Schilder werden in die Höhe gehalten, die Zuschauer feuern ihre Lieblinge aus voller Kehle an oder äußern einfach so ihre Freude über den bisherigen Showverlauf. Kein Zweifel, bislang ist der Showverlauf absolut zufriedenstellend.

Doch das Ertönen einer Musik wirft das Ganze dann leider um, denn wir hören „It's my Life“ von Bon Jovi, was den Reaktionen nach eindeutig nicht zu den beliebtesten Klängen gehört. Kein Wunder, hat sich doch Danny Rickson, der Besitzer der Musik, eindeutig von den Fans abgewandt. Und ihren Unmut darüber hört er nun aus den Mündern der Zuschauer.

Der Mann aus Newcastle erscheint dann auch auf der Rampe. Ein Lächeln auf den Lippen, eine Sonnenbrille im Gesicht. Zudem trägt er eine Lederjacke und seinen neugewonnen Titel lässig auf der Schulter, eine Hand auf ihn gelegt. In der anderen trägt er bereits ein Mikrofon.

Doch er macht keine Anstalten, sich auf den Weg zum Ring zu machen, stattdessen bleibt er direkt unter dem Tron stehen und lässt dann mit einem Zeichen seine Musik verstummen, fast gleichzeitig mit den Fans, die wohl endlich eingesehen haben, dass sich der Engländer nicht durch Buhrufe vertreiben lässt.

Dann holt Rickson das Mikrofon an seine Lippen, will offensichtlich etwas sagen. Doch dann senkt er es wieder, hebt stattdessen seinen Titel hoch und sein Grinsen im Gesicht zur proportional zur Wut der Zuschauer größer. Für mindestens eine halbe Minute spielt der Engländer das Spiel, bis auch er die Lust an der fortwährenden Provokation verliert und, für die Leute im Saal endlich, zu sprechen beginnt.


Danny Rickson: Einen wunderwunderwunderschönen Abend, verehrte Menschen. Ist dies nicht ein schöner Tag in solch familiärer Atmosphäre?


Still lächelnd genießt er die folgenden Reaktionen. In welche Richtung diese ausschlagen, ist sicherlich schwer zu erraten.


Danny Rickson: Doch eigentlich ist dies doch ein Tag wie immer. Ihr sitzt mit euren dicken Bäuchen und eurem Bier auf der Tribüne, klatscht und buht abwechselnd und im Ring steht ein gewisser Engländer, den neunzig Prozent von euch nicht ausstehen können. Doch ich weiß nicht, wie es bei euch ist, doch ich habe das leichte Gefühl, dass irgendwas anders ist als sonst...was könnte es denn sein?


Er tut nun so, als ob er es wirklich nicht wüsste, bis sein Blick irgendwann „ganz zufällig“ auf den Titel auf seiner Schulter fällt.


Danny Rickson: Oh, das ist es also. Dieser unbeliebte Engländer ist jetzt der Champion. Die Nummer 1 der Liga, für die ihr euer wohlverdientes Arbeitslosengeld rausschmeißt, wenn es sowas in Brasilien überhaupt gibt. Aber das tut ja auch Nichts zur Sache. Vielmehr bin ich nun Champion und als solcher ist es wohl nur normal, wenn ich auch so etwas wie eine Siegeransprache halten muss...


Er schüttelt gelangweilt mit dem Kopf.


Danny Rickson: Doch ich hatte in den vergangenen Wochen überhaupt keine Lust, irgendwas zu schreiben. Ich habe nur die ganze Zeit lustige Sachen gemacht und es gab kaum Etwas, was mir so unwichtig war, wie einen guten Eindruck als Champion zu hinterlassen. Also werde ich nun, quasi auf den letzten Drücker, hier noch eine ganz tolle Rede hinsetzen, die sicherlich von Kritikern abgefeiert wird, aber seid euch sicher, dass ihr mir nicht länger als 5 Minuten mit meiner Pflicht beschäftigt habe...seid gespannt.


Räuspern. Dann tätschelt er noch einmal seinen Titel und lächelt.


Danny Rickson: Heute ist ein wahrhaft epischer Tag, denn das einfache Volk hat eine neuen Champion...mich. Und aus diesem Grunde erhebe ich meine lustlose Stimme und liefere euch ein paar Minuten feinsten Hörgenuss. Doch ich will auch garnicht lange in der Vergangenheit schweben, es sei nur gesagt, dass nun hoffentlich endlich all die Schandmäuler verstummen, die mir die Fähigkeit abgesprochen haben, irgendwann ganz oben zu stehen.

Nun bin ich hier, ich bin der Champion und ich bin Danny Rickson und klaue meine Sprüche somit halbwegs bei JTK...


Für einen kurzen Moment setzt er ab, um sich gelangweilt am Dreitagebart zu kratzen.


Danny Rickson: Kommen wir zur Zukunft. Denn als Champion werde ich sicherlich nun der edle Fuchs sein, der vor der sabbernden Jägermeute fliehen muss, die alle mein bestes Stück, also den Titel, wollen. Und da wäre es doch wirklich interessant zu wissen, wer sich mir denn nun in den Weg stellen will, nur um dann von meiner Faust der Lustlosigkeit niedergemetzelt zu werden...


Er täuscht vor, zu überlegen.


Danny Rickson: Da hätten wir Robert Breads, den ehemaligen Champion. Sicherlich wird er, wenn er denn in all seiner Verrücktheit schon gemerkt hat, dass er keinen Titel mehr hat, irgendwann auch ein Rückmatch haben wollen. Zumindest, wenn er sich nach seiner Sekunderscham vom PPV überhaupt noch raustraut und nicht mittlerweile irgendwo als Aussteiger in einem kanadischen Wald zwischen Bären, Wölfen und Rentieren lebt. Doch selbst wenn wir ihn nochmal sehen, so würde ich kaum denken, dass er mir gefährlich werden könnte. Sicherlich ist Breads ein gutes Talent, hat einiges erreicht. Aber wenn man einmal seine Leistung in der Zeit letzten betrachtet, dann geht seine Kurve stets bergab und in letzter Zeit sah sie ähnlich wie die Herzkurve einer Mumie aus der Pharaonenzeit aus. Fraglich, ob er überhaupt noch einmal an Erfolge anknüpfen kann...wäre ja auch nicht unbedingt schade, wenn nicht...


Dann geht er einige Schritte hin und her, ehe ihm ein weiterer Name in den Sinn kommt.


Danny Rickson: Dann gibt es ja auch noch die Nummer 3 im Match beim Pay Per View. Den Typen, den ich bis drei gepinnt habe. Der Maskenheini, der Messerfuchtler mit der immens genialen Kampfbilanz von 6 gewonnenen und 7 verlorenen Kämpfen. Zum Vergleich vielleicht einmal der Wert von Chris Stryker, der immerhin 12 mal siegte und nur 10mal verlor und damit The H. locker toppt. Doch es kommt noch besser...es gibt tatsächlich jemanden in der Liga, der genau die selbe Kampfbilanz wie H.-Boy hat. Und diese Person ist ihm wirklich sehr ähnlich. Es ist Nightmare!


Er klatscht amüsiert in die Hände.


Danny Rickson: Muss ich dann in Zukunft also auch meinen Titel gegen Nightmare aufs Spiel setzen? Ich denke nicht, auch wenn dieser Kampf der ist, den ich am Liebsten austragen würde. Doch leider wohne ich nicht in meiner Wunschwelt, sondern bin Teil einer spießigen Liga, in der es noch so etwas wie Standing gibt. Dennoch komme ich zum Fazit, dass The H. seine Ansprüche sicherlich nicht im Titelbereich liegen sollten. Vielmehr sollte er es doch auch mal eher gegen Cereal Killer und Co. versuchen, damit dürfte er genau sein Talentniveau treffen!


Während er das Kapitel The H. damit für sich abschließt, hat er schon einen neuen Namen im Kopf.


Danny Rickson: Oder etwa Pavus Maximus? DER Pavus Maximus? Der, der mich damals aus der GFCW beförderte und den German Pain Titel an sich riss?


Die Fans jubeln bei der Erwähnung dieses Moments.


Danny Rickson: Wahnsinn, damals dachte jeder, dass er nun wie eine Raktete abgeht, nachdem er so schnell einen der mittleren Titel erringen konnte.


Erneutes Jubeln.


Danny Rickson: Doch...Moment! Wie lang ist das nun her? Ein Jahr? Und was ist jetzt? Dieser Pavus Maximus kämpft noch immer um die mittleren Titel, während der damals ach so gebeutelte und geschundene Danny Rickson schnell wie der Blitz nach seiner Rückkehr Pavus nicht nur überholte, sondern sogar überrundete und nun den einzig wichtigen Titel um seine Hüften trägt!


Der Engländer lächelt und dreht das Mikrofon in seinen Händen, während er für einen Moment verstummt.


Danny Rickson: Und es ist ja nicht nur, dass dieser Pavus auf der Stelle kleben bliebt...nein, er scheint auch sonst nicht sonderlich gut in Form zu sein. Wie sonst lässt es sich erklären, dass er von einem zwanzig Zentimeter kleineren Typen niedergemacht wurde und anstelle von Gegnern nun Witzfiguren im Ring bekämpfen muss, nur damit er auch mal siegen kann...nein, dieser Pavus ist sicher keine Herausforderung.


Abwinkende Handbewegung vom Engländer. Dann kommt er offenbar zu einem Schluss.


Danny Rickson: Möge diese drei Namen stellvertretend für all das sein, was ansonsten noch so backstage kreucht und fleucht. Denn auch wenn Pavus, Breads und der Typ mit der Maske völlig unterschiedlich sind, so haben sie eins gemeinsam – sie sind es alle nicht wert, derzeit um die Titel anzutreten. Und dennoch sind viele Leute der Meinung, ich würde dieses Gold nicht würdig tragen...doch das ist nicht lache...wer, wenn nicht ich, wäre denn derzeit in der Lage, die Liga würdig zu vertreten?

Das Roster besteht aus Langweilern, Verrückten und Running Gags und ich steche aus ihnen heraus wie ein Stern am Abendhimmel. Doch denkt ruhig, was ihr wollt. Werft mir irgendwelche charismalosen Typen entgegen, die ihr so abfeiert. Doch ihr werdet schon sehen, dass ich selbst mit meiner nicht vorhandenen Motivation den Titel nicht so schnell abgeben werde.


Er lacht.


Danny Rickson: Denn es ist mir scheißegal, was ihr oder was jeder Andere von mir denkt. Ebenso ist es mir scheißegal, gegen wen von den Vollidioten im Locker-Room ich antreten muss. Das Einzige, was mich interessiert ist es, mich selbst zufrieden zu halten und meine Motivation oben zu belassen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich zu dem Entschluss komme, dass die ganze Sache für mich unwichtig wird. Und dann werde ich diese Liga mit dem Titel langsam aber sicher auf einem Pfad der Lustlosigkeit verlassen und den Weg frei für Jahre voller Langeweile ohne den besten und tollsten Wrestler der letzten 5 Jahre machen...in diesem Sinne – einen schönen Abend an alle!


Das Mikrofon lässt er zu Boden fallen, während er seinen Titel greift und ihn unter den Buhrufen des Publikums in den Himmel, äh an die Decke, reißt. Seine Musik beginnt wieder zu spielen, dann dreht sich der Engländer auf dem Fuße um und verschwindet nach seiner Ansprache in den Gefilden des Backstagebereiches.








Dynamite seufzt und lehnt sich entspannt in seinem Stuhl zurück. Mal wieder eine Show überstanden und geschafft. Es wurde wirklich nie langweilig, irgendetwas gab es IMMER zu tun. 10 Jahre lang machte er diesen Job nun schon, und es gab immer noch Dinge, die ihn überraschen können. Deswegen liebt er diesen Job.


Der Präsident gähnt. Ächzend erhebt er sich aus seinem Stuhl um die Fernbedienung auf dem Tisch zu erreichen und die Show auf seinem großen Fernseher auszuschalten.


Robert Breads: „Hey, Dynamite!“


Der Präsident zuckt zusammen. Diese Stimme zu hören gefällt ihm gar nicht. Aber er kann nicht hier sein. Ihm wurde von mehreren Leuten gesagt, dass der Kanadier das Gebäude bereits vor mehr als einer Stunde verlassen hat. Das kann nicht sein.


Robert Breads: „Du guckst so ungläubig. Was gibt es denn Schlimmes?“


Booker reißt den Kopf herum und blickt auf den Fernseher. Da ist er! Sein Gesicht ist auf der Mattscheibe zu sehen, und er lächelt breit. Aber warum? Warum war da sein Gesicht?


