rickson Programm zu teasen. So gut ich es auch generell finde, wenn alles miteinander verknüpft ist, so ist ein PPV dafür nicht unbedingt der richtige Zeitpunkt dafür – jedenfalls nicht auf Kosten der eigentlichen Matches, die im Fokus stehen sollten und hier stattdessen quasi zur Nebensache werden. Denke generell wer bei nem PPV ein Match hat braucht nicht unbedingt nen Redebeitrag (außer vielleicht das Main Event Programm) da ja zu diesem Zeitpunkt alles zum Match gesagt sein sollte – stattdessen könnten die Charaktere ohne Match durch Redezeit ihr PPV Sotlight kriegen, also Chars wie der CdT, die Birdie Boys, Steve Steel oder Pex. Oder halt Marcus Wolfe, der verdächtig schon wieder weg erscheint. Und wenn doch Redebeitrag sollte schon das eigentliche PPV Match im Vordergrund stehen und wenn es das nicht soll, dann halt besser Szenen nach dem PPV Match, die dann schon mal neue Weichen setzen.

Es folgt der beste Local Heat Magnet den ich je gelesen habe, Sandro. Und auch dieses Mal lässt er wieder einige großartige Sprüche laut werden, wobei Pompeji schon etwas hart ist – aber ich schätze die Katastrophe liegt so weit zurück, dass Sprüche darüber letztlich okay sind. Gibt ja sogar bei Civ VI ne Trophy als Anlehnung daran und andere blutige Phasen der Geschichte werden ja auch gerne romantisiert, von daher… letztlich ist er ja eh ein Heel, der hier und heute das Maul gestopft kriegt. Leider nicht von Marvin Percio, sondern von Garrison Gaeta, dessen Name mir zwar schon mal irgendwo untergekommen ist, von dem ich aber nicht sagen könnte ob er ne große Nummer ist, die hier Comeback feiert oder nicht. Angepriesen wird er zumindest und Titel hat er auch gewonnen, wenn auch offenbar keinen World Title. Hier gewinnt er auch und das in nur 5 Minuten, nach einem Spear, was ein Move ist, den ich als Finisher für gewöhnlich wirklich nicht gut finde, aber egal. Mit einem Blick auf die Folgeshow muss man sich unweigerlich fragen: warum? Das hier war kein großes Gaeta-Comeback, sondern ein Cameo und die sizilianischen Fans haben bereits durch Aldo Nero und mehr oder minder The End genug zu jubeln bei dieser Show, sodass Sandro ausgerechnet bei der Show gesquasht wird, wo die Heimfans unabhängig von Sandro was zu feiern hatten und es die Sandro Niederlage daher doppelt nicht gebraucht hätte. So war das eigentlich irgendwie alles für nichts und das ist nie ein gutes Gefühl.

Es folgt ein Interview mit den Black Wyrms – wie schon festgehalten: bei PPVs priorisiere ich für gewöhnlich die Charaktere mit Titelkämpfen und sonst diejenigen, die eben kein Match haben, auf dass sie da sind. Wirklich viel Neues hatten sie nicht zu erzählen, aber es war ob ihrer Eingriff-für-Aiden-Vergangenheit eine günstige Gelegenheit darzustellen, dass sie heutzutage keine Schergen mehr sein wollen. Im Endeffekt hätte hier das Thema „glaubt ihr Darragh ist wirklich fair?“ durchaus auch noch zentral mit rein gehört, aber dann wiederum glaubt das aktuell ja ca. niemand, was es mittlerweile fast interessanter machen würde, wenn es ein echter Faceturn wäre, wo alle auf die Enthüllung warten, dass der Turn fake war, was aber nie geschieht, weil er echt war. Aber auch nur fast – Face Darragh war bisher als Charakter nicht so spannend, während er als Heel fantastisch war.

