25 Jahre GFCW: Die Stories hinter der Anniversary Show (Teil 3 von 3)
Zitat von Rickson am 6. März 2026, 17:11 Uhr25 Jahre GFCW. Ein Vierteljahrhundert Wrestling wird im März mit einem der größten PPV der Ligengeschichte zelebriert.
Um allen internen wie externen Lesenden einen Einblick zu geben, welche Stories die Traditionsliga im Jahr 2026 bewegen, gibt es diese dreiteilige Vorschau, in der die Hintergrunde und Fehden besprochen werden, die zu den neun Matches auf der Card geführt haben. Im heutigen zweiten Teil werden die Matches 4 bis 6 besprochen.
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GFCW Intercontinental Championship – Title vs Career:
Darragh Switzenberg (c) vs Zac Alonso
Referee: Mike GardDie Wurzeln dieses Kampfes führen zurück bis ins Jahr 2024, an den Tag von Darragh Switzenbergs größtem Triumph: Bei Title Night im besagten Jahr gewann Switzenberg nicht nur zum zweiten Mal den GFCW Intercontinental Title, sondern als Folge einer „Alles oder Nichts“-Wette mit Dynamite auch verschiedene Sonderrechte für seine Karriere. Fortan durften unter anderem die Kommentatoren keine Kritik mehr an Switzenberg üben und dem Kanadier stand es frei, jederzeit Urlaub zu nehmen. Das größte Privileg jedoch war wohl, dass Switzenberg das Recht gewann, eigene Verträge an Wrestler auszugeben.
Von dieser Regel machte Switzenberg erstmals noch am selben Abend Gebrauch, als er dem zuvor gefeuerten Youngster Jakob Fleestedt (mittlerweile Hollywood Jake) einen Vertrag gab und ihn zu seinem Assistenten ernannte. Dadurch war das „Switziverse Unlimited“ geboren, ein Stable unter Führung Switzenbergs. Wenige Wochen später brachte der Intercontinental-Champion außerdem seinen Hund als Stable-Maskottchen in die Liga und weil es natürlich unter seiner Würde liegt, das Tier selbst zu betreuen, wurde hierfür ein weiterer Assistent eingestellt: Der erfolglose Schauspieler Zac Alonso.
Auch wenn Alonso als „Switzidogisstant“ nominell nur die Nummer Drei des Stables war, trat er durch unterhaltsame Segmente und Kämpfe immer mehr in den Vordergrund und wurde – trotz nomineller Rolle als Heel – zu einem heimlichen Fan-Liebling. Da das Switziverse im ersten Halbjahr 2025 auf einer großen Erfolgswelle surfte, störten sich Switzenberg und Hollywood Jake aber nicht daran, das Spotlight mit dem Untergebenen teilen zu müssen. Es war genug Erfolg für alle da.
Zum ersten Riss in der Stable-Harmonie kam es im Sommer 2025 beim Western-PPV „High Noon“. An diesem Abend verlor Darragh Switzenberg den geliebten Titel ausgerechnet an seinen Erzrivalen Jason Crutch. Alonso und Jake nahmen unterdessen an einer Saloon Battle Royal teil und kamen bis ins Finale, wo sich die Kollegen direkt gegenüberstanden. Zac Alonso setzte sich in einem dramatischen Endspurt durch; die Saat für den Zusammenbruch des Switziverse war gelegt.
Während Switzenberg und Jake ihre Wunden leckten, feierte Alonso den größten Erfolg seiner Karriere euphorisch – und wurde dafür von Switzenberg per Niederschlag zur Räson gewiesen. Zwar raufte sich das Switziverse wieder zusammen, doch nach jenem verhängnisvollen Tag war nichts mehr wie zuvor. Der frustrierte, titellose Switzenberg ließ keine Gelegenheit mehr verstreichen, um Alonso zu demütigen und an die Hierarche im Stable zu erinnern. Unter anderem zertrat er dessen goldenen Cowboyhut, den Alonso für den Triumph im Saloon gewonnen hatte.
