Es
ist ein mittlerweile recht vertrautes Bild: Tammy vor der
Interviewwand mit „Long Island Leopard“ Monica Shade
als Interviewgast. Oder besser gesagt: Monica Shade samt
Stoffschwein Lady Rosi, schließlich trifft man die rosarot
bezopfte US Amerikanerin nie ohne ihre „Strategin“
an. Man trifft Monica auch selten mit sichtlicher Anspannung in
der Körperhaltung an, doch dieser eigentlich seltene Anblick
ist in der jüngeren Vergangenheit etwas weniger selten
geworden – nicht zuletzt weil Monicas rosa Schweinewelt mit
dem Abgang des Greatest Pigster zunehmend ernster geworden ist
und statt fröhlichen Schweinereien nun der Ernst ihre GFCW
Karriere bestimmt.
Tammy
erkennt die Anspannung von Monica mit ihrer jahrelangen Erfahrung
natürlich sofort und beginnt das Interview daher mit einem
aufbauendem Lächeln und warmen Worten.
Tammy:
„Heute ist es soweit und du hast die Chance auf den GFCW
World Title, Monica. Aiden Rotari und Aldo Nero sind nicht mehr
hier, um dich im direkten Duell bei ihnen zu revanchieren, so wie
es dir mit Ask Skógur gelungen ist, aber dein vor Monaten
angekündigtes Ziel dich per Titelgewinn für diese
Niederlagen zu rehabilitieren ist zum Greifen nah! Doch ehe wir
darüber sprechen, möchte ich dir erst einmal dafür
danken, dass du mich vor Stella beschützt hast!“
Monica
zupft sich bedächtig an ihrem Leoparden-Halstuch, als ob sie
erst einmal kurz überlegen muss, worüber Tammy gerade
spricht. So stark war ihr Fokus auf das heutige Match und somit
Gegenwart und Zukunft, dass die Vergangenheit erst einmal gar
nicht in ihrem Kopf präsent war. Doch dann beginnt Monica
die Interviewerin freundlich anzulächeln.
Monica
Shade: „Gern. Aber nun so rückblickend betrachtet
warst du eh nie in Gefahr. Auch wenn die Attacke auf Pete und
Sven anderes vermuten lässt, eigentlich ist Stella recht
friedlich. Tatsächlich ist sie selbst einmal von einer
Partnerin hintergangen und dann ziemlich übel verhauen
worden, daher ist Stella eigentlich niemand, die anderen einfach
so Gewalt antut.“
Tammy:
„Du kennt Stella besser als ich und wirst es wissen,
dennoch weiß ich die Geste sehr zu schätzen.“
Monica
Shade: „Und ich weiß zu schätzen, dass du mich
als Teil von GFCW bezeichnet hast. Was sicherlich nicht verkehrt
ist, bin ja nun ein Jahr hier und dennoch… ich selber habe
mich eigentlich stets als so eine Art Gast hier bei GFCW gesehen.
Aber tatsächlich fühlt es sich hier mittlerweile so ein
bisschen vertraut an.“
Wir
erinnern uns: Schweinefreundin Monica Shade war ursprünglich
von der LPG angeworben worden, um weibliche Talente zu
vermitteln, aus denen dann ein von Robert Breads gecoachtes
Gegenstück zum GFCW Förderkader werden sollte. Und
obgleich dies anmutet wie eine Geschichte aus grauer Vorzeit, die
mit der heutigen GFCW Gegenwart nur noch am Rande zu tun hat –
letztlich ist Monica Shade unverändert Teil der LPG und nur
durch deren Engagement bei GFCW. Sie hat keinen eigenen GFCW
Vertrag.
Tammy:
„Das erinnert mich daran, dass Stella die Frage aufgeworfen
hat, was wohl passieren würde, wenn du Champion wirst und
den Titel dann wieder verlierst. Ursprünglich warst du ja
nur wegen dem Greatest Pigster hier und der ist nun weg. Und nun
bist du hier, um deine vergangenen Niederlagen wieder
wettzumachen, indem du Champion wirst. Aber wenn du das geschafft
hast… was dann?“
Wenn
eine Frage keine direkte Antwort erfährt, ist die Frage
entweder sehr gut oder sehr schlecht. In diesem Fall unweigerlich
eine sehr gute Frage, die Monica kurz nachdenklich werden, dann
aber nonchalant die Schultern zucken lässt.
Monica
Shade: „Ehrlich gesagt habe ich da bisher gar nicht drüber
nachgedacht. Und darüber muss ich auch nicht nachdenken,
solange ich es nicht geschafft habe. Ergo gilt es heute diesen
ersten Schritt zur Antwort auf diese Frage zu machen und den
Titel zu gewinnen.“
So
weit, so bodenständig. Lady Rosi ist auch zufrieden mit der
Schweinehirtin und verhält sich ruhig unter ihrem rechten
Arm – ein Zeichen dafür, dass Monica mit ihren
Gedanken im Reinen ist.
Monica
Shade: „Und mit dem zweiten Schritt, also den Titel dann
wieder zu verlieren… mit dem hätte ich keine Eile.“
Ein
kurzes Zwinkern mit Lächeln, das jedoch rasch aus ihrem
Gesicht wieder weicht – wie auch Lady Rosi nun unweigerlich
doch etwas zu ruckeln beginnt.
Monica
Shade: „Nicht zuletzt weil es mir bei WFW verwehrt
geblieben ist einen Einzug als Champion zu haben, so rasch wie
meine Regentschaft dort schon wieder beendet war.“
Ihre
Regentschaft wurde in Minuten gemessen.
Monica
Shade: „Aber ganz ehrlich? In gewisser Weise war es gut,
dass meine Regentschaft so kurz war.“
Tammy:
„Weil du dadurch bescheiden geblieben bist? So in etwa
hattest du es vor zwei Wochen ausgedrückt.“
Monica
Shade: „Ja, das auch, aber nicht nur.“
Es
gibt Momente, da muss man als Interviewerin nachhaken und es gibt
Momente wie diesen, wo man einfach entspannt das Mikrofon halten
und die Interviewte reden lassen kann, weil sie drauf und dran
ist all das, was man erfrage wollen würde, von selber
anspricht.
Monica
Shade: „Wie ich auch schon sagte habe ich diese Erfolge
sehr früh in meiner Karriere gefeiert. Und durch diese extra
kurze Titelregentschaft… hatte und habe ich immer noch ein
Ziel: Erneut Champion zu werden und dann richtig.“
Sie
stolpert fast über diese Worte, dabei war sie es doch, die
groß betont hatte, dass auch ihr kurzer Titelgewinn ein
Titelgewinn war und daher bedeutsam. Was natürlich auch
stimmt, zumal es bei WFWs größten Show des Jahres vor
etlichen Fans im Dortmunder Westfalenstadion, bzw. Signal Iduna
Park, passiert ist, dem traditionellen Austragungsort des
Grandslam. Und dennoch, so insgeheim scheint Monica die Bedeutung
dieses Erfolgs nicht nur für andere als wichtig ansprechen
zu müssen, sondern auch für sich selbst.
Monica
Shade: „Es ist wichtig Ziele zu haben, denn so bleibt man
motiviert und engagiert. Nicht so wie Robert Breads, der aufhört,
obwohl er immer noch recht passabel ist. Und im Moment ist mein
Ziel heute zu gewinnen und den GFCW World Title dann möglichst
lange zu halten. Und bei WFW will ich natürlich auch wieder
Champion werden. Das ist erst mal das, was zählt. Was mache
ich, wenn ich einen Titel verliere, den ich heute erst mal
gewinnen muss?“
Ihr
Lächeln ist zurück und dieses mal dauerhaft und
aufrichtig.
Monica
Shade: „Das ist jetzt doch gar nicht wichtig. Zumal es von
so vielen Faktoren abhängt. Etwa wie ich
den Titel verliere. Oder gegen wen. Wie ich dann in der ewigen
Punktetabelle dastehe… in der ich mittlerweile tatsächlich
drinstehe, was mich ein kleines bisschen mehr zum Teil von GFCW
macht. Sich über die Zukunft Gedanken zu machen ist gut und
wichtig, aber jetzt zählt erst einmal das jetzt. Und jetzt
heißt es aufwärmen, mit Lady Rosi noch mal die Taktik
durchgehen und dann heißt es gewinnen. Das hier ist meine
erste und vielleicht einzige Chance und die gilt es zu nutzen!
Schließlich kann es mit mir hier bei GFCW auch sehr
plötzlich enden.“ Tammy:
„Wie meinst du das?“
Tammy
ist alarmiert. Das klingt nämlich jetzt verdammt so als ob
Monica sich doch Gedanken um die Zukunft gemacht hat – eine
Zukunft ohne GFCW.
Monica
Shade: „Na ja, bekanntlich hab ich keinen GFCW Vertrag und
bin über die Beziehungen der Lerbitz Pigster Group hier. In
dem Moment, wo Entrepreneurin Lerbitz keine Lust mehr auf GFCW
oder gar Wrestling an sich hat, verliere ich meine
Anwesenheitsberechtigung. Ergo gilt es hier und heute zu
gewinnen, denn als Champ wird GFCW mich ja mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit im Programm behalten müssen,
wenn nicht sogar im Programm behalten wollen, egal wie es um die
LPG steht. Und bei allem Respekt für The End, aber für
GFCW wäre es schon gut, wenn ich gewinne. Erstens weil eine
Show mit Lady Rosi und mir besser ist als eine Show ohne und
damit diese Anniversary Show, die auf 25 Jahre zurückblickt,
mit einem neuen Impuls in die Zukunft gehen kann. Und dieser
Impuls, das bin ich – das sind wir. Und nicht Stella.
Sorry, Stella, aber der Sieg heute geht an mich – an mich
und Lady Rosi. Der Greatest Pigster mag weg sein und ist nicht
als der große, legendäre Champion in die GFCW
Geschichte eingegangen, der er hätte sein sollen... aber ein
Schwein ist noch hier und wird heute mit dem goldenen Gürtel
zusammen feiern können!“
Die Regie schaltet in den
Backstagebereich. Die Gänge der Halle sind zu sehen. Die
Kamera läuft durch die Gänge hindurch. Eine Stimme ist
zu hören, wobei es einem vorkommt, als wenn die Person, die
spricht, die Kamera führt – sprich hier liegt die
Ich-Perspektive vor.
Stimme: „Nun
bin ich wieder hier... hier bei der GFCW... und das für
einen Abend... 25 Jahre GFCW. Das ist echt der Wahnsinn.“
Die Kamera schwenkt nach links und
rechts. Er blickt sich um
Stimme:
„Soweit hat sich hier nichts verändert. Die Gänge,
dieser Muff hier, diese leicht düstere Stimmung... Alles
beim alten.“
Die Kamera geht den Gang weiter und
der Gang verzweigt sich nach geradeaus und nach rechts. Ein
Schwenk nach rechts erfolgt und fängt Mitarbeiter der GFCW
ein, die noch letzte Vorbereitungen erledigen.
Stimme: „Die
Mitarbeiter der GFCW sind auch noch da. Immer fleißig,
loyal und sie leisten viel. Ein Hoch für diese Jungs und Hut
ab. Ohne sie liefe keine Show und das klappt schon seit 25
Jahren.“
Die Kamera bewegt sich weiter
geradeaus.
Stimme: „Ach
ja... da kommen Erinnerungen wieder hoch ... als Champion einzeln
bzw. zusammen mit „Wild Thing“ Tommy Cornelli. Ob er
heute auch hier ist? Der Abend ist ja noch lang. Da kann ich ja
mal den Backstagebereich erkundschaften.“
Die Kamera kommt an eine
Rechtskurve an. Von weitem sieht er ein weiteres bekanntes
Gesicht. Es ist der loyale Interviewer Mac Müll, der auch
schon seit 25 Jahren hier seine Arbeit leistet und mit dem Rücken
zu ihm steht. Die Kamera bleibt stehen.
Stimme: „Ob
ich ihn ein wenig...“
Es kehrt kurz Ruhe ein.
Stimme: „Ja,
das mache ich.“
Nach diesen Worten wechselt die
Kamera und diese fängt Mac Müll ein, welcher nach
Interviewpartnern sucht. Plötzlich steigt bei ihm Nebel
empor. Mac Müll bemerkt dies ziemlich spät. Er schaut
verdutzt den Nebel an und erschrickt leicht. Dann aber erkennt
man ein leichtes Grinsen auf seinem Gesicht.
Mac Müll: „Hey Steve,
ich weiß, dass du da bist. Du kannst mich nicht mehr
erschrecken. Deinen Trick kenne ich schon. Du hast ihn letztens
bei der 500. Jubiläumsshow schon versucht.“
Mac Müll schaut in alle Ecken
und der Nebel wird immer dichter, doch er macht niemanden im
Umkreis aus. Mac Mülls Mine verzieht sich von Sekunde zu
Sekunde und er schaut sich doch ein wenig hektischer um.
Mac Müll: „Steve?
Komm schon. Das ist doch deine Show hier. Also zeig dich!“
Aber wieder tut sich rein gar
nichts. Mac Müll erschreckt, denn eine Hand packt ihn von
hinten an die Schulter. Dieser zuckt zusammen und möchte
gerne schreien, doch seine Stimme versagt. Mac Müll dreht
sich langsam und unsicher um. Er erblickt ein bekanntes Gesicht –
Steve Fog.
Mac Müll: „Mensch
Steve, du weißt, wie man mich erschrecken kann.
Steve Fog:
Hallo Macci, das lasse ich mir doch nicht nehmen dich auf die
Schippe zu nehmen, wenn ich mal wieder hier in der GFCW
eingeladen bin. Wie geht es dir? Schon lange nicht mehr gesehen.“
Mac Müll: „Och man
schlägt sich durch und bei dir? Dank der GFCW wird es nicht
langweilig. Wie geht es dir so?“
Steve Fog:
„Mir geht es genauso wie dir. Mal hier und da ein Match bei
einer Independent Liga. Es läuft.“
Steves Gesicht erhält einen
nachdenklichen Touch.
Steve Fog:
„Gratulation an dich und an die GFCW für insgesamt 25
Jahre. Das ist echt eine Leistung, die sich sehen lassen. Ich
blicke gerne an meine Zeit hier zurück – an die
Titelgewinne, an meinen Partner Tommy Cornelli, einfach an
alles.“
Mac Müll: „Das glaube
ich. Du hattest damals echt eine starke Leistung gezeigt.“
Steve Fog:
„Danke. So ich bin dann mal in meiner Kabine und blicke
mich hier etwas um. Ich wünsche dir noch einen schönen
Abend. Bis später.“
Mac Müll: „Bis dann,
Steve.“
Steve
Fog streift weiter durch den Backstagebereich und Mac Müll
sucht einen neuen Interviewpartner. Dann fadet die Szene aus.