Aldo & Darragh vs. RtA ist der nächste Programmpunkt und ich verstehe, dass es hier große Namen gibt, erstes Match von Aldo nach Comeback und es ist verwurzelt mit dem Main Event und Darragh/Jake ist zudem ne Langzeitstory– aber dennoch ging mir das Match für so eine volle Card ob der Cardposition einen Tick zu lang, zumal abgesehen vom Iray Beatdown bisher nichts geschehen ist, um Hollywood Jake und Robbin Zick als ernsthafte Gefahren für Leute wie Aldo und Darragh zu positionieren. Da hätte es ihnen durchaus gutgetan bei nem WE zumindest One on One einen Jona Pexianer wegklatschen zu dürfen. Ich meine… Hollywood Jake hat mit diesem Match dieses Jahr in 5 Kämpfen 5 Niederlagen und Zick in zwei Matches zwei Niederlagen. Ich warte auch noch immer darauf, dass es endlich mal ein Miria vs. RtA Match gibt, immerhin bitcht Miria nun seit der Einführung von RtA gegen diese rum… aber ich schweife ab. Das Match für sich betrachtet ist gut, da gibt es nichts gegen zu sagen. Auch wenn ich wie gesagt kein Fan vom Spear als Finisher bin, aber egal, sind ja auch nur Zick und Jake, da passt das so oder so.

Iray Burch ist nun bei Dynamite im Büro und erhält fast seine Kündigung, doch nur fast weil jemand für ihn die Verantwortung übernimmt. Und zwar jemand, der per Kreuzkette symbolisiert wird. Wenn das mal nicht auf ein Rasmus Rantanen Comeback hindeutet. Wo ich mich frage welche Rickson Charaktere dafür dann kürzer treten müssen, aber dann wiederum ist mir das fast egal, weil Rasmus so ein toller Charakter war. Immerhin Rohdiamant des Jahres beim letzten Jahresend-Voting.

Monica vs. Milly ist der nächste Programmpunkt und im Vorfeld hatte ich definitiv die Überlegung Milly hier gewinnen zu lassen und hatte auch schon intern überlegt, ob es Monica bei GFCW überhaupt noch braucht – aber dann wurde das Feedback für Monica immer besser und so sind ihre Abgang-Gedanken verflogen und der Gedanke sie hier verlieren zu lassen auch. Nicht zuletzt daher kann ich nur sagen: Feedback ist wichtig. Stella war ja auch schon nach der Anniversary Show fast wieder weg, bis sich primär Mad Dog im Feedback für einen Verbleib ausgesprochen hat und was daraus geworden ist, sieht man ja jetzt.

Aldo und Darragh haben nun noch ein Gespräch miteinander, dass mir auch etwas zu lang ging, aber definitiv die richtigen Inhalte bearbeitet: Darraghs Sinneswandel, der Main Event (auch wenn da die Zeile „Ich habe keinen Zweifel daran, dass End Rickson besiegen wird.“ nicht geeignet ist, um Spannung aufzubauen), die Aussicht auf danach – wobei ich es ja stark bevorzugt hätte, wenn es Darragh vs. Aldo erst mal als Einzelprogramm gegeben hätte und The End dafür Teil der Apocrypha Story gewesen wäre, hätte sich ja angeboten. Immerhin bitchen Apocrypha gegen die Promotion deren Champ The End ist.

