War Evening, Yayla-Arena (Krefeld), 26.01.2024


In Kooperation mit






Die Hütte ist voll, die Arena bebt, Krefeld hat Bock auf die heutige Ausgabe des War Evenings.


Als das allseits beliebte GFCW Intro auf dem Titantron gezeigt wird, stehen sie hier Kopf. Das Pyro Feuerwerk ist klein, aber fein und heizt die Sitmmung weiter an. 8000 fantastische Fans singen, tanzen, lachen, springen und jubeln und verwandeln die Yayla-Arena in einen Hexenkessel.


Pete: „GFCW-GALAXY! WIR - SIND - LIIIIIVEEEE AUS KREEEFELD!!!!!“

Sven: „Immer wieder schön hier zu sein, die Stimmung kann sich sehen, bzw. hören lassen und ich denke, die Show heute wird die Fans nicht enttäuschen.“

Pete: „Das denke ich mir aber auch! So langsam aber sicher nehmen die Dinge Fahrt auf.“

Sven: „Dann verlieren wir mal keine Zeit und gehen direkt rein.“


Singles Match:
Zereo Killer vs Joe Jobber
Referee: Robin Stahlbrand

Pete: „Joe Jobber will es also noch mal wissen!“

Sven: „Na ja, Spaß mal Beiseite, in Joe Jobbers Haut möchte ich heute eher nicht stecken.“

Pete: „Ja, das wird wohl korrekt sein! Zereo Killer hat das Match gegen Ask Skogur vor zwei Wochen zwar gewinnen können, doch ganz so sauber war es nicht. Durch den Sieg aber konnte er sich als No 1 Contender festigen und wird heute eine Botschaft in Richtung The End senden wollen.“

Sven: „Davon ist auszugehen. Ich denke nicht, dass ZK hier mit seinem Gegner gnädig sein wird.“


Singles Match:
BARBAROSSA vs Beksultan Pekanov
Referee: Jack Bobo

Sven: „Die zwei Überflieger aus der GTCW treffen hier und heute aufeinander.

Pete: „Das wird Mega! Bereits in der Battle Royale bei Title Night konnten diese beiden Männer herausstechen und wie du bereits sagtest: Zuvor in der GTCW waren das auch zwei der besten im Roster. Das ist ein richtiger Clash, der zukunftsweisend sein kann!“

Sven: „Durchaus und daher finde ich es natürlich auch echt spannend, dieses Match zu sehen. Hier treffen nicht nur zwei völlig unterschiedliche Stile im Ring aufeinander, auch unterschiedlicher als Charakter könnten sie nicht sein. Das Match, Pete, das ist ein Pulverfass.“

Pete: „Na ja, der Sieger aus diesem Kampf kann mit Fug und Recht behaupten, der TOP ROOKIE hier in der GFCW zu sein, es steht also auch was auf dem Spiel!“


Ricksenburgs GTCW Tag Team Challenge
Referee: Karo Herzog

Sven: „Zwei ehemalige GTCW-Wrestler im letzten Match, hier treten dann zwei auf, die den finalen Sprung in die GFCW noch nicht geschafft haben.

Pete: „Ich bin sehr gespannt! Wie ich es verstanden habe, tritt Ricksenburg hier gegen ein Team aus der GTCW an, aber dazu wird es wohl nachher noch genauere Infos geben.“

Sven: „Richtig. Da steckt noch ein wenig mehr dahinter, so viel konnte man hinter den Kulissen schon hören. Aber was genau, dazu werden wir sicher von Antoine und Alex später mehr erfahren.“

Pete: „Es gibt ja noch das ein oder andere Team in der GTCW, welches nicht schlecht ist, aber ob eines davon an Ricksenburg heranreichen kann?“

Sven: „Die kurze Antwort ist: Nein. Die lange Antwort ist. Auf gar keinen Fall. Also mal sehen, was sich die Tag Team Champions hier ausgedacht haben.“


Tag Team Match:
Turtugal vs Johnny Dreyer & ???
Referee: Mike Gard

Sven: „Von den Champions zu potentiellen Hauptherausforderern der Zukunft.

Pete: „Turtugal hat sich als Team ja etabliert, was für manche überraschend kam, da sie nur von einem One Night Only Auftritt bei Camden ausgingen. Nun scheinen sie sich aber gefunden haben und, ja, was soll ich sagen, da haben sich zwei gefunden.“

Sven: „Das kann man so sagen. Die beiden passen überraschend gut zusammen und werden als Team sicher von Woche zu Woche besser performen. Aber Johnny Dreyer und seinen Partner, wer auch immer das aus dem PC sein wird, sollte man auch nicht unterschätzen. Wir alle wissen, wie gut unsere Scouts sind und wenn jemand einen GFCW Vertrag bekommt, dann meistens aus gutem Grund.“

Pete: „Ein bisschen was von Dreyer haben wir ja schon gesehen und deine Annahme würde ich jetzt auf Anhieb mal als Richtig einschätzen. Er macht einen guten Eindruck und, wie du ja auch zuvor richtig sagtest: Aus diesem Kampf könnte sich natürlich auch soetwas wie ein Hauptherausforderer-Status für die Ricksenburg'schen Titel heraus kristallisieren. Das ist natürlich noch mal ein Extra-Anheizer!“

Sven: „Es steht und fällt mit dem Partner von Dreyer, daher würde ich zwar gerne spekulieren, aber es ist natürlich schwer.“

Pete: „Wie immer hast du auch hier Recht! Und ich würde sagen, verschwenden wir keine Zeit mehr, wir geben ab, die Show... startet... JETZT!“




Kaum haben Sven und Pete die heutige Show eröffnet und besprochen, was so alles auf dem Plan steht, erklingt auch schon die erste Musik des Abends. Und fast zeitgleich stürmt passenderweise auch der Wrestler, zu dem sie gehört, in die Halle. Ask ist da und Ask sieht gar nicht fröhlich aus.


Sven: „Nanu?! Ich glaub mich knutscht ein Elch! Oder Hirsch… oder was auch immer Ask nun ist.“

Pete: „Der sieht wirklich nicht glücklich aus. Aber nachvollziehbar, nachdem er vor zwei Wochen MAL WIEDER um einen wichtigen Sieg betrogen wurde. Um ein Haar wäre er der neue Hauptherausforderer auf den GFCW World Championship geworden. Aber der Puppenspieler hat das offenbar anders gesehen.“


Ask hat den Ring direkt schon erreicht. Die GFCW Galaxy jubelt mal wieder lautstark für den Schweden, doch heute scheint er das gar nicht wirklich zu beachten. Ihm scheint da etwas anderes durch den Kopf zu gehen, was jetzt erstmal Vorrang hat. Zottelhaar-Ask in dunkelgrüner Hose und schlabberigen Woll-Pulli, hat sich direkt ein Mikro besorgt und scheint auch sogleich das Wort ergreifen zu wollen.


Ask: „PUPPENSPIELER!“


Die Fans buhen. Die wissen natürlich, dass das derjenige ist, der für Asks Niederlage in der letzten Ausgabe von War Evening verantwortlich ist.


Ask: „Ich lass mir nicht mehr auf der Nase rumtanzen. Ich lass mich nicht mehr betrügen. Ich hab keine Lust mehr auf diesen Scheiß. MIR REICHTS. Du willst dich mit mir anlegen? Du willst mein Aufmerksamkeit? Du denkst, ich sei dein nächstes Opfer?“


Aufgeregt rennt Ask im Ring hin und her, die Wut brodelt nur so in ihm herum, aber Ask kann sich gut genug zurückhalten, als, dass er hier explodiert.


Ask: „Ich weiß… man sollte eigentlich nicht so leichtfertig in die Höhle der wilden Bestie gehen, aber wie schon gesagt. Ich hab keinen Bock mehr. Also wenn du es so willst, dann sollst du es kriegen. Du hast mir die Chance auf einen Titel verwehrt, also muss ich jetzt wohl oder übel deinen nehmen.“


Ask bleibt stehen und fokussiert die Stage, in der Hoffnung, dass der Puppenspieler dahinter wartet und zuhört.


Ask: „Ich fordere dich heraus. Zu einem Match. Um deinen Intercontinental Championship!“


Die Fans jubeln lautstark. Das wollen sie sehen.


Ask: „Und zwar… HIER und HEUTE!“


Und jetzt bricht der Jubel erst so richtig laut aus. Sie wollen das Match nicht nur sehen, sie wollen es natürlich selbst, heute, live aus Krefeld, sehen. Ask wirft das Mikrofon sofort wieder weg. Er muss nicht mehr sagen, denn alles, was er sagen will, das hat er bereits gesagt. Jetzt zählt nur noch eines: Was wird der Puppenspieler antworten?

Die Halle verdunkelt sich. Ein kreischendes Lachen ist zu hören und Rauch bildet sich auf dem Hallenboden. Ein einzelner gelber Lichtschein wandert über den Ringboden. Ehe ein altbekannter Schriftzug erscheint.


HAST DU ETWA ANGST?!


Dann erscheint auf der Bühne im Ringoutfit der Puppenspieler. Er trägt einen Einteiler eines Wrestlingoutfits und darüber ein schwarzes Jaket. Auf der Schulter der Intercontinental Titel. Sein weiß geschminktes Gesicht mit schwarzen Blitzen darin, ziert ein breites Grinsen. Er legt grüßend eine Hand an die Krempe seines Zylinders, ehe er in den Ring steigt und sich ein Mikro geben lässt.

Frech grinst er dem wütenden Ask ins Gesicht, ehe er spricht.


Puppenspieler: „Da hat es aber jemand eilig sich beerdigen zu lassen.“


Der Puppenspieler zuckt entschuldigend mit den Schultern und macht eine beschwichtigende Miene.


Puppenspieler: „Verzeih mir dir deinen Ambitionen im Weg zu stehen. Aber du kannst doch nicht einfach zum Heavyweight Titel durchmarschiern und dabei den Interontinental Champion übergehen! Das ist nicht rechtens.“


Zornig fixiert er nun seinen Gegenüber und schaut ihm starr ins Gesicht.


Puppenspieler: „Du musst dich erst beweisen. Erst der Intercontinental Champion und dann der Heavyweight Champion. ICH entscheide ob du es Wert bist gegen den Heavyweight Champion anzutreten! Und deswegen Kämpfen wir heute Abend um die Intercontinental Championship und wenn du gewinnst, hast du dir zu Recht einen Platz so weit oben in dieser Liga verdient. Wenn ich gewinne. Wirst du wie so viele zuvor als Skulptur in meine Sammlung übergehen und dich nie wieder hier oben blicken lassen und in der Versenkung verschwinden. Heute Abend ist dein großer Abend! Wirst du aufsteigen oder unter dem Druck zerbrechen!“


Der Puppenspieler vs Ask Skógur um den Intercontinental Titel!“


Der Puppenspieler wendet sich nun an die Halle und die Zuschauer zu Hause.


Lasst das Spiel beginnen! HA HA HA!“


Ask wirkt nicht unbedingt glücklich. Nicht zufrieden oder gar dankbar. Er ist es leid. Man sieht es ihm an. Er will doch einfach nur sein Wrestling-Ding durchziehen, ohne, dass er immer und immer wieder von irgendjemandem aufgehalten und umgeboxt wird, kurz bevor er den großen Sieg einfahren kann.


Ask grunzt. Er wirkt geladen. Er wirkt wütend. Er wirkt bereit.


Pete: „Was für eine Neuigkeit! Die Ereignisse überschlagen sich! Als ob die Card für den heutigen Abend nicht ohnehin schon sehr gefüllt und verheißungsvoll wäre, bekommen wir jetzt auch noch ein spontanes Intercontinental Championship Match geliefert! Und ich höre gerade, dass es offiziell ist! Das Match wird heute im Main Event stattfinden!“

Sven: „Damit ist das heute das erste Mal in Asks Karriere, dass er um die Intercontinental Championship antreten wird. Und das auch noch gegen den Puppenspieler, der vor Ask bereits viele seiner Gegner ausgeschalten hat: Thomas Camden, Matthäus Meister, David Hott und natürlich auch Zereo Killer…“

Pete: „Der Puppenspieler wählt sich seine Gegner und Opfer gern selbst aus und offenbar hat er ein Problem damit, dass Ask vorhat sich einfach an ihm vorbei zu schleichen. Das spricht auf jeden Fall für den Puppenspieler, als sehr guten Intercontinental Champion. Wird er das nach dem heutigen Abend auch noch sein?“


Ask betrachtet den Puppenspieler ganz genau, während dieser seine Worte an das Publikum richtet.


Ask: „Wie schon gesagt. Ich rede nicht mehr. Ich mach einfach. Wir sehen uns im Main Event.“


Ask grunzt erneut, bevor er lostampft. Er rempelt den Puppenspieler dabei an und lässt das Mikro fallen. Er verlässt den Ring und läuft ohne sich noch einmal umzudrehen in Richtung der Stage. Ask hat die Schnauze voll davon immer hinterrücks attackiert zu werden. Er hat gesagt, was zu sagen ist und nun bedarf es keiner Worte mehr, das hat er klargestellt.

Von der Stage aus fängt die Kamera Ask noch einmal ein, wie er mit dem Rücken in Richtung Ring gerichtet steht, von dem aus der Puppenspieler Ask genaustens beobachtet.


Sven: „Es ist erstaunlich wie schnell sich diese Stimmung zwischen diesen Beiden hochgekocht hat. Vor einem Monat hatten sie noch nichts miteinander zu tun und nun werden sie heute um den Intercontinental Titel kämpfen.“

Pete: „Es ist ganz einfach: der Puppenspieler will Ask für seine Trophäensammlung und Ask will sich nichts mehr gefallen lassen. Die Ausgangslage ist also klar und nun ist die große Frage: wer wird den heutigen Abend als neuer GFCW Intercontinental Champion verlassen?“



Die Szene scheint vorbei zu sein und wir haben tatsächlich ein unverhofftes Titelmatch als Main Event! Der Puppenspieler wird seinen GFCW Intercontinental Title heute Abend gegen Ask Skogur verteidigen! Und Backstage gibt es einen prominenten Zuschauer, der diese Szene genauestens beobachtet: Es handelt sich um Zereo Killer, welcher bereits seine In Ring Gear angezogen hat, da er den Opener bestreiten wird.


Kurz hält er inne, als er auf das Tablet blickt.


Zereo Killer: „… hm…“


Nach kurzer Überlegung verlässt er nun ebenfalls die Szene und zieht von dannen.



Das bleibt uns auch nirgendwo erspart oder?“


Die Stimme aus dem Hintergrund durchbricht die Stille. Das Holz des Tresens ist abgenutzt und rau. Furchen von abgestützten Ellbogen zeichnen sich in den alten Polstern ab die noch durch ein Rest Leder zusammengehalten wird. Die Augen durch die wir diese Szene sehen lösen sich von den Jahresringen der Eiche aus dem der Tresen gebaut wurde. Ein alter Röhren Fernseher flimmert in schlechter Qualität vor sich hin.


Mach das lauter…“


Der Barkeeper schaut miesmutig herüber. Dreht den großen Bierkrug im Trockentuch hin und her und stellt es anschließend ins Regal zurück. An dem alten Gerät wird die Lautstärke noch am Gehäuse selbst verstärkt.


TV BILD


Die Fans in der Halle können nicht einmal wirklich buhen, selbst wenn sie das wollten, denn die Realität ist, dass sie die Wahrheit sprechen. Immer und immer wieder bewiesen sie, dass Ricksenburg nicht bloß leere Worte sind, sondern regelmäßig von Taten untermauert werden. Selbst wenn den Fans nicht gefällt, dass Ricksenburg das dominanteste Team aller Zeiten ist, sie müssen es akzeptieren, denn… es ist die Wahrheit.


Antoine: „Alex und ich, wir verlieren nicht. Wir verlieren niemals. Das ist keine Haltung, das ist die Realität. Ricksenburg ist nicht besser, wir sind nicht ewig, bloß weil wir es sagen. Unzählige Male bewiesen wir das und werden es auch bis in alle Ewigkeit beweisen. Teams kamen, zerschellten an uns und gingen wieder. Niemand hat die GFCW geprägt, wie wir es taten und tun. Geschichte geschrieben, wie wir. Und niemand… wirklich NIEMAND kann und wird uns aufhalten, dies auch weiterhin zu tun.“

Alex: „Beweise uns das Gegenteil German Fantasy Championship Wrestling.“


Der Mathematiker meldet sich wieder zu Wort. Er geht nach vorn, stellt sich direkt an die Seile. Blick zur Rampe. Zum Eingangsbereich. Zum Backstagebereich. Zum Rest der GFCW.


Alex: „Als wir das letzte Mal diese Titel trugen, wurde ein Feuer entfacht. Eine goldene Zeit der Tag Teams. So viele Gruppierungen formierten sich und wollten sich mit uns messen…diese Zeit soll zurückkehren.“


Er schnauft.


Alex: „Teams von German Fantasy Championship Wrestling…zeigt, was ihr könnt. Beweist euch, präsentiert euch…und verdient euch einen Kampf…um das Gold.“

Antoine: „Oder aber lasst es sein. Sinn hat es ohnehin nicht uns herauszufordern. Versuchen könnt ihr es natürlich, wir treten immer und überall an, das steht außer Frage, aber… Ricksenburg ist ewig.“


Und mit diesen Worten gehen die Mikrofone zu Boden und in der Halle dämmert die Realität mehr und mehr. Kein Tag Team in der Geschichte der GFCW hat es geschafft, die Tag Team Szene in dieser Art und Weise zu brechen, wie es Ricksenburg getan hat. Gibt es überhaupt ein Tag Team auf der Welt, welches Ricksenburg auch nur ansatzweise gefährlich werden kann?


Das Glas lässt den Bildschirm des alten Röhrengerätes in seine Einzelteile zerspringen. Der Wirt dreht sich langsam um und schaut mit ernster Miene zum Werfer des Glases. Er zuckt mit den Schultern.


Era realmente necesario, amigo mío?”

Jetzt hast du wenigstens einen Grund dir n neuen Fernseher für deine schäbige Bar zu kaufen AMIGO!!“


Der Wirt schüttelt nur mit dem Kopf.