Der Bruch folgte, als Switzenberg entschied, Alonso die Betreuung des Switzidogs zu entziehen. Zac hatte den Hund mittlerweile derart ins Herz geschlossen, dass er ihn fast als Familienmitglied sah. Als er miterleben musste, wie Switzenberg diese Rolle an jemand anderen gab, nahm er den Hund an sich und versteckte ihn. Switzenberg setzte Alonso ein Ultimatum zur Rückgabe, welches Alonso (zur Freude der Fans) verstreichen ließ. Damit war der Ausstieg Zacs aus dem Switziverse besiegelt. Switzenberg gab Hollywood Jake, der insgeheim schon lange auf seinen populäreren Kollegen eifersüchtig war, ein Signal zum Angriff.
Bei Title Night unterlag Alonso seinem einstigen Freund Jake; und Switzenberg gewann seinen Titel von Crutch zurück. Alles schien wieder nach Wunsch des Switziverse zu laufen. Doch Anfang 2026 kämpfte sich Alonso noch einmal ins Spotlight zurück und legte sich abermals mit der Gruppierung an. Daraufhin wollte Switzenberg ihn entlassen – schließlich hatte er Alonso einst den Vertrag verschafft. Zur Rettung Alonsos GFCW-Präsident Dynamite, der die Entscheidung umkehrte und prompt noch ein Re-Match zwischen Alonso und Jake ansetzte, welches diesmal der Publikumsliebling gewinnen konnte.
Im Anschluss an seinen Kampf fordert Alonso seinen einstigen Meister Switzenberg heraus. Dieser lehnte ab – ließ sich aber erweichen, als Alonso alles aufs Spiel setzte, was er hat: Nämlich seine Karriere. So kann doch noch Switzenbergs Traum wahr werden, den Vormarsch des aufmüpfigen Youngsters zu „beenden“, den er einst selbst erschuf. Endet die Story von Alonsos Emanzipation in einem Tränenbad oder ist die Anniversary Show die Geburtsstunde eines neuen Stars?
GFCW World Championship:
The End (c) vs Monica Shade vs Stella Nova
Referee: Mike KontrakFür The End begann 2026 mit einer großen Veränderung. Nachdem er bei Title Night 2025 seinen Rivalen Aldo Nero besiegt und dadurch zum zweiten Mal die GFCW World Championship gewonnen hatte, ging er (im Guten) mit seinem Begleiter Salvatore Corleone auseinander. Der Italiener hatte End in der Fehde mit Nero zur Seite gestanden, nachdem Ends vorheriger Manager – James Corleone – auf betrügerische Weise die Loyalität Richtung Aldo Nero gewechselt hatte.
Nun stand The End erstmals ganz ohne Unterstützung da. Sein zweiter Title-Run würde also unter anderen Voraussetzungen stehen. Doch mindestens genauso spannend wie die Frage, wie sich End in der veränderten Situation schlagen würde, war jene Frage, wer sein erster Gegner um den Titel wird. Der Champion wurde selbst aktiv und suchte sich den ehemaligen World Champion Ask Skógur aus. Von Selbstzweifel geplagt, setzte Skógur die Position als designierter Herausforderer jedoch gegen Monica Shade aufs Spiel. Und verlor.
Es schien somit, als würde The End sich mit Monica Shade messen. Doch letztlich kam es anders. Und das hatte auch damit zu tun, dass der Aufstieg des Long Island Leopard (Shades Spitzname) nicht geradlinig verlief. Niederlagen gegen Aiden Rotari und Ask Skógur hatten sie – vor ihrem Sieg im Re-Match gegen den Schweden – vermeintlich aus dem Titelrennen gekegelt. Noch bei Title Night 2025 war daraufhin der WFW-Star Stella Nova erschienen und hatte Shade vorgeworfen, nicht die Erwartungen zu erfüllen: „Hört endlich auf nur heiße Luft zu spucken, stellt euch der GFCW Realität und hört auf WFW zu blamieren. Denn wenn ihr zwei dazu nicht in der Lage seid, dann werde ich euch ablösen.“
Stella Novas Drohung stand im Raum. Genau wie ihre Ankündigung, Doppel-Championesse von WFW und GFCW zu werden. Wer glaubte, dass Nova durch Shades Erfolg im Re-Match gegen Skógur einen Rückzieher machen würde, sah sich bei der Go-Home-Show vor der Anniversary Show getäuscht. Der „Leitstern“ tauchte bei der Vertragsunterzeichnung zwischen Shade und End auf und konfrontierte ihre alte Rivalin ebenso wie den Champion. The End, der schon lange nach der größtmöglichen Herausforderung gesucht hatte, nahm die Situation kämpferisch hin. Und stimmte einem 3-Way gegen beide Gegnerinnen zu.