Vivian
Tolnai: „Beziehungen können kompliziert sein.“
Tolnai
schließt die Tür des Uber und lümmelt sich
möglichst gemütlich in ihren Sitz. Die Person, die
unsere Kamera bedient, muss direkt neben ihr auf der Rückbank
sitzen, denn wir sehen Tolnai in Nahaufnahme.
Vivian
Tolnai: „Erst ist der eine
dominant,
dann ist es der andere.
Erst ist man ein Feind,
dann ist man ein Partner.“
Der
Motor springt an. Am Fenster zieht eine deutsche Stadt am
Nachmittag vorbei.
Vivian
Tolnai: „Das wissen wenige Männer besser als die drei,
von denen wir jetzt hören werden.“
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KYLE
DOUGLAS & RAYMOND „MORBEUS“ DOUGLAS (Vater
und Sohn, Feinde und Freunde)
Zu
Gast bei Morbeus und seinem Sohn Kyle Douglas, die sich zum
bevorstehendem Retirement von Robert Breads äußern.
Die Kameras sind eingestellt und Morbeus und Kyle haben auch
schon 1 ½ Stunden „Maske“ hinter sich. Etwas
schicker als gewohnt hat sich Ray Douglas gekleidet. Insgesamt
sieht er, mit kosmetischer Hilfe, auch etwas frischer als
allgemein in den GFCW-Shows aus.
Die
beiden plaudern schon munter los…..
Morbeus:
„RayRay hat er mich immer genannt. Ein aboluter Kackname,
den ich vorher in meinem Leben noch nie gehört habe. Hat
mich jedes Mal zum Brodeln gebracht. Und dennoch werde ich diesen
latent zynischen Laut den er bei der Aussprache dieses „Namens“
macht, sehr vermissen….“
Kyle:
„Wir sitzen hier beide recht breitbeinig, weil wir nach
unserer Erinnerung Breads vor allem den Arsch versohlt haben.“
Morbeus:
„Oh…ja. Es gab doch kaum etwas, an was ich mich
weniger gerne erinnere.“
Kyle:
„Er hat mir die große Karriere vorausgesagt, das hat
mich sehr geehrt. Leider hat sie sich aber noch nicht so
dargestellt. Er hat mich, ob gewollt oder nicht, auf ein neues
Niveau gehoben. Die Nacht in Toronto. Seine große
Wiederkehr. Was war das für eine Stimmung?! Mir schlotterten
die Knie und im Match bin ich dann über mich
hinausgewachsen. Was ein Abend, was eine Atmosphäre.
Vielleicht hatte ich Glück, dass ich gegen ihn gekämpft
habe, als er über dem Zenit war. In seiner Prime…also
wenn man sich die alten Videos ansieht….“
Morbeus:
„…wahrscheinlich hätte er uns beiden den Arsch
sowat von voll gehauen! Wir sind ja fast gleich alt. Robert und
ich. Und dennoch. Der Sieg über Breads bei Finest Hour 2021
war einer der größten meiner Karriere. Ich glaube,
erst seitdem hat man mich als Main Eventer in der GFCW ernst
genommen. Ich brauchte diesen Sieg und er war schwer zu erzielen.
Ich weiß noch, dass ich vorher unsicher war, ob ich ihn…die
lebende Legende, tatsächlich bezwingen kann….“
Kyle:
„Als student oft he game folgendes: Seine Aura und sein
Micwork sind einmalig. Es gibt keinen im Business, der dich am
Mic so demütigen kann. Das ist zum Teil fast schon Rap, nur
ohne Reime. Aber Punchline an Punchline. Das hat sich über
die Jahre auch kaum geändert, irgendwann hat er eben
angefangen die meisten Matches zu verlieren. Da er nun wieder in
viel besserer Form ist, kommt sein Retirement zu früh.“
Morbeus:
„Eventuell will er aber auch noch ehrenvoll in den Spiegel
schauen. Ich könnte es verstehen! Nicht mehr lange und ich
werde selbst vor dieser Entscheidung stehen. Den Absprung, lieber
Robert, den wirst du schaffen. Für deinen geschätzten…jetzt
sage ich es einmal selbst! RAYRAY! Bist du der beste Kanadier,
der je in der GFCW gewrestelt hat. Und vermutlich noch viel mehr.
Du bist DIE prägendste Figur der letzten 15 Jahre. Ich
verneige mich!“
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Breads
reißt sich aber direkt wieder los und geht auf Zereo zu –
und bleibt vor ihm stehen. Denn der Killer bewegt sich schon
wieder, er versucht schon wieder, auf die Beine zu kommen. „Bleib
liegen!“ schreit der Kanadier seinem Gegner entgegen, doch
der blickt nur langsam auf, sieht Breads in die Augen – und
spuckt ihm Blut ins Gesicht!
„Canada's
Own“ regt sich erst gar nicht, sondern schließt nur
die Augen, wischt sich dann das Gesicht ab – und dann rächt
sich Breads. Er packt seinen Gegner, zieht ihn nach oben und es
setzt wieder Kawada Kicks an den Schädel, aber diesmal nicht
nur ein paar, sondern ein Dutzend, zwei Dutzend, und bei 28 hört
Breads erst auf, aber auch nur um den Kopf noch höher zu
nehmen, Zereo wird gepackt, Breads hakt sich ein und es setzt
einen Exploder Suplex!
Der
Killer wirkt quasi tot, als er auf der Matte aufprallt, doch was
macht Breads? Er guckt seinen Gegner erst gar nicht an, er
überlegt gar nicht erst, ihn zu pinnen, sondern steigt an
ihn vorbei durch die Seile auf den Apron, und von dort aufs Top
Rope.
Pete:
„Bitte, hör auf, Robert! Du verletzt Zereo noch!“
Sven:
„Ich glaube, das ist ihm völlig egal. Er will ihn
einfach nur zerstören.“
Tatsächlich
steht Breads nun auf dem Top Rope, blickt auf seinen Gegner, und
springt ab – Double Foot Stomp!
Der
Move sitzt und nun dürfte es endgültig vorbei sein...
doch immer noch pinnt Breads seinen Gegner nicht. Stattdessen
zerrt er ihn nach oben, hakt beide Arme ein... soll das ein
Butterfly Suplex werden? Will er McFly beleidigen?
Ein
Blick Richtung Backstage-Bereich, dann geht es wirklich los –
aber er zeigt nicht den Butterfly Suplex, sondern vielmehr einen
Double Underhook Piledriver! Er lässt ihn genau auf den Kopf
knallen! Und dann legt er sich auf seinen Gegner, endlich...
Eins...
Zwei...
Drei!
Sieger
des Matches durch Pinfall: Robert Breads
Der
Kanadier rollt sich verächtlich von seinem Gegner herunter
und blickt auf ihn herab – das war... beeindruckend. Nicht,
dass er einen Verletzten besiegt hat. Eher das „Wie“
ist das Beeindruckende. Und „Canada's Own“ scheint
das schon jetzt nicht mehr zu interessieren, eben als ob das
tatsächlich nur ein Pflichtsieg war. Er ignoriert den
blutenden Menschen auf der Matte einfach und begibt sich wieder
backstage, ohne nochmal zu jubeln oder sich ausbuhen zu lassen –
dieser Sieg bedeutet ihm nichts. Denn Zereo Killer ist nicht
Chris McFly. Der ist als Nächstes dran.
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ZEREO
KILLER
(Rivalen
auf Lebenszeit)
Wir
sehen einen am Boden zerstörten Zereo Killer. Die Kamera
schwenkt um und man sieht den Mann nun einige Jahre später,
ein paar Fältchen mehr im Gesicht, das ein oder andere graue
Haar ist auch zu vernehmen, im Hier und Jetzt.
Zereo
Killer: „Das war 2012, ich war zwar auch schon lange im
Geschäft zu diesem Zeitpunkt, aber als es hieß, ich
darf gegen Robert Breads antreten, war ich wirklich nervös.“
Mr.
#ISGI dreht sich nun zur Kamera und grinst zufrieden in diese.
Zereo
Killer: „Du hast mir in diesem Match alles abverlangt und
Dinge aus mir herausgeholt, du warst der Erste, der mich in der
GFCW besiegen konnte, doch es war längst nicht das letzte
Aufeinandertreffen.“
Er
blickt zur prunkvoll verzierten Decke seines Wohnzimmers hoch und
schwelgt ein wenig in Erinnerungen. Die Lippen formen sich zu
einem Lächeln.
Zereo
Killer: „Mein lieber Robert, auch wenn wir uns nicht immer
grün waren – wahrscheinlich waren wir das nie zu 100%
- der Respekt war immer da. Du konntest aus jedem Gegner das
Beste herausholen. Wenn dein Gegner dachte, er habe sein Limit
erreicht, hast du ihn mit deiner Art zu wrestlen gezeigt, dass er
noch längst nicht am Limit angekommen ist! Mit dir gab es
nur Fünfsterne-Matches.“
Der
Kalifornier lässt diese Worte kurz wirken, er geht noch
einmal kurz in sich und fährt mit seinem Monolog fort.
Zereo
Killer: „Ich werde dir für die Matches gegen dich, für
jedes einzelne Segment, für jedes Aufeinandertreffen auf
welche Art und Weise auch immer, ewig dankbar sein, ich werde
mich das ganze Leben daran erinnern können. Für mich
bist du nicht CANADAS OWN…“
MacKenzie
erhebt sich von seiner dunkelblauen, großzügigen Couch
und zieht sich seinen Pulli aus. Drunter ist ein selbst kreiertes
Robert Breads T-Shirt zu sehen und er zeigt selbst auch drauf,
was da noch zu erblicken ist.
Zereo
Killer: „Weil Robert Breads ist CANADAS
BEST!“
Auch
wenn sie tatsächlich zum größten Teil ihrer
Karrieren bekriegten, so kann man an seinem Blick erkennen, dass
diese Respektsbekundung echt ist. Zereo Killer erweist ihn auf
seine Art und Weise die größte Ehre.
Zereo
Killer: „Du bist einer der besten, wenn nicht der beste
Wrestler, mit dem ich jemals in den Squared Circle gestiegen bin.
Danke, dass du nicht nur die GFCW, sondern auch diesen Sport, den
wir alle lieben, mit deinen Leistungen im Ring und auch am
Mikrofon bereichert hast.“
Der
Blick weicht nicht von der Kamera, bedächtig beginnt er zu
klatschen und zeigt noch ein letztes Mal auf sein selbst
kreiertes T-Shirt.
Zereo
Killer: „Robert
Breads – Canadas Best!“
Langsam
fadet die Kamera im Anschluss wieder aus. Die Rede des
Amerikaners hat das Publikum in der Dortmunder Westfahlenhalle
dazu bewegt aufzustehen und ebenfalls zu klatschen. Ein schöner
Moment zweier Rivalen.
GFCW
Tag Team Championship: TSEizn Ra(re)BBits (Tsuki Nosagi &
El Metztli) (c) vs T'n'B (Titan & Tha Bomb) vs Zereo
Killer & Raymond "Morbeus" Douglas
Referee: Ricky Murk
Gesaffelstein
– Pursuit erklingt und die Westfallenhalle verwandelt
sich in eine Techno-Party. Raymond „Morbeus“
Douglas betritt die Arena. In für ihn „traditioneller
Ringgarderobe“. Abgerissene Jeansshorts, grüne
Wrestlingboots mit einem weißem geschwungenem „M“
darauf. Ein weißes T-Shirt mit eigenem Logo und die
etwas spärlich werdenden roten Locken sind straff nach
hinten gekämmt. Der weiße Teint ist unverkennbar.
Hauttyp 1 ohnehin schon immer „eingeloggt“.
Daneben, in Zivilklamotten, sein Sohn und quasi ehemaliger
Tag Team Partner: Kyle Douglas. Der mittlerweile 25-jährige
sieht nicht ganz so euphorisch wie sein Erzeuger aus. Sein
Armbruch scheint verheilt und doch ist seine Chance beim
Jubiläum zu glänzen vertan. Ohne eigenes
Verschulden. Wie so oft…
Dann
gibt es wieder einen extrem lauten POP. Zereo Killer ist DA!
Der 9-malige Champion hat heute ein blaugrünes
Facepainting. Eingehüllt ist er in eine Kapuze in den
gleichen Farben. Dazu dann auch noch eine blaugrüne Hose
im identischen Farbton und dunkle, fast schon sneakereske
Schuhe. Das Outfit ist wohl abgestimmt aus einem Guss und ist
im Kontrast zum etwas zusammengewürfelten Outfit des
Kanadiers ein Statement, dass hier zwei große
Singleswrestler nun in einem Team sind, aber ob Einzelteile
auch in der Summe siegreich sein werden…..heute Abend
wird man die Antwort bekommen.
Die
drei ex-Champions gehen nun sicheren Schrittes zum Ring. Es
wird bis dahin auch ordentlich mit den Fans abgeklatscht.
Mackenzie genießt das Bad in der Menge sichtlich. Aber
auch dem alten Haudegen Morbeus ist die Bedeutung des
Momentes anzusehen. Kyle Douglas ist nun auch ein kleines
Lächeln zu entlocken.
Im
Ringe angekommen lassen sich alle drei gebührend feiern.
Kyle klatscht mit Morbeus und ZK nochmal ab und verabschiedet
sich und nimmt draußen am Ringrand seinen Platz ein.
Morbeus
und Zereo Killer besprechen sich noch, bevor es dann bald mit
dem Matchstart losgehen könnte.
Sechs
Männer stehen im Ring. Die Stimmung hier in Dortmund ist
gewaltig. Es wartet das erste Titelmatch bei der großen
Jubiläumsshow. Drei Teams die unterschiedlicher kaum
sein können. Alt und Jung. Gut und Böse. Alle eint,
dass jeder bereits Tag Team Champion war oder eben aktuell
ist.
Wenig
verwunderlich stehen die Fans größtenteils hinter
den Ra(re)BBits, Zereo Killer und Morbeus, während T’n’B
mit lautstarken Buhrufen empfangen wird.
Sven:
„So, der erste Titel ist on the Line. Noch immer etwas
kurios Zereo killer, Morbeus und T’n’B 2026 in
einem GFCW-Ring zu sehen. Aber so sind sie eben, unsere
Feierlichkeiten.
Pete:
„Hoffentlich haben die vier noch genügend im
Tank!“
Referee
Ricky Murks hebt die Titel ein letztes Mal in die Lüfte
und gibt sie dann an Ringdame Tammy ab.
Dann
gibt er das Zeichen.