Gib mir noch einen Whisky Amigo…“


Mit grimmigem Gesichtsausdruck serviert der argentinische Barkeeper dem garstigen Gast den gewünschten Whisky.


No se sienten provocados ustedes dos, Amigos? Pueden ser mis mejores clientes...pero nada me haría más feliz que que se fueran de aquí inmediatamente...AMIGOS...!!”


Der Drink wird geleert. Die Person erhebt sich von seinem Hocker, dreht sich um und geht zur Tür.


Este lugar abandonado no te necesita, Amigos”

Gott hat Puerto Toro verlassen als wir es betreten haben, Amigo“


Er verlässt die Bar. Kurz dahinter trottet eine weitere Person in die eisige und windige Nacht.


Dann lass uns mal auf den Weg machen…Geschichte schreiben“



Im Backstagebereich ist heute schon einiges los. Just in diesem Augenblick nimmt die GFCW Galaxy das breite Grinsen der größten Interviewlegende wahr, welches diese Liga zu bieten hat: MacMüll!


MacMüll: „Hallo liebe Freunde der gepflegten Fernsehunterhaltung! Ich habe heute einen Gast vor dem Mikrofon, den ich sehr selten in meiner Karriere interviewt habe, obwohl wir Beide schon ewig im Geschäft sind… Joe Jobber!!!“


Sichtlich aufgeregt und nervös betritt der vermutlich größte Jobber der Wrestlinggeschichte die Interviewbühne.


Joe Jobber: „Hallo Mülli!“


Und er klopft ihn auf die Schulter, recht freundschaftlich, doch dann geht’s los mit dem Interview.


MacMüll: „Heute ist ein großer Tag für dich, oder nicht? Wie hast du reagiert, als du gesehen hast, dass du gegen Zereo Killer gebookt wurdest?“


Er nickt mit dem Kopf, geht kurz in sich und antwortet sofort.


Joe Jobber. „Na klar ist das eine große Sache. Mir ist vollkommen bewusst, dass ich der große Außenseiter in diesem Match sein werde, dennoch will ich mein Bestes geben! Es wird definitiv nicht so enden, wie bei unserem letzten Match. Welches auch gleichzeitig sein letzter Title Night Sieg war!“


wow, das war mutig, oder auch dumm, man wird es sehen.


MacMüll: „Worte, die hoffentlich nicht nachhallen werden. Joe, wie hast du dich auf dieses Match vorbereitet?“


Gespielt selbstbewusst tritt er einige Schritte hervor und spricht direkt in die Kamera.


Joe Jobber: „Zereo Killer, für dich mag es nur irgendein Match gegen irgendeinen Jobber bei irgendeiner War Evening Show sein. Für mich ist es die Chance, aus den Schatten meines eigenen Namens herauszutreten und in der GFCW aufzusteigen! Ich werde absolut alles geben, damit ich dir Paroli bieten kann! Und auch ich habe gesehen, dass du noch nicht fit nach deiner Niederlage bei Title Night bist! Ich werde mehr geben, als du es dir vorstellen kannst, ich werde alles daran setzen, dass ich das Match gegen dich siegreich bestreiten werde! Man muss nur ganz fest daran glauben, dann wird das auch was! Und ich glaube an mich!“


Nach diesen Worten klopft der Jobber aller Jobber seinem Gegenüber erneut auf die Schulter und verlässt anschließend die Interviewzone, der Opener steht schon kurz bevor!


MacMüll: „Meine Damen und Herren, das war ein motivierter Joe Jobber!“


Ein Cut in der Szene zeigt zum zweiten Mal die Legende, die niemals stirbt Mike MacKenzie also known as Zereo Killer, welcher sich erneut in der Beobachtungsrolle findet. Er muss nichts sagen um zu erkennen, dass er dieses motivierte Auftreten seines kommenden Gegners gar nicht ab kann! Er hämmert die rechte Faust in den linken Handballen und knirscht knurrend mit den Zähnen, ehe er sich wieder aus dem Blickfeld der Kamera tritt.


Singles Match:

Zereo Killer vs. Joe Jobber

Referee: Robin Stahlbrand


Joe Jobber ganz klassisch mit dem GFCW-Jobbermäßigsten Entrance, den man sich vorstellen kann: „Joe Jobber steht bereits im Ring.“!


Nun wird die Halle verdunkelt. Nach einigen verstrichenen Sekunden meldet sich MacKenzies Legends never die – Theme und der Titantron wird vom gigantischen, neuen Logo bedeckt.





Die Buhrufe beginnen direkt, doch sie werden noch viel lauter, als sich die Scheinwerfer zu einem großen Spotlight auf der On Stage wieder sammeln. Denn in der Mitte dieses Scheinwerferlichts befindet sich nun der GFCW Hall of Famer! Begleitet vom Lichtkegel, hinter ihm gibt die Pyrotechnik in Form von Feuerfontänen ihr bestes, macht er sich auf dem Weg zum Ring! Langsamer als sonst, wahrscheinlich noch seinen nicht verheilten Verletzungen geschuldet, rollt er sich in das Kampfgeviert, ehe das Licht wieder angeht und er seinem bereits mehrmaligen Gegner in die Augen sieht.


Nachdem die Halle wieder normal beleuchtet wurde, entledigt sich Zereo Killer seines dunkelrot-schwarzen T-Shirts. Die Mimik zeigt immer noch ein schmerzverzerrtes Gesicht, sein Rücken erzählt immer noch die Geschichte vom Title Nights Match.


MacKenzie geht auf Joe Jobber zu und bevor der Ringgong ertönt… tritt er Double J mit einem Eselstritt zwischen die Beine!!!


Der Ringrichter geht dazwischen und stößt Double M von seinem am Boden liegenden Gegner weg! Die Buhrufe übertönen alles, Zereo Killer wird mit „F*** YOU ZEREO“ – Chants beschimpft! Der Ringrichter fragt den Kalifornier anscheinend auch, ob er nicht alle Tassen im Schrank hat! ZK soll sich gefälligst in eine Ringecke stellen!


Pete: „Wow… das hat Zereo Killer wirklich nicht nötig, und Joe Jobber hat das nicht verdient.“

Sven: „Tja, Joe hat vor dem Match große Töne gespuckt und MacKenzie hat das mitbekommen, was will man da sagen?“

Pete: „Ja das mag zwar sein, aber ist das wirklich das, was wir sehen wollen? Wie hätte sich der alte Zereo Killer verhalten? Sicher nicht so!“

Sven: „Der alte Zereo Killer war viel schwächer, der hätte sich von sowas vermutlich beeindrucken lassen.“

Pete: „Das glaubst du wirklich? Ich glaube immer noch, dass es der alte Zereo Killer immer noch drauf hatte. Es machte Spaß, seine Matches zu kommentieren! Und was ist das jetzt? Ich sehe nur noch einen verbitterten Mann, der sich gegen Gott und die Welt stellt und verzweifelt versucht, annähernd an seine alten Erfolge anzuknöpfen, als er noch der Publikumsliebling war.“

Sven: „Pass auf was du sagst, sonst tritt er dir als nächstes zwischen die Beine…“


Joe Jobber hat sich mithilfe der Ringseile wieder hochgekämpft und gibt dem Unparteiischen zu verstehen, dass er bereit sei zu kämpfen. Der Ringgong ertönt und Double J deutet an, dass ZK nur kommen soll!


Der ehemalige Mr. #ISGI fletscht mit den Zähnen und rennt auf seinen Gegner los! Es sollte ein Spear folgen, doch Joe weicht geschickt aus! The Legend, that never dies kracht gegen den mittleren Ringpolster! Puh, er hat nochmal Glück gehabt, dass er nicht dazwischen durchgesegelt und gegen den Ringpfosten gekracht ist! Dennoch schmerzt die linke Schulter. Er torkelt zurück und wird von Jobber mit einem Schoolboy überrascht!!! Er hat den Schoolboy sehr gut angesetzt!


Das Publikum springt auf!!! Beim Two-Count zieht er sogar mit einem unerlaubten Griff an der Hose! Der Sensationssieg ist zum Greifen nah!!!



Doch nein!!! In allerletzter Millisekunde der Kick Out! Boah, was hätte das für die lebende Legende wohl bedeutet? Diese Niederlage!?!?

Joe Jobber fährt sich durch die Haare und fleht Stahlbrand an… der deutet es an, ein Kick Out! Ultraknapp, aber es war ein Kick Out!!


Pete: „Oh mein Gott, mein Herz ist stehen geblieben! Joe Jobber hat es fast getan!“

Sven: „Aber nur fast! Sieh mal, der gute Jobber hat noch nicht bemerkt, dass MacKenzie wieder auf den Beinen ist!“


Joe Jobber dreht sich wieder zu seinem Gegner… Faustschlag genau auf die Nase!! MacKenzie hat sich wieder gefangen! Was für ein Treffer! Dieser Faustschlag sorgt für eine blutende Nase bei seinem Gegner, welchem beinahe die größte Sensation der GFCW Geschichte gelungen wäre! Nach dem Faustschlag folgt unter heftigen Buhrufbegleitungen nun tatsächlich der Spear, welcher Joe Jobber beinahe die Schuhe ausgezogen hat! Langsam steht der Kalifornier wieder auf, macht ein paar Dehnübungen und versucht den Schmerz weg zu ignorieren! Scheint zum größten Teil recht gut zu funktionieren. Er will keine Sekunde verlieren, hievt Joe Jobber direkt hoch zu einem Vertical Suplex. Er hält ihn sehr lange in der Luft, geht ein, zwei Schritte in die Mitte des Ringes, und dann geht es nach vorn abwärts! Von der Vertical Suplex Position, direkt in die Piledriver Position und direkt mit der Schädeldecke voran auf die Ringmatte!!!


Pete: „Was war denn das für ein tödliches Manöver!?!?!“

Sven: „Ich glaub auch, dass ich noch nie einen härteren Piledriver gesehen habe.“

Pete: „Joe Jobber ist out! Holt Sanitäter!“


MacKenzie entfernt sich ein paar Schritte von seinem Gegner. Das Publikum scheint in Schockstarre aufgrund dieser unnötigen Härte. Der Ringrichter checkt den nahezu bewusstlosen Joe Jobber… doch dann kommt wieder Zereo Killer! Er schubst den Unparteiischen vom „Opfer“ weg! Wüste Beschimpfungen kassiert der Kalifornier für diese Aktion vom Publikum und auch der Ringrichter kritisiert heftig das Verhalten des Hall of Famers!


Sven: „Der Killer muss aufpassen, Robin Stahlbrand könnte ihn theoretisch für dieses Wegstoßen disqualifizieren.“

Pete: „Habe auch das Gefühl, dass er daran denkt. Sieh dir mal seine Gestiken an.“


Doch MacKenzie interessiert das nicht. Er dreht Jobber um, sodass dieser auf den Bauch liegt. Er setzt sich auf dessen Rücken und zieht den Kopf mit der linken Hand an dessen Stirn nach hinten, nur um mit dem rechten Ellbogen gegen das Gesicht und den Nackenbereich einzudreschen!!!


Der Ringrichter hat genug gesehen und bricht das Match ab!!



Er entscheidet auf TKO Sieg für Zereo Killer!!!




Das Theme des Kaliforniers wird gespielt, doch er lässt nicht ab von den Ellbogenschlägen! Kann bitte jemand kommen und diesen Irren stoppen?



Die Halle verdunkelt sich, ähnlich schon wie vor zwei Wochen. Auf der Stage erscheint ein Scheinwerfer-Spot und ein kleines Feuerwerk entfach ebenso. Es ist Champion-Zeit! Nun lässt auch Zereo Killer endlich von seinem Gegner los und erhebt sich! Sein Blick wird in Richtung der On Stage gerichtet. Das Publikum unterstützt den Auftritt mit einem Pfeifkonzert um ihre Meinung zu verdeutlichen, doch wie immer, ist diese ohnehin egal.

Und heraustritt der GFCW-Champion auch sogleich. Wie schon vor zwei Wochen trägt er eine dunkle Jeans und eine Lederjacke, über einem T-Shirt der Band „Exodus“ – Metal-End ist zurück! Über seine Schulter hat er dabei selbstverständlich seinen „neuen“ Titelgürtel geworfen, den Corleone ihm geschenkt hat. Und wenn wir schon vom Teufel sprechen, der ist natürlich auch mit am Start. Dicht auf den Versen vom Champion folgt er ihm dabei nun langsam in Richtung des Ringes und somit auch zu Zereo Killer, zu stolzieren. Man kann deutlich sehen, dass End das Auftreten als Champion innerhalb kürzester Zeit perfektioniert hat. Er lebt es diesen Gürtel zu tragen.


Pete: „Da ist er, der Wrestler des Jahres. Und damit erleben wir nun auch das erste direkte, große, Aufeinandertreffen zwischen The End und Zereo Killer.“

Sven: „Dieses Match verspricht zweifellos ein sehr großes zu werden. Der eine steht noch ziemlich am Anfang einer potentiell gigantischen Karriere, nachdem er nun zum ersten Mal GFCW-Champion geworden ist, der andere hat hier in der GFCW schon alles erreicht, was man nur erreichen kann. Welch eine spannende Ausgangslage.“


So langsam fährt das Licht in der Halle wieder auf, während Zereo Killer den Champion im Ring bereits erwartet. End und Corleone betreten diesen sofort, besorgen sich direkt ein Mikro und positionieren sich auch sogleich vor dem Herausforderer. Corleone sieht nebenbei bemerkt nach wie vor wie ein Mensch aus, der keinerlei Emotionen empfinden kann. Seine Auszeit scheint ihn also nur noch deutlicher abgestumpft zu haben.

Schlussendlich tritt Corleone nun hervor und steht somit direkt, Angesicht zu Angesicht, vor Zereo Killer. Während die Fans bei dem Entrance von End und Corleone noch gebuht haben, verstummen sie nun langsam und Stück für Stück.


James Corleone: „Mister MacKenzie… nachdem wir beim letzten Mal so unhöflich unterbrochen wurden, dürfte das heute unser erstes Aufeinandertreffen sein. Gestatten sie mir deshalb mich ihnen vorzustellen. Mein Name ist James Corleone und ich… bin ein Fan.“


Ein nicht zu überhörendes Raunen geht durch die Zuschauerreihen und auch Zereo Killer scheint etwas verwundert. Worauf genau will Corleone hier heraus?


James Corleone: „Sie hören ganz recht. Ich bin ein Fan von ihnen. Und es wäre idiotisch das nicht zu sein. Schließlich sind sie eines der besten Talente, die die GFCW je hervorgebracht hat. Sie haben sämtliche Errungenschaften erzielt, zahlreiche Titel gewonnen und wichtige Siege, über die verschiedensten GFCW-Größen errungen. Wenn sich einer also die Bezeichnung „Legende“ verdient hat, dann ja wohl sie.“


Die Verwunderung hat keine Chance zu verschwinden. Corleone bleibt zwar kühl und streng, seine Worte wirken aber dennoch nicht ironisch. Er scheint das tatsächlich zu meinen, was er da sagt.


James Corleone: „Und auch in jüngerer Vergangenheit haben sie das bewiesen. Nicht zuletzt natürlich damit, dass sie Lionel Jannek bei dessen Abschiedsmatch besiegt haben. Also, Chapeau, Mister MacKenzie. Ich bin ein Fan.“


Ja, wessen Manager ist denn Corleone nun eigentlich? Der von The End oder von Zereo Killer? Gerade ist das nicht so eindeutig. End selbst steht erhaben hinter seinem Manager und löst dabei den Blick nicht eine Sekunde von seinem baldigen Herausforderer.


James Corleone: „Oder zumindest war ich das.“


Aha. Jetzt kommt es.


James Corleone: „Denn der eben genannte Triumph über Mister Jannek, war auch der einzige in besagter jüngerer Vergangenheit. Ansonsten haben sie in den letzten Wochen und Monaten nämlich noch etwas viel Wichtigeres bewiesen.

Etwas Menschliches. Etwas Unabdingbares. Etwas Unvermeidliches:

Nichts währt ewig. Nichts und niemand lebt ewig. Alles und ein jeder muss sterben. Selbst die Legende, die niemals stirbt. Sie mögen es noch nicht realisiert haben, Mister MacKenzie, aber nun schon seit einigen Monaten befinden sie sich im Begriff zu sterben. Sie, die Legende, scheiterten zum Beispiel daran Zane Levy die GFCW-Championship abzunehmen. Ein Unterfangen, für das The End, nebenbei bemerkt, nur wenige Minuten gebraucht hat. Sie waren ebenso nicht in der Lage, dem Puppenspieler um den GFCW Intercontinental Titel zu besiegen und verloren dabei nicht nur das Match, sondern sogar ihre legendäre Siegesserie bei Title Night. Und auch hier, möchte ich erwähnen… The End hat den Puppenspieler besiegt. Und dann vor zwei Wochen… benötigten sie Hilfe im Sieg gegen Ask Skógur, um sich überhaupt für das Match gegen meinen Klienten zu empfehlen.

Verstehen sie mich nicht falsch: Zane, der Puppenspieler, Ask… das sind fähige und talentierte Wrestler. Aber SIE sind laut eigener Aussage eine Legende. Das lassen sie uns jede Show aufs Neue wissen. Nun frage ich: wo sind die Siege? Wo sind die legendären Taten heute?“


Corleone sticht mit seinen Worten zu, direkt in die Brust von Zereo Killer und jetzt dreht er das Messer herum, um den Schmerz größtmöglich zu maximieren.