Robert Breads: „Tja, damit hast du wohl nicht gerechnet, wie? Aber ich kenne so einige Tricks. Und bevor du den Fernseher aus machst, würde ich erst mal gucken, wo ich hier bin. Na, weißt du es?“


Eine Hand des Kanadiers scheint an der Kamera, mit der er scheinbar filmt, herumzufummeln, dann zoomt das Bild aus. Dynamite kneift die Augen zusammen und er sieht ein Bett... Gardinen... Ein großes Fenster... Eine...


Dynamite: „Maron!“


Der Präsident wird kreidebleich. Breads ist im Hotel! Breads ist bei Maron! Aber warum? Und wie?


Robert Breads: „Hey, das hast du ja schnell kapiert. Ich hatte schon befürchtet, du würdest nie drauf kommen.“

Dynamite: „Maron... Wo ist Maron?“

Robert Breads: „Puh... Maron ist hier, Dynamite. Und in einem Stück ist sie auch noch... Noch.“


Der Präsident ballt die Fäuste. Dieser... Bastard. Er war sonst eigentlich immer ruhig, er war für jeden Spaß zu haben, er hatte im Angesicht der schlimmsten Bedrohungen die Füße still gehalten... aber in diesem Moment kann er nichts anderes für Breads empfinden als den puren Hass.


Dynamite: „Ich will sie sehen!“


Der Kanadier hebt eine Augenbraue. Man sieht ihm förmlich an, wie er das alles genießt. Dynamite will ihm nur noch ins Gesicht schlagen. Hier und jetzt und sofort, aber Breads ist bei Maron, und Dynamite ist allein.


Robert Breads: „Ich wollte dir den Anblick aber eigentlich ersparen, Dynamite. Es ist nicht schön.“

Dynamite: „Breads...“


Dem Kanadier fällt auf, dass Booker nun seinen Nachnamen benutzt. Sonst war er immer „Robert“. Ein weiteres Zeichen für die Nervosität, ja, die Angst des Präsidenten. Sollte tatsächlich alles funktionieren?


„Canada's Own“ zuckt mit den Achseln, dann dreht er die Kamera. Dynamite klappt der Mund auf.


Dort, auf einem alten Holzstuhl, sitzt Maron. Sie ist mit Armen und Beinen an den Stuhl gefesselt, zwei dünne Seile, die der Kanadier wohl offensichtlich im Vorratsraum, in dem er auch die Mitarbeiterin eingesperrt hat. Der Mund ist mit Klebeband versehen, ebenso wie die Augen.


Robert Breads: „Sie kann dich nicht sehen, Dynamite. Ich dich schon. Neben der Kamera steht ein Fernseher, und ich kann die Show hier verfolgen. Und so wird Maron auch alles mithören, was du sagst. Und versuche gar nicht erst, deine kleinen Helfershelfer her zu schicken. Es ist sinnlos, ich bin hier schneller weg als du gucken kannst. Was Maron angeht...“


Der ehemalige GFCW-Champion hebt betont beiläufig das blutige Messer ins Bild und betrachtet es mäßig interessiert.


Robert Breads: „...es hängt ganz von dir ab, wie schnell sie hier weg kommt.“


Booker treten die Tränen in die Augen. Seine Frau, gefesselt und stumm und blind, in einem Raum mit der Person, die ihn am Meisten hasst. Diese Person hat ein Messer. Diese Person hat die volle Kontrolle. Und das Allerschlimmste: Diese Person ist Robert Breads.


Dynamite: „Was soll das, Robert Breads? Ist es nicht so, dass du für Gerechtigkeit sorgen willst? Und das nennst du gerecht? Eine unschuldige Frau fesseln und mit einem Messer bedrohen?“

Robert Breads: „Nein. Aber um ehrlich zu sein, hatte ich eine Art Erkenntnis. Kürzen wir das Ganze mal ab, so dass du weißt und verstehst, worum es geht – mir ist völlig egal, ob das, was ich tue, gerecht ist. Mir ist einzig und allein wichtig, ob ICH bekomme, was ICH will. Und wenn Maron darunter leiden muss... dann ist das eben so.“


Halb entschuldigend, halb gelangweilt hebt Breads die Schultern. Irgendwie ist es befreiend. Er hatte immer versucht, seine eigenen Handlungen vor sich selbst zu rechtfertigen. Er hatte gesagt, alle anderen seinen Abschaum, den es auszulöschen gilt, alle anderen wären ungerecht und müssten bestraft werden – nun, da er sich selbst ENDLICH eingestanden hatte, dass er nicht besser was als irgendwer anders und sich in keine Vorlage mehr zwängen muss, fühlt er sich frei. Er kann tun und lassen was er will, ohne sich Gedanken über die Moral zu machen. Moral ist ja so nervtötend.


Dynamite: „Breads... Das hier ist kein Spiel... Das hier ist nicht lustig...“


Robert Breads: „Das sehe ich anders.“


Der Präsident übergeht das. Er will den Kanadier doch nur zur Vernunft bringen.


Dynamite: „Das was du da tust, ist falsch. Es ist nicht gerecht. Du benutzt Gewalt, um meine Aufmerksamkeit zu erregen.“


Robert Breads: „Dann bin ich ein Vierjähriger?“


Dynamite: „DAS IST NICHT LUSTIG!“


Er hatte nicht schreien wollen, aber es war nicht mehr auszuhalten gewesen. Dieser Mann machte sich einen Spaß daraus, ihn mit der Angst um einen Menschen zu quälen.


Breads grinst immer noch. Das ist für ihn die höchstmögliche Befriedigung – endlich, ENDLICH hat er die Kontrolle.


Robert Breads: „Ist es nicht, Dynamite? Du hast mir doch alles genommen. Du bist an allem Schuld. An meinem Titelverlust, an meiner Einsamkeit, an meinem Hass, an meiner Wut, an all' meinen Verlusten. Wegen dir habe ich alles verloren. Ich habe den Spaß verloren, die Freude, einfach alles. Weißt du, was mit geblieben ist, Dynamite? Der Hass auf dich und Galgenhumor.“


Der Kanadier lächelt gequält, aber seine Augen verraten ihn. Sie sind leer und kalt, traurig und einsam. Er ist schon längst gebrochen und will es sich nicht eingestehen, er will dagegen ankämpfen und er will kriegen, was er haben will.


Robert Breads: „Pass auf, der ist gut: Was haben deine Frau und eine Pappschachtel gemeinsam?“


Dynamite bleibt stumm. Er weiß, wenn er den Mund aufmacht, wird eine Flut von Beleidigungen aus selbigem heraus kommen, die Breads nur noch mehr provozieren wird. Doch er wird die Gesundheit seiner Frau nicht weiter gefährden.


Robert Breads: „Na, ist doch simpel: Beide sind äußerlich ziemlich langweilig und werden erst interessant, wenn man sie aufgeschnitten hat.“


Maron zuckt auf dem Stuhl hin und her, als sie das hört. Verzweifelt schreit sie gegen das Klebeband um ihren Mund an und wirft den Kopf hin und her, die Stuhlbeine wackeln.


Robert Breads: „Halt den Mund!“


Wütend über die Unterbrechung seiner persönlichen Horror-Show schnellt das Messer nach oben und ehe man sich versieht, sitzt es an der Kehle. Wie einfach es nun wäre, zu schneiden, den Schmerz zu spüren, die Angst, die Hoffnung, all das, mit nur einem Schnitt... aber nein. Er darf sich nicht von seinen inneren Zwängen kontrollieren lassen. Stattdessen setzt Breads die hölzerne Maske des Hohns auf und schlägt zu, ins Gesicht der Frau, die mit samt des Stuhls nach hinten kippt und dort liegen bleibt.


Dynamite brüllt in seinem Büro vor Wut und lässt den Schwall der Worte los, die er eigentlich für sich behalten wollte. Aber das war zu viel. Robert Breads hatte seine Frau geschlagen, und er hatte es dort gesehen, nicht einmal einen Meter von sich entfernt auf dem Fernseher, und doch war er ganz weit weg, er konnte rein gar nichts unternehmen – außer sich anzuhören, was Breads will. Es gibt natürlich keine Garantie, dass Breads aufhört, sie zu quälen, wenn er hat, was er will, aber er muss es versuchen.


Dynamite: „Lass das, lass sie in Ruhe. Was auch immer du willst, du sollst es bekommen, aber lass sie gehen!“


Stumm lächelnd leckt Breads sich über die Lippen. Na endlich.


Robert Breads: „Ich will das selbe wie heute früh schon. Ich will das Match ohne Grenzen, Dynamite. Du und ich, GFCW Brainwashed 2011, Loser leaves GFCW. Ich hatte es doch angekündigt. Du wolltest nicht zustimmen, also musste ich dich zwingen, das Match anzunehmen. Das hier ist alles deine Schuld, Claude Booker. Du hättest heute nur zustimmen müssen, und deiner Frau wäre gar nichts passiert. Du musst mir gar nicht erst die Schuld geben, die kannst du bei dir selbst suchen. Ich gebe dir jetzt eine zweite Chance. Du hast beim ersten Mal eben nur nicht realisiert, dass es auch eine Chance war, Maron zu schützen. Nun weißt du es. Und, was wirst du tun? Achja, falls du immer noch „Nein“ sagen willst... Maron hört alles, deinen Verrat an ihr würde sie also auch hören. Genauso wie ihre eigenen Schreie, wenn ich sie erst mal...“

Dynamite: „Schon gut! Schon gut! Ich nehme an!“


„Canada's Own“ beginnt zu lachen. Er hat es geschafft. Er hat Dynamite unterworfen und ihm seinen Willen aufgezwungen, so, wie er es geplant hatte.


Robert Breads: „Dynamite... Du hast dich so eben den Regeln des neuen Gottes der GFCW unterworfen.“


Claude's Fäuste zittern immer noch. Er atmet gleichmäßig und ruhig, aber man merkt, dass es ihm schwer fällt.


Dynamite: „Du bist kein Gott, Robert Breads. Götter sind unbesiegbar. Und bei Brainwashed wirst du merken... Dass du kein Gott bist.“


„Canada's Own“ hält inne und starrt in die Kamera, als könne er Dynamite dadurch direkt ansehen. Wahrscheinlich blickt er auf den Fernseher, der angeblich dahinter steht. Dann nickt Breads. Warum nickt er?


Robert Breads: „Da magst du sogar Recht haben, Dynamite. Wie soll man auch gleichzeitig Gott... und der Teufel sein?“


Wieder ein Lachen, aber es klingt dünn und hohl, nicht echt.


Dynamite: „Und jetzt lass sie gehen.“

Robert Breads: „Sicher. Es wird gehen dürfen. Es ist sicher, keine Sorge.“


„Es“? Warum sagt Breads „Es“? Das da ist ein Mensch, kein Gegenstand. Sie ist kein „Es“. Noch etwas, dass Dynamite an Breads nicht versteht. Noch etwas, dass er herausfinden muss, wenn er gewinnen will.


Robert Breads: „Ich hätte Maron ohnehin nicht aufgeschnitten oder ähnliches. Ich werde das Hotelzimmer gleich verlassen und weg fahren, wohin kann dir egal sein. Aber ich bin dann weg, darauf kannst du dich verlassen. Entweder du befreist sie oder das Hotelpersonal tut es. Oh, und im Vorratsraum liegt noch eine Mitarbeiterin, die ich leider ausknocken musste. Sie hat mich gestört. Das war es so weit.“


Breads stockt, doch dann fährt er fort.


Robert Breads: „Dynamite, das ist so spannend, du wirst es mir kaum glauben. Ich bin so gespannt... Wir beide stehen nun mit einem Fuß im Grab und mit dem anderen im Hier und Jetzt. Nur einer kann es schaffen... Du weißt ja gar nicht, wie viel Spaß mir das machen wird. Wer schubst den Anderen ins Grab? Wer bleibt? Wer geht? Was wird bis Brainwashed noch passieren? Mein Gott, meine Vorfreude ist fast grenzenlos. Endlich kann ich es tun... Endlich.“


Ein kurzes Blitzen ist bei dem Gedanken daran in Breads' Augen zu sehen. Er freut sich wirklich auf dieses Match, dieses Match ohne Grenzen. Er freut sich auf den Schmerz und das Leid und die Pein und die Angst... und den Spaß, den er dabei haben wird.


Robert Breads: „Du kannst mich nicht besiegen, Dynamite. Ich bin der Auserwählte, der deine Ära beenden wird... Ja, der Auserwählte. Denn es gibt etwas, was mich von allen anderen Gegnern unterscheidet, denen du jemals gegenüber gestanden hast.“


Breads lächelt.


