Es ist ein mittlerweile recht vertrautes Bild: Tammy vor der Interviewwand mit „Long Island Leopard“ Monica Shade als Interviewgast. Oder besser gesagt: Monica Shade samt Stoffschwein Lady Rosi, schließlich trifft man die rosarot bezopfte US Amerikanerin nie ohne ihre „Strategin“ an. Man trifft Monica auch selten mit sichtlicher Anspannung in der Körperhaltung an, doch dieser eigentlich seltene Anblick ist in der jüngeren Vergangenheit etwas weniger selten geworden – nicht zuletzt weil Monicas rosa Schweinewelt mit dem Abgang des Greatest Pigster zunehmend ernster geworden ist und statt fröhlichen Schweinereien nun der Ernst ihre GFCW Karriere bestimmt.

Tammy erkennt die Anspannung von Monica mit ihrer jahrelangen Erfahrung natürlich sofort und beginnt das Interview daher mit einem aufbauendem Lächeln und warmen Worten.


Tammy: „Heute ist es soweit und du hast die Chance auf den GFCW World Title, Monica. Aiden Rotari und Aldo Nero sind nicht mehr hier, um dich im direkten Duell bei ihnen zu revanchieren, so wie es dir mit Ask Skógur gelungen ist, aber dein vor Monaten angekündigtes Ziel dich per Titelgewinn für diese Niederlagen zu rehabilitieren ist zum Greifen nah! Doch ehe wir darüber sprechen, möchte ich dir erst einmal dafür danken, dass du mich vor Stella beschützt hast!“


Monica zupft sich bedächtig an ihrem Leoparden-Halstuch, als ob sie erst einmal kurz überlegen muss, worüber Tammy gerade spricht. So stark war ihr Fokus auf das heutige Match und somit Gegenwart und Zukunft, dass die Vergangenheit erst einmal gar nicht in ihrem Kopf präsent war. Doch dann beginnt Monica die Interviewerin freundlich anzulächeln.


Monica Shade: „Gern. Aber nun so rückblickend betrachtet warst du eh nie in Gefahr. Auch wenn die Attacke auf Pete und Sven anderes vermuten lässt, eigentlich ist Stella recht friedlich. Tatsächlich ist sie selbst einmal von einer Partnerin hintergangen und dann ziemlich übel verhauen worden, daher ist Stella eigentlich niemand, die anderen einfach so Gewalt antut.“

Tammy: „Du kennt Stella besser als ich und wirst es wissen, dennoch weiß ich die Geste sehr zu schätzen.“

Monica Shade: „Und ich weiß zu schätzen, dass du mich als Teil von GFCW bezeichnet hast. Was sicherlich nicht verkehrt ist, bin ja nun ein Jahr hier und dennoch… ich selber habe mich eigentlich stets als so eine Art Gast hier bei GFCW gesehen. Aber tatsächlich fühlt es sich hier mittlerweile so ein bisschen vertraut an.“


Wir erinnern uns: Schweinefreundin Monica Shade war ursprünglich von der LPG angeworben worden, um weibliche Talente zu vermitteln, aus denen dann ein von Robert Breads gecoachtes Gegenstück zum GFCW Förderkader werden sollte. Und obgleich dies anmutet wie eine Geschichte aus grauer Vorzeit, die mit der heutigen GFCW Gegenwart nur noch am Rande zu tun hat – letztlich ist Monica Shade unverändert Teil der LPG und nur durch deren Engagement bei GFCW. Sie hat keinen eigenen GFCW Vertrag.


Tammy: „Das erinnert mich daran, dass Stella die Frage aufgeworfen hat, was wohl passieren würde, wenn du Champion wirst und den Titel dann wieder verlierst. Ursprünglich warst du ja nur wegen dem Greatest Pigster hier und der ist nun weg. Und nun bist du hier, um deine vergangenen Niederlagen wieder wettzumachen, indem du Champion wirst. Aber wenn du das geschafft hast… was dann?“


Wenn eine Frage keine direkte Antwort erfährt, ist die Frage entweder sehr gut oder sehr schlecht. In diesem Fall unweigerlich eine sehr gute Frage, die Monica kurz nachdenklich werden, dann aber nonchalant die Schultern zucken lässt.


Monica Shade: „Ehrlich gesagt habe ich da bisher gar nicht drüber nachgedacht. Und darüber muss ich auch nicht nachdenken, solange ich es nicht geschafft habe. Ergo gilt es heute diesen ersten Schritt zur Antwort auf diese Frage zu machen und den Titel zu gewinnen.“


So weit, so bodenständig. Lady Rosi ist auch zufrieden mit der Schweinehirtin und verhält sich ruhig unter ihrem rechten Arm – ein Zeichen dafür, dass Monica mit ihren Gedanken im Reinen ist.


Monica Shade: „Und mit dem zweiten Schritt, also den Titel dann wieder zu verlieren… mit dem hätte ich keine Eile.“


Ein kurzes Zwinkern mit Lächeln, das jedoch rasch aus ihrem Gesicht wieder weicht – wie auch Lady Rosi nun unweigerlich doch etwas zu ruckeln beginnt.


Monica Shade: „Nicht zuletzt weil es mir bei WFW verwehrt geblieben ist einen Einzug als Champion zu haben, so rasch wie meine Regentschaft dort schon wieder beendet war.“


Ihre Regentschaft wurde in Minuten gemessen.


Monica Shade: „Aber ganz ehrlich? In gewisser Weise war es gut, dass meine Regentschaft so kurz war.“

Tammy: „Weil du dadurch bescheiden geblieben bist? So in etwa hattest du es vor zwei Wochen ausgedrückt.“

Monica Shade: „Ja, das auch, aber nicht nur.“


Es gibt Momente, da muss man als Interviewerin nachhaken und es gibt Momente wie diesen, wo man einfach entspannt das Mikrofon halten und die Interviewte reden lassen kann, weil sie drauf und dran ist all das, was man erfrage wollen würde, von selber anspricht.


Monica Shade: „Wie ich auch schon sagte habe ich diese Erfolge sehr früh in meiner Karriere gefeiert. Und durch diese extra kurze Titelregentschaft… hatte und habe ich immer noch ein Ziel: Erneut Champion zu werden und dann richtig.“


Sie stolpert fast über diese Worte, dabei war sie es doch, die groß betont hatte, dass auch ihr kurzer Titelgewinn ein Titelgewinn war und daher bedeutsam. Was natürlich auch stimmt, zumal es bei WFWs größten Show des Jahres vor etlichen Fans im Dortmunder Westfalenstadion, bzw. Signal Iduna Park, passiert ist, dem traditionellen Austragungsort des Grandslam. Und dennoch, so insgeheim scheint Monica die Bedeutung dieses Erfolgs nicht nur für andere als wichtig ansprechen zu müssen, sondern auch für sich selbst.


Monica Shade: „Es ist wichtig Ziele zu haben, denn so bleibt man motiviert und engagiert. Nicht so wie Robert Breads, der aufhört, obwohl er immer noch recht passabel ist. Und im Moment ist mein Ziel heute zu gewinnen und den GFCW World Title dann möglichst lange zu halten. Und bei WFW will ich natürlich auch wieder Champion werden. Das ist erst mal das, was zählt. Was mache ich, wenn ich einen Titel verliere, den ich heute erst mal gewinnen muss?“


Ihr Lächeln ist zurück und dieses mal dauerhaft und aufrichtig.


Monica Shade: „Das ist jetzt doch gar nicht wichtig. Zumal es von so vielen Faktoren abhängt. Etwa wie ich den Titel verliere. Oder gegen wen. Wie ich dann in der ewigen Punktetabelle dastehe… in der ich mittlerweile tatsächlich drinstehe, was mich ein kleines bisschen mehr zum Teil von GFCW macht. Sich über die Zukunft Gedanken zu machen ist gut und wichtig, aber jetzt zählt erst einmal das jetzt. Und jetzt heißt es aufwärmen, mit Lady Rosi noch mal die Taktik durchgehen und dann heißt es gewinnen. Das hier ist meine erste und vielleicht einzige Chance und die gilt es zu nutzen! Schließlich kann es mit mir hier bei GFCW auch sehr plötzlich enden.“
Tammy: „Wie meinst du das?“


Tammy ist alarmiert. Das klingt nämlich jetzt verdammt so als ob Monica sich doch Gedanken um die Zukunft gemacht hat – eine Zukunft ohne GFCW.


Monica Shade: „Na ja, bekanntlich hab ich keinen GFCW Vertrag und bin über die Beziehungen der Lerbitz Pigster Group hier. In dem Moment, wo Entrepreneurin Lerbitz keine Lust mehr auf GFCW oder gar Wrestling an sich hat, verliere ich meine Anwesenheitsberechtigung. Ergo gilt es hier und heute zu gewinnen, denn als Champ wird GFCW mich ja mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Programm behalten müssen, wenn nicht sogar im Programm behalten wollen, egal wie es um die LPG steht. Und bei allem Respekt für The End, aber für GFCW wäre es schon gut, wenn ich gewinne. Erstens weil eine Show mit Lady Rosi und mir besser ist als eine Show ohne und damit diese Anniversary Show, die auf 25 Jahre zurückblickt, mit einem neuen Impuls in die Zukunft gehen kann. Und dieser Impuls, das bin ich – das sind wir. Und nicht Stella. Sorry, Stella, aber der Sieg heute geht an mich – an mich und Lady Rosi. Der Greatest Pigster mag weg sein und ist nicht als der große, legendäre Champion in die GFCW Geschichte eingegangen, der er hätte sein sollen... aber ein Schwein ist noch hier und wird heute mit dem goldenen Gürtel zusammen feiern können!“



Die Regie schaltet in den Backstagebereich. Die Gänge der Halle sind zu sehen. Die Kamera läuft durch die Gänge hindurch. Eine Stimme ist zu hören, wobei es einem vorkommt, als wenn die Person, die spricht, die Kamera führt – sprich hier liegt die Ich-Perspektive vor.


Stimme: „Nun bin ich wieder hier... hier bei der GFCW... und das für einen Abend... 25 Jahre GFCW. Das ist echt der Wahnsinn.“


Die Kamera schwenkt nach links und rechts. Er blickt sich um


Stimme: „Soweit hat sich hier nichts verändert. Die Gänge, dieser Muff hier, diese leicht düstere Stimmung... Alles beim alten.“


Die Kamera geht den Gang weiter und der Gang verzweigt sich nach geradeaus und nach rechts. Ein Schwenk nach rechts erfolgt und fängt Mitarbeiter der GFCW ein, die noch letzte Vorbereitungen erledigen.


Stimme: „Die Mitarbeiter der GFCW sind auch noch da. Immer fleißig, loyal und sie leisten viel. Ein Hoch für diese Jungs und Hut ab. Ohne sie liefe keine Show und das klappt schon seit 25 Jahren.“


Die Kamera bewegt sich weiter geradeaus.


Stimme: „Ach ja... da kommen Erinnerungen wieder hoch ... als Champion einzeln bzw. zusammen mit „Wild Thing“ Tommy Cornelli. Ob er heute auch hier ist? Der Abend ist ja noch lang. Da kann ich ja mal den Backstagebereich erkundschaften.“


Die Kamera kommt an eine Rechtskurve an. Von weitem sieht er ein weiteres bekanntes Gesicht. Es ist der loyale Interviewer Mac Müll, der auch schon seit 25 Jahren hier seine Arbeit leistet und mit dem Rücken zu ihm steht. Die Kamera bleibt stehen.


Stimme: „Ob ich ihn ein wenig...“


Es kehrt kurz Ruhe ein.


Stimme: „Ja, das mache ich.“


Nach diesen Worten wechselt die Kamera und diese fängt Mac Müll ein, welcher nach Interviewpartnern sucht. Plötzlich steigt bei ihm Nebel empor. Mac Müll bemerkt dies ziemlich spät. Er schaut verdutzt den Nebel an und erschrickt leicht. Dann aber erkennt man ein leichtes Grinsen auf seinem Gesicht.


Mac Müll: „Hey Steve, ich weiß, dass du da bist. Du kannst mich nicht mehr erschrecken. Deinen Trick kenne ich schon. Du hast ihn letztens bei der 500. Jubiläumsshow schon versucht.“


Mac Müll schaut in alle Ecken und der Nebel wird immer dichter, doch er macht niemanden im Umkreis aus. Mac Mülls Mine verzieht sich von Sekunde zu Sekunde und er schaut sich doch ein wenig hektischer um.


Mac Müll: „Steve? Komm schon. Das ist doch deine Show hier. Also zeig dich!“


Aber wieder tut sich rein gar nichts. Mac Müll erschreckt, denn eine Hand packt ihn von hinten an die Schulter. Dieser zuckt zusammen und möchte gerne schreien, doch seine Stimme versagt. Mac Müll dreht sich langsam und unsicher um. Er erblickt ein bekanntes Gesicht – Steve Fog.


Mac Müll: „Mensch Steve, du weißt, wie man mich erschrecken kann.

Steve Fog: Hallo Macci, das lasse ich mir doch nicht nehmen dich auf die Schippe zu nehmen, wenn ich mal wieder hier in der GFCW eingeladen bin. Wie geht es dir? Schon lange nicht mehr gesehen.“

Mac Müll: „Och man schlägt sich durch und bei dir? Dank der GFCW wird es nicht langweilig. Wie geht es dir so?“

Steve Fog: „Mir geht es genauso wie dir. Mal hier und da ein Match bei einer Independent Liga. Es läuft.“


Steves Gesicht erhält einen nachdenklichen Touch.


Steve Fog: „Gratulation an dich und an die GFCW für insgesamt 25 Jahre. Das ist echt eine Leistung, die sich sehen lassen. Ich blicke gerne an meine Zeit hier zurück – an die Titelgewinne, an meinen Partner Tommy Cornelli, einfach an alles.“

Mac Müll: „Das glaube ich. Du hattest damals echt eine starke Leistung gezeigt.“

Steve Fog: „Danke. So ich bin dann mal in meiner Kabine und blicke mich hier etwas um. Ich wünsche dir noch einen schönen Abend. Bis später.“

Mac Müll: „Bis dann, Steve.“


Steve Fog streift weiter durch den Backstagebereich und Mac Müll sucht einen neuen Interviewpartner. Dann fadet die Szene aus.