Weiter geht es mit einem stimmungsvollen Einzug von TnB und ihrem Match gegen Bella&Iopeka. Zwar denke ich nach wie vor, dass es TnB helfen würde hier und da auch mal nen längeren Absatz mit drin zu haben, aber wie dieser konsequent durchgezogene Stil Identifikation schafft ist durchaus etwas, das mir gefällt und für viele Zeilen kommt diese Art der Präsentation auch durchaus gut. Ist halt nur ab und an etwas zu viel, wo ein längerer Absatz zwischendrin helfen würde, dass dann die Einzelzeilen wieder mehr wirken, wenn sie etwas gezielter kämen. Unter dem Strich aber dennoch Daumen hoch.
Im eigentlichen Match wiederum wären ein paar größere Textblöcke statt der vielen Einzelsätze mit etlichen Absätzen schon besser – wobei das natürlich durchaus dem Old School Flair entgegenkommt von wegen „viele Absätze auf dass das Match länger aussieht“ (wobei es nicht nur so aussieht, es hat auch nen stattlichen Umfang). Erinnere mich zumindest bei WFW daran, dass da durchaus mal Thema war wie viele Seiten ein Match geht und so… und ich so als Writer des Main Events „Scheiße dann muss ich diese Zahlen wohl oder übel überbieten“ – ehe sich dann herausstellt, dass alle anderen in Schriftgröße 12 geschrieben hatten und ich in Schriftgröße 10. Entsprechend monumental dann mein Mainer. 😀
…aber ich schweife ab. Auch hier würde ich sagen, dass das Match ob seiner Cardposition etwas kürzer hätte sein können, aber es steckt natürlich auch einiges an Story hinter der Auseinandersetzung und es ist ein Street Fight, da ist es verständlich, dass man dem ganzen einen entsprechenden Rahmen geben möchte – wobei natürlich logisch betrachtet ein Street Fight eigentlich automatisch ein kürzeres Match sein müsste, da ja durch die Street Fight Regeln sehr viel schneller ein Haufen Schaden ausgeteilt werden kann. Wobei Titan sich hier sogar darüber freut, dass Bella seine Naht angreift und ihn frühzeitig zum Bluten bringt. Da kommt er schon gut rüber, fast schon ein Badass-Face-Moment. Gefällt mir auch, wie nach einer bereits harten Anfangphase das Match dann tatsächlich zum Streetfight wird. „Das zahlt Claude.” von Titan als Reaktion auf das kaputte Auto ist auch ein großartiger Moment. Und es geht grandios weiter. Ein Match im Bus hab ich auch noch nicht gesehen oder gelesen – dass es dann in der Stadt zwischen Touristen weitergeht und es sogar Moves auf nen Brunnen gibt, stelle ich mir zwar organisatorisch echt schwierig vor – und dass man das Match tatsächlich in Catanias Odeon verlagern darf kratzt auch hart am realistisch Darstellbaren, sowohl vom organisatorischen wie von der Möglichkeit da dann tatsächlich noch Moves wie nen Missele Dropkick zeigen zu können, aber sei es drum. Das Ende kommt dann durch das Hinzukommen einer der absoluten GFCW Legenden der Frühzeit – Thor. Wie praktisch, dass es Pongos GFCW History Beiträge gab, sodass mir der Name auch was sagt. Also abgesehen von der Mythologie. Wie gesagt bezweifle ich etwas, dass dieses Match so möglich ist, aber gut unterhalten hat es mich definitiv und darauf kommt es ja letztlich irgendwo an, also Daumen trotzdem hoch.

Nach einem Werbeblock geht es sofort weiter mit dem Intercontinental Titelmatch, wo offenbar für Zac Alonso eine neue Musik spielt, aber ohne Beschreibung was die Musik sein soll oder einen youtube-Link bleibt das Ganze ein Mysterium. Güldenherz hingegen mit nem Jobber Entrance beim PPV, das ist jetzt nicht so prickelnd. Man sollte meinen Güldenherz macht es hier wie Stella und geht in die Vollen mit diesem „Match, das er eigentlich gar nicht haben sollte“, aber leider nicht. Aber deswegen ist Stella auch eine mehrfache World Titelträgerin und Güldenherz eben nicht. Wobei dieses Match hier dann schon versucht Güldenherz in der Niederlage zu pushen und da lässt sich nach wie vor viel mit machen – nur muss es auch getan werden und zumindest bei der Folgeshow kam leider genau gar nichts von Güldenherz. Aber gut, ist ja kein Beinbruch. Hitze, Urlaub… da kann man dann auch noch ein, zwei Shows später dran anknüpfen… aber zurück zum eigentlichen Match. Das ist auch ziemlich gut, obgleich ich nicht ganz verstehe warum ein Superkick gegen die Brust für einen extremen Nearfall sorgt, während ein Discus Lariat in den Nacken nur dafür sorgt, dass Alonso auf ein Knie kippt. Ein Discus Lariat in den Nacken ist in meinen Augen ein Move, der locker als Finisher durchgeht. Aber egal, Güldenherz kriegt hier eine Menge in diesem Match, inklusive mehrerer heftiger Near Falls und Comeback im Match von Alonso dank Auftauchen von Steel Steel und einem extra knappen Finish per Sunset Flip. Wie schon festgehalten: es wird ne Menge dafür getan, dass Güldenherz hier in der Niederlage stark rüberkommt, vielleicht sogar schon ein Tick zu viel, immerhin sollte Alonso eigentlich klar über ihm stehen. Und dennoch wird das Match dann von der Frage überschattet ob Güldenherz ohne Steels Zutun gewonnen hätte oder inwiefern Ringrichter Ricky Murk „eingegriffen“ habe… was dann alles ein bisschen unglücklich ist, besonders wenn da jetzt nicht zeitig was nachkommt…