Drei Personen, drei unterschiedliche Wege. Wird es The End gelingen, seine Erfolgswelle nach dem Comeback aufrechtzuerhalten oder wiegt das Fehlen eines Managers zu schwer? Kann Monica Shade ihren leicht holprigen Weg zum Titelmatch vergessen machen und sie eine Underdog-Championesse werden? Oder ist es Stella Nova, die in ihrem ersten GFCW-Match das große Gold erringen wird?
GOAT Gauntlet – Robert Breads Retirement Match:
Robert Breads vs ???
Referee: Thorsten BaumgärtnerOhne jeden Zweifel ist Robert Breads einer der größten Namen des Wrestlings. In der GFCW – und auch in der mittlerweile eingestellten PCWA – hat er alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Seine Karriere war jedoch in den letzten Jahren, und mit zunehmendem Alter, ins Schleudern geraten. Ungewohnt oft musste der Kanadier Niederlagen einstecken und Frustration und Hoffnungslosigkeit brachen zunehmend durch. Zwar gab es immer wieder Höhepunkte – wie einen Titelkampf gegen The End im Jahr 2024 – doch insgesamt ließ sich eine Ergebniskrise nicht abstreiten.
Seinem Auf und Ab wollte Robert Breads Einhalt gebieten, indem er sich zum Jahreswechsel 2025 dazu entschied, der Lerbitz Performance Group beizutreten. Der radikale Schritte war jedoch nicht das erhoffte Heilmittel – und so musste der stolze Hall of Famer hinnehmen, wie sich die LPG dazu entschied, ihm einen neuen Mann vor die Nase zu setzen. Das war ausgerechnet Breads‘ einstiger Schüler, Aiden Rotari.
Nachdem er ins zweite Glied gerückt war – aber nicht zwingend deswegen – traf Robert Breads eine aufsehenerregende Entscheidung. Mit vielen Monaten Vorlauf zur Anniversary Show kündigte er an, seine Karriere beim Geburtstagsevent zu beenden. Noch einmal würde er alles aus sich herausholen und auf das große Ziel hinarbeiten.
Auf dem Weg zum Rücktritt wurde aus dem verhassten Kanadier – dem man den LPG-Beitritt und viele andere Fehler nicht verzeihen wollte – in den Augen der Fans wieder die respektierte Legende. Rotari jedoch beharrte weiter darauf, dass sein einstiger Lehrer nun ihm unterstand – und schlicht „nicht mehr gebraucht“ würde. Nach vielen direkten wie indirekten Demütigungen hatte Breads endlich genug und überwarf sich zur Begeisterung der GFCW-Galaxy mit Aiden Rotari.
Breads‘ Entscheidung führte zum Gipfeltreffen bei Title Night. Auf dem Weg dahin zeigte sich ein tief entschlossener, beinahe paranoider Breads, der keine Hilfe annehmen wollte und sogar potenzielle Verbündete angriff, weil er glaubte, sie könnten ihm in den Rücken fallen. All der Fokus lohnte sich jedoch, denn am Ende stand für den lange kriselnden Breads der Sieg gegen Aiden. Die letzten Breads-Monate begannen mit einem Höhepunkt.
Im Jahr 2026 hat Robert Breads klar definiert, was es noch vor dem Retirement zu erledigen gibt. Er kämpfte ein letztes Mal gegen seinen PCWA-Rivalen Mad Dog, legte sich in einem bizarren Geschehen mit den „Geistern seiner Vergangenheit“ – ausgespielt durch Maximilian Lunenkind – an, und er hielt eine emotionale Abschiedsrede. Die letzte Note jedoch, die er ausspielen möchte, wird sein Abschiedsmatch sein: Das GOAT Gauntlet.
Was – oder besser gesagt: wer – in diesem Match wartet, ist nicht bekannt. Wir wissen nur, dass das Gauntlet eine Reihe von kurzen Matches gegen zuvor nicht angekündigte Gegner ist. Die Teilnehmer bleiben deshalb nur Spekulationen, Wünsche und Träume. Ist es ein Best-of von Charakteren aus der Breads’schen Vergangenheit? Sind es junge Stars, die letzte Gelegenheit nutzen wollen, sich an Breads hochzuziehen? Oder werden es, passend zum Geburtstagsmotto, die größten GFCW-Stars der Vergangenheit sein?
