Die Kamera schaltet zu Gossler und Scum in den Backstagebereich, wo sich die Punks auf ihr Match vorbereiten. Sid kaut auf einem Zahnstocher rum während er sein Sackgassenschild mit Stacheldraht umwickelt, dabei hängt ihm eine Schiebermütze tief im Gesicht. Rob steht neben seinem Kameraden und raucht eine Zigarette, während er aus seinem stoppelbärtigen Gesicht den blauen Dunst aufsteigen lässt scheint er ernst und konzentriert, ganz in seinen eigenen Film versunken.


Sid: Heute wird gut Rob! Heute schicken wir die Pfeifen in die Rente!

Rob: „Ich lass mich nicht mehr von Denen verarschen! Ganz bestimmt nicht! Heute nehme ich Rache und mache sie fertig.“

Sid: Das nenne ich mal Motivation! Aber was ich meine ist, seit unserem Kneipenabend mit dem Fight Club haben normale Matches nicht mehr den gleichen Reiz! Es steht so wenig auf dem Spiel, die Pumpe läuft im Ökomodus, sie sind unkreativ und je größer dein Gegner um so besser stehen seine Chancen. Es ist immer die selbe Leiher!


Der Punk überprüft Stoppisabendgardrobe und fährt dafür vorsichtig über die Stacheln des Drahtes.


Sid: Das hier ist der beste Gleichstellungsbeauftragte den sich diese Slacktivisten wünschen könnten. Egal ob du in eine Handtasche passt oder 'ne 3 Meter Hohlbirne bist... das Ding halbiert deine IQ-Punkte mit jedem Volltreffer, garantiert.


Dann schaut Scum hoch zu seinem Mitstreiter.


Sid: Heute wird gut...


Rob muss bei den Äußerungen seines Kameraden schmunzeln.


Rob: „ Bei einem normalen Match kommen die Jungs noch halbwegs unbeschadet davon. Viel zu gut für Die. Wir brauchen etwas Engültiges!“

Sid: Wahre Worte Rob! Es war gut so lange es noch über der Spaßgrenze war! Aber heute können wir die Sache mit den Hipstern endlich beenden!

Rob: „Wenn man vom Teufel spricht...“

Sid: Scheiße! Ich hatte gehofft das es erst auf der Bühne taut! Aber wenn Generation-Snowflake wieder auf einen fairen Kampf verzichten möchte muss die eine Kamera reichen um zu dokumentieren wie wir sie zu Pulverschnee klopfen!


Rob wirft seine Zigarette bei Seite. Er ist auf alles gefasst.


Slay Oakland, Max Moustache und Carola Birkenstock wandern durch den Backstagebereich. Carola läuft in der Mitte der beiden Tag Team Wrestler, vermutlich um ihr besseren Schutz zu bieten. Am heutigen Abend steht die entscheidende Schlacht an. Beermachine. Die Urban Ultras Berlin. Stacheldraht. Das wird wohl eine sehr unangenehme Geschichte werden. Die drei verlieren sich im Gespräch in möglichen Szenarien wie das heutige Match ausgehen wird, als plötzlich ein laut kreischender Schrei, ausgestoßen von Carola Birkenstock, erklingt. Oakland stellt das Gesabbel ein und erblickt bereits jetzt die Kontrahenten des heutigen Abends!


Slay: „SOLLEN WIR ES HIER DIREKT BEENDEN?!


Die vier Herrschaften stehen sich gegenüber.


Rob: „Habt ihr es wirklich so eilig aus dem Gibs zu grinsen?“


Scum legt Stoppi am Griff über seine Schulter, dreht sich kurz zur Kamera.


Sid: Halt drauf! Egal was passiert!


Dreht sich dann wieder zum UUB um und baut sich mit zusammen gepresstem Kiefer neben seinem Teamkollegen auf.


Max: „Das ist heute Abend das Ende einer langen Reise. Eine Reise die für beide Seiten keine Wunschreise war. Begonnen hat alles bei Title Nights 2020. Rob Gossler verlor gegen Morbeus und war nur Mittel zum Zweck, für den Aufbau von etwas ganz Großem.

Carola: „Der Beginn der Fists For Future Foundation!“

Slay: „Rob, du warst nur der Bauer auf dem Schachbrett für uns. Du hättest das ganze doch nicht persönlich nehmen müssen…


Rob muss sich beherrschen nicht jetzt schon die Beherrschung zu verlieren, schluckt aber seinen Ärger für `s Erste hinunter und fährt sich beruhigend über das Gesicht.


Rob: „ Ihr habt euch zwischen mich und meinen verdienten Sieg gestellt!“

Carola: „Was war das eigentlich für ne Scheiß-Aktion unseres freshes Veggie-Catering zu vergiften? Wir wollten allen Beteiligten der GFCW auch kulinarisch mal Perspektiven und Alternativen aufzeigen. Für das Gute! Für einen gesunden Lebensstil. Warum müsst ihr alles immer kaputt machen? Wir meinen es doch gut. Wir stützten uns dabei auf Studien der World Health Organization. Das ist doch alles kein Selbstzweck.“

Rob: „Doch genau Dass ist es! Selbstdarstellung zum Messias um jeden Preis und andere müssen darunter leiden!“


Bei Carola Birkenstock geht er Puls nun auch sichtbar nach oben. Die Drei der 4F sind sichtlich kampfbereit


Sid: Da zeigen sich die Einhörner wieder! Die einzigen Primaten die aus dem Mund Koten wenn sie sprechen wollen! Seit ihr bei TN das erste mal auf euren Drahteseln angewatschelt seit um für euren obersten Tugendprotzer einzugreifen habt ihr jeden noch so kleinen Sieg nur durch eure Hinterhältigkeit errungen und es war nicht mal eine Hand voll! Wenn ihr glaubt ihr macht uns heute, in einem Match. ohne Regeln die ihr brechen könnt, Platt, würde ich mir die Platine neu verlöten lassen!

Max: „Die Fahrräder waren soviel Wert wie 10 Jahre Stütze vom Sozialamt für euch. Ein barbarischer und auch sehr kindischer Akt usnere Räder nicht nur zu stehlen, sondern diese dann auch zu Kleinholz zu verarbeiten. In einem funktionierenden Rechtsstaat a la „Law & Order“ hättet ihr zwei Witzfiguren in den Bau gemusst…..“


Rob und Sid müssen schmunzeln.


Rob: „Das war ein super Abend!“

Sid: Das war echt sportlich Rob! Aber mal zum Punkt! Ihr Hippsterpfeifen redet über Recht und Ordnung? Recht und Ordnung am Arsch! In eurer 100% organischen Regenbogenwelt kotzt ihr euch über eure Fahrräder aus, findet es aber richtig ahnungslose Leute zu überwältigen und auf am Boden liegende zu treten! Eure beschissene Doppelmoral! Verachtenswert...

Rob: Mich zu Zweit hinterrücks attackieren. Hätte bis da nicht gedacht, dass ihr so tief sinken würdet wegen ein paar überbewerteter Drahtesel. Aber ihr musstet es unbedingt übertreiben nicht wahr? Und ihr meint ihr würdet die GFCW verbessern? Kann man noch tiefer sinken?“

Slay: „Und nach all dem was ihr da abgezogen habt, wundert ihr euch, dass wir uns an euch rächen? Ihr seid und wart die Aggressoren, die ganze verdammte Zeit über!“

Sid: Aggressoren? Wir haben euch nach euren Attacken nur ein bisschen verarscht! Ihr musstet ja dann noch einen drauf setzen und habt Robs Knöchel vor die Wand fahren!

Slay: „Ach, ihr Simulanten. Als ob da irgendwas gebrochen wäre.

Max: „Ihr seid schon lange gebrochen! Was hätten wir da noch machen können, HAHAHAH!“

Slay: „Aber das war alles nichts im Vergleich zu eurem letzten Ding!“

Max: „Frauen entführen? Geht’s noch? Das war einer zu viel. Unser Hass bleibt grenzenlos und ihr habt es verdient nach dem heutigen Match NIIIIEEEE wieder in einen GFCW-Ring zu stehen. Wir werden dafür sorgen, für Carola!


Carola Birkenstock runzelt zwar ob des schleimigen Vortrags etwas die Stirn, dennoch schaut auch sie Sid und Rob mit voller Abscheu an. Die Luft ist nun so dick, man könnte diese schneiden…..


Rob zuckt unschuldig mit den Achseln.


Rob: „Ich weiß gar nicht was du hast. War doch ein netter Abend!“

Sid: Ihr habt recht... Rob? Die haben absolut recht... Aber schaut doch wo wir heute stehen... Eure Hohlbirnen waren nach unserem Tiefschlag so am Qualmen das wir endlich ein faires Match haben... Endlich eine Gelegenheit EUCH eure BESCHISSENE "Higher than thou" Attitüde zurück in eure Rachen zu hämmern!


Ein friedliches Grinsen macht sich auf dem Gesicht Sids breit und Rob kommt auch langsam wieder runter in seinen vorigen ernsten Tonfall


Rob: „ Lasst es uns heute Abend einfach beenden. Ich kann eure Visagen nicht mehr ertragen!“


Plötzlich wird das Bild schwarz, geht der Ton aus und es dauert nicht lange bis zurück in die Halle geschaltet wird.


Pete: Es scheint fast so als müssten wir noch ein bisschen warten bis wir erfahren wie es mit den UUB und Beermaschine weiter geht!

Sven: Hoffentlich verpassen wir grade nichts Pete!



Robert Breads: „Jetzt bekämpfen wir Feuer mit Feuer, wie es scheint.“


Wir sind wieder im Backstage-Bereich. Es dauert nicht mehr allzu lang und zum allerersten Mal seit seiner eindeutigen und vernichtenden Niederlage bei der 10th Anniversary Show wird Robert Breads ein Singles Match bestreiten. In gewisser Weise ist es vielleicht sogar noch wichtiger als jenes im März, nicht für Breads selbst, aber für die GFCW an sich, geht es doch dieses Mal um die GFCW Intercontinental Championship.


Robert Breads: „Es muss wirklich bitter sein sich im letzten Moment vor der großen Schlacht schlussendlich doch die eigene Unterlegenheit einzugestehen und sich Hilfe suchen zu wollen um den großen Kampf der einem bevorsteht noch siegreich bestreiten zu können. Denn auch wenn wir im selben Alter sind, aus dem selben Land kommen und das selbe Ziel haben sind RayRay und ich alles Andere als aus dem selben Holz geschnitzt.“


„Canada’s Own“ trägt erneut ein Shirt des GFCW Performance Centers zur Schau, immerhin durchziehen er und seine Schüler die Card für dieses Event von vorne bis hinten. Entschlossen aber keineswegs aufgeregt oder nervös steht er da und blickt direkt und unverhohlen in die Kamera.


Robert Breads: „Während ich der bin der trainiert suchst du jemanden der dich trainiert. Während ich der nächsten Generation Hilfestellung gebe suchst du in deinem wichtigsten Moment den Rat eines Anderen. Ist das wirklich das was ein wahrer Champion, ein Anführer, ein Vorbild tun sollte?“


Eine rhetorische Frage, selbstverständlich.


Robert Breads: „Ist natürlich bitter dass der bestmögliche Coach dir heute gegenüber steht, nicht wahr? Es wird wohl kein Zufall sein dass ich der erste Anruf von Claude Booker war als es darum ging diese Stelle zu besetzen und nicht etwa irgendjemand der ganz offensichtlich maximal der Zweitbeste für den Job gewesen wäre. Aber sei es drum, RayRay. Ich fürchte die Tipps eines Mannes nicht den ich nicht kenne.“


Mit den Händen macht Breads im Hüftbereich eine Geste die auf seinen Gürtel hindeuten soll.


Robert Breads: „Heute Abend ist es an dir dich zu fürchten. Denn ich bin entschlossen das Richtige zu tun und dem GFCW Interconinental Title einen Halter zu geben der dafür sorgen kann dass dieser Titel in Zukunft kein Running Joke mehr ist, keine Trivia Question im großen Ganzen der GFCW-Geschichte, keine automatische „Und auf welche bescheuerte Art und Weise hat dieser Spinner jetzt wieder den Titel gewonnen?“-Retourkutsche.


Seit Amélie mir diese Position vermacht hat habe ich mich mit dir beschäftigt, RayRay. Mit dir, deinem Stable, deinem Titel, allem was dazu gehört. Und am Ende des Tages hast du alles, und ich meine wirklich ALLES, in deiner Macht stehende getan um einem direkten eins gegen eins mit mir in welcher Form auch immer aus dem Weg zu gehen. Weil du so gut wie ich weißt was jeder Mensch in dieser Halle weiß: Wenn es darauf ankommt, eins gegen eins, Mann gegen Mann, Wrestler gegen Wrestler… dann kann RayRay mich nicht besiegen. Punkt.“


Ein fast schon gleichgültiges Schulterzucken von Breads.


Robert Breads: „Nun hat er sich von mir einlullen lassen exakt die Sorte Match zu bestreiten in der seine Chancen so gering wie nur möglich sind. Ohne seine Helfer’chen. Selbst Aidens seltsamer Freund kommt nicht in Frage nachdem was bei der letzten Show geschehen ist. Wahrscheinlich aht er sogar bei diesen Seeschlagen-Freaks gefragt ob es nicht super-edgy wäre grundlos total cool für ihn einzugreifen. Aber nein.