Einen weiteren Werbeblock später folgt Miria vs. Kyle im Stahlkäfig, mein drittes Match des Abends. Wie so oft hatte ich eigentlich vor mehr zu schreiben, aber im Nachhinein war es dreifach gut, dass ich es nicht getan hatte. 1) funktioniert die Matchstory mit engagiertem Kyle gegen Minimalismus-Miria so besser 2) ist es auch so bereits ein sehr umfangreicher PPV mit ner dicken Card und 3) hatte ich so noch ein paar Reserven, um kurzfristig das Tag Title Match zu schreiben. Komplett zufrieden bin ich nicht, aber es macht, was es soll: Miria ihre erste Niederlage zufügen und da ist es gut, dass es jetzt hier bei GFCW gegen Kyle Douglas passiert ist – und nicht bei WFW im Trios Turnier. (wo die Niederlage von Miria & den nordischen Schwestern gegen die Trios Champs längst beschlossen war)

Stella & Mad Dog haben nun eine Szene vom gemeinsamen Australienaufenthalt nach der WFW Show miteinander, von der ich denke, dass sie recht gut geworden ist und da es außer von uns Schreibenden Null Resonanz zur Szene gibt sage ich einfach mal, dass sie auch gut war.

Es folgt eine Szene zwischen Salvatore und The End, die erwartungsgemäß gut ist. Auch wenn ich den Satz „Veränderung ist wichtig“ als generelle Aussage komplett ablehne und sogar für kontraproduktiv halte, dafür gibt es viel zu viele Veränderungen zum Schlechten, während Veränderungen zum Guten oft so schleichende Prozesse sind, dass man sie kaum Veränderung nennen kann. Aber ich schweife ab – gute Szene wie gesagt, aber so sehr hier Selbstvertrauen auch angebracht ist, so nervt es mich doch wie wenig Gedanken bei diesen Szenen an die Möglichkeit eines Sieges von Danny Rickson verloren werden…

Es folgt das Tag Team Titelmatch und erst mal vorweg: Hurra, endlich ein Titelgewinn~! 🙂
Die Entstehungsgeschichte ist natürlich holprig, aber ich denke, dass es nicht schlecht geworden ist und doppelt nicht schlecht für ein Letzte-Minute-24h-Ding. Zufrieden bin ich aber nicht damit, hier hätten viele Aspekte noch deutlich herausgearbeitet werden können, wie Morbeus Einstellung zu Stella z.B. Nichtsdestotrotz bin ich auch nicht unzufrieden. Shoutout an dieser Stella an den Unsung Hero Morbeus (also den User, nicht den Charakter), der aus dem Urlaub heraus ein stetiger Ansprechpartner war und dafür gesorgt hat, dass mein ganzes Zeug übermittelt worden ist.

Im Aftermatch gibt es dann eine Attacke von Thor & TnB, die von Odin und Al Simmons zu Apocrypha ergänzt werden. Ich mag die Szene, bei der sich mir zwei Gedanken aufdrängen: 1) das wäre ein verdammt cooles PPV Outro gewesen, schade dass das Tag Title Match nicht der Main Event war und 2) eigentlich muss ich Íris Lilja Óðinsdóttir einen zweiten GFCW Gastauftritt geben, auf dass sie mit Odin interagieren kann… bei WFW hat sie die Odinsjünger schon denkbar knapp verpasst, da darf sie jetzt Odin höchstselbst eigentlich nicht auch noch verpassen.^^

Eine Szene will uns nun daran erinnern, dass egal wie gut man ist, Danny Rickson ist besser. An sich ne nette Szene, die mir gut gefällt, aber keine Szene, die mich jetzt groß an einen Titelgewinn glauben lässt – was insgesamt alles kein Problem gewesen wäre, wenn Danny Rickson denn gewonnen hätte. Spoiler: hat er aber nicht.