Vivian Tolnai: „Beziehungen können kompliziert sein.“


Tolnai schließt die Tür des Uber und lümmelt sich möglichst gemütlich in ihren Sitz. Die Person, die unsere Kamera bedient, muss direkt neben ihr auf der Rückbank sitzen, denn wir sehen Tolnai in Nahaufnahme.


Vivian Tolnai: „Erst ist der eine dominant, dann ist es der andere. Erst ist man ein Feind, dann ist man ein Partner.“


Der Motor springt an. Am Fenster zieht eine deutsche Stadt am Nachmittag vorbei.


Vivian Tolnai: „Das wissen wenige Männer besser als die drei, von denen wir jetzt hören werden.“


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KYLE DOUGLAS & RAYMOND „MORBEUS“ DOUGLAS
(Vater und Sohn, Feinde und Freunde)


Zu Gast bei Morbeus und seinem Sohn Kyle Douglas, die sich zum bevorstehendem Retirement von Robert Breads äußern. Die Kameras sind eingestellt und Morbeus und Kyle haben auch schon 1 ½ Stunden „Maske“ hinter sich. Etwas schicker als gewohnt hat sich Ray Douglas gekleidet. Insgesamt sieht er, mit kosmetischer Hilfe, auch etwas frischer als allgemein in den GFCW-Shows aus.


Die beiden plaudern schon munter los…..


Morbeus: „RayRay hat er mich immer genannt. Ein aboluter Kackname, den ich vorher in meinem Leben noch nie gehört habe. Hat mich jedes Mal zum Brodeln gebracht. Und dennoch werde ich diesen latent zynischen Laut den er bei der Aussprache dieses „Namens“ macht, sehr vermissen….“


Kyle: „Wir sitzen hier beide recht breitbeinig, weil wir nach unserer Erinnerung Breads vor allem den Arsch versohlt haben.“


Morbeus: „Oh…ja. Es gab doch kaum etwas, an was ich mich weniger gerne erinnere.“


Kyle: „Er hat mir die große Karriere vorausgesagt, das hat mich sehr geehrt. Leider hat sie sich aber noch nicht so dargestellt. Er hat mich, ob gewollt oder nicht, auf ein neues Niveau gehoben. Die Nacht in Toronto. Seine große Wiederkehr. Was war das für eine Stimmung?! Mir schlotterten die Knie und im Match bin ich dann über mich hinausgewachsen. Was ein Abend, was eine Atmosphäre. Vielleicht hatte ich Glück, dass ich gegen ihn gekämpft habe, als er über dem Zenit war. In seiner Prime…also wenn man sich die alten Videos ansieht….“


Morbeus: „…wahrscheinlich hätte er uns beiden den Arsch sowat von voll gehauen! Wir sind ja fast gleich alt. Robert und ich. Und dennoch. Der Sieg über Breads bei Finest Hour 2021 war einer der größten meiner Karriere. Ich glaube, erst seitdem hat man mich als Main Eventer in der GFCW ernst genommen. Ich brauchte diesen Sieg und er war schwer zu erzielen. Ich weiß noch, dass ich vorher unsicher war, ob ich ihn…die lebende Legende, tatsächlich bezwingen kann….“


Kyle: „Als student oft he game folgendes: Seine Aura und sein Micwork sind einmalig. Es gibt keinen im Business, der dich am Mic so demütigen kann. Das ist zum Teil fast schon Rap, nur ohne Reime. Aber Punchline an Punchline. Das hat sich über die Jahre auch kaum geändert, irgendwann hat er eben angefangen die meisten Matches zu verlieren. Da er nun wieder in viel besserer Form ist, kommt sein Retirement zu früh.“


Morbeus: „Eventuell will er aber auch noch ehrenvoll in den Spiegel schauen. Ich könnte es verstehen! Nicht mehr lange und ich werde selbst vor dieser Entscheidung stehen. Den Absprung, lieber Robert, den wirst du schaffen. Für deinen geschätzten…jetzt sage ich es einmal selbst! RAYRAY! Bist du der beste Kanadier, der je in der GFCW gewrestelt hat. Und vermutlich noch viel mehr. Du bist DIE prägendste Figur der letzten 15 Jahre. Ich verneige mich!“


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Breads reißt sich aber direkt wieder los und geht auf Zereo zu – und bleibt vor ihm stehen. Denn der Killer bewegt sich schon wieder, er versucht schon wieder, auf die Beine zu kommen. „Bleib liegen!“ schreit der Kanadier seinem Gegner entgegen, doch der blickt nur langsam auf, sieht Breads in die Augen – und spuckt ihm Blut ins Gesicht!


Canada's Own“ regt sich erst gar nicht, sondern schließt nur die Augen, wischt sich dann das Gesicht ab – und dann rächt sich Breads. Er packt seinen Gegner, zieht ihn nach oben und es setzt wieder Kawada Kicks an den Schädel, aber diesmal nicht nur ein paar, sondern ein Dutzend, zwei Dutzend, und bei 28 hört Breads erst auf, aber auch nur um den Kopf noch höher zu nehmen, Zereo wird gepackt, Breads hakt sich ein und es setzt einen Exploder Suplex!


Der Killer wirkt quasi tot, als er auf der Matte aufprallt, doch was macht Breads? Er guckt seinen Gegner erst gar nicht an, er überlegt gar nicht erst, ihn zu pinnen, sondern steigt an ihn vorbei durch die Seile auf den Apron, und von dort aufs Top Rope.


Pete: „Bitte, hör auf, Robert! Du verletzt Zereo noch!“


Sven: „Ich glaube, das ist ihm völlig egal. Er will ihn einfach nur zerstören.“


Tatsächlich steht Breads nun auf dem Top Rope, blickt auf seinen Gegner, und springt ab – Double Foot Stomp!


Der Move sitzt und nun dürfte es endgültig vorbei sein... doch immer noch pinnt Breads seinen Gegner nicht. Stattdessen zerrt er ihn nach oben, hakt beide Arme ein... soll das ein Butterfly Suplex werden? Will er McFly beleidigen?


Ein Blick Richtung Backstage-Bereich, dann geht es wirklich los – aber er zeigt nicht den Butterfly Suplex, sondern vielmehr einen Double Underhook Piledriver! Er lässt ihn genau auf den Kopf knallen! Und dann legt er sich auf seinen Gegner, endlich...






Eins...







Zwei...







Drei!



Sieger des Matches durch Pinfall: Robert Breads


Der Kanadier rollt sich verächtlich von seinem Gegner herunter und blickt auf ihn herab – das war... beeindruckend. Nicht, dass er einen Verletzten besiegt hat. Eher das „Wie“ ist das Beeindruckende. Und „Canada's Own“ scheint das schon jetzt nicht mehr zu interessieren, eben als ob das tatsächlich nur ein Pflichtsieg war. Er ignoriert den blutenden Menschen auf der Matte einfach und begibt sich wieder backstage, ohne nochmal zu jubeln oder sich ausbuhen zu lassen – dieser Sieg bedeutet ihm nichts. Denn Zereo Killer ist nicht Chris McFly. Der ist als Nächstes dran.




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ZEREO KILLER

(Rivalen auf Lebenszeit)


Wir sehen einen am Boden zerstörten Zereo Killer. Die Kamera schwenkt um und man sieht den Mann nun einige Jahre später, ein paar Fältchen mehr im Gesicht, das ein oder andere graue Haar ist auch zu vernehmen, im Hier und Jetzt.


Zereo Killer: „Das war 2012, ich war zwar auch schon lange im Geschäft zu diesem Zeitpunkt, aber als es hieß, ich darf gegen Robert Breads antreten, war ich wirklich nervös.“


Mr. #ISGI dreht sich nun zur Kamera und grinst zufrieden in diese.


Zereo Killer: „Du hast mir in diesem Match alles abverlangt und Dinge aus mir herausgeholt, du warst der Erste, der mich in der GFCW besiegen konnte, doch es war längst nicht das letzte Aufeinandertreffen.“


Er blickt zur prunkvoll verzierten Decke seines Wohnzimmers hoch und schwelgt ein wenig in Erinnerungen. Die Lippen formen sich zu einem Lächeln.


Zereo Killer: „Mein lieber Robert, auch wenn wir uns nicht immer grün waren – wahrscheinlich waren wir das nie zu 100% - der Respekt war immer da. Du konntest aus jedem Gegner das Beste herausholen. Wenn dein Gegner dachte, er habe sein Limit erreicht, hast du ihn mit deiner Art zu wrestlen gezeigt, dass er noch längst nicht am Limit angekommen ist! Mit dir gab es nur Fünfsterne-Matches.“


Der Kalifornier lässt diese Worte kurz wirken, er geht noch einmal kurz in sich und fährt mit seinem Monolog fort.


Zereo Killer: „Ich werde dir für die Matches gegen dich, für jedes einzelne Segment, für jedes Aufeinandertreffen auf welche Art und Weise auch immer, ewig dankbar sein, ich werde mich das ganze Leben daran erinnern können. Für mich bist du nicht CANADAS OWN…“


MacKenzie erhebt sich von seiner dunkelblauen, großzügigen Couch und zieht sich seinen Pulli aus. Drunter ist ein selbst kreiertes Robert Breads T-Shirt zu sehen und er zeigt selbst auch drauf, was da noch zu erblicken ist.


Zereo Killer: „Weil Robert Breads ist CANADAS BEST!


Auch wenn sie tatsächlich zum größten Teil ihrer Karrieren bekriegten, so kann man an seinem Blick erkennen, dass diese Respektsbekundung echt ist. Zereo Killer erweist ihn auf seine Art und Weise die größte Ehre.


Zereo Killer: „Du bist einer der besten, wenn nicht der beste Wrestler, mit dem ich jemals in den Squared Circle gestiegen bin. Danke, dass du nicht nur die GFCW, sondern auch diesen Sport, den wir alle lieben, mit deinen Leistungen im Ring und auch am Mikrofon bereichert hast.“


Der Blick weicht nicht von der Kamera, bedächtig beginnt er zu klatschen und zeigt noch ein letztes Mal auf sein selbst kreiertes T-Shirt.


Zereo Killer: „Robert Breads – Canadas Best!


Langsam fadet die Kamera im Anschluss wieder aus. Die Rede des Amerikaners hat das Publikum in der Dortmunder Westfahlenhalle dazu bewegt aufzustehen und ebenfalls zu klatschen. Ein schöner Moment zweier Rivalen.


GFCW Tag Team Championship:
TSEizn Ra(re)BBits (Tsuki Nosagi & El Metztli) (c) vs T'n'B (Titan & Tha Bomb) vs Zereo Killer & Raymond "Morbeus" Douglas

Referee: Ricky Murk



Gesaffelstein – Pursuit erklingt und die Westfallenhalle verwandelt sich in eine Techno-Party. Raymond „Morbeus“ Douglas betritt die Arena. In für ihn „traditioneller Ringgarderobe“. Abgerissene Jeansshorts, grüne Wrestlingboots mit einem weißem geschwungenem „M“ darauf. Ein weißes T-Shirt mit eigenem Logo und die etwas spärlich werdenden roten Locken sind straff nach hinten gekämmt. Der weiße Teint ist unverkennbar. Hauttyp 1 ohnehin schon immer „eingeloggt“. Daneben, in Zivilklamotten, sein Sohn und quasi ehemaliger Tag Team Partner: Kyle Douglas. Der mittlerweile 25-jährige sieht nicht ganz so euphorisch wie sein Erzeuger aus. Sein Armbruch scheint verheilt und doch ist seine Chance beim Jubiläum zu glänzen vertan. Ohne eigenes Verschulden. Wie so oft…


Dann gibt es wieder einen extrem lauten POP. Zereo Killer ist DA! Der 9-malige Champion hat heute ein blaugrünes Facepainting. Eingehüllt ist er in eine Kapuze in den gleichen Farben. Dazu dann auch noch eine blaugrüne Hose im identischen Farbton und dunkle, fast schon sneakereske Schuhe. Das Outfit ist wohl abgestimmt aus einem Guss und ist im Kontrast zum etwas zusammengewürfelten Outfit des Kanadiers ein Statement, dass hier zwei große Singleswrestler nun in einem Team sind, aber ob Einzelteile auch in der Summe siegreich sein werden…..heute Abend wird man die Antwort bekommen.


Die drei ex-Champions gehen nun sicheren Schrittes zum Ring. Es wird bis dahin auch ordentlich mit den Fans abgeklatscht. Mackenzie genießt das Bad in der Menge sichtlich. Aber auch dem alten Haudegen Morbeus ist die Bedeutung des Momentes anzusehen. Kyle Douglas ist nun auch ein kleines Lächeln zu entlocken.


Im Ringe angekommen lassen sich alle drei gebührend feiern. Kyle klatscht mit Morbeus und ZK nochmal ab und verabschiedet sich und nimmt draußen am Ringrand seinen Platz ein.


Morbeus und Zereo Killer besprechen sich noch, bevor es dann bald mit dem Matchstart losgehen könnte.


Sechs Männer stehen im Ring. Die Stimmung hier in Dortmund ist gewaltig. Es wartet das erste Titelmatch bei der großen Jubiläumsshow. Drei Teams die unterschiedlicher kaum sein können. Alt und Jung. Gut und Böse. Alle eint, dass jeder bereits Tag Team Champion war oder eben aktuell ist.


Wenig verwunderlich stehen die Fans größtenteils hinter den Ra(re)BBits, Zereo Killer und Morbeus, während T’n’B mit lautstarken Buhrufen empfangen wird.


Sven: „So, der erste Titel ist on the Line. Noch immer etwas kurios Zereo killer, Morbeus und T’n’B 2026 in einem GFCW-Ring zu sehen. Aber so sind sie eben, unsere Feierlichkeiten.

Pete: „Hoffentlich haben die vier noch genügend im Tank!“


Referee Ricky Murks hebt die Titel ein letztes Mal in die Lüfte und gibt sie dann an Ringdame Tammy ab.