25 Jahre GFCW. Ein Vierteljahrhundert Wrestling wird im März mit einem der größten PPV der Ligengeschichte zelebriert.
Um allen internen wie externen Lesenden einen Einblick zu geben, welche Stories die Traditionsliga im Jahr 2026 bewegen, gibt es diese dreiteilige Vorschau, in der die Hintergrunde und Fehden besprochen werden, die zu den neun Matches auf der Card geführt haben. Im heutigen zweiten Teil werden die Matches 4 bis 6 besprochen.
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GFCW Intercontinental Championship – Title vs Career:
Darragh Switzenberg (c) vs Zac Alonso
Referee: Mike Gard
Die Wurzeln dieses Kampfes führen zurück bis ins Jahr 2024, an den Tag von Darragh Switzenbergs größtem Triumph: Bei Title Night im besagten Jahr gewann Switzenberg nicht nur zum zweiten Mal den GFCW Intercontinental Title, sondern als Folge einer „Alles oder Nichts“-Wette mit Dynamite auch verschiedene Sonderrechte für seine Karriere. Fortan durften unter anderem die Kommentatoren keine Kritik mehr an Switzenberg üben und dem Kanadier stand es frei, jederzeit Urlaub zu nehmen. Das größte Privileg jedoch war wohl, dass Switzenberg das Recht gewann, eigene Verträge an Wrestler auszugeben.
Von dieser Regel machte Switzenberg erstmals noch am selben Abend Gebrauch, als er dem zuvor gefeuerten Youngster Jakob Fleestedt (mittlerweile Hollywood Jake) einen Vertrag gab und ihn zu seinem Assistenten ernannte. Dadurch war das „Switziverse Unlimited“ geboren, ein Stable unter Führung Switzenbergs. Wenige Wochen später brachte der Intercontinental-Champion außerdem seinen Hund als Stable-Maskottchen in die Liga und weil es natürlich unter seiner Würde liegt, das Tier selbst zu betreuen, wurde hierfür ein weiterer Assistent eingestellt: Der erfolglose Schauspieler Zac Alonso.
Auch wenn Alonso als „Switzidogisstant“ nominell nur die Nummer Drei des Stables war, trat er durch unterhaltsame Segmente und Kämpfe immer mehr in den Vordergrund und wurde – trotz nomineller Rolle als Heel – zu einem heimlichen Fan-Liebling. Da das Switziverse im ersten Halbjahr 2025 auf einer großen Erfolgswelle surfte, störten sich Switzenberg und Hollywood Jake aber nicht daran, das Spotlight mit dem Untergebenen teilen zu müssen. Es war genug Erfolg für alle da.
Zum ersten Riss in der Stable-Harmonie kam es im Sommer 2025 beim Western-PPV „High Noon“. An diesem Abend verlor Darragh Switzenberg den geliebten Titel ausgerechnet an seinen Erzrivalen Jason Crutch. Alonso und Jake nahmen unterdessen an einer Saloon Battle Royal teil und kamen bis ins Finale, wo sich die Kollegen direkt gegenüberstanden. Zac Alonso setzte sich in einem dramatischen Endspurt durch; die Saat für den Zusammenbruch des Switziverse war gelegt.
Während Switzenberg und Jake ihre Wunden leckten, feierte Alonso den größten Erfolg seiner Karriere euphorisch – und wurde dafür von Switzenberg per Niederschlag zur Räson gewiesen. Zwar raufte sich das Switziverse wieder zusammen, doch nach jenem verhängnisvollen Tag war nichts mehr wie zuvor. Der frustrierte, titellose Switzenberg ließ keine Gelegenheit mehr verstreichen, um Alonso zu demütigen und an die Hierarche im Stable zu erinnern. Unter anderem zertrat er dessen goldenen Cowboyhut, den Alonso für den Triumph im Saloon gewonnen hatte.
Der Bruch folgte, als Switzenberg entschied, Alonso die Betreuung des Switzidogs zu entziehen. Zac hatte den Hund mittlerweile derart ins Herz geschlossen, dass er ihn fast als Familienmitglied sah. Als er miterleben musste, wie Switzenberg diese Rolle an jemand anderen gab, nahm er den Hund an sich und versteckte ihn. Switzenberg setzte Alonso ein Ultimatum zur Rückgabe, welches Alonso (zur Freude der Fans) verstreichen ließ. Damit war der Ausstieg Zacs aus dem Switziverse besiegelt. Switzenberg gab Hollywood Jake, der insgeheim schon lange auf seinen populäreren Kollegen eifersüchtig war, ein Signal zum Angriff.