Also läuft RayRay zu Dragan, eine letzte Verzweiflungstat, denn was auch immer passiert, er kann einfach kein Szenario finden in dem Morbeus Robert Breads ohne fremde Hilfe besiegt. Dass er diese fremde Hilfe unbedingt braucht und wie verzweifelt er wirklich ist sollte spätestens jetzt jeder erkennen können.“


Verächtlich schnaubt der Kanadier.


Robert Breads: „Es wird Zeit diesen Titel von seinem Fluch und auch von seinem Champion zu erlösen. Es wird Zeit für einen Champion der nicht von Angst, Feigheit und Komplexen getrieben wird. Es wird Zeit für einen Champion der mit Stolz, Stärke und Können, mit Respekt, Weitsicht und Intelligenz einen toten Titel wieder zurück ins Leben holt. Zum ersten Mal seit sechs Jahren ist es in der GFCW wieder einmal Zeit für Robert Breads als Champion.“



Thomas: „Also du dartest jetzt immer um n bissl herunterzukommen?“


Mit dem rechten Bein über das linke geschlagen und beide auf der Garderobe abgelegt, während er mit dem Rücken an die Holzwand gelehnt auf das kleine Stück Kuchen in seiner Hand schaut, wovon er bereits einen Bissen genommen hat. Beim Sprechen fällt ihm sogar ein semigroßer Krümel auf den bereits nassgeschwitzten Oberkörper. Ein Krümel, dem er direkt mit prüfendem Blick folgt und mit einem leichten Grummeln mit der freien Hand auf den Boden wischt.


Der Mathematiker sitzt auf einem Klappstuhl, seinem „Schüler“ schräg gegenüber, mit dem Tisch samt selbstgebackenen Blechkuchen im Hintergrund. Die Hände ineinandergefaltet und auf die angewinkelten Oberschenkel abgelegt, der Oberkörper leicht nach vorn gelehnt, die Lider schwer, der Blick leer Richtung Amerikaner, die Stimme nicht viel voller.


Alex: „Das ist meine Art, meinen Kopf vor einem Kampf freizubekommen. Damit ich im Kampf funktioniere. Nicht nachdenken muss. Nicht überlegen muss. Einfach handeln kann. All die Planungen, Analysen und Taktiken laufen vorher ab. Das ist dein Weg?“


Mit einem minimalen Fingerzeig deutet er auf das Stück Kuchen in Camdens Hand. Interessant, wie Ricks gleichzeitig so abgekühlt neutral und doch verächtlich klingen kann. Er lässt es sich nicht in der Mimik anmerken, doch man kann sich denken, dass er von dieser Art der „Vorbereitung“ nur wenig hält.


Camden aber ist sich seiner anscheinend sicher. Er schmunzelt, nimmt den Kuchen zum Mund, beißt noch einmal ab und dreht sich mit vollem Mund nuschelnd zu Ricks.


Thomas: „Mmtjoa, nimm dir halt auch ein Stück. Komm schon, Alex, mein erstes Pay Per View Match, ich wollte es halt ein wenig feiern. Keine Angst, ich überfresse mich schon nicht. Das kommt nachher, dann halt aus Freude oder um Schmerzen zu lindern.“


Freundlich grinst er den Mathematiker an, doch der teilt die Gefühlslage nicht. Ricks schaut ihn nur stur an. Wie ein Lehrer, der darauf wartet, dass ein umaufmerksamer Schüler endlich merkt, dass er nicht mehr mit dem Nachbarn reden sollte. „Was wir nicht mehr schaffen, wird Hausaufgabe“ fehlt noch. Sagt er aber nicht, Ricks schnauft lieber nach einigen Sekunden.


Alex: „Das ist dein Ziel heute Abend, Thomas? Sieg oder Niederlage…ist egal? Hauptsache, es gibt Kuchen?“


Camden will gerade wieder abbeißen, die Hand friert auf dem Weg zum Mund aber ein. Der Kopf klappt nach hinten, er seufzt deutlichst hörbar.


Thomas: „Ach komm schon, Alex…“


Er schleudert den Kopf wieder in eine gesündere Haltung, dreht sich mit einem Lächeln zum Mathematiker.


Thomas: „freilich wäre ein Sieg edel…verdammt edel…will End sicherlich auch. Oder mich vernichten oder was auch immer, so wirklich checke ich nicht, was er eigentlich mit mir anstellen will. Ist ja aber auch wurscht. Er will mich umhauen, ich will ihn umhauen, einem von uns wird’s gelingen, so simpel isses doch…Aber Alex, soll ich etwa die Liga verlassen, wenn ich heute verliere?“


Kopfschütteln, umgedrehte Handflächen, die vom Körper weg gen Decke deuten, irritierter Gesichtsausdruck um zu unterstützen, was das doch für eine Quatschaussage von Camden ist, aber die Spitze in Richtung Ricks ist eindeutig giftig, egal ob gewollt oder nicht.

Tatsächlich reagiert Ricks leicht, zuckt mit den Augenbrauen, hat solch einen Kommentar nicht unbedingt erwartet. Der Freiburger bleibt aber ruhig. Atmet weiter ruhig, wenngleich auch einmal tiefer durch. Er spricht etwas leiser als noch vorher. Schärfer, eisiger.


Alex: „Du sollst dir vor einem Kampf nicht überlegen, was du tust, falls du verlierst. Denn du verlierst heute nicht. Das sind deine Gedanken. Du bist heute der beste Kämpfer von German Fantasy Championship Wrestling.“

Thomas: „Nnnnnope.“


Camden lacht für einen Moment auf, bringt Ricks endgültig das Stirnrunzeln ins Gesicht, als der Neuling ihn breit anlächelt und seine Zunge einige entblößte Zähne aus dem Mundwinkel entlangfährt.


Thomas: „Das bist du vielleicht. Aber solche Reden klappen bei dir doch auch nich.., Is ja nett, dass du mich hier aufbauen willst und mich in Kampfeslust bringen willst, aber das musste nicht. Mir geht’s gut. Ich bin bereit für’s Match. Ich wollte End in die Finger kriegen und mal eine richtige Chance gegen ihn bekommen und die kriege ich nachher. Das weiß ich seit zwei Wochen und seitdem habe ich darauf Bock. Und ich werde mich heute auch anstrengen, ihm eins überzubraten…freilich werde ich das. Aber uns ist wohl allen klar, dass ein Sieg heute kein Geschenk ist. Du hast mir doch selber schon deine ganzen Notizen zu End gezeigt, du weißt, dass der Junge was drauf hat. Du weißt doch über ihn fast mehr als über mich. Kannst ja heute wieder Notizen machen.“


Sagt er mit einem schnippischen und amüsierten Unterton und endet mit einem Augenzwinkern. Ein Augenzwinkern, dass Ricks nicht unbedingt zufrieden stimmt. Doch der Mathematiker nickt verstehend. Seine Gedanken sind nicht Camdens Gedanken, damit muss er leben. Was genau Camdens Gedanken sind…ob er wirklich so bescheiden und minimalistisch karriereorientiert ist, wie er es so oft den Anschein erweckt, dieses Thema ist noch nicht erledigt. Aber doch…er nickt.


Alex: „Das werde ich Thomas, keine Sorge. Alles, was die Kameras zeigen. Oder hast du dich noch einmal umentschieden?“


Er dreht sich bereits zur Seite, nimmt das schwarze Notizbuch vom Tisch, zieht es schleifend zu sich heran. Camden nickt ihm bestätigend zu, stülpt die Lippen leicht.


Thomas: „Nönö, mach es dir hier gemütlich, nimm dir was vom Kuchen, Alex. Das ist mein Match. Wird Zeit, dass ich mich mal an End teste.“


Sagt er und erweckt bei den letzten Worten sogar den Anschein ein kleines Flämmchen in den Augen lodern zu haben. Ein Funke, den Ricks registriert und für eine etwas gehobene Augenbraue sorgt. Dezente Überraschung, dass da doch etwas mehr dahintersteckt?


Alex: „Na dann…beweise dich, Thomas Camden.“


Tornado Tag Team-Barbed Wire-Match:

Urban Ultras Berlin (Max Moustache & Slay Oakland) vs. Beermachine (Rob Gossler & Sid the Scum)

Referee: Mike Kontrak



Es wird zum Ring geschaltet, die Stage-Crew hat die Ringseile bereits durch Stacheldraht ausgetauscht und ein Team aus zwei Sanitätern steht im Stuffbereich bereit. Alles scheint auf den großen Showdown zwischen den Urban Ultras Berlin und der Beermaschine vorbereitet zu sein, so scheint aufjedenfall die Stimmung in der Halle, aufgeheizt.


Sven: Das erste Hardcore-Match des Abends steht an! Finest Hour zeigt sich blutig dieses Jahr!

Pete: Das hängt ganz davon ab ob ein Steel Cage Match auch ein Hardcore Match ist, Sven!

Sven: Ein Match in dem Waffen illegal sind, ist kein Hardcore Match, Pete!

Pete: Wie immer du meinst Sven! Es ist aufjedenfall der bis Dato brutale Höhepunkt einer halbjährigen Meinungsverschiedenheit!

Sven: Das ist es Pete! Es hat die Punks zu einem Tag-Team vereinigt!

Pete: Nicht nur das Sven! Es hat auch bei Carola bleibende Eindrücke hinterlassen!

Sven: Das ist richtig Pete!


Die Kamera macht eine Fahrt durch die Halle, wo die Fans ihre Schilder nochmals zeigen um sie auf den Titanthrone projezieren zu lassen, auf den die Kamera streamt. Dann wechselt die Beleuchtung.





Fisher – Losing It dröhnt aus den Boxen des Donau-Stadions in Ulm und galant schießen die Urban Ultras Berlin gemeinsam mit ihrer Managerin Carola Birkenstock aus dem Entrance mit diesem galanten Tridem.




Laura: „Hier sind sie, aus Berlin, Slay Oakland und Max Moustache….THE URBAN ULTRAS BBBBEERRRLIN.“


Die Zuschauer nehmen die Ankuft des Trios lachend zur Kenntnis und empfangen diese gar mit höhnischem Applaus. Max und Slay haben zusätzlich noch Rucksäcke auf, in denen die beiden zahlreiche Utensilien wie eine Eisenstange, Stacheldraht und Baseballschläger hervor „zaubern“. Derweil schnappt sich Carola das Mikrofon von Laura und räuspert sich kurz, bevor sie anfängt zu sprechen.


Carola: „Heute Abend gibt es nun endlich das entscheidende Match zwischen den für den Aufbruch stehenden UUBs und den reaktionären Punks – mit denen kein Blumentopf zu gewinnen ist. Ich möchte euch Zuschauer_Innen hiermit auch noch einmal schildern in welch bedrohlicher Lage ich mich vor Wochen befand. Beermachine haben mich gekidnappt und genötigt wirklich üble Dinge mitansehen zu müssen. Das war wirklich schockierend und ich befürchte ein Trauma davon zu haben. Meine Peiniger möchte ich heute Abend am Boden liegen sehen, aber die unfreiwillige Festnahme hat einen Stein ins Rollen in mir gebracht, der nicht mehr aufzuhalten ist.“


Sven: „Carola wirkte in den letzten Wochen sehr entschlossen, was wird sie nun bekannt geben?“

Pete: „Wahrscheinlich hat das Kapitalisten-Girl nun noch ein weiteres veganes Produkt in petto.“


Carola: „Mein Engagement ist nach wie vor sehr hoch, für das Tierwohl und für den Umweltschutz. Aber hier wird man das von euch Zuschauer_Innen zu wenig gewürdigt. Scheinbar lebt ihr in einer Blase und könnt die Realitäten und unbequeme Wahrheiten nur schwerlich akzeptieren. Deswegen werde ich kandidieren! Kandidieren für die Bundestagswahl 2021! Deutschland braucht nun junge Leute in den Parlamenten, die die Zukunft gestalten. Ich habe mich in meinem Wahlbezirk Kreuzberg/Friedrichshain als Direktkandidaten aufstellen lassen und bin zuversichtlich im September dann auch in das neue Parlament einzuziehen.“


Slay und Max, die nach wie vor ihre Sonnenbrillen tragen, nehmen die Ansprache ausdruckslos zur Kenntnis. Einige Zuschauer_Innen in der Halle wissen noch nicht genau wie sie mit dieser Information nun umgehen sollen.


Pete: „WHAT? Carola Birkenstock kandidiert für den Bundestag? Ist das ein Witz?“

Sven: „Scheinbar nicht, Pete. Sie wirkt wild entschlossen. Da müssen wir wohl die nächsten Monate mal abwarten, was noch alles passiere wird. Ich sehe aber nun, wie Carola Laura das Mikrofon wiedergibt und nun außerhalb des Ringes ihre Position einnimmt.


Wieder wechselt die Beleuchtung und es ertönt Need Money for Beer.



Sven: „Und hier kommen Beermachine mit dem frisch genesenen Rob Gossler!“

Pete: „Fraglich ob er schon zu 100% fit ist. Wir werden sehen ob er schon wieder bereit ist für solch ein Match.“


Rob Gossler und Sid klatschen sich ab ehe sie frisch gestärkt mit Bierchen in der Hand die Rampe zum Ring entlang marschieren.


Rob Gossler wie üblich mit einem grünen Iro, schwarzem T-Shirt mit zentral grün leuchtendem Stern. Die kurze Jeans reicht ihm bis über die Knie. Auch in diesem match verstraut Rob auf seine schwarzen Straßenstiefel. Sid neben ihm ist voller Elan in Begleitung von dem mit Stacheldraht umwickelten Stoppschild „Stoppi“.