Dann gibt er das Zeichen.


DING DING DING


Im Ring starten Tsuki Nosagi, Zereo Killer und Titan.

Nosagi und Zereo beginnen mit einem Collar-and-Elbow Tie-Up. Titan steht noch bei Tha Bomb und macht sich über seine Gegner lustig. Die beiden sind klar die größten und massigsten Wrestler im Ring.


Zereo gewinnt den Lock-Up und setzt zu einem Wristlock an.


Aber Roll-Through von Nosagi! Dann ein Drop Toe Hold und der Versuch zu einem Front Facelock.


Titan unterbricht mit einem brutalen Double Shoulder Block, der seine beiden Gegner auf die Matte schickt.

Die Fans buhen den Rekordchampion aus.

Titan hebt Nosagi hoch. Gorilla Press Slam!


Pete: „Was eine Kraft!“

Doch Zereo kontert sofort. Tritt Titan in den Magen.

Jumping Neckbreaker von ZK!

Nosagi rollt Titan ein.

1!
2!

Kickout.

Zereo folgt mit einem Snap Suplex gegen Titan.

Nosagi ist dann blitzschnell auf zweite Seil geklettert. Und springt…

Springboard Leg Drop!

Cover!

1!
2!

Titan kickt raus.


Sven: „Der Titan bekommt ordentlich was ab. Tha Bomb bemerkt das und will mit seinem Partner wechseln.“


Nosagi will Titan weiter bearbeiten, weiter das Momentum wirken lassen. Doch Zereo Killer packt in einer Bewegung Nosagi und bringt mit einem Bulldog zu Boden.


MacKenzie schaut auf Titan, doch der versucht sich gerade erst wieder hochzurappeln. ZK überlegt auf wen er nun gehen soll…..


Pete: „Da kommt Nosagi angeflogen.“


Zereo liegt am Boden. Nosagi packt den Kalifornier dann am Schopf und bugsiert ihn außerhalb des Ringes.


Tsuki Nosagi will sich nun im Titan kümmern. Doch der spielt nur, dass er weiter groggy ist. Der Vorstoß des Japaners wird eiskalt gekontert und dann folgt ein Whip-In in die Ringecke der Bombe.


T’n’B isolieren Nosagi auch wenn El Metztli heftig meckert und mault.

Tha Bomb taggt sich ein.

Beide packen Nosagi, werfen ihn in die Seile: Double Flapjack.


Pete: “Was haben wir das schon 1000 mal gesehen, Sven. Teamarbeit wird schon seit jeher groß geschrieben bei TnB.


Es folgt eine Running Senton von Tha Bomb, das tat aber mal richtig weh. Dann noch ein Big Elbow Drop.

Cover.

1!
2!

Kickout.

Tha Bomb nimmt Nosagi nun auf die Schulter. Mit leicht klapprigem Beinen geht Titan auf das TopRow.

Doomsday Bulldog!

Was ein Aufprall!

Tha Bomb setzt nach. Doch hinter ihm steht Zereo Killer wieder, der sich gerade frisch reingerollt hat. Gerade als Titan im Begriff war wieder aus dem Ring zu klettern, bugsiert er ZK nochmal mit einem kräftigen Lariat außerhalb des Ringes.


Und das bringt auch Ray Douglas auf den Plan. Dieser stürmt den Ring und brawlt Titan ebenfalls nach draußen. Dort gibt es ordentlich Backenfutter!


Im Ring lässt sich Tha Bomb nicht aus der Ruhe bringen.
Vertical Suplex. Und die Legende hat noch richtig Power in den Muckis. Hält den Suplex bestimmt 10 Sekunden lang!


Nosagi kracht auf die Matte.


Cover.

1!
2!

2,5!

Nosagi kickt raus.

Sven: „Tha Bomb ist im Flow, als ob es wieder 2003 wäre!“


Tha Bomb will sein dominantes Auftreten weiter untermauern. Er packt TN abermals….doch
Nosagi kontert mit einer Hurricanrana!

Die Fans jubeln. El Metztli heizt die Meute weiter an. Der Mexikaner ist richtig heiß und will ins Match kommen. Sein Partner kriecht auf allen Vieren in die heimische Ringecke.


TAG – EL METZTLI

Metztli explodiert. Wie von der Tarantel gestochen gibt es einen Running Dropkick gegen Tha Bomb. Die Gottheit des Mondes zeigt dann noch einen Spinning Back Kick gegen den Hünen. Anschließend gibt es noch einen. Springboard Crossbody. Bomb geht zu Boden – und steht direkt wieder auf.

Metztli springt hoch.

Frankensteiner!

Cover!

1!
2!

Kickout.

Metztli versucht eine Standing Shooting Star Press.

Tha Bomb rollt weg!

Von hinten gesellt sich plötzlich Titan wieder in den Ring.


Pop-Up Powerbomb!

Cover vom legal registrierten Tha Bomb!

1!
2!

Zereo Killer rettet!


Pete: „Das war aber höchste Eisenbahn, Mike!“

Sven: „TnB sind die absolut dominante Fraktion in diesem Match. Die löschen jedes Feuer.“

Gerade ist etwas Pace raus aus dem Match. Grund auch für Zereo zu wechseln. Morbeus übernimmt und taggt sich ein.

Tha Bomb rennt an, doch der Kanadier kontert mit einem Samoan Drop. Danach noch ein Baseball Slide!

Nun kommt Titan in den Ring und stürmt auf Douglas zu. Morbeus weicht halb aus, aber nur um richtig in Position zu stehen für einen Exploder Suplex!

Tha Bomb steht wieder.

Morbeus packt ihn.

Death Valley Driver!

Cover!

1!
2!

Kickout!

Die Fans fordern Zereo Killer! Das ist natürlich Musik in den Ohren von MacKenzie.


Der US-Amerikaner entert auch den Ring. Mit einem wahren Kraftakt hebt er Tha Bomb, währenddessen Ray auf Seil steigt.

Morbeus springt vom Seil.

Flying Clothesline!


Cover!

1!
2!

El Metztli rettet.

Sven: „Es geht hier hin und her. Nun also Morbeus mit dem Nearfall, aber kein Team scheint hier auch nur ansatzweise geschlagen!


Der stämmigere El metztli taggt nun mit seinem Partner Nosagi ist wieder legal.

Er rennt.

Handspring Back Elbow gegen Tha Bomb!

Der Mexikaner ruht sich draußen aber nicht weiter aus. Er springt aufs Seil.

Springboard Tornado DDT!

Nosagi folgt.

Asai Moonsault nach draußen auf Titan!

Pete: „Die Halle kocht! Weiter so. Weiter so.“


Im Ring zeigt Morbeus gegen Tha Bomb erstmal einen German Suplex.


Dann rappeln sich beide wieder hoch. Spinebuster vom Kanadier!


Cover!

1!
2!

Kickout.

Tha Bomb kontert.

Sit-Out Powerbomb!

Cover!

1!
2!

Morbeus kickt raus.


Zereo ist auch wieder im Ring und bearbeitet Tha Bomb. Das wiederum lässt sich Titan nicht lange sagen. Auch er kommt in den Ring gesteppt. Ebenso die Rabbits!


Die Hasen gehen jeweils auf ein anderes Pärchen drauf. Wilde Brawling Szenen von allen 6.


Es wird unübersichtlich….


Sven: „Oh weh. TOTAL HAVOC!”


Der Brawl eskaliert. Alle sechs kämpfen.

Zereo Killer trifft Titan mit einem Running Knee Strike.

Metztli folgt mit einem Step-Up Enzuigiri

Nosagi springt hinterher: Missile Dropkick

Titan fällt wie ein Baum. Doch Tha Bomb kontert plötzlich.

Double Clothesline gegen Nosagi & Metztli

Dann hebt er Metztli hoch.

Tha Bomb springt.

Doomsday Device!

Cover!

1!
2!


Sven: „Das wird es gewesen sein. TITELWECHSEL!“

Morbeus bricht das Cover!

Die Fans schreien erleichtert auf.


Ray Douglas kommt selbst aber nicht ans Agieren. Titan haut den Kanadier von hinten mit einr Lariat um. Schmerzhaft!

Titan stellt sich dann Morbeus wieder hin.


Doch da ist Zereo!

Black Mass Kick gegen Titan! Der Hüne wankt!

Superkick vom 9-maligen GFCW-Titelregenten!

EL Metztli springt.

450 Splash auf TItan!

Cover!

1!
2!

TITAN KICKT RAUS!!!

Unglaublich.

Nosagi versucht jetzt direkt einen Phoenix Splash!

Doch Tha Bomb zieht seinen Partner weg.


Pete: „Langsam geht es wohl Richtung Entscheidung. Wer hat nun noch die Kondition. Da müssten die Rabbits aber deutliche Vorteile haben!“

Sven: „ZK und Morbeus pumpen auf alle Fälle ganz schön. Das Tempo ist für Ü-40er kaum geeignet.“

Pete: „Das werden wir nun sehen. Zereo geht doch immer viel Risiko. Er wird nicht anders können!“

Nosagi ist nun für die Hasen der legitime Kämpfer. Im Vergleich mit den anderen fünf ist er schon der schmächtigste. Hält aber bislang gut mit. Schließlich ist er auch amtierender Champion! Und mit dieser breiten Brust präsentiert er sich auch weiterhin. Man kann ihm ansehen, dass er den Titel hier verteidigen will.


Pete: „Eine tolle Entwicklung bei Tsuki Nosagi. Er ist ein elitärer Tag Team Wrestler in den letzten Monaten geworden. Der Titel hat ihn größer gemacht.“

Sven: „…was auch nötig ist, bei seiner geringen Körpergröße!“


Nun ist er gerade im Ring, genauso wie TnB. Titan hängt noch etwas benebelt in den Seilen. Und pustet ordentlich durch.


Nun will Nosagi Titan mit einem Frog Splash überraschen!


Doch da packt ihn von hinten Tha Bomb auf seine Schulter!


THIS MIGHT KILL YOU!


Ein krachender Reverse Bruning Hammer knipst Nosagi alle Lichter aus. Das ist der Finisher von Tha Bomb. Und vermutlich auch das Ende dieses Matches.


Morbeus brawlt gerade mit El Metztli, die beiden sind abgelenkt.


Titan grinst siegesgewiss.


Murks zählt an.

Cover!

1!
2!

ZEREO KILLER RETTET BEI 2,99!

Die Westfalenhalle explodiert abermals!

Nun kommt Zereo! Nosagi liegt völlig fertig am Ringrand. Der Killer sieht aber erstmal die beiden Hünen als Problem.


Tha Bomb wendet sich zu Zereo Killer, doch der kontert mit einem Trademark:


Three Stages of HELL! (Clothesline, Clothesline, Spear)

Sein Partner Titan versucht mit einem Lariat ZK zu zerschmettern.

Zereo duckt sich weg und dreht sich.

Superkick von Mackenzie!

El Metztli springt auf Titan .

Poisonrana!

Morbeus kommt auch noch herangespurtet.

Running Meteora!

Titan liegt.


Sven: „Menno. Immer auf die Pösen.“

Zereo hebt ihn hoch. Morbeus gibt ihm ein Zeichen, aber Zereo scheint das nicht gesehen zu haben.


Pete: „Mike Mackenzie zeigt an, dass nun der Triple S² kommen soll!“

Sven: „Nach so langer Pause einen Summersault Stomp gegen einen 2 Meter Mann zeigen zu wollen, ist schon einigermaßen geisteskrank!“


Der Kalifornier springt mit beiden Beinen auf das zweite Ringseil…..und rutscht ab!


KRACH! Mike Mackenzie hat es nach draußen verschlagen.


Kyle Douglas, der bisher sehr teilnahmslos draußen stand, eilt zu ZK und sieht nach dem rechten. Morbeus erkundigt sich noch bei seinem neuen Partner inwiefern alles in Ordnung ist…..


WUMMMMMS!


El Metztli trifft den Kanadier mit dem hohen Knie an der Schläfe, sodass dieser wie ein nasser Sack zu Boden geht.


Das Cover


1.

2.

Kickout.


Raymond Douglas scheint aber weiterhin benommen. DDT von Metztli. Dann noch seinen Suplex hinterher.

Es riecht mittlerweile verdächtig nach Titelverteidigung!


Tha Bomb liegt, genauso wie ZK, außerhalb des Ringes und versuchen wieder zu Kräften zu kommen. Die beiden Rabbits sind im Ring und bearbeiten Morbeus. Titan prustet ordentlich durch.


El Metztli nimmt Morbeus auf seine Schultern. Vom dritten Seil will Nosagi fliegen….


Doch Titan fängt ihn ab!


Powerbomb! Dann das COVER
1!
2!

El Metztli ist da!


Titan versucht es nun mit kräftigen Hieben. Doch Der Mexikaner ist schneller. Landet schnelle Punches. Der Riese zeigt sich aber unbeeindruckt. Backbreaker!


Pete: „Wenn man Titan nicht vor 25 Jahren gesehen hat, dann kann man zumindest erahnen, was für eine Naturgewalt er in seiner Prime war.“


Titan packt sich nun Morbeus.


Kroll-Prozess!! Sein Finisher. Nach diesem Swingung Tiger Driver gehen bei Ray Douglas alle Lichter aus.


1!

2!

ZEREO IST DA!


Sven: „Das war dann doch fast der Titelgewinn für Titan. Es wäre sein fünfter Tag Team Title gewesen. Was für ein Rekord!“

Pete: „Hätte, hätte, Fischbulette, Sven. Das Match geht weiter.“


Zereo hat sich Titan geschnappt, wird aber von El Metztli attackiert und geht zu Boden.

Die Rabbits wollen sich aber auf Titan konzentrieren. Double Whip-In…..


Titan kontert mit einer Double Clothesline!


Nun ist auch Tha Bomb wieder im Ring. Sehr zur Freude seines Partners. Währenddessen versucht Kyle Douglas seinen Paps wieder wach zu bekommen. Etwas Wasser hat er ihm ins Gesicht gespritzt und Morbeus ist auch auf dem Weg der Besserung.