Robert Breads: „Ich habe nicht das Wrestling gewählt. Ich habe nicht die Wahl getroffen, Wrestler zu werden. Das Wrestling hat mich auserwählt.“


Das Bild auf Dynamite's Fernseher wird schwarz. Der Präsident ist allein.










Big Brother House Match:
(Texas Death Swimming Pool DX Rules)
Savan & Parn vs. "Die Stimme" & ???
Referee: Mike Gard

Ringsprecher: Es ist Zeit jetzt für das Big Brother House Match mit Texas Death Swimming Pool DX Rules. Die Regeln sind einfach. Es fängt im Ring an das Match und endet im Big Brother House. Wer zuerst gepinnt wird, muss den anderen in den Swimming Pool werfen. Dafür hat er 20 Sekunden Zeit. Also begrüßen wir mit mir die Teilnehmer.


Es ertönt Parn´s Theme und zieht unter lauten Jubel zum Ring.


Auf dem Titantron wird eine Hand gezeigt die auf einen Spiegel einschlägt. Dieser zerbricht und die Hand schneidet sich an den Scherben. Dann ertönt Natalia Kills mit Mirrors. Bei der Hand läuft Blut runter und formt sich zu dem Wort: Savan!!! Der Eingangsbereich wird in ein giftgrünes Licht getaucht und dann taucht auch Savan auf. Die Kapuze hängt ihm bis ins Gesicht. Er geht langsam auf den Ring zu. Er schnappt sich ein Mikro legt es in den Ring. Er holt sich noch einen Klappstuhl und stellt ihn im Ring auf Savan setzt sich diesen Klappstuhl. Es fehlen nur noch die Gegner. Es ertönt einen neue noch unbekannte Musik es ist die Musik der Stimme. Der Titantron färbt sich schwarz. Es läuft kein Video ab. Das Lied was ertönt ist B-Tight mit Weil alles Gold geht. Eine Rauchbombe schlägt auf der Auftrittsbühne ein. Dann taucht ein Maskierter Fremder auf. Er trägt ein schwarzes Ninja-Outfit. Sein Gesicht komplett verhüllt. Es schauen nur die Augen raus. Der Fremde bewegt sich langsam zum Ring und dieses Mal kommt er nicht alleine zum Ring sondern in Begleitung von einen anderen der genauso maskiert ist wie die Stimme selber.


Sven: Gut es scheinen alle dazu sein.

Pete: Jo es kann losgehen.


Der Referee lässt das Match anklingen. Die Fans stehen eindeutig auf der Seite der Elitefasanisten. Nachdem es Tornadoregeln sind gibt es auch kein Wechseln es sind immer alle vier gleichzeitig die legalen Personen. Savan visiert einen der maskierten Männer genau. Er kennt an seinen Bewegungen das es die Stimme ist. Man merkt er will nur die Stimme. Der andere Maskierte macht den Er spring auf Parn zu will den ersten Schlag anbringen. Doch Parn ist schneller als der Fremde, weicht nur aus um selber ihm einen Schlag zu verpassen.


Sven: Keine gute Aktion von dem Maskierten

Pete: Das stimmt es kann nur besser werden.


Dann geht die Schlägerei los. Savan und die Stimme schlagen auf einander ein. Parn kümmert sich um den Partner der Stimme. Parn hämmert den Partner gegen den Ringpfosten dort bleibt der Fremde auch erstmal und rührt sich nicht mehr. Parn hilft danach Savan, weil die Stimme langsam die Oberhand gewinnt. Savan und Parn schleudern die Stimme aus dem Ring. Parn entfernt außerhalb des Ringes die Matten. Der zweite Fremde kommt wieder zu sich und hämmert die Hand von Savan gegen den Ringposten. Savan zuckt auch sofort zusammen wegen dem Schmerz. Der Partner geht auch aus dem Ring und schnappt sich Parn, der gerade seinen Partner den Betonboden hämmern wollte. Die beiden wollen Parn auf dem Betonboden werfen mit Double Chokeslam. Doch Savan kann sich retten im letzten Moment. Savan verpasst der Stimme einen Tiefschlag zwischen die Beine. Parn wird den anderen los mit Ellbogenstöße gegen die Schläfe. Die vier prügeln sich die Rampe hoch. Savan befördert die Stimme gegen die Bühnendeko. Doch die hält stand. Parn hämmert den Partner der Stimme auf den Stahlboden und schnappt sich dann Die Stimme. Er zeigt seinen Dragon Screw. Dann verschwinden Savan und Parn mit ihren Gegnern in den Backstage-Bereich. Savan prügelt die Stimme zu Big Brother House. Parn macht das gleiche mit dem anderen maskierten Mann. Als die vier beim House angekommen sind, öffnet der Referee die Tür und macht Zeichen, dass sie in das House müssen. Die Stimme und sein Partner gewinnen die Oberhand und befördern erst Parn und dann Savan mehrfach gegen die äußere Hauswand. Dann ziehen beiden Savan und Parn in das Haus. Der Referee schließt von innen die Tür ab.


Sven: Jetzt beginnt das Match wirklich.

Pete: Jetzt gibt es kein Zurück mehr.


Im House geht es weiter hart zur Sache. Savan muss weiter einstecken erst mal. Er wird gegen die große Doppeltür, befördert die durch die Aktion eine Delle bekommt. Parn kämpft sich zurück und schlägt seinen Widersacher in die Küche. Dort zieht er ihm eine weiße Schale über den Kopf. Parn durchsucht die Schubladen in der Küche und findet dort ein Waffeleisen. Er zögert nicht lange und zieht es seinem Gegner über den Kopf. Die Stimme würgt Savan mit dem Schlauch der Dusche,doch Savan schafft es sich zu befreien mit einem Stoß gegen die Stimme. Die kracht gegen den Spiegel, der einen großen Sprung bekommt. Savans Wut ist geweckt. Er reißt den Duschkopf vom Schlauch und prügelt mit ihm auf den maskierten Fremden ein. Danach hebt er die Stimme hoch und hämmert gegen die schwingende Kamera. Parn hämmert den Kopf von dem anderen Maskierten gegen stabilen Esstisch. Er legt dann sein Gegner auf den Tisch und will seinen Moonsault of Heaven zeigen. Dazu steigt er noch extra auf die Küchentheke. Er springt und die Aktion trifft.


Sven: Ein Schlachtfeld!

Pete: Ja und ein Chaos.


Savan hat die Kamera vom Bad aus seiner Halterung gerissen und zieht sie der Stimme über den Kopf. Wie gehen ins Schlafzimmer. Dort bekommt eine der großen Stehlampen zu fassen und wirft sie auf die Stimme, die dann wieder zu Boden geht. Parn lehnt den anderen maskierten Fremden an ein Fenster. Er nimmt dann Anlauf und will ihn mit seiner Power Clothesline durch die Scheibe befördern. Im letzten Moment weicht der Maskierte aus und gibt nochmal Schwung und so fliegt der durch die Fensterscheibe. Parn bleibt auf den harten Boden liegen. Der Fremde lacht. Savan und die Stimme kämpfen sie sich ins Wohnzimmer zurück. Der zweite Gegner merkt, das er seine Hilfe braucht geht auch auf Savan los. Die Stimme holt einen Toaster aus der Küche und will ihn Savan überziehen. Der dückt sich weg und die Attacke trifft seinen eigenen Partner. Die Stimme kümmert sich gleich um ihn während Savan in den Garten sich schleppt. Dort hilft er seinem Partner Parn wieder auf die Beine der sich schon wieder rührt. Die Stimme und Partner zeigen wieviel Kraft noch ihnen steckt, reißen die Gartentür aus der Verankerung werfen sie zur Seite. Dabei geht eingearbeitete Scheibe zu Bruch. Savan stürzt sich auf die Stimme. Parn unterstützt ihn und prügelt den Partner der Stimme in Richtung der Schleuse. Der Maskierte aber befördert Parn gegen die Wand der Schleuse. Savan bringt die Stimme den Rand eine Niederlage. Er setzt den Savan Lock an. Und der sitzt perfekt.


Sven: Jetzt ist Savan obenauf.

Pete: Das wird die Aufgabe werden.


Die Stimme hat große Schmerzen und ist kurz von der Aufgabe. Der Referee schaut ob die Stimme aufgibt. Der Partner der Stimme rettet die Stimme indem er Savan würgt. Savan versucht den Griff aufrecht zu halten. Er muss nach kurzer Zeit den Griff lösen. Der Maskierte würgt bis ihn die Stimme ein Zeichen gibt er soll loslassen. Savan hustet erst mal richtig.


Sven: Das gibt es doch nicht.

Pete: Doch das gibt es.


Die Stimme und sein Partner tauschen die Positionen. Die Stimme setzt Crossface an sein Partner gleichzeigt zum Sharpshooter an. Es die Finishing-Aktion von dem Tag Team The Dark Dream. Sie nennen die Aktion Sweet Dream. Die beiden wollen Savan zum abklopfen bringen. Savan ist ein Kämpfer und er denkt nicht ans aufgeben. Parn ist wieder da und zieht erst der Stimme dann seine Partner deinen Gartenstuhl über den Kopf. Savan kommt schnell zu sich zeigt Savan Slam direkt auf den Holz für dem Swimming Pool. Der Referee zählt:


1…

2…

3…!


Savan rollt sich seinen Gegner. Parn stellt sich schützen vor ihm. und Uhr beginnt zu laufen:


20…

19…

18… Die Stimme kommt zu sich

17…

16…

15…

14… Der andere versucht Parn ab zu fertigen.

13…

12…

11… Die Stimme steht wieder ist aber immer noch benommen.

10…

9…

8…

7…

6… Die Stimme bei Savan. Parn kann nicht mehr beschützen gerade.

5…

4… Die Stimme tut alles um Savan in den Pool zu werfen.

3…

2… Savan ist fast im Wasser.

1… Er wird es nicht schaffen.

0!


Savan ist nicht im Wasser gelandet und somit haben Savan und Parn Match gewonnen. Die Stimme und sein Partner verlassen das Schlachtfeld. Parn und Savan freuen sich.


Sieger des Matches durch Pinfall: Savan & Parn!!!













Eine Kamera blendet ein. Sofort erkennen die Fans, dass im Fokus der Kamera die Millberg-Villa erscheint mit dem idyllischen Panoramablick der Berge und des angrenzenden Waldes an die Villa. Natürlich darf auch der Blick auf das riesige mit Rasen versehene Areal des Gartens hinter der Villa nicht fehlen. Es herrschen angenehme Temperaturen und die Sonne steht am blauen und wolkenlosen Himmel.


Die Kamera bewegt sich über den Garten, hin zu einer mit weißem Marmor gepflasterte Terrasse. Schon schwenkt die Tür auf und dem Betrachter offenbart sich ein großzügig und luxuriös eingerichtetes Wohnzimmer. Einmal mehr zeigt sich hier die Finanzstärke des Millberg-Clans. In der Mitte befinden sich ein Marmortisch und darum eine Couch mit 4 Ohrenseseln, aus der Stilrichtung des ausgehenden 17. Jahrhundert.


Auf der Couch sitz Isabelle Beulah DuMont, die Ehefrau des German Dragon. Ihre schwarzen langen Haare hat sie kunstvoll zu einem Zopf geflochten und ihr dezentes Make-up, unterstreicht ihre Schönheit umso mehr. Ihr weißes Sommerkleid ist leicht hochgerutscht und entblößt ihre Knie dezent. Ihr gegenüber sitzt Alexander Millberg, der Bruder des Dragon, der einen sehr eleganten hellen Anzug gewählt hat. Doch es befinden sich noch weitere Personen in diesem Raum. Natürlich darf auch nicht Marc Millberg fehlen. Dieser steht mit einem Glas Whisky in der Hand, am Fenster und schaut gedankenverloren auf das große Areal raus. Der German Dragon ist jedoch recht leger mit einer blauen Jeans und einem schwarzen T-Shirt bekleidet.


Der Millberg-Clan wird heute komplettiert durch Jessika, die Schwester des German Dragon und ihrem Mann, Jeff Mallicon, der von 2001 bis 2002 Profiwrestler in der GWF und der GHW war. Seine Haare sind leicht graumeliert und eine Brille ziert sein Gesicht, jedoch wirkt er nach wie vor äußerst attraktiv, obwohl seine Kleidung eher dunkel und unscheinbar wirken. Der Ex-Profiwrestler bedient sich gerade an der kleinen Bar, die auf einem Servierwagen untergebracht wurde. Kaum ist das Glas gefüllt, schon kippt Jeff das goldene Gesöff auch schon runter. Nach dem dritten Glas bricht er mit seiner rauchigen Stimme die bedrückende Stille.