James Corleone: „Sie, werter Herr Zereo Killer, leben von ihrem Ruf. Von ihrem Vermächtnis. Von ihrem Status als Legende. Deshalb, bekommen sie auch direkt ein Hauptherausforderer Match für den GFCW World Titel, obwohl sie ihr Title Night Match verloren haben. Sie haben es selbst gesagt, sie sind der Hall of Famer und tatsächliche Talente mit berechtigtem Anspruch, wie ein Ask Skógur, sollen sich hintenanstellen. Und all das nur, damit sie die nächste Niederlage einstecken können…

Sie sind eine Legende. Das stimmt. Aber sie werden sterben. Ihr Stern wird erlöschen und ein anderer wird neu erstrahlen, denn wir befinden uns in einer aufregenden Zeit. In einer Zeit, in der eine neue Legende geboren wird. Die Legende von The End. Der Mann, der zuletzt all das geschafft hat, was sie nicht geschafft haben. The End ist an der Position, an der er ist, nicht weil sein Ruf es ihm gebietet dort zu stehen, sondern deshalb, weil er sich diese Position verdient hat. Dafür musste er durch die Hölle gehen, aber nicht nur, hat er das mit Bravour gemeistert, er hat die Hölle in diesem Zuge erobert. Er steht an der Spitze, weil er dafür gekämpft hat. Und er wird sie verteidigen, gegen aktuelle Wrestler und gegen Legenden. Gegen alles und jeden.“


Corleone pausiert für einen kurzen Moment und lässt seine Worte nachhallen.


James Corleone: „Das Match bei Doom’s Night, wird… poetisch, wenn man so will. Der Tod der einen Legende, wird die Geburt einer Neuen.“


Corleones Ansprache scheint nun langsam ihr Ende gefunden zu haben. Und die hatte es in sich. Das Publikum ist verstummt, auch die Kommentatoren haben sich zurückgehalten und während The End stolz und zufrieden hinter seinem Manager stand, musste selbst Zereo Killer diese Worte erst einmal aufsaugen.


MacKenzie bleibt eine Zeit lang ruhig stehen ohne auch nur ansatzweise mit der Wimper zu zucken… doch dann reißt er Corleone den Schallwandler aus der Hand und blickt abwechselnd zu The End und eben seinem Manager.


Zereo Killer: „Hm… offenbar bist es du, gegen den ich bei Dooms Night antreten werde. Denn von The End sehe und höre ich immer noch nichts!“


Nun blickt ZK an Corleone vorbei und versucht einen Blickkontakt mit The End herzustellen.


Zereo Killer: „Du kannst deinen Titel direkt abgeben, aber nicht an mich, sondern an James! Denn der hat offensichtlich die größeren Eier sich mir gegenüberzustellen!“


The End erwidert nun den direkten Augenkontakt und scheint von diesem Angriff sogar ein klein wenig getroffen. Sein stolzer Blick schwindet und es deutet darauf hin, als, dass The End in Angriffsposition gehen wollen würde. Aber Corleone streckt seinen Arm vor der Brust des Champions aus um zu signalisieren, dass er sich zurückhalten kann. Das hier ist das erste Abtasten und dass die Gegner Ends auf Corleone gehen, ist nun auch nicht das erste Mal.


Zereo Killer: „Na na, ganz ruhig, Champ! Nicht dass deine Mutter James Corleone maßregeln muss!

Ach, sorry, ich wollte dich nun wirklich nicht beleidigen. Immerhin hattest du ein großartiges Jahr 2023. Du hast all deine Lasten hinter dir gelassen, doch wirst du auch außerhalb dieses Kosmos funktionieren? Wohl kaum! Wie es deine schlaue Mutter bereits sagte, ich habe in dieser Liga alles mehrmals erreicht, Dinge, die du niemals erreichen wirst und schon bald wirst du sehen, dass du einknicken wirst!“


Langsam humpelnd, sich an der Schulter haltend, geht er ein wenig hin und her und überlegt sich seine Worte.


Zereo Killer: „Glaub mir, es ist definitiv kein leichter Weg solch eine Legende zu werden, wie ich sie nunmal bin, verstehst du? Du wirst noch Dinge erleben von denen du nicht mal gedacht hast, dass du sie erleben wirst. Und wenn du diese Dinge dann überstehst, wenn du diese Hürden überstehst, immer und immer und immer wieder, dann kannst du eventuell, eines Tages, nachdem du über zwei Jahrzehnte in diesem Geschäft verbracht hast – erfolgreich verbracht (!) hast, diese Legende sein!“


Immer wieder blickt er an James vorbei und sucht den Blickkontakt mit dem Champion. Beide Superstars scheinen die Fans komplett auszublenden, diese wissen nicht, wem sie mehr ausbuhen sollen.


Zereo Killer: „Gratuliere, du bist der GFCW World Heavyweight Champion – mein Beileid zu diesem schrecklichen Design, wirklich… doch es ist eine Sache Champion zu werden, aber eine ganz andere Sache ein Champion zu bleiben! Auch das sagte dir bereits dein Manager, der tatsächlich gar nicht mal so dumm ist wie er aussieht. Denn mit dieser Sache hat er vollkommen Recht! Und das wird eine sehr große Hürde sein. Denn diese Hürde werde ich sein! Ich werde bei Dooms Night im Ring stehen und dir diese Last wieder abnehmen, denn der Titel ist für dich keine Freude, sondern eine Last, ich kann es an dir erkennen! Ich nehm dir dein stolzes Auftreten nicht ab, ich nehme dir den Glauben an dich selbst, dass du der Beste bist, nicht ab!

Du bist ein wahnsinnig guter Wrestler, du kannst zu den Besten gehören, das sehe ich natürlich, ja!“


Er dreht sich kurz zu den Fans…


Zereo Killer: „Nur weil ihr mich für ein Arschloch haltet, und ich von euch auch nichts mehr halte, heißt das nicht, dass ich dumm bin, ich erkenne ein großes Talent… dennoch…“


Nun wieder zum GFCW Heavyweight Champion.


Zereo Killer: „Überlass diese Bürde Denjenigen, die damit umgehen können! Werde bei Dooms Night deinen Namen gerecht… und komm zum Ende!“


Kurze Redepause, ehe er weiterspricht.


Zereo Killer: „Denn ich wäre untröstlich, wenn es dir nach unserem Match so ergeht wie es heute Abend Joe Jobber ergangen ist.“


Aus dem Hintergrund wird es nun schließlich Zeit, dass auch der große Champion selbst, sich zu Wort meldet. Während Corleone ein weiteres Mikrofon gereicht bekommen hat, tritt End nun hervor und entreißt es seinem Manager auch direkt. Und dieser scheint nun zu erkennen, dass es jetzt keinen Sinn mehr hat End zurückzuhalten. End steht nun also direkt vor Zereo Killer.


The End: „Was für eine Hürde wirst du sein, hm? Vor einigen Jahren, da wärst du das sicherlich gewesen, doch heute? Heute schmückst du dich mit all diesen Erfolgen aus längst vergangenen Tagen und mit was? Mit einem Sieg über Joe Jobber? Wenn das die Kaliber sind, die du jetzt noch besiegen kannst, dann habe ich offensichtlich nichts zu befürchten, denn ich bin kein Jobber. Ich bin auch kein Ask oder kein Puppenspieler und schon die konntest du nicht mit eigener Kraft oder gar nicht besiegen. Ich bin The End. Ich war der mächtigste und beste Wrestler des vergangenen Jahres. Der Wrestler des Jahres. Ich habe den Mann, dem ich diesen Titel abgenommen habe, regelrecht geschlachtet. Ich habe das Jahr 2023 für die GFCW mit dem wichtigsten Sieg meiner Karriere beendet. All das, ist allein in den letzten vier Monaten geschehen und nicht vor Ewigkeiten. Wann hast du das letzte Mal etwas geleistet, was wirklich wichtig war?


Und davon abgesehen… schau dich an. Es sind nicht nur die fehlenden Erfolge, es ist auch alles andere. Title Night ist nun weit über einen Monat her und du hast noch immer mit deinen Wunden aus diesem Match zu kämpfen. Du hast den Schmerz noch nicht verkraftet. Nicht den Schmerz des Verlustes deiner Streak, sondern die Schmerzen, die der Puppenspieler dir zugefügt hat. Denkst du wirklich, du kannst auch nur ansatzweise den Schmerzen standhalten, die ICH dir zufügen werde? Dein Körper ist kaputt, deine Karriere ist kaputt und mit allem, was du jetzt noch tust, arbeitest du gewaltig daran alles zu zerstören, was noch von deinem Ruf übrig ist.


Und nach all dem… bist du kein Hürde für mich. Du bist ein geschenkter Sieg.“


The End pausiert kurz. Er hält den Blickkontakt bei, scheint aber mit seiner Ansage noch nicht fertig. End schnauft durch und scheint mehr oder weniger etwas mit sich kämpfen zu müssen, ob er sie überhaupt ausspricht. Aber dann setzt End wieder dieses süffisante, diabolische Grinsen auf und fährt fort.


The End: „Und ob du es glaubst oder nicht… aber das ist es nicht, was ich will. Ich will gegen DIE Legende antreten, von der Mister Corleone gesprochen hat. Ich will gegen DEN Top-Wrestler der Liga kämpfen, der sich dieses Match verdient. Ich will, dass du die beste Version deiner selbst bist. Die Gefährlichste und Stärkste. Die ist es, die ich besiegen will und die ist es, die ich besiegen werde.“


Auch wenn The End diese Worte auf seine typische Art und Weise spricht, wirken sie… ehrlich. Man könnte meinen, dass nach dabei sogar so etwas wie leichte Pops aus dem Publikum kommen. Mag man jetzt The End? Ruckartig dreht End jedoch seinen Kopf in die Massen mit einem ultimativ bösen Blick nach dem Motto „Schnauze!“, sodass die leisen Jubel-Rufe schon wieder verstummen, bevor sie überhaupt richtig aufkamen. MacKenzie verfinstert seinen Blick dabei und sieht seine unfreiwillig gewonnenen Gesprächspartner genau an.


Zereo Killer: „Ein verwundetes Tier, welches in die Ecke gedrängt wurde, kann am gefährlichsten Sein, merkt euch das.“


Diese Worte wurden absolut als Drohung an den Champion und dessen Manager ausgesprochen!


Zereo Killer: „Ich werde euch und der GFCW Galaxy beweisen, dass deine Championtitelregentschaft ein absolutes Versehen ist und im Endeffekt lediglich eine Randnotiz in der Geschichte dieser Liga sein wird!

Ich habe jetzt allerdings keine Zeit mehr länger mit euch zu plaudern. Ich habe heute noch etwas zu tun. Ich würde mir das genau ansehen, denn so kanns dir auch ergehen. Ich will nicht zu viel verraten, aber nach erledigter Arbeit… wirst du schon sehen, was ich damit gemeint habe.“


Nun drückt er den Schallwandler James Corleone fest an die Brust und verlässt im Anschluss den Ring. The End scheint noch ein weiteres Mal das Mikro zum Mund führen zu wollen, doch wieder hält Corleone ihn davon ab. In seinen Augen scheint hier alles gesagt wurden zu sein, was es zu sagen gibt. Fürs Erste.


Die Verbliebenen blicken dem Sieger des Openers also noch eine Zeit lang hinterher, ehe das Bild schlussendlich ausgefadet wird.



Wir schalten Backstage und werden begrüßt von den rot schimmernden Haaren BARBAROSSAS. Leger und lässig fläzt er auf einer schwarzen Ledercouch und als das Bild langsam zurück fadet sehen wir, dass er nicht alleine ist. Auch Amélie Schwanenburg ist im Raum. Mit einer schwarzen Mappe in der Hand und den Businessstyle-Meter auf das Maximum gedreht steht sie schnurgerade neben der besagten Couch.


Amélie: „Also...“


Es wirkt so, als wären bereits Worte gewechselt worden, bevor die Kamera drauf gehalten hat. Der junge Düsseldorfer verzieht die Mine auffallend, die Mundwinkel werden nach unten gezogen, die Augenbrauen nach oben.


BARBARROSSA: „Sie machen Ihren Job sicher richtig gut, klare Sache.“


Das Aber kann man bereits schon jetzt erahnen.


BARBAROSSA: „Aber...“


Noch bevor er weiter ausholen kann, interveniert Frau Schwanenburg.


Amélie: „Aber was?“


BARBAROSSA richtet sich langsam ein wenig auf, um eine natürlichere Sitzposition einzunehmen.


BARBAROSSA: „Ich glaube einfach nicht, dass das in diesem Moment das richtige für mich ist. Also verstehen Sie mich nicht falsch und so, aber ich bin nicht derjenige, der für andere arbeitet. Ich bin ein Freigeist, verstehen Sie?“


Verhaltenes Lächeln bei Amélie.


Amélie: „Vielleicht verstehst du das falsch. Es geht hier darum, von mir vertreten zu werden.“


Sie versucht die Contenance zu bewahren, aber es fällt ihr sichtlich schwer.


BARBAROSSA: „Ja, doch, ich verstehe das. Sehr gut sogar. Sehr gut, klare Sache.“


Langsam richtet sich der Deutsch-Koreaner auf.


BARBAROSSA: „Ich bin aber auch nicht so naiv, wie manche manchmal glauben, aus welchen Gründen auch immer.“


Lächelnd sucht er den Blickkontakt zu seiner Entourage, Yu Ye-Chan und Jung Ji-hoon. Ja, die sind auch da, aber wenn man sie nicht wirklich sucht und darauf achtet, wird der Ottonormalzuschauer nicht mitbekommen haben, dass sie auch im Bild sind, so unscheinbar sind die beiden.


BARBAROSSA: „Nichts für ungut, aber irgendwas sagt mir, dass Sie einen nicht nur so vertreten. Ich bin für den Vertrag und alles dankbar, aber..“

Amélie: „Kein aber!“


Nun fällt Zurückhaltung schwer.


Amélie: „Weißt du eigentlich, an welchen Strippen ich ziehen musste, um diese bescheuerte Battle Royal überhaupt ins Leben zu rufen? Durch wie viele Reifen ich springen musste? Weißt du das?“


BARBAROSSA zuckt mit den Schultern.


Amélie: „Und weil das alles so Last Minute war musste ich noch händeringend dieses Sponsoring irgendwie an Land ziehen um die Stars zu bezahlen, die am Ende dafür gesorgt haben, dass DU besser aussehen kannst. Das alles nach Absprache, mit dir. Also komm' mir jetzt nicht so, von wegen du bist nicht so naiv, wie manche manchmal denken. Du bist NAIV wenn du glaubst, dass du ohne mich besser dastehst. Die Möglichkeiten und Türen, die ich öffnen kann, davon kannst du nur träumen.“

BARBAROSSA: „Na ja, die Sache ist... Ich denke nicht, dass Sie mich bloß vertreten. Wie gesagt, ich habe kein Bock für irgendwen zu arbeiten. Und ganz klare Sache, wenn man von Ihnen vertreten wird, sind Sie der Boss. Das respektiere ich, auf jeden Fall. Aber ist halt auch nicht mein Ding. Ich bin auf jeden Fall dankbar und was nicht alles, aber ich denke hier endet dann auch die Zusammenarbeit.“


Er blickt auf die schwarze Mappe.


BARBAROSSA: „Also Vertrag, nein Danke. Wir können gute Beziehungen pflegen, klare Sache, aber ich unterschreibe hier gar nix. Und jetzt wäre es richtig klasse, wenn ich mich vor meinem Match heute noch ein bisschen entspannen könnte.“

Amélie: „Das kann nicht dein Ernst sein.“


Der Blick von BARBAROSSA verrät jedoch: Das ist sein Ernst.


Amélie: „BARBAROSSA, du verstehst nicht anscheinend noch immer nicht, was hier auf dem Spiel steht. Diese Gelegenheit hier, sie ist einmalig. Das hier ist keine gewöhnliche Zusammenarbeit – das ist die Chance deines Lebens! Wie bereits erwähnt, den Einfluss den ich habe, den wirst du so in dieser Form nirgendwo bekommen.


Der rothaarige Mann beginnt sich zu dehnen und zu strecken, während er Amélie so halb anschaut.


BARBAROSSA: „Ja, ja. Ich versteh das schon. Sie brauchen das nicht andauernd wiederholen. Ich kenne mich durchaus mit Leuten wie Ihnen aus, Einfluss und so. Ja ja. Aber ich halte die Fäden in der Hand. Ich vertraue nur mit selbst. Kapische?“


Amélie kämpft mit ihrer Fassung, während sie die schwarze Mappe fest in ihren Händen hält.


Amélie: „Das wirst... das wirst du bereuen, BARBAROSSA. Ohne mich wirst du niemals so weit kommen, wie du kommen könntest. Und weißt du was? Mich auf der anderen Seite zu haben... na ja, muss ich dir das Bild ausmalen?“

BARBAROSSA: „Ich gehe meinen Weg. Konsequenzen trage ich, klare Sache. Aber was bin ich es wert, wenn ich es nicht auf meine Art und Weise packe? Ich habe zuletzt auch auf mich gesetzt. Bei Brainwashed wollten Sie mich schon haben. Ich habe Nein gesagt, weil ich unfinished Business hatte. Und schon damals sagten Sie, dass das eine einmalige Chance war. Aber am Ende war es das ja nicht, ich bin ja schließlich doch hier. Ich setze also wieder auf mich, auf meine Instinkte und mein Können.“


Ein kurzer Moment der Stille füllt den Raum, während die Anspannung zwischen den beiden spürbar wird.


Amélie: „Du wirst sehen, wie dumm diese Entscheidung gewesen ist. Viel... Glück bei deinem Match heute. Du wirst es brauchen.“


Frustriert und enttäuscht verlässt Amélie den Raum und lässt BARBAROSSA zurück, der sich wieder auf die Couch fallen lässt. Sofort bekommt er Wasser und Obst von links und rechts gereicht, während das Bild langsam fadet.



Hochmotiviert hat sich Mykru offensichtlich daheim vorbereitet, ist nun hier in der gemeinsamen Kabine Turtugals und pfeffert einen fetten weißen Ordner mit einer unnötigen Wucht auf die Tischplatte, dass Thomas Camden neben ihm tatsächlich kurz zusammenzuckt, obwohl er die Aktion seines Partners doch aus nächster Nähe beobachten kann, ist dann aber direkt wieder gefasst, als der Sonderbare mit dem Finger an der Seite des inneren Blätterstapels entlang fährt, bei einem kleinen Klebezettelchen hängen bleibt, den Fingernagel einhakt, den Ordner aufschlägt und eine Seite mit Bild des heutigen Gegners, Johnny Dreyer, samt gemalten bunten Balken, hingeklebtem Ausrufezeichen daneben und Symbolen darunter präsentiert, die auch einem Charakterprofil eines jeden Videospiels entspringen könnten, bei dem man einen eigenen Charakter erstellen kann - das GFCW-Sims-Addon.