DING
DING DING
Im
Ring starten Tsuki Nosagi, Zereo Killer und Titan.
Nosagi
und Zereo beginnen mit einem Collar-and-Elbow Tie-Up. Titan
steht noch bei Tha Bomb und macht sich über seine Gegner
lustig. Die beiden sind klar die größten und
massigsten Wrestler im Ring.
Zereo
gewinnt den Lock-Up und setzt zu einem Wristlock an.
Aber
Roll-Through von Nosagi! Dann
ein Drop Toe Hold und der Versuch zu einem Front Facelock.
Titan
unterbricht mit einem brutalen Double Shoulder Block, der
seine beiden Gegner auf die Matte schickt.
Die Fans
buhen den Rekordchampion aus.
Titan hebt Nosagi hoch.
Gorilla Press Slam!
Pete:
„Was eine Kraft!“
Doch
Zereo kontert sofort. Tritt Titan in den Magen.
Jumping
Neckbreaker von ZK!
Nosagi rollt Titan
ein.
1! 2!
Kickout.
Zereo folgt mit
einem Snap Suplex gegen Titan.
Nosagi ist dann
blitzschnell auf zweite Seil geklettert. Und
springt…
Springboard Leg
Drop!
Cover!
1! 2!
Titan kickt raus.
Sven:
„Der Titan bekommt ordentlich was ab. Tha Bomb bemerkt
das und will mit seinem Partner wechseln.“
Nosagi
will Titan weiter bearbeiten, weiter das Momentum wirken
lassen. Doch Zereo Killer packt in einer Bewegung Nosagi und
bringt mit einem Bulldog zu Boden.
MacKenzie
schaut auf Titan, doch der versucht sich gerade erst wieder
hochzurappeln. ZK überlegt auf wen er nun gehen soll…..
Pete:
„Da kommt Nosagi angeflogen.“
Zereo
liegt am Boden. Nosagi packt den Kalifornier dann am Schopf
und bugsiert ihn außerhalb des Ringes.
Tsuki
Nosagi will sich nun im Titan kümmern. Doch der spielt
nur, dass er weiter groggy ist. Der Vorstoß des
Japaners wird eiskalt gekontert und dann folgt ein Whip-In in
die Ringecke der Bombe.
T’n’B
isolieren Nosagi auch wenn El Metztli heftig meckert und
mault.
Tha Bomb taggt sich ein.
Beide
packen Nosagi, werfen ihn in die Seile: Double
Flapjack.
Pete:
“Was haben wir das schon 1000 mal gesehen, Sven.
Teamarbeit wird schon seit jeher groß geschrieben bei
TnB.
Es
folgt eine Running Senton von Tha Bomb, das tat aber mal
richtig weh. Dann noch ein Big Elbow
Drop.
Cover.
1! 2!
Kickout.
Tha
Bomb nimmt Nosagi nun auf die Schulter. Mit leicht klapprigem
Beinen geht Titan auf das TopRow.
Doomsday
Bulldog!
Was ein Aufprall!
Tha Bomb setzt nach.
Doch hinter ihm steht Zereo Killer wieder, der sich gerade
frisch reingerollt hat. Gerade als Titan im Begriff war
wieder aus dem Ring zu klettern, bugsiert er ZK nochmal mit
einem kräftigen Lariat außerhalb des Ringes.
Und
das bringt auch Ray Douglas auf den Plan. Dieser stürmt
den Ring und brawlt Titan ebenfalls nach draußen. Dort
gibt es ordentlich Backenfutter!
Im
Ring lässt sich Tha Bomb nicht aus der Ruhe bringen.
Vertical
Suplex. Und die Legende
hat noch richtig Power in den Muckis. Hält den Suplex
bestimmt 10 Sekunden lang!
Nosagi
kracht auf die Matte.
Cover.
1! 2!
2,5!
Nosagi
kickt raus.
Sven:
„Tha Bomb ist im Flow, als ob es wieder 2003 wäre!“
Tha
Bomb will sein dominantes Auftreten weiter untermauern. Er
packt TN abermals….doch Nosagi kontert mit einer
Hurricanrana!
Die Fans jubeln. El Metztli heizt die
Meute weiter an. Der Mexikaner ist richtig heiß und
will ins Match kommen. Sein Partner kriecht auf allen Vieren
in die heimische Ringecke.
TAG
– EL METZTLI
Metztli explodiert. Wie von der
Tarantel gestochen gibt es einen Running Dropkick gegen Tha
Bomb. Die Gottheit des Mondes zeigt dann noch einen Spinning
Back Kick gegen den Hünen. Anschließend gibt es
noch einen. Springboard Crossbody. Bomb geht zu Boden –
und steht direkt wieder auf.
Metztli springt
hoch.
Frankensteiner!
Cover!
1! 2!
Kickout.
Metztli
versucht eine Standing Shooting Star Press.
Tha
Bomb rollt weg!
Von
hinten gesellt sich plötzlich Titan wieder in den Ring.
Pop-Up
Powerbomb!
Cover vom legal registrierten Tha
Bomb!
1! 2!
Zereo
Killer rettet!
Pete:
„Das war aber höchste Eisenbahn, Mike!“
Sven:
„TnB sind die absolut dominante Fraktion in diesem
Match. Die löschen jedes Feuer.“
Gerade
ist etwas Pace raus aus dem Match. Grund auch für Zereo
zu wechseln. Morbeus übernimmt und taggt sich ein.
Tha
Bomb rennt an, doch der Kanadier kontert mit einem Samoan
Drop. Danach noch ein Baseball Slide!
Nun kommt Titan
in den Ring und stürmt auf Douglas zu. Morbeus weicht
halb aus, aber nur um richtig in Position zu stehen für
einen Exploder Suplex!
Tha Bomb steht wieder.
Morbeus
packt ihn.
Death Valley
Driver!
Cover!
1! 2!
Kickout!
Die
Fans fordern Zereo Killer! Das ist natürlich Musik in
den Ohren von MacKenzie.
Der
US-Amerikaner entert auch den Ring. Mit einem wahren Kraftakt
hebt er Tha Bomb, währenddessen Ray auf Seil
steigt.
Morbeus springt vom Seil.
Flying
Clothesline!
Cover!
1! 2!
El
Metztli rettet.
Sven: „Es geht hier hin und
her. Nun also Morbeus mit dem Nearfall, aber kein Team
scheint hier auch nur ansatzweise geschlagen!
Der
stämmigere El metztli taggt nun mit seinem Partner
Nosagi ist wieder legal.
Er rennt.
Handspring
Back Elbow gegen Tha Bomb!
Der Mexikaner ruht sich
draußen aber nicht weiter aus. Er springt aufs
Seil.
Springboard Tornado DDT!
Nosagi
folgt.
Asai Moonsault nach draußen auf
Titan!
Pete: „Die
Halle kocht! Weiter so. Weiter so.“
Im
Ring zeigt Morbeus gegen Tha Bomb erstmal einen German
Suplex.
Dann
rappeln sich beide wieder hoch. Spinebuster vom Kanadier!
Cover!
1! 2!
Kickout.
Tha
Bomb kontert.
Sit-Out
Powerbomb!
Cover!
1! 2!
Morbeus kickt
raus.
Zereo
ist auch wieder im Ring und bearbeitet Tha Bomb. Das wiederum
lässt sich Titan nicht lange sagen. Auch er kommt in den
Ring gesteppt. Ebenso die Rabbits!
Die
Hasen gehen jeweils auf ein anderes Pärchen drauf. Wilde
Brawling Szenen von allen 6.
Es
wird unübersichtlich….
Sven:
„Oh weh. TOTAL HAVOC!”
Der
Brawl eskaliert. Alle sechs kämpfen.
Zereo Killer
trifft Titan mit einem Running Knee Strike.
Metztli
folgt mit einem Step-Up Enzuigiri
Nosagi springt
hinterher: Missile Dropkick
Titan fällt wie ein
Baum. Doch Tha Bomb kontert plötzlich.
Double
Clothesline gegen Nosagi & Metztli
Dann hebt er
Metztli hoch.
Tha
Bomb springt.
Doomsday Device!
Cover!
1! 2!
Sven:
„Das wird es gewesen sein. TITELWECHSEL!“
Morbeus
bricht das Cover!
Die Fans schreien erleichtert auf.
Ray
Douglas kommt selbst aber nicht ans Agieren. Titan haut den
Kanadier von hinten mit einr Lariat um. Schmerzhaft!
Titan
stellt sich dann Morbeus wieder hin.
Doch
da ist Zereo!
Black
Mass Kick gegen Titan! Der
Hüne wankt!
Superkick vom 9-maligen
GFCW-Titelregenten!
EL Metztli springt.
450
Splash auf TItan!
Cover!
1! 2!
TITAN
KICKT RAUS!!!
Unglaublich.
Nosagi versucht
jetzt direkt einen Phoenix Splash!
Doch Tha Bomb zieht
seinen Partner weg.
Pete:
„Langsam geht es wohl Richtung Entscheidung. Wer hat
nun noch die Kondition. Da müssten die Rabbits aber
deutliche Vorteile haben!“
Sven:
„ZK und Morbeus pumpen auf alle Fälle ganz schön.
Das Tempo ist für Ü-40er kaum geeignet.“
Pete:
„Das werden wir nun sehen. Zereo geht doch immer viel
Risiko. Er wird nicht anders können!“
Nosagi
ist nun für die Hasen der legitime Kämpfer. Im
Vergleich mit den anderen fünf ist er schon der
schmächtigste. Hält aber bislang gut mit.
Schließlich ist er auch amtierender Champion! Und mit
dieser breiten Brust präsentiert er sich auch weiterhin.
Man kann ihm ansehen, dass er den Titel hier verteidigen
will.
Pete:
„Eine tolle Entwicklung bei Tsuki Nosagi. Er ist ein
elitärer Tag Team Wrestler in den letzten Monaten
geworden. Der Titel hat ihn größer gemacht.“
Sven:
„…was auch nötig ist, bei seiner geringen
Körpergröße!“
Nun
ist er gerade im Ring, genauso wie TnB. Titan hängt noch
etwas benebelt in den Seilen. Und pustet ordentlich durch.
Nun
will Nosagi Titan mit einem Frog Splash überraschen!
Doch
da packt ihn von hinten Tha Bomb auf seine Schulter!
THIS
MIGHT KILL YOU!
Ein
krachender Reverse Bruning Hammer knipst Nosagi alle Lichter
aus. Das ist der Finisher von Tha Bomb. Und vermutlich auch
das Ende dieses Matches.
Morbeus
brawlt gerade mit El Metztli, die beiden sind abgelenkt.
Titan
grinst siegesgewiss.
Murks
zählt an.
Cover!
1! 2!
ZEREO
KILLER RETTET BEI 2,99!
Die Westfalenhalle explodiert
abermals!
Nun kommt Zereo! Nosagi liegt völlig
fertig am Ringrand. Der Killer sieht aber erstmal die beiden
Hünen als Problem.
Tha
Bomb wendet sich zu Zereo Killer, doch der kontert mit einem
Trademark:
Three
Stages of HELL! (Clothesline,
Clothesline, Spear)
Sein Partner Titan versucht mit
einem Lariat ZK zu zerschmettern.
Zereo duckt sich weg
und dreht sich.
Superkick von Mackenzie!
El
Metztli springt auf Titan .
Poisonrana!
Morbeus
kommt auch noch herangespurtet.
Running
Meteora!
Titan liegt.
Sven:
„Menno. Immer auf die Pösen.“
Zereo
hebt ihn hoch. Morbeus gibt ihm ein Zeichen, aber Zereo
scheint das nicht gesehen zu haben.
Pete:
„Mike Mackenzie zeigt an, dass nun der Triple S²
kommen soll!“
Sven:
„Nach so langer Pause einen Summersault Stomp gegen
einen 2 Meter Mann zeigen zu wollen, ist schon einigermaßen
geisteskrank!“
Der
Kalifornier springt mit beiden Beinen auf das zweite
Ringseil…..und rutscht ab!
KRACH!
Mike Mackenzie hat es nach draußen verschlagen.
Kyle
Douglas, der bisher sehr teilnahmslos draußen stand,
eilt zu ZK und sieht nach dem rechten. Morbeus erkundigt sich
noch bei seinem neuen Partner inwiefern alles in Ordnung
ist…..
WUMMMMMS!
El
Metztli trifft den Kanadier mit dem hohen Knie an der
Schläfe, sodass dieser wie ein nasser Sack zu Boden
geht.
Das
Cover
1.
2.
Kickout.
Raymond
Douglas scheint aber weiterhin benommen. DDT von Metztli.
Dann noch seinen Suplex hinterher.
Es riecht
mittlerweile verdächtig nach Titelverteidigung!
Tha
Bomb liegt, genauso wie ZK, außerhalb des Ringes und
versuchen wieder zu Kräften zu kommen. Die beiden
Rabbits sind im Ring und bearbeiten Morbeus. Titan prustet
ordentlich durch.
El
Metztli nimmt Morbeus auf seine Schultern. Vom dritten Seil
will Nosagi fliegen….
Doch
Titan fängt ihn ab!
Powerbomb!
Dann das COVER 1! 2!
El
Metztli ist da!
Titan
versucht es nun mit kräftigen Hieben. Doch Der Mexikaner
ist schneller. Landet schnelle Punches. Der Riese zeigt sich
aber unbeeindruckt. Backbreaker!
Pete:
„Wenn man Titan nicht vor 25 Jahren gesehen hat, dann
kann man zumindest erahnen, was für eine Naturgewalt er
in seiner Prime war.“
Titan
packt sich nun Morbeus.
Kroll-Prozess!!
Sein Finisher. Nach diesem Swingung Tiger Driver gehen bei
Ray Douglas alle Lichter aus.
1!
2!
ZEREO
IST DA!
Sven:
„Das war dann doch fast der Titelgewinn für Titan.
Es wäre sein fünfter Tag Team Title gewesen. Was
für ein Rekord!“
Pete:
„Hätte, hätte, Fischbulette, Sven. Das Match
geht weiter.“
Zereo
hat sich Titan geschnappt, wird aber von El Metztli
attackiert und geht zu Boden.
Die
Rabbits wollen sich aber auf Titan konzentrieren. Double
Whip-In…..
Titan
kontert mit einer Double Clothesline!
Nun
ist auch Tha Bomb wieder im Ring. Sehr zur Freude seines
Partners. Währenddessen versucht Kyle Douglas seinen
Paps wieder wach zu bekommen. Etwas Wasser hat er ihm ins
Gesicht gespritzt und Morbeus ist auch auf dem Weg der
Besserung.