Am Ring angekommen, steigen Rob und Sid vorsichtig durch den Stacheldraht ehe sie sie vor den Fans im Ring aufbauen um sie zu begrüßen.


Beide Seiten stehen sich gegenüber und scheinen bereit. Der Offizielle, Mike Kontrak, sucht nochmal mit einem Blick zu den jeweiligen Parteien eine Bestätigung.


DING, DING, DING und gibt das Zeichen den Gong zu läuten.


Sowohl UUB, als auch Beermaschine haben es anscheinend eilig Sid schwingt sein Sackgassenschild, verfehlt und Slay nutzt die vorgebeugte Position Scums, DIAMOND CUTTER!


Sven: Das war ein Volltreffer! So früh im Match! Wenn es so weiter geht, sieht es so aus als ob Carolas Wunsch in erfüllung gehen könnte!


Max sucht indes eine Lücke in Robs verteidigung, mit dem er sich in einem vorsichtigen Schlagabtausch befindet. Round House Kick! Max trifft Rob gut in die Seite, setzt erneut an, wieder ein Round House Kick. Rob fängt das Bein und... ENZUGIRI! Trifft Rob jedoch nicht, da dieser sich darunter durch duckt. Gossler lässt das Bein los und schubst Moustache der sich nach dem Tritt gut gefangen hat und immernoch steht zum Stacheldraht!


Im Lauf steht Max eine leichte Panik im Gesicht während er sich dem Stacheldraht nährt, er lässt sich im letzten Moment fallen und rutscht unter dem untersten "Ringseil" aus dem Viereck!


Ohne zu zögern nutzt Rob den gewonnen Raum und peilt Oakland an, welcher den am Boden liegenden Sid mit Stomps bearbeitet. Scum kann einen Stomp Abfangen! Von der Seite fliegt Rob mit einem Dropkick an, im perfekten Moment! Der völlig überraschte Slay geht zu Boden.


Gossler und sein Teampartner suchen kurz Blickkontakt, dann helfen sie an je einem Arm Oakland zurück auf die Beine und tossen ihn in den Stacheldraht. SLAY OAKLAND hängt in den Seilen! Scum greift sich sein Sackgassenschild während Rob schon auf den in den Seilen hängenden Oakland zu läuft!


POW! Moustache hat ein Comeback und trifft Scum mit einem Baseballschläger auf den Hinterkopf, dieser sackt mit einem Cut auf den Boden. DROPKICK! Von Rob gegen den immernoch in den Seilen hängenden Oakland. Slay reagiert im letzten Moment und Rob verhängt sich im Stacheldraht!


Sven: Dieses Match macht dem Namen Tornado alle Ehre und in dem Chaos fließt auch schon das erste Blut!

Pete: Stimmt Sven! Aber der Ball liegt jetzt in der Hälfte der Urban Ultras! Das könnte ein schnelles Ende für die Punks bedeuten!


Slay nutzt Robs prekäre Lage in den Seilen, während Max seine überlegen Position, gegenüber Sid, mit dem Baseballschäger nutzt, auch um den Abschaum zu taunten. Einen dieser Taunts nutzt Sid um sich von Max weg zu rollen, das Sackgassenschild zu greifen und sich aufzuraffen.


Scum und Moustache stehen sich jetzt gegenüber. Sid mit Stoppi, Max mit einem Baseballschläger. Zuverscichtlich rennen sie aufeinander zu, Der Baseballschläger von Max verfängt sich im Stacheldraht von Sid. Sid reißt das Stoppschild hoch und entwaffnet damit Max, doch Dieser setzt mit einem Tritt nach und stößt Sid zu Boden. Mit dem Stoppschild auf seinem Bauch liegt Sid nun am Boden. Max nimmt Maß und springt mit einer Rolle auf den am Boden liegenden Sid.


Slay bearbeitet unterdessen Rob in den Seilen. Der Draht schneidet sich in das Gesicht des Hamburgers während Slay auf ihn eintritt. Schließlich reißt Slay den blutenden Rob los, doch das kommt ihm gerade recht, er kann sich aus dem Griff lösen und Slay mit einer Kopfnuss von sich stoßen. Jetzt kann Rob einige Schläge anbringen. Slay versucht Rob wieder in seine Finger zu kriegen, doch Rob duckt sich unter ihm weg und tritt ihm die Knie weg. Slay stolpert und fällt in den Stacheldraht. Rob blickt sich um und sieht seinen Kameraden in Bedrängnis. Immer noch unter Stoppi begraben versucht er sich gegen Max zu verteidigen. Doch Rob kommt ihm zur Hilfe und reißt Max aus dem Stacheldraht von Stoppi und schickt Max mit einem Snap Inverted DDT auf die Bretter.


Sven: Slay Oakland hat Rob's Gesicht böse zugerichtet!

Pete: Stimmt Sven! Für die Unterhaltung der Fans und um Rechnungen zu begleichen gehen die GFCW-Superstars immer wieder ans äußerste!


Slay reißt sich wieder aus den Drahtseilen, das wird aber von Rob bemerkt und dieser Springt gegen Slay. Beide reißen dabei den Stacheldraht mit sich und fallen aus dem Ring.


Max versucht sich nach seinem Niederschlag wieder zu erheben doch wird von Sid dank Stoppi wieder zu Boden geschlagen. Unnötig zu betonen wie sehr Sid diesen Moment genießt.


Außerhalb hat sich Slay derweil Rob geschnappt und rammt ihn gegen die mit Stacheldraht umwickelten Ringpfosten, wobei er jeden einzelnen abgeht. Doch mehr als Zwei schafft er nicht. Rob umfasst den Kopf seines Gegners und stützt seine Füße an der Ringkannte ab um sich mit einem Chinbreaker zu befreien.....erfolgreich. Slay fällt unangenehm in den am Boden liegenden, losgerissenen Stacheldraht.


Max hat sich unterdessen wieder erhoben, weicht einem Schlag mit Stoppi aus und kann mit einem Tritt gegen das Schild mit selbigem gegen Sids Kopf stoßen, was dazu führt, dass er schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Stacheldraht macht. Davon getroffen lässt er das Schild fallen. Max setzt mit einem Tritt gegen den Kopf nach und taumelnd fällt Sid auf das Schild. Max schnappt sich einen Baseballschläger und will damit auf Sid einschlagen, doch in einer Art Monkeyflip befördert Sid seinen Gegner über sich in den Stacheldraht.


Rob deckt den am Boden liegenden Slay mit Schlägen ein. Doch dieser kann sich nach einer Kopfnuss davon befreien und erhebt sich wieder. Ein Tritt in den Unterleib lässt Rob zusammensacken und hieft ihn zu einer gewalltigen Powerbomb nach oben.


Das Cover:


1


2


Kick out!


Sid ist zur Stelle und unterbricht das Cover von Slay wütend erhebt er sich und holt zu einer Clothesline aus, doch Sid duckt sich und Slay trifft stattdessen den dazu eilenden Max. Max geht zu Boden. Die Verwirrung von Slay ausnutzend befördert Sid Slay mit einem Superkick aus dem Ring.


Pete: Das war knapp! Es hätte hier vorbei sein können!

Sven: Noch steckt Kampf in den Kontrahenten, Pete! Egal wie schlimm es aussieht, noch ist es den Parteien lieber durch die Hölle zu gehen als zu verlieren!


Sid blickt sich um und erkundigt sich nach seinem Kameraden. Doch Rob brauch noch etwas um sich zu erholen. Also macht Sid alleine weiter und tritt auf Max ein. Max bekommt die Beine von Sid zu fassen und reißt ihn von den Füßen. Seine Füße immer noch im Griff setzt er zu einem Boston Crab. an. Jetzt muss Sid einiges aushalten, doch Sid bekommt einen Baseballschläger zu fassen und zieht diesen Max über. Max muss den Griff lösen.


Moustache rollt sich aus den Ring und hält sich den Kopf! Scum will sich am Draht wieder auf die Bein helfen, hat jedoch die Rechnung ohne Max gemacht! Der geistesanwesend genug ist Sid wieder die Beine weg zu ziehen und ihn aus dem Ring zu zerren.


Rob steht auf, doch da kommt Slay hinter ihm zurück den in den Ring und zeigt einen Backsuplex gegen Rob.


Gossler liegt nach dieser Aktion am Boden. Mit ihm ist nur noch Oakland im Ring, dieser schaut sich um und sieht das Carola eine Idee hat. Sie reicht ihm eines der mitgebrachten "Spielzeuge", eine Eisenstange. Entschlossen geht der Hooligan auf den Punk zu, holt aus und schlägt! BAM! Er zielt auf und trifft das Bein des Punks! Ein schneller Stomp, vom wieder Aufwind kriegenden Slay, gegen den Oberkörper von Rob folgt. Dann holt Slay wieder mit dem Eisen aus.... BAM! Wieder ein Schlag gegen das Bein! Rob krümmt sich vor Schmerzen und hält sich das Schienbein!


Der Ultra geht in die Hocke und Schnautzt unter wütender Gestikulation seinen Kontrahenten zusammen. Die Geräuschkulisse die von den aufgeheizten Fans erzeugt wird, vereitelt jedoch jeglichen Versuch das Gesagte zu verstehen.


Pete: Ich glaube Slay macht unserem Psychopunk grade klar das er es beenden will!

Sven: Seine Position scheint ihn wieder zu Beflügeln! Wenn du die eigenen Schmerzen und Erschöpfung vergessen kannst um jemand anderem Wehzutun! Dasa ist purer Hass Pete!

Pete: Du sagst es Sven! Slay steht wieder und ist Entschlossen, das wird ein fatales Ende! Ohh Gott, Sven!! Das wird er doch nicht tun!


BAM!! Die Eisenstange fliegt, es ist ein absoluter Volltreffer... Oaklands 3 wird von Hinten, von Scum, mit Stoppi getroffen und das Blut fließt dem Hooligan nur so aus dem Gesicht! Slay sackt zusammen wie der berühmte Sackreis aus China, verfängt sich in der Folge dessen in den Stacheldrahtseilen!


Sid bedient sich seiner eisernen Kraftreserven, holt aus und trifft den Engländer auf die 12 mit seinem Sackgassenschild in Stacheldrahtgardrobe, mit voller Wucht! Aller guten Dinge sind 3, hätte Scum gedacht haben können, als er den Kopf von Slay nochmals mit Stoppi trifft! Dann lässt Sid seine Waffe fallen. Rob hat den Ring in der zwischen Zeit verlassen um an der Ringtreppe Schmerzmanagement zu betreiben.


Sven: Wenn man Sid glauben mag waren das soeben eine Viertelung von Slay Oaklands IQ-Punkten!

Pete: Wie kannst du da nur Witze machen Sven? Das tut schon beim zusehen weh!


Scum packt Slay am Arm und entfernt ihn durch ziehen und zur hilfe nahme seines Beins aus den Seilen. Dieser fällt sofort wieder zu Boden! Scum setzt eher schlecht als recht mit Stomps gegen Oberkörper und KOPF nach!


Pete: Was macht er da? Warum gibt es keinen Pin versuch?

Sven: Entweder will Sid Ihn jetzt völlig ausschalten oder Sid ist durch die vielen Treffer schon völlig neben der Spur!


Ein Superkick von MAX MOUSTACHE!! Scum landet auf dem Boden! Mit weiteren Tritten in die Seite rollt Max Scum aus dem Ring!


Pete: Sven?! Passiert da grade was ich denke das da passiert?!

Sven: Max erklimmt den Turnbuckle! Das ist Wahnsinnig!

Pete: Es passiert wirklich Sven!


Moustache setzt einen Berghain Bouncer vom Ring gegen Sid! Ein Volltreffer wäre es gewesen, wenn Scum nicht versucht hätte sich an der Zuschauerbefestigung hoch zu ziehen! Max fliegt in das Eisen und zieht sich einen Cut zu!


Sven: Das sah schmerzhaft aus Pete!!

Pete: Jemand von der Crew hat die Begrenzung nicht richtig befestigt! Das ist ein Skandal Sven!

Sven: Das ist es Pete! Ein sehr blutiger sogar!


Gossler hat sich in dem Chaos wieder in den Ring gerollt und auch Mikes Aufmerksamkeit liegt auf den Geschehnissen im Ring! Gossler drückt Slay's Schultern auf die Matte.


1...!


2...!


3...!


DING DING DING!


Sieger des Matches durch Pinfall: Sid the Scum und Rob Gossler, Beermaschine!!!


Wärend Rob versucht sich aufzurichten bricht Chaos unter den Offiziellen aus, Kontrak schaut nach Oakland und die Sanitäter setzen sich in Marsch.


Sven: Es scheint so als hätte das Match doch tiefere Eindrücke hinterlassen!

Pete: Das Team kümmert sich schon darum! Wir schalten gleich nach einer kurzen Werbeunterbrechung zurück!




BEER MASCHINE BILLIGBIER!


männliche Stimme: Das ist Beermaschine "Billigbier"! Wuuuuuuhuhush!

weibliche Stimme: Du weißt das es günstig ist wenn das Ettiket in "Comic Sans" gedruckt wurde!

männliche Stimme: Billigbier! Grade teuer genug für Paint, zu billig für einen Lektor!

weibliche Stimme: Jetz kaufen!!1! Sofort kaufen1!! Und keinen, ich wiederhole KEINEN Vorteil erhalten!

männliche Stimme: Schmeckt nach dem 6 Bier und macht Kopfschmerzen nach 2, vom Hersteller garantiert!

weibliche Stimme: Nur erhältlich in Export! Hauptsache knallt!