Mallicon: Jetzt kommt schon und tut nicht so, als bin nur ich das schwarze Schaf der Familie. Das ist doch jetzt schon so viele Jahre her. Folks, ihr seid aber auch störsinnig! Soll ich etwa zu Kreuze kriechen und jedem die Füße lecken? …Shit!


Alexander Millberg dreht sich nun zu seiner Schwester um und blickt sie tadelnd an. Doch statt einer Antwort, zuckt sie nur mit den Schultern.

Alexander: Nun führ dich nicht so auf Jeff. Du …


Doch der Amerikaner lässt Alexander nicht weiter zu Wort kommen. Er unterbricht den Anwalt barsch.


Mallicon: Halt du dich da raus Rechtsverdreher! Noch war ich es, der dem Dragon und Beulah den Arsch gegen diesen King of War gerettet habe. Und was war der Dank? Seit Jahren werde ich von dieser Familie geschnitten und keiner von euch nimmt auch nur die kleinste Notiz. Shit! Macht doch was ihr wollt!

GD: Nun beruhig dich Jeff. Du liegst völlig falsch, wenn du denkst, dass dich hier einer schneiden würde. Seit du mit Jessy verheiratet bist, gehörst du zum Millberg-Clan.

Mallicon: Ach ja? Und warum geht jeder von euch feine Pinkel mir ständig aus dem Weg?

Beulah: Da hast du nur was in den falschen Hals bekommen. Du wohnst in San Francisco und wir hier in München. Das sind halt schon ein paar Meilen.

Mallicon: Ja klar! Für wie blöde hältst du mich Schwägerin? Du und Marc touren durch Südamerika und statt mal bei mir in Frisco kurz vorbei zu schauen, fliegt ihr nach München, ist ja auch viel näher als SF.

GD: Okay, Jeff! Vielleicht hätten wir und kurz bei dir melden müssen, aber wir haben hier dringende Termine. Alexander muss für die GFCW noch einige Rechtsfragen klären und Beulah ist hier für PR-Zwecke. Wenn du schon auf jemand sauer sein willst, dann biete ich mich an. Aber auch ich habe einen dringenden Termin hier.


Mit einem skeptischen Blick mustert der Amerikaner seinen Schwager.


GD: Du weißt doch, dass ich ein Tag Team Match bestreiten muss. Nun, Pavus und ich wollten vor War Evening noch einige Details miteinander besprechen. Es geht schließlich um die Gürtel

Mallicon: Und das wollt ihr in München machen? Ja klar, zwei Minuten vor eurem Fight seht ihr euch erst. Blödsinn!


Leicht genervt verdreht der German Dragon die Augen, dann richtet er sich wieder an seinen Schwager.


GD: Pavus hatte dieser Tage noch in Hamburg einiges zu erledigen. Also dachte ich mir, warum nicht nach München reisen und ihn dann für ein paar Tage hierher einladen. So kann er auch gleich meine Familie kennen lernen.

Beulah: Und da du auch zur Familie gehörst, haben wir Jessy gefragt, ob ihr beide kommen wollt.

Jessy: Siehst du Schatz! Jetzt denk nicht immer gleich an Gott weiß was!

Mallicon: Mhm! Ich weiß nicht. Wenn ich Jessy nicht festgenagelt hätte, wäre das hier doch wieder an mir vorbei gegangen. …Aber mal was anderes. Dieser Pavus ist Deutscher oder?

Alexander: Ja!

Mallicon: Ich hasse Deutsche! Ein verweichlichtes Volk ohne Ehre und ihr definiert euch nur noch über 12 dunkle Jahre. Jeglicher Weitblick und der Sinn fürs Wesentliche sind euch abhanden gekommen.


Jessika verdreht bei diesen Worten die Augen und hat nur noch ein Kopfschütteln für die Worte ihres Mannes übrig. Marc hingegen geht nun auf seinen Schwager zu, bis beide nur noch zwei Schritte voneinander trennen. Dann setzt der German Dragon sein bittersüßes Grinsen auf.


GD: Ich bin auch Deutscher! Und Jessy, deine Frau hat auch die deutsche Staatsbürgerschaft!


Der Amerikaner hebt beschwichtigend die Hände hoch und klopft dann seinem Schwager auf die Schulter.


Mallicon: Okay, okay, du bist ja auch mein Schwager. Und die Millbergs sind ja auch was anderes. Aber komm schon Marc. Was treibt dich dazu, dich mit diesem Pavus zusammen zu tun. Der ist doch wie ein Klotz am Bein. Mit ihm wirst du die Gürtel nie holen. Was du brauchst, ist eine Person, die dich mitzieht. Pavus wird das nicht können.

GD: Das denke ich schon und zudem mag ich Pavus. Er ist der ideale Partner für mich und selbst wenn es mit den Gürtel nicht klappen sollte, geht davon die Welt nicht unter. Und im Übrigen, seit wann interessiert dich denn meine Karriere?


Noch bevor Jeff Mallicon seinem Schwager die passende Antwort geben kann, betritt eine Bedienstete des Hauses das Wohnzimmer und räuspert sich kurz. Isabell schaut freundlich zu ihr rüber und nickt kurz mit dem Kopf.


Haushälterin: Wenn ich die Herrschaften kurz stören dürfte, aber ein Herr Maximus erbittet Einlass und wünscht den gnädigen Herrn Millberg zu sprechen.


Der German Dragon stellt sein Glas auf den Kaminsims ab und richtet sich dann an die Bedienstete.


GD: Ich lasse bitten, Magda! Führen Sie doch bitte meinen Besuch hier ins Zimmer.

Haushälterin: Wie Sie wünschen.


Schon dreht sich die Bedienstete um und verlässt auch schon das Zimmer. Angewidert spuckt Jeff Mallicon in den erloschenen Kamin und erntet von der Familie nur ungläubige Blicke. Selbst seine Frau Jessika kneift ihn kurz erzieherisch in die Seite. Doch der Amerikaner kontert nur weiter.


Mallicon: KRAUTS!!! …DAMN!!! Komm mir bloß nicht und beschwer dich darüber, dass dieser Maximus ein Klotz an deinem Bein war, Marc!

GD: Lass gut sein Jeff. Wir diskutieren später weiter aber nicht jetzt. Versuche deine Antipathie mal 20 Minuten außer Acht zu lassen und zeige, dass du der Millberg-Dynastie angehörst.


Fast unbemerkt schleicht sich ein bitteres und siegreiches Grinsen in das Gesicht des Amerikaners. Für ihn läuft es besser als gedacht und demnächst würden die Millbergs ihm aus der Hand fressen. Jedoch wird Jeff, von ihm unbemerkt, von Alexander kritisch beobachtet, während der Lichtschimmer der durch die große Zimmertür fom Flur hereinstrahlt ein wneig gedämmt wird, als der nicht gerade unerhebliche Hamburger in der Tür steht.


Pavus: Moin, Moin!


Ein schelmisches Grinsen huscht über das Gesicht des Hamburgers, als er den Blick durch das Zimmer schweifen lässt. Solchen Prunk ist er wahrlich nicht gewohnt, aufgewachsen in der Gosse, aber es scheint ihm zu gefallen, sein Gesicht deutet zumindest anerkennende Begeisterung aus. Mit einem wohlwollenden Blick mustert er die anwesenden Menschen, die anscheinend allesamt zur Familie seines künftigen Partners gehören.


Pavus: Ich muss schon sagen, ausgesprochen schön hast du es hier…


Das Wort bleibt Pavus im Halse stecken, als er diese wunderschöne Erscheinung, in menschlicher Gestalt von Jessika erblickt. Selten hat er so viel Anmut und Ausstrahlung einer inneren Stärke vereint gesehen. Der Hamburger schluckt einmal und versucht sich nichts anmerken zu lassen, als er seine Reisetasche abstellt.


GD: Ah! Schön dich zu sehen, Pavus. Kaum hat der Drache seine Einladung in die Welt gebrüllt, schon folgt Pavus dem Ruf und beehrt mich und mein Haus mit seiner Anwesenheit.


Diese überschwängliche Freude des Drachen ist in keinster Weise aufgesetzt sondern ein echter Ausdruck seiner Freude und des Respektes. Schon ist Marc bei Pavus, zieht den Hamburger an seine Brust und klopft ihm kräftig auf den Rücken. Gegen seinen Tag Team Partner wirkt der Münchner fast schon zierlich, sofern man das so sagen kann. Schon dreht der Dragon sich um und deutet auf seine Liebsten in dem Raum.


GD: Okay Pavus! Wenn ich dich dann mal meiner Familie vorstellen darf. Meine Frau auf der Couch und meinen Bruder Alexander kennst du ja schon. Die Kleine am Kamin ist meine Schwester Jessika, aber wir nenne sie nur Jessy. Der Obermotz an ihrer Seite ist ihr Mann, Jeff Mallicon. Er war 2001 in der GWF und 2002 in der GHW, also ein Kollege von uns. Er hat es auf 9 Profikämpfe gebracht, bevor er sich zur Ruhe gesetzt hat. Sein Vater leitet…, ach was erzähle ich da seine Lebensgeschichte. Die wird er dir bestimmt noch detailreicher erzählen können als ich.


Leise, kaum hörbar dringt es aus den Lippen des Hamburgers.


Pavus: Jessy also… mhm.


Angewidert dreht sich der Amerikaner um, spukt erneut in den Kamin und verlässt dann mit schnellen Schritten den Wohnbereich, ohne auch nur einen der Anwesenden eines Blickes zu würdigen. Traurig schaut Jessy ihrem Mann hinterher und der Hamburger erblickt sofort das niedergeschlagene Gesicht und legt den Kopf leicht schief.


Jessy: Entschuldigen Sie bitte die Reaktion meines Mannes Mr. Maximus. Ich befürchte der Flug ist ihm nicht ganz bekommen.

Pavus: Schon okay, ich bin es gewohnt nicht von jedem herzlich empfangen zu werden.


Wie gewohnt kann sich Alexander einen bissigen Kommentar nicht verkneifen.


Alexander: Nicht nur der Flug ist ihm nicht bekommen! Dem sind noch ganz andere Dinge auf den Magen geschlagen,…aber wollen wir uns doch davon nicht den frühen Abend verderben lassen.


Schon setzt sich die Familie in Bewegung und begrüßt den Hamburger mit offenen Armen, allen voran zuerst die Frau des Drachen. Herzlich drückt sie den Hamburger an sich, versinkt regelrecht in seinen Armen, wird fast von diesen begraben.


Pavus: Hi Beulah, ich muss schon sagen bezaubernd schaust du aus. Marc… dazu kann man einfach nur gratulieren.


Der Hamburger und der Münchner grinsen sich an, der Drache nimmt Pavus diesen Kommentar nicht übel, denn anscheinend hat er bemerkt, dass das Augenpaar des Hamburgers bei der Umarmung mit seiner Frau schon abgewandert ist, sich auf Jessy konzentriert, die allerdings nicht den Vorzug vor Alexander erhält. Dieser streckt Pavus freundlich dreinschauend die Hand entgegen und bekommt auch sofort die passende Antwort in Form des Handshakes serviert. Nicht ganz so herzlich wie zuvor die Begrüßung mit dem Dragon, jedoch ist auch hier sehr deutlich der gegenseitige Respekt spürbar.


Pavus: Alexander, wir sollten uns später auch noch mal zusammensetzen, ich hab da ein paar Fragen bezüglich meines Vertrages, den ich wegen dem Galaxy Championship unterzeichnet habe.


Nur ein wohlwollendes Nicken vom Bruder des Drachen. Natürlich ist er gerne bereit dem Hamburger in dieser Hinsicht zu helfen. Jedoch registriert Pavus das Nicken nur halbherzig, denn er konzentriert sich schon wieder auf Jessy, die etwas schüchtern auf de Hamburger zutritt und ihm zuerst die Hand entgegenstreckt, sich dann aber doch dazu hinreißen lässt die Arme zu öffnen und den Freund der Familie ordentlich zu begrüßen. Könnte man die Umgebungsgeräusche ausschalten, so würde man wohl nun das Geräusch hören, welches das Herz von Pavus wiedergibt, denn es pocht ihm bis in den Hals hinein. Selten hat man den Hamburger so sprachlos erlebt.


Jessy: Ich bin Jessy.

Pavus: Ja… den Namen hab ich mir wohl gemerkt.


Fast schon stotternd kommen die Worte über die Lippen des Hünen, es fühlt sich gut an, diese zarten Arme um seinen Bauch zu spüren, denn viel weiter reicht ihm Jessy nicht.


Bloß nicht zu viel anmerken lassen… so schießt es Pavus durch den Kopf und er probiert die doch etwas seltsame Situation zu retten.