Thomas: „Nich schlecht Herr Specht. Und das haste damals für jeden ausm Performance Center gemacht?“


Leuchtenden Auges glubscht Mykru seinen Partner an, hat den Mund natürlich wieder mal nicht geschlossen, muss das für ein Nicken aber auch nicht tun, da der Fokus der beiden hier ja eh auf dem Buch vor den beiden liegt, bei welchem der Schweigsame nun noch ein paar Blätter in die Hand nimmt und das Blättern beginnt, wodurch man kurz Einblicke in die gesammelten Gedanken zu Themen wie Timo Schiller, Aiden Rotari, Kyle Douglas, Scarecrow, samt durchgekreuztem Herz, oder auch Mykru selbst mit natürlich sämtlichen Balken bis zum Anschlag ausgemalt, wobei das ganze Blättern Camden vielleicht ein wenig zu schnell geht, insgesamt aber auch nicht so hundertprozentig zielführend erscheint, weswegen er vorsichtig aber bestimmt seine Hand auf das Buch legt und es langsam schließt, gerade so um nicht seinen Partner und dessen mitgebrachte Mühe zu kränken.


Thomas: „Edel Mykru…verdammt edel. Aber wir müssen uns nich verrückt machen. Wir können jetz nich jeden Typen auswendig lernen und uns zig Pläne zusammenschustern. Das kömmer dann machen, wenn Ricksenburg vor uns steht, dann wird’s auch nötig sein…weißte ja selber oder?“


Betrübt sacken der Kopf des Schweigsamen ein stückweit nach unten, was Camden aber nur ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.


Thomas: „Hey passt schon. Mit deiner Vorgeschichte mit den beiden und meiner ganzen Zeit mit Alex, da haben wir genug Infos für ‘nen ganzen neuen Ordner von dir. Da würden wir schon bereit sein.“


Leuchtend melden sich Mykrus Augen zurück.


Thomas: „Aber Schritt für Schritt. Inner letzten Show war’n wir doch gut dabei und da mach’n wir heute einfach weiter. Bin ja mal gespannt, wen Johnny auspackt…aber wenn Ricksenburg will, dass sich Teams hervortun…dann sollten wir heute mal ‘n Zeichen setzen, oder?“


Eifrig nickt Camdens Partner und nimmt die Fäuste bereits kampfeslustig hoch, was auch die Zuversicht des Oregonos steigert.


Thomas: „Na dann…lass uns Ricksenburg beeindrucken.“


Singles Match:

BARBAROSSA vs. Beksultan Pekanov

Referee: Thorsten Baumgärtner

Die Yayla Arena in Krefeld mag zwar einen ungewöhnlichen Namen tragen, doch die Gänge im Backstagebereich sind so grau und trostlos wie überall. Das Einzige, was ihnen im übertragenen Sinne Farbe verleiht, sind die Athleten und außergewöhnlichen Persönlichkeiten des großen Wrestling-Wanderzirkus GFCW.
Die personifizierte GFCW, Mac Müll, hat einen jener Männer aufgegabelt und zum Interview gestellt. Während Müll sein Mikrofon in Position bringt, tritt sein Gegenüber genervt von einem Fuß auf den anderen und fährt sich mit der schwieligen Hand durch den Bart – es ist der ehemalige (oder noch immer?) GTCW-Wrestler Beksultan Pekanov, der sich mit seiner Herausforderung in Richtung BARBAROSSA augenscheinlich aus dem Nachwuchs verabschiedet hat. Nur noch wenige Augenblicke sind es, bis der erste Singles-Fight in der GFCW-Karriere des Kasachen angeläutet wird und Pekanov wirkt eher ungeduldig als nervös. Eines ist jedoch sicher: Ihm passt es überhaupt nicht, jetzt noch Müll Rede und Antwort zu stehen.

Mac Müll: „Beksultan, ich kann deine Musik quasi schon hören…gleich geht es raus für dich. Erzähle mir: Was geht dir gerade durch den Kopf? Schließlich warten da draußen 8.000 Fans darauf, deinen ersten Kampf abseits einer Battle Royal zu sehen. Zumindest auf der großen Bühne.“

Der Kasache schnauft und schüttelt mit dem Kopf, kaum dass die Frage ausgesprochen ist. Er nimmt ein weißes Handtuch, dass auf seiner Schulter liegt und knüllt es in den Händen. Seine dunklen Augen bohren sich in Mac, komplettieren einen völlig sympathielosen Ausdruck.

Beksultan Pekanov: „Ist es dir nicht irgendwann zu blöd, seit 20 Jahren die gleichen, langweiligen Fragen zu stellen? Wie viele Debüts hast du schon gesehen in dieser Liga? Hunderte? Tausende? Und trotzdem stehst du noch da mit deinem hündischen Beta-Ausdruck, blickst die Wrestler treudoof an und willst, dass sie dir Antworten auf Dinge, die schon auf jede erdenkliche Weise dutzendfach beantwortet wurden. Wahrscheinlich würde es dich freuen, wenn ich die klassische Rookienummer abziehe und mich dankbar für die Gelegenheit zeige…oder wenn ich mein Selbstbewusstsein auf lächerliche Weise darstelle und mit markigen Sprüchen ankündige, bald alle Titel zu gewinnen.“

Die Strategie von Pekanov, auf die Frage so verquer zu antworten, bringt selbst den erfahrenen Mac Müll dazu, die Stirn zu runzeln und erst einmal gar nichts zu sagen.

Beksultan Pekanov: „Erwartest du, dass ich sage, ich sei nervös, aufgeregt, dankbar? Nichts von dem bin ich. Dies ist nicht einmal ein besonderer Tag für mich. Es interessiert mich nicht, wie viele Zuschauer in der Halle sind und zuschauen, wie ich BARBAROSSA besiegen werde. Und weißt du warum?“

Der überrumpelte Interviewer ringt sich nur zu einem Kopfschütteln durch und belässt das Mikrofon genau vor Pekanov, um diesem die Gelegenheit zu geben, seine Frage selbst zu beantworten.

Beksultan Pekanov: „Im Kampfsport…ja, Sport…geht es nicht um das Drumherum. Es geht um den Akt an sich. Den Kampf. Die Technik auf der Matte und die Strategie für den Fight. Und das sind Dinge, die sollte jeder ernstzunehmende Kampf-SPORTLER im Tiefschlaf beherrschen. Egal, ob er vor 8.000 Zuschauern antritt, in einem Hinterhof vor 50 Leuten oder allein mit einem Sparringpartner im Gym. Wer sich davon ablenken lässt, dass sein Fight nun Teil einer großen, lächerlichen Show ist, der gehört nicht in den Kampfsport. Wieso sollte es mir also etwas bedeuten, nun in der GFCW zu sein und BARBAROSSA hier in…“

Er stockt einen Moment als ihm ein entscheidendes Detail nicht einfällt.

Mac Müll: „Krefeld.“

Beksultan Pekanov: „…Krefeld zu bekämpfen? Wir hätten es auch im GFCW Performance Center machen können. Ganz ohne Zuschauer. Das Resultat wäre das Gleiche gewesen. Und meine Verfassung im Kopf wäre genauso gewesen wie jetzt. Weil ich das Kämpfen noch ernst nehme. Weil ich gut trainiert bin. Ich weiß, dass die Automatismen greifen werden.“

Das Stirnrunzeln Mülls wird etwas weniger, so langsam scheint er zu verstehen, worauf der Kasache hinauswill.

Mac Müll: „Und glaubst du, dass es bei BARBAROSSA genauso sein wird? Wird ihn das Rampenlicht mehr beeinflussen als dich?“

Beksultan Pekanov: „Oh, da bin ich mir sicher…“

Er wischt sich mit dem Handtuch durchs Gesicht und wirft es dann wieder auf seine Schulter. Der Ansatz eines hämischen Lächelns zeichnet sich auf den Lippen ab.

Beksultan Pekanov: „BARBAROSSA ist genau eine solche Gestalt, wie du sie als Wrestlingreporter in den letzten 20 Jahren hundertfach gesehen hast. Einer, der für den Ruhm lebt. Auch wenn er nicht öffentlich zugeben wird, dass ihm an der Meinung der Fans gelegen ist. Aber ich bin mir sicher, er steht jetzt hinter seiner Kabinentür, wartet auf das Klopfen des Road Agents und kann gar nicht erwarten, dass es losgeht. Er hat sicherlich jeden Schritt geplant, wie er sich inszenieren will. Selbst, dass es so rüberkommen soll, als wäre es genau das nicht…und er völlig locker. Er ist ein Showkämpfer. Und genau deshalb in dieser komplett verlogenen Wrestlingwelt am richtigen Ort. Das Problem ist nur…“

Aus dem Hintergrund nähert sich eine Mitarbeiterin im GFCW-Shirt und Headset auf dem Kopf. Sie kommt auf Pekanov zu und deutet in Richtung des Ringes, dann auf ihre Uhr. Aus der Ferne vernimmt man, dass die Musik des Kasachen bereits begonnen hat.

Beksultan Pekanov: „….Leute wie er gibt es zu viele in dieser Branche. Sie haben nicht den richtigen Fokus. Wenn es drauf ankommt, versagen sie. Und das werde ich ihm heute beweisen…er mag derjenige sein, den die GFCW an der Spitze sehen will, da er schillernd ist. Aber im Ring bin ich der Bessere.“

Ohne Verabschiedung wendet sich der Kasache von Müll ab, lässt diesen stehen. Er läuft der Mitarbeiterin hinterher, die ihn vorbei an anderen Produktionsmitarbeiterin Richtung Vorhang lotst. Doch auf halber Strecke überholt Beksultan sie und drückt sich an ihr vorbei als würde sie überhaupt nicht existieren. Er blickt in die Kamera, die auf Gesichtshöhe ist, schenkt den Zuschauern einen martialischen Ausdruck und wischt sich mit dem Handtuch durchs Gesicht. Dann greift er in den Bund seiner schwarzen MMA-Shorts, zieht einen schwarzen Zahnschutz hervor und setzt ihn sich ein. Durch die nun verdeckten Zähne wirkt sein Grinsen noch unmenschlicher.


Einen Moment bleibt Beksultan Pekanov vor dem Vorhang stehen.
Dann tritt er hindurch.



Pete: „Jetzt geht’s los. Heute schauen wir, ob die GTCW ihren Dienst als Starschmiede erfüllt hat…zwei der großen Namen schenken uns hoffentlich einen spannenden Singles-Fight.“


Mit akkurat gestutztem Bart und überlegener Mine tritt der selbsternannte Alpha auf die Rampe. Er bleibt ganz an ihrem Anfang stehen und hört auf die Klänge seiner Musik. Er trägt ein schwarzes Shirt, auf den eine stilisierte Faust abgebildet ist. Darunter steht ein Name – mutmaßlich der eines MMA-Gyms, auch wenn das für den durchschnittlichen GFCW-Zuschauer aufgrund der verwendeten kyrillischen Buchstaben nicht erkennbar ist.

Sven: „Im Interview eben kam es Beksultan sehr darauf an, nicht für einen Schwätzer gehalten zu werden, der große Töne spuckt…aber im Grunde hat er trotzdem genau das getan. Nun sehen wir, was dahinter steckt.“

Pete: „Ich habe natürlich fleißig GTCW geschaut und weiß, was er draufhat. In BARBAROSSAs Haut möchte ich nicht stecken.“

Pekanovs Unterkörper ist mit rot-schwarzen Shorts bekleidet, die bis knapp über die Knie gehen und dem Blick frei lassen auf schmale Kneepads. Der Kasache trägt Ringschuhe mit kurzem Schaft, die nur knapp den Knöchel verdecken, auf einen Schutz fürs Schienbein verzichtet er. Seine Hände sind getaped.

Laura: „Mit einem Gewicht von 86 Kilogramm bei einer Größe von 1,79m…aus Astana, Kasachstan. Beksultan Peeeekanov!“

Der Kasache springt mit einer schnellen Körperbewegung auf den Apron und lehnt sich an die Ringseile. Eine geballte Faust wird in die Kamera gereckt, dann tritt Pekanov in den Ring und nimmt seine Stellung in der Ringecke ein.

Der Clash der ehemaligen GTCW-Stars steht nun kurz bevor. Rote Letter formen sich auf dem Titantron.


B A R B A R O S S A



Leichtes, rötliches Licht färbt die Halle und der junge Deutsch-Koreaner kommt durch den Vorhang. Wer seine bisherige Karriere verfolgt hat, dem fällt auf, dass er hier auf seine lange Wrestling-Hose verzichtet hat und ein eher MMA-esques Outfit gewählt hat. Man muss jetzt kein Raketenwissenschaftler sein, dass er damit natürlich seinen heutigen Gegner und seine Aussagen zum Thema Sport oder eben Nicht-Sport hier befeuern will. Aber im Ring lässt sich Beksultan noch nichts anmerken.


Selbstbewusst und schattenboxend macht er sich langsam auf den Weg zum Ring und wir sehen schon, dass er von zwei Männern in Anzügen begleitet wird. Seine Entourage, Yu Ye-Chan und Jung Ji-hoon sind auch dabei. Auch wenn sie sehr unscheinbar wirken, wenigstens das Outfit stimmt.


Am Ring angekommen, entert BARBAROSSA diesen über die Ringtreppe und stellt sich auf das oberste Ringseil und beginnt sich noch einmal zu feiern, ehe er seine Boxer-Robe gen Entourage gleiten lässt. Ein paar wütende Worte gibt es, nachdem einer der beiden sie fast zu Boden fallen lies, aber am Ende des Tages ist doch noch mal alles gut gegangen. Der Kampf kann beginnen.


DING DING DING


BARBAROSSA zeigt direkt mal, dass er im Ring gut was drauf hat und seine Erfolge in der GTCW kein Zufall gewesen sind. Er kann Pekanov gut bearbeiten und lässt gar technische Finesse durchblitzen, ehe sich der Kasache aber peu a peu wieder in das Match zurück arbeitet. Arbeitet ist hier das richtige Wort, denn das, was er macht hat Methode und ein Schritt baut auf dem nächsten auf. Während BARBAROSSA ein paar fixe Konter zeigen kann und auch einen ansehnlichen Dropkick auspackt, wendet sich nach und nach das Blatt und Pekanov kann Brawling in Suplexes in Holds verwandeln. Da greift ein Rädchen ins Nächste.


Dass BARBAROSSA aber nicht so einfach klein zu bekommen ist, muss Beksultan dann aber auch feststellen. Immer mal wieder blitzt die Klasse durch, gerade wenn es darum geht, seinen Gegner einzurollen, sein Gewicht so zu verlagern, dass Pekanovs Schultern auf dem Boden sind um so Holds zu lösen oder kreative Wege findet, seinem Gegner ansatzlos eine zu verpassen. Wir sehen hier ein interessantes Bild, Pekanov wirkt insgesamt deutlich „konstanter“ in seinen Aktionen, während BARBAROSSA eher jede seiner Aktionen „spontan“ und der Situation entspringend anbringt. Dadurch zeichnet sich ein sich wiederholendes Bild, dass Pekanov durch seine aufeinander aufbauenden Aktionen die Überhand zu gewinnen scheint, nur um an einem wechselnden Punkt immer ein Stöckchen zwischen die Zahnrädchen zu bekommen und dadurch ins Stocken gerät. BARBAROSSA macht das besser und besser und seine etwas ultraorthodoxe Art und Weise sorgt dafür, dass auch er die ein oder andere proaktive Aktion zeigen kann.


Als Pekanov merkt, dass er hier doch mehr Probleme mit dem Düsseldorfer hat, als er zu erst wohl vermutete, dreht er selbst aber auch auf. Er wollte wohl genau prüfen, was sein Gegner drauf hat, ehe er zum nächsten Schritt ansetzt und genau das tut er jetzt auch. Ein wunderbarer Belly to Belly Suplex vom Top-Rope sorgt für einen Near Fall, während ein Cross-Armbar auch nur knapp entronnen wurde, indem BARBAROSSA das Seil erreichen konnte. Zwar gelingt es BARBAROSSA noch immer den ein oder anderen Konter zu zeigen und seine Aktionen an die seines Gegners anzupassen, doch die schiere Macht des Kasachen nimmt langsam aber sicher Überhand.


Pete: „Hier sehen wir eindrucksvoll, warum diese beiden Männer als zwei der Besten in der GTCW galten!“

Sven: „Ein sehr spannender Fight, das stimmt.“


Aber es gibt noch mal ein Hurra seitens BARBAROSSAS. Dank eines cleveren Konters gewinnt er das Heft des Handelns zurück und zeigt, dass sein Wrestling auch nicht von schlechten Eltern ist. Mit einem Russian-Leg-Sweep will er einen Finisher vorbereiten, die Engelsbrücke, ein Moonsault-Senton vom Top Rope. Doch Pekanov kann sich gerade so wegrollen und BARBAROSSA springt ins Leere. Hier will Pekanov dann direkt Kapital draus schlagen und setzt zu einem Anaconda Choke an, doch PLÖTZLICH passiert es.


Die Entourage von BARBAROSSA hat genug gesehen und gemeinsam zerren sie Beksultan aus dem Ring heraus.


DING DING DING: SIEGER DES MATCHES DURCH DQ: BEKSULTAN PEKANOV!


Tritte und Schläge regnen auf den Kasachen, doch das hält ihn nur kurz auf. Die beiden schwächlichen Männer sind nicht ansatzweise genug, um irgendwas gegen ihn ausrichten zu können und so räumt er sie mit Leichtigkeit um. Natürlich ist er wütend und sauer und das lässt er nun an den Beiden aus. Doch BARBAROSSA zeigt einen Suicide Dive und räumt damit Beksultan ab, sodass sie danach zu Dritt auf ihn einprügeln können. Aber auch gegen die Drei kann sich Beksultan langsam aber sicher wieder aufraffen und zurück fighten. Beide Seiten müssen einstecken, wobei BARBAROSSA am wenigsten abbekommt, da dies durch seine Entourage aufgesaugt wird. Insgesamt kippt die Waage leicht in die Richtung der Deutsch-Koreaner, als langsam die Security-Kräfte heran rücken um die Parteien zu trennen.