Bei Zereo Killer ist das Facepainting mittlerweile fast vollständig abgeblättert. Jeder Rivale hat irgendwo blaugrünes von ZK an seinem Körper. Die beiden Champions liegen in den Ringecken. Und ZK? Der fordert beide Monster zum Schlagabtausch.


Gegen Titan behauptet sich ZK noch, aber der Double Axehandle bringt Mike erstmal wieder auf die Knie. Dann gibt es noch Tritte gegen ZK. El Metztli ist aber auch wieder im Game und komplettiert das Chaos mit einem Tritt in die Wade von Tha Bomb.


Tha Bomb schreit kurz auf und humpelt in die Ringseile, kommt zurück gefedert und kassiert einen Dropkick des Mexikaners ins Gesicht.


El Metztli Clotheslined dann Tha Bomb nach draußen, aber er braucht dafür seine ganze Power und fliegt mit über das Top Row nach draußen. Beide kommen etwas awkward auf und liegen auf den Matten.


Im Ring sind nun Titan, Nosagi und Zereo. Morbeus versucht sich gerade wieder aufzustellen, braucht aber noch ne Weile….


Zereo speart den Titanen gerade in die Ringecke. Kassiert, nach dem er 3-4 Schritte zurückgegangen ist aber einen Impala DDT von Tzuki.


Tzuki will mit Zereo weitermachen. Aber in diesem chaotischen Match wundert es nicht, dass nun Titan den Japaner mit einem Chokeslam zu Boden setzt.


Als sich Titan Zereo Killer widmen möchte, setzt es wieder einen Spear – dieses mal von Ray Douglas.


Zereo Killer sagt dann etwas zu Morbeus. Und zeigt auf Titan! Der Kanadier zeigt ihm aber den Vogel und wiegelt ab. Er bittet inständig Mackenziue „Das“ nun nicht zu tun.


Zereo geht kurz in sich. Morbeus zeigt auf Nosagi…und da nickt der Kalifornier.


MacKenzie packt sich den Japaner und will wohl eine Powerbomb zeigen, doch beim Abflug verwandelt Zereo Killer den Move in einen unfassbaren PILEDRIVER!!


Sven: „AAAAAH. Was für ein kranker Move:“

Pete: „Das muss es gewesen sein.“


Zereo Killer covert.


1.


2.


Titan will eingreifen, aber Morbeus wirft sich dazwischen und wird vom Hünen umgemäht.



3.!!!!



DING DING DING


Pete: „SIE HABEN ES! SIE HABENS ES! ICH GLAUB DAS NICHT!“


Laura: „ Sieger und NEUE GFCW Tag Team Champions: Zereo Killer & Raymond “Morbeus” Douglas.“

Die Halle explodiert.

Morbeus hilft Zereo Killer auf.

Referee Ricky Murks überreicht ihnen die Titel. Unbändige Freude.

Titan und Tha Bomb schäumen. Sie waren ganz dicht am Titelgewinn dran.

Doch heute Nacht gehört der Tag Team Himmel nur zwei Männern…..



Und die Halle rastet komplett aus, der Pinfall ist tatsächlich erfolgt und Zereo Killer kann den Sieg für sein Team einfahren, und zwar mit einem Power-Move! Bring me to life dröhnt durch die Halle, vollkommen verschwitzt und erledigt kämpft er sich dennoch auf die Beine, in freudiger Erwartung seines dritten Tag Team Titles! Er reißt beide Hände in die Höhe und malt ein X in die Luft, der römische Zehner! Der zehnte Titel in der GFCW für Zereo Killer. Anhand seiner Lippen kann man auch erkennen, dass er Lionel Jannek erwähnt. Das Tag Team Titelgold scheint auch ein wenig für ihn zu sein. Wer erinnert sich nicht an Unrivaled? Doch das war gestern, heute sind es Morbeus und Zereo Killer.


Raymond Douglas geht euphorisch in Richtung des GFCW Rückkehrers und MacKenzie überreicht ihn den zweiten Tag Team Gürtel! Was für eine tolle Szene! Sie schütteln sich die Hände, doch dann übermannt Beide die Freude und sie umarmen sich unter großem Jubel der Fans. Sie strecken die Hände in die Höhe, drehen sich langsam im Kreis, sodass jeder die Möglichkeit auf ein Foto der neuen GFCW Tag Team Champions hat.


Doch dann verlangt der Mann mit dem Facepainting – zumindest das, was davon noch übrig ist – ein Mikrofon. Wenige Augenblicke später bekomm er auch sofort eins. Die Musik wird gestoppt, die Halle wird wieder normal beleuchtet, aber die lautstarken Fans kann man nicht so einfach abstellen! Dennoch, alle sind gespannt, was die neuen Champions zu sagen haben.


Zereo Killer: „Morbeus und ich HABEN ES GESCHAAAAFFFTTTTT!!!“


Brüllt der Kalifornier euphorisch in den Schallwandler, während sich die Beiden in den Armen liegen.


Zereo Killer: „Doch… es gab auch einige Schattenseiten in diesem Match.“


er erinnert sich an die missglückten Versuche zweier waghalsiger Aktionen, auf die er nicht genauer drauf eingehen will, stattdessen…


Zereo Killer: „… aber ich habe mich zurückgekämpft, mit harten Aktionen! Wir haben uns gemeinsam durch die Teams geschlagen, uns konnte nichts aufhalten! Ray hat dafür gesorgt, dass ich das Match mit meinem neuen Finisher, dem Power Piledriver, beenden kann!!!“


stattdessen hebt er die positiven Dinge hervor und kann richtig stolz auf sich sein!


Morbeus: „WE STILL GOT IT!“


Der kanadische Haudegen holt sich freudetrunken das Mikrofon und krächzt sehr zum Zauber aller Zuschauer die sagenumwobene Punchline Zereo Killers in den Tonverstärker.


Morbeus:IT IS THE BEST TRIP, I´VE EVER BEEN ON! Die alten Männer können es immer noch. Dennoch mussten wir alles geben, über unsere Grenzen gehen, damit wir dieses Match gewinnen konnten. Wer hätte das gedacht, dass wir beide nochmal Gold in die Höhe recken können.“


Voller Freude schaut er sich um. Kyle Douglas, sein Sohn hat nun auch den Ring betreten. Kyle geht erst zu Zereo Killer und beglückwünscht MacKenzie. Dann geht er zur Ray und die beiden umarmen sich lange und herzlich. Kyle reißt dann noch die beiden Arme von Zereo Killer und Morbeus in die Höhe. Die Zuschauer in Dortmund spenden lauthalen Applaus.


Morbeus: „ Kyle, Mike. Dieser Tag ist ein Tag der Freude. Wir haben am Limit gekämpft, mit allen Ups und Downs. Im Endeffekt ist alles gut gegangen. Lasst uns feiern! Mike, du und ich haben die richtige Mischung gefunden. Und schön, dass wir in so einer späten Phase unserer Karrieren noch zusammengefunden haben. Ich kann es noch immer nicht fassen… Morbeus und Zereo Killer sind die neuen Tag Team Champions. Oder besser gesagt……“


Fingerzeig auf den Titantron:


Ein euphorisches Nicken ist beim Kalifornier zu vernehmen, ehe er sich noch einmal das Mikrofon geben lässt!


Zereo Killer: „Yes, genauso siehts aus! Und Leute, was sagt ihr zum Logo? Das ist doch ein extrem geiles Logo, oder?“


Er dreht sich im Kreis und versucht die Reaktionen im Publikum wahrzunehmen. Zorbeus-Chants verbreiten sich das erste Mal!


Zereo Killer: „Yeah, gefällt mir, wie ihr unseren Teamnamen ZORBEUS schreit! Und es freut mich, dass euch auch unser Logo gefällt! Aber, wie Ray schon sagte, nun ist es Zeit zu feiern! Hit Morbeus Music!!!“


Die schweren Techno-Klänge von Gesaffelstein erklingen. Ein etwas weirde Mischung zwischen alternden Wrestling-Superstars, progressiver Berghain-Techno-Atmosphäre und ausflippenden Zuschauern in Dortmund begleiten Zerbeus und Kyle Douglas auf dem Weg aus dem Innenraum.


Nun gibt es noch einen Cut in der Szene und wir befinden uns direkt hinter dem Vorhang, wo MacMüll bereits auf Beide wartet.


MacMüll: „Wow, was für ein Match, Glückwunsch an euch Beide! Ich will euch nicht lange aufhalten, denn, es wird ja noch gefeiert, wie ich gehört habe!“


Beide nicken zufrieden und deuten auf ihre neu gewonnen Tag Team Titles. Morbeus bedankt sich mit einem Handshake, will aber relativ schnell weiter.


Zereo Killer: „Danke dir, Mülli! Ja, heute wird gefeiert, doch es ist noch nicht aller Tage Abend! Wir sehen uns!“


Morbeus bleibt kurz stehen und blickt mit einem fragenden Blick zu seinem Partner. Dieser legt den Arm um ihn und gemeinsam verschwinden sie um die Ecke. Ein leises „ich erklärs dir gleich…“ seitens des zehnfachen Titelträgers ist noch zu hören, ehe die Szene nun endet.



Vivian Tolnai: „In die GFCW Hall of Fame aufgenommen zu werden ist die größte Ehre, die man sich vorstellen kann.“


Wir sehen den Uber noch im Hintergrund davonfahren. Tolnai streicht ihren Mantel glatt. Die Umgebung wirkt wie irgendein Parkplatz. Ordentlich, aber nicht luxuriös.


Vivian Tolnai: „Robert Breads ist einer von wenigen, denen die Ehre einer Aufnahme zu Teil wurde. Ein exklusiver Club. Umso seltener deshalb, Worte von Hall of Famer an Hall of Famer zu hören.“


Die Sonne geht langsam unter. Tolnai versenkt manikürte Hände in den Manteltaschen und läuft los. Die Kamera folgt und filmt sie von vorne links, 45°-Winkel.


Vivian Tolnai: „Wenn ihr diese Aufnahmen seht, werden beide Hall of Famer sein. Umso bedeutsamer sind ihre Worte.“


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LIONEL JANNEK
(der neueste GFCW Hall of Famer trat 2023 zurück)


Wer sich das schöne Leben (und in diesem Fall den schönen Ruhestand) leisten kann, der hat auch genug Platz in seinen Räumlichkeiten für einen eigenen Trophäenraum. Wir sehen Replikas der drei größten GFCW Titel an der Wand hängen und mehrere Awards auf einem Regal darunter stehen. Darunter auch die seltene Auszeichnung für das Finest Hour Turnier.


Sekunden später betritt ein Anzugträger das Kamerabild. Es ist ein feiner Zwirn der sicher nicht billig war. Der Mann im Anzug setzt sich vor den Trophäen hin. Es ist Lionel Jannek.


Der „Superior One“, der 2023 seine Karriere beendet hat und kuzr vor seiner Aufnahme in die Hall Of Fame der GFCW steht, rückt nochmal die Krawatte und Ärmel zurecht und bereitet sich auf die Fragen der GFCW-Crew vor.


WER IST ROBERT BREADS? ERZÄHL‘ UNS WAS.“


Lionel Jannek: „Robert Breads… Breads ist ein Name an dem man nicht vorbei kommt, wenn man sich mit der GFCW beschäftigt. Er ist ein Mann der gefühlt alles erreicht hat und alles kann. Und, sofern nicht ‚Lionel Jannek‘ auf der Card steht…“, LJ zwinkert in die Kamera und grinst, „…dann steht eigentlich schon von Vornherein fest wer das beste Match des Abends haben wird.“


WELCHEN STATUS HAT BREADS DEINER MEINUNG NACH?“


Lionel Jannek: „Ähnlich wie ich auch, war Robert Breads nicht immer durchgehend aktiv, aber er war doch trotzdem immer präsent. In den Köpfen der Offiziellen, in den Köpfen der Wrestler und in den Köpfen der Fans. Es gab immer diese Aura, dass er jederzeit aus dem Nichts wieder zurückkommen könnte. Das war eine interessante Mischung aus Vorfreude und Angst. Schwer zu beschreiben…“


Lionel Jannek versucht seine Gedanken so gut es geht zusammenzufassen.


Lionel Jannek: „Und wenn sich in seiner Abwesenheit jemand an die Spitze der GFCW gearbeitet hat, dann muss derjenige immer damit rechnen, dass er sich irgendwann gegen Breads behaupten muss. Denn dieser akzeptiert niemand anderen an der Spitze. Alle Herausforderer müssen ihm erstmal beweisen, dass sie ‚würdig‘ sind. Er wird vor allem von den Fans als die quasi ‚Messlatte‘ in der GFCW gesehen.“


Wir sehen nun ein paar Szenen aus dem Match zwischen Lionel Jannek und Robert Breads vom 23. September 2022.


Lionel Jannek: „Ja, ich habe ein Jahr vor meinem Karriereende das große Traummatch der Fans gegen Robert Breads gehabt. Das war ein Vergleich den die Fans schon lange zuvor immer wieder sehen wollten. Und ganz ehrlich: Hätte ich meine ganze 10-jährige Karriere kein einziges Match mit Breads gehabt, das hätte ich mir selbst nie verziehen!“


1… 2… 3! Pinfall. Und Lionel Jannek ist am Ende der Sieger.


Lionel Jannek: „Natürlich hab ICH das Match gewonnen. Ist ja logisch.“ *lacht* „Nein, aber allen Ernstes, es war genau das erwartet schwere Match gegen ein Kaliber wie Breads, von denen es in dieser Größenordnung nur ganz wenige in der GFCW gibt. Es hätte in beide Richtungen gehen können und ich bin verdammt stolz, nicht nur weil ich gewonnen habe, sondern auch weil ich dieses Match überhaupt mit Robert Breads haben konnte… und dafür hat er mich vor vielen Jahren aus der Pavus Maximus Battle Royal eliminiert…“


JETZT STEHT BEI DER ANNIVERSARY SHOW EIN RETIREMENT MATCH FÜR BREADS AN…“


Lionel Jannek: „Egal wer ihm in seinem Retirement Match gegenüber steht, Breads wird keine Geschenke verteilen. Den Erfolg über ihn muss man sich verdienen! Also ja… man darf gespannt sein wie das laufen wird. Ich bin es auf jeden Fall. Und wenn es dann wirklich zu Ende geht, dann hoffe ich natürlich er bereut nichts und kann seine Karriere genauso zu schätzen wissen wie es alle anderen, ganz besonders die Fans, tun…“


Noch einmal grinst er frech.