Pavus: Marc ich muss schon sagen. Du scheinst dich gerne mit gut aussehenden Frauen zu umgeben. Das bringt deine bescheidene Hütte doch glatt noch mehr zum Glänzen.


Der Hamburger schließt den Mund. War das schon zu viel gesagt? Doch anscheinend scheinen Jessy die Worte zu imponieren, anders lässt sich die ansteigende Röte in ihrem Gesicht nicht erklären, als sie die Arme vom Hamburger löst. Ein Blick zwischen Pavus und Jessy und leicht verdatterte Stille im Raum, die durch das schelmische Grinsen des Drachen untermalt wird – Marc Millberg ist schließlich nicht dumm.


Zum Glück für Pavus wird die für ihn so grausame Stille durch Beulah unterbrochen.


Beulah: Nun ihr beide, wie wollt ihr die BiA schlagen. Habt ihr schon was ausgeklügelt?


Pavus scheint wieder zu Sinnen zu kommen, den benebelten Eindruck von Jessy langsam aus dem Kopf zu bekommen. Ablenkung, das ist es was er jetzt braucht und genau die verschafft ihm Beulah mit diesem abrupten Themawechsel.


Pavus: Nunja, Beulah. Marc kümmert sich um den Hai, ich um den Hund. One, Two, Three – Sieg.


Ein leichtes Auflachen aus der Hamburger Kehle, die andeutet, dass dieses nicht ganz ernsthaft zu verstehen ist.


Pavus: Natürlich wird das nicht so einfach, aber ich denke Marc und ich haben nun noch einige Tage um uns aufeinander einzustellen, uns abzusprechen und das ein oder andere gemeinsame Training durchzuziehen. Vielleicht hilft uns ja sogar dein Schwager dabei Marc.


Ein Augenzwinkern ob dieser etwas flapsigen Bemerkung – es scheint so, als wären nur durch dieses sehr kurze Aufeinandertreffen zwischen Pavus und Mallicon schon erste Antipathien entstanden. Kaum verwunderlich wenn man erneut den Blick sieht, den der Hamburger zu Jessy schweifen lässt. Diese weiß nicht recht wie sie regieren soll, spricht der interessante Mann aus Hamburg doch über ihren Ehemann.


Verwundert kratzt sich der German Dragon am Kopf. Da könnte wohl dieser Tage etwas aus dem Ruder laufen und Marc befürchtet die Kontrolle zu verlieren. Doch nun gilt es erst einmal sich auf die BiA und den Fight zu konzentrieren.


GD: Nun, wir habe ja noch ein paar Tage und ich denke das wir uns schnell einspielen werden. Die BiA ist jetzt nicht gerade ein unbesiegbares Team und Pavus ist amtierender Galaxy-Champion und ich habe bei den letzten beiden War Evening Shows schließlich Lex Streetman und diesen Breads geschlagen. Als Einzelwrestler ist Pavus als auch ich den beiden aus der BiA überlegen. Ob wir als Team genauso stark sind, wird sich zeigen, aber ich bin da äußerst positiv eingestellt. Was meinst du Pavus?

Pavus: Achja, fast vergessen.


Große Schritte zurück zu seiner eben abgestellten Tasche, die noch immer auf dem Boden ruht. Pavus öffnet sie und sofort kommt der zusammengelegte Galaxy Championship zum Vorschein und wird aus seinem Verließ aus Stoff befreit.


Pavus: Ich fand es etwas prollig ihn die ganze Zugfahrt über auf der Schulter zu tragen, allerdings möchte ich auch nicht dass das noch so stabile Leder irgendwelche Druckstellen abbekommt. Ich hoffe ich kann ihn hier irgendwo aufbewahren?


Mit einem zunickenden Lächeln beantwortet der Drache die Frage ohne Worte und Pavus platziert den Belt erst einmal auf dem Sofa, wohl bemerkt von Jessy, deren erster Eindruck des Hamburgers einen Hauch von Faszinierung erhält.


Pavus: Aber bevor ich noch mal auf das Match zurückkomme, habe ich hier noch etwas mitgebracht. Schließlich bedankt man sich ja für eine Einladung. Und verzeiht, aber ich hatte nicht mit solch einem Reichtum eurerseits gerechnet, weswegen es mir nun schon fast peinlich ist… aber was solls – es kommt von Herzen und ich denke darauf kommt es an.


Erneut der Griff in die Tasche und mittlerweile ist es der Kopf von Pavus der hochrot angelaufen ist. Es ist ihm sichtlich peinlich, dass er in diesen Prunk mit anscheinend lächerlichen Pralinen für Beulah und zweitklassigem Whiskey für Marc und Alexander aufbietet.


Jack Daniels für den Drachen, Jim Beam für seinen Bruder und die Discount-Pralinen für Beulah – aber allen Dreien scheint es nicht um den materiellen Wert zu gehen, es ist die Herzlichkeit des Hamburgers, es ist die wohlgemeinte Geste die zählt.

Nur eine anwesende Person geht leer aus – Jessy. Und schon wieder ist es der Kopf des Hamburgers, der anfängt zu strahlen wie eine vergessene Herdplatte.


Pavus: Ich wusste ja nicht… ähm… also…


Leicht kichernd dreht sich Jessy ein Stück zur Seite. Die Unbeholfenheit des Hamburgers scheint ihr zu gefallen.


Pavus: Aber definitiv steht damit fest, wem ich den Sieg im Tag Team Match widmen werde, wenn es denn soweit kommt.


Und prompt errötet auch Jessy erneut, während Pavus seine Fassung wieder erlangt und auf die ursprüngliche Frage des Drachen zurückkommt.


Pavus: Und die Frage sollte eigentlich nicht gestellt werden, Marc. Ich bin positiv überrascht das wir Beide so gut harmoniere und das Ganze wird sich auch im Ring wieder spiegeln – davon bin ich überzeugt. Bei den BiA merkt man die Spannungen zwischen Ihnen und genau das ist es was wir nutzen müssen. Vom wrestlerischen Können her, sind wir den BiA einzeln sicherlich überlegen. Doch sie sind ein eingespieltes Team und genau daran werden wir die nächsten Tage, die ich hier bei euch verbringen darf feilen.


Zufrieden lächelt der German Dragon und nickt seinem neuen Partner zu.


GD: Was hältst du von dem Gedanken, dass wir beide zu einer gemeinsamen Theme auftreten?!? Ich hätte da schon was auf der Scheibe.


Genau so etwas hatte der Hamburger erwartet, denn er weiß dass der Drache nicht unvorbereitet auf irgend etwas zugeht. Und wenn es um ein gemeinsames Tag Team Match geht, in dem sich die Chance bietet die Titel zu erringen, dann sollte das auch ordentlich durchgezogen werden.


Pavus: Das halte ich für eine durchaus sehr gute Idee, mein Freund. Dann lass mal hören was du rausgesucht hast.


In der Zwischenzeit ist der German Dragon schon zu seiner Anlage geeilt und schaltet das Gerät ein. Mit einem breiten Grinsen dreht sich Marc zu seinem Tag Team Partner um und grinst nun fast schon wie ein Honigkuchen Pferd. Schon erklingen die ersten Töne aus den Boxen, doch genau in diesem Moment …


…geht die Kamera off












Wir befinden uns in der Umkleide der Brothers in Arms. Allerdings sitzt nur General Davey Bulldog III. in der Kabine und macht sich langsam fertig für sein Match. Allerdings ist er sichtlich etwas nervös und verstimmt zu gleich. IN der Kabine liegen überall verteilt gleiche Gegenstände, die Davey nachdem er mit ihnen fertig war, einfach in die Ecke geworfen hat. Gerade als er wieder etwas vor Wut wegwerfen will öffnet sich die Tür und Leutnant Shawn Bulldog betritt die Kabine!


Shawn: Davey! Was machst du da?

Davey: Das siehst du doch, ich versuche mich abzuregen…

Shawn: Hey, das muss anders gehen, sieh‘ doch mal an wie es hier ausschaut….

Davey: Das ist jetzt egal, Shawn. Hast du etwas Neues gehört?

Shawn: Nein, leider nicht. Ich kann ihn nicht erreichen. Habe schon mehrmals angerufen. Aber ich krieg ihn nicht. Er hat sein Handy aus.

Davey: Er hat sein Handy aus? Shawn, ich sag‘s dir, da stimmt was nicht.

Shawn: Davey, du bist wie immer einfach zu pessimistisch. Marc wird…


In diesem Moment geht die Tür der Kabine auf und Marc The Shark kommt herein! General Davey Bulldog spring sofort auf stürmt auf Marc zu.


Davey: Verdammt Marc, wo bist du gewesen? Du hast dich nicht bei mir abgemeldet!

Marc: Hallo General. Hey Shawn. Erstmal begrüßt man sich doch, oder? Ich habe dich nicht gefunden. Und habe daher Shawn Bescheid gesagt, da für mich nichts mehr anlag.

Davey: Ich war den ganzen Tag im Büro und habe verschiedene Akten gewälzt. Und niemand war in meinem Büro.

Marc: Dann hab ich dich wohl übersehen? Es war niemand in deinem Büro, als ich dort war. Mehr kann ich auch nicht sagen.

Davey: Und wo warst du?

Marc: Also zum einen nachdem du mich mal wieder auf eine völlig unnötige Mission geschickt hast, und das auch noch so kurz vor War Evening, habe ich mich etwas zurück gezogen und etwas trainiert, denn du willst ja anscheinend nicht mehr zusammen trainieren. Und zum anderen geht es niemanden was an, was ich sonst noch gemacht habe, denn das ist Privatsache.

Davey: Wie kommst du denn da drauf das ich nicht will das wir zusammen trainieren? Wir sind ein Team, wir sind die Brothers in Arms, wir sind die GFCW Tag Team Champions. Wie sollen wir das heute Abend bleiben ohne gemeinsames Training? Und was die Privatsache angeht, ich habe dir schon mehrmals gesagt, dass wir alles miteinander absprechen sollten. Als Team.

Marc: Ah wo du das gerade ansprichst. Wie war das denn mit der Absprache, als du mich letzte Woche direkt vor dem Match noch auf eine Mission geschickt hast? Ach so ja, du hast es ja befohlen, da muss jeder sofort springen. Und wie war es denn mit der Absprache als du mich vor einer Woche wieder auf eine anstrengende Aufklärungsmission geschickt hast, anstatt gemeinsam zu trainieren? Ach ja, auch das hast du ja befohlen! Ach und wie war es denn mit dem Match vor 2 Shows? Wo war denn deine Absprache mit uns, als du so schnell Dynamite zugesagt hast in einem Einzelmatch gegen Pavus einzuspringen? Ach so ja, du bist der Boss du kannst machen was du willst! Und wo war deine Absprache also du mal schnell Pavus zugesagt hast das es um einen Tag Team Shot gegen ihn und einen unbekannt geht wenn du dein Einzelmatch verlierst? Ach so ja, du bist ja der Boss. Was das gebracht hast siehst du ja, wir haben einen Titel Shot heute gegen 2 der besten Wrestler in der GFCW.

Davey: Sag mal was glaubst du eigentlich was du machst? Wie redest du überhaupt mit mir? Willst du unser Team vernichten?

Marc: Ich? Die gleiche Frage könnte ich eigentlich dir stellen? Ich will das Team mit Sicherheit nicht kaputt machen, durch das TEAM habe ch meinen ersten Titel in meiner Karriere geholt. Warum soltle ich das kaputt machen. Du machst die ganze Zeit durch dein Misstrauen hier alles kaputt. Ich habe dir immer Vertraut. Aber nun frage ich mich ob du mir überhaupt noch vertraust?


Mit diesen Worten springt Marc energisch auf und verlässt wutentbrannt die Umkleide. Shawn der sich die ganze Zeit im Hintergrund hielt kommt nun ins Bild und schubst seinen Bruder leicht an!


Shawn: Sag mal spinnst du nun völlig? Musst du so eine Show abziehen hier direkt vor dem Match? Ich versteh dich nicht Davey, was ist denn in letzter Zeit mit dir los?

Davey: Mit mir ist alles in Ordnung, aber was ist mit Marc? Siehst du das denn nicht? Da ist doch irgendetwas faul!? Oder nicht?

Shawn: Nein, Davey. Du hast Spinnereien. Marc hat dir blind vertraut und ist mit dir mitgegangen bis zum Titel. Und du willst ihn wieder verlieren? Ich hoffe mal nicht. Ich gehe nun Marc suchen und werde mit ihm reden und ihn beruhigen. Und wenn ich ihn gefunden habe wirst du dich entschuldigen, denn sonst verlierst du heute nicht nur deinen Titel du deinen Tag Team Partner, sondern auch deinen Leutnant und vor allem deinen Bruder!