Pete: „Die Security hat Mühe hier Ordnung rein zu bekommen!“

Sven: „Beide Seiten sind nicht miteinander fertig, das merkt man sehr deutlich.“


Es braucht mehr und mehr Männer um hier Ordnung zu schaffen, doch immer mal wieder werden Schläge, Tritte und was nicht alles ausgetauscht. Doch am Ende befiehlt BARBAROSSA seiner Entourage den Rückzug, während weiterhin Blicke und auch Worte ausgetauscht werden.


Pete: „Ein eigentlich sehr spannendes Match, das wird sicher in die nächste Runde gehen!“

Sven: „Und ob. Das Ganze wird ein Nachspiel haben und nachdem, was ich hier und heute gesehen habe, kann man sich darauf definitiv freuen.“


BARBAROSSA und seine Entourage verlassen rückwärts gehend die Ringside, während Beksultan von der Security zurückgehalten wird.


FADE OUT




Schwanenburgunder.


Jetzt noch überlegener im Geschmack.


Noch siegreicher im Abgang.


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Der edle Tropfen des Erfolges.


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So genießt bloß ein Kaiser.


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Ricksenburg-GTCW Tag Team Challenge:

Referee: Karo Herzog


Sie sind hier. Die GFCW Tag Team Champions. Das BESTE Team der Welt.


RICKSENBURG



Ein goldener Spot, sie stellen sich hinein und präsentieren ihre Tag Team Championships. Offensichtlich haben sie eine Challenge ins Leben gerufen, was das genau bedeutet, werden sie uns sicher in Kürze verraten.


Gemeinsam stolzieren sie zum Ring, selbstbewusst wie eh und je und freuen sich offensichtlich, hier und heute antreten zu können. Am Ring angekommen, betreten sie diesen simultan und es gibt einen erneuten goldenen Spot im Ring, in dem sie sich noch einmal sonnen und ihre Titel präsentieren.


Doch bevor die Challenge startet, schnappen sich Alex und Antoine jeweils ein Mikrofon. Letzterer visiert die Kamera an beginnt.


Antoine: „Ricksenburg ist ewig.“


Klassiker, kann man immer bringen.


Antoine: „Alex und ich brauchen hier nicht jede Show heraustreten und herunter beten, wie fantastisch wir sind. Wir lassen Taten sprechen, schon immer taten wir das und genau das werden wir auch wieder tun.“

Alex: „Denn wir sind die Konstante der Liga.“

Antoine: „Und wir stehen auch nicht hier und warten, bis wir herausgefordert werden. Wir sind die Flut, welche alle Boote hebt. Aus genau diesem Grund haben wir eine besondere Herausforderung ins Leben gerufen.“


Während er das Mikrofon mit der rechten Hand hält, zeigt er mit der linken Hand drei Finger.


Antoine: „Drei Teams aus der GTCW bekommen nacheinander die Chance, gegen uns, die GFCW Tag Team Champions, gegen Ricksenburg, anzutreten. Heute, in zwei Wochen und in vier Wochen jeweils ein Team. Schafft es ein Team davon zehn Minuten gegen uns zu bestehen...“


Ein kleines Lachen dringt sich durch den gut gepflegten Bart.


Antoine: „Oder uns gar zu besiegen...“


Contenance bewahren.


Antoine: „So erhält dieses Team bei Doom's Night die einmalige Chance, gegen uns um die Titel anzutreten...“


Die Galaxy ist dem Vorschlag gar nicht abgeneigt, tatsächlich gibt es sogar einige Jubelnde. Dann gibt es aber auch einen Mathematiker, der Anflüge von Euphorie allein schon durch seine Sprechweise oftmals im Keim erstickt. Mit diesem Auftrag tritt er nach vorn.


Alex: „Wir sind Ricksenburg. Wir machen aus der Not eine Tugend. Wir geben Möglichkeiten. Wir sehen, was German Fantasy Championship Wrestling uns zu bieten hat. Wie weit andere Gruppierungen von uns entfernt sind. Und wir werden es beweisen. Auftritt für Auftritt für Auftritt bis sich jemand herauskristallisiert, der uns zumindest eine Herausforderung bieten kann. Die goldene Zeit der Teams soll zurückkehren.“


Dann verfinstert sich Alex’s Blick. Er nimmt die Kamera direkt ins Visier.


Alex: „Und wenn wir erst alle einzeln besiegt haben, dann versucht es eben nacheinander.“


Antoine: „Richtig, Alex. Sollte es keines der drei Teams schaffen, zehn Minuten gegen uns zu bestehen oder uns gar zu besiegen, so treten wir bei Doom’s Night nacheinander gegen jedes dieser Teams an und zeigen der GFCW und der Welt einmal mehr, dass wir das beste Tag Team aller Zeiten sind.“


An Selbstvertrauen mangelt es den beiden offensichtlich nicht. Glücklicherweise aber auch nicht an Gegnern, denn ihrem Wunsch wird sogleich Folge geleistet. Die Open Challenge wird angenommen und es heißt Ricksenburg


Gegen


Toby Jinger & Cecilio Balboa!


Der Hype-Man aus Wisconsin, sowie der Partykoloss mit panamaischen Wurzeln kommen gut gelaunt hinter dem Vorhang und es wirkt nicht so, als seien sie von Ricksenburg beeindruckt, im Gegenteil. Sie finden es offensichtlich geil hier und heute dabei sein zu können und verbreiten gute und positive Stimmung auf dem Weg zum Ring. Dort angekommen, klatschen die beiden sich ab und sprechen sich Mut zu, ehe die Party wirklich starten kann.


Das Match geht los, das Party-Biest Balboa beginnt den Kampf gegen das genaue Gegenteil von ihm: Alex Ricks. Stoisch, neutral, keine unbedachten Körperbewegungen, auch wenn Cecilio diese aus ihm heraus kitzeln möchte. Aber Party ist für Alex Ricks dann, wenn er seine Gegner in Holds und Co hat und genau das ist das Bild, was sich hier zeichnet. Balboa hat große Probleme mit Alex fertig zu werden und es sieht so aus, als könne Alex noch deutlich mehr zeigen, wenn es nötig wäre.


Das Match, wenn man es Match nennen möchte, ist von vorne bis hinten recht einseitig. Nachdem Alex seinem Partner auch etwas Freude bereiten will, gibt es ein paar gekonnte Tags, rein und raus, so kennt man das bei Ricksenburg. Sie halten sich gegenseitig frisch und stutzen die Flügel des extravaganten GTCW-Stars.


Das kleine Einmaleins der Holds wird sowohl von Alex, als auch von Antoine ausgepackt und sie haben sichtlich Freude daran, den Jungstars hier eine kleine Lektion zu erteilen. Von Sekunde zu Sekunde sollte sich Jinger mehr freuen, dass er das Match nicht begonnen hat, aber nein, der Enthusiasmus ist groß, er möchte in das Match und Antoine lässt den armen Cecilio dann auch tatsächlich den lang ersehnten Tag machen, aber „Hot“ ist dieser Tag noch lange nicht, denn auch wenn Toby hier loslegen will, wie die Feuerwehr, fängt er sich einen schnellen Belly to Belly Suplex von Antoine ein, woraufhin dann auch Jinger sich über die Rings of Saturn erfreuen darf.


Pete: „Ehrlicherweise muss man sagen, dass das so zu erwarten gewesen ist.“

Sven: „Ricksenburg ist das beste Tag Team in der Geschichte der Welt, das war tatsächlich zu erwarten.“


Cecilio kann das Elend nicht mehr mit ansehen und unterbricht einen Hold durch einen Eingriff um Jinger zu erlösen, aber das gefällt Antoine natürlich ganz und gar nicht, der Cecilio kurzerhand mit einem CULTURE SHOCK aus dem Weg räumt.


Dann folgt der TAG zu Alex Ricks, der dann auch mit Jinger kurzen Prozess im LIMES macht. Genug gespielt und so ist hier nach guten vier Minuten auch Schicht im Schacht.


SIEGER DES MATCHES DURCH SUBMISSION: RICKSENBURG


Pete: „Eine Lehrstunde, so kann man es nennen, denke ich!“

Sven: „Absolut. Jinger und Balboa haben sicherlich auch ihr Talent, aber da gibt es doch noch den ein oder anderen Punkt, an dem sie arbeiten müssen. Es ist keine Schande, gegen Ricksenburg zu verlieren, auch nicht in dieser Form, sie sollten es wirklich als Erfahrung sehen.“

Pete: „Und, Sven, wenn ich Antoine zuvor richtig verstanden habe, bekommen sie ja bei Doom’s Night noch eine Chance in einem Gauntlet Match! Zumindest falls es in den kommenden zwei Shows kein anderes GTCW Team schafft, Ricksenburg zu besiegen oder mindestens zehn Minuten zu bestehen.“

Sven: „Da dies sehr unrealistisch ist… ja, sie werden ihre Chance bekommen. Mal sehen, was sie bis dahin gelernt haben werden.“


Antoine entsorgt Jinger rüde aus dem Ring, während Balboa bereits draußen liegt. Gemeinsam feiern die Tag Team Champs, zelebrieren ihren Sieg und recken die Gürtel nach oben.


RICKSENBURG IST EWIG




Ein cremiger Teig wird vom Rührgerät bearbeitet. Fast schon hypnotisierend bleiben die Furchen des Rührers in der Masse eingekerbt, bis eine Runde vollendet ist und der Teig an gleicher Stelle wieder durchfahren wird.


Von oben rieseln plötzlich kleine Stückchen Schokolade in den Teig. Sofort werden sie vom Teig aufgefangen und durch das Rühren in der Masse vergraben.


Aus dem Off ertönt die Stimme einer Frau. Lieblich, fast schon verführerisch haucht sie in das Mikrofon.


Schokoladig...


Die Schokosplitter hören auf zu fallen. Stattdessen läuft von der anderen Seite nun weiße Sahne, gemischt mit Karamell, in die Schüssel.


Cremig...


Und wieder beginnt das Rieseln. Diesmal jedoch keine Schokolade. Feine Bröckchen an Haselnüssen regnen in den Teig.


Nussig...


Fließend geht das Bild über. Weg von der Rührschüssel und hin zu einem fertigen Kuchen, serviert auf einem edlen schwarzen Teller mit goldener Verzierung. Mit Schokolade überzogen ruht er dort und wirft einen matten Glanz in den leeren Raum. Langsam wird alles gedreht und von allen Seiten präsentiert. Dazu wieder die Stimme...


Das Ergebnis...


Wieder verschwimmt das Bild und statt dem Kuchen dreht sich auf dem Tisch nun ein weißer Karton. Dann stoppt er. Abrupt schaltet die Kamera um, zeigt das Logo der Box. Dazu eine gänzlich andere Stimme. In einem ganz anderen Tonfall...



Alex: Pi-Pie. Rund in der Form, rund im Geschmack. Der Genuss...ist nur eine logische Konsequenz.


JETZT NEU!




Der PI-PIE² verwöhnt den Gaumen mit Zartbitter-Schokostücken und einer himmlischer Glassur in saftig lockerer Konsistenz. Und das alles ganz:


  • VEGAN

  • Laktosefrei

  • Glutenfrei und weizenfrei.


Die liebliche Frauenstimme wird wieder von der Monotonie des Mathematikers ersetzt.


Alex: Minus Laktose, minus Gluten ergibt plus Geschmack.



Die GFCW Tag Team Champions sitzen bereits am Pult, haben sich zu Sven und Pete gesellt, nachdem sie ihre Challenge heute bereits mit Bravour meisterten.


Sven: „Meine Damen und Herren, Alex Ricks und Antoine Schwanenburg beehren uns für das kommende Match und das freut und ehrt uns natürlich sehr. Hallo Ricksenburg!“

Antoine: „Hallo.“


Alex nickt.


Pete: „Vor wenigen Minuten habt ihr Toby Jinger und Cecilio Balboa besiegt und jetzt scoutet ihr bereits eure kommenden Gegner. Was denkt ihr von diesem Match?“


Antoine: „Nun, RICKSENBURG ist das Beste, was der Tag Team Szene jemals passiert ist und wie wir bereits sagten, wir elevieren einfach alles, was wir anfassen und dementsprechend sind wir auch absolute Tausendsasser, um jedem Team auf der gesamten Welt zu zeigen, dass wir sie 1. sehen und 2. zeigen, dass sie niemals so gut sein können, wie wir. Aber wie gesagt, wir schauen ihnen gerne dabei zu, wie sie es versuchen.“

Alex: „Vor allem, wenn es dabei im Voraus große Worte gibt. Wir werden sehen, ob Thomas auch Taten folgen lassen kann.“


Sven: „Schön gesagt, das Niveau hier am Tisch habt ihr zwei Beiden auf jeden Fall schon mal eleviert und ich freue mich umso mehr, auf das, was nun kommen wird.“



Angepeitscht vom donnernden Schlagzeug springt Mykru nach diesem Auftritt der Tag Team Champions energiegeladen wie ein Kobold mit Einsetzen der Flöten auf die Rampe und wird nur zwei Sekunden später von Thomas Camden zur Freude der Galaxy komplettiert um mit ihm gemeinsam zum Ring zu gehen und sich auf das Match und tatsächlich auch über die Fanreaktionen zu freuen, während Camden natürlich auch den Zuspruch der ZuschauerInnen genießt, sich insgesamt aber mehr darauf konzentriert, das Theme von Team Turtugal mit ausbaufähigem Spanisch mitzusingen und pünktlich zum Refrain nicht nur die Fans sondern sogar auch Ricksenburg zum Mitsingen zu animieren, was so semi-gut bis selbstverständlich überhaupt nicht funktioniert.

VEN!

Quiero oír tu voz

y si aún nos queda amor!

Impidamos que esto muera!


VEN!

Pues en tu interior

está la solución!
De salvar lo bello que queda!


Motiviert erreichen und entern sie den Ring, wobei Camden natürlich seinen markanten Klimmzug zeigt, während Mykru einfach so in den Ring rutscht und dann geht es direkt zu Ricksenburg um ihnen noch einmal gestisch, was vor allem dem Sonderbaren immer bestens gelingt, zu verstehen zu geben, dass sich die beiden dieses Match genau anschauen sollten, bevor der Blick dann doch zur Rampe geht um herauszufinden, wer genau nun Johnny Dreyers Partner ist.



Eröffnet wird der Song von einem Keyboard, kurz darauf setzen auch Schlagzeug und Gitarre ein und ergeben eine Symbiose, die eines Wrestling Einzuges nicht würdiger sein könnte.

Unter diesen druckvollen Klängen betritt langsamen Schrittes Johnny Dreyer die Entrance-Stage. Er scheint diesen Moment besonders genießen zu wollen und so schließt er kurz die Augen und saugt die komplette Atmosphäre der Halle auf, die Buh-Rufe der Galaxy, die Anwesenheit der Champs und einfach den harten Boden der Realität unter seinen Füßen. Er ist endlich dort angekommen, wo er schon immer hinwollte, er ist Teil von German Fantasy Championship Wrestling!

Wir sehen ihn das erste Mal ohne sein elegantes Outfit, dies hat er eingetauscht gegen eine kurze für's Wrestling typische Hose in weiß, sein Hintern zieren seine Initialen in schwarz, seinen Schritt ziert ein Phönix, Kniee und Ellenbogen sind geschützt durch schwarze Schoner und abgerundet wird sein Ringgear durch nicht ganz so hohe schwarz weiße Wrestlingstiefel.


Pete: “Ich bin wirklich gespannt, wen sich Dreyer aus dem Performance Center ausgesucht hat, schließlich beherbergt GFCW einige der größten Talente aus all möglichen fernen Ländern!”

Sven: “Er hatte wirklich einige fantastische Optionen, mal schauen wer es an seiner Seite mit Team Turtugal aufnehmen wird.”


Mittlerweile hat sich der Mann aus Phönix ein Mikrofon geben lassen.


Johnny Dreyer: “Thomas, Mykru ich habe direkt zum Start des neuen Jahres schlechte Neuigkeiten im Gepäck, denn mein Tag Team Partner wird sich leider auf unbestimmte Zeit verspäten, es gab Probleme mit seinem Flug! Uns bleibt leider nichts anderes übrig, als unser Tag Team Match erst einmal aufzuschieben. Nichtsdestotrotz habe ich mir fest vorgenommen am heutigen Abend meine GFCW Karriere erfolgreich mit einem Sieg zu beginnen und deswegen stelle ich mich einer besonderen Herausforderung, Team Turtugal vs. Johnny Dreyer in einem Handicap Match!”


Johnny wirkt energiegeladen und strahlt enormes Selbstbewusstsein aus, während es sich aufmacht in Richtung Ring, um sich der heutigen Herausforderung alleine zu stellen.


Sven: “Eine wirklich ernüchternde Auflösung, wann waren die drei Fragezeichen auf einer Wrestling Card das letzte Mal so enttäuschend!?”

Pete: “Ich kann mir durchaus vorstellen, dass er einfach niemanden gefunden hat und sich deswegen diese billige Ausreden ausgedacht hat. Hoffentlich bekommt er dafür nun die Retourkutsche und blamiert sich im Ring!”


Protestierend springt Mykru angesichts des drohenden Handicap Matches nach vorn, schüttelt vehement den Kopf, kreuzt die Arme vor der Brust und winkt mit einem Einsatz ab als wäre er ein Scheibenwischer bei Platzregen, wovon er sich auch gar nicht mehr abbringen lässt, weder von Mike Gard noch von Thomas Camden, selbst wenn der seine beruhigende Hand auf die Schulter des Schweigsamen legt um diesem gut zuzusprechen, was nur halt leider nicht funktioniert.

Also wird Camden rabiater. Er packt an der Schulter zu und reißt Mykru energisch zu sich herum, sodass der Blickkontakt einfach hergestellt werden muss. Ein kurzes unhörbares (und einseitiges) Gespräch folgt, bis sich Camden zu Ricksenburg dreht und selbst ohne Mikro hörbar ruft.