Lionel Jannek: „Ihr kennt mich ja, ich würde sein Retirement ja gerne persönlich in die Hand nehmen. Aber… ihr wisst schon.“


Mit einem letzten Augenzwinkern und kurzen auflachen endet das Interview.


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DANNY RICKSON
(bestritt gegen Breads den Main Event der 10th Anniversary Show)


Danny Rickson. In einem TV-Studio. Er sitzt auf einem gefederten weißen Sessel, in dessen Lehne das Refuse to Age-Logo eingestickt wurde. Direkt daneben steht ein zweites, baugleiches Modell. Es ist leer.


Rickson klopft auf die Sitzfläche.


Robert. Wärst du ein kleines bisschen weniger zynisch, könntest du hier und jetzt neben mir sitzen. Und wir könnten planen, wie du deiner Unsterblichkeit näherkommst. Im physischen Sinne wohlgemerkt – denn dein Name ist es ja bereits.“


Die Rede des Engländers kündet von jahrzehntelanger Erfahrung am Mikrofon. Er spricht ohne Hast und Nervosität. Jede Silbe ist wohlgesetzt.


Aber auf deine alten Tage bist du scheinbar zu sehr Skeptiker geworden, um noch einmal den Kampf aufzunehmen gegen das, was unbesiegbar scheint. Die tickende Uhr. Das Karriereende. Ich erinnere mich an einen jüngeren Mann, der das anders sah. Für den keine Herausforderung zu groß war, egal wie klein die Siegchance schien. Dieser Mann hat die GFCW aus den Händen ihres Schöpfers Dynamite gerissen. Und danach hat er eine Liga erobert, in der sein gegen die Naturgesetze zu verstoßen schien. Zwei gewonnene Kriege unter vielen.“


PCWA. GFCW. Beide Promotionen hatte der Kanadier in seiner Karriere unter anderen Vorzeichen, doch mit der gleichen Vehemenz erobert. Selbst Danny Rickson, dessen Hall of Fame-Ring am Finger glänzt, lässt sich angesichts dessen zu einem bedeutungsschwangeren Tonfall verleiten.


Nun hast du keine Lust mehr, dich erneut in eine Schlacht zu stürzen. Du willst nicht gegen dich selbst ankämpfen, nicht gegen die Müdigkeit, die dir einflüstert, die Stiefel an den Nagel zu hängen. Ich kann diese Haltung nicht verstehen. Aber ich akzeptiere sie.“


Anerkennendes Nicken in Richtung der Kamera. In Ricksons Gesicht ist nichts, dass auf Spott oder Unehrlichkeit hindeutet.


Auch wenn es also am heutigen Tag mit Robert Breads zu Ende geht und falls er niemals den ewigen Verlockungen des Comebacks nachgibt, wird man sich seiner erinnern. Nicht nur seiner Matches, seiner Siege oder den Titelregentschaften. Nein, auch – und vor allem – seiner Art. Seinem Einfluss.“


Der Engländer lehnt sich im Sessel nach vorne, näher an die Kamera. Die Hände, die bislang ruhig auf den Oberschenkeln lagen, faltet er zu einem Dreieck zusammen, auf das er sein Kinn stützt. Sofern man die bisherigen Ausführungen als Vorgeplänkel betrachten möchte, steigert er nun die Intensität.


Wo immer Robert Breads war, hat er die Menschen um sich herum verändert. Wer Opfer einer seiner Tiraden wurde, begann sich zu hinterfragen. Fing an, Fehler abzustellen. Du hast Leute inspiriert. Aber nicht, oder zumindest nicht nur, dadurch, dass sie sein wollten wie du. Sondern vor allem dadurch, dass sie nicht dein Feind sein wollten. Denn wer einmal auf dem Seziertisch von Robert Breads lag, dessen Fehler und Schattenseiten wurden ihm herausgerissen und der Öffentlichkeit präsentiert.“


Er spricht schneller und schneller. In einem fein abgestimmten Takt, so dass man ihm zwar noch gut folgen kann, aber dennoch von Intensität und Tempo mitgerissen wird.

Am Ende des Satzes hebt Rickson mahnend einen Finger.


Vielleicht ist Robert Breads deshalb auch immer eine Spur kontrovers gewesen. Weil er dahin trat, wo es wehtut. Im Ring und am Mikrofon. Begegnungen mit dir, Robert, haben Spuren hinterlassen. Und in der Welt des Wrestlings, wo Schwächen weh tun, ist es einfacher, Robert Breads zu hassen, anstatt zähneknirschend zuzugeben, dass er Recht hatte.“


Das Gesicht Ricksons zeigt den Anflug eines hämischen Lächelns. Nicht an Breads gerichtet, sondern an solche, die sich angesprochen fühlen mögen.


Ich bin nicht nur deswegen froh, dass wir letztendlich mehr Zeit auf der gleichen Seite statt gegeneinander verbracht haben. Obwohl zur Wahrheit gehört, dass man das auch als verpasste Chance sehen kann. Aber falls man, so wie du, eben nicht untersterblich ist - wenn die Zeit im Wrestling begrenzt bleibt - dann kann man nur eine gewisse Menge an Chancen ergreifen. Und andere gehen verloren. Jene Chancen jedoch, die du ausgewählt und ergriffen hast, haben bereits ausgereicht, um dich zu einer Ikone dieses Sports zu machen.“


Er lehnt sich wieder im Sessel zurück. Es ist Zeit, zu einem Fazit zu kommen. Dafür senkt Rickson Duktus und Sprachtempo zurück auf die Ausgangssituation zu Beginn dieser Aufzeichnung.


Die GFCW, und mit ihr dieses gesamte Business, wird dich nicht vergessen. Selbst wenn du das aus irgendeinem Grund wollen würdest, wäre das unmöglich. Dein Vermächtnis bleibt. Es wäre ein noch unbesiegbarer Gegner als die, die der jüngere Robert Breads früher geschlagen hat.“


Rickson tippt sich auf die Brust. Er will andeuten, dass es mit einer persönlichen Note weitergehen wird. Seine vorherigen Ausführungen, so viel ist klar, begreift der Hall of Famer als unverrückbare, allgemeine Wahrheiten.


Ich bin froh, dass wir die Anniversary Show mit deinem Kampf abschließen. Denn ich glaube für die Zuschauer, die einen unbeschwerten Geburtstag feiern wollen, wird sich die Erkenntnis, Robert Breads nie mehr zu sehen, komisch anfühlen. Man wird nach deinem Kampf Zeit brauchen, um zu realisieren, was sich nun alles verändern wird. Es ist eine ganze Menge. Du warst in den letzten Jahren nicht mehr so erfolgreich wie einst, aber noch immer genauso zentral.“


Ein letztes Mal beugt sich Rickson nach vorne. Er ist den Zuschauenden – und damit Robert Breads – nun so nah, wie es geht, ohne dass er an die Kameralinse stößt.


Und jetzt, Robert Breads, lehn dich zurück, schalte die GFCW im Fernsehen ein und verfolge, wie ein ewiger Danny Rickson die neue Zeit prägen wird. Vielleicht wird es dich ein bisschen eifersüchtig machen. Dich etwas an deiner Entscheidung zweifeln lassen. Wirst du dich eines Tages fragen, ob dein Rücktritt ein Fehler war? Dann ist mir und der GFCW gelungen, was du bei so vielen deiner Opfer geschafft hast: unter ihre Haut zu gelangen.“



Es wird Backstage geschaltet. Zwei mehr oder weniger bekannte Gesichter schlendern den Gang entlang. Es sind die Popolski Brüder.


Andrzej: Ah, schön wieder hier zu sein. Es hat sich nicht sehr viel verändert.

Bogdan: Co racja to racja!


Sie wollen gerade um die Ecke gehen, als plötzlich Bogdan seinen Arm ausstreckt und Andrzej stehen bleiben muss.


Andrzej: Kurwa Bogdan. Was ist losch? Hmpf...


Bogdan zieht Andrzej zurück um die Ecke und flüstert.


Bogdan: Schau doch mal, wer da steht, Andrzej.


Andrzej luckt um die Ecke herum und sieht Mac Müll, welcher nach einem Interviewpartner sucht.


Andrzej: Cholera jasna! Den hab ich glatt übersehen.

Bogdan: Du bist auch blind. Auf den habe ich keine große Lust.


Bogdan blickt sich um und sieht einen kleinen Wagen bestückt mit einen Wischmop, einen Besen und einem Putzeimer gefüllt mit Wasser. Da kommt ihm eine Idee und er erklärt sie flüsternd seinen Bruder. Beide grinsen bis über beide Ohren. Mac Müll ist wieder zu sehen und er gähnt. Doch dann bekommt er ein leises „Ey, Mac Müll! Komm mal!“ mit. Mac Müll dreht sich um und sieht nur noch einen Schatten um die Ecke verschwinden. Neugierig geht er hinterher. Als Mac Müll um die Ecke schaut hat er plötzlich den Wischmop von Andrzej im Gesicht hängen und putzt ihm erstmal mit dem Mop die Zähne. Bogdan kippt anschließend den Putzeimer über ihn aus, stülpt ihm den Eimer über den Kopf und da kommt Andrzej mit dem kleinen Wagen angefahren. Sie setzen Mac Müll auf den Wagen und schieben ihn mit den Besen in die Putzkammer. Man hört nur noch ein Rumpeln und die Tür wird zugeschlagen. Die beiden Brüder lachen und klatschen miteinander ab. Dann setzen sie ihren Gang fort.


Singles Match:

Danny Rickson vs. Ask Skógur

Referee: Karo Herzog



Danny Rickson tritt durch den Vorhang. Er lächelt. Die unnatürlich weißen Zähne fangen das Licht der Arena ein.

Nach seinem Sieg über Jona Pexianer vor zwei Wochen wirkt der Hall of Famer noch eine Spur sicherer in seinem Auftreten. Und auch das frische Blut eines jungen Mannes, das seit der Transfusion durch die Adern fließt, dürfte seinen Teil beitragen.

Diesmal ist er allein unterwegs; kein erschöpfter Zick begleitet ihn auf dem Weg zum Ring. Niemand zählt all die Erfolge auf, die seinen Weg in der GFCW gepflastert haben. Man weiß einfach, wer er ist. Wer hier zuschaut, am Jubiläumstag, muss ds wissen. Während die langsame Musik spielt, die ihn seit der Rückkehr ankündigt, wippt Rickson im Gehen locker mit dem Kopf.

Aus der Nähe betrachtet, zeigen sich trotz der kostspieligen Behandlungen seines „Refuse to Age“-Programms feine Linien in seinem Gesicht, die sein Alter von 49 Jahren verraten. Auf der Hälfte der Rampe zieht er das Shirt mit dem Firmenlogo aus und wirft es in die vorderen Reihen. Sein Körpergewicht liegt stabil bei 83 Kilogramm, wie Laura grad über die Hallenmikrofone schmettert. Die Muskulatur an seinen Armen und besonders am Bauch ist für sein Alter unnatürlich definiert. Der Rest des Körpers wirkt drahtig, Ricksons Bau erinnert an einen Leichtathleten.


Pete: "Gegen meinen GELIEBTEN SOHN Jona hat es für den Sieg gereicht. Aber es war knapper als von den meisten erwartet. Das musst selbst du zugeben, Sven."

Sven: "Trotzdem geht er hier nicht als Außenseiter in den Kampf. Ein gutes PFERD springt nur so hoch, wie es muss. Und Rickson ist ein heftiger Hengst. Außerdem musste er erst einmal den Ringrost abschütteln. Das hat er gegen deinen nichtsnutzigen Bengel getan. Es gibt keinen Zweifel, dass er heute Ask Skógur wegballert."


Ricksons Ringkleidung besteht aus den vom letzten Match gewohnten, weiß grundierten Tights. Das Muster aus Grün- und Blautönen zieht sich an den Beinen entlang nach oben, auf dem Gesäß prangt das Logo von Refuse to Age über seinem Namen in Großbuchstaben.

Rickson wählt beim Ring den Weg über die Treppe. Er lässt sich Zeit, steigt langsam auf den Apron und blickt in die mit 14.000 Menschen besetzte Runde. Dann folgt der Beweis seiner Sprungkraft: Er gelangt ansatzlos über das oberste Seil in den Ring. Dort bleibt er mit ausgebreiteten Armen stehen und genießt die Aufmerksamkeit. Bevor er sich bereit macht, geht sein letzter Blick zu Sven. Ein Nicken in Richtung des geilen Kommentators. Das Zeichen, dass sich Sven keine Angst machen muss. Jetzt geht es dem Goblin an den Kragen.


Und so… wird die Halle dunkel. Und es wird ruhig. Zumindest so lange, bis die Geräusche einsetzen.



Donner.

Wind.

Regen.

Gewitter.

Krähen.

Wildnis.

Sturm.

Natur.

Trommeln.

Gesang.


Wir wissen, was das zu bedeuten hat.

Das bedeutet, heute ist kein gewöhnlicher Tag.

Heute feiern wir 25 Jahre GFCW und besondere Anlässe erfordern besondere Bedingungen.

Der grüne Scheinwerferspot wird auf die Stage gerichtet, in den nun schließlich eine Gestalt tritt und natürlich wissen wir, wer es ist. Das Jahr des Hirsches mag vorbei sein, aber der Hirsch der GFCW bleibt uns natürlich trotzdem erhalten.

Und so steht Ask auf der Stage, im grünen Licht, mit der Maske eines Skelettes eines Hirschkopfs. Die GFCW-Galaxy verhält sich entsprechend ruhig um diesem Moment seine Bedeutung nicht zu nehmen, denn es geschieht nur sehr selten und wie schon erwähnt, zu besonderen Anlässen, dass Ask diesen Entrance nutzt.