Mit diesen harten Worten lässt Shawn Bulldog seinen Bruder stehen und verlässt ebenfalls die Umkleide. Davey Bulldog bleibt zurück und steht da wie ein Ölgötze. Die Worte seines Bruders haben den General anscheinend tief getroffen.


Mit einem alleine stehenden General Davey Bulldog fadet die Kamera auf!









GFCW Heavyweight Titlematch:
Danny Rickson (c) vs. Nightmare
Referee: John Warden


Ringsprecher: Laaaadieees and Gentlemen! The following match ist for the GFCW Heavyweight Championship.....Danny Rickson vs. Nightmaaaaaare!


Die Kontrahenten haben es aber nicht eilig, den Kampf zu beginnen. Rickson zieht langsam sein Hemd aus und legt es auf dem Ringseil ab. Dann greift er seinen Titel, schaut ihn kurz an.

Küsst ihn noch einmal, ehe er zu Nightmare blickt. Er klopft diesem auf die Schulter, dann gibt er den Titel in die Hand des Referees John Warden.


Der gibt ein Zeichen, dass das Match beginnen soll. Rickson lacht. Nightmare auch, wenn auch leicht unsicher.


Und dann legt sich Rickson einfach auf den Rücken, verschränkt die Arme hinter dem Kopf und bleibt so.

Kurzes Überlegen von Nightmare, dann legt er einen Fuß auf die Brust des Engländers.

John Warden zögert, doch dann...


1...


2...


3...


Sieger des Matches durch Pinfall und somit neuer GFCW-Champion: Nightmare!!!










GFCW Heavyweight Title-Rematch:
Danny Rickson (c) vs. Nightmare
Referee: John Warden

Nightmare scheint gar keinen großen Widerstand leisten zu wollen. Er ist Breads anscheinend ausgeliefert, sieht keine große Siegchance.

Der Kanadier hingegen ist kampfeswillig. Macht dies mit einem Zahnefletschen deutlich und wirft dann den Kopf zum Lachen in den Nacken.


Robert Breads: Rickson...du Narr!


Dann stürmt er wie ein wildgewordenes Tier auf Nightmare zu, dieser hebt nur schützend die Hände um den Aufprall abzumindern, doch...


BREADS BLEIBT STEHEN!


Er greift stattdessen, weiterhin lächelnd, den Arm Nightmares und umklammert diesen, wie einen Schraubstock. Angst spiegelt sich in den Augen des Elitefasanisten.

Breads zieht die Hand Nightmares wie ein Spielzeug zu sich und führt sie durch die Luft...und schlägt sich selbst!


Pete: WAS!?


Und dann fällt Breads wie ein sterbender Schwan zu Boden. Bleibt liegen. Streckt alle Viere von sich. Raunen in der Halle. Nightmare steht still da.


Sven: Pete! Das gibt es doch nicht!


Anscheinend verfolgt Breads den gleichen Plan wie Rickson zuvor. Er bedeutet Nightmare mit einer Handbewegung, den Pin anzusetzen.

Der Elitefasanist leistet dem Folge. Kopfschütteln bei John Warden. Buhen bei den Fans.


1...


2....


3....Kickout!


Er hatte nur gespielt! Robert Breads kickt im letzten Moment aus dem Cover aus und wirft Nightmare von sich runter. Dieser rollt sich in eine Ringecke in Sicherheit.

Doch Breads steht bereits wieder. Gier in den Augen. Freude an seinem Spiel.


Am Haarschopf greift er Nightmare und reißt den verängstigten Champion auf die Beine. Dann fackelt er nicht lange. Hebt den Elitefasanisten auf seine Schultern, als wäre dieser ein erschossenes Tier.

Mit der sicheren Beute auf den Schulter läuft er eine Ehrenrunde durch den Ring, während er mit dem gesenkten Daumen das Ende für Nightmare ankündigt.

Dann holt er Schwung, wirbelt herum...


.und stellt Nightmare auf die Beine zurück!


Abermals greift sich Breads nun die Hand von Nightmare und schlägt sich damit. Und wieder kommt dieser theatralische Sturz zu Boden, der Fans und Gegner gleichermaßen verwirrt.


Pete: Das ist ein ekliges Spiel!


Und wieder winkt er Nightmare zum Pin heran. Doch dieser wartet...und wartet. Also wird Breads energischer und lauter, fordert Nightmare auf, ihn zu covern.

Der Champion tut es. Warden beginnt zu zählen.


1...


2....


Pete: Wieder der Kickout?


3....!


Das Ende! Die Glocke wird geläutet! Robert Breads lässt sich besiegen!


Sieger des Matches durch Pinfall und somit weiterhin GFCW-Champion: Nightmare!!!











Der „Verlierer“ hilft Nightmare auf die Beine und umarmt den Titelträger. Gleichzeitig kommt Rickson, der während des Kampfes erstaunlich ruhig bliebt, in das Geviert und umarmt Nightmare, während er diesem den Gürtel um die Schultern legt.


Dann der Blick zu Breads. Ein Staredown. Und dann...


.eine Umarmung!


Fassungslosigkeit. In dieser völlig verwirrten Stimmung greift der Kanadier zum Mic.


Robert Breads: „Oh Man, habt ihr mir das wirklich abgekauft? Ich habe mir das ja nicht mal selbst geglaubt. Im Ernst... Wie behämmert muss man sein? Ich und die Fans? Interesse an euch? Ihr seid wirklich verdammt blöd, also setzt euch hin, buht und heult, wie ihr wollt, wie ihr so eben festgestellt habe, seid ihr mir egal. Und jetzt zu dieser anderen Sache da...“


Er wendet sich mit dem Gesicht in Richtung Rickson und Nightmare.


Robert Breads: „Sicher wäre es nicht verkehrt, nun GFCW-Champion zu werden. Aber ist es nicht viel lustiger, Dynamite noch weiter zur Weißglut zu treiben? Ich meine, ich war ein halbes Jahr Champion, aber auf DIESE Idee bin ich nicht gekommen. Das ist genial. Dynamite's Lieblingsspielzeug... Die GFCW... Entwürdigt von ihren Top-Stars, weil sie den Glauben in seine Fähigkeiten verloren haben. Championship-Farces, zwei Stück an einem Abend. Und nun steht Dynamite da, mit einem Champion, den niemand liebt, niemand mag und kann sich kreuz und quer stellen, aber das hier eben ist gerade wirklich passiert, das bildet ihr euch nicht ein, das ist echt.


Die letzten sechs Wochen deiner Karriere, Dynamite... Sollen von Nightmare als GFCW-Champion geprägt sein! Nicht von einem langweiligen Hamburger der in anderen Ligen Junkies vögelt, nicht von Lex Streetman, der so charismatisch ist wie ein totes Tier oder ein Eric Fletcher, der sich als Süßigkeitenmann verkleidet. Nein, Dynamite. Du bist in deinem ganz eigenen GFCW-Albtraum gefangen. Deine eigene Liga, deine eigene Kreation wendet sich gegen dich, und die Krone der Kreation, die GFCW Heavyweight Championship... Wurde so eben... wertlos gemacht. Lang lebe Nightmare!“


Diese Worte wirken fast so wie ein Startschuss für eine Feier. Eine Feier, die nur drei Männer in dieser Halle feiern. Zwei Männer, die sich eben noch gehasst haben und ein Mann, der wohl niemals dachte, dass er am Ende des 30.07.2011 GFCW-Champion sein würde.

Zweifellos einer der denkwürdigsten Abende der GFCW. Denn dies ist der Abend, an dem Dynamite die Kontrolle über die GFCW verlor. Und nur diese drei Leute im Ring sind glücklich darüber.


Rickson und Breads klopfen Nightmare auf die Schulter, dann heben sie den neuen Champion außerhalb des Ringes auf ihre Selbigen. Oben genießt der neue Titelträger ein Bad in einer Menge, die ihn hasst. Eine Menge, die am liebsten Müll auf ihn werfen würde.

Doch er lächelt. Denn er ist Champion.


Die beiden Ex-Champs treten nun einen Marsch über die Rampe an und tragen Nightmare in Richtung des Backstagebereiches. Denn auch wenn das „Wie“ ein Skandal ist, so zählt an diesem Abend nur eine Sache und das ist die Tatsache, dass Nightmare GFCW-Champion ist...


Der Tag, an dem Dynamite die Kontrolle verlor.









Show 1 nach dem womöglich größten Skandal, den die Liga in ihrer über zehnjährigen Zeit des Bestehens erleiden musste. Show 1 nach einem Titelwechsel, der Zuschauer und Experten im Gleichschritt in Rage brachte. Show 1 mit Nightmare als Champions.

Dank zwei Leuten, die es sich zum Ziel gemacht haben, die GFCW von innen heraus zu zerstören und Dynamite die letzten Tage seiner Amtszeit, die beim PPV enden könnte, zu einem Höllentrip zu machen.


Das letzte War Evening, in zahlreichen Berichten später „Der Tag, an dem Dynamite die Kontrolle verlor“ genannt, hat nicht nur aufgezeigt, hat eindrucksvoll gezeigt, dass man stets eine Hand über jeden Angestellten halten muss, der in der Lage ist, etwas zu verändern.

Über zehn Jahre der Tradition, erschaffen von Tommy Cornelli, Bam Bam oder J.T.K - Mit Füßen getreten?

Kein Wunder, dass sich die Wut der Zuschauer schnell gegen die zwei Verursacher der Aktion richtete. Über soziale Netzwerke und in Blogs wurden Pläne gefasst, wie man sich Robert Breads und Danny Rickson entledigte. Andere zeigten einfach grenzenlose Wut und appelierten an das Ehrgefühl der Ex-Champions. Andere sprachen von Magengeschwüren. Doch vergebens. Es ließ sich keine Reaktion vernehmen. Weder vom Engländer, noch vom Kanadier.


Sie blieben die vergangenen zwei Wochen ruhig, meldeten sich nicht zu Wort. Und nun? Nun ist wieder War Evening. Die erste Ausgabe nach „Tag X“ sozusagen.


Was in diesem Moment nun geschieht, lässt sich kaum in Worte fassen. Denn wir sehen eine Einblendung auf dem Titan-Tron, kaum dass sich Pete und Sven nach der Begrüßung wieder gesetzt hatten.

Und diese Einblendung scheint die pure Provokation zu sein. Ein Schlag ins Gesicht für all die Fans, die heute auf Besserung gehofft hatten:


GFCW Champion: NIGHTMARE“


Eigentlich steht es nur in einfachen, roten Lettern auf der Leinwand geschrieben, dennoch ist es die Selbstverständlichkeit, mit der es da prangt, welche die Leute in der Halle in ihrer Wut zergehen lässt. Schreie und Buhrufe sind noch die harmloseren Dinge. Manche Fans machen sich anscheinend sogar auf, die Arena zu verlassen. Sie haben genug gesehen – nach wenigen Sekunden.

Andere versuchen sogar, die Leinwand mit Bierflaschen oder sonstigem Müll zu bewerfen, wovon sie die Security, die heute in ausgesprochen großer Zahl anwesend ist, kaum abhalten kann.


Nach einigen Momenten endet die Einblendung und sie macht einem längeren Text Platz, welcher auch von einer emotionslosen, ruhigen Stimme in einer Monotonie vorgetragen wird, welche der Situation ganz und gar nicht entsprechend ist.


Tränen und Trauer. Kinder, denen man ihr Spielzeug wegnahn. Wut, welche grenzenlos scheint.

Doch warum?

Wird nicht immer gefordert, dass man gegen die alteingesessenen Instanzen aufbegehrt? Zwei Männer haben es getan. Zwei Männer, denen man danken sollte, dass dieser große Irrtum der „neuen“ GFCW vor einem Scherbenhaufen steht. Zurecht.“


Und kaum als die Stimme in den Pfiffen der Texander verstummt, brüllt eine neue Musik aus den Boxen, die in ihrer Lautstärke selbst die Kehlen von Tausenden übertönt. Schnelle Gitarrenriffs, harter Sound. Ein Text, der ebenso respektlos wie die Situation erscheint.


(I’m not) satisfied,
(But I’m done) apologising,
(No more) compromise-
No more compromising.


Auch wenn man diese Musik noch nicht gehört hat, so kann sie nur zwei Personen gehören. Etwas Anderes passt überhaupt nicht in diese Situation.

Und tatsächlich, zu den Klängen von „Best for me“ von Dope erscheinen die zwei Personen, denen all das zu verdanken ist – Robert Breads und Danny Rickson.