Thomas: „Jo, das woll’n wir auch nich! So ‘n Match hilft keinem weiter. Wir woll’n ne echte


Dann geht er zu Boden. Noch bevor er seinen Satz beenden kann, werden Thomas und Mykru hinterrücks attackiert.

Der Muskelmann Camden wird von einem sehr robust aussehenden Mann niedergestreckt, während der Highflyer von Team Turtugal von einem zierlicheren Mann zu Boden geschickt wird. Die beiden Asiaten stürzen sich sofort weiter auf ihre Ziele und bearbeiten sie am Boden mit Schlägen und Tritten.

Johnny Dreyer erfreut sich augenscheinlich sehr über die Geschehnisse im Ring, weiterhin mit einem Mikrofon bewaffnet betritt er das Seilgewirr. Er gibt den beiden Männern ein Zeichen und sofort werden Thomas und sein Partner Mykru zeitgleich aus dem Ring befördert.

Direkt vor Ricksenburgs Pult, die das Ganze mit stoischer Ruhe verfolgen und sich nur jeweils einen kurzen Blick zuwerfen. Das kann nichts und vieles bedeuten.


Johnny Dreyer: “Ihr zwei Vollidioten! Habt ihr wirklich geglaubt, dass ich hier wirklich gänzlich alleine aufkreuzen würde?

Es war von Anfang an mein Plan Gleichgesinnte zu mobilisieren, um dann gemeinsam gegen die hier anhaltende Ungerechtigkeit zu kämpfen!

Ungerechtigkeiten, wie zum Beispiel der Fakt, dass manche von uns niemals eine faire Chance erhalten uns vor den Augen der Galaxie zu beweisen. So ging es mir bevor ich damals meinen Vertrag auslaufen ließ und so ging es den beiden Männern bis zum heutigen Abend ebenfalls.

Kaito Uchida und Yokomizo, zwei japanische Talente, denen unabhängig voneinander versprochen wurde, dass man aus den nationalen Stars die sie waren, internationale Stars machen würde.”


Er streicht so eine verrutschte Haarsträhne aus dem Gesicht.


JD: “But that was some big bullshit! Die Zwei lernten sich im Performance Center kennen und waren beide sehr darüber gefrustet, jahrelang wurden sie nicht eingesetzt und beschlossen irgendwann gemeinsam als Team aufzutreten, um größere Chancen auf Einsätze zu bekommen. Und obwohl es seit geraumer Zeit einen massiven Mangel an wirklich guten Tag Teams gibt, hat man Kaito und Yoko niemals eine faire Chance eingeräumt!

Und wer wenn nicht ICH kann nachvollziehen, wie die Beiden sich fühlen, schließlich musste ICH der Galaxie erst den Rücken kehren und mein Glück woanders suchen, damit man auf mich aufmerksam wird.

Damit ist nun Schluss!

Johnny Dreyer, Kaito Uchida und Yokomizo, wir sind Progress!

Fortschritt ist unaufhaltsam, also beugt euch unserer Vision oder geht mit unter, während wir sie umsetzen!”


Die Brandrede im Ring flimmert noch nach, die Buhrufe der Fans lassen die Flamme weiter lodern, während sich Turtugal vor dem Ring wieder sammelt. Sie sitzen nebeneinander, sind an das Kommentatorenpult gelehnt. Sie haben die Champions im Nacken, selbst wenn sie die gerade nicht sehen. Sich die Nacken reibend, schauen sich die beiden an, verstehen sich auch stumm. Sie wirken angefressen. Angeschlagen aber, und das ist wichtig, nicht GEschlagen. So nicken sie sich zu, dann streckt Camden seinen Arm nach oben und nach hinten, langt über das Kommentatorenpult und deutet mit einer Geste an, dass ihm doch bitte ein Mikrofon gereicht werden soll, während er da so auf dem Boden sitzt. Pete ist im ersten Moment irritiert, kommt der Bitte aber im zweiten Moment nach. So kann der Oregono kontern.


Thomas: „Na dann willkommen ihr Drei…und so mies euer Angriff auch war, ich glaube, die Situation jetz kommt uns beiden hier gerade recht. Was meinste, Mykru? Pack’n wir die drei?“


Mit einem kampfeslustigen einseitigen Lächeln dreht er sich zu seinem kongenialen Partner, der Augen und Mund weit geöffnet hat und als perfektes Metronom auf und abnickt. Sehr zur Freude seines Partners.


Thomas: „Na dann…Jungs, wir woll’n ne Chance uns vor den beiden hier hinter uns zu beweisen.“


Er deutet mit dem Daumen auf die Tag Team Champions hinter dem Pult.


Thomas: „Denkt ihr, ihr drei seid genug für uns?“


Johnny hängt buchstäblich lachend in den Ringseile. Also wirklich, er lacht hämisch und lässt sich dabei rückwärts in die Ringseile fallen. Währenddessen treten seine beiden neu gewonnenen Kumpanen mit breiter Brust den Jungs von Team Turtugal entgegen.

Der Amerikaner lässt sich nach vorne federn und schließt so zu seinen beiden Jungs auf.


Johnny Dreyer: “Du traust dich wirklich uns zu fragen, ob WIR es mit euch aufnehmen können? Die viel reellere Frage ist doch, ob ihr es mit UNS aufnehmen könnt!? Schließlich habe ICH euch grade mit dem aktuell beste Tag Team aus dem Hause GFCW bekannt gemacht und da glaubt ihr wirklich, dass ihr eine Chance habt, wenn ich im Match ebenfalls mitmischen darf? Ich hatte vollkommen Recht, ihr beide seid wirklich zwei Vollidioten! Progress in ihrem ersten Match gegen Team Turtugal, let's fucking go!”


So rutscht Turtugal wieder in den Ring und Mike Gard macht sich daran, beide Teams auf die neuen Begebenheiten hinzuweisen, dass dieses Match also schlussendlich durchaus ein Handicap Match ist, wenn auch unter umgekehrten Voraussetzungen. Schon machen sich die Teams an die Planung, wer das Match eröffnen soll.


Pete: „Eine interessante Wendung hier. Antoine, Alex, was sagt ihr zu Turtugals Herausforderung? Anscheinend stellten sie die ja hauptsächlich wegen eurer Anwesenheit?“

Alex: „Wir sind hier zum Beobachten, nicht zum Kommentieren.“

Sven: „Oh, also wollt ihr nichts sagen?“

Antoine: „…“

Sven: „Ich verstehe.“


2 on 3-Handicap-Tag Team Match:

Turtogal (Thomas Camden & Mykru) vs. Progress (Johnny Dreyer, Yokomizo & Kaito Uchida)

Referee: Mike Gard

Keine Antwort ist auch eine Antwort, dann überlasst man das Sprechen hält den 10 Fäusten, die zu Turtugal und Progress gehören und der Galaxy anfänglich repräsentiert durch den flinken Kaito Uchida und einen kampfes- und auch generell lustigen Mykru repräsentiert werden. Dem passte der hinterhältige Angriff nämlich gar nicht, die sind nur toll, wenn die in der Vergangenheit von ihm ausgingen. Entsprechen geladen stürzt er sich ins Match und auf Uchida und überrennt ihn förmlich mit einer Barrage an schnellen Kicks gegen die Beine und den Oberkörper.

Früh stellt sich allerdings der Gedanke dahinter seitens Progress und insbesondere Johny Dreyers als Kopf der Organisation heraus. Mykrus Anfang war zu erwarten nach dem Angriff. Uchida ist der Flotteste der drei, wird beim Anfangsansturm zwar einstecken müssen (das trifft schonmal zu), irgendwann aber eine kleine Lücke nutzen können um zu wechseln, sodass sich Yokomizo mit seiner ganzen Masse auf die, im Vergleich zu ihm schon nahezu mickrigen, Gegner stürzen kann. DAS konnte allerdings bislang noch nicht umgesetzt werden, selbst wenn Dreyer es von der Ringkante derart instruiert.


Pete: „Johnny Dreyer arbeitet hier wahnsinnig viel von der Ringkante aus mit, das hat schon fast von einem Vereinstrainer.“

Sven: „Er scheint so ein wenig für die Taktik bei Progress zuständig zu sein. Die ganze Aktion vor dem Match würde ja auch dafür sprechen. Der Anfang hätte für die drei trotz des Angriffes aber auf jeden Fall besser sein können.“


Ist er nur leider nicht. Mykru marschiert im Eiltempo, Kicks, Knees, Enzuigiris, wenn man irgendwie zutreten kann, dann macht der Sonderbare das. Zumindest bis er Uchida in die Ringseile schleudert, denn dann passiert das, was sich Dreyer erhoffte. Kaito taucht unter Mykrus Clothesline durch, zeigt einen schnellen Wechsel mit Yokomizo und selbst wenn Mykru direkt nach der misslungenen Clothesline in die Seile lief um Schwung zu holen für den nächsten Angriff, so bemerkt er den Wechsel zu spät und sprintet direkt in den ehemaligen Sumoringer, der frisch im Ring einen simplen aber höchst effektiven Shoulderblock zeigt.


Pete: „205 kg! Da verpuffen Mykrus Aktionen schon einmal!“

Sven: „Was für ein Brocken.“


Mykrus Schnelligkeitsvorteil wird negiert, Teil 2 von Dreyers Plan geht auf, was der mit zufriedener Miene hinnimmt. Ricksenburg bleibt unbeeindruckt…zumindest äußerlich. Camden schaut auch einmal kurz nach, um sicher zu gehen, dass das wirklich so ist oder ob die Champions von Mykrus Start nicht doch etwas angetan waren.

Waren sie nicht.

Im Ring setzt Yokomizo direkt nach, zeigt einen gewaltigen Legdrop und bleibt direkt zum Cover sitzen, holt damit aber nicht den Sieg. Der Japaner will weiter machen, bringt Mykru auf die Beine, zeigt dort zunächst einige Chops in der teameigenen Ringecke aber keinen Wechsel. Stattdessen schnappt er sich Mykru und schleudert ihn wüst in die Ringmitte. Dann der Wechsel mit Dreyer. Eine letzte Aktion will er aber noch zeigen, rennt an, springt ab und

Big Splash auf Mykru

Doch der Sonderbare rollt sich weg!

Er hebt die Hand, Camden streckt sich, wechselt sich ein und Dreyers zuversichtliches Grinsen verfliegt mit einem Mal.


Pete: „Ok, perfekt sind Dreyers Pläne noch nicht. Aber gut.“

Sven: „Jetzt kann er zeigen, was er drauf hat.“


Camden holt die Kohlen aus dem Feuer des Pizzasteinofens, lässt Dreyer zunächst keine Schnitte, doch der Neuling ist natürlich auch nicht ohne. Er hält der Anfangsoffensive, den ersten zwei Clotheslines Stand und es kommt zum Lockup der beiden. Ein Lockup bei dem sich Johnny nach hinten manövrieren und somit wieder Yokomizo einwechseln kann. Clever. Das Duell Camden – Yokomizo dürfte beim Hobbybäcker Puppenspielererinnerungen wach werden lassen, selbst wenn das Format des Sumoringers noch einmal ein anderes ist. Yokomizo kann in jedem Fall gut dagegenhalten, weiterchoppen, doch ein Ansatz zum Belly to Belly Suplex wird abgeblockt. Da scheint doch Camdens Erfahrung durch. Er sichert sich Overhooks an den Armen, stellt seinem Gegner ein Bein und bringt ihn auf kraftsparende Weise zu Boden und sich direkt in die Full Mount. Zeit für einen Kneedrop.

Dann steht er auf, will zu seinem Partner, doch auf einmal ist Uchida unterwegs, springt ab und erwischt den Oregono mit einem Spinning Heel Kick.


Pete: „Jetzt kommen zum zahlenmäßigen Vorteil auch noch die unfairen Aktionen!“

Sven: „Turtugal muss hier immer hundertprozentig wachsam sein…und das war Thomas einen Moment lang nicht.“


Die nächsten Minuten gehören Progress. Zwar schmeißt Mike Gard Kaito zunächst einmal wieder aus dem Ring, dann darf jeder der neuen Gruppierung aber mal zeigen, was er so drauf hat und sich an Thomas Camden austoben, der der Überzahl nicht gewachsen ist. Mykrus Animationsarmbewegungen helfen da genauso wenig wie Camdens prüfende Blicke, wie kritisch Ricksenburg das Ganze betrachtet, wenn ein erneuter Ausbruchsversuch seinerseits abgewendet wird. In der Offensivphase der Drei zeigt sich auch, dass Dreyer nicht nur außerhalb des Ringes Köpfchen hat. Auch zwischen den Seilen zeigt er sich als Techniker und Taktiker, der sich vor allem auf Camdens rechten Arm konzentriert, was man sonst nur bei Demobildern aus dem Osten macht, womit auch diese Show grundlos abgehakt wäre. Die drei halten sich frisch, wechseln regelmäßig, sodass jeder einmal zur Geltung kommen kann, schlussendlich ist es aber erneut Yokomizo, dessen Aktionen Progress zum Verhängnis wird. Denn ja, er ist für sein Gewicht durchaus agil, beim Body Avalanche kann sich Camden im entscheidenden Moment aber trotzdem aus der Ringecke rausdrehen, sodass der Brocken auf das Polster kracht und Rückschwung sei Dank tatsächlich mit einem German Suplex auf die Matte gebracht werden kann.

So folgt ein Wechsel und das Chaos namens Mykru nimmt seinen Anlauf. Der Wirbelwind, der die letzten Tage ohnehin durch (Süd?-)Deutschland fegte, macht Halt in Krefeld und nach einem tiefgesprungenen Dropkick um Yokomizo auf der Matte zu binden, gibt es auch noch einen Simultandropkick mit gespreizten Beinen um gleichzeitig Kaito Uchida als auch Johnny Dreyer von der Ringkante zu holen.


Pete: „Mit Mykru nimmt das Match wieder deutlich an Fahrt auf.“

Sven: „Ich bin gespannt, wie er sich gegen jemanden mit dem doppelten Gewicht schlagen kann.“


Zunächst wirklich gut, indem er Yokomizo gar nicht erst die Chance dazu gibt, wieder auf die Beine zu kommen. Er hält ihn so gut er nur kann mit Kicks und Sprüngen auf der Matte, doch schlussendlich ist es kein Mittel für die Ewigkeit und irgendwann steht der Japaner doch wieder, stößt Mykru weg und wechselt mit Uchida, wodurch die Ausgangssituation wieder hergestellt wurde. Das Match wechselt noch einige Male hin und her, auch Camden kann nach Wechseln wieder zeigen, was er so drauf hat, doch schlussendlich bleibt es an Mykru, der Dreyer an den Haaren von den Seilen wegzerren will, was Mike Gard zu führt, ihn zu ermahnen, vor allem aber auch Uchida um Ruhe zu bitten, so sehr, wie sich der Japaner von der Seitenlinie aus beschwert.

Mit Hintergedanken? Definitiv.

Denn im Moment der Ablenkung des Ringrichters spuckt Yokomizo Mykru eine lila Flüssigkeit ins Gesicht, sodass der geblendet in den Ring wankt, wo Dreyer schon dankend wartet und ihm in den Magen tritt.


Cradle Back to Belly Piledriver!


Pete: „DOWN THE CANYON! So nennt Dreyer die Aktion!“

Sven: „So kann man die Überzahl natürlich auch nutzen!“


Mykru geht zu Boden, Dreyer setzt das Cover an, Mike Gard ist unten, Camden entert den Ring


1


2


doch Uchida springt Camden mit einem Crossbody um


3


und das ist der Debütsieg für Progress!


Pete: „Progress holt sich seinen ersten Sieg!“

Sven: „Eine hervorragende Zusammenarbeit der drei! Aber für Turtugal? Das hilft ihren Zielen definitiv nicht weiter. Oder?“


Ein letzter Versuch eine Reaktion Ricksenburgs herauszukitzeln, doch die Champions schauen sich nur kurz an, nicken stumm, setzen die Headsets ab und dafür die Titel wieder auf die Schultern. So verabschieden sie sich mit einem kurzen Blick von den Kommentatoren und verlassen das Geschehen wieder ohne Musik oder Blick in Richtung Ring.


Pete: „Ähm…danke.“


Im Ring gehört die Aufmerksamkeit ganz den drei Neulingen und Rückkehrern. Progress ist da. Turtugal hingegen hockt vor dem Ring, Camden versucht mithilfe der Ringschürze den Dreck aus Mykrus Gesicht zu wischen und ihn wieder aufzubauen. Der Blick in Richtung Ringinneres lässt aber verraten: Hier ist das letzte Wort noch nicht gewechselt.




Nachdem er und sein Klient heute bereist eindrücklich bewiesen und zur Schau gestellt haben, was sie von Zereo Killer halten und erwarten, befindet sich James Corleone nun im Backstagebereich. Er durchstreift diesen, vermutlich mit dem Ziel zurück zu The End zu gehen. Doch wie das oft so ist, in diesen Backstagegängen in der Wrestlingwelt, erhält Corleone dabei Besuch. Und nicht nur irgendwelchen. Familiären Besuch.


Aldo: „Vater!“


Ein „Dad“, „Vati“, „Papa“ oder anderweitig nahbarere Bezeichnung für den Erzeuger sucht man im Hause Corleone vergebens. Doch Mister Purple hält zumindest an und neigt seinen Kopf leicht hinter sich, von wo aus sein Sohn – Aldo Nero – angerannt kommt.


Aldo: „Ich wusste, dass ich dich hier finde, nachdem du schon nicht auf meine Anrufe reagierst.“


Aldo hält nun selbst an. Er schaut seinen Vater fast schon etwas flehend und verzweifelt an. Man hat von all dem, was wir bisher über die Beiden und ihr Verhältnis zueinander erfahren haben, bereits einen ganz guten Eindruck darüber gewinnen können, dass sie wohl nicht besonders gut zueinanderstehen. Oder naja, zumindest Corleone nicht zu Aldo.