Bei
Zereo Killer ist das Facepainting mittlerweile fast
vollständig abgeblättert. Jeder Rivale hat irgendwo
blaugrünes von ZK an seinem Körper. Die beiden
Champions liegen in den Ringecken. Und ZK? Der fordert beide
Monster zum Schlagabtausch.
Gegen
Titan behauptet sich ZK noch, aber der Double Axehandle
bringt Mike erstmal wieder auf die Knie. Dann gibt es noch
Tritte gegen ZK. El Metztli ist aber auch wieder im Game und
komplettiert das Chaos mit einem Tritt in die Wade von Tha
Bomb.
Tha
Bomb schreit kurz auf und humpelt in die Ringseile, kommt
zurück gefedert und kassiert einen Dropkick des
Mexikaners ins Gesicht.
El
Metztli Clotheslined dann Tha Bomb nach draußen, aber
er braucht dafür seine ganze Power und fliegt mit über
das Top Row nach draußen. Beide kommen etwas awkward
auf und liegen auf den Matten.
Im
Ring sind nun Titan, Nosagi und Zereo. Morbeus versucht sich
gerade wieder aufzustellen, braucht aber noch ne Weile….
Zereo
speart den Titanen gerade in die Ringecke. Kassiert, nach dem
er 3-4 Schritte zurückgegangen ist aber einen Impala DDT
von Tzuki.
Tzuki
will mit Zereo weitermachen. Aber in diesem chaotischen Match
wundert es nicht, dass nun Titan den Japaner mit einem
Chokeslam zu Boden setzt.
Als
sich Titan Zereo Killer widmen möchte, setzt es wieder
einen Spear – dieses mal von Ray Douglas.
Zereo
Killer sagt dann etwas zu Morbeus. Und zeigt auf Titan! Der
Kanadier zeigt ihm aber den Vogel und wiegelt ab. Er bittet
inständig Mackenziue „Das“ nun nicht zu tun.
Zereo
geht kurz in sich. Morbeus zeigt auf Nosagi…und da
nickt der Kalifornier.
MacKenzie
packt sich den Japaner und will wohl eine Powerbomb zeigen,
doch beim Abflug verwandelt Zereo Killer den Move in einen
unfassbaren PILEDRIVER!!
Sven:
„AAAAAH. Was für ein kranker Move:“
Pete:
„Das muss es gewesen sein.“
Zereo
Killer covert.
1.
2.
Titan
will eingreifen, aber Morbeus wirft sich dazwischen und wird
vom Hünen umgemäht.
3.!!!!
DING
DING DING
Pete:
„SIE HABEN ES! SIE HABENS ES! ICH GLAUB DAS NICHT!“
Laura:
„ Sieger und NEUE GFCW Tag Team Champions: Zereo
Killer & Raymond “Morbeus” Douglas.“
Die
Halle explodiert.
Morbeus hilft Zereo Killer
auf.
Referee Ricky Murks überreicht ihnen die
Titel. Unbändige Freude.
Titan und Tha Bomb
schäumen. Sie waren ganz dicht am Titelgewinn dran.
Doch heute Nacht gehört der Tag Team Himmel nur
zwei Männern…..
Und
die Halle rastet komplett aus, der Pinfall ist tatsächlich
erfolgt und Zereo Killer kann den Sieg für sein Team
einfahren, und zwar mit einem Power-Move! Bring me to life dröhnt
durch die Halle, vollkommen verschwitzt und erledigt kämpft
er sich dennoch auf die Beine, in freudiger Erwartung seines
dritten Tag Team Titles! Er reißt beide Hände in die
Höhe und malt ein X in die Luft, der römische Zehner!
Der zehnte Titel in der GFCW für Zereo Killer. Anhand seiner
Lippen kann man auch erkennen, dass er Lionel Jannek erwähnt.
Das Tag Team Titelgold scheint auch ein wenig für ihn zu
sein. Wer erinnert sich nicht an Unrivaled? Doch das war gestern,
heute sind es Morbeus und Zereo Killer.
Raymond
Douglas geht euphorisch in Richtung des GFCW Rückkehrers und
MacKenzie überreicht ihn den zweiten Tag Team Gürtel!
Was für eine tolle Szene! Sie schütteln sich die Hände,
doch dann übermannt Beide die Freude und sie umarmen sich
unter großem Jubel der Fans. Sie strecken die Hände in
die Höhe, drehen sich langsam im Kreis, sodass jeder die
Möglichkeit auf ein Foto der neuen GFCW Tag Team Champions
hat.
Doch
dann verlangt der Mann mit dem Facepainting – zumindest
das, was davon noch übrig ist – ein Mikrofon. Wenige
Augenblicke später bekomm er auch sofort eins. Die Musik
wird gestoppt, die Halle wird wieder normal beleuchtet, aber die
lautstarken Fans kann man nicht so einfach abstellen! Dennoch,
alle sind gespannt, was die neuen Champions zu sagen haben.
Zereo
Killer: „Morbeus und ich HABEN ES GESCHAAAAFFFTTTTT!!!“
Brüllt
der Kalifornier euphorisch in den Schallwandler, während
sich die Beiden in den Armen liegen.
Zereo
Killer: „Doch… es gab auch einige Schattenseiten in
diesem Match.“
… er
erinnert sich an die missglückten Versuche zweier
waghalsiger Aktionen, auf die er nicht genauer drauf eingehen
will, stattdessen…
Zereo
Killer: „… aber ich habe mich zurückgekämpft,
mit harten Aktionen! Wir haben uns gemeinsam durch die Teams
geschlagen, uns konnte nichts aufhalten! Ray hat dafür
gesorgt, dass ich das Match mit meinem neuen Finisher, dem Power
Piledriver, beenden kann!!!“
…
stattdessen
hebt er die positiven Dinge hervor und kann richtig stolz auf
sich sein!
Morbeus:
„WE STILL GOT IT!“
Der
kanadische Haudegen holt sich freudetrunken das Mikrofon und
krächzt sehr zum Zauber aller Zuschauer die sagenumwobene
Punchline Zereo Killers in den Tonverstärker.
Morbeus:
„IT IS
THE BEST TRIP, I´VE EVER BEEN ON! Die
alten Männer können es immer noch. Dennoch mussten wir
alles geben, über unsere Grenzen gehen, damit wir dieses
Match gewinnen konnten. Wer hätte das gedacht, dass wir
beide nochmal Gold in die Höhe recken können.“
Voller
Freude schaut er sich um. Kyle Douglas, sein Sohn hat nun auch
den Ring betreten. Kyle geht erst zu Zereo Killer und
beglückwünscht MacKenzie. Dann geht er zur Ray und die
beiden umarmen sich lange und herzlich. Kyle reißt dann
noch die beiden Arme von Zereo Killer und Morbeus in die Höhe.
Die Zuschauer in Dortmund spenden lauthalen Applaus.
Morbeus:
„ Kyle, Mike. Dieser Tag ist ein Tag der Freude. Wir haben
am Limit gekämpft, mit allen Ups und Downs. Im Endeffekt ist
alles gut gegangen. Lasst uns feiern! Mike, du und ich haben die
richtige Mischung gefunden. Und schön, dass wir in so einer
späten Phase unserer Karrieren noch zusammengefunden haben.
Ich kann es noch immer nicht fassen… Morbeus und Zereo
Killer sind die neuen Tag Team Champions. Oder besser gesagt……“
Fingerzeig
auf den Titantron:
Ein
euphorisches Nicken ist beim Kalifornier zu vernehmen, ehe er
sich noch einmal das Mikrofon geben lässt!
Zereo
Killer: „Yes, genauso siehts aus! Und Leute, was sagt ihr
zum Logo? Das ist doch ein extrem geiles Logo, oder?“
Er
dreht sich im Kreis und versucht die Reaktionen im Publikum
wahrzunehmen. Zorbeus-Chants verbreiten sich das erste Mal!
Zereo
Killer: „Yeah, gefällt mir, wie ihr unseren Teamnamen
ZORBEUS schreit! Und es freut mich, dass euch auch unser Logo
gefällt! Aber, wie Ray schon sagte, nun ist es Zeit zu
feiern! Hit Morbeus Music!!!“
Die
schweren Techno-Klänge von Gesaffelstein erklingen. Ein
etwas weirde Mischung zwischen alternden Wrestling-Superstars,
progressiver Berghain-Techno-Atmosphäre und ausflippenden
Zuschauern in Dortmund begleiten Zerbeus und Kyle Douglas auf dem
Weg aus dem Innenraum.
Nun
gibt es noch einen Cut in der Szene und wir befinden uns direkt
hinter dem Vorhang, wo MacMüll bereits auf Beide wartet.
MacMüll:
„Wow, was für ein Match, Glückwunsch an euch
Beide! Ich will euch nicht lange aufhalten, denn, es wird ja noch
gefeiert, wie ich gehört habe!“
Beide
nicken zufrieden und deuten auf ihre neu gewonnen Tag Team
Titles. Morbeus bedankt sich mit einem Handshake, will aber
relativ schnell weiter.
Zereo
Killer: „Danke dir, Mülli! Ja, heute wird gefeiert,
doch es ist noch nicht aller Tage Abend! Wir sehen uns!“
Morbeus
bleibt kurz stehen und blickt mit einem fragenden Blick zu seinem
Partner. Dieser legt den Arm um ihn und gemeinsam verschwinden
sie um die Ecke. Ein leises „ich erklärs dir gleich…“
seitens des zehnfachen Titelträgers ist noch zu hören,
ehe die Szene nun endet.
Vivian
Tolnai: „In die GFCW Hall of Fame aufgenommen zu werden ist
die größte Ehre, die man sich vorstellen kann.“
Wir
sehen den Uber noch im Hintergrund davonfahren. Tolnai streicht
ihren Mantel glatt. Die Umgebung wirkt wie irgendein Parkplatz.
Ordentlich, aber nicht luxuriös.
Vivian
Tolnai: „Robert Breads ist einer von wenigen, denen die
Ehre einer Aufnahme zu Teil wurde. Ein exklusiver Club. Umso
seltener deshalb, Worte von Hall of Famer an Hall of Famer zu
hören.“
Die
Sonne geht langsam unter. Tolnai versenkt manikürte Hände
in den Manteltaschen und läuft los. Die Kamera folgt und
filmt sie von vorne links, 45°-Winkel.
Vivian
Tolnai: „Wenn ihr diese Aufnahmen seht, werden beide Hall
of Famer sein. Umso bedeutsamer sind ihre Worte.“
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LIONEL
JANNEK (der
neueste GFCW Hall of Famer trat 2023 zurück)
Wer
sich das schöne Leben (und in diesem Fall den schönen
Ruhestand) leisten kann, der hat auch genug Platz in seinen
Räumlichkeiten für einen eigenen Trophäenraum. Wir
sehen Replikas der drei größten GFCW Titel an der Wand
hängen und mehrere Awards auf einem Regal darunter stehen.
Darunter auch die seltene Auszeichnung für das Finest Hour
Turnier.
Sekunden
später betritt ein Anzugträger das Kamerabild. Es ist
ein feiner Zwirn der sicher nicht billig war. Der Mann im Anzug
setzt sich vor den Trophäen hin. Es ist Lionel Jannek.
Der
„Superior One“, der 2023 seine Karriere beendet hat
und kuzr vor seiner Aufnahme in die Hall Of Fame der GFCW steht,
rückt nochmal die Krawatte und Ärmel zurecht und
bereitet sich auf die Fragen der GFCW-Crew vor.
„WER
IST ROBERT BREADS? ERZÄHL‘ UNS WAS.“
Lionel
Jannek: „Robert Breads… Breads ist ein Name an dem
man nicht vorbei kommt, wenn man sich mit der GFCW beschäftigt.
Er ist ein Mann der gefühlt alles erreicht hat und alles
kann. Und, sofern nicht ‚Lionel Jannek‘ auf der Card
steht…“, LJ
zwinkert in die Kamera und grinst,
„…dann
steht eigentlich schon von Vornherein fest wer das beste Match
des Abends haben wird.“
„WELCHEN
STATUS HAT BREADS DEINER MEINUNG NACH?“
Lionel
Jannek: „Ähnlich wie ich auch, war Robert Breads nicht
immer durchgehend aktiv, aber er war doch trotzdem immer präsent.
In den Köpfen der Offiziellen, in den Köpfen der
Wrestler und in den Köpfen der Fans. Es gab immer diese
Aura, dass er jederzeit aus dem Nichts wieder zurückkommen
könnte. Das war eine interessante Mischung aus Vorfreude und
Angst. Schwer zu beschreiben…“
Lionel
Jannek versucht seine Gedanken so gut es geht zusammenzufassen.
Lionel
Jannek: „Und wenn sich in seiner Abwesenheit jemand an die
Spitze der GFCW gearbeitet hat, dann muss derjenige immer damit
rechnen, dass er sich irgendwann gegen Breads behaupten muss.
Denn dieser akzeptiert niemand anderen an der Spitze. Alle
Herausforderer müssen ihm erstmal beweisen, dass sie
‚würdig‘ sind. Er wird vor allem von den Fans
als die quasi ‚Messlatte‘ in der GFCW gesehen.“
Wir
sehen nun ein paar Szenen aus dem Match zwischen Lionel Jannek
und Robert Breads vom 23. September 2022.
Lionel
Jannek: „Ja, ich habe ein Jahr vor meinem Karriereende das
große Traummatch der Fans gegen Robert Breads gehabt. Das
war ein Vergleich den die Fans schon lange zuvor immer wieder
sehen wollten. Und ganz ehrlich: Hätte ich meine ganze
10-jährige Karriere kein einziges Match mit Breads gehabt,
das hätte ich mir selbst nie verziehen!“
1…
2… 3! Pinfall. Und Lionel Jannek ist am Ende der Sieger.
Lionel
Jannek: „Natürlich hab ICH das Match gewonnen. Ist ja
logisch.“ *lacht* „Nein, aber allen Ernstes, es war
genau das erwartet schwere Match gegen ein Kaliber wie Breads,
von denen es in dieser Größenordnung nur ganz wenige
in der GFCW gibt. Es hätte in beide Richtungen gehen können
und ich bin verdammt stolz, nicht nur weil ich gewonnen habe,
sondern auch weil ich dieses Match überhaupt mit Robert
Breads haben konnte… und dafür hat er mich vor vielen
Jahren aus der Pavus Maximus Battle Royal eliminiert…“
„JETZT
STEHT BEI DER ANNIVERSARY SHOW EIN RETIREMENT MATCH FÜR
BREADS AN…“
Lionel
Jannek: „Egal wer ihm in seinem Retirement Match gegenüber
steht, Breads wird keine Geschenke verteilen. Den Erfolg über
ihn muss man sich verdienen! Also ja… man darf gespannt
sein wie das laufen wird. Ich bin es auf jeden Fall. Und wenn es
dann wirklich zu Ende geht, dann hoffe ich natürlich er
bereut nichts und kann seine Karriere genauso zu schätzen
wissen wie es alle anderen, ganz besonders die Fans, tun…“
Noch
einmal grinst er frech.