Während die Security nun allerhand zu tun hat, einige aufgebrachte Leute im Gang aufzuhalten, schlendern die Beiden wie auf einer Einkaufsmeile in Richtung Ring. Gleichzeitig kämpfen tausende von Zuschauern und ein Soundsystem und die Vorherrschaft der Audiountermalung.


(Don’t want) to criticise,
(Cause’ I’ve done) the best that I can,
(And I know) I’m doing fine,
So I don’t really care what you think!


Kurz vor dem Ring, der in einer leicht abgedunkelten Beleuchtung in der Hallenmitte liegt, bleiben sowohl Breads als auch Rickson kurz stehen und blicken sich grinsend um. Ein kurioses Bild, wenn man ihre Rivalität in den letzten Monaten noch einmal Revue passieren lässt. Doch den meisten Zuschauern fällt es in ihrer Wut nicht einmal auf, dass dort zwei Leute seelenruhig nebeneinander stehen, die bis vor Kurzem noch Feinde waren.


I got nothing to prove,
I got no one to please,
I do what’s best for me!


Mit langsamen Schritten geht es über die Ringtreppe in das Geviert. Nur wenige Sekunden trifft eine Popcorntüte die metallene Treppe, wobei sich der Inhalt auf dem Apron verteilt.

Unbemerkt bleibt dies aber von den zwei „Gehassten“, welche sich mittlerweile mit Mikrofonen ausgestatten haben.


Danny Rickson: Da sind wir, die Woge des Hasses möge über uns hereinbrechen.


Lächelnd nimmt der Engländer die Reaktion der Zuschauer zur Kenntnis und scheint förmlich die negativen Emotionen in sich aufzunehmen, denn mit der Lautstärke der Zuschauer steigt auch sein Mundwinkel nach oben.


Danny Rickson: Es freut mich wirklich, dass mein...neuer Freund...hier und ich das erreicht haben, was wir uns zu Träumen erwagten. Wir haben nicht nur Dynamite sicherlich zur Weißglut und hoffentlich in den Ruin getrieben, sondern wir konnten auch endlich einmal Reaktionen aus euch langweiligen, fettbäuchigen Spinnern rauskitzeln, wo ihr doch sonst nur Alibi-Geklatsche oder Pseudo-Hasstiraden auf Kaffeefahrt Niveau aus euren biergefüllten Kehlen rauspressen könnt.

Doch ich lasse besser diese sinnlosen Provokationen auf Anfänger-Niveau, dass gibt es doch schon zuhauf von den restlichen Lappen dieser Liga, die sich gerne unbeliebt machen wollen und komme zum Tagesgeschäft.


Erneut lächelt er, während das Mikrofon die Hand wechselt.


Danny Rickson: Wir haben einen neuen GFCW-Champion...Nightmare! Nightmare ist Champion!


Buhen. Doch Rickson ist voll sprudelnder Freude, welche sich mit seinem puren Hass auf Dynamite vermischt und ihn die Umwelt anscheinend vergessen lässt.


Danny Rickson: Er ist...er ist...Champion! Er ist! Ja, er ist Champion! Champion! Champion! Nightmare...


Langsam lässt er das Mikrofon zunächst sinken, ehe er einige Schritte durch den Ring läuft, um sich in den Fanreihen umzublicken. Ganz offensichtlich gefällt es ihm, was er dort zwischen Wut und Unglaube sieht.


Danny Rickon: Es tut mir Leid, aber ich muss es einfach häufiger sagen, damit es mehr Gewicht bekommt.

Oh mein Gott, mögt ihr euch fragen...was haben wir getan?


Diese Frage steht wirklich im Raum, wie selbst ein Blinder wohl von den Gesichtern der Fans in den Zuschauerreihen ohne Probleme ablesen könnte.


Danny Rickson: Ich kann es mit wenigen Worten zusammenfassen: Wir haben das Richtige getan!

Denn wir haben im Grunde Nichts weiter gemacht, als einfach den Lauf der Dinge beschleunigt. Denn selbst ohne unsere selbstlose Hilfe hätte Dynamite die Liga von selbst in den Ruin getrieben.

Denn ob wir nun helfen, dass Nightmare Champion wird, oder ob Dynamite das durch Leute wie mich erwirtschaftete Geld einfach weiter manchen Workern so in den Hintern pumpt, ist doch völlig egal. Anscheinend scheint es unserem lieben Boss ja wichtig zu sein, dass sich die Wrestler ein Schloss kaufen können, damit sie dort kotzlangweilige Filmchen drehen können, bei denen es eigentlich nur noch fehlt, dass Rosamunde Pilcher vor diesem Drech eingeblendet wird...und zum Highlight küssen sich die Worker, damit bloß auch ein Gefühl von Harmonie aufkommt, weil andere Dinge für die Zuschauer ja anscheinend nicht zu ertragen sind, andernfalls würde Dye es ja nicht machen...


Ohne Zweifel sind die Fans auf Dynamites Seite und setzen wieder mit dem Buhen ein, was kurz verstummt war.


Danny Rickson: Doch wir haben ein Strich vor diese ganze Farce gemacht und Dyes „Baby“ kurz vor seinem Abschied in das verwandelt, was es eigentlich schon seit langer Zeit ist – ein peinlicher Witz, der ohne manche Leute wahrscheinlich nichtmal mehr seinen 10ten Geburtstag erlebt hätte...

Robert Breads: „Einen zehnten Geburtstag, der von so spannenden Matches wie Schnarchus Maximus gegen Lex Streetman gegen... keine Ahnung, zwei andere Typen, geprägt wurde. Mensch, merkt ihr denn nicht, wie langweilig es hier wurde? Endlich ist mal wieder Leben in der Bude, endlich passiert mal wieder was!“


Breads wirft die Hände in die Luft um das Publikum zum Jubeln zu animieren, was aber nicht wirklich funktioniert – welch Sensation.


Robert Breads: „Ich meine, seid doch mal ehrlich – auf alles andere als dicke Schocker reagiert ihr doch gar nicht. Aber im Ernst... Ich kann euch keinen Vorwurf machen. Schelo's Vater liegt im Sterben, und statt bei ihm zu sein, erzählt er lieber uns in der Show davon, um uns zu Tode zu langweilen. Lex Streetman, selbsternannter Main Eventer, tut das, was er am Besten kann, nämlich furchtbar alternativ sein und so spannend zu sein wie die letzte Bundesliga-Saison.“


Fast schon entschuldigend zuckt der Kanadier mit den Schultern.


Robert Breads: „Aber hey, es gibt ja noch Schnarchus und den German Dragon, die Main Eventer, die... was genau machen? Das, was Schnarchus am Besten kann. Kuscheln. Mit J. T. K., mit Streetman, mit Hate, mit allen. Und der Dragon ist ihm so weit in den Arsch gekrochen dass er sich wahrscheinlich schon mit Schnarchus' Magensäure die Haare wäscht. Im Ernst... Diese Liga brauchte das. Diese Liga brauchte Leben, und was passiert? Alle regen sich auf. „Das geht nicht, das war überraschend und interessant – brauchen wir nicht! Lieber ein weiterer Monolog von einem Typen mit einer sechsjährigen Karriere die keinen interessiert und der sich für Gott hält, wobei er gerade ein Match gegen einen Intelligenzallergiker gewonnen hat.“ Diese Liga ist voll von dämlichen Idioten, die keine Ahnung haben, was es bedeutet, ein Wrestler und Entertainer zu sein. Sie alle haben in ihrer Aufgabe als Angestellte der GFCW versagt und haben aus dieser Liga einen Saftladen gemacht.“


Nun wandert die Sprechrolle wieder zu Danny Rickson, der die Fans noch einen kurzen Moment warten lässt.


Danny Rickson: Und dann beschweren sich Internetfans in ihren geliebten Foren, dass wir die Liga und den Titel geschändet haben. Pah, wir haben ihn vor einer größeren Schändung bewahrt. Nämlich von der, dass er langsam aber sicher in den Händen von Langweilern versiecht, die ihre Titelmatches wahrscheinlich mit einem ausführlichen Schäferstündchen und einer dreiseitigen, gereimten Respektbekundung beginnen, ehe sie nach dem Match auf Schlössern genüsslich ein Glas Wein trinken, weil sie wieder den Laden so gut unterhalten haben. Und irgendwann würde niemand mehr von dem Titel sprechen. Doch was ist jetzt?

Jeder redet darüber! Bei Twitter häuften sich die Meldungen von weinenden Kindern im Erwachsenenalter, die sich über uns beschwerten. Auf Facebook wurden Gruppen von Heulsusen gegründet, die unsere Entlassung fordern...jeder spricht über den Titel!

Dynamite sollte uns eigentlich in den Arsch kriechen, weil wir endlich mal wieder für einen heißes Thema gesorgt haben und es verkraften, dass sein süßes Stück Metall mal einen ruftechnischen Kratzer erlitten hat. Doch dafür hat er ja in Zukunft wahrscheinlich den GFCW Galaxy Titel, bei dem in Zukunft wahrscheinlich entschieden wird, ob German Dragon und Pavus um ihm kämpfen sollen, oder ob sie lieber einen Kusswettbewerb machen um die Titelfrage anschließend im Schnick-Schnack-Schnuck zu entscheiden...-


Er hält inne.


Danny Rickson: Hach, es ist so schön, in eure pausbäckigen Gesichter zu schauen, also lasst es mich noch einmal sagen...


Der Engländer holt tief Luft, stellt sich auf den anderen Fuß ab und beginnt dann im feierlichen Ton seine Stimme zu erheben.


Danny Rickson: Nightmare issst GFCW-Chaaaaaaaaa...-


Plötzlich hält er inne, als seine Aufmerksamkeit von einer Musik ergriffen wird. Jubel brandet auf, als sich diese als das Theme von Claude „Dynamite“ Booker herausstellt. Der GFCW-Präsident lässt sich auch nicht lange bitten und erscheint auf der Rampe. Mikrofon in der Hand. Wut im Gesicht!

Und den GFCW-Titel auf der Schulter!

Bei Robert Breads und Danny Rickson weiten sich die Augen, als sie realisieren, dass dieses Gold eigentlich Nightmare tragen sollte.


Dynamite: Was zur Hölle bildet ihr euch ein!? Ihr verdammten Narren!


Zornig stampft er auf den Boden, dann beginnt er hin und her zu laufen. Kann nicht still stehen. Nicht bei dieser außergewöhnlichen Situation, die ihn voller Hass kochen lässt.


Dynamite: Ich würde wirklich kaum etwas lieber tun, als euch von der Security entfernen zu lassen, in mein Büro schleppen lassen...und euch dort ein für allemal zu feuern!


Jubel brandet bei dieser Vorstellung auf, doch auch das kann Dynamite in diesem Moment nicht erheitern.


Dynamite: Würde es dir, Breads, nicht bis zum PPV noch mehr zu klären geben...


Dann wandert sein Blick zu Danny Rickson, der sich mittlerweile auf das Ringseil gelehnt hat, von wo er wuterfüllt zu Dynamite blickt.


Dynamite: Und wärst du, Danny, nicht immernoch unser verdammter GFCW-Champion!


Schockstille im Publikum. Was hat Booker da gerade gesagt? Nightmare wurde doch Champion, so die einhellige Meinung des Publikums. Und genauso sieht es offenbar auch Danny Rickson. Der Engländer ist in diesem Fall wohl der Erste, der je dagegen protestiert, Champion zu sein.


Danny Rickson: DYNAMITE! Du hast genauso gesehen wie ich und all die Leute am TV, was bei der letzten Sendung geschehen ist! Du kannst diese Dinge nicht totschweigen.


Drohend deutet er mit dem Finger auf den Präsidenten, der noch immer am Ende der Rampe steht und daher zu weit für einen Angriff entfernt ist.


Dynamite: Was soll ich schon gesehen haben? Ich sah zwei Idioten, die sich zum Affen gemacht haben, weil sie sich offenbar einbilden, dass sie auf einmal Entscheidungen fällen können! Doch das ist nicht so und wird es auch niemals!

Nur weil ich die Halle verlassen habe, herrscht hier nicht die Anarchie! Und schon garnicht überlasse ich euch die Macht.


Langsam hebt Dynamite den Titel von der Schulter...


Dynamite: Ungerne sage ich es, aber ich habe hier etwas für dich Danny Rickson! Es ist dein Titel, den du von deinem neuen „Freund“ gewonnen hast...und der niemand Nightmare gehört hat oder gehören wird. Denn dein so schön inszenierter „Schock“ war nichts weiter als eine unüberlegte Vorstellung zweier größenwahnsinniger Laiendarsteller...