Langsam, fast schon majestätisch anmutend, definitiv aber passend zur mystischen Atmosphäre, für die Hallenbeleuchtung und Musik sorgen, bewegt sich Ask nun zum Ring. Wieder hat das etwas Zeremonielles, etwas Spirituelles, etwas Geheimnisvolles, aber auch etwas Magisches.

Ask bewegt sich zum Ring und durchs unterste Seil hindurch schwebt er fast schon in den Ring, um sich dort aufzubauen. Mit der Maske in Richtung Danny Rickson gerichtet, als würde er – der Hirsch – ihn anschauen.


Refuse to Age Vs. Refuse to Change.

Das Widersetzen der Natur Vs. Die Natur

Danny Rickson Vs. Ask Skógur


Ask positioniert sich schließlich in seiner Ecke, während das Licht langsam wieder angeschaltet wird. Damit bricht nun auch lautstarker Jubel aus, der sogar nochmal ungeahnte Höhen erreicht, sobald Ask die Maske abnimmt.


Pete: „…“

Sven: „…“

Pete: „Irgendwelche Kommentare?“

Sven: „Was willst du hören? Ask hat sich in Sachen eingemischt, die ihn nichts angehen und wurde dafür bestraft, ich kann nichts dafür. Hätte sich der Kobold mal damit zufrieden gegeben am Ende des Regenbogens nach seinem Topf voll Gold zu suchen, aber nein, er legt ja mal wieder mehr Wert darauf… ‚den Menschen zu helfen‘… tzz. Ist schon richtig, was ihm widerfahren ist.“

Pete: „Du wirst es niemals lernen, oder?“

Sven: „Ask wird es niemals lernen und deshalb wird er heute auch die nächste Niederlage einstecken müssen und auch danach… Lernkurve gleich null. Aber ja, so ist er nun mal, der Ask und alle lieben ihn dafür. Wer ihn nicht liebt? Danny Rickson und deshalb wird die Legende dem Frischling heute zeigen, wo es lang geht.“

Pete: „Ich gebs auf.“


Ask hat die Kommentare von Sven bewusst ignoriert und es scheint auch so, als würde er absichtlich darauf achten nicht nach draußen zu ihm zu schauen, denn wie es sein großes Vorbild Keek Hathaway schon gesagt hat. Ask sollte Danny Rickson weder als Holly Hutcherson 2.0 verstehen, noch in irgendeiner Form unterschätzen. Und Sven wäre da eine unschöne Ablenkung, die er nicht gebrauchen kann.

Seine Aufmerksamkeit muss voll und ganz Danny Rickson gelten.

Und der? Nunja, dessen Aufmerksamkeit liegt bei Ask, aber auch darauf seine Muskeln spielen zu lassen, schließlich will er das Abzeichen dessen sein, nicht zu Altern, denn dem Altern entsagt er gänzlich.

Diesem Match hat er aber nicht entsagen wollen und können.

Und jetzt kann es dementsprechend auch losgehen.


~ Ding Ding Ding ~


Es beginnt. Ein Match, in dem viel mehr steckt als nur Refuse to Age vs. die Natur. Auf der einen Seite steht einer der größten GFCW-Stars aller Zeiten und auf der anderen einer der größten GFCW-Stars der letzten Jahre. Beide haben in ihrer jeweiligen Zeitspanne gegen die verschiedensten GFCW-Wrestler gekämpft und heute kämpfen sie nun gegeneinander. Im Sinne eines Jubiläums heißt es also Vergangenheit gegen Gegenwart. Und das Ziel ist dabei ironischerweise die Zukunft. Die eine Seite will sich dieser verschließen, die andere beugt sich den natürlichen Gesetzen des Wandels der Zeit.

Es dauert etwas, bis Ask und Danny einander annähern, wobei man Ask deutlich anmerkt, dass er sehr gern auf Rickson zustürmen würde. Aber, anders, als er es selbst zuvor gesagt hat, hat sich Ask sehr wohl geändert, in seiner Zeit hier in der GFCW. Er ist nicht mehr der Hitzkopf, der seinen Emotionen unterliegt (zumindest meistens nicht) und er weiß, dass so ein Fehler das Match entscheiden könnte. Und Danny Rickson… ja der ist selbstverständlich ein Veteran. Ein Hall of Famer. Eine Legende.

Nun gut, wir wollen hier nicht nur einführende Worte lesen, sondern Action!

Und damit geht es los.

Jetzt stürmen beide Seiten aufeinander zu und statt eines Lock-Ups mit Kräftemessen, beginnt der Kampf, wie es wohl nach dem Ende von War Evening vor zwei Wochen zu erwarten war – mit einem Brawl.

Die Fäuste beginnen zu fliegen und an den Gesichtsausdrücken beider Männer kann man die Verbissenheit schon sehen. Es bleibt einige Zeit recht ausgeglichen, bis Ask schließlich die Oberhand gewinnt, denn direkt macht sich eine Tatsache bemerkbar, die einem Danny Rickson nicht gefallen wird: gewichtstechnisch sind beide gleichauf und obwohl Ask etwa 7cm größer ist, ist es vor allem der Altersunterschied, der Ask einen Vorteil verschafft. Ask ist 30 und Danny somit 19 Jahre älter. Das bringt den Schweden natürlich ordentlich in die optimalere Position.

Ask kann schneller die Schläge anbringen, sodass es ihm sogar gelingt auf einen Schlag Ricksons, zwei eigene folgen zu lassen. Damit kann er ihn schließlich in die Ringecke drängen, wo er ihn mit Elbows bearbeitet. Bevor Herzog Ask anzählen muss, lässt der schon von Rickson ab, der aber auch direkt aus der Ecke getaumelt kommt. Ask holt Anlauf und kommt angerannt, mit einem finalen, schallernden Elbow Smash. Rickson stürzt, sich abwendend, auf die Knie, woraufhin Ask ihn packt. German Suplex! Der geht durch, Ask hält aber an, er greift sich Rickson direkt wieder hoch, um einen zweiten German folgen zu lassen und schließlich dann auch einen dritten. Ask löst den Griff, sofort schnellt er aber wieder hoch, während Rickson das erstmal verdauen muss.

Doch… wie sollte es anders sein – Rickson versucht auch wieder hochzukommen. Refuse to Age ist keine Catchphrase, Refuse to Age ist das Motto, nachdem Rickson hier agiert und ein alter Mann bleibt doch nicht nach so einer Schlagsalve und drei Germans liegen. Er versucht also ebenfalls wieder auf die Beine zu kommen, worauf Ask aber natürlich nur gewartet hat. Ask rennt hinter Rickson in die Seile und ehe dieser sich umdrehen kann…


TIMBEEEER


Der Kick trifft Danny tatsächlich mit Bravour am Hinterkopf, woraufhin Ask nun auch direkt das erste Cover folgen lässt.


1…

2…

Kickout!


Recht bestimmt, nach der 2, aber immerhin war es bereits ein Two Count. Aber nicht, dass sich Ask davon aus der Fassung bringen lässt. Ganz im Gegenteil, er macht sofort weiter und will das Tempo halten, um den alten Mann gar nicht erst zum Regenerieren kommen zu lassen. Zumindest scheint Asks Denkweise gerade so.


Pete: „Ask ist gut! Also… ja, das sollte niemanden überraschen, aber heute hat er ordentlich Taktik mitgebracht und die macht sich bisher mehr als bezahlt.“

Sven: „Nun nenn es nicht gleich Taktik, der Junge rennt immer mit dem Kopf durch die Wand und das ‚rennen‘ scheint gerade ganz gut zu funktionieren… aber lass Danny erstmal ins Match kommen, dann wird er den Waldschrat schon wieder in Richtung seiner Bäume schicken.“


Skógur hievt den Hall of Famer auf, doch jetzt muss Ask dann doch realisieren, dass seine Taktik vielleicht nicht ganz zu ende gedacht ist, denn Rickson mag zwar alt sein… aber das… nimmt er sich nicht an. Refuse to Age.

Rickson schlägt nach Ask und trifft ihn mit einer Backfist, wodurch Ask zurückzuckt…


PELÉ KICK


Aus dem Nichts springt Rickson eindrucksvoll hoch, um Ask mit dem Fuß zu erwischen. Ask stolpert dabei auch direkt in die Ringseile, die ihn zurückfedern, wobei ihn Rickson aber auch schon wieder erwartet.


SPINNING WHEEL KICK


Und schon wieder – sauber ausgeführt, effektiv durchgezogen und perfekt getroffen.. Jetzt fällt Ask danieder und Rickson präsentiert sich dem, jetzt lautstark buhenden, Publikum… war das zurückstecken aufgrund des Alters vielleicht eher Masche?

Ist sein Alter gar vielmehr Waffe, als Schwäche?

Naja, vielleicht etwas von Beiden, man merkt ihm an, dass Asks Angriff seine Wirkung nicht gänzlich verfehlt hat, aber dennoch gelingt es ihm die Kontrolle an sich zu reißen… oder?

Als sich Rickson wieder zu Ask dreht, ist der ebenfalls schon wieder oben und konfrontiert Danny nun erneut mit vielen und wüsten Schlägen. Wie ein Bombardement prügelt er Rickson entgegen, der davon selbst wieder überrascht ist und sich in die Seile schlagen lässt, in denen er nun lehnt, als Ask auf ihn einhämmert. Ask holt kurz Anlauf, vermutlich für einen größeren Schlag, was Rickson nun aber selbst nutzt, sich unter Skógur wegduckt und hinter ihm aufploppt, alles schnell und agil wie ein junger Wrestler. Ask dreht sich zu ihm und frisst erstmal einen Chop! Und direkt noch einen… und beim dritten, fängt Ask die Hand ab.

Wieder schmettert er den Elbow in Ricksons Gesicht, der auch trifft. Danny hält sich den Kopf, beugt sich nach vorn und Ask scheint das als neuerliche Chance für einen Angriff zu sehen. Vertical Suplex! Er hebt Rickson in die Luft, der sein Gewicht aber erfolgreich verlagern kann und die Aktion rumdreht oder zumindest halb, als er die Kontrolle hat, greift er sich Ask zum Firemans Carry und zeigt einen…


ROLLING FIREMANS CARRY SLAM


doch nicht nur das… er landet im stehen und aus dem Stand….


STANDING MOONSAULT


Sven: „Und das in diesem Alter!“


Eine eindrucksvolle und formschöne Darbietung, die Rickson, bevor er in das Cover übergeht, mit einem Taunt zu wertschätzen versucht, was ihm natürlich ordentlich Buh-Rufe einbringt.


1…

2…

Kickout.


Ask reißt die Schulter hoch und bleibt im Match, aber Rickson scheint immer deutlicher die Führung zu übernehmen, wobei diese ganzen Aktionen natürlich auch Kräfte zerren. Das Alter ist schließlich ein legitimer Mitstreiter in diesem Kampf.

Aber Rickson bleibt dran. Nun ist er es, der Ask gern wieder auf den Füßen haben will. Und sofort will Rickson nachsetzen, aber wie gesagt… das Alter. Die Aktionen vorher mögen funktioniert haben, aber sie hatten ihren Preis, Rickson braucht etwas um nun weitermachen zu können und scheinbar soll es nun auch von ihm einen Suplex geben, den Belly to Belly Suplex, doch Ask… tja, der hält gegen.

Ask umklammert Rickson, der hat zu lange gebraucht…


HEADBUT


Mit intensiver Härte von Skógur gegen Danny, dann greift er um… Nothern Light Suplex! Ask bekommt Danny auf die Schultern, hält ihn aber nicht zum Cover, vielmehr stellt sich Ask wieder auf, als aber bemerkt, dass auch Danny wieder zu sich kommt, verpasst er ihm einen Eselstritt in den Nacken, den sich Danny sofort hält. Ask dreht sich zu ihm und lässt einen gewaltigen Antler Slash (Bionic Elbow) folgen, der Rickson ebenfalls hart erwischt. Ask steigt anschließend direkt auf den Turnbuckle um den Call of the Wild nachzusetzen, doch da ist Danny wieder mit einem Kick gegen die Seile. Ask fällt auf den Turnbuckle und Danny bekommt eine Chance sich zu rehabilitieren.

die er nur minimal nutzt. Er springt natürlich sofort auf den Turnbuckle um Ask… ja… es scheint wohl so… via Huracanrana vom Top Rope zu holen!

aber Ask… stößt ihn einfach ab!

Rickson bekommt die Drehung zwar hin, landet aber mehr als wackelig auf den Beinen, was Ask wiederum ausnutzen kann, um sich auf dem Turnbuckle wieder aufzurichten und so kommt er schließlich doch angesprungen mit einem Flying European Uppercut vom Top Rope!

Und damit erwischt er Danny nun komplett und direkt hakt er auch das Bein ein.


1…

2…

Kickout.


Pete: „Das Match bleibt recht ausgeglichen – Rickson versucht sich an Aktionen, an denen er sich vielleicht nicht versuchen sollte, bekommt diese aber immer noch erstaunlich gut durch, nicht dabei allerdings an den Folgen vorbeizukommen. Ask kann das ausnutzen und auch abseits davon selbst gut punkten. Bisher ist das tatsächlich so spannend, wie man es erwarten konnte.“


Ask nutzt nun selbst kurz die Zeit um durchzuschnaufen, auch ihm setzt das Match so allmählich zu.

Er wartet etwas, bis auch Rickson wieder ein Lebenszeichen sendet. Er rappelt sich auf und sofort ist Ask zur Stelle, der Rickson wieder von hinten umklammert. Wieder für einen German? Oder diesmal direkt zum Force of Nature? Wir erfahren es nicht direkt, da Rickson es gleich schafft die Aktion umzukehren und sich hinter Ask zu drehen, nun mit dem eigenen Ansatz zum German Suplex, aber Ask greift nach vorn und hält sich an den Seilen fest, sodass Danny ihn nicht hochbekommt. Er versucht es ein-zweimal, doch schließlich, als er merkt, das wird nix, attackiert er ihn mit einem Forearm direkt in den Nacken von Ask. Und dieser trifft ausgezeichnet. Ask fällt direkt zusammen, was Rickson wiederum ausnutzt. Er packt sich Ask und schleudert ihn nun durch die Ringseile hindurch nach draußen.