Pharmawerbungsstimme: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!



TIMO SCHILLER GEILER MACKER EINFACH!“


Sagt Keek Hathaway mit einer Stimme, die von Überzeugung so geschwollen ist wie mein Kamm, wenn jemand Dr. Dick lustig nennt.


Der Namibianer trifft diese Aussage aber nicht im luftleeren Raum, nicht in einer beliebigen Situation: Neben ihm steht tatsächlich der Hochgelobte. Und dem Duo, das am heutigen Abend ein erstes gemeinsames Tag-Team-Match bestreiten wird, gegenüber ist MacMüll mit einem Mikrofon. Es riecht nach Interview in den Stadionkatakomben.


Keek Hathaway: „EIN RICHTIG GEILER MACKER!“


Er wiederholt es einmal laut, dann mehrmals auf stummen Lippen. Sagt es wieder und wieder, so repetitiv als würde er bald ein Stable mit Gossler und Sid gründen. Schlussendlich jedoch fängt Keek sich, erwacht aus seiner lobreichen Trance und schlägt dem etwas verlegen wirkenden Schiller kraftvoll auf den Rücken. Müll blickt zwischen den Beiden hin und her.


Timo Schiller: „Ähm… danke. Sowas von Keek Hathaway zu hören ist natürlich schon… äh… da werde ich tatsächlich rot.“

MacMüll: „Scheint so, als ob sich mit euch zwei Leute gefunden haben, die gut…harmonieren. Keek, könntest du vielleicht etwas präziser werden? Timo war einer von mehreren Rookies, die du im Performance Center kennengelernt hast. Was macht ihn aus?“

Keek Hathaway: „GEILER MACKER EIN…“


Er stoppt. Die Arbeitsaufforderung lautete: PRÄZISE. Also ist er kurz still, kurz nachdenklich. Dann prescht er inhaltvoller vor.


Keek Hathaway: „Mag sein, dass man mir das nicht ansieht, aber ich habe ein Auge für Talent. Ich merke schnell, wenn jemand etwas Besonderes hat. Wieso habe ich früher mit Savan ein Team gegründet, obwohl ich auch Tom Hdot, TJ Silverberg oder The Raven hätte haben können, die zur gleichen Zeit aktiv waren? Das waren Leute, die man mal höher eingeschätzt hatte. Doch ich wollte Savan und behielt Recht. Noch heute spricht man über uns. Und keiner weiß, wer Hdot, Silverberg oder Raven sind.“


Da dies offensichtlich auch auf Schiller und Müll zutrifft, ruft die Erwähnung der Namen keine Reaktion bei ihnen hervor: Sie warten stumm auf die Pointe von Keeks verbalem Schlenker.


Keek Hathaway: „Im Performance-Center, im Ring mit Timo, da hatte ich sofort ein gutes Gefühl. Ich spürte den INSTINKT in ihm. Ich versuchte, ihn in eine Falle zu locken, doch trotz seiner geringen Erfahrung machte er alles richtig. Er ist wie ein RAUBTIER IM RING! Ein geiles Raubtier. Rawwwwr.“

MacMüll: „Timo, für dich hat diese Trainingsstunde eine unerwartete Wendung genommen. Du dachtest, dass es eine Einheit im Performance Center mit einem Gasttrainer wird und plötzlich stehst du hier, an seiner Seite, und hast den Co-Main-Event von Finest Hour vor dir. Wie fühlst du dich und welchen Eindruck hast du von Keek?“

Timo Schiller: „Na welchen Eindruck schon? Er ist Keek Hathaway. Ich bin lebenslanger GFCW-Fan, und er ist… nunja, wie soll ich sagen… er ist Keek Hathaway, Alter. Wie kann man da nicht völlig fertig mit der Welt und gleichzeitig unfassbar glücklich sein, weißte?”


Es ist offensichtlich: Zwischen diesem Duo herrscht Harmonie. Zeit für MacMüll, die Frage zu stellen, die trotz aller positiven Worte den meisten Zusehenden auf der Zunge liegen dürfte.


MacMüll: „Und glaubt ihr, dass das heute schon reicht? Eure Gegner sind Danny Rickson und Garrison Gaeta. Ein Hall of Famer und ein ehemaliger Intercontinental-Champion. Auf dem Papier…und nehmt mir das bitte nicht übel…gibt es keine eindeutigere Paarung am heutigen Abend.“

Keek Hathaway: „Das Papier, das sowas sagt, MACHT MICH WÜTEND! WIR LEBEN DOCH NICHT IN DER VERGANGENHEIT! Mir ist es egal, was Danny Rickson mal gemacht hat. Und noch viel egalerer, was Gaeta getan hat. Es geht um das Jetzt. Und um die Zukunft. Diese Zukunft ist, dass das Match heute Abend genauso bei 0 beginnt wie jedes Match. Timo Schiller mag ein Rookie sein…“


Er wendet sich seinem neugewonnenen Freund zu.


Keek Hathaway: „ABER TIMO SCHILLER IST EIN GEILER TYP! Er wird euch alle überraschen. Er ist schon jetzt völlig wettbewerbsfähig und die Zukunft liegt ihm zu Füßen. Er wird heute gewinnen, er wird gewinnen, was auch immer als Nächstes kommt und er wird diesen goldenen Schlüssel gewinnen, den die Liga loswerden will. TIMO SCHILLER MACHT MICH GLÜCKLICH! Er ist die Zukunft.“

Timo Schiller: „WIR SIND DIE ZUKUNFT! KEEK UND TIMO! Und das werden wir heute beweisen!“


Jetzt wird Hathaway tatsächlich ernst, es wirkt fast absurd.


Keek Hathaway: „Und auch ich…weiß, dass ich nicht immer eine Witzfigur sein muss. Heute kann der Tag sein, an dem sich mein Leben dreht. Ich gehe in dieses Match ohne festen Vertrag. Mit einer Niederlage im Voting und einem Stadion voll Leuten, die mich aus Nostalgie ganz witzig finden, aber mehr auch nicht. Doch ich werde allen zeigen, dass ich nicht in dieser Liga bin, damit man ein Comedic Relief hat. Ich bin trotz allem ein ernstzunehmender Wrestler und ich zeige es heute. ICH BIN KEIN WITZ.“


Gleichermaßen aufmunternd wie auch ehrfürchtig klopft Schiller Hathaway auf die Schulter.


Danny RIckson: „Wird ein langer Weg, Keek. Ein langer Weg.“


Unvermittelt tritt der Engländer ins Bild. Wie ein ungeladener Gast, der nur gekommen ist, die Stimmung zu senken. Man könnte ihn für einen grimmigen Alten halten, der keinen Moment des Optimismus ertragen kann.


Danny Rickson: „Ich habe im Gang dieses Interview gehört. Was für große Worte. Man könnte denken, dass hier Leute von Format stehen. Die was Wichtiges zu sagen haben. Doch dann komme ich her und alles was ich sehe…


Ein Grinsen vom Liebreiz eines Schlangenbisses.


Danny Rickson: „…sind Timo Schiller und Keek Hathaway.“

Timo Schiller: „Dein allerbester Freund scheint das für etwas Gutes zu halten.“


Schiller sieht man die Nervosität nun doch an, steht er doch direkt zwischen Rickson und Hathaway und bringt nun auch noch Robert Breads ins Spiel. Er sitzt am Tisch der großen Jungs und will sich nicht verstecken.


Rickson hingegen betrachtet Schiller, den aufmüpfigen Timo Schiller, mit dem Interesse eines Professors, der durch ein Mikroskop auf eine niedere Art starrt.


Danny Rickson: „Dieses ganze selbstbewusste Gerede von euch Beiden…ist das eine Art psychologische Übung? So ein Selbstwirksamkeitsscheiß, damit ihr nicht gleich das Handtuch werft, wenn ihr auf die Card schaut? Oder glaubt ihr wirklich, eine Chance zu haben? Ich frag nur, weil es bei euch vielleicht ein paar Sicherungen durchbrennen ließ, dass ihr bei War Evening mich und Garrison aus dem Ring geworfen habt. Aber selbst wenn ihr mich aus hunderten Ring werft. Ihr seid immer noch Keek Hathaway und Timo Schiller.“


Müll hebt sein Mikrofon, will eine Frage stellen, Rickson jedoch wischt wortlos das Mikrofon des Interviewers zur Seite.


Danny Rickson: „Mit anderen Worten ein Running Gag und ein Greenhorn. Nicht mal ein besonderes Greenhorn. Weißt du, was Robert gefragt hat, als er sein Performance Center gegründet hat, Timo?“


Auch wenn er es als Frage formuliert, lässt der Engländer sein Gegenüber nicht zu Wort kommen und schreitet lieber selbst zur Beantwortung.


Danny Rickson: „Ob ich mitmachen will. Die Meisten wissen, dass ich jeden Dreck mache, wenn Robert Breads fragt und umgekehrt, aber ich wollte nicht. Und zwar genau aus einem Grund. Weil ich nichts mit solchen Durchschnittsrookies zu tun haben wollte, wie du einer bist. Ich will nicht meine Zeit mit irgendwem verschwenden, in dem kein Potenzial steckt. Ich habe nicht die Engelsgeduld von Robert. Ich würde Leute wie dich nach einer Trainingsstunde anschauen und wegschmeißen.“

Timo Schiller: „Der Einzige der hier geschmissen wurde bist du, und zwar aus dem Ring, von Keek Hathaway und Timo Schiller!“


Schlagfertig ist anders, aber Timo versucht immerhin irgendwie nicht gnadenlos neben Rickson unter zu gehen.


MacMüll: „Danny, mal ehrlich. Du wirkst in den letzten Wochen…man könnte es frustriert nennen. Liegt es an der Zusammenarbeit mit Gaeta, die nicht so läuft wie gedacht? Kannst du dazu…“


Danny Rickson: „Halt den Mund. Ich bin mit dem hier noch nicht fertig.“


Gemeint ist der lästige Nobody. Timo Schiller weicht nicht zurück. Selbst als Rickson ganz nah vor ihn tritt, hält er dem Staredown stand – eine überraschende Leistung.


Danny Rickson: „Weißt du, warum Robert noch immer dein Coach ist? Bestimmt nicht, weil er an dich glaubt. Er sieht genauso viel in dir wie ich. Nichts. Doch während ich das freimütig zugeben kann, fällt das bei ihm auf sein Projekt zurück. Auf sein Baby. Wenn Schiller scheitert, ist das für Breads eine persönliche Niederlage. Wir alle wissen, wie sehr Breads verlieren hasst. Glaubst du, dass er, der für Siege töten würde, einen wie dich mag? Rotari ist sein neuer Rennwagen und du irgendein Trottel, der an die Anhängerkupplung gebunden und mitgeschleift wird, bis er genug hat. Bis der Trottel von selber geht, so dass es für Breads keine Niederlage ist.“

Keek Hathaway: „ICH BIN WÜTEND!“


Er ist so wütend, dass er wütende Dinge macht.


Keek Hathaway: „Du erzählst vor ein paar Wochen was davon, dass du der Beste aller Zeiten bist und dann kommst du ein paar Wochen später hierher, crasht das Interview von einem angeblich nutzlosen Rookie, und hältst einen frustrierten Monolog, weil Gaeta auf dich scheißt. Du warst schon immer ein Arschloch, aber komm runter, Mann. ICH BIN WÜTEND! Wir sehen uns im Ring.“


Rickson zögert. Ein letzter abschätziger Blick auf Hathaway, auf den Staubkorn in seinem Gesichtsfeld. Dann der Schwenk auf Schiller. Kaltes, stummen Starren. Sein Lächeln entartet, dann ein langes Ausatmen.


Danny Rickson: „Wir sehen uns im Ring.“


Single Match:

Thomas Camden vs. The End

Referee: Thorsten Baumgärtner


Let me take you down
'Cause I'm going

TO

.

.

.

Strawberry Fields

Pete: Und weiter geht diese Wahnsinnsshow.“


Weiter gehen heißt in diesem Fall Thomas Camden begrüßen. Mit weitem Ausfallschritt tritt er beim kleinen aber feinen Wörtchen “to“ durch den Vorhang und präsentiert sich der Zuschauermenge, die ihn zwar wohlwollend aber weiterhin eher registrierend empfängt. Es ist deutlich, im Wettrennen um die stärksten Zuschauerreaktionen ist er den meisten seiner Mitneulingen noch um einiges hinterher. Zu vielen ist der Mann in weiter, schwarzer Stoffhose und Ringstiefeln ein noch zu unbeschriebenes Blatt.

Ihn scheint es nicht zu stören, er lächelt glücklich durch die Reihen, sing leise sein Theme vor sich hin, während er mit den Händen in den Taschen und weiten Schritten zum Ring schreitet. Ein wenig verzieht er dabei sogar die Miene und wirkt etwas unglücklich darüber, dass Laura die Beatles für einen Moment unterbricht um ihn anzukündigen. Bei der Erwähnung seines Namens und dem doch anständigen Jubel der Fans nickt er dann aber doch wieder zufriedener.

Nach einiger Zeit am Ring angekommen, nimmt er endlich die Hände aus den Hosentaschen, streift mit der linken Hand leicht über die Ringmatte, während er an ihr entlang läuft. Nach einigen Laufmetern, nimmt er die Hand weg, die Finger zusammen, führt die Fingerspitzen vor sein Gesicht und scheint sie auf Staub zu untersuchen. Fazit? – Zufriedenheit.

