25 Jahre GFCW: Die Stories hinter der Anniversary Show (Teil 1 von 3)
25 Jahre GFCW. Ein Vierteljahrhundert Wrestling wird im März mit einem der größten PPV der Ligengeschichte zelebriert.
Um allen internen wie externen Lesenden einen Einblick zu geben, welche Stories die Traditionsliga im Jahr 2026 bewegen, gibt es diese dreiteilige Vorschau, in der die Hintergrunde und Fehden besprochen werden, die zu den neun Matches auf der Card geführt haben. Im heutigen ersten Teil werden der Opener sowie die Matches 2 und 3 vorgestellt.
____________________
Tag Team Match:
Falls Iðunn Jörmungandr & Skaði Fenrir gewinnen, bekommen sie beim War Evening Easter Special ein Tag Team-Titelmatch
Punk n’ Jump-Alliance (Jackie D’Arcy & Rodrigo Gaya) vs Iðunn Jörmungandr & Skaði Fenrir
Eine der bestimmenden Gruppierungen der vergangenen GFCW-Jahre ist die Lerbitz Performance Group unter Führung der geschäftstüchtigen Frau Lerbitz. Da sich die Entrepreneurin seit jeher jedoch im Hintergrund hält und ihre Auftritte wohldosiert erfolgen, wurde das öffentliche Bild der LPG von anderen Personen geprägt. Anfang des vergangenen Jahres (2025) waren dies vor allem Maximilian Lunenkind, eine der fragwürdigsten und zugleich legendärsten Figuren der Ligengeschichte, sowie der Marketing-Experte Lorenz. Während das Duo – je nach Präferenz – entweder Amüsement oder Naserümpfen hervorrief, mussten auch biedere Zuschauer eingestehen, dass ihnen zusammen mit Frau Lerbitz ein großer Coup gelang: Robert Breads, GFCW Hall of Famer und eine der größten Legenden des Wrestling-Business, wurde als neues Aushängeschild der LPG verpflichtet, um seiner strauchelnden Karriere einen dritten Frühling zu ermöglichen.
Gemeinsam mit Robert Breads fuhr die LPG zu Beginn des Jahres 2025 ein neues Konzept auf: In einem zweiwöchentlichen Casting wurden junge Wrestlerinnen dahingehend getestet, ob sie die LPG sportlich bereichern und vor allem das Marketing-Potenzial erhöhen könnten. Die erste Athletin, die diesen Ruf annahm, war die mächtige Schneewölfin Skaði Fenrir. Und sie ist bis heute die erfolgreichste Kandidatin der LPG-Castings. Im Jahresverlauf arbeitete sie sich sukzessive in den Cards nach oben und stand zwischenzeitlich sogar kurz davor, sich ein Intercontinental-Titlematch gegen die GFCW-Legende Jason Crutch beim PPV Title Night 2025 zu verdienen, ehe Darragh Switzenberg ihr diesen Spot abluchste.
Nachdem Skaði ihre Wunden geleckt hatte, orientierte sie sich nicht nur einem anderen Titel, sondern gleich einer anderen Division zu: Skaði Fenrir holte ihre Schwester Iðunn Jörmungandr dazu und gemeinsam brachten sie sich in Stellung für den Tag-Team-Title. Dazu gewannen sie sogar ein LPG-internes Match gegen die Black Wyrms, die ebenfalls auf der Jagd nach den Gürteln waren. Fast die ganze GFCW-Galaxy rechnete nun wohl damit, dass die Schwester den Titel-Shot gegen die Champions bei der Anniversary Show bekämen. Doch nachdem mit der Douglas Dynasty sowie Titan & The Bomb zwei große Teams der Vergangenheit wiederkamen, überging Commissioner Eric Fletcher in einer umstrittenen Entscheidung prompt die Ansprüche der LPGler und bookte stattdessen die Rückkehrer in den Titelkampf.