Der Main Event ist dann der Main Event und macht Main Event Dinge. Ich schreibe das jetzt irgendwie lapidar, aber das ist schon als Lob zu verstehen. Elaborierte Einzüge und ein dramatisches Match mit einem mächtigen Umfang, zudem feine Passagen wie die Frage nach Ricksons Taktik, wo aufgearbeitet wird wie andere gegen End agiert haben, wie die Sache mit der „Kursänderung“ aufgegriffen und ins Match integriert wird, das ist schon richtig gut gemacht. Großartig auch wie Rickson auf „morderne, flashy“ Moves wie den Shining Wizard und die Hidden Blade zurückgreifen will – wobei der Shining Wizard ja eigentlich mittlerweile fast schon wieder Old School ist.^^
Was jetzt nicht heißt, dass das Match perfekt wäre. Die Zeile „Der Kickout kommt, allerdings viel knapper, als er es zu Beginn dieses Matches hätte kommen sollen.“ nach dem Inspirational DDT kriegt von mir z.B. ein Kopfschütteln – Wrestler haben ja nun keine Energieleisten, die erst leer werden müssen, ein Inspirational DDT ist natürlich auch zu Matchbeginn bereits gefährlich und kann ein Match potenziell beenden, das sollte gar nicht in Frage stehen. Aber abgesehen von derlei Kleinigkeiten ein wirklich starkes Match, das die Story rund um Sal wunderbar umsetzt.
…würden nicht eigentlich die beiden Finisher Namen von The End umgekehrt mehr Sinn machen? „Endless Pain“ klingt jedenfalls irgendwie nach Submission Move.

Die Titelverteidigung geht natürlich völlig in Ordnung, The End war und ist ein toll geschriebener Charakter, während es zu Ricksons bisheriger Story auch nicht ganz gepasst hätte hier zu gewinnen… und doch, irgendwie wurde hier trotzdem eine gute Gelegenheit zum Titelwechsel verpasst. Manchmal ist es besser einen starken Run frühzeitiger als nötig zu beenden, auf dass man darauf hofft den „zu früh“ entthronten Champion in Zukunft wieder als Champion zu sehen und in Anbetracht dessen, dass bei The End nun einmal mehr ein Aldo Nero Programm ansteht, was ich nun wirklich nicht erneut als Titelprogramm brauche, wäre es eigentlich der perfekte Zeitpunkt gewesen, um den Titel wechseln zu lassen – zumal Rickson als „einer von der alten Garde“ auch mehr Sinn macht als Champion, der nicht von Apocrypha ins Visier genommen wird als The End (auch wenn Rickson immer noch etwas jüngeren Datums ist). Alternativ muss The End als „Symbol der neuen GFCW“ jetzt als Champ eigentlich Teil der Apocrypha-Story sein, ist es aber voraussichtlich nicht. Stattdessen halt erneut Aldo, was zwar durch diverse Änderungen wieder neu und frisch ist, was ich noch mal explizit loben möchte – da muss ich an Tales of Graces f denken, wo man es auch grandios hinkriegt, dass man denselben Weg im Spiel mehrfach unter komplett unterschiedlichen storytechnischen Voraussetzungen bestreitet und sich so das Vertraute dennoch immer wieder anders und neu anfühlt. Bei allem Lob hätte dieses erneuerte Programm aber den Titel in meinen Augen dafür nicht benötigt. Dass Darragh Switzenberg hier mit drin hängt gibt dem Ganzen zwar eine zusätzliche Komponente, die natürlich im Titelgewinn für Switzenberg enden könnte, besonders so sich sein Turn als Fake-Turn entpuppt und dann ist es auch nicht verkehrt so – aber im Moment agiert dieser „Face-Darragh“ für mich nicht auf World Title Niveau und ich komme nicht umher, dass diese Story mit einem helfenden, aber nach wie vor klar antagonistischen Arschloch-Darragh besser wäre, auch wenn ich nicht umher komme zuzugeben, dass diese „ist Darragh jetzt wirklich ein Guter?“ Situation ihren Reiz hat und nun wo sie schon mal da ist auch entsprechend ausgenutzt werden will, von daher ist das auch nicht alles so verkehrt. Hätte dann halt nur lieber Darragh vs. End als Einzelprogramm statt Aldo noch mit drin oder halt Darragh vs. Aldo Sieger kriegt End während The End sich mit Apocrypha befasst… aber na ja. Starke Texte wird es da sicher geben, ergo muss ich auch nicht mehr nörgeln als nötig.

Mein Fazit für den PPV ist insgesamt klar positiv. Hätte noch besser sein können, aber gut war er.

Mad Dog hat auf diesen Beitrag reagiert.
Mad Dog

Die “Danny Rickson ist trotzdem besser” – Szene ist eigentlich gar keine Szene gewesen. Sondern einer dieser Werbespots, die immer zwischen zwei Szenen eingefügt werden. Er ist mittlerweile sicher 10-15 Jahre alt und ich war selbst sehr überrascht, als ich ihn gesehen habe – fands auch nicht so passend angesichts des heutigen Gimmicks von Rickson. Aber das war dann ein Einblick in die GFCW von 2010 oder so.