Aldo: „Ich… ich… bin froh dich zu sehen.“

James: „Ich habe zu tun Aldo, also was willst du.“


Corleone signalisiert klar und deutlich, dass er keine Zeit für rührselige Wiedersehensfreude hat. Er hat zu arbeiten und das als Manager des Top-Champs der Liga. Aldo weiß das natürlich. Aldo Nero haben wir in seinen wenigen GFCW-Auftritten und bei der GTCW komplett anders wahrgenommen, als er jetzt hier auftritt. Da war Nero stets erhaben, arrogant und selbstbewusst und komplett überzeugt von sich und seinem Talent. So ist Aldo Nero. Aber so ist Aldo Nero nicht, wenn er seinem Vater gegenübersteht. Dann sieht Aldo Nero nur wie ein kleiner Junge aus.


Aldo: „Ich will… in die GFCW. Ich will dich unterstützen. Ich will End unterstützen. Ich will gemeinsam mit euch die GFCW dominieren! In der GTCW habe ich bereits Titelgold errungen und ich denke in der Hello Fresh © Battle Royale bei Title Night habe ich auch bewiesen, dass ich es draufhabe! Ich kann eine gute Hilfe für euch sein!“


So direkt mit der Sprache rauszurücken könnte durchaus Eindruck schinden bei Mister Corleone. Könnte. Tut es aber nicht. „Inspirational Jim“ schaut Nero nun gewohnt streng an und sagt für einige Sekunden gar nix. Sekunden, die sich für Aldo Nero wie eine Ewigkeit anfühlen müssen.


James: „Ich habe dich beobachtet in der GTCW. Du bist gut, dass lass ich dir. „Handpicked“ Aldo Nero, das klingt nicht schlecht. Du wirst es sicherlich noch weit bringen.“


Eine nichtssagende Bewertung, die die Frage so gar nicht beantwortet. Anstatt, dass darauf noch etwas folgt, dreht sich Corleone nun lediglich um und läuft weiter. Er lässt Aldo Nero dastehen, ohne weiter auf ihn einzugehen. Der lässt das aber nicht ganz auf sich sitzen und folgt seinem Vater, bis beide schließlich wieder zum Stehen kommen.


Aldo: „Also? Was heißt das? Bin ich dabei?“


Man kann es nicht anders sagen: Corleone ist genervt. Genervt wie ein Vater von seinem Sohn manchmal eben sein kann, wenn der ihn penetrant darum bittet mit ihm zu spielen? Nunja, wohl eher nicht. Er schaut noch einmal bitterböse zu Nero und setzt seinen Weg erneut fort. Doch wieder gibt Aldo nicht auf.


Aldo: „Vater? Komm schon. Ich verspreche dir, ich werde dich nicht enttäuschen! Ich kann euch helfen!“


Corleone bleibt erneut stehen, diesmal mit einigem Abstand zu Nero. Er dreht sich nicht um, was nichts Gutes vermuten lässt. Corleone unterstreicht seine Gemütslage und wie er dieses „Gespräch“ mit Nero findet, erneut damit, einige Sekunden nichts zu sagen. Dann dreht er sich um. Er läuft, nun noch deutlich strenger, ernster und erbarmungsloser auf Nero zu.


James: „Du… machst es mir nicht leicht, aber du willst es nicht anders. Gut, dann soll es so sein. Du bist eine große Nummer in der GTCW, das lass ich dir. Aber hier in der GFCW hast du bisher bewiesen, was für ein Amateur du noch bist. Ein Grünschnabel. Du hast dir wirklich eingebildet du könntest The End gegen Drake Nova Vaughn helfen? Du wolltest den Racheengel spielen, nachdem Drake mich angegriffen hat?“


Man erinnert sich an Aldos Gespräch mit The End, bei dem er diesen bereits einmal seine Hilfe angeboten hat. Natürlich hat James Corleone das nicht vergessen. Aldo fühlt sich ertappt.


James: „Du wärst hoffnungslos gescheitert und hättest nicht nur dich selbst blamiert, sondern auch meinen Namen in Verruf gebracht, von The End ganz zu schweigen! Und deinen Auftritt bei der Battle Royale kannst du auch nicht ernsthaft als Argument FÜR dich nutzen, oder? Du hast verloren. Und das ist alles, was zählt.“


Und wenn bisher noch nicht klar war, was Corleone von Aldo Nero hält, dann sollte das spätestens jetzt der Fall sein. Aldo hingegen scheint tatsächlich von seinem Plan, wie er hier auftreten soll, überzeugt gewesen zu sein.


James: „The End steht an der Spitze dieser Liga. Und wenn uns seine Zeit mit Leviathan eins bewiesen hat, dass jeder, der ihm folgt vielmehr Bürde, als Unterstützung ist. Er ist ein hervorragender Anführer, aber niemand ist seiner Führung würdig. Er braucht keine Hilfe. Er braucht niemanden, außer mich. Und schon gar nicht so ein kleines Licht wie dich, der sich etwas darauf einbildet, der Auserwählte zu sein. „Handpicked“ Aldo Nero? Das ich nicht lache.“


Damit wird umso deutlicher, dass Corleones „Lob“ vorhin, nicht ernst gemeint war. Die Bildsprache unterstreicht Corleones Aussage. Wir sehen den Abstand zwischen ihnen. Wir sehen, wie Corleone auf einer leicht erhobeneren Position steht, als würde er über Nero hinausragen. Nero hingegen wirkt eingeschüchtert und getroffen. Das war nicht das, was er bei diesem Aufeinandertreffen erwartet hat, aber das war das, was er erwarten hätte müssen.

Corleone dreht sich nun schließlich wieder um, während man sogar eine kleine Träne auf Aldo Neros Wange hinabgleiten sehen kann.


James: „Wenn du dich beweisen willst, dann tu das. Sprich nicht darüber. Handle.“


Corleone setzt seinen Weg schließlich fort und diesmal gelingt es ihm auch erfolgreich davon zu laufen. Besonders spannend dabei ist der Ausdruck in Corleones Gesicht: viel verrät dieser nicht, aber es wirkt, als würde eine Note Zufriedenheit darin zu erkennen sein. Es scheint, als würde Corleone die Optionen vor dem inneren Auge sehen, die ein Aldo Nero mit sich bringen KÖNNTE. Schließlich verschwindet er.

Nero hält ihn nicht noch einmal zurück. Doch so eingeschüchtert er auch sein mag und auch wenn er hiermit nichts erreicht hat, erkennt Aldo an den abschließenden Worten seines Vaters etwas. Etwas, dass ihm seine Mundwinkel und wenn es auch nur für ein kleines Stück ist, nach oben ragen lässt:


Den Hauch einer Chance.


Mehr als er unter ihm je hatte. Alles, was er von ihm jemals wollte.

Nero wischt sich die Träne von der Wange. Er ballt seine Faust und sein Gesichtsausdruck wird entschlossen, dann verschwindet er genauso schnell wieder in einer dunklen Ecke, wie er aus dieser hervorgekrochen kam.

Fade Out.


GFCW Intercontinental Championship Match:

Der Puppenspieler (c) vs. Ask Skogur

Referee: Guido Sandmann

Ein unheimliches Glockenläuten gepaart mit Trommeln erfüllen die Halle.


HAST DU ETWA......ANGST?


Laura: „Mit einem Gewicht von 137kg!


Es kommt der Puppenspieler in einem schwarzen Ringeroutfit unter einem schwarzen Jackett zum Vorschein. Natürlich ist auch der Zylinder wieder formschön auf seinem Kopf platziert. Seine weiße Schminke ist durchsetzt mit schwarzen blitzen und seine schwarzen Lippen zu einem Lächeln verformt. Seine Hände stecken in weißen Handschuhen. Auf der linken Schulter glänzt der Intercontinental Gürtel.




Er steigt durch die Seile und stellt sich im Ring mittig dem Publikum.

Er reißt den Gürtel von sich in die Höhe der Halle. Er hat den Intercontinental Titel! ER und niemand sonst, daran lässt er keine Zweifel. Als er sich sicher ist, dass auch wirklich alle ihn und seinen Titel gesehen haben, streicht er noch ein letztes Mal liebevoll über das Metall ehe er den Gürtel ablegt.


Laura: „DER PUPPENSPIELER!“


Dann gibt er seinen Gürtel dem Ringrichter und begibt sich in die ihm zugewiesene Ringecke. Wo er sich seiner Jacke, Zylinder und Spazierstock entledigt.


Es ist Zeit für den Main Event. Mit diesem Song begann die Show heute und mit diesem wird nun auch das finale Kapitel des Abends eingeleitet. Die Fans jubeln erneut und wie schon zuvor kommt auch diesmal Ask direkt raus. Inzwischen – logischerweise – in Ringklamotten gekleidet, aber nicht weniger motiviert als vorher.

Ask tritt auf die Stage und wirkt fokussiert. Sein Ziel ist klar, seine Einstellung ist klar, das hat er mittlerweile deutlich gemacht. Die Zeiten des ständigen Angegriffen-Werdens sollen vorbei sein und deshalb MUSS er sich heute quasi gegen den Puppenspieler durchsetzen, der dieses Match ja eigentlich selber wollte.


Pete: „Wieder einmal steht Ask eine große Chance bevor. Nicht auf den GFCW Heavyweight Titel, dafür aber auf einen ebenso wichtigen Gürtel, den Intercontinental Championship Titelgürtel. Der Puppenspieler, der diesen Titel eindrucksvoll verteidigt hat, nun mittlerweile schon seit geraumer Zeit, hat klargestellt, dass ‚sein‘ Titel nicht übergangen werden sollte und dafür kümmert er sich höchstpersönlich um die, die es tun wollen. Wie zum Beispiel Ask Skógur.“

Sven: „Seit dem 30. Juli des letzten Jahres hält der Puppenspieler diesen Gürtel, nachdem er ihn von Thomas Camden gewonnen hat. Camden, ein guter Freund von Ask, dürfte ihn dabei wohl auch schon vorgewarnt haben, was ihn da jetzt gleich erwarten wird. Aber das weiß Ask selber sicher auch gut genug.“

Pete: „Mit Sicherheit. Ask hat gesehen, was der Puppenspieler mit Thomas Camden angestellt hat. Und mit Matthäus Meister und David Hott. Und natürlich auch mit Zereo Killer, den er bei Title Night besiegt und ihm damit seine Streak genommen hat. Dann dürfen wir auch nicht vergessen, dass der Puppenspieler, nachdem er im Champions vs. Champions Tag Team Match von The End im Stich gelassen wurde, auch kurz mit den GFCW Tag Team Champions Ricksenburg mithalten konnte.“

Sven: „Und natürlich, du hast ihn schon erwähnt, konnte der Puppenspieler auch End selbst die Stirn bieten. Auch da mag er verloren haben, aber er konnte dem Champ gut einheizen. Mit dem IC-Champ ist nicht zu spaßen.“

Pete: „Mit Ask allerdings auch nicht. Im vergangenen Jahr hat er wieder einmal viele Erfolge einfahren können. Er hat ehemalige World Champions wie Alex Ricks oder Zane Levy besiegt und sich gegen Andere behaupten können, wie Antoine Schwanenburg oder Drake Nova Vaughn. Und auch er konnte, in der kurzen Zeit, die ihr Match lief, gegen End, naja zumindest erstmal standhalten. Es dürfte also sicher sein – dieses Match wird es in sich haben.“


Während die Kommentatoren die Zeit genutzt haben die Vorgeschichte des Matches und die Leistungen der beiden Kontrahenten zu beleuchten, hat Ask die Zeit genutzt und den Ring geentert. Im Ring selbst merkt man ihm nun doch etwas die Nervosität an.

Ask ist bisher immer gescheitert, als es drauf ankam. Er hatte große Siege, die ihn auf Chancen dieser Art vorbereitet haben, nur um die Chance selbst dann nicht zu nutzen. Oft lag es mitunter an anderen, externen Gründen, wieso er scheiterte, aber das ist für ihn egal. Für ihn zählt nur das Scheitern selbst. Wird das nun heute ohne große Vorlaufzeit oder Vorbereitung anders aussehen? Ist es vielleicht gut, dass er keine Zeit hatte sich Druck zu machen? Wir werden sehen, aber all diese Gedanken scheinen ihn wohl gerade durch den Kopf zu gehen.


Im Ring stehen sich Ask und der Puppenspieler nun gegenüber.


Laura: „Meine Damen und Herren… es ist Zeit für den Main Event des Abends! Das folgende Match wird ausgetragen um den GFCW Intercontinental Championship! Begrüßen sie nun mit mir gemeinsam, den Herausforderer aus Schweden… ASK SKÓGUUUR!“


Die Halle jubelt. Ask hingegen bleibt mit dem Blick beim Puppenspieler. Ein letztes Grunzen, bevor das Match beginnt.


Laura: „Und sein Gegner… er ist der amtierende GFCW INTERCONTINENTAL CHAMPION… DEEER PUPPENSPIELERRR!“


Der Puppenspieler erwidert Asks Blick und damit sollte nun alles vorbereitet sein. Das Match kann beginnen.


~ Ding Ding Ding ~


Die Fans beginnen nun bereits ordentlich Stimmung für das Match zu machen, während die beiden Kontrahenten noch immer mit Abstand zueinanderstehen. Sie gehen schließlich einige Schritte aufeinander zu und dann wird erst einmal so wirklich deutlich, wie groß der Unterschied zwischen den Beiden ist.


Pete: „Der Puppenspieler ist einfach mal 23 cm größer als Ask und sage und schreibe 42 kg schwerer, also wenn das mal kein David vs. Goliath-Match-Up ist, dann weiß ich auch nicht.“

Sven: „Und dabei ist Ask ja nicht mal wirklich klein. Aber der Puppenspieler ist eben sehr groß. Und mächtig. Mal sehen, wie der Mann aus dem Wald dagegen ankommt.“

Pete: „Wir haben Ask heute seit der Ankündigung des Matches nicht noch einmal gesehen. Er hat es zu Beginn des Abends bereits klargestellt: er hat nichts mehr zu sagen. Er wird handeln. Jetzt ist die Zeit gekommen das zu tun.“


Und siehe da, es geschieht auch tatsächlich! Ask schlägt mit seiner Pranke gegen den Körper des Puppenspielers. Nichts geschieht. Ask schaut leicht verdutzt, lässt aber keine große Zeit verstreichen, bevor er direkt mit dem anderen Arm ausholt um folglich auch die andere Seite anzugreifen. Nichts geschieht. Tja, so wird das wohl nix werden. Ask steht leicht ungläubig, vielmehr aber zornig vor dem Puppenspieler und mit hochgezogener Augenbraue will der nun wissen, wieso er mit seinen Attacken keine Wirkung beim Gegenüber erzielt. Ask holt erneut aus und stößt den Puppenspieler mit den Armen gegen die Brust nach hinten.

Nichts geschieht.

So, nun reicht es dem Champion aber auch langsam und wenn Ask es schon nicht schafft eine Attacke durchzubekommen, dann ist das offenbar seine Chance. Der Puppenspieler greift nach Ask – an beide Schultern mit jeweils einem entsprechenden Arm – und während der Schwede leicht ungläubig von links nach rechts schaut, ist er schon vollständig im Griff gefangen.


BELLY TO BELLY SUPLEX


Skógur wird einmal komplett über die eigene Achse des Hühnen geworfen und somit landet er aus entsprechender Höhe, mit kräftigem Schwung auf der Matte. Es folgt ein mittellauter Schmerzensschrei, bei dem Ask aber direkt wieder aufstehen und sich in der Ringecke positionieren kann.


BIG SPLASH


Direkt in die Ecke hinein! Ask wird zermalmt. Der Puppenspieler läuft direkt einige Schritte rückwärts, sodass auch Ask aus dieser hinausgetaumelt kommen kann, direkt schon wieder in einen gewaltigen Bodyslam! Und diesmal muss Ask auch direkt auf der Matte liegen bleiben. Der Puppenspieler sieht darin eine leichte Bewältigung seiner Aufgabe. Er stellt seinen Fuß auf Asks Brust und der Ringrichter beginnt direkt das Cover zu zählen.


1…

2…


Nein natürlich nicht. Die 2 geht zwar durch, aber kaum ist diese angezählt, reißt Ask die Schulter hoch, stößt den Fuß seines Gegners weg und schnellt selbst wieder auf. Er geht erneut in eine der Ringecken, diesmal mit dem Rücken in Richtung Puppenspieler und mit dem Blick ins Publikum, um die eben geschehenen Szenen erstmal zu verarbeiten. Ja, SO ein Match wird das hier. Ask schüttelt den Kopf, sein zotteliges Haargestrüpp, dass sich auf seinem einst kahlen Schädel inzwischen gebildet hat, wackelt dabei leicht mit. Der Puppenspieler hingegen beobachtet mit etwas Abstand seinen Herausforderer. Noch nimmt er ihn nicht wirklich ernst. Aber noch ist das alles auch nicht wirklich losgegangen.

Ask dreht sich nun erneut und scheint den nächsten Versuch zu wagen. Er atmet nochmal kurz durch und läuft auf Püppi zu. Ihn erwartet direkt der nächste Schlag! Doch Ask duckt sich weg! Er haut seinen Ellbogen unter den Arm des deutlich Größeren, fast schon in die Achseln hinein, was diesmal auch durchaus Wirkung zeigt! Der Puppenspieler holt nun mit dem anderen Arm raus, wieder duckt sich Ask weg und es folgt ein Kick gegen die Rippen. Der Puppenspieler ist erneut getroffen… ANTLER SLASH (Bionic Elbow) gegen die Schulterpartien des Riesen. Und weils so schön war gleich nochmal! Und der dritte und letzte trifft dann auch wirklich den Kopf. Und tatsächlich, der Puppenspieler geht damit sogar auf die Knie. DDT-Ansatz von Ask, doch diesmal gibt es Gegenwehr. Der Champ hebt Ask hoch oder stößt ihn vielmehr in die Luft, aus dieser Ask wieder unsanft auf der Matte landen soll! Ask landet aber auf den Füßen! BJÖRNSMACK! Nein! Der Puppenspieler… FÄNGT Asks Arm AB! CHOKESLAM! Er hievt Ask hoch, doch der klatscht beide Hände gegen den Kopf des Puppenspielers und diesen sozusagen dazwischen ein. Er muss Ask also ablassen, taumelt leicht, sodass Ask in die Seile rennt.


TIMBEEER!