Dann dreht er sich, schnappt das mittlere Ringseil mit beiden Armen indem er durch die Seile hindurch greift und sie von innen umgreift und mit einer Art Klimmzug drückt er sich von der dünnen Hallenmatte ab durch die Seile, hebt die Beine in die Waagerechte, hievt sie ebenso durch die Seile und stellt sich im Ring wieder auf.


Sven: „Hat mich beim ersten Mal schon beeindruckt. Und das sollte vielleicht auch eine Warnung für The End sein. Bei aller Bescheidenheit Camdens, der Mann hat Kraft.“


Im Ring lässt Camden einmal kurz die Schultern kreisen, lockert noch einmal die Oberkörpermuskulatur, bevor er eine kleine Runde im Ring dreht und sich in seine Ringecke begibt. Dort steckt er eine Hand wieder in die Hosentasche, lehnt sich zurück an die Polster und winkt End mit der freien Hand heraus. Ein Doppelzucken der Augenbrauen verstärkt die Einladung noch einmal. Thomas Camden will sein erstes PPV-Match bestreiten…


Pete: „Es ist nicht gerade der größte Hass seitens Thomas Camdens…aber dass er dieses Match wollte, haben wir alle gesehen.“

Sven: „Sein Auftritt gerade ist nun aber auch nicht energischer als sonst. Schauen wir doch mal, wie sich sein Gegner präsentiert, wenn er schon herausgebeten wird.“


Welcome to the show
Malady superabounds
Open your eyes and see
The insane reality
This is the world we're living in
Right before the abyss
Malady superabounds
Welcome to the show“


Und damit ist es Zeit für den Gegner Camdens das Feld zu betreten. Wie man das bisher schon einige Male sehen durfte, steigt ein blau-durchleuchteter Rauch auf der Bühne auf, während rund herum die Halle immer dunkler wird. Bis jetzt sehen wir noch nichts vom King of Anarchy, doch lange lässt er nicht auf sich warten.

Aus dem nebelartigen Rauch steigt schließlich The End hervor, gekleidet in einer stylischen dunklen Jeans und seiner Lederjacke. Es scheint eine etwas edlere Version von der zu sein, die er während den War Evening-Shows trägt. Er tritt auf die Bühne und mustert das Publikum mit seinem Blick, dabei saugt er das Pfeifkonzert der Fans reglich auf. Besonders beliebt hat sich The End nicht gemacht, aber das ist ihm auch egal - heute hat er ein anderes Ziel und das befindet sich bereits im Ring.

Dementsprechen beginnt End nun auch auf den Ring zu zulaufen, er hat nun auch mit seinem Blick das besagte Ziel anvisiert und so läuft er mit starrem Blicke zu Camden in Richtung Seilgeviert.


Pete: Heute ist der Beginn von Ends Eroberung, so hat er es etwas früher am Abend angekündigt, die Zeit der Spiele ist vorbei. Wollen wir doch mal sehen ob das tatsächlich so kommen wird.”

Sven: Auf jeden Fall hat es The End mit Thomas Camden nicht leicht, anders herum sieht es aber nicht besser aus. Ich denke das Match kann auf jeden Fall richtig spannend werden, nötig haben aber Beide den Sieg!”


End erreicht nun langsam den Ring. Wie es sich für einen König seiner Art gehört, geht er dabei gar nicht groß auf das Volk ein. Er ignoriert die Fans komplett und ist komplett fokussiert auf seinen heutigen Kontrahänten. Dieses Match hat sich schon lange angebahnt und heute ist es endlich soweit.

End betritt den Ring und läuft nach wie vor direkt auf Camden zu. Ein letztes Mal noch will er ihm imponieren und verdeutlichen, wie ernst es ihm ist. Keine Spiele mehr, heute ist es Zeit für die Schlacht.

End entledigt sich seiner Jacke und befördert sich recht unsanft nach draußen. Dann positioniert er sich wie ein aufgescheuchter Tiger in seiner Ringecke um auf den Gong zu warten, der es ihm endlich erlaubt, da weiter zu machen, wo er beim ersten Aufeinandertreffen mit Camden von Ricks unterbrochen wurde.


Pete: Zum dritten Mal am heutigen Abend also heißt es zwei PPV-Debütanten treffen in einem Match aufeinander. Dein Favorit, Sven?“

Sven: „Die Experten sind sich ja größtenteils einig. The End hatte den deutlich vielversprechenderen Einstieg. Selbst Camdens…tja…was eigentlich…Trainer? Alex Ricks sieht in End viele Ähnlichkeiten zu Drake Nova Vaughn und wir wissen alle nur zu gut, was dieser Kerl für eine Karriere in der GFCW hinlegte. Du hattest seine Ankündigung erwähnt…wir werden sehen, was so alles hinter seinen Worten steckt.“

Pete: „Nun…aber wie du schon sagst, Camden hat Alex Ricks an seiner Seite. Vielleicht gab es da noch ein paar geheime Tipps vom Mathematiker für den heutigen Abend?“

Sven: „Hattest du bisher den Eindruck, dass Thomas Hilfe gegen End wollte?“

Pete: „Guter Punkt.“


Und falls Ricks noch Tipps hätte geben wollen, wäre es in genau diesem Moment zu spät. Denn genau…JETZT…läutet die Ringglocke, nachdem sich Thorsten Baumgärtner zunächst von beiden Seiten das „okay“ eingeholt hat. Immerhin eine Sache hat Camden aus der ersten Begegnung der beiden gelernt. Er klettert nicht noch einmal auf das Seil um zu posieren. Stattdessen geht er direkt auf End zu, der ihn teuflisch angrinst und sich sicher ist, dass er dem Amerikaner hier nicht nur leicht überlegen ist. Camden ist in seine Falle getappt im Moment als Camden ihn herausforderte.

End nimmt die Arme hoch, wartet drauf Thomas zu empfangen und in den Lock up zu gehen, der Dauerentspannte geht drauf ein, sie verhaken sich, erstes wirkliches Kräftemessen…Denkste! 5kg Gewichtsunterschied sind egal, Camden spannt die Muskeln an, was Leute mit 8K-Fernsehern womöglich sogar sehen könnten, und pusht einfach weiter vor wie ein Frachtzug, dem es egal ist, dass sich da noch ein Auto durch die Bahnschranke mogeln wollte. End wird einfach in die Ringecke geschoben, ist von dieser Kraftdemonstration dann doch überrascht, greift kurz nach, aber da spürt er schon das Polster in seinem Rücken. Baumgärtner ist direkt zur Stelle, tippt Camden an, zählt ihn an, während dieser nur mit ernster, angestrengter Miene direkt in Ends Gesicht schaut, der ihn manisch begeistert anlacht. Baumgärtner beginnt zu zählen, Camden lockert den Griff bei 2, zieht sich langsam zurück, feuert aber natürlich noch einmal einen saftigen Schlag ab, wie man es im Wrestling 1x1 in dieser Situation eben tut. Die Zuschauermenge raunt, Camden hält und reibt sich das Kinn, während die Beine leicht einknickten, aber die Seile halten ihn natürlich im Stand.


Pete: „Also Kraft demonstrieren kann Camden. End konnte ihm ja gar nichts entgegensetzen.“

Sven: „Das hätte ich so definitiv nicht erwartet. Aber bist du dir sicher, dass End das überhaupt wollte? Er war zwar überrascht, sah aber auch nicht so aus, als ob er seine ganze Kraft in einen Gegenangriff steckte.“


Baumgärtner führt Camden zurück in die Ringmitte, ermahnt ihn noch einmal, dass solche Schläge nicht gerade die feine Art sind, Camden nickt verstehend der Sorte „Jaja, weiß ich doch, macht am Ende trotzdem jeder.“ geht einen Schritt zur Seite, läuft wieder auf End zu, doch da prescht der King of Anarchy aus der Ecke

Spear von End!

Er reißt Camden um, springt quasi direkt auf dessen Brust, kniet sich auf ihn und legt mit harten Ellbogenschlägen los. Camden nimmt die Hände schützend vor das Gesicht, während End wild auf ihn einprügelt und dafür natürlich auch von Baumgärtner ermahnt wird. Ist ihm aber egal, genauso wie das Anzählen. Erst bei 4 lässt er endlich ab, nimmt die Hände hoch, schaut den Ringrichter an, er allerdings mit einem Blick der Marke „War doch nichts“, während er sich gleichzeitig wieder aufrichtet. Natürlich passenderweise so, dass er sich mit seinem Knie hochdrückt, indem er das noch einmal extra in Camdens Brustkorb drückt. Dann stellt er sich neben Thomas, schaut noch einmal nach hinten und gibt ihm noch einmal einen unnötigen Pferdetritt gegen den Kopf mit, wofür er sich noch einmal einen bösen Blick des Offiziellen einholt.


Pete: „Ok, End hat den ersten Angriff offensichtlich mehr als gut weggesteckt.“

Sven: „Das dürfte Thomas etwas schwerer fallen nach so einer Barrage an Schlägen.“


Baumgärtner ist bei Camden, erkundigt sich nach dessen Wohlbefinden, der rollt sich aber schon auf alle Viere, hustet einmal inbrünstig und richtet sich dann wieder auf. Zumindest ist das der Plan, doch End rauscht bereits heran mit einem Big Boot seitlich gegen Camdens Kopf. Ein erstes Cover folgt

1

2

führt aber nicht zum Sieg. Camden bringt die Schulter hoch, End grinst, nickt verhöhnend und „tätschelt“ Camden aufmunternd die Wange. Tätscheln besteht in diesem Fall aus einigen 30%-Schwung Ohrfeigen. End richtet sich wieder auf, schaut amüsiert auf seinen Gegner herab, beginnt ihn mit einigen Tritten zu umkreisen und weiter in den Ring zu stampfen. Die Fans sind nicht zufrieden, buhen End aus, aber ihm soll es recht sein. Er hat bislang vollen Erfolg mit seiner Taktik. Dann zieht er Thomas wieder auf die Beine, packt ihn am Arm, schleudert ihn in die Seile, rennt selber in die gegenüberliegende Seite, sie begegnen sich wieder und

Spotlight Attack V-Trigger von End


Camden wird wunderbar amKinn getroffen, kippt nach hinten weg, wird gecovert,

1


2


aber erneut der Kickout.


Pete: „Sieht so aus als hätten die Experten ein gutes Näschen gehabt. The End hat hier die volle Kontrolle über das Match.“

Sven: „Thomas muss hier hart einstecken. Nach einem eindrucksvollen Start, kann er jetzt höchstens mit seinen Nehmerqualitäten beeindrucken.“


End scheint davon allerdings nicht sonderlich beeindruckt, registriert es nur, während er sich schon wieder neu orientiert…in Richtung Leinwand. Verächtlich lacht er auf, deutet mit der Hand auf Camden…


The End: „Kommt das dabei raus, wenn du Leute trainierst, Alex Ricks?“


Camden richtet sich in Ends Rücken auf, doch natürlich bemerkt End das und streckt ihn mit einem Tritt noch einmal nieder.


Pete: Die totale Dominanz hier im Match. End hat sogar die Übersicht auch noch Alex Ricks hier indirekt anzugreifen.“

Sven: „Ich würde jetzt ja gerne das Gesicht von Alex sehen…auch wenn seine Reaktion vermutlich nicht gerade groß ausfällt.“


End macht weiter im Text, dreht sich wieder zu Camden, zieht ihn hoch und was einmal funktioniert, funktioniert auch ein zweites Mal. Als sie sich gegenüberstehen, gibt er ihm erst einmal noch einen Ellbogenschlag mit, der Camdens Knie wackeln lässt, dann schleudert er ihn in die Seile, nimmt selber Anlauf und wieder

Spotlight Attack!

Doch das Knie bleibt diesmal an Camden kleben. Thomas hält Ends Bein fest, stoppt ab. End ist überrascht, kann sich nicht befreien, stattdessen greift Thomas mit dem zweiten Arm auch Ends zweites Bein, hebt ihn aus und schleudert ihn mit einer Art

Spinebuster von Camden

auf die Matte!

Es kracht, die Fans jubeln und Camden muss erst einmal wieder runter auf ein Knie. Keine politische Botschaft, einfach nur eine Verschnaufpause. End nutzt diesen Moment, muss sich erst einmal neu sortieren, rollt sich also in Richtung Ringseile und unter dem untersten hindurch auf die Ringkante. Dort ist er sicher, dort kann er…

Camden greift über das Seil, packt End am Kopf, zerrt ihn wieder auf die Beine, lehnt ihn mit dem Rücken über das oberste Ringseil, hält ihn mit einem Arm quasi im Schwitzkasten fest, während er mit dem anderen Arm auf Ends Brust einschlägt.

Wieder ist Baumgärtner zu Stelle, muss ein weiteres Mal anzählen, also greift Camden um, langt nach vorn, packt den King of Anarchy am Hosenbund, nutzt die Seile für Extraschwung und

Inverted Vertical Suplex von Camden!

und End knallt mit der Brust auf die Matte!