Die LPG war entsprechend bedient, konnte sich jedoch ein Kompromissangebot sichern: Sofern sie den Opener der Anniversary Show gewinnen, erhalten sie beim War Evening Easter Special – der ersten Show nach dem PPV – einen Titelkampf gegen die neuen oder alten Champions. Ihre Gegner sind schwer auszurechnen. Denn die Punk n‘ Jump-Alliance, bestehend aus Jackie D’Arcy und Rodrigo Gaya, trat bislang noch nicht vor GFCW-Kameras auf. Sind die Beiden nur ein zu vernachlässigendes Hindernis, eine bloße Formalie? Oder kann ein debütierendes Team die Schwestern abermals um den verdienten Lohn bringen?
Iray Burch Chooses The Stipulation:
Iray Burch vs Hollywood Jake
Im Sommer 2025 hatte das Switziverse (bestehend aus dem Anführer Darragh Switzenberg und seinen Gehilfen Jakob Fleestedt und Zac Alonso) einen herben Rückschlag zu verkraften. Erfolglos warb man darum, Rasmus Rantanen – der zuvor den ehemaligen World Champion Aiden Rotari besiegt hatte – für die Gruppierung zu gewinnen. Nach Wochen des Überlegens machte Rantanen seine Ablehnung des Angebots deutlich, indem er gegen Switzenberg eingriff, so dass dieser eine schmerzende Niederlage gegen seinen Erzrivalen Jason Crutch erlitt.
Switzenberg befahl seinen Untergebenen, Rantanen für diesen Frevel zu bestrafen. Da Alonso und Fleestedt selbst Rantanen nicht beikommen konnten, heuerten sie für diese Aufgabe schlussendlich den brutalen, unmenschlichen Iray Burch an. Burch, ein 140-Kilo-Koloss mit beklemmender Gefühlskälte, erfüllte seinen Auftrag, indem er einen der brutalsten Angriffe der Ligengeschichte auf Rantanen durchführte und diesen im Blute zurückließ.
Schnell war klar, dass das Zweckbündnis zwischen dem Switziverse und Burch nicht in eine lange Partnerschaft übergehen würde. Burchs perverse Lust an Gewalt ängstigte selbst Fleestedt und Alonso, so dass diese den Kontakt zum Monster, das sie selbst „erschaffen“ hatten, tunlichst mieden. Umso erleichterter dürften sie gewesen sein, dass Burch im Anschluss mit einem zurückkehrenden Rasmus Rantanen abgelenkt war und die Switziverse/Burch-Allianz ein stilles Ende fand.
Iray Burch besiegte – in einem verstörenden Gefecht – Rasmus Rantanen bei Title Night 2025 und steht seitdem unter der Führung seiner neuen, alten Managerin Shelly Nafe, die ihn bereits in der GFCW-Development-Liga einst betreute. Am selben Abend besiegte Jakob Fleestedt hingegen Zac Alonso, der sich mittlerweile vom Switziverse abgewandt hatte und zum Publikumsliebling geworden war. Für diesen Erfolg wurde Fleestedt durch Darragh Switzenberg vom Assistenten zum Co-Star befördert, worauf er sich prompt in Hollywood Jake umbenannte.
Zwischen Burch und dem Switziverse hätte es theoretisch nie wieder zu Berührungspunkten kommen müssen, hätte Jake nicht einen entscheidenden Fehler gemacht: Bei einer Vertragsunterzeichnung, die er im Namen von Switzenberg vornahm, fiel er auf einen Trick Zac Alonso herein und legte dadurch aus Versehen ein IC-Titelmatch von Switzenberg gegen Creed Gibson, einen Freund Alonsos, fest. Zwar konnte Switzenberg seinen Intercontinental Title verteidigen, doch das Switziverse war sich einig: Zac Alonso müsse für diese Unverschämtheit bestraft werden. Abermals wurde Iray Burch für diese Aufgabe angeheuert.
Nachdem Burch Alonso angegriffen und halb bewusstlos vor Switzenbergs Füße geworfen hatte, verlangte Shelly Nafe zwei Wochen später eine Bezahlung für diesen Söldner-Dienst ihres Klienten. Sie stellte zwei Möglichkeiten in den Raum: Entweder müsse das Switziverse Burch mit einem Titelmatch bezahlen…oder indem Burch seinen Sadismus zukünftig am Leid des Switziverse stillt. Darragh Switzenberg, der natürlich alles täte, um den seit einem halben Jahr unbesiegten Iray Burch aus dem Weg zu gehen, entscheid sich prompt für die zweite Variante und warf der Bestie Hollywood Jake zum Fraß vor. Jake, über seine „Opferung“ fassungslos, protestiere bei Switzenberg, wurde jedoch mit Verweis auf seine Fehler der Vergangenheit abgewiesen.