Bei Title Night unterlag Alonso seinem einstigen Freund Jake; und Switzenberg gewann seinen Titel von Crutch zurück. Alles schien wieder nach Wunsch des Switziverse zu laufen. Doch Anfang 2026 kämpfte sich Alonso noch einmal ins Spotlight zurück und legte sich abermals mit der Gruppierung an. Daraufhin wollte Switzenberg ihn entlassen – schließlich hatte er Alonso einst den Vertrag verschafft. Zur Rettung Alonsos GFCW-Präsident Dynamite, der die Entscheidung umkehrte und prompt noch ein Re-Match zwischen Alonso und Jake ansetzte, welches diesmal der Publikumsliebling gewinnen konnte.
Im Anschluss an seinen Kampf fordert Alonso seinen einstigen Meister Switzenberg heraus. Dieser lehnte ab – ließ sich aber erweichen, als Alonso alles aufs Spiel setzte, was er hat: Nämlich seine Karriere. So kann doch noch Switzenbergs Traum wahr werden, den Vormarsch des aufmüpfigen Youngsters zu „beenden“, den er einst selbst erschuf. Endet die Story von Alonsos Emanzipation in einem Tränenbad oder ist die Anniversary Show die Geburtsstunde eines neuen Stars?
GFCW World Championship:
The End (c) vs Monica Shade vs Stella Nova
Referee: Mike Kontrak
Für The End begann 2026 mit einer großen Veränderung. Nachdem er bei Title Night 2025 seinen Rivalen Aldo Nero besiegt und dadurch zum zweiten Mal die GFCW World Championship gewonnen hatte, ging er (im Guten) mit seinem Begleiter Salvatore Corleone auseinander. Der Italiener hatte End in der Fehde mit Nero zur Seite gestanden, nachdem Ends vorheriger Manager – James Corleone – auf betrügerische Weise die Loyalität Richtung Aldo Nero gewechselt hatte.
Nun stand The End erstmals ganz ohne Unterstützung da. Sein zweiter Title-Run würde also unter anderen Voraussetzungen stehen. Doch mindestens genauso spannend wie die Frage, wie sich End in der veränderten Situation schlagen würde, war jene Frage, wer sein erster Gegner um den Titel wird. Der Champion wurde selbst aktiv und suchte sich den ehemaligen World Champion Ask Skógur aus. Von Selbstzweifel geplagt, setzte Skógur die Position als designierter Herausforderer jedoch gegen Monica Shade aufs Spiel. Und verlor.
Es schien somit, als würde The End sich mit Monica Shade messen. Doch letztlich kam es anders. Und das hatte auch damit zu tun, dass der Aufstieg des Long Island Leopard (Shades Spitzname) nicht geradlinig verlief. Niederlagen gegen Aiden Rotari und Ask Skógur hatten sie – vor ihrem Sieg im Re-Match gegen den Schweden – vermeintlich aus dem Titelrennen gekegelt. Noch bei Title Night 2025 war daraufhin der WFW-Star Stella Nova erschienen und hatte Shade vorgeworfen, nicht die Erwartungen zu erfüllen: „Hört endlich auf nur heiße Luft zu spucken, stellt euch der GFCW Realität und hört auf WFW zu blamieren. Denn wenn ihr zwei dazu nicht in der Lage seid, dann werde ich euch ablösen.“
Stella Novas Drohung stand im Raum. Genau wie ihre Ankündigung, Doppel-Championesse von WFW und GFCW zu werden. Wer glaubte, dass Nova durch Shades Erfolg im Re-Match gegen Skógur einen Rückzieher machen würde, sah sich bei der Go-Home-Show vor der Anniversary Show getäuscht. Der „Leitstern“ tauchte bei der Vertragsunterzeichnung zwischen Shade und End auf und konfrontierte ihre alte Rivalin ebenso wie den Champion. The End, der schon lange nach der größtmöglichen Herausforderung gesucht hatte, nahm die Situation kämpferisch hin. Und stimmte einem 3-Way gegen beide Gegnerinnen zu.