Pete: „Wir haben Thomas zu früh abgeschrieben. Da steckt noch eine Menge drin.“

Sven: „Mit zwei kräftigen Aktionen kann man das Blatt eben auch wieder wenden.“


Cover von Camden diesmal,

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2


diesmal ist es der Hamburger, der den Arm hochreißt. Camden nickt erschöpft, pustet einmal durch, greift Ends Arm, schüttelt diesen einmal, um diesem zum Kickout zu „gratulieren“, zieht ihn dann aber gleich wieder nach oben, während er sich selbst aufrichtet. Auf den Beinen dann die Revanche für die vielen schmutzigen Treffer zuvor. Ein saftiger Schlag gegen End, doch der feuert sofort zurück. Ends Gesicht nach zu urteilen eher instinktiv als wirklich geplant. Camden wurde aber überrascht, stolpert einen Schritt zurück, schüttelt den Kopf, zeigt den nächsten Treffer. Wieder eine sofortige Antwort, wie eine Schlange, die schnell zubeißt, wenn sie in Gefahr ist. Wer weiß ob The End auch von sich aus einen Angriff starten könnte in diesem Moment, das Reagieren klappt aber wunderbar. Der nächste Treffer von Camden, die nächste prompte Antwort, noch einmal das Spiel, dann noch ein Treffer von Camden, doch diesmal bleibt die Retoure aus. End wankt, Camden trifft erneut und noch einmal und noch einmal und

End tritt ihm gegen die Kniescheibe.

Camden knickt knapp aufschreiend weg, End umgreift seinen Kopf.

Inspirational (Impaler) DDT!

Wird abgeblockt!

Camden hakt sein Bein zwischen Ends Beinen ein, lässt sich nicht aushebeln, zeigt stattdessen einen Schlag in Ends Rippen, greift selber um,

Vertical Suplex von Camden!

Aber in der Luft rammt End Camden das Knie gegen den Kopf, blockt den Angriff ab und ist nun wieder selber am Drücker. Er stößt Thomas von sich weg, der wankt zurück,

Clothesline von End

Camden taumelt in die Seile, federt zurück

Lariat von Thomas


und beide liegen am Boden.


Pete: „Eine ganze Reihe an Kontern hier. Sven, was sagst du bisher zu den Leistungen der beiden hier auf der großen Bühne?“

Sven: „Was gibt es da groß zu sagen? Sie können beide voll überzeugen. Und du hast ja auch die Matches der anderen PPV Debütanten angesprochen. GFCW Galaxy, uns steht hier eine rosige Zukunft bevor.“


Baumgärtner mustert beide Kontrahenten, zählt sie an, während sich die Fans zu Wort melden. Tatsächlich ist der Zuspruch für den Dauerentspannten im Laufe des Matches merklich gestiegen. Einige „Cam-den! Cam-den!“ Sprechchören sind zu hören, doch es ist The End, der sich wieder zuerst auf den Bauch rollt und zu den Seilen bewegt. Buhrufe sind die Quittung dafür. Doch der King of Anarchy zerrt sich wieder auf die Beine, hängt erschöpft über dem obersten Ringseil, schaut zu seinem Gegner, sieht, wie Camden ein Bein aufgestellt hat, das zweite Knie aber noch auf der Matte ist und er selber noch einmal durchschnauft.

End stößt sich von den Seilen ab, nimmt Schwung, tritt Camden mit einem Tritt gegen den Hinterkopf und schickt ihn so frontal wieder auf die Matte. Und jetzt wird niemand mehr verhöhnt. Jetzt wird der Sack zugemacht. End packt sich Camdens Kopf, zerrt ihn nach oben, tritt ihm in die Magengrube und diesmal

Inspirational DDT

sitzt der DDT auch.


Cover


1


2


doch das Cover geht nicht durch. So langsam aber sicher wirkt End genervt. Wollte sich hier nicht so lange mit diesem Thomas Camden herumplagen. Er schnauft durch, schaut kurz auf dem Amerikaner, scheint kurz seinen nächsten Schritt zu planen.


Pete: „End hat hier vermutlich nicht mit so viel Gegenwehr gerechnet. Dieses ganze sich-selbst-Kleinreden Thomas Camdens hat vielleicht auch bei seinem Gegner so seine Spuren hinterlassen?“

Sven: „Wäre eine interessante Taktik, die in Zukunft wohl nicht mehr funktionieren wird…aber ja, vielleicht war das ja wirklich Thomas’s Idee?“


Man kann ihn ja später fragen, im Moment hat er aber mit dem King of Anarchy alle Hände voll zu tun beziehungsweise wohl vielmehr umgekehrt, denn The End packt Camden erneut, setzt ihn auf, ist dann hinter ihm und packt dessen Arm.


Pete: „Dieser Griff, Sven…es sieht so aus als wolle The End jetzt endgültig für das Ende sorgen!“

Sven: „Toxic Waltz nennt er diese Aktion…und wenn man sieht, wie manche Leute in einem Cobra Clutch zucken, dann kommt der Name nicht von ungefähr.“


Im Moment ist Camden von diesen Zuckungen aber noch weit entfernt. Er blockt Ends Arm, verhindert, dass dieser die Schlinge um Camdens Hals wirklich zuziehen kann. End zerrt, will mit einem Arm gegen Thomas austeilen, doch der hält Stand, greift nun selber noch einmal stärker an Ends Arm, richtet sich auf und lädt den King auf seine Schultern!

Fireman’s Carry von Camden!

Aber End landet auf den Beinen, wirbelt herum,

Clothesline von End!

Thomas duckt sich weg, End dreht sich halb um die eigene Achse, Thomas umgreift seine Hüfte

German Suplex von Camden!

End hakt sein Bein ein, greift Thomas’s Arm, dreht sich hinter den Amerikaner, packt zu, springt ab und hakt seine Beine bei Camden ein, schließt diese direkt vor seiner Magengrube während er die Schlinge um Camdens Hals zuzieht!HaH


Pete: „Toxic Waltz! Jetzt doch! Der Cobra Clutch sitzt!“

Sven: „Und ist mit dieser Beinschere noch einmal vielfach unangenehmer! Thomas muss sich hier schnellstens was einfallen lassen!“


Kann er aber in diesem Moment gar nicht, End schwingt sich rücklings auf die Beine, rollt Camden auf die Seite, sodass er nicht am Ende noch unglücklich geschultert wird und dann heißt es nur noch zudrücken und warten.

Camden schnauft, versucht Ends Arme noch zu greifen zu bekommen und die Klammer zu lösen, doch keine Chance. Seine Versuche nehmen ab, werden schwächer. Thorsten Baumgärtner ist ganz nah zur Stelle, schaut ganz genau, ob bei Camden noch Lichter an sind und tatsächlich, zumindest die letzte Alarmleuchte glimmt noch und sorgt dafür…

dass

Camden

abklopft.


Pete: „Thomas gibt auf! The End holt hier doch noch seinen ersten PPV Sieg! Und seinen ersten ECHTEN Sieg gegen Thomas Camden!“

Sven: „Eine sehr starke Leistung vom King of Anarchy, aber bei allem Lob muss ich zugeben…auch Thomas Camden hat mich überrascht.“

Pete: „Definitiv.“


Sieger des Matches durch Submission: The End!!!


Der Mann dieser Stunde heißt aber The End und auch wenn die Glocke bereits läutete, so lässt er dennoch erst nach einigen weiteren, wie ewig wirkenden, Sekunden endlich von Camden ab. Erst als dieser doch noch im Land der Träume landete. Erst dann stößt End ihn von sich herunter, rollt ihn zur Seite und richtet sich auf, wo Baumgärtner ihn empfängt und seinen Arm hebt.

Sein Theme setzt ein.

Anarchy isn’t coming anymore...Anarchy arrived today.




Die Kamera schaltet in den Umkleidebereich den die GFCW auf dem Gelände des Donaustadions eingerichtet hat. Die Punks scheinen sich noch nicht von ihrem Hardcore-Match gegen die Urban Ultras erholt haben zu können. Aufgerissene Wunden auf verschwitzten ermatteten Körper schleppen sich durch die Gänge. Sid gibt sich selbst einen Moment, beugt sich vor und stützt sich auf seine Knie ab.


Sid: Rob? Ich glaub' ich brauche 'ne Pause bevor wir weiter nach unserem Lockerroom suchen! Der Event-Aufbau ähnelt öfter als nicht einem abstrakten Kunstwerk und bis heute werden keine Pläne vom Aufbau verteilt!


Rob stützt sich keuchend an einer Wand ab


Rob: „Ich wusste ich hätte mir ein Navi mitnehmen sollen...“


Sid richtet sich auf und versucht sich an eine Tür anzulehnen, mit den Schultern, stolpert infolge jedoch und fällt auf den Boden. Die Tür war nur angelehnt und dahinter befindet sich tatsächlich eine Umkleide.


Rob fällt bäuchlings in den Raum


Rob: „Endlich! Unsere Umkleide?

Sid: Nicht ganz Rob! Dieser verfluchte Aufbau!


Langsam richtet sich Scum auf und mustert die Umkleide. Die Umkleide ist mit roten Vorhängen behangen und einem dunklen lilafarbenen Teppich. Eine Couch und eine Sitzbank aus Leder sind dort aufgestellt. Ein großer Flatscreen hängt an der Wand, wo gerade die Show läuft, und auf einem Tisch stehen Shrimps in Cocktailsauce, eisgekühltes Bier, Wasser, Melone und einige weitere Köstlichkeiten auf einem Tisch.


Sid: Sieht ganz gemütlich aus! Ich denke es stört schon Niemanden wenn wir uns hier für 'nen Moment ausruhen!


Gesagt, getan. Sid pflätzt sich mit Hilfe der Schwerkraft auf die Lederbank und lehnt sich mit dem Rücken an der Wand an, Stoppi ruht dabei in seiner Hand. Trotz der gemütlicheren Position wandert Sids Blick weiter durch den Raum.


Auch Rob sackt auf die Bank, neben Sid und scheint einfach nur froh zu sein sitzen zu können.


Plötzlich bleibt Sids Blick auf einem Ziegenkopf stehen, der scheinbar mit Vorsatz dort platziert wurde.


Sid: Jo? Schau' mal dort Rob! Wem auch immer die Bude hier zugewiesen wurde, da hat denen doch tatsächlich jemand einen Ziegenkopf reingestellt! Das ist doch fast wie in diesem Film mit dem Italiener...


Rob schaut angewiedert und zieht die Augenbrauen zusammen.


Rob: Also dass ist selbst für mich eine Nummer zuviel. Ziegenfleisch bei diesen Temperaturen und das ungekühlt. Nee tut mir leid dass halt ich nicht aus.


So schwer seine Glieder auch sind Rob rafft sich auf und macht sich mit einem Handtuch bewaffnet daran den Kopf aufzuheben und einigermaßen Sorgsam in einen Eimer zu verfrachten. Danach fällt er wieder zurück auf die Bank.


Rob: „Den Rest müssen die Reinigungskräfte machen. Ich kann nicht mehr.“

Sid: Ich werd' nicht mehr Rob... Die Assipunks putzen Umkleiden... Das kannst du doch niemandem klar machen! Aber wenigstens ist das ein gutes Argument falls man uns hier weg jagen möchte...


Die Tür geht auf und zwei neue Protagonisten betreten die Szenerie. Sie sind mittlerweile geduscht und tragen teure Anzüge, als sie die Neuankömmlinge erblicken. Die Slaanesh Connection steht in der Tür. Ein fragender Blick von Lucius geht zu Flex Fulgrim, welcher mit den Achseln zuckt und ihre Kabine betritt. Dicht gefolgt von Lucius the Eternal, welcher gleich zu den Shrimps geht und sich eine Handvoll in den Mund steckt. Mit vollem Mund spricht der vernarbte Hüne.


Lucius: „Seid ihr die Putzkolonne? Ihr seid etwas früh dran für meinen Geschmack, da wir uns hier eigentlich noch die Show zu Ende ansehen wollten. Aber sagt mal wieso blutet ihr Jungs? Habt ihr zwei Straßenschläger euch etwas geprügelt?“


Lucius lacht glucksend, während er zwei Bierflaschen öffnet und eines Flex Fulgrim reicht. Dieser hat noch kein Wort gesprochen, sondern starr in die Richtung der Mülltonne geblickt. Lucius geht wieder zum Tisch und bemerkt die Blicke von Beermachine, welche förmlich an der Bierflasche haften.


Lucius: „Ich würde euch ja was anbieten, aber ihr seid ja gleich dabei hier aufzuräumen und da kommt saufen nicht so gut. Was meinst du, Ful?“

Flex Fulgrim: „Habt ihr das getan?“


Starr ist der Blick immer noch auf die Mülltonne gerichtet.


Lucius: „Was…oh…“


Auch Lucius realisiert was Beermachine getan hat und die Bierflasche wird von ihm in seiner eigenen Hand zerdrückt. Blut tropft aus der Hand, während Lucius wütend erst Beermachine und dann Flex Fulgrim ansieht.


Die Punks sitzen indes da, Kinnlade sprichwörtlich auf dem Boden und scheinen nicht so recht zu wissen wie Sie auf die ganze Aktion Reagieren sollen.


Rob ist zwar immer noch recht müde bringt dann aber doch stammelnt etwas hervor.


Rob: „Äh....sorry Digger, dachte da wollte euch jemand verarschen.“

Flex Fulgrim: „Diesen Frevel kann man nicht dulden! Ihr kommt in unsere Kabine und entweiht unsere Gottheit! Das ist noch nicht mal ein echter Ziegenkopf! Er sieht nur täuschend echt aus!“

Lucius holt in der Zeit, während sich die Stimme von Flex Fulgrim beinahe überschlägt, den Kopf aus dem Mülleimer und hängt ihn wieder an seinen Platz. Die Augen fangen leicht rot an zu leuchten, als er wieder an seinem Platz ist.

Lucius: „Passt auf ihr Hinterwäldler solltet schleunigst ne Fliege machen, bevor wir auch in Grund und Boden stampfen. Damit verstehen wir keinen Spaß!“


Rob hebt beschwichtigend die Hand.