Lionel
Jannek: „Ihr kennt mich ja, ich würde sein Retirement
ja gerne persönlich in die Hand nehmen. Aber… ihr
wisst schon.“
Mit
einem letzten Augenzwinkern und kurzen auflachen endet das
Interview.
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DANNY
RICKSON (bestritt
gegen Breads den Main Event der 10th Anniversary Show)
Danny
Rickson. In einem TV-Studio. Er sitzt auf einem gefederten weißen
Sessel, in dessen Lehne das Refuse to Age-Logo eingestickt wurde.
Direkt daneben steht ein zweites, baugleiches Modell. Es ist
leer.
Rickson
klopft auf die Sitzfläche.
„Robert.
Wärst du ein kleines bisschen weniger zynisch, könntest
du hier und jetzt neben mir sitzen. Und wir könnten planen,
wie du deiner Unsterblichkeit näherkommst. Im physischen
Sinne wohlgemerkt – denn dein Name ist es ja bereits.“
Die
Rede des Engländers kündet von jahrzehntelanger
Erfahrung am Mikrofon. Er spricht ohne Hast und Nervosität.
Jede Silbe ist wohlgesetzt.
„Aber
auf deine alten Tage bist du scheinbar zu sehr Skeptiker
geworden, um noch einmal den Kampf aufzunehmen gegen das, was
unbesiegbar scheint. Die tickende Uhr. Das Karriereende. Ich
erinnere mich an einen jüngeren Mann, der das anders sah.
Für den keine Herausforderung zu groß war, egal wie
klein die Siegchance schien. Dieser Mann hat die GFCW aus den
Händen ihres Schöpfers Dynamite gerissen. Und danach
hat er eine Liga erobert, in der sein gegen die Naturgesetze zu
verstoßen schien. Zwei gewonnene Kriege unter vielen.“
PCWA.
GFCW. Beide Promotionen hatte der Kanadier in seiner Karriere
unter anderen Vorzeichen, doch mit der gleichen Vehemenz erobert.
Selbst Danny Rickson, dessen Hall of Fame-Ring am Finger glänzt,
lässt sich angesichts dessen zu einem bedeutungsschwangeren
Tonfall verleiten.
„Nun
hast du keine Lust mehr, dich erneut in eine Schlacht zu stürzen.
Du willst nicht gegen dich selbst ankämpfen, nicht gegen die
Müdigkeit, die dir einflüstert, die Stiefel an den
Nagel zu hängen. Ich kann diese Haltung nicht verstehen.
Aber ich akzeptiere sie.“
Anerkennendes
Nicken in Richtung der Kamera. In Ricksons Gesicht ist nichts,
dass auf Spott oder Unehrlichkeit hindeutet.
„Auch
wenn es also am heutigen Tag mit Robert Breads zu Ende geht und
falls er niemals den ewigen Verlockungen des Comebacks nachgibt,
wird man sich seiner erinnern. Nicht nur seiner Matches, seiner
Siege oder den Titelregentschaften. Nein, auch – und vor
allem – seiner Art. Seinem Einfluss.“
Der
Engländer lehnt sich im Sessel nach vorne, näher an die
Kamera. Die Hände, die bislang ruhig auf den Oberschenkeln
lagen, faltet er zu einem Dreieck zusammen, auf das er sein Kinn
stützt. Sofern man die bisherigen Ausführungen als
Vorgeplänkel betrachten möchte, steigert er nun die
Intensität.
„Wo
immer Robert Breads war, hat er die Menschen um sich herum
verändert. Wer Opfer einer seiner Tiraden wurde, begann sich
zu hinterfragen. Fing an, Fehler abzustellen. Du hast Leute
inspiriert. Aber nicht, oder zumindest nicht nur, dadurch, dass
sie sein wollten wie du. Sondern vor allem dadurch, dass sie
nicht dein Feind sein wollten. Denn wer einmal auf dem
Seziertisch von Robert Breads lag, dessen Fehler und
Schattenseiten wurden ihm herausgerissen und der Öffentlichkeit
präsentiert.“
Er
spricht schneller und schneller. In einem fein abgestimmten Takt,
so dass man ihm zwar noch gut folgen kann, aber dennoch von
Intensität und Tempo mitgerissen wird.
Am
Ende des Satzes hebt Rickson mahnend einen Finger.
„Vielleicht
ist Robert Breads deshalb auch immer eine Spur kontrovers
gewesen. Weil er dahin trat, wo es wehtut. Im Ring und am
Mikrofon. Begegnungen mit dir, Robert, haben Spuren hinterlassen.
Und in der Welt des Wrestlings, wo Schwächen weh tun, ist es
einfacher, Robert Breads zu hassen, anstatt zähneknirschend
zuzugeben, dass er Recht hatte.“
Das
Gesicht Ricksons zeigt den Anflug eines hämischen Lächelns.
Nicht an Breads gerichtet, sondern an solche, die sich
angesprochen fühlen mögen.
„Ich
bin nicht nur deswegen froh, dass wir letztendlich mehr Zeit auf
der gleichen Seite statt gegeneinander verbracht haben. Obwohl
zur Wahrheit gehört, dass man das auch als verpasste Chance
sehen kann. Aber falls man, so wie du, eben nicht untersterblich
ist - wenn die Zeit im Wrestling begrenzt bleibt - dann kann man
nur eine gewisse Menge an Chancen ergreifen. Und andere gehen
verloren. Jene Chancen jedoch, die du ausgewählt und
ergriffen hast, haben bereits ausgereicht, um dich zu einer Ikone
dieses Sports zu machen.“
Er
lehnt sich wieder im Sessel zurück. Es ist Zeit, zu einem
Fazit zu kommen. Dafür senkt Rickson Duktus und Sprachtempo
zurück auf die Ausgangssituation zu Beginn dieser
Aufzeichnung.
„Die
GFCW, und mit ihr dieses gesamte Business, wird dich nicht
vergessen. Selbst wenn du das aus irgendeinem Grund wollen
würdest, wäre das unmöglich. Dein Vermächtnis
bleibt. Es wäre ein noch unbesiegbarer Gegner als die, die
der jüngere Robert Breads früher geschlagen hat.“
Rickson
tippt sich auf die Brust. Er will andeuten, dass es mit einer
persönlichen Note weitergehen wird. Seine vorherigen
Ausführungen, so viel ist klar, begreift der Hall of Famer
als unverrückbare, allgemeine Wahrheiten.
„Ich
bin froh, dass wir die Anniversary Show mit deinem Kampf
abschließen. Denn ich glaube für die Zuschauer, die
einen unbeschwerten Geburtstag feiern wollen, wird sich die
Erkenntnis, Robert Breads nie mehr zu sehen, komisch anfühlen.
Man wird nach deinem Kampf Zeit brauchen, um zu realisieren, was
sich nun alles verändern wird. Es ist eine ganze Menge. Du
warst in den letzten Jahren nicht mehr so erfolgreich wie einst,
aber noch immer genauso zentral.“
Ein
letztes Mal beugt sich Rickson nach vorne. Er ist den
Zuschauenden – und damit Robert Breads – nun so nah,
wie es geht, ohne dass er an die Kameralinse stößt.
„Und
jetzt, Robert Breads, lehn dich zurück, schalte die GFCW im
Fernsehen ein und verfolge, wie ein ewiger Danny Rickson die neue
Zeit prägen wird. Vielleicht wird es dich ein bisschen
eifersüchtig machen. Dich etwas an deiner Entscheidung
zweifeln lassen. Wirst du dich eines Tages fragen, ob dein
Rücktritt ein Fehler war? Dann ist mir und der GFCW
gelungen, was du bei so vielen deiner Opfer geschafft hast: unter
ihre Haut zu gelangen.“
Es wird Backstage geschaltet. Zwei
mehr oder weniger bekannte Gesichter schlendern den Gang entlang.
Es sind die Popolski Brüder.
Andrzej: Ah,
schön wieder hier zu sein. Es hat sich nicht sehr viel
verändert.
Bogdan: Co
racja to racja!
Sie wollen gerade um die Ecke
gehen, als plötzlich Bogdan seinen Arm ausstreckt und
Andrzej stehen bleiben muss.
Andrzej:
Kurwa Bogdan. Was ist losch? Hmpf...
Bogdan zieht Andrzej zurück um
die Ecke und flüstert.
Bogdan: Schau
doch mal, wer da steht, Andrzej.
Andrzej luckt um die Ecke herum und
sieht Mac Müll, welcher nach einem Interviewpartner sucht.
Andrzej:
Cholera jasna! Den hab ich glatt übersehen.
Bogdan: Du
bist auch blind. Auf den habe ich keine große Lust.
Bogdan blickt
sich um und sieht einen kleinen Wagen bestückt mit einen
Wischmop, einen Besen und einem Putzeimer gefüllt mit
Wasser. Da kommt ihm eine Idee und er erklärt sie flüsternd
seinen Bruder. Beide grinsen bis über beide Ohren. Mac Müll
ist wieder zu sehen und er gähnt. Doch dann bekommt er ein
leises „Ey, Mac Müll! Komm mal!“ mit. Mac Müll
dreht sich um und sieht nur noch einen Schatten um die Ecke
verschwinden. Neugierig geht er hinterher. Als Mac Müll um
die Ecke schaut hat er plötzlich den Wischmop von Andrzej im
Gesicht hängen und putzt ihm erstmal mit dem Mop die Zähne.
Bogdan kippt anschließend den Putzeimer über ihn aus,
stülpt ihm den Eimer über den Kopf und da kommt Andrzej
mit dem kleinen Wagen angefahren. Sie setzen Mac Müll auf
den Wagen und schieben ihn mit den Besen in die Putzkammer. Man
hört nur noch ein Rumpeln und die Tür wird
zugeschlagen. Die beiden Brüder lachen und klatschen
miteinander ab. Dann setzen sie ihren Gang fort.
Singles
Match:
Danny
Rickson vs. Ask Skógur
Referee: Karo Herzog
Danny
Rickson tritt durch den Vorhang. Er lächelt. Die
unnatürlich weißen Zähne fangen das Licht der
Arena ein.
Nach
seinem Sieg über Jona Pexianer vor zwei Wochen wirkt der
Hall of Famer noch eine Spur sicherer in seinem Auftreten.
Und auch das frische Blut eines jungen Mannes, das seit der
Transfusion durch die Adern fließt, dürfte seinen
Teil beitragen.
Diesmal
ist er allein unterwegs; kein erschöpfter Zick begleitet
ihn auf dem Weg zum Ring. Niemand zählt all die Erfolge
auf, die seinen Weg in der GFCW gepflastert haben. Man weiß
einfach, wer er ist. Wer hier zuschaut, am Jubiläumstag,
muss ds wissen. Während die langsame Musik spielt, die
ihn seit der Rückkehr ankündigt, wippt Rickson im
Gehen locker mit dem Kopf.
Aus
der Nähe betrachtet, zeigen sich trotz der kostspieligen
Behandlungen seines „Refuse to Age“-Programms
feine Linien in seinem Gesicht, die sein Alter von 49 Jahren
verraten. Auf der Hälfte der Rampe zieht er das Shirt
mit dem Firmenlogo aus und wirft es in die vorderen Reihen.
Sein Körpergewicht liegt stabil bei 83 Kilogramm, wie
Laura grad über die Hallenmikrofone schmettert. Die
Muskulatur an seinen Armen und besonders am Bauch ist für
sein Alter unnatürlich definiert. Der Rest des Körpers
wirkt drahtig, Ricksons Bau erinnert an einen Leichtathleten.
Pete:
"Gegen meinen GELIEBTEN SOHN Jona hat es für den
Sieg gereicht. Aber es war knapper als von den meisten
erwartet. Das musst selbst du zugeben, Sven."
Sven:
"Trotzdem geht er hier nicht als Außenseiter in
den Kampf. Ein gutes PFERD springt nur so hoch, wie es muss.
Und Rickson ist ein heftiger Hengst. Außerdem musste er
erst einmal den Ringrost abschütteln. Das hat er gegen
deinen nichtsnutzigen Bengel getan. Es gibt keinen Zweifel,
dass er heute Ask Skógur wegballert."
Ricksons
Ringkleidung besteht aus den vom letzten Match gewohnten,
weiß grundierten Tights. Das Muster aus Grün- und
Blautönen zieht sich an den Beinen entlang nach oben,
auf dem Gesäß prangt das Logo von Refuse to Age
über seinem Namen in Großbuchstaben.
Rickson
wählt beim Ring den Weg über die Treppe. Er lässt
sich Zeit, steigt langsam auf den Apron und blickt in die mit
14.000 Menschen besetzte Runde. Dann folgt der Beweis seiner
Sprungkraft: Er gelangt ansatzlos über das oberste Seil
in den Ring. Dort bleibt er mit ausgebreiteten Armen stehen
und genießt die Aufmerksamkeit. Bevor er sich bereit
macht, geht sein letzter Blick zu Sven. Ein Nicken in
Richtung des geilen Kommentators. Das Zeichen, dass sich Sven
keine Angst machen muss. Jetzt geht es dem Goblin an den
Kragen.
Und
so… wird die Halle dunkel. Und es wird ruhig.
Zumindest so lange, bis die Geräusche einsetzen.
Donner.
Wind.
Regen.
Gewitter.
Krähen.
Wildnis.
Sturm.
Natur.
Trommeln.
Gesang.
Wir
wissen, was das zu bedeuten hat.
Das
bedeutet, heute ist kein gewöhnlicher Tag.
Heute
feiern wir 25 Jahre GFCW und besondere Anlässe erfordern
besondere Bedingungen.
Der
grüne Scheinwerferspot wird auf die Stage gerichtet, in
den nun schließlich eine Gestalt tritt und natürlich
wissen wir, wer es ist. Das Jahr des Hirsches mag vorbei
sein, aber der Hirsch der GFCW bleibt uns natürlich
trotzdem erhalten.
Und
so steht Ask auf der Stage, im grünen Licht, mit der
Maske eines Skelettes eines Hirschkopfs. Die GFCW-Galaxy
verhält sich entsprechend ruhig um diesem Moment seine
Bedeutung nicht zu nehmen, denn es geschieht nur sehr selten
und wie schon erwähnt, zu besonderen Anlässen, dass
Ask diesen Entrance nutzt.