Und dort landet Ask hart, auf dem Hallenboden, zwischen Ring und Absperrung. Rickson steigt durch die Seile auf den Apron, um sich von dort aus natürlich nochmal feiern zu lassen, in dem er sich selbst und seine Fitness, sich selbst und seine Jugend, sich selbst und seine Dominanz zur Schau stellt.

Er steigt an, als sich Ask wieder hochzukämpfen versucht, greift direkt nach ihm und dessen Kopf, um diesen gegen die Absperrung zu schmettern. Nicht nur einmal, sondern direkt wiederholt. Anschließend geht es via Whip-In für den Schweden gegen den Ringpfosten. Mit schmerzverzerrtem Gesicht geht Ask zu Boden, wo er aber nicht lang bleibt. Rickson nimmt ihn sich und zerrt ihn zum Kommentatorenpult, mit dem Asks Gesicht nun auch nochmal Bekanntschaft machen muss. Dabei hält Rickson Asks Kopf demonstrativ in Richtung Sven, der eine diebische Freude an Asks Leiden zu haben scheint.


Sven: „HAHAHAHAHAHAHA“

Pete: „Du bist echt das letzte. Was ist bei dir eigentlich größer, der Hass auf Ask Skógur oder die Liebe zu Aldo Nero?“

Sven: „Dass du diese Frage überhaupt stellst, nichts geht über den GROßARTIGEN, EINZIGARTIGEN, PERFEKTEN Aldo Nero! Nicht mal meine Abneigung für diesen dänischen Zwerg.“

Pete: „Er kommt aus Schweden.“

Sven: „Was auch immer.“


Sven hat Spaß, Danny hat Spaß, der Einzige, der mit der Gesamtsituation aktuell überhaupt nicht zufrieden sein dürfte, ist Ask. Danny hält ihn noch immer am zotteligen Haar fest, mit dem er ihn abermals auf das Pult kloppen will, bevor Ask nun aber die Arme ausstrecken und abbremsen kann. Er schafft es einen gezielten Moment abzupassen und so erwischt er Danny mit einem Back Elbow, quasi mit der halben Variante seines Björnsmacks… auf die dann aber auch gleich die volle Version folgt.


BJÖRNSMACK


Rickson geht zu Boden, bis sich Ask schließlich wieder dreht, um sich auf dem Pult abzustützen. Er atmet durch und versucht sich, so gut es eben möglich ist, zu erholen, bis sein Blick schließlich nach oben wandert. In Richtung Sven. Und ganz plötzlich wird der sonst so vorlaute Kommentator ganz ruhig und es holt ihn eine Angst ein, die vergleichbar mit der Anpsannung war, die er vor einigen Wochen empfunden hat, als er neben The End sitzen musste, der sich das Match zwischen Ask und Monica angeschaut hat.


Sven: „Also… ja… Ask… ehm… du weißt… ich… ich… das hier… das ist… also… ich… ich meine das…“


Sven stottert rum, Ask läuft langsam auf den Kommentator zu und wie schon vor zwei Wochen bei War Evening, ist der lachende dritte, der von Asks Aufmerksamkeit gegenüber Sven profitiert. Er rappelt sich auf, reißt sich zusammen und steuert auf Ask zu, doch der…

packt sich Sven… und WIRFT diesen gegen Danny Rickson!


Pete: „HAHAHAHAHAHAHA!“


Ask hat sich dem Kommentator perfekt greifen und ihn ebenso gut werfen können, mit einer gewaltigen Hauruck-Aktion, die weniger das Ziel verfolgt, Sven zu Schaden, denn Rickson fängt diesen – wenn auch eher unfreiwillig auf – als seinen Gegner vielmehr zu irritieren. Denn während Danny und Sven sich anschauen, Danny Sven dann eher unsanft wieder ablässt, ist Ask schon auf das Pult gestiegen um mit einer Cannonball von dort gegen Danny Rickson zu springen! Und er erwischt ihn komplett!

Die Halle bricht daraufhin in purerer Euphorie aus!

Wir dürfen aber natürlich auch nicht Karo Herzog vergessen, die ist nämlich inzwischen bei 7 angekommen…


8

9


ja gut, den Count können wir uns sparen, denn Ask hat sich Rickson bereits gepackt, um ihn in den Ring zurückzuschicken. Er steigt hinterher, wieder auf den Turnbuckle um abermals mit einem Call of the Wild angesprungen zu kommen. Rickson duckt sich aber weg und rennt durch, in die Ringecke…


WHISPER IN THE WIND


Pete: „Danny will es sich echt beweisen.“


Grazil und viel zu gut, wie es für einen Wrestler wie Danny Rickson, im Alter von 49 Jahren, aussehen dürfte, landet er den Luftangriff ganz bravourös. Ask taumelt sich direkt wieder auf die Beine, was Rickson wiederum die Möglichkeit bietet, nachzusetzen.


RUNNING HIGH KNEE


Wie schon im Match gegen Jona Pexianer!

Er trifft Ask, Ask geht zu Boden und so setzt Rickson das Cover nach.


1…

2…

Kickout.


Beide sind zäh, beide wollen nicht verlieren und beide scheinen zunehmenden frustrierter, ohne den Fokus zu verlieren, es war schließlich klar, dass das hier ein hartes und verbissenes Match werden wird.

Rickson erhebt sich also wieder, während Ask am Boden liegt und so kostet er den Moment der Dominanz abermals aus. Er streift sich durchs Haar, zieht die Hand dabei an seiner Wange hinab, als wolle er betonen, wie man ihm auch ansehen muss, dass #refusetoage wirkt. Er agiert hier nicht nur jung und agil, mit spektakulären Aktionen, nein, er sieht auch noch so aus, wie ein junger Gott.

Zumindest denkt er das.

Die Fans in der Halle tun das nicht, denn die buhen nur. Und so geht Rickson also zu Ask, hievt diesen hinauf, um ihm direkt wieder in den Magen zu treten. Er greift sich Asks Kopf, als wolle er nun einen DDT zeigen, dabei geht er aber in Richtung der Ringecke, als wolle er daraus sogar eine Tornado-Variante machen, doch Ask kommt ihm zuvor. Er greift um, packt sich Rickson und nimmt ihn hoch. MICHINOKU DRIVER! NEIN! Rickson rutscht hinter Ask hinab und greift nach seinem Kopf. NECKBREAKER! Aber auch hier kann Ask gegenhalten und die Aktion umdrehen, mit einem eigenen Neckbreaker, dem Rickson aber auch entgehen kann. Er läuft stattdessen in die Seile, kommt aus diesen zurück und kann Ask erneut wieder zuvorkommen…


LARIAT


Die Waffe, mit der Jona Pexianer eigentlich gegen Danny Rickson gewinnen wollte. Jetzt ist es Rickson, der sie nutzt und die Kraft, die er hineinsteckt und die Art, wie er ihn ausführt, wirkt, als wolle er zeigen, diese Waffe wäre ein Tribut, was Pexianer ihm nach dessen Match zollen musste.

Ask überschlägt sich einmal, bevor er wieder auf dem Boden landet, damit Rickson nun das nächste Cover ansetzen kann.


1…

2…


natürlich reicht es nicht, denn mit voller Inbrunst reißt Ask die Schulter hoch. Rickson wirkt leicht verstimmt, akzeptiert das aber – er ist Profi genug sich davon nicht aus der Fassung bringen zu lassen.

Vielmehr atmet er wieder durch, als wolle er seinen Körper regulieren und regenerieren, aber, als wolle er es nicht zugeben. Nach außen darf nichts vom Schein des Refuse to Age trüben, nach außen muss Rickson der Ewigjunge Top-Star bleiben. Er, der die 25 Jahre der GFCW mitbestimmt hat, wie kaum ein anderer.

Er geht also wieder zu Ask, der sich ebenfalls langsam wieder aufbaut…


BJÖRNSMACK


Rickson fällt. Skógur stürzt.

Und jetzt liegen beide am Boden.


Pete: „Na, wie geht es dir?“

Sven: „… ich bin nicht Teil dieses Matches…“

Pete: „Dann verhalte dich auch so.“

Sven: „…“

Pete: „Tatsächlich ist dieses Match aber verdammt spannend. Rickson und Skógur schenken sich nichts. Danny knüpft genau da an, wo er bei War Evening aufgehört hat. Mit High Risk Aktionen, die er in seinem Alter vielleicht nicht mehr zeigen sollte, die aber fast schon verboten gut aussehen und Ask scheint davon jetzt doch gut eingeschüchtert. Zumindest hat er etwas den Anschluss verloren, schauen wir mal, wie das weitergeht.“


Noch immer liegen die beiden Wrestler auf der Matte. Im Hintergrund jubeln die Fans lautstark für Ask, gefolgt von Buh-Rufen für Danny, doch all das hilft nur bedingt dabei, den beiden aufzuhelfen, bis…


KIP-UP von Ask Skógur!

Jubel aus der Crowd!

KIP-UP von Danny Rickson!

Hass aus der Crowd!


Beide stehen wieder, beide schauen einander an und wer hier den eleganteren Kip-Up hatte, darf wohl jeder selbst entscheiden, die Vögel (nicht nur aus Asks Wald) würden wohl den Namen des Schweden zwitschern, während die Jünger von Danny Rickson dieses Zwitschern als manipulative Desinformation deklarieren würden.

Jetzt stehen die Kontrahenten aber wieder und stürzen direkt wieder aufeinander zu, ins nächste, intensive Schlagduell.

Und das geht wieder hin und her. Die Beiden schenken sich nichts, sondern wollen einfach nur den größtmöglichen Schaden beim Gegenüber anrichten. Sie prügeln sich quer durch den Ring, in die Seile, in die Ringecken, schlussendlich auf den Boden und für einige Zeit sieht es so aus, dass keiner von beiden die Kontrolle übernehmen kann…

bis schließlich, wie schon zu Beginn, der Altersunterschied greift. Wieder kann Ask schneller, mehr Schläge anbringen und so langsam, Schritt für Schritt, die Kontrolle an sich reißen. Es gelingt ihn Rickson in eine Ringecke zu drängen, wo nun auch Forearms folgen sollen und dabei scheint es, als würde Ask die Führung des Matches übernehmen. Ask hält Ricksons Arm und befördert ihn einmal quer durch den Ring in die gegenüberliegende Ringecke. Rickson kommt zurückgeprallt und Ask fängt ihn auf. Tritt in die Magengrube, Ansatz zum Vertical Suplex und…


SKOGENS STRAFF


Cover!


1…

2…

3…

NEIN!


Kickout von Rickson! Der Hall of Famer bleibt im Match und Ask muss weiter überlegen, was er tun kann um das zu ändern. Aber Ask verzweifelt nicht zu sehr, er macht direkt weiter. Man merkt dabei auch, wie sich dieses Match von anderen wichtigen Ask-Matches unterscheidet – heute gibt es keinen inneren Konflikt, kein Hadern mit sich selbst, heute ist er einfach darauf konzentriert dieses Match zu gewinnen. Dieses Match gegen den bösen Danny Rickson.

Ask greift sich Danny, hievt ihn hoch, doch sobald er ihn oben hat, sackt Danny wieder zusammen, um in die Ringecke zu fallen. Ask hält ihn dabei fest und wird somit mitgezogen, wobei nun aber Herzog einzuschreiten versucht, da sie klar erkennt, dass Rickson scheinbar größere Probleme hat. Sie versucht dazwischen zu gehen, wobei Ask ihre Auffassung allerdings nicht zu teilen scheint – für ihn scheint alles gut, er will weitermachen. Aber es ist nun mal nicht seine Entscheidung.

Herzog hält Ask zurück und signalisiert ihm, sehr proaktiv, dass er kurz von Rickson ablassen soll, was er schließlich auch tut, wenn auch eher widerwillig.

Herzog kümmert sich also kurz um Rickson, vergewissert sich, dass alles okay ist, aber da Rickson nun mal der „junge“ und fitte Typ ist, der er vorgibt zu sein (zumindest in seiner Wahrnehmung) bestätigt er, dass alles in Ordnung ist. Der Vollständigkeit halber gibt Herzog diese Information auch an die anderen Offiziellen außerhalb des Ringes, was Rickson eine optimale Gelegenheit bietet. In genau diesem Moment, als Herzog für eine Sekunde unaufmerksam ist, kommt er auf Ask zugeschossen mit einem…


LOW BLOW



ABER NEIN!



Ask sieht das kommen!

Er fängt Ricksons Bein ab und hält es fest, während er Danny in die Augen schaut – So nicht! Das ist die klare Ansage vom großen Fanliebling der Galaxy. Doch Rickson lässt sich die Chance nicht entgehen, noch ist Herzog schließlich abgelenkt…

Er sticht Ask in die Augen!

Ask lässt Ricksons Bein los und taumelt herum, er hält sich das Gesicht, während Rickson in Position geht…


RUNNING HIGH KNEE


Und er trifft Ask wunderbar! Der Schwede geht zu Boden, kämpft aber direkt damit wieder auf die Beine zu kommen. Und Rickson scheint das nicht zu stören, im Gegenteil. Das ist doch die optimale Chance nachzulegen. Ask kämpft sich also hoch, Rickson holt wieder Anlauf…


RUNNING HIGH KNEE


Zum zweiten! Wieder trifft er, diesmal liegt Ask flach und Rickson schmeißt sich auf ihn.


1…

2…

Das Wars.

Nicht!


Rickson hat im Zuge der Euphorie nicht aufgepasst. Ask lag nah genug am Seil, um das Bein – geistesgegenwärtig – darauf zu legen, ganz minimal, bevor die Hand von Karo Herzog zum dritten Mal auf der Matte landet und so, so ungern Rickson das auch hören mag, bleibt auch Ask in diesem Match.

Noch.