Rob: „Hey Vorschlag zur Güte. Wir pennen hier noch ne Runde und zum Showende sind wir weg. Stört mich nicht die Bohne was ihr hier dann noch so treibt so lange ich pennen kann.“


Genervt holt Lucius 2 Flaschen aus dem Eiswasser und deutet in Richtung Tür. Rob und Sid erheben sich schwerfällig und Lucius sieht die Blutflecken auf Couch. Vorwurfsvoll sieht er Beermachine an, aber dann deutet er mit einem seitlichen Nicken in Richtung Tür. In seiner Hand wird das Bier gierig begafft. Hawaiian Pale Ale. Auch noch ein seltenerer und erlesener Tropfen. Rob und Sid gehen langsam aber schwerfällig zur Tür. Lucius stellt sich seitlich und wartet bis die 2 Punks die Kabine der Slaanesh Connection verlassen haben. Lucius hält ihnen das Bier entgegen und gerade als sie danach greifen wollen rutscht es ihm aus der Hand und fällt zu Boden.


Lucius: „Oh das tut mir jetzt aber leid. Das schöne Bier…naja wir haben ja noch genug und ihr macht euren Job und wischt den Kram auf, damit wir hinterher nicht in Scherben treten. Und solltet ihr jemals wieder unsere Sachen anfassen, dann gibt’s ein paar zwischen die Zähne. Alright?“


Rob seufzt. Er ist einfach zu kraftlos für mehr.


Rob: „Ich könnte jetzt ne Szene machen aber wisst ihr was? Macht euren Rudelbums alleine. Ich leg mich vor die Tür.“


Die Tür geht zu und Lucius dreht sich zu Flex Fulgrim um, welcher direkt vor dem Kopf steht und jetzt erst Lucuius mit ernstem Blick ansieht.


Flex Fulgrim: „Dir ist klar Lucius das es keine Putzkolonne war, oder? Das war Beermachine die unser Heiligtum angefasst und entweiht haben. Es wird Wochen dauern die magische Verbindung wiederherzustellen! Dieser Frevel schreit nach Revanche! Wir haben unsere „speziellen Freunde“ gefunden, Lucius.“


Das Lächeln auf dem Gesicht von Lucius, verzieht die ganzen Narben, was ihn aber nicht zu stören scheint.


Lucius: „Endlich…“


Fade Out


No Holds Barred-Match:

Mean“ Daniel vs. Simon vs. Bartholomäus

Referee: Karo Herzog

Die Ringsprecherin der GFCW steht im Ring.


Laura: Meine Damen und Herren erster Teilnehmer im kommenden Match ist kein anderer als das Monster aus dem Spessart...BARTHOLOMÄUS....




Die Fans schauen gespannt zum Titantron, doch auch nach elendig langer Zeit taucht der Riese nicht auf. Die Musik von Bartho verstummt. Laura zuckt mit den Schultern und kündigt erneut das Monster aus dem Spessart an. Die Musik erklingt erneut. Vergeblich warten wir wieder auf den ersten Teilnehmer des Matches.


Pete: Was ist da los?


Sven: Also Angst hat Bartholomäus bestimmt nicht.

Pete: SCHAU DA!!!...der Titantron


Auf dem Titanton sehen wir hektische Szenen.

Schreie...

Verwackelte Bilder zeigen den Bereich direkt hinterm Titantron.

Mitarbeiter der GFCW laufen durcheinander.

Immer wieder ertönen die wütenden Schreie...


Rufus von Greifenstein: Was eine FARCE!!!!.....BARTHO!!!!


So langsam überblicken wir die Szenerie und wir sehen Bartholomäus, der weiterhin in seinen Ketten gefesselt ist. Sein Mentor steht in seinem Rollstuhl sitzend in der Nähe und brüllt die Security Leute an. Der Hühne ist den Angriffen „Mean“ Daniels schutzlos ausgeliefert.


Pete: Das ist clever von Daniel. Er nutzt die Chance um Bartholomäus anzugreifen wenn dieser noch in Ketten ist.

Sven: Ich weiß nur nicht wie lange das noch anhält. Bartholomäus sieht ziemlich wütend aus.


Immer wieder schleudert Bartholomäus Daniel mit seinem Oberkörper weg. Doch dieser greift immer wieder mit wilden Schlägen mit seinem Stuhl Amy an. Die Treffer scheinen kaum Wirkung bei Bartholomäus zu zeigen. Sie machen diesen nur noch wütender. Daniel prügelt mit allem was er hat auf seinen Widersacher ein. Er drängt ihn langsam Richtung Ausgang zum Innenraum.


Pete: So habe ich Daniel selten gesehen. Der will zeigen das er es drauf hat.

Sven: Warte mal ab wenn Bartho seine Ketten sprengt.


Bartholomäus versucht erneut Daniel wegzustoßen, doch dieser weicht aus und lässt seinen Gegner erneut Bekanntschaft mit Amy machen.


Sven: Wenn Amy eine Person wäre, wäre dies eine richtig harte Kopfnuss gewesen

Pete: Ja. Da taumelt sogar Bartho etwas zurück.


Die Fans jubeln auf als Bartholomäus durch den Vorhang auf die Rampe taumelt. Verfolgt von Daniel mit Amy. Dieser wiederum wird verfolgt von einem keifenden Rufus von Greifenstein. Daniel setzt erneut zu einem Stuhlschlag an, doch sein Verfolger hält ihn davon ab. Daniel dreht sich um und schaut in das verdutzte Gesicht von Rufus von Greifenstein der den Stuhl festhielt. Daniel hebt den Finger und deutet an das dies keine gute Idee von seinem Gegenüber war. Von Greifenstein rollt langsam zurück. Der Spross von Johnboy Dog verfolgt ihn.


Pete: Er wird doch nicht den wehrlosen Mann angreifen?

Sven: Oh ich denke doch...NO HOLDS BARRED Pete...ALLES ist möglich.


Daniel grinst Rufus an und hebt den Stuhl in die Luft. Doch bevor dieser sein Ziel treffen kann wird Daniel von der Seite mit einem Tackle unsanft gegen den Titantron gestoßen. Bartholomäus steht grunzend vor seinem Mentor. Er hat sich berappelt und Daniel einfach über den Haufen gelaufen.


Pete: Das tat weh. So muss es sich anfühlen wenn dich ein LKW rammt.

Sven: Ja. Daniel sieht ziemlich mitgenommen aus. Aber Der wird so schnell nicht aufgeben.


Rufus redet auf seinen Schützling ein und weist die GFCW Mitarbeiter an endlich die Ketten von Bartholomäus zu lösen. Einer der herbei geeilten Männer nestelt nervös an seiner Tasche um den Schlüssel herauszuholen. Unter den strengen Blicken von Rufus von Greifenstein gleitet der Schlüssel in das Schloss was die massiven Ketten die um Bartholomäus geschlungen sind zusammenhalten. Stille macht sich in der Halle breit.


KLICK


Das Schloss springt auf. Die schweren Ketten fallen zu Boden, baumeln aber noch an den Schellen die noch an Bartholomäus Handgelenken befestigt sind. Ein markerschütternder Schrei.

DUNKELHEIT


Ein Raunen geht durchs Publikum.


Pete: Was denn nun schon wieder?!?!?!

Sven: ….Simon...



Nur ein paar Augenblicke später geht das Licht wieder an. Rufus von Greifenstein schaut wie erstarrt an seinen Schützling vorbei. Hinter Bartholomäus steht er. In einer gelben Leinenrobe gekleidet. Den Blick zu Boden geneigt. Die Enden der Ketten in seinen Händen. Plötzlich beginnt er nervös mit dem Kopf zu zucken. Das Wackeln wird immer heftiger. Nach einem Augenblick der Ruhe wirft er den Kopf in den Nacken und sein Robe fällt zu Boden. Den Kopf mit der bekannten ausdruckslosen gelben Maske bedeckt. Der Oberkörper frei. Vernarbt. Teilweise mit Brandwunden bedeckt. Die gelbe gelbe Hose zerfleddert. Bartholomäus rührt sich nicht. Auch Daniel schaut im Hintergrund gebannt auf Simon welcher nun Bartholomäus etwas zuredet.


Pete: Beängstigend

Sven: Ich weiß nicht was ich sagen soll


Ruckartig reißt Simon die Ketten hoch und schlägt damit auf Bartholomäus Rücken ein. Dieser schreit vor Wut und Schmerz auf. Die Fans der GFCW erschaudern angesichts der drei Monster auf der Rampe. Daniel erhebt sich langsam und nähert sich seinen beiden Kontrahenten.


Pete: Das Match ist immer noch nicht offiziell gestartet.

Sven: Karo steht auch etwas hilflos im Ring.


Wie angesprochen steht Karo Herzog ratlos im Ring...und läutet dann nach Rücksprache mit dem Zeitnehmer das Match an.


DINGDINGDINGDING


Pete: So...nun bin ich noch gespannt ob die drei auch den Weg in den Ring finden werden.

Sven: Ich wette 10 Euro dagegen.


Unter den wuchtigen Schlägen mit den Ketten geht Bartho vor seinem Mentor auf die Knie. Er wimmert...er schreit...er wütet. Abgestützt auf dem Schoß von Rufus von Greifenstein erträgt er weiterhin Schlag für Schlag. Sein Ziehvater redet auf ihn ein. Ohne Wirkung. Daniel steht mit Amy in der Hand neben den beiden.


Pete: Wenn Daniel clever ist schaltet er mit Simon erstmal Bartholomäus aus.

Sven: Ist Daniel denn clever?

Pete: Sein Vater war es.


Karo Herzog macht sich auf den Weg die Rampe hoch. Auch wenn es keine Regeln gibt muss ja jemand für Ordnung sorgen sagt sie sich wahrscheinlich. Daniel stellt sich nun neben Simon welcher den Blick nicht von Bartholomäus löst. Die Attacken stoppen. Ruhig und langsam wandert der Blick von Simon zu Daniel. Dieser spricht mit seinem Gegner. Simon scheint zu überlegen und reicht Daniel dann eine der beiden Ketten.


Sven: Machen die beiden nun gemeinsame Sache?
Pete: Anscheinend...


Rufus von Greifenstein versucht weiterhin seinen Schützling zu motivieren. Jedoch ohne Erfolg. Simon und Daniel gehen nun ein paar Schritte auseinander sodass Bartho zwischen den beiden kniet. Die Arme durch die Ketten ausgestreckt.


Sven: Ich habe Bartho noch nie so wehrlos gesehen.


Ruckartig reißen die beiden an den Ketten sodass Bartho rücklings zu Boden fällt. Mit vereinten Kräften ziehen Simon und Daniel das Monster aus dem Spessart nun die Rampe herunter. Einige Fans jubeln. Einige halten sich die Hand vor entsetzen vors Gesicht. Einige schauen starr der Szene zu. Am Ring angekommen decken die beiden Bartholomäus erneut mit Schlägen ein. Mittlerweile nimmt er diese regungslos hin. Immer wieder sucht er seinen Ziehvater Rufus von Greifenstein welcher fast hilflos mit ansehen muss wie sein Ziehsohn leidet.


Pete: Ich bin mir sicher das das noch nicht alles von Bartho war. Bisher machen es die beiden aber richtig gut.

Sven: Bin aber gespannt was passiert wenn Simon und Daniel sich auch die Köpfe einhauen wollen.


Mit vereinten Kräften hieven Daniel und Simon den Hühnen aus der Anstalt in den Ring. Fast ohne Gegenwehr lässt er sich in die Mitte des Ringes positionieren. Sein Blick immer auf Rufus ruhend. Fragend. Simon und Daniel ziehen erneut an den Ketten.


MAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA


Der Gefesselte kniet weiter schreiend in der Ringmitte. Daniel und Simon nutzen die Ketten und fesseln Bartholomäus mit ausgebreiteten Armen quer durch den Ring. Die Ketten werden per Schloss an den gegenüberliegenden Ringpfosten befestigt. Rufus schlägt verzweifelt die Hände über den Kopf zusammen. Der Hühne versucht mir aller Macht sich zu befreien. Doch die Ketten die ihn sonst im Zaun halten erfüllen auch hier komplett ihren Dienst.


Pete: Oh man...Irgendwie tut mir Bartho leid. Wie soll er sich darauf befreien?

Sven: Das wird ein Massaker

Pete: Hoffentlich lassen die beiden Gnade walten.


Daniel und Simon schleichen um den wehrlosen Bartholomäus herum. Daniel grinst. Das Grinsen wird zu einem Lachen. Der Sohn des Anfang des Jahres verstorbenen Johnboy Dogs nutzt die Gelegenheit und beginnt Bartho zu Triezen. Leichte Tritte gegen die Beine lassen Bartho zusammen zucken. Simon steht vor dem wehrlosen Monster und fixiert ihn. Der Riese hält dem Blick stand. Die Fans sind Mucksmäuschenstill. Daniel nimmt wieder Amy zur Hand und sticht Bartho damit in den Rücken. Als er den Stuhl hoch über den Kopf hält um ihn wieder auf Bartho zu dreschen hebt Simon die Hände und hält Daniel davon ab.


Pete: Was soll das? Sie müssen ihn jetzt ausschalten.

Sven: HAU DRAUF!!!


Simon fordert den Stuhl von Daniel. Dieser schaut etwas skeptisch, gibt seinem Kontrahenten dann den Stuhl. Er stellt sich hinter Bartholomäus und hält dessen Kopf fest. Simon steht dort wie eine gefühllose Maschine. Ein vom Instinkt getriebener Körper. Er hebt den Stuhl hoch über den Kopf.