Langsam,
fast schon majestätisch anmutend, definitiv aber passend
zur mystischen Atmosphäre, für die
Hallenbeleuchtung und Musik sorgen, bewegt sich Ask nun zum
Ring. Wieder hat das etwas Zeremonielles, etwas Spirituelles,
etwas Geheimnisvolles, aber auch etwas Magisches.
Ask
bewegt sich zum Ring und durchs unterste Seil hindurch
schwebt er fast schon in den Ring, um sich dort aufzubauen.
Mit der Maske in Richtung Danny Rickson gerichtet, als würde
er – der Hirsch – ihn anschauen.
Refuse
to Age Vs. Refuse to Change.
Das
Widersetzen der Natur Vs. Die Natur
Danny
Rickson Vs. Ask Skógur
Ask
positioniert sich schließlich in seiner Ecke, während
das Licht langsam wieder angeschaltet wird. Damit bricht nun
auch lautstarker Jubel aus, der sogar nochmal ungeahnte Höhen
erreicht, sobald Ask die Maske abnimmt.
Pete:
„…“
Sven:
„…“
Pete:
„Irgendwelche Kommentare?“
Sven:
„Was willst du hören? Ask hat sich in Sachen
eingemischt, die ihn nichts angehen und wurde dafür
bestraft, ich kann nichts dafür. Hätte sich der
Kobold mal damit zufrieden gegeben am Ende des Regenbogens
nach seinem Topf voll Gold zu suchen, aber nein, er legt ja
mal wieder mehr Wert darauf… ‚den Menschen zu
helfen‘… tzz. Ist schon richtig, was ihm
widerfahren ist.“
Pete:
„Du wirst es niemals lernen, oder?“
Sven:
„Ask wird es niemals lernen und deshalb wird er heute
auch die nächste Niederlage einstecken müssen und
auch danach… Lernkurve gleich null. Aber ja, so ist er
nun mal, der Ask und alle lieben ihn dafür. Wer ihn
nicht liebt? Danny Rickson und deshalb wird die Legende dem
Frischling heute zeigen, wo es lang geht.“
Pete:
„Ich gebs auf.“
Ask
hat die Kommentare von Sven bewusst ignoriert und es scheint
auch so, als würde er absichtlich darauf achten nicht
nach draußen zu ihm zu schauen, denn wie es sein großes
Vorbild Keek Hathaway schon gesagt hat. Ask sollte Danny
Rickson weder als Holly Hutcherson 2.0 verstehen, noch in
irgendeiner Form unterschätzen. Und Sven wäre da
eine unschöne Ablenkung, die er nicht gebrauchen kann.
Seine
Aufmerksamkeit muss voll und ganz Danny Rickson gelten.
Und
der? Nunja, dessen Aufmerksamkeit liegt bei Ask, aber auch
darauf seine Muskeln spielen zu lassen, schließlich
will er das Abzeichen dessen sein, nicht zu Altern, denn dem
Altern entsagt er gänzlich.
Diesem
Match hat er aber nicht entsagen wollen und können.
Und
jetzt kann es dementsprechend auch losgehen.
~
Ding Ding Ding ~
Es
beginnt. Ein Match, in dem viel mehr steckt als nur Refuse to
Age vs. die Natur. Auf der einen Seite steht einer der
größten GFCW-Stars aller Zeiten und auf der
anderen einer der größten GFCW-Stars der letzten
Jahre. Beide haben in ihrer jeweiligen Zeitspanne gegen die
verschiedensten GFCW-Wrestler gekämpft und heute kämpfen
sie nun gegeneinander. Im Sinne eines Jubiläums heißt
es also Vergangenheit gegen Gegenwart. Und das Ziel ist dabei
ironischerweise die Zukunft. Die eine Seite will sich dieser
verschließen, die andere beugt sich den natürlichen
Gesetzen des Wandels der Zeit.
Es
dauert etwas, bis Ask und Danny einander annähern, wobei
man Ask deutlich anmerkt, dass er sehr gern auf Rickson
zustürmen würde. Aber, anders, als er es selbst
zuvor gesagt hat, hat sich Ask sehr wohl geändert, in
seiner Zeit hier in der GFCW. Er ist nicht mehr der Hitzkopf,
der seinen Emotionen unterliegt (zumindest meistens nicht)
und er weiß, dass so ein Fehler das Match entscheiden
könnte. Und Danny Rickson… ja der ist
selbstverständlich ein Veteran. Ein Hall of Famer. Eine
Legende.
Nun
gut, wir wollen hier nicht nur einführende Worte lesen,
sondern Action!
Und
damit geht es los.
Jetzt
stürmen beide Seiten aufeinander zu und statt eines
Lock-Ups mit Kräftemessen, beginnt der Kampf, wie es
wohl nach dem Ende von War Evening vor zwei Wochen zu
erwarten war – mit einem Brawl.
Die
Fäuste beginnen zu fliegen und an den Gesichtsausdrücken
beider Männer kann man die Verbissenheit schon sehen. Es
bleibt einige Zeit recht ausgeglichen, bis Ask schließlich
die Oberhand gewinnt, denn direkt macht sich eine Tatsache
bemerkbar, die einem Danny Rickson nicht gefallen wird:
gewichtstechnisch sind beide gleichauf und obwohl Ask etwa
7cm größer ist, ist es vor allem der
Altersunterschied, der Ask einen Vorteil verschafft. Ask ist
30 und Danny somit 19 Jahre älter. Das bringt den
Schweden natürlich ordentlich in die optimalere
Position.
Ask
kann schneller die Schläge anbringen, sodass es ihm
sogar gelingt auf einen Schlag Ricksons, zwei eigene folgen
zu lassen. Damit kann er ihn schließlich in die
Ringecke drängen, wo er ihn mit Elbows bearbeitet. Bevor
Herzog Ask anzählen muss, lässt der schon von
Rickson ab, der aber auch direkt aus der Ecke getaumelt
kommt. Ask holt Anlauf und kommt angerannt, mit einem
finalen, schallernden Elbow Smash. Rickson stürzt, sich
abwendend, auf die Knie, woraufhin Ask ihn packt. German
Suplex! Der geht durch, Ask hält aber an, er greift sich
Rickson direkt wieder hoch, um einen zweiten German folgen zu
lassen und schließlich dann auch einen dritten. Ask
löst den Griff, sofort schnellt er aber wieder hoch,
während Rickson das erstmal verdauen muss.
Doch…
wie sollte es anders sein – Rickson versucht auch
wieder hochzukommen. Refuse to Age ist keine Catchphrase,
Refuse to Age ist das Motto, nachdem Rickson hier agiert und
ein alter Mann bleibt doch nicht nach so einer Schlagsalve
und drei Germans liegen. Er versucht also ebenfalls wieder
auf die Beine zu kommen, worauf Ask aber natürlich nur
gewartet hat. Ask rennt hinter Rickson in die Seile und ehe
dieser sich umdrehen kann…
TIMBEEEER
Der
Kick trifft Danny tatsächlich mit Bravour am Hinterkopf,
woraufhin Ask nun auch direkt das erste Cover folgen lässt.
1…
2…
Kickout!
Recht
bestimmt, nach der 2, aber immerhin war es bereits ein Two
Count. Aber nicht, dass sich Ask davon aus der Fassung
bringen lässt. Ganz im Gegenteil, er macht sofort weiter
und will das Tempo halten, um den alten Mann gar nicht erst
zum Regenerieren kommen zu lassen. Zumindest scheint Asks
Denkweise gerade so.
Pete:
„Ask ist gut! Also… ja, das sollte niemanden
überraschen, aber heute hat er ordentlich Taktik
mitgebracht und die macht sich bisher mehr als bezahlt.“
Sven:
„Nun nenn es nicht gleich Taktik, der Junge rennt immer
mit dem Kopf durch die Wand und das ‚rennen‘
scheint gerade ganz gut zu funktionieren… aber lass
Danny erstmal ins Match kommen, dann wird er den Waldschrat
schon wieder in Richtung seiner Bäume schicken.“
Skógur
hievt den Hall of Famer auf, doch jetzt muss Ask dann doch
realisieren, dass seine Taktik vielleicht nicht ganz zu ende
gedacht ist, denn Rickson mag zwar alt sein… aber das…
nimmt er sich nicht an. Refuse to Age.
Rickson
schlägt nach Ask und trifft ihn mit einer Backfist,
wodurch Ask zurückzuckt…
PELÉ
KICK
Aus
dem Nichts springt Rickson eindrucksvoll hoch, um Ask mit dem
Fuß zu erwischen. Ask stolpert dabei auch direkt in die
Ringseile, die ihn zurückfedern, wobei ihn Rickson aber
auch schon wieder erwartet.
SPINNING
WHEEL KICK
Und
schon wieder – sauber ausgeführt, effektiv
durchgezogen und perfekt getroffen.. Jetzt fällt Ask
danieder und Rickson präsentiert sich dem, jetzt
lautstark buhenden, Publikum… war das zurückstecken
aufgrund des Alters vielleicht eher Masche?
Ist
sein Alter gar vielmehr Waffe, als Schwäche?
Naja,
vielleicht etwas von Beiden, man merkt ihm an, dass Asks
Angriff seine Wirkung nicht gänzlich verfehlt hat, aber
dennoch gelingt es ihm die Kontrolle an sich zu reißen…
oder?
Als
sich Rickson wieder zu Ask dreht, ist der ebenfalls schon
wieder oben und konfrontiert Danny nun erneut mit vielen und
wüsten Schlägen. Wie ein Bombardement prügelt
er Rickson entgegen, der davon selbst wieder überrascht
ist und sich in die Seile schlagen lässt, in denen er
nun lehnt, als Ask auf ihn einhämmert. Ask holt kurz
Anlauf, vermutlich für einen größeren Schlag,
was Rickson nun aber selbst nutzt, sich unter Skógur
wegduckt und hinter ihm aufploppt, alles schnell und agil wie
ein junger Wrestler. Ask dreht sich zu ihm und frisst erstmal
einen Chop! Und direkt noch einen… und beim dritten,
fängt Ask die Hand ab.
Wieder
schmettert er den Elbow in Ricksons Gesicht, der auch trifft.
Danny hält sich den Kopf, beugt sich nach vorn und Ask
scheint das als neuerliche Chance für einen Angriff zu
sehen. Vertical Suplex! Er hebt Rickson in die Luft, der sein
Gewicht aber erfolgreich verlagern kann und die Aktion
rumdreht oder zumindest halb, als er die Kontrolle hat,
greift er sich Ask zum Firemans Carry und zeigt einen…
ROLLING
FIREMANS CARRY SLAM
… doch
nicht nur das… er landet im stehen und aus dem Stand….
STANDING
MOONSAULT
Sven:
„Und das in diesem Alter!“
Eine
eindrucksvolle und formschöne Darbietung, die Rickson,
bevor er in das Cover übergeht, mit einem Taunt zu
wertschätzen versucht, was ihm natürlich ordentlich
Buh-Rufe einbringt.
1…
2…
Kickout.
Ask
reißt die Schulter hoch und bleibt im Match, aber
Rickson scheint immer deutlicher die Führung zu
übernehmen, wobei diese ganzen Aktionen natürlich
auch Kräfte zerren. Das Alter ist schließlich ein
legitimer Mitstreiter in diesem Kampf.
Aber
Rickson bleibt dran. Nun ist er es, der Ask gern wieder auf
den Füßen haben will. Und sofort will Rickson
nachsetzen, aber wie gesagt… das Alter. Die Aktionen
vorher mögen funktioniert haben, aber sie hatten ihren
Preis, Rickson braucht etwas um nun weitermachen zu können
und scheinbar soll es nun auch von ihm einen Suplex geben,
den Belly to Belly Suplex, doch Ask… tja, der hält
gegen.
Ask
umklammert Rickson, der hat zu lange gebraucht…
HEADBUT
Mit
intensiver Härte von Skógur gegen Danny, dann
greift er um… Nothern Light Suplex! Ask bekommt Danny
auf die Schultern, hält ihn aber nicht zum Cover,
vielmehr stellt sich Ask wieder auf, als aber bemerkt, dass
auch Danny wieder zu sich kommt, verpasst er ihm einen
Eselstritt in den Nacken, den sich Danny sofort hält.
Ask dreht sich zu ihm und lässt einen gewaltigen Antler
Slash (Bionic Elbow) folgen, der Rickson ebenfalls hart
erwischt. Ask steigt anschließend direkt auf den
Turnbuckle um den Call of the Wild nachzusetzen, doch da ist
Danny wieder mit einem Kick gegen die Seile. Ask fällt
auf den Turnbuckle und Danny bekommt eine Chance sich zu
rehabilitieren.
… die
er nur minimal nutzt. Er springt natürlich sofort auf
den Turnbuckle um Ask… ja… es scheint wohl so…
via Huracanrana vom Top Rope zu holen!
… aber
Ask… stößt ihn einfach ab!
Rickson
bekommt die Drehung zwar hin, landet aber mehr als wackelig
auf den Beinen, was Ask wiederum ausnutzen kann, um sich auf
dem Turnbuckle wieder aufzurichten und so kommt er
schließlich doch angesprungen mit einem Flying European
Uppercut vom Top Rope!
Und
damit erwischt er Danny nun komplett und direkt hakt er auch
das Bein ein.
1…
2…
Kickout.
Pete:
„Das Match bleibt recht ausgeglichen – Rickson
versucht sich an Aktionen, an denen er sich vielleicht nicht
versuchen sollte, bekommt diese aber immer noch erstaunlich
gut durch, nicht dabei allerdings an den Folgen
vorbeizukommen. Ask kann das ausnutzen und auch abseits davon
selbst gut punkten. Bisher ist das tatsächlich so
spannend, wie man es erwarten konnte.“
Ask
nutzt nun selbst kurz die Zeit um durchzuschnaufen, auch ihm
setzt das Match so allmählich zu.
Er
wartet etwas, bis auch Rickson wieder ein Lebenszeichen
sendet. Er rappelt sich auf und sofort ist Ask zur Stelle,
der Rickson wieder von hinten umklammert. Wieder für
einen German? Oder diesmal direkt zum Force of Nature? Wir
erfahren es nicht direkt, da Rickson es gleich schafft die
Aktion umzukehren und sich hinter Ask zu drehen, nun mit dem
eigenen Ansatz zum German Suplex, aber Ask greift nach vorn
und hält sich an den Seilen fest, sodass Danny ihn nicht
hochbekommt. Er versucht es ein-zweimal, doch schließlich,
als er merkt, das wird nix, attackiert er ihn mit einem
Forearm direkt in den Nacken von Ask. Und dieser trifft
ausgezeichnet. Ask fällt direkt zusammen, was Rickson
wiederum ausnutzt. Er packt sich Ask und schleudert ihn nun
durch die Ringseile hindurch nach draußen.