Und nie war diese Bezeichnung – Baum fällt – wohl so akkurat wie jetzt! Der Puppenspieler geht tatsächlich zu Boden und sofort setzt Ask auch schon das erste Cover an. Naja, zumindest direkt, nachdem er seinen Gegner herumgedreht hat.


1…

Nein. Natürlich reicht das nicht.


Der Puppenspieler stößt Ask nur so vor sich weg, als wäre es das leichteste der Welt. Ask steht aber direkt schon wieder und erneut will er auf den Champion losgehen, mit Tritten und Kniestößen, doch diesmal erwartet der ihn bereits. SPINEBUSTER!

Die kurze Phase des Austauschs von Aktionen und Kontern, in der Ask gut aufholen konnte, ist damit nun erst einmal wieder beendet. Der Puppenspieler hält sich kurz seinen Nacken, der vom TIMBER-Kick doch etwas in Mitleidenschaft gezogen wurde, bevor er direkt wieder nach Ask greift. Er will ihm keine potenzielle Regenerationszeit gönnen und zieht ihn somit wieder hoch. Was folgt ist eine Sequenz an Schlägen, kleineren Würfen und einer Serie an Bodyslams in der deutlich wird, dass der Champion die Kontrolle über das Match nun an sich gerissen hat.


Pete: „Auweia. Das sieht hier alles nicht wirklich gut aus für Ask. Die körperliche Dominanz des Puppenspielers erweist sich nun als gravierender Vorteil.“

Sven: „Nicht umsonst ist der Puppenspieler schon so lange Champion. Er ist eine imposante Erscheinung und weiß, wie er seine physischen Gegebenheiten ausspielen muss um seine Gegner, vor allem die kleineren, fertig zu machen. Und bei ihm ist fast jeder kleiner.“

Pete: „Auf jeden Fall sollte sich Ask langsam einen Plan überlegen, denn wenn der Puppenspieler weiter mit Aktionen wie diesen fortfährt, dann wars das bald.“

Sven: „Und so sieht es aus! Er packt sich Ask zum Pendulum Backbreaker, einem seiner Parademoves!“


Genau so ist es. Der Puppenspieler hat Ask in diesem Griff und zieht ihn auch durch, anstatt Ask jedoch loszulassen, hält er ihn weiter fest und hievt ihn erneut hoch… um ihn dann anschließend wieder auf sein Knie zu schmettern! Und noch immer lässt er Ask nicht los. Er hält ihn nun, auf seinem Knie liegend, fest und hämmert weitere Forearms in die Magen-/Rippengegend des Schweden. Nachdem er auf diese Weise für weitere Schmerzen gesorgt hat, hebt er ihn schließlich noch einmal hoch…


SIDEWALK SLAM


Und damit beendet der Mann aus dem Unbekannten seine Offensive fürs erste… oder vielleicht auch generell, denn jetzt setzt er zum Cover an.


1…

2…


Deutlich knapper als zuvor, aber Ask kämpft. Er schafft es aus dem Pinversuch heraus, man sieht ihm aber inzwischen deutlich an, dass er stark getroffen ist. Der Puppenspieler macht sofort weiter. Er steht auf und lässt einen Elbow Drop folgen und das wiederholt er direkt noch ein zweites Mal. Ask muss nun also die komplette Masse des Champions einstecken. Natürlich sind alle guten Dinge drei und deshalb soll auch ein dritter Elbow Drop folgen… und der folgt auch. Allerdings ins Leere. Ask rollt sich weg!

So positiv die Masse von Püppi als Angriff auf seine Gegner auch sein mag, jetzt ist es eher Nachteil, da er nun direkt auf seinem Ellbogen aufgekommen ist. Sofort hält er sich diesen, während Ask sich erstmal in Sicherheit begibt. Aus einer Ringecke heraus scheint Ask zu überlegen. Wie geht er hier jetzt am besten vor? Viel Zeit zum Nachdenken bekommt er nicht, denn da steht das Monster auf der anderen Seite schon wieder und will am liebsten direkt nachsetzen… aber auch der ist natürlich klug genug um zu wissen, dass Ask hier irgendwas plant. Der Puppenspieler rennt also nicht auf Ask zu, sondern läuft langsam, bedrohlich und wohl überlegt, um nicht in irgendeine Falle zu tappen. Damit engt er Ask immer weiter ein. Ironischerweise ist jetzt Ask – in seinem richtigen Leben eigentlich eher der Jäger – die Beute die in der Falle sitzt.

Doch Ask ist raffiniert. Er schlüpft durch die Seile aus dem Ring! Der Puppenspieler blickt ihm ziemlich gereizt hinterher – auf solche Spielchen hat der natürlich keine Lust. Er will sofort hinterher gehen, doch sobald er mit einem Bein durch die Seile hindurchgegangen ist, attackiert Ask genau dieses! Er schlägt auf den Fuß des Champions ein und zieht diesen mit voller Kraft zurück, sodass der Puppenspieler schließlich durch die Seile auf den Apron knallt. Punkt für Ask! Vielleicht war es ein Erfahrungswert seinerseits, dass Menschen, die von Emotionen geleitet werden, blind für die Logik sind. Ask weiß, dass man Fehler macht, wenn man wütend ist und so hat er das bei seinem Gegner herausprovoziert!

Jetzt rückt sich der Herausforderer den Champion schließlich zurecht, sodass dieser mit dem Oberkörper auf dem Apron liegt und etwas darüber hinausragt, während der Unterkörper noch im Ring ist. Ask setzt nun eine intensive Schlagsalve gegen besagten Oberkörper an, die er damit beendet, dass er selbst auf den Apron steigt und via Knee Drop auf den Puppenspieler springt.


BJÖRNSMACK


Gegen den Puppenspieler, wie er dort da liegt! Ask sieht nun seine Chance. Er schiebt den Intercontinental Champion mit aller Kraft zurück in den Ring und darüber hinaus noch tiefer in die Mitte, um selbst das nächste Cover nachzusetzen.


1…

2...


Ein guter Versuch, aber trotzdem schafft es der Puppenspieler zu locker aus dem Cover raus. Ask wirkt minimal verzweifelt. Das sah doch so gut aus. Aber egal. Er muss weitermachen.

Ask überlegt nun also weiter. Er muss einen Weg finden hier Aktionen durchzubringen. Einige seiner Moves, wie der Skogens Straff (Brainbuster) oder der Michinoku Driver, wird er hier wohl nicht durchbringen können. Ask setzt nun erst einmal weitere Knee Drops nach und tritt auf seinen Gegner ein, doch ehe er sich versieht, ist dieser schon wieder aktiv. Tja, hat er wohl zu lange nachgedacht, der Mann aus dem Wald. Der Champ hat seine Hand an der Kehle des Herausforderers. Daran zieht er sich nun langsam hoch, bis er vor ihm wieder steht und weit über ihn hinausragt. Ask sieht auf einmal wieder ziemlich hilflos aus und scheint dem drohenden Chokeslam ausgesetzt. Und hoch geht es für ihn.

Nein! Ask hat nur darauf gewartet und den Schwung ausgenutzt, um den Kopf vom Puppenspieler zu umschlingen. Er verlagert sein Gewicht mit einem Ruck und kann tatsächlich kontern!


DDT


Sofort versucht Ask erneut ein Cover!


1…

2…


Diesmal war es deutlich knapper, aber es reicht noch immer nicht um den Puppenspieler zu besiegen. Ask greift nun weiter mit Schlägen mit dem ganzen Arm auf den Puppenspieler an und will diesem immer weiter zusetzen. Es klappt tatsächlich auch ganz gut ihn damit unten zu halten. Ask steigt schließlich auf den Apron und scheint sich am CALL OF THE WILD zu versuchen! Er wartet bis der Puppenspieler aufsteht, zumindest erstmal in gebeugte Position und springt ab! Er schafft es auch nach dem Kopf zu fassen, doch der Puppenspieler greift nach den Seilen und benötigt nicht mal wirklich viel Anstrengung um wie eine eiserne Festung zu verweilen, sodass Ask selbst einfach auf die Matte knallt.


BIG BOOT


Vom Puppenspieler gegen Ask!

Oh oh. Jetzt scheint der IC-Titelträger aber wütend.


Sven: „Nicht schlecht. Ask hatte jetzt eine ordentliche Offensive.“

Pete: „Ja… aber der Puppenspieler ist einfach zu mächtig.“


Der Puppenspieler schaut hinab zu Ask. Er ist sich seiner Dominanz bewusst, sieht aber auch die Gefahr, die von Ask ausgehen kann. Es gibt also keinen Grund mehr hier noch lange herumzuspielen. Lieber das Match schnell zu Ende bringen und Ask seine Position verdeutlichen. Erneut greift er ihm an die Kehle und zieht ihn fast schon aus der liegenden Position nach oben.


CHOKESLAM


Und diesmal geht der durch.

Cover.


1…

2…

KICKOUT!


Ask kämpft! Doch der Puppenspieler auch. Er scheint gar nicht glücklich darüber, dass Ask es ihm hier so schwer macht.

Äußerst unsanft zerrt er ihn nun also wieder hoch und verpasst ihm einen ordentlichen Uppercut. Ask federt leicht in die Seile und kommt zurück, nur um einen weiteren einzustecken. Und damit federt er noch deutlicher zurück. Diesmal soll es dann einen BIG BOOT geben, doch Ask duckt sich weg! BJÖRNSMACK! Und WIEDER fängt der Puppenspieler den Arm ab und schleudert Ask in die Seile! JUMPING CLOTHESLINE vom Puppenspieler! Aber nein! Ask reagiert blitzschnell, springt hoch und greift nach dem Kopf des Puppenspielers…


CODEBREAKER


Als Konter des Jumping Clothesline! Und der saß komplett! Der Puppenspieler knallt auf die Matte und hält sich sofort seinen Kopf. Ask muss jetzt DIREKT nachsetzen. Er hakt die Arme seines Gegners ein. THE DEER DRIVER! Doch nein, der Puppenspieler hält mit aller Macht gegen… BACK BODY DROP gegen Ask!

Und damit liegen tatsächlich erstmal beide Männer im Ring. Der Puppenspieler hockt vielmehr in Nähe der Seile, hält diese als Unterstützung sogar fest, während Ask sich hinter ihm auf dem Boden krümmt.


Pete: „Man muss schon sagen. Ein tolles Match bisher. Beide haben ihre Momente und auch wenn der Puppenspieler körperlich dominiert, kann Ask mit Köpfchen und gelungenen Kontern gegen halten!“

Sven: „Gegenhalten bringt allerdings nur bedingt was, wenn er gewinnen will.“

Pete: „Da hast du allerdings recht… Moment mal, was ist das?“


Das Publikum blickt kollektiv zur Auftrittsrampe. Sofort beginnen die Buhrufe, denn dort befindet sich Zereo Killer! Was hat der hier verloren? Er fährt mit einem Schubkarren die Rampe herunter zum Squared Circle. Im Karren befindet sich abermals der Grabstein.


Sven: „Was hat der Killer vor?“

Pete: „Das weiß wohl niemand!“


Will er den Puppenspieler bei dessen Titelverteidigung zur Seite stehen? Sie haben sich in der vergangenen Show ausgesprochen. Fakt ist, dass sich der Champion von dieser Aktion ein wenig ablenken lässt. Er scheint gerade wieder klarzukommen und beginnt eine Diskussion mit Zereo Killer. MacKenzie deutet an, dass Püppi aufpassen müsse. Dieser weiß natürlich was damit gemeint ist und sogleich will er sich auch wieder zu seinem Gegner umdrehen, doch… zu spät.


BJÖRNSMACK


Von Ask. Dieser hat die Ablenkung ausnutzen können um sich zu regenerieren und den Puppenspieler mit einem seiner Signature Moves zu empfangen! Und diesmal hat er mit voller Wucht getroffen! Er hat vielmehr den Nacken als den Kopf getroffen, was die ganze Aktion aber nicht weniger intensiv macht. Der Puppenspieler stolpert knieend in die Ringmitte, während Ask zu Zereo Killer schaut. Er ist verwundert, denn so richtig mitbekommen hat er das scheinbar gar nicht, dass er der Grund für die Ablenkung ist. Und tatsächlich scheint Ask nachzudenken, ob es jetzt wirklich ehrenhaft ist, hier weiterzumachen. Schließlich ist er eigentlich gegen diese Art von unfairen Eingriffen und selbst haben ihm diese ja auch oft genug den Sieg gekostet.

aber genau das ist es doch. Er hat oft genug verloren, weil irgendjemand eingegriffen hat. Warum sollte er dann nicht auch mal davon profitieren?


TIMBEEEER-Kick!


Direkt wieder gegen den Nacken des Puppenspielers. Aber noch immer steht dieser! Er taumelt deutlich stärker, fällt auch fast, aber noch steht er. Ask holt Anlauf aus einer Ringecke. Er lädt sich immer weiter auf und die Energie überrennt ihn. Die GFCW-Galaxy feuert ihn dabei lautstark an.


TIMBEEEER!


Zum zweiten und diesmal fällt der Baum mit Namen Puppenspieler! Aber noch immer regt sich was! Er will direkt versuchen wieder aufzustehen. Ohne Ask.


DEER DRIVER


Leicht holprig, aber er zieht ihn durch! Er schafft es tatsächlich den Puppenspieler auf die Matte zu schmettern! Die Fans rufen, Ask schiebt ihn sofort herum und dreht ihn somit auf den Rücken und ohne weitere Sekunden verstreichen zu lassen greift er sich das Bein um ihn endlich zu covern.


1…

2…

3!


~ Ding Ding Ding ~


Unglaublich! Die Halle explodiert! Ask schnallt es gar nicht so recht, aber er hat es geschafft. Er ist Champion!


Laura: „Und der Sieger des Matches und NEUER GFCW Intercontinental Champion…. ASK SKÓGUUUR!“


Pete: „Unglaublich! Na, wenn das mal keine Überraschung ist, um ins neue Jahr zu starten!“

Sven: „Vor dem heutigen Abend stand noch nicht mal ein Intercontinental Championship Match fest und jetzt haben wir einen neuen Champion!“

Pete: „So ist es. Glückwunsch Ask… und naja, Zereo Killer, schätze ich mal?“

Sven: „Das sollte man nicht vergessen. Wer weiß, wie dieses Match ohne ihn ausgegangen wäre…aber so richtig wissen wir eigentlich auch noch gar nicht was hier eigentlich passiert ist? Wollte das Zereo Killer überhaupt? Was war sein Plan?“


Hätte Ask auch ohne Zereo Killers Auftreten gewonnen? Vielleicht nicht, vielleicht doch. Wir wissen es nicht. Aber Ask scheint das nicht zu interessieren, denn wie schon gesagt: er wurde so oft betrogen, dann ist das wohl ein kleiner Ausgleich. Falls das überhaupt das Ziel vom Killer war. Ask wollte nicht mehr zu viel denken, hätte er das gemacht, dann hätte er hier wohl auch nicht so schnell agiert. Er hat die Situation genommen, wie sie war. Er wollte handeln. Und er hat gehandelt. Und nun ist er der neue GFCW Intercontinental Champion!

Ask schnappt sich seinen Titel und sofort verlässt er den Ring, mit immer noch etwas irritierten Blick zu Zereo Killer, schleicht er sich an diesem vorbei und springt an eine der Barrikadenseiten um sich von den Fans feiern zu lassen. Diese umarmen Ask und zeigen, wie sehr sie sich für ihn freuen. Ask wandert auch noch mal zur anderen Seite und lässt sich gebührend feiern. Auch von der Stage aus holt er sich noch einmal seinen Applaus ab, bevor er schließlich hinter dem Vorhang verschwindet.


Nun sind alle Augen in den Ring gerichtet. Zereo Killer senkt den Kopf und schüttelt diesen, das kann doch nicht wahr sein… oder? Der Kalifornier schiebt den Grabstein in den Ring – warum auch immer, und slidet ebenfalls hinein. Er hilft dem Fädenzieher auf die Beine und versucht diesen zu trösten… als plötzlich ein Cheapshot folgt, aus dem Nichts!!! MacKenzie zieht den Hünen im Schwitzkasten zum Grabstein und stellt sich auf diesen! Es folgt ein Gotch Style Piledriver auf den Grabstein!!! Die Crowd buht was das Zeug hält! Der nun ehemalige Intercontinental Champion liegt regungslos auf der Matte und Zereo Killer steht mit einem ausdruckslosen Gesicht über ihn.


MacKenzie blickt durch die Crowd, lässt sich in eine Ringecke zurückfallen… Er hält sich den Rücken, die linke Schulter… Er fährt sich über den Rücken und spürt seine Narben. Plötzlich fletscht er mit den Zähnen, nimmt all seine Kraft zusammen und hebt den Grabstein auf! Er wirft diesen Grabstein auf die Brust des am Boden liegenden Puppenspielers, welcher schlussendlich in mehrere Teile zerbrochen ist!


Während diese schockierenden Szenen ausgestrahlt werden und erstmal verdaut werden müssen, könnte man meinen man erlebt ein Déjà-vu, denn es wird, wie schon vor zwei Wochen, kurz in einen Backstagebereich geschalten. Dort steht wieder einmal James Corleone bereit, der das Geschehen der Halle auf dem Bildschirm verfolgt. Diesmal allerdings ohne The End. Man kann an Corleones Mimik so gut wie gar nix erkennen, außer eine Art anerkennender Blick: DAS könnte tatsächlich der Zereo Killer sein, den The End sich wünscht. Corleone analysiert die Situation weiter für sich, bevor er schließlich aus dem Bild tritt und wieder zurück zum direkten Geschehen geschaltet wird.


Schnell eilt ein Rettungsteam in Richtung des Rings! Geschockte Gesichter in der GFCW Galaxy werden gezeigt… Die Kommentatoren, das Publikum, ein jeder scheint die Situation erst einmal realisieren zu müssen, während das Rettungsteam langsam damit beginnt den Puppenspieler auf eine Trage zu legen um ihn schließlich aus der Halle abzutransportieren… und das sind dann auch die letzten Bilder, welche für diese War Evening Show ausgestrahlt werden…



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Danke an alle Schreiber!!!