BÄM!!!!


Rufus von Greifenstein schreit auf. Die Hände vors Gesicht gehoben. Ein Raunen geht durchs Publikum. Der Stuhl fällt zu Boden. Das Plastik der Sitzgelegenheit in tausend Teile zersprungen. Bartholomäus schaut still hinauf zu Simon. Daniels Blick geht in leere. Sofort rinnt ihm der rote Lebenssaft die Stirn herunter. Er sackt zusammen und bleibt neben Bartho liegen.


Pete: Was?...

Sven: Ja Pete...es ist immerhin ein Triple Threat Match.

Pete: Das war wirklich clever von Simon.


Simon steht nun vor seinen beiden Kontrahenten. Einer wehrlos. Der andere ausgeknockt. Langsam geht Simon ganz nach an Barthos Gesicht. Er scheint ihm erneut etwas zuzuflüstern. Barthos Augen weiten sich. Sein gegenüber schleicht zurück und rollt sich anschließend aus dem Ring. Er wendet sich Rufus von Greifenstein zu. Bedrohlich stellt er sich vor ihm auf und zieht ihn plötzlich zu sich. Die Worte die er ihm zuflüstert lassen auch ihn erstarren. Rufus rollt sich langsam zurück in Richtung Rampe. Simon neigt seinen Kopf zur Seite und verfolgt ihn mit seinem Blick. Plötzlich geht erneut ein Raunen durchs Publikum.

SUICIDE DIVE VON DANIEL GEGEN SIMON!!!


Der blutverschmierte Daniel stößt Simon nieder.


Pete: Die erste Wrestling Aktion in diesem Match

Sven: Na immerhin. Ich habe mit weniger gerechnet.


Daniel schüttelt sich kurz und setzt sofort nach. Er zieht den überraschten Simon wieder auf die Beine und befördert ihn hart in die Ringabsperrung. Sofort hagelt es Tritte gegen den am Boden liegenden Simon. Im Ring kniet Bartho weiter und versucht sich irgendwie loszureißen. Vergebens. Mit irrem Blick setzt Daniel nach. Simon zeigt keine Gegenwehr und steckt die nächsten Schläge von Daniel ein. Ein paar nette Worte von Daniel in Richtung Rufus mit Simon im Schlepptau.


SWINGING NECKBREAKER AUF DIE RAMPE


Pete: Wo holt Daniel die Kraft jetzt her. Er war doch schon fertig mit seiner kleinen Welt.
Sven: Wahnsinn...purer Wahnsinn...Blutrausch...


Daniel schmiert sich mit der Hand das Blut aus seinem Gesicht über seinen Hals und den Oberkörper. Ein verrücktes Lachen ertönt von ihm. Vor ihm liegt Simon. Regungslos. Doch Daniel hat den Stuhlschlag von gerade noch nicht vergessen. Drohend steht er über Simon. Wilde Fluchttiraden verlassen sein Sprechorgan. Immer wieder setzt es eine Ohrlasche für Simon der sie regungslos einsteckt. Wie aus dem nichts schnellt Simon hoch.


KOPFNUSS GEGEN DANIEL


Daniel taumelt zurück. Er hält sich die bereits eh blutende Stirn. Grinsend richtet er sich wieder auf. Simon sitzt aufrecht vor ihm. Er fixiert Daniel mit seinen kalten Augen.


BIG BOOT VON DANIEL GEGEN SIMON


Erneut liegt Simon am Boden. Direkt am Ringapron angelehnt. Vor Ihm steht der rastlose Daniel der kaum zu beruhigen ist. Hinter ihm der brüllende Rufus der weiterhin versucht seinen Schützling zu erreichen. Dieser kniet weiter im Ring und versucht irgendwie die Ketten zu lösen. Daniel ist sichtlich genervt von den Worten Rufus und wendet sich nun dem Mentor Bartholomäus zu. Er packt den Rollstuhl und schiebt ihn ein paar Meter die Rampe hoch. Der wehrlose Rufus zappelt hin und her doch hat er dem irren Daniel nix entgegenzusetzen. Am Ende der Rampe angelangt dreht er sich samt Rollstuhl um. Mit einem Grinsen im Gesicht schaut er zu Simon der am Ring angelehnt sitzt.


Pete: DAS MACHT ER NICHT!!!!... NIEMALS!!!

Sven: Los...zieh es durch Daniel...mach es!


Die Fans werden unruhig. Daniel schüttelt sich kurz und beschleunigt dann samt Rollstuhl. Mit schnellen Schrittes geht es die Rampe herunter.

PETE: NEEEEEEEIN...NIIIIICHT!!!


Die Kameras schwenken ins Publikum als der Rollstuhl samt Rufus rückwärts gegen den Ring prallt. Genau an die Stelle an der Simon saß. Ein Ohrenbetäubender Schrei dringt durch die Maske von Bartholomäus durch die Arena. Daniel steht grinsend vor dem Rollstuhl der langsam zurückrollt. Rufus sitzt ziemlich mitgenommen aber sicher in seinem Fortbewegungsmittel. Sofort eilen Sanitäter herbei um nach den Betroffenen zu schauen. Sofort ist klar das Rufus mehr Schreck als Schaden abbekommen hat. Die Sanitäter die sich Simon widmen sind hastig in ihren Bewegungen. Daniel interessiert das wenig und will nachsetzen. Er zieht ein paar Sanitäter von Simon und baut sich über ihm auf. Gerade als er weiter auf Simon eindreschen will legt sich ein Schatten über ihn.


Sven: Bartho....er hat die Ketten...

Pete: ...einfach kaputt gerissen...


Das Monster aus dem Spessart steht schnaubend über Daniel. Rufus von Greifenstein richtet gerade seine Kleidung als er sieht das sein Schützling sich von den Ketten befreit hat. Er grinst. Daniel stoppt in seiner Bewegung als er den Atem Barthos über sich spürt. Kaum hat er seinen Blick nach oben gerichtet, da packen ihn die beiden riesigen Händen von Bartholomäus und heben ihn nach oben. Daniel versucht sich mit Schlägen zu befreien. Doch das Monster ist nun nicht mehr zu bremsen. In hohem Boden befördert er Daniel in den Ring. Dort landet er unsanft in der Ringmitte. Kaum hat sich Daniel orientiert da landet er erneut im Griff von Bartholomäus. Eine Drehung und schon geht es zwischen dem zweiten und dritten Seil wieder nach draußen für Daniel. Direkt vor dem Kommentatoren Pult kommt er zum Stillstand.


Pete: Jetzt dreht Bartholomäus durch. Ich glaube Daniel hat eine Grenze überschritten.
Sven: Ja...es gibt nicht vieles was Bartho beschützt. Das war eines davon.


Bartholomäus folgt Daniel nach draußen und packt diesen direkt wieder am Kragen. Daniel versucht sich erneut durch ein paar Schläge zu befreien, jedoch ohne Erfolg. Mit den Händen am Hals geht es für Daniel nach oben. Seine Gesichtsfarbe ist eh schon rot vom Blut, aber jetzt bleibt Daniel auch noch die Luft weg.


DOUBLE HANDED CHOKE BOMB DURCH DAS PULT


Daniel ist fertig. Er liegt im Pult was erneut zu Bruch gegangen ist. Pete und Sven stehen erschrocken davor und schauen den monströsen Bartholomäus an. Dieser packt sich Daniel und legt ihn sich über die Schulter.

Pete: Ich glaube das wars für Daniel. Er hat bisher ordentlich Schaden verteilt. Aber wenn Bartho einmal sauer ist dann kann auch er nix mehr machen.

Sven: Ja...Dieses Monster sauer machen ist keine gute Idee.

Pete: Mal schauen wie es Simon geht. Der Einschlag war heftig.


Bartholomäus samt Daniel auf der Schulter geht um den Ring herum um an der Stelle zum stehen zu kommen an der Simon verarztet wird. Bartho steht daneben und würdigt seinen Rivalen einen kurzen aber intensiven Blick. Er rollt Daniel zurück in den Ring. Dort bleibt dieser regungslos liegen. Anschließend bewegt sich Bartho auf Rufus zu, welcher immer noch leicht erschrocken über die Aktion von Daniel, aber doch wieder bei Sinnen um seinen Schützling zuzureden.


Rufus: BARTHOLOMÄUS...MEIN BARTHO...JETZT IST ES SOWEIT...SPIEL MIT SIMON!!!!


Bartho schüttelt mit dem Kopf. Er streubt sich. Rufus schaut überrascht. Erneut erhebt er die Stimme.


Rufus von Greifenstein: BARTHO!!!! SPIEL MIT SIMON!!! ER HAT UNS WEH GETAN!!!


Bartholomäus schlägt sich gegen den Kopf und dreht sich weg.


Rufus von Greifenstein: BARTHO!!!!...TU ES...DU WEISST WAS ER GETAN HAT!!!


Bartholomäus brüllt auf...

MAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA


Das Monster stampft auf und dreht sich Simon zu. Der liegt in der Mitt der Sanitäter. Als Bartholomäus sich die ersten Sanitäter packt geht das Licht aus. Ein gelber Lichtkegel erscheint an der Stelle an der Simon liegt...bzw lag...er ist verschwunden. Bartholomäus steht verdutzt an der Stelle. Suchend.


Pete: WO?? Wo ist er hin?

Sven: Der Typ ist einfach mysteriös...


Plötzlich flackert der Titantron und ein altes großes Backsteingebäude ist zu sehen. In schneller Abfolge von Bilder nähern wir uns der Gebäude...


-KLINISCHE HEILANSTALT SPESSART-


Die Fans schauen gespannt zum Titantron. Auch Bartho verfolgt die wilde Kamerafahrt. Nach ein paar neuen Bildern befinden wir uns im Innern...genauer gesagt im Keller der Anstalt.



-ZIMMER 42-


Das Bild beginnt zu flackern. Die Tür bricht auf und Feuer durchdringt die zerbarstene Tür. Dahinter ist eine Silhouette zu erkennen. Ein Mann umgeben von gelben Flammen.


Pete: Das...das ist Simon...

Sven: Was zur Hölle hat das zu bedeuten?

Pete: Er sieht so normal aus...ohne Narben.


Das ganze Gesicht füllt nun den Titantron aus. Tränen laufen an der Wange von Simon herunter. Er öffnet den Mund als würde er schreien. Aus tiefster zerbrochener Seele schreien. Bartholomäus schaut gebannt in die traurigen Augen.


Simon: Bartholomäus....hat er es dir nicht gesagt???


Das Monster aus dem Spessart verliert jegliche böse Spannung in seinem Körper. Rufus redet wie wild auf ihn ein.


Simon: Bartho....MARIA....SIE LEBT!!!!


Die Flammen umschließen Simon vollkommen und das Bild erlischt. Bartholomäus schreit auf. Ein trauriger schmerzerfüllter Schrei. Rufus ist bleich. Komplett bleich. Wortlos. Ausdruckslos verfolgt er den Schmerz von Bartho. Dieser fällt auf die Knie und schlägt wie wild auf den Boden. Doch innerhalb von Sekundenbruchteilen ändert sich seine Haltung. Er springt auf. Stampft an Rufus vorbei. Würdigt ihn keines Blickes und verlässt den Innenraum. Die Fans sind schockiert anhand der Bilder die sich gerade abspielten.


Pete: Was war das? Maria? Sie lebt? Wer ist Maria?

Sven: Was zur Hölle ist mit dem Match? No Holds Barred bedeutet nicht das einfach alle gehen dürfen.

Pete: Einer ist noch da.

Sven: Ja...aber der liegt ko im Ring.


Im Ring liegt Daniel. Blutüberströmt. An seiner Seite steht Karo Herzog die nicht weiß was sie tun soll. Fragend blickt sie zum Zeitnehmer der auch nicht weiß was er tun soll. Leichter Jubel regt sich als Daniel sich im Ring bewegt. Er dreht sich auf die Seite und schafft es nach einiger Zeit wieder auf die Beine. Er schnappt sich die Reste von Amy und klappt sie aus. Kraftlos lässt er sich drauf nieder. Karo Herzog zuckt mit den Schultern und läutet das Match ab.


DING DING DING DING DING DING


Sieger des Matches: „MEAN“ DANIEL!!!


Pete: Immerhin haben wir einen Sieger.

Sven: Auch wenn es mehr offene Fragen als Antworten gibt.

Pete: Aber das Daniel gewinnt ist eine große Überraschung.

Sven: Schau mal...er kann nur mit großer Hilfe den Ring verlassen.


Gestützt von den Sanitätern humpelt Daniel die Rampe hoch. Am Ende der Rampe dreht er sich um. Er blickt in viele ihm vertraute Gesichter. Und zur großen Überraschung jubeln sie ihm zu.


THANK YOU DANIEL...


THANK YOU DANIEL...


THANK YOU DANIEL...


THANK YOU DANIEL...


THANK YOU DANIEL...


Nachdem ihm ein Mitarbeiter ein Handtuch gegeben hat womit Daniel sich vom Blut befreit ertönt seine Musik. Er winkt zufrieden ins Publikum und verlässt den Innenraum.




Schwanenburgunder.


Jetzt noch überlegener im Geschmack.


Noch siegreicher im Abgang.


Schwanenburgunder.


Der edle Tropfen des Erfolges.


Schwanenburgunder.


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Schwanenburgunder, der kaiserliche.


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Schwanenburgunder.


So genießt bloß ein Kaiser.


Schwanenburgunder.