Und
dort landet Ask hart, auf dem Hallenboden, zwischen Ring und
Absperrung. Rickson steigt durch die Seile auf den Apron, um
sich von dort aus natürlich nochmal feiern zu lassen, in
dem er sich selbst und seine Fitness, sich selbst und seine
Jugend, sich selbst und seine Dominanz zur Schau stellt.
Er
steigt an, als sich Ask wieder hochzukämpfen versucht,
greift direkt nach ihm und dessen Kopf, um diesen gegen die
Absperrung zu schmettern. Nicht nur einmal, sondern direkt
wiederholt. Anschließend geht es via Whip-In für
den Schweden gegen den Ringpfosten. Mit schmerzverzerrtem
Gesicht geht Ask zu Boden, wo er aber nicht lang bleibt.
Rickson nimmt ihn sich und zerrt ihn zum Kommentatorenpult,
mit dem Asks Gesicht nun auch nochmal Bekanntschaft machen
muss. Dabei hält Rickson Asks Kopf demonstrativ in
Richtung Sven, der eine diebische Freude an Asks Leiden zu
haben scheint.
Sven:
„HAHAHAHAHAHAHA“
Pete:
„Du bist echt das letzte. Was ist bei dir eigentlich
größer, der Hass auf Ask Skógur oder die
Liebe zu Aldo Nero?“
Sven:
„Dass du diese Frage überhaupt stellst, nichts
geht über den GROßARTIGEN, EINZIGARTIGEN,
PERFEKTEN Aldo Nero! Nicht mal meine Abneigung für
diesen dänischen Zwerg.“
Pete:
„Er kommt aus Schweden.“
Sven:
„Was auch immer.“
Sven
hat Spaß, Danny hat Spaß, der Einzige, der mit
der Gesamtsituation aktuell überhaupt nicht zufrieden
sein dürfte, ist Ask. Danny hält ihn noch immer am
zotteligen Haar fest, mit dem er ihn abermals auf das Pult
kloppen will, bevor Ask nun aber die Arme ausstrecken und
abbremsen kann. Er schafft es einen gezielten Moment
abzupassen und so erwischt er Danny mit einem Back Elbow,
quasi mit der halben Variante seines Björnsmacks…
auf die dann aber auch gleich die volle Version folgt.
BJÖRNSMACK
Rickson
geht zu Boden, bis sich Ask schließlich wieder dreht,
um sich auf dem Pult abzustützen. Er atmet durch und
versucht sich, so gut es eben möglich ist, zu erholen,
bis sein Blick schließlich nach oben wandert. In
Richtung Sven. Und ganz plötzlich wird der sonst so
vorlaute Kommentator ganz ruhig und es holt ihn eine Angst
ein, die vergleichbar mit der Anpsannung war, die er vor
einigen Wochen empfunden hat, als er neben The End sitzen
musste, der sich das Match zwischen Ask und Monica angeschaut
hat.
Sven:
„Also… ja… Ask… ehm… du
weißt… ich… ich… das hier…
das ist… also… ich… ich meine das…“
Sven
stottert rum, Ask läuft langsam auf den Kommentator zu
und wie schon vor zwei Wochen bei War Evening, ist der
lachende dritte, der von Asks Aufmerksamkeit gegenüber
Sven profitiert. Er rappelt sich auf, reißt sich
zusammen und steuert auf Ask zu, doch der…
… packt
sich Sven… und WIRFT diesen gegen Danny Rickson!
Pete:
„HAHAHAHAHAHAHA!“
Ask
hat sich dem Kommentator perfekt greifen und ihn ebenso gut
werfen können, mit einer gewaltigen Hauruck-Aktion, die
weniger das Ziel verfolgt, Sven zu Schaden, denn Rickson
fängt diesen – wenn auch eher unfreiwillig auf –
als seinen Gegner vielmehr zu irritieren. Denn während
Danny und Sven sich anschauen, Danny Sven dann eher unsanft
wieder ablässt, ist Ask schon auf das Pult gestiegen um
mit einer Cannonball von dort gegen Danny Rickson zu
springen! Und er erwischt ihn komplett!
Die
Halle bricht daraufhin in purerer Euphorie aus!
Wir
dürfen aber natürlich auch nicht Karo Herzog
vergessen, die ist nämlich inzwischen bei 7 angekommen…
… 8
… 9
… ja
gut, den Count können wir uns sparen, denn Ask hat sich
Rickson bereits gepackt, um ihn in den Ring zurückzuschicken.
Er steigt hinterher, wieder auf den Turnbuckle um abermals
mit einem Call of the Wild angesprungen zu kommen. Rickson
duckt sich aber weg und rennt durch, in die Ringecke…
WHISPER
IN THE WIND
Pete:
„Danny will es sich echt beweisen.“
Grazil
und viel zu gut, wie es für einen Wrestler wie Danny
Rickson, im Alter von 49 Jahren, aussehen dürfte, landet
er den Luftangriff ganz bravourös. Ask taumelt sich
direkt wieder auf die Beine, was Rickson wiederum die
Möglichkeit bietet, nachzusetzen.
RUNNING
HIGH KNEE
Wie
schon im Match gegen Jona Pexianer!
Er
trifft Ask, Ask geht zu Boden und so setzt Rickson das Cover
nach.
1…
2…
Kickout.
Beide
sind zäh, beide wollen nicht verlieren und beide
scheinen zunehmenden frustrierter, ohne den Fokus zu
verlieren, es war schließlich klar, dass das hier ein
hartes und verbissenes Match werden wird.
Rickson
erhebt sich also wieder, während Ask am Boden liegt und
so kostet er den Moment der Dominanz abermals aus. Er streift
sich durchs Haar, zieht die Hand dabei an seiner Wange hinab,
als wolle er betonen, wie man ihm auch ansehen muss, dass
#refusetoage wirkt. Er agiert hier nicht nur jung und agil,
mit spektakulären Aktionen, nein, er sieht auch noch so
aus, wie ein junger Gott.
Zumindest
denkt er das.
Die
Fans in der Halle tun das nicht, denn die buhen nur. Und so
geht Rickson also zu Ask, hievt diesen hinauf, um ihm direkt
wieder in den Magen zu treten. Er greift sich Asks Kopf, als
wolle er nun einen DDT zeigen, dabei geht er aber in Richtung
der Ringecke, als wolle er daraus sogar eine Tornado-Variante
machen, doch Ask kommt ihm zuvor. Er greift um, packt sich
Rickson und nimmt ihn hoch. MICHINOKU DRIVER! NEIN! Rickson
rutscht hinter Ask hinab und greift nach seinem Kopf.
NECKBREAKER! Aber auch hier kann Ask gegenhalten und die
Aktion umdrehen, mit einem eigenen Neckbreaker, dem Rickson
aber auch entgehen kann. Er läuft stattdessen in die
Seile, kommt aus diesen zurück und kann Ask erneut
wieder zuvorkommen…
LARIAT
Die
Waffe, mit der Jona Pexianer eigentlich gegen Danny Rickson
gewinnen wollte. Jetzt ist es Rickson, der sie nutzt und die
Kraft, die er hineinsteckt und die Art, wie er ihn ausführt,
wirkt, als wolle er zeigen, diese Waffe wäre ein Tribut,
was Pexianer ihm nach dessen Match zollen musste.
Ask
überschlägt sich einmal, bevor er wieder auf dem
Boden landet, damit Rickson nun das nächste Cover
ansetzen kann.
1…
2…
… natürlich
reicht es nicht, denn mit voller Inbrunst reißt Ask die
Schulter hoch. Rickson wirkt leicht verstimmt, akzeptiert das
aber – er ist Profi genug sich davon nicht aus der
Fassung bringen zu lassen.
Vielmehr
atmet er wieder durch, als wolle er seinen Körper
regulieren und regenerieren, aber, als wolle er es nicht
zugeben. Nach außen darf nichts vom Schein des Refuse
to Age trüben, nach außen muss Rickson der
Ewigjunge Top-Star bleiben. Er, der die 25 Jahre der GFCW
mitbestimmt hat, wie kaum ein anderer.
Er
geht also wieder zu Ask, der sich ebenfalls langsam wieder
aufbaut…
BJÖRNSMACK
Rickson
fällt. Skógur stürzt.
Und
jetzt liegen beide am Boden.
Pete:
„Na, wie geht es dir?“
Sven:
„… ich bin nicht Teil dieses Matches…“
Pete:
„Dann verhalte dich auch so.“
Sven:
„…“
Pete:
„Tatsächlich ist dieses Match aber verdammt
spannend. Rickson und Skógur schenken sich nichts.
Danny knüpft genau da an, wo er bei War Evening
aufgehört hat. Mit High Risk Aktionen, die er in seinem
Alter vielleicht nicht mehr zeigen sollte, die aber fast
schon verboten gut aussehen und Ask scheint davon jetzt doch
gut eingeschüchtert. Zumindest hat er etwas den
Anschluss verloren, schauen wir mal, wie das weitergeht.“
Noch
immer liegen die beiden Wrestler auf der Matte. Im
Hintergrund jubeln die Fans lautstark für Ask, gefolgt
von Buh-Rufen für Danny, doch all das hilft nur bedingt
dabei, den beiden aufzuhelfen, bis…
…
KIP-UP von
Ask Skógur!
Jubel
aus der Crowd!
… KIP-UP
von Danny Rickson!
Hass
aus der Crowd!
Beide
stehen wieder, beide schauen einander an und wer hier den
eleganteren Kip-Up hatte, darf wohl jeder selbst entscheiden,
die Vögel (nicht nur aus Asks Wald) würden wohl den
Namen des Schweden zwitschern, während die Jünger
von Danny Rickson dieses Zwitschern als manipulative
Desinformation deklarieren würden.
Jetzt
stehen die Kontrahenten aber wieder und stürzen direkt
wieder aufeinander zu, ins nächste, intensive
Schlagduell.
Und
das geht wieder hin und her. Die Beiden schenken sich nichts,
sondern wollen einfach nur den größtmöglichen
Schaden beim Gegenüber anrichten. Sie prügeln sich
quer durch den Ring, in die Seile, in die Ringecken,
schlussendlich auf den Boden und für einige Zeit sieht
es so aus, dass keiner von beiden die Kontrolle übernehmen
kann…
… bis
schließlich, wie schon zu Beginn, der Altersunterschied
greift. Wieder kann Ask schneller, mehr Schläge
anbringen und so langsam, Schritt für Schritt, die
Kontrolle an sich reißen. Es gelingt ihn Rickson in
eine Ringecke zu drängen, wo nun auch Forearms folgen
sollen und dabei scheint es, als würde Ask die Führung
des Matches übernehmen. Ask hält Ricksons Arm und
befördert ihn einmal quer durch den Ring in die
gegenüberliegende Ringecke. Rickson kommt zurückgeprallt
und Ask fängt ihn auf. Tritt in die Magengrube, Ansatz
zum Vertical Suplex und…
SKOGENS
STRAFF
Cover!
1…
2…
3…
NEIN!
Kickout
von Rickson! Der Hall of Famer bleibt im Match und Ask muss
weiter überlegen, was er tun kann um das zu ändern.
Aber Ask verzweifelt nicht zu sehr, er macht direkt weiter.
Man merkt dabei auch, wie sich dieses Match von anderen
wichtigen Ask-Matches unterscheidet – heute gibt es
keinen inneren Konflikt, kein Hadern mit sich selbst, heute
ist er einfach darauf konzentriert dieses Match zu gewinnen.
Dieses Match gegen den bösen Danny Rickson.
Ask
greift sich Danny, hievt ihn hoch, doch sobald er ihn oben
hat, sackt Danny wieder zusammen, um in die Ringecke zu
fallen. Ask hält ihn dabei fest und wird somit
mitgezogen, wobei nun aber Herzog einzuschreiten versucht, da
sie klar erkennt, dass Rickson scheinbar größere
Probleme hat. Sie versucht dazwischen zu gehen, wobei Ask
ihre Auffassung allerdings nicht zu teilen scheint –
für ihn scheint alles gut, er will weitermachen. Aber es
ist nun mal nicht seine Entscheidung.
Herzog
hält Ask zurück und signalisiert ihm, sehr
proaktiv, dass er kurz von Rickson ablassen soll, was er
schließlich auch tut, wenn auch eher widerwillig.
Herzog
kümmert sich also kurz um Rickson, vergewissert sich,
dass alles okay ist, aber da Rickson nun mal der „junge“
und fitte Typ ist, der er vorgibt zu sein (zumindest in
seiner Wahrnehmung) bestätigt er, dass alles in Ordnung
ist. Der Vollständigkeit halber gibt Herzog diese
Information auch an die anderen Offiziellen außerhalb
des Ringes, was Rickson eine optimale Gelegenheit bietet. In
genau diesem Moment, als Herzog für eine Sekunde
unaufmerksam ist, kommt er auf Ask zugeschossen mit einem…
LOW
BLOW
…
ABER
NEIN!
…
Ask
sieht das kommen!
Er
fängt Ricksons Bein ab und hält es fest, während
er Danny in die Augen schaut – So nicht! Das ist die
klare Ansage vom großen Fanliebling der Galaxy. Doch
Rickson lässt sich die Chance nicht entgehen, noch ist
Herzog schließlich abgelenkt…
Er
sticht Ask in die Augen!
Ask
lässt Ricksons Bein los und taumelt herum, er hält
sich das Gesicht, während Rickson in Position geht…
RUNNING
HIGH KNEE
Und
er trifft Ask wunderbar! Der Schwede geht zu Boden, kämpft
aber direkt damit wieder auf die Beine zu kommen. Und Rickson
scheint das nicht zu stören, im Gegenteil. Das ist doch
die optimale Chance nachzulegen. Ask kämpft sich also
hoch, Rickson holt wieder Anlauf…
RUNNING
HIGH KNEE
Zum
zweiten! Wieder trifft er, diesmal liegt Ask flach und
Rickson schmeißt sich auf ihn.
1…
2…
…
…
…
Das
Wars.
…
…
…
Nicht!
Rickson
hat im Zuge der Euphorie nicht aufgepasst. Ask lag nah genug
am Seil, um das Bein – geistesgegenwärtig –
darauf zu legen, ganz minimal, bevor die Hand von Karo Herzog
zum dritten Mal auf der Matte landet und so, so ungern
Rickson das auch hören mag, bleibt auch Ask in diesem
Match.
Noch.
Denn
der Schwede ist noch immer quasi ausgeknockt, er hat das
unvermeidbare Ende also vielmehr aufgeschoben, als, dass er
ihm entkommen ist.