Drei Personen, drei unterschiedliche Wege. Wird es The End gelingen, seine Erfolgswelle nach dem Comeback aufrechtzuerhalten oder wiegt das Fehlen eines Managers zu schwer? Kann Monica Shade ihren leicht holprigen Weg zum Titelmatch vergessen machen und sie eine Underdog-Championesse werden? Oder ist es Stella Nova, die in ihrem ersten GFCW-Match das große Gold erringen wird?
GOAT Gauntlet – Robert Breads Retirement Match:
Robert Breads vs ???
Referee: Thorsten Baumgärtner
Ohne jeden Zweifel ist Robert Breads einer der größten Namen des Wrestlings. In der GFCW – und auch in der mittlerweile eingestellten PCWA – hat er alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Seine Karriere war jedoch in den letzten Jahren, und mit zunehmendem Alter, ins Schleudern geraten. Ungewohnt oft musste der Kanadier Niederlagen einstecken und Frustration und Hoffnungslosigkeit brachen zunehmend durch. Zwar gab es immer wieder Höhepunkte – wie einen Titelkampf gegen The End im Jahr 2024 – doch insgesamt ließ sich eine Ergebniskrise nicht abstreiten.
Seinem Auf und Ab wollte Robert Breads Einhalt gebieten, indem er sich zum Jahreswechsel 2025 dazu entschied, der Lerbitz Performance Group beizutreten. Der radikale Schritte war jedoch nicht das erhoffte Heilmittel – und so musste der stolze Hall of Famer hinnehmen, wie sich die LPG dazu entschied, ihm einen neuen Mann vor die Nase zu setzen. Das war ausgerechnet Breads‘ einstiger Schüler, Aiden Rotari.
Nachdem er ins zweite Glied gerückt war – aber nicht zwingend deswegen – traf Robert Breads eine aufsehenerregende Entscheidung. Mit vielen Monaten Vorlauf zur Anniversary Show kündigte er an, seine Karriere beim Geburtstagsevent zu beenden. Noch einmal würde er alles aus sich herausholen und auf das große Ziel hinarbeiten.
Auf dem Weg zum Rücktritt wurde aus dem verhassten Kanadier – dem man den LPG-Beitritt und viele andere Fehler nicht verzeihen wollte – in den Augen der Fans wieder die respektierte Legende. Rotari jedoch beharrte weiter darauf, dass sein einstiger Lehrer nun ihm unterstand – und schlicht „nicht mehr gebraucht“ würde. Nach vielen direkten wie indirekten Demütigungen hatte Breads endlich genug und überwarf sich zur Begeisterung der GFCW-Galaxy mit Aiden Rotari.
Breads‘ Entscheidung führte zum Gipfeltreffen bei Title Night. Auf dem Weg dahin zeigte sich ein tief entschlossener, beinahe paranoider Breads, der keine Hilfe annehmen wollte und sogar potenzielle Verbündete angriff, weil er glaubte, sie könnten ihm in den Rücken fallen. All der Fokus lohnte sich jedoch, denn am Ende stand für den lange kriselnden Breads der Sieg gegen Aiden. Die letzten Breads-Monate begannen mit einem Höhepunkt.
Im Jahr 2026 hat Robert Breads klar definiert, was es noch vor dem Retirement zu erledigen gibt. Er kämpfte ein letztes Mal gegen seinen PCWA-Rivalen Mad Dog, legte sich in einem bizarren Geschehen mit den „Geistern seiner Vergangenheit“ – ausgespielt durch Maximilian Lunenkind – an, und er hielt eine emotionale Abschiedsrede. Die letzte Note jedoch, die er ausspielen möchte, wird sein Abschiedsmatch sein: Das GOAT Gauntlet.
Was – oder besser gesagt: wer – in diesem Match wartet, ist nicht bekannt. Wir wissen nur, dass das Gauntlet eine Reihe von kurzen Matches gegen zuvor nicht angekündigte Gegner ist. Die Teilnehmer bleiben deshalb nur Spekulationen, Wünsche und Träume. Ist es ein Best-of von Charakteren aus der Breads’schen Vergangenheit? Sind es junge Stars, die letzte Gelegenheit nutzen wollen, sich an Breads hochzuziehen? Oder werden es, passend zum Geburtstagsmotto, die größten GFCW-Stars der Vergangenheit sein?