Denn der Schwede ist noch immer quasi ausgeknockt, er hat das unvermeidbare Ende also vielmehr aufgeschoben, als, dass er ihm entkommen ist.

Rickson ist jetzt sauer. Er refused to age, Ask refused to lose. Aber damit ist jetzt Schluss, er kann dem Altern zwar entgehen, schließlich ist er Danny Rickson, aber für Ask ist es jetzt Zeit sich seiner Niederlage zu stellen. Er tritt noch einige Male auf den Schweden ein, bevor er ihn in die Position rückt, dann steigt er wieder auf den Turnbuckle. Die Menge buht, Rickson jubelt und jetzt soll es das gewesen sein. Bei War Evening hat es nicht so ganz geklappt, jetzt soll es ihn den Sieg bringen.

Er springt ab.


SHOOTING STAR PRESS


Und diesmal schafft er die Drehung. Man sieht ihm die Mühe an, die er dafür braucht, aber er schafft es und springt – mit 49 Jahren – diesen halsbrecherischen Move…

ins Leere.

Ask rollt sich weg!


Rickson landet unsanft auf der Matte, wobei „unsanft“ noch gelinde ausgedrückt ist. Es ist wohl ein Wunder, dass er hier keine ernsthaften Schäden davonträgt, genug getroffen, damit Ask sich kurz sammeln kann, ist er aber dennoch.

Ask rafft sich, er schnauft durch und versucht die Energie aufzuladen, die nötig ist um dieses Match für sich entscheiden zu können. Das dauert allerdings so lang, dass auch Rickson sich wieder aufrichtet.

Ask überlegt nun. Seine großen Waffen hat er zwar noch nicht ausgepackt, dennoch wirkt es so, als ob Rickson für alles, was er tut eine Antwort hat und nicht kleinzukriegen ist. Ask muss sich also was einfallen lassen und… das passiert letztendlich auch.

Ricksons große Quelle der Kraft ist, dass er sich selbst gaslighted ewig jung, ewig schön zu sein.

Was, wenn Ask genau darauf geht?

Ask stürzt auf Rickson zu, der noch immer am taumeln ist und so, beginnt er auf dessen Gesicht loszugehen. Mit Schlägen und dann kratzt er ihn sogar. Er fährt mit den Fingern über Ricksons Gesicht, als wolle er ihm die eigens auferzählte Schöne austreiben wollen. Asks Ziel ist Ricksons Gesicht und der ist Skógur nun schonungslos ausgeliefert. Er kann nichts tun, sondern muss das über sich ergehen lassen.

Refuse to Ask – keine Chance.

Ask setzt Danny zu, bis dieser schließlich komplett in Rage verfällt und sich zwar von Ask lösen kann, aber nur, um sich sein Gesicht zu halten. Er stürzt dabei durch den Ring, was Ask nun die Chance schlechthin präsentiert. Er greift Rickson von hinten, zieht ihn zu sich ran, dreht ihn ein und dann, wenn auch etwas anders ausgeführt, dann zieht er seine Lariat-Variante trotzdem im stillen Gedenken an Jona Pexianer durch…


FORCE

OF

NATURE


Ask hakt Ricksons Bein ein und Herzog zählt durch.


1…

2…

Kickout!

Nein.

Keine Chance.

3.


~ Ding Ding Ding ~


Laura: „Und der Sieger des Matches… ASSKKKKK SKÓGUUUR!“


Die Galaxy jubelt laut auf, während Asks Sieg offiziell verkündet wird. Der Schwede hat es wieder geschafft, er hat einen weiteren, namenhaften Gegner besiegt und Danny Ricksons Refuse to Age-Kampagne einen ordentlichen Dämpfer verliehen. Langsam richtet sich Ask auf – das Match steckt ihm schließlich auch in den Knochen – aber bereits da sehen wird das Lächeln auf seinem Gesicht.

Herzog streckt Asks Arm in die Luft, was der erklärte Wunsch seines Helden Keek Hathaway war. Es sollte sein Arm sein, der in Richtung Hallendecke zeigt und nicht der von Danny Rickson und das hat funktioniert.

Ask feiert, die Fans feiern und nachdem das einige Zeit passiert ist, rollt sich Ask schließlich in Richtung Kommentatorenpult aus dem Ring.


Pete: „Was für ein Match! Findest du nicht auch Sven? Na? Was sagst du? War doch gut? Und sieh mal da! Ask kommt nochmal zu uns! Denkst du er gibt uns ein Autogramm?“

Sven: „…“


Sven läuft rot an. Er weiß, was jetzt geschehen wird und ganz tief irgendwo in sich drin, weiß er auch, dass er es irgendwie verdient hat und doch ist er nicht bereit dafür.

In bedrohlicher Manier läuft Ask nun auf Sven zu, sein Blick ist inzwischen komplett entblößt von der Freude über den Sieg dieses Matches. Er läuft auf Sven zu und signalisiert ihm ganz klar, dass er sich selbst zuzuschreiben hat, was gleich passieren wird.

Ask kommt vor Sven zu stehen. Er manifestiert ihn mit seinen Augen, für einige Sekunden, eine gefühlte Ewigkeit. Er rümpft die Nase, zieht Luft hoch und grunzt laut auf, bis er die Hand schließlich hebt. Sven geht bereits in Deckung, schließt die Augen und erwartet, was zu erwarten ist…


Fistbump mit Pete.


Mit dem Blick zu Sven klopft Ask bei Pete ab, bevor er sich wieder wegdreht und in den Ring zurücksteigt.

Natürlich würde Good Guy Ask niemals einen Non-Wrestler angreifen, aber die Message senden, das war wohl das mindeste, was er tun musste, nachdem Sven an der Seifen-Aktion bei War Evening durchaus mit beteiligt war. So ist die Aussage klar: Ich greif dich nicht an, aber ich könnte – also überlege dir gut, was du in Zukunft über mich sagst.

Während Sven auf den Stuhl zurücksackt – vermutlich mit nasser Hose – steigt Ask zurück in den Ring um sich noch einmal feiern zu lassen.

25 Jahre GFCW und Ask Skógur feiert diesen Abend mit einem mächtigen Sieg. Nun ist die Frage, was als nächstes kommt.

Vielleicht ist er jetzt wieder bereit für ein neues GFCW World Title Match?




Die meisten haben ein Match bei dieser Show, doch eine Frau nicht: Die Frau, die beim Carnival of Combat jenen Mann besiegen konnte, der heute im Main Event in den Ruhestand geht. Unwahrscheinlich, dass Miria Saionji dort als Gegnerin auftauchen wird, schließlich wäre das Aufwand für jemand anderen und obgleich sie so technisch gesehen im Main Event der Anniversary Show stehen würde, müsste sie viel zu viel Spotlight mit anderen teilen und das bringt ihr weder Geld noch Berühmtheit, die ihr wiederum Geld einbringt.

Was ihr jedoch Geld einbringt, dass sind NFTs und generell Bildmaterial für ihre „Follower“ und so posiert sie neben ein paar Anniversary Show Postern, um die Einzigartigkeit der Bilder zu garantieren und sieht generell recht vergnügt aus. Es scheint die schwarzmähnige Japanerin im weißen Minidress wirklich ca. gar nicht zu stören, dass sie heute kein Match hat.

Aber kann das sein?

Zeit dieser Frage auf den Grund zu gehen und zwar durch GFCWs Interviewerin vom Dienst, Tammy.


Tammy: „Hallo Miria. Hast du Zeit für ein Interview? Gibt ja kein Match, auf das du dich vorbereiten müsstest.“


Miria blickt sie missbilligend an. Weder will sie von Tammy geduzt werden, noch hat sie große Lust mit ihr zu sprechen, so viel ist offensichtlich. Doch nach einem Moment der inneren Abwägung gibt es einen Sinneswandel.


Miria Saionji: „Mich, Miss Eternity, auf „Zeit“ anzusprechen entbehrt nicht einer gewissen Komik. Ja, ich habe Zeit und ich bin sogar geneigt sie dir zu widmen.“


Die Worte sind freundlich, doch der Kontext lässt Tammy prompt hellhörig werden.


Tammy: „Du hast dafür eine Bedingung, nicht wahr?“


Ein kaltes Lächeln huscht über Mirias Gesicht.


Miria Saionji: „Wie klug du bist. Aber keine Sorge, meine Bedürfnisse sind weniger fordernd als jene von Shelly Nafe und ihrem Spielkameraden. Ich bräuchte dich lediglich für ein gemeinsames Bild – das ich allein monetarisieren darf.“


Tammy: „Einverstand-- Moment, es wird doch ein normales Bild, oder?“


Tammys Alarmglocken klingeln. Und Erinnerungen an vergangene Demütigungen durch das Switziverse werden in ihr wach. Aufregung, welche Miria sichtlich Amüsement bereitet.


Miria Saionji: „Diese Frage ist weniger klug, fürchte ich. „Normal“ bedeutet für jede Person etwas anderes. So sollte man etwa meinen, dass es „normal“ sein müsste, dass eine Agentur, die sich „Refuse to Age“ nennt, brennend daran interessiert sein sollte „The Aion“ für sich anzuwerben. Insbesondere, da es bei mir so viel zu verewigen gibt, was sich auch zu verewigen lohnt...“


Tammys Mimik verdunkelt sich. Mit Refuse to Age und insbesondere Robbin Zick hat sie nicht nur positive Erfahrungen gemacht, um es gelinde zu formulieren. Zeit für einen forschen Themenwechsel.


Tammy: „Man sollte auch meinen, dass es „normal“ sein sollte, dass eine Mentorin ihren Schützlingen bei der Suche nach einem neuen Finishing Manöver hilft. Und dennoch sind die Black Wyrms nach etlichen Monaten noch immer auf der Suche nach einer entscheidenden Aktion, die sie gegen größere und schwerere Gegner zeigen können.“


Mirias kaltes Lächeln kehrt in ihr Gesicht zurück und das breiter und kälter als zuvor.


Miria Saionji: „Das liegt daran, dass ihnen mein Vorschlag „Schlagring über die Rübe“ nicht gefallen hat und sie danach meinten lieber selber zu überlegen und etwas faires zu finden. Wie unfassbar drollig sie doch sind. Warum fair, wenn unfair nicht nur einfacher ist, sondern auch viel mehr Spaß macht?“


Eine rhetorische Frage, die Tammy mit Nichtachtung straft. Sie hat ja schon viele Regelbrecher interviewt, doch derart dreist wie Miria sind die meisten dann auch wieder nicht.


Tammy: „Bei GFCW steigst du sehr selten in den Ring, doch es wurde bekannt, dass du gemeinsam mit Skadi Fenrir und Idunn Jörmungandr als Trio im Tournament of Honor von WFW antreten wirst. Wie kam es zu der Entscheidung?“
Miria Saionji: „Tammy, Liebes, das ist doch wohl offensichtlich. Miss Fenrir und Miss Jörmungandr sind zwei von drei Schwestern – eines Tages wollen sie sicherlich mit ihrer dritten Schwester zusammen als Trio antreten. Als ihre Mentorin erlaube ich ihnen also durch dieses Arrangement schon etwas Trios Erfahrung zu sammeln und gleichzeitig den Namen Lerbitz über eine zusätzliche Promotion zu verbreiten. Die Synergien sollten offensichtlich sein.“

Tammy: „Mag dieses Arrangement auch dadurch begünstigt sein, dass Sie als Team Captain dann eine Ausrede haben die meiste Zeit draußen zu verbringen und die Schwestern die meiste Arbeit machen zu lassen?“

Miria Saionji: „Je mehr sie wrestlern, desto mehr können sie lernen und je weniger ich wrestle, desto weniger wertvolle Lehrzeit vergeude ich.“


Mirias Lächeln ist betont unschuldig und großmütig, doch es ist mehr als offensichtlich, dass Miria hier eine Chance gefunden hat mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Ertrag zu generieren. Eine unfassbar berechnende Ader. Kein Wunder, dass Aiden Rotari in ihr Potential erkannt und sie in sein Team geholt hatte.


Tammy: „Und wann stehst du bei GFCW mal wieder im Ring? Sicherlich hast du doch auch hier Ziele?“


Allmählich wird Mirias Lächeln spöttisch und ihr Blick wie von oben herab.


Miria Saionji: „Natürlich habe ich Ziele. Aber im Gegensatz zu den meisten bin ich nicht dumm und weiß daher, dass ich meine Ziele nicht durch harte Arbeit erreichen muss. Fleiß ist die Tugend der Dummen und darauf bin ich zum Glück nicht angewiesen.“


Betont unschuldig führt sie einen Finger zum Mund.


Miria Saionji: „Obwohl, für meine werten Follower bin ich dann doch fleißig und beglücke sie mit so viel Content. Auch ein Grund, warum ich nur dann in den Ring steigen kann, wenn es wirklich lohnend ist. Ich bin schließlich eine vielbeschäftigte Frau und nur weil ich Miss Eternity bin, heißt das nicht, dass ich Zeit zu vergeuden habe. Zeit ist kostbar und ganz besonders meine.“


Miria scharwenzelt auf Tammy zu und ihre Nasen berühren sich fast.


Miria Saionji: „Zeit ist auch Geld. Und deswegen ist nun die Interviewzeit abgelaufen – und die Zeit gekommen ein gemeinsames Foto zu machen. Dafür habe ich sogar schon eine äußerst… anregende… Idee… die dir sicher sehr gefallen wird...“


Tammys Gesichtfarbe beginnt der einer Tomate zu ähneln. Sie hätte wirklich erst das Thema Bild bis zum Ende besprechen und dann das Interview führen sollen. Nun muss sie da durch – insofern es nicht zu extrem wird.


Tammy: „Also… was machen wir?“


Miria neigt ihren Kopf noch näher an Tammy heran und beginnt ihr ins Ohr zu flüstern.


Miria Saionji: wir finden jetzt ein paar werbeplakate von refuse to age, rupfen sie von den wänden und posieren dann triumphal über den schnipseln...


Tammy stutzt – und dann beginnt auch sie zu lächeln. Vielleicht ist Miria ja doch eine von den Guten. Auf ihre ganz eigene, egozentrische, berechnende und selbstherrliche Weise...