Rickson
ist jetzt sauer. Er
refused to age, Ask refused to lose. Aber
damit ist jetzt Schluss, er kann dem Altern zwar entgehen,
schließlich ist er Danny Rickson, aber für Ask ist
es jetzt Zeit sich seiner Niederlage zu stellen. Er tritt
noch einige Male auf den Schweden ein, bevor er ihn in die
Position rückt, dann steigt er wieder auf den
Turnbuckle. Die Menge buht, Rickson jubelt und jetzt soll es
das gewesen sein. Bei War Evening hat es nicht so ganz
geklappt, jetzt soll es ihn den Sieg bringen.
Er
springt ab.
SHOOTING
STAR PRESS
Und
diesmal schafft er die Drehung. Man sieht ihm die Mühe
an, die er dafür braucht, aber er schafft es und springt
– mit 49 Jahren – diesen halsbrecherischen Move…
… ins
Leere.
Ask
rollt sich weg!
Rickson
landet unsanft auf der Matte, wobei „unsanft“
noch gelinde ausgedrückt ist. Es ist wohl ein Wunder,
dass er hier keine ernsthaften Schäden davonträgt,
genug getroffen, damit Ask sich kurz sammeln kann, ist er
aber dennoch.
Ask
rafft sich, er schnauft durch und versucht die Energie
aufzuladen, die nötig ist um dieses Match für sich
entscheiden zu können. Das dauert allerdings so lang,
dass auch Rickson sich wieder aufrichtet.
Ask
überlegt nun. Seine großen Waffen hat er zwar noch
nicht ausgepackt, dennoch wirkt es so, als ob Rickson für
alles, was er tut eine Antwort hat und nicht kleinzukriegen
ist. Ask muss sich also was einfallen lassen und… das
passiert letztendlich auch.
Ricksons
große Quelle der Kraft ist, dass er sich selbst
gaslighted ewig jung, ewig schön zu sein.
Was,
wenn Ask genau darauf geht?
Ask
stürzt auf Rickson zu, der noch immer am taumeln ist und
so, beginnt er auf dessen Gesicht loszugehen. Mit Schlägen
und dann kratzt er ihn sogar. Er fährt mit den Fingern
über Ricksons Gesicht, als wolle er ihm die eigens
auferzählte Schöne austreiben wollen. Asks Ziel ist
Ricksons Gesicht und der ist Skógur nun schonungslos
ausgeliefert. Er kann nichts tun, sondern muss das über
sich ergehen lassen.
Refuse
to Ask – keine Chance.
Ask
setzt Danny zu, bis dieser schließlich komplett in Rage
verfällt und sich zwar von Ask lösen kann, aber
nur, um sich sein Gesicht zu halten. Er stürzt dabei
durch den Ring, was Ask nun die Chance schlechthin
präsentiert. Er greift Rickson von hinten, zieht ihn zu
sich ran, dreht ihn ein und dann, wenn auch etwas anders
ausgeführt, dann zieht er seine Lariat-Variante trotzdem
im stillen Gedenken an Jona Pexianer durch…
FORCE
OF
NATURE
Ask
hakt Ricksons Bein ein und Herzog zählt durch.
1…
2…
Kickout!
…
…
…
Nein.
Keine
Chance.
…
3.
~
Ding Ding Ding ~
Laura:
„Und der Sieger des Matches… ASSKKKKK SKÓGUUUR!“
Die
Galaxy jubelt laut auf, während Asks Sieg offiziell
verkündet wird. Der Schwede hat es wieder geschafft, er
hat einen weiteren, namenhaften Gegner besiegt und Danny
Ricksons Refuse to Age-Kampagne einen ordentlichen Dämpfer
verliehen. Langsam richtet sich Ask auf – das Match
steckt ihm schließlich auch in den Knochen – aber
bereits da sehen wird das Lächeln auf seinem Gesicht.
Herzog
streckt Asks Arm in die Luft, was der erklärte Wunsch
seines Helden Keek Hathaway war. Es sollte sein Arm sein, der
in Richtung Hallendecke zeigt und nicht der von Danny Rickson
und das hat funktioniert.
Ask
feiert, die Fans feiern und nachdem das einige Zeit passiert
ist, rollt sich Ask schließlich in Richtung
Kommentatorenpult aus dem Ring.
Pete:
„Was für ein Match! Findest du nicht auch Sven?
Na? Was sagst du? War doch gut? Und sieh mal da! Ask kommt
nochmal zu uns! Denkst du er gibt uns ein Autogramm?“
Sven:
„…“
Sven
läuft rot an. Er weiß, was jetzt geschehen wird
und ganz tief irgendwo in sich drin, weiß er auch, dass
er es irgendwie verdient hat und doch ist er nicht bereit
dafür.
In
bedrohlicher Manier läuft Ask nun auf Sven zu, sein
Blick ist inzwischen komplett entblößt von der
Freude über den Sieg dieses Matches. Er läuft auf
Sven zu und signalisiert ihm ganz klar, dass er sich selbst
zuzuschreiben hat, was gleich passieren wird.
Ask
kommt vor Sven zu stehen. Er manifestiert ihn mit seinen
Augen, für einige Sekunden, eine gefühlte Ewigkeit.
Er rümpft die Nase, zieht Luft hoch und grunzt laut auf,
bis er die Hand schließlich hebt. Sven geht bereits in
Deckung, schließt die Augen und erwartet, was zu
erwarten ist…
…
…
…
Fistbump
mit Pete.
Mit
dem Blick zu Sven klopft Ask bei Pete ab, bevor er sich
wieder wegdreht und in den Ring zurücksteigt.
Natürlich
würde Good Guy Ask niemals einen Non-Wrestler angreifen,
aber die Message senden, das war wohl das mindeste, was er
tun musste, nachdem Sven an der Seifen-Aktion bei War Evening
durchaus mit beteiligt war. So ist die Aussage klar: Ich
greif dich nicht an, aber ich könnte – also
überlege dir gut, was du in Zukunft über mich
sagst.
Während
Sven auf den Stuhl zurücksackt – vermutlich mit
nasser Hose – steigt Ask zurück in den Ring um
sich noch einmal feiern zu lassen.
25
Jahre GFCW und Ask Skógur feiert diesen Abend mit
einem mächtigen Sieg. Nun ist die Frage, was als
nächstes kommt.
Vielleicht
ist er jetzt wieder bereit für ein neues GFCW World
Title Match?
Die
meisten haben ein Match bei dieser Show, doch eine Frau nicht:
Die Frau, die beim Carnival of Combat jenen Mann besiegen konnte,
der heute im Main Event in den Ruhestand geht. Unwahrscheinlich,
dass Miria Saionji dort als Gegnerin auftauchen wird, schließlich
wäre das Aufwand für jemand anderen und obgleich sie so
technisch gesehen im Main Event der Anniversary Show stehen
würde, müsste sie viel zu viel Spotlight mit anderen
teilen und das bringt ihr weder Geld noch Berühmtheit, die
ihr wiederum Geld einbringt.
Was
ihr jedoch Geld einbringt, dass sind NFTs und generell
Bildmaterial für ihre „Follower“ und so posiert
sie neben ein paar Anniversary Show Postern, um die
Einzigartigkeit der Bilder zu garantieren und sieht generell
recht vergnügt aus. Es scheint die schwarzmähnige
Japanerin im weißen Minidress wirklich ca. gar nicht zu
stören, dass sie heute kein Match hat.
Aber
kann das sein?
Zeit
dieser Frage auf den Grund zu gehen und zwar durch GFCWs
Interviewerin vom Dienst, Tammy.
Tammy:
„Hallo Miria. Hast du Zeit für ein Interview? Gibt ja
kein Match, auf das du dich vorbereiten müsstest.“
Miria
blickt sie missbilligend an. Weder will sie von Tammy geduzt
werden, noch hat sie große Lust mit ihr zu sprechen, so
viel ist offensichtlich. Doch nach einem Moment der inneren
Abwägung gibt es einen Sinneswandel.
Miria
Saionji: „Mich, Miss Eternity, auf „Zeit“
anzusprechen entbehrt nicht einer gewissen Komik. Ja, ich habe
Zeit und ich bin sogar geneigt sie dir zu widmen.“
Die
Worte sind freundlich, doch der Kontext lässt Tammy prompt
hellhörig werden.
Tammy:
„Du hast dafür eine Bedingung, nicht wahr?“
Ein
kaltes Lächeln huscht über Mirias Gesicht.
Miria
Saionji: „Wie klug du bist. Aber keine Sorge, meine
Bedürfnisse sind weniger fordernd als jene von Shelly Nafe
und ihrem Spielkameraden. Ich bräuchte dich lediglich für
ein gemeinsames Bild – das ich allein monetarisieren darf.“
Tammy:
„Einverstand-- Moment, es wird doch ein normales Bild,
oder?“
Tammys
Alarmglocken klingeln. Und Erinnerungen an vergangene
Demütigungen durch das Switziverse werden in ihr wach.
Aufregung, welche Miria sichtlich Amüsement bereitet.
Miria
Saionji: „Diese Frage ist weniger klug, fürchte ich.
„Normal“ bedeutet für jede Person etwas anderes.
So sollte man etwa meinen, dass es „normal“ sein
müsste, dass eine Agentur, die sich „Refuse to Age“
nennt, brennend daran interessiert sein sollte „The Aion“
für sich anzuwerben. Insbesondere, da es bei mir so viel zu
verewigen gibt, was sich auch zu verewigen lohnt...“
Tammys
Mimik verdunkelt sich. Mit Refuse to Age und insbesondere Robbin
Zick hat sie nicht nur positive Erfahrungen gemacht, um es
gelinde zu formulieren. Zeit für einen forschen
Themenwechsel.
Tammy:
„Man sollte auch meinen, dass es „normal“ sein
sollte, dass eine Mentorin ihren Schützlingen bei der Suche
nach einem neuen Finishing Manöver hilft. Und dennoch sind
die Black Wyrms nach etlichen Monaten noch immer auf der Suche
nach einer entscheidenden Aktion, die sie gegen größere
und schwerere Gegner zeigen können.“
Mirias
kaltes Lächeln kehrt in ihr Gesicht zurück und das
breiter und kälter als zuvor.
Miria
Saionji: „Das liegt daran, dass ihnen mein Vorschlag
„Schlagring über die Rübe“ nicht gefallen
hat und sie danach meinten lieber selber zu überlegen und
etwas faires zu finden. Wie unfassbar drollig sie doch sind.
Warum fair, wenn unfair nicht nur einfacher ist, sondern auch
viel mehr Spaß macht?“
Eine
rhetorische Frage, die Tammy mit Nichtachtung straft. Sie hat ja
schon viele Regelbrecher interviewt, doch derart dreist wie Miria
sind die meisten dann auch wieder nicht.
Tammy:
„Bei GFCW steigst du sehr selten in den Ring, doch es wurde
bekannt, dass du gemeinsam mit Skadi Fenrir und Idunn Jörmungandr
als Trio im Tournament of Honor von WFW antreten wirst. Wie kam
es zu der Entscheidung?“ Miria
Saionji: „Tammy, Liebes, das ist doch wohl offensichtlich.
Miss Fenrir und Miss Jörmungandr sind zwei von drei
Schwestern – eines Tages wollen sie sicherlich mit ihrer
dritten Schwester zusammen als Trio antreten. Als ihre Mentorin
erlaube ich ihnen also durch dieses Arrangement schon etwas Trios
Erfahrung zu sammeln und gleichzeitig den Namen Lerbitz über
eine zusätzliche Promotion zu verbreiten. Die Synergien
sollten offensichtlich sein.“
Tammy:
„Mag dieses Arrangement auch dadurch begünstigt sein,
dass Sie als Team Captain dann eine Ausrede haben die meiste Zeit
draußen zu verbringen und die Schwestern die meiste Arbeit
machen zu lassen?“
Miria
Saionji: „Je mehr sie wrestlern, desto mehr können sie
lernen und je weniger ich wrestle, desto weniger wertvolle
Lehrzeit vergeude ich.“
Mirias
Lächeln ist betont unschuldig und großmütig, doch
es ist mehr als offensichtlich, dass Miria hier eine Chance
gefunden hat mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel
Ertrag zu generieren. Eine unfassbar berechnende Ader. Kein
Wunder, dass Aiden Rotari in ihr Potential erkannt und sie in
sein Team geholt hatte.
Tammy:
„Und wann stehst du bei GFCW mal wieder im Ring? Sicherlich
hast du doch auch hier Ziele?“
Allmählich
wird Mirias Lächeln spöttisch und ihr Blick wie von
oben herab.
Miria
Saionji: „Natürlich habe ich Ziele. Aber im Gegensatz
zu den meisten bin ich nicht dumm und weiß daher, dass ich
meine Ziele nicht durch harte Arbeit erreichen muss. Fleiß
ist die Tugend der Dummen und darauf bin ich zum Glück nicht
angewiesen.“
Betont
unschuldig führt sie einen Finger zum Mund.
Miria
Saionji: „Obwohl, für meine werten Follower bin ich
dann doch fleißig und beglücke sie mit so viel
Content. Auch ein Grund, warum ich nur dann in den Ring steigen
kann, wenn es wirklich lohnend ist. Ich bin schließlich
eine vielbeschäftigte Frau und nur weil ich Miss Eternity
bin, heißt das nicht, dass ich Zeit zu vergeuden habe. Zeit
ist kostbar und ganz besonders meine.“
Miria
scharwenzelt auf Tammy zu und ihre Nasen berühren sich fast.
Miria
Saionji: „Zeit ist auch Geld. Und deswegen ist nun die
Interviewzeit abgelaufen – und die Zeit gekommen ein
gemeinsames Foto zu machen. Dafür habe ich sogar schon eine
äußerst… anregende…
Idee… die dir sicher sehr
gefallen wird...“
Tammys
Gesichtfarbe beginnt der einer Tomate zu ähneln. Sie hätte
wirklich erst das Thema Bild bis zum Ende besprechen und dann das
Interview führen sollen. Nun muss sie da durch –
insofern es nicht zu extrem wird.
Tammy:
„Also… was machen wir?“
Miria
neigt ihren Kopf noch näher an Tammy heran und beginnt ihr
ins Ohr zu flüstern.
Miria
Saionji: „wir
finden jetzt ein paar werbeplakate von refuse to age, rupfen sie
von den wänden und posieren dann triumphal über den
schnipseln...“
Tammy
stutzt – und dann beginnt auch sie zu lächeln.
Vielleicht ist Miria ja doch eine von den Guten. Auf ihre ganz
eigene, egozentrische, berechnende und selbstherrliche Weise...