Nun steht Hollywood Jake vor der undankbaren Aufgabe, Iray Burch bei der Anniversary Show mit seinem Leid bezahlen zu müssen. Zu allem Überfluss darf der Unmensch auch noch die Stipulation für den Kampf selbst festsetzen. Ist Hollywood Jake beim PPV also in einer Hölle aus Gewalt und Pein gefangen? Kann es ihm irgendwie gelingen, die Sensation zu schaffen und den in One-on-Ones unbesiegbar erscheinen Burch zu schlagen? Oder ist er nur ein weiteres Opfer, das wie einst Rasmus Rantanen nach einer Begegnung mit Iray monatelang ausfallen wird?
Six Person-No Holds Barred-Tag Team Match:
Lerbitz Performance Group (Black Wyrms (Shizuku Shikishima & Brigitte Reflet) & Milly Vermillion) vs Jay Taven, Gisbert „Gino“ Rieß & Hugo “Meathook” Rodriguez
In der GFCW-Geschichte hat es mutmaßlich noch nie einen Kampf gegeben, in dem sich die Körper zweier Gegner so stark unterschieden wie bei Milly Vermillion gegen Hugo „Meathook“ Rodriguez. Auf der einen Seite steht eine zarte Frau von 150 Zentimetern Körpergröße, auf der einen ein übergewichtiger Schläger von mehr als zwei Metern und 190 Kilogramm. Trotz dieser extremen Differenzen ging Vermillion nicht ohne Chance in den Fight, als dieser im letzten Herbst erstmals auf die GFCW-Cards kam. Denn Milly hatte sich als Teil der LPG-Castings ordentlich im Main Roster etabliert, Meathook hingegen fungierte seit Jahren nur als Undercarder, dessen letzte Siege lange zurücklagen.
Letztlich stellten sich die körperlichen Unterschiede zwischen Meathook und Milly aber als zu groß raus und die LPG-Dame wurde – wortwörtlich – von ihrem Gegner begraben, als dieser zu einem erfolgreichen Pin auf sie fiel. Milly gab jedoch nicht auf und es entstand eine kleine Matchserie, in der sie dem ersehnten Sieg immer näherkam. Als es im Februar 2026 endlich schien, als wäre der Zeitpunkt gekommen, verlor Meathook die Kontrolle über sich und griff zu einem furchtbaren Mittel, indem er Milly mit seinem Fleischerhaken attackierte.
Millys LPG-Kameradinnen, die Black Wyrms, kamen ihr zur Hilfe. Das war erwartbar. Nicht jedoch, dass auch der widerliche Meathook Unterstützung fand. Diese kam in Form von Gisbert „Gino“ Rieß und Jay Taven, zwei langjährigen Undercardern in ähnlicher Position wie Meathook. Sie alliierten sich mit dem fetten Fleischer, um gemeinsam stark zu sein und nicht aufgrund anhaltender Erfolgslosigkeit um den Job fürchten zu müssen.
Bei der Anniversary Show haben Taven, Rieß und Meathook nun die Chance, den Mantel der ewigen Loser abzustreifen. Besonders Jay Taven wird darauf brennen, es allen Kritikern zu zeigen – denn 2025 hatte sich Aya noch dazu entschieden, den Tag-Team-Title lieber in den Müll zu schmeißen, anstatt ihn gemeinsam mit Taven halten zu müssen. Für die LPG geht es hingegen um Rache; und besonders für Milly um die Chance, den Sieg einzufahren, der ihr in Singles-Matches gegen Meathook verwehrt blieb. Die Black Wyrms haben die große Chance, sich zurück in den Fokus zu bringen, nachdem sie in der „internen LPG-Ausscheidung“ um die Tag-Team-Title gegenüber Skadi Fenrir und Idunn Jörmungandr den Kürzeren ziehen mussten.