Mit einem Finger winkt Dynamite einen Ringrichter, John Warden, hervor, welcher den Titel von Dynamite gereicht bekommt. Nach kurzem Gespräch bringt Warden das Gold in Richtung Ring, wo er unter kritischen Blicken der zwei Männer das Gold vor Rickson ablegt. Dieser lässt es zunächst dort liegen.


Dynamite: Offenbar willst du deinen Titel ja nicht mehr haben...gut, das ist kein Problem. Ich kann ihn dir auch gerne an dieser Stelle aberkennen...


Jubel in den höchsten Tönen brandet bei den Zuschauern auf.


Dynamite: Und ich glaube, das werde ich auch gerne tun. Bei Brainwashed wird es sicher 4 Wrestler geben, die weitaus würdiger um das vakante Gold kämpfen können. Ich denke da an Pavus, den German Dragon, Lex Streetman und den Gothminister...was sagt ihr dazu, Fans?


Diese sind völlig aus dem Häuschen und chanten für Dynamite, doch plötzlich lässt Rickson das Mikrofon wieder hochschnellen.


Danny Rickson: Warte! So war es nicht geplant, Dye! Ich würde diesen Titel abgeben, doch sicher nicht um ihr gegen Flaschen wie Pavus oder Streetman zu verlieren. Dagegen ist selbst ein zu 5% motivierter Danny Rickson ein Quantensprung...und diese 5% werde ich wohl noch irgendwie auftreiben können...aber DU KANNST DIESES 4-WAY NICHT ANSETZEN! Nicht, wenn ich nicht will.


Schwer vor Zorn atmend klammert er sich an den letzten Strohhalm, als sein Plan der GFCW-Zerstörung vor ihm zu schmelzen beginnt...


Dynamite: Natürlich kann ich das, Rickson! Im Gegensatz zu dir habe ich nämlich wirklich was zu sagen...doch, ich werde dir noch eine Chance geben.


Die Stimmung schwankt. Buhen bei den Zuschauern. Diese können nicht verstehen, wie Rickson nicht bestraft wird! Der Engländer hebt nun das Gold auf seine Schulter, scheint sich mit dem Gedanken des Champion-seins unter diesen Umständen wieder anzufreunden.


Danny Rickson: …


Er will etwas sagen, doch es kommen keine Töne. Er klopft auf das Mikrofon. Nichts. Nur ein lächelnder Dynamite auf der Rampe.

Die Mikrofone wurden ausgeschaltet! Und dann schnipst der Präsident mit dem Finger, wonach das Licht ebenfalls im Ring zu schwinden beginnt, womit Rickson und Breads zur Schadenfreude des Publikums in der Schwärze stehen, während Dynamite von einem letzten Scheinwerfer am Apron beleuchtet wird.


Dynamite: Ich will euer Geweine nicht hören! Doch immerhin habe ich noch etwas für euch. Ein kleines „Danke“ von mir für den Schock, den ihr meinen Mitarbeitern bereitet habt...fangen wir mit meinem speziellen Freund, Robert Breads, an.

Du hast heute ja schon einen Kampf. Und zwar gegen wen, den ich sehr schätze – Rob Gossler! Doch auch wenn er dich wahrscheinlich sowieso weghauen würde, so darfst du vorher noch ein kleines Geschenk annehmen!


Leichte Pops aus den Fanreihen.


Dynamite: Du wirst noch heute eine kleine Schwächung erfahren, denn mein Spanier Emilio Fernandez schlägt dich in einem LAST MAN STANDING in Richtung Besinnungslosigkeit!


Nun wird der Jubel lauter.


Dynamite: Doch ich bin noch nicht fertig...denn auch für dich, Danny Rickson, habe ich noch eine Überraschung. Denn wie der Zufall so will, habe ich noch heute ein kleines Match gegen Jemanden arrangiert, der heute sein Comeback feiern wird.


Ein Comeback also! Doch Dynamite verrät nicht gegen wen. Dies bringt Rickson anscheinend auf die Palme, wie man an einem Schrei aus der Dunkelheit hört.


Dynamite: Doch ich kann deine Urteilsfähigkeit ohnehin nur anzweifeln. Also habe ich mir erlaubt, dass ich dir nicht nur für Heute einen Gegner aussuche, sondern auch deine ohnehin nur eingeschränkte Gegnerwahl bei Brainwashed einfach mal selbst übernehme..


Der Präsident beginnt zu lächeln.


Dynamite: Der Mann, der dich bei Brainwashed herausfordern wird ist ein alter Freund von mir. Besser gesagt er war mein Freund bis er sich ein bißchen verändert hat, aber er hat dich schon gepinnt Rickson und er wird das wieder tun bei Brainwashed.


Der Präsident der Liga zeigt nach oben zum Titantron wo ein Video eingespielt wird.



Dunkelheit...


Nur in der Ferne auf einer kleinen Lichtung eines Waldes sieht man lodernde Flammen und weißen Rauch der gen Himmel empor steigt. Je näher die Kamera den Flammen kommt desto deutlicher wird die Szenarie die sich um das Feuer herum abspielt. Acht kleine Mädchen singen und tanzen Hand in Hand um das Feuer herum. Alle tragen ein schwarzes Kleid und Zöpfe, was auch auffällt, sie alle haben schwarze Haare.


Es geht ein Bi-Ba-Butzemann
in unserm Kreis herum, didel dumm,
Es geht ein Bi-Ba-Butzemann
in unserm Kreis herum.
Er rüttelt sich, er schüttelt sich,
er wirft sein Säckchen hinter sich.
Es geht ein Bi-Ba-Butzemann
in unserm Kreis herum.


Die Frage die ich mir stelle ist: Wo kommen all diese unbeaufsichtigten Mädchen her, doch bevor ich über eine Antwort nachdenken kann kommt aus der Dunkelheit des heroisch wirkenden Waldes ein weiters Mädchen heraus. Sie hat als einzigste ein Blutrotes Kleid an und ihre Haare sind Blond.


Mädchen:


Genug!


Die anderen Mädchen verstummen sofort und blicken zu dem blonden Mädchen das wohl der Anführer zu sein scheint.. Ohne die anderen Mädchen weiter zu beachten fängt sie an ein Lied zu summen.


Mädchen:


Eckstein, Eckstein alles muss versteckt sein

Eckstein, Eckstein alles muss versteckt sein


Auf dieses „Kommando“ hin, das mir übrigens bekannt vor kommt, verschwinden die Mädchen in der Dunkelheit und es ist als ob sie nie da gewesen wären. Das Mädchen in dem Blutroten Kleid wirkt zufrieden und packt drei weiße Kerzen sowie eine Streichholzpackung aus ihrer Tasche. Sie stellt die Kerzen in Dreieckform auf setzt sich in die Mitte und entzündet die Kerzen. Leise aber bestimmt hör ich sie folgende Worte sagen.


komm zurück ….. du wirst gebraucht ….“


Die Dunkle Seite braucht dich …..“


Ich brauche dich …. komm zurück“


Mit wem spricht sie? Auf einmal ist alles Still nur das Rascheln der Blätter im Wind ist zu vernehmen das immer lauter zu werden scheint. Ich denke ein Sturm zieht auf oder gar ein Gewitter. Das Mädchen grinst verwegen und ich kann wieder ihre Stimme hören.


wo bleibst du? … Ich warte auf dich“


Hörst du? Ich warte!“


Auf wen wartet sie denn... Ein gleißender Blitz bricht vom Himmel herab und darauf folgt das laute grollen eines Donners, den wohl Gott persönlich geschickt hat. So einen lauten Donner hab ich noch nie vernommen. Leichter Regen setzt ein, noch ein Blitz und sofort darauf wieder ein Donner der durch Mark und Bein geht. Das Mädchen sitzt immer noch regungslos in dem Dreieck doch der Regen ließ die Kerzen erlischen. Ich weiß nicht was jetzt noch folgt, aber es wird nichts gutes sein. Wieder die Stimme des Mädchen .. jetzt laut und deutlich ..


ES WIRD ZEIT … KOMM ZU MIR ZURÜCK“


BEEIL DICH … KOMM ZU MIR“


Mit ihren Händen fährt sie auf dem Boden, der mittlerweile nur noch aus Schlamm besteht, herum und lacht. Es ist kein normales fröhliches Kinderlachen es hat was diabolisches, mystisches ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll, aber vielleicht bilde ich es mir auch nur ein, denn mittlerweile ist mir ein wenig unwohl.


Die großen Eichen um das Mädchen herum wanken im Wind es wirkt beinah als ob sie miteinander tanzen. Erneut ein Blitz … Donner … Ein Wetter zum Halbgötter zeugen sagt man wo ich herkomm. Ich hab aber nichts davon im Wetterbericht gesehen. Erneut kann ich das Lachen des Mädchens vernehmen, sie steht auf hüpft zweimal im Schlamm und klatscht.


er kommt … er wird kommen ..“


Das konnte ich noch hören, denn sie wurde von einem weiteren Donner unterbrochen. Sie macht einen Schritt aus dem Dreieck heraus und läuft zwei Schritte auf einen Baum zu. Streckt ihre Hand aus und grinst. Ihr Blutrotes Kleid, welches vollkommen durchnässt ist, leuchtet beinah in der Dunkelheit, denn auch das Feuer ist mittlerweile völlig erloschen. Ich kann fast nichts erkennen. Doch jetzt aus der Finsternis eine Hand. Sie greift die Hand des Mädchens und ein Mann tritt neben die kleine auf die Lichtung. Er trägt einen alten Pullover, er trägt ihn wohl schon etwas länger denn er hat viele Löcher und ist ausgebleicht. Doch ein anderes Utensil an seinem Körper ist noch auffälliger. Seine Kopfbedeckung ist ein großer Strohhut, denn er gerade zurecht rückt. Das Mädchen ist glücklich und zufrieden, darauf hat sie also gewartet.... Ich weiß wer das ist, denn in diesem Augenblick nimmt er seinen Hut ab und ich kann erkennen wie sein linkes Auge leicht zuckt. Ja er ist es … Es ist ...



Mädchen:


GORN


Gorn, der für ein kurzen Moment die Augen schließt und den Kopf Richtung Himmel hebt. Über sein Gesicht huscht ein leichtes lächeln .. infernalisch … hinterhältig … dämonisch. Wie mir scheint hat er sich nicht verändert..


Mädchen:


Es ist wieder so weit … Du hast lange genug geruht


Du musst beenden was du begonnen hast .. Jetzt ist es an der Zeit …


Mit meiner Kraft …. geh und werde unsterblich ..


Nur vergiss nicht … Ich beobachte dich


Wieder dieses Lachen des Mädchens. Immer noch gleißende Blitze und schallende Donner … Sturm und Regen … Ich seh wie Gorn seinen Hut wieder aufsetzt und zu dem Mädchen hinab blickt. Er nickt … Ich höre noch wie er einen Laut von sich gibt .. hörte sich an wie ein husten oder räuspern


Gorn: hrmph


Da war es wieder … Ich weiß noch nicht genau was das alles hier zu bedeuten hat, aber ich bin mir sicher das wir das bald herausfinden werden .. oder herausfinden müssen.


Mädchen:


Zieh los und tue was der Meister dir aufträgt … enttäusche ihn nicht


Er hat noch ein Geschenk für dich .. warte hier ich rufe ihn


Das blonde Mädchen pfeift zweimal Laut und grinst .. Was kommt denn jetzt noch? .. Das Mädchen summt fröhlich und wippt auf der Stelle vor und zurück … vor und zurück … Der Himmel hat sich in der Zwischenzeit beruhigt .. Keine Blitze mehr .. kein Donner es tröpfelt nur noch leicht vom Firmament herab …


Mädchen:


Da ist er …


Auf der anderen Seite der Lichtung ist eine Gestalt getreten. In der Dunkelheit wirkt Er oder Sie für mich nur wie eine Ausgeburt meiner Fantasie. Ist es ein Kind? Oder ein Zwerg? Ein Ungefähr ein Meter dreißig oder vierzig Meter großes Wesen. Langsam kommt es näher … Es ist ein kleiner Mann .. auf dem Kopf trägt er einen Zylinder und er hat einen dunklen Anzug an. Sehr Fein gekleidet ist er. Gorn scheint das nicht zu gefallen.. Fragend blickt er zu dem Mädchen.


Mädchen:


Das ist Febrius .. er wird von nun an dein Begleiter sein ..


Er tut alles was du von ihm verlangst..


Febrius: Meister!


Während er dies von sich gibt verbeugt er sich vor Gorn.


Gorn: Febrius …


Mehr hat Gorn zu seinem neuen Weggefährten wohl erstmal nicht zu sagen .. Das Mädchen grinst und klatscht zweimal ..



Mädchen:


Nun geht …. GEHT! ..


Gorn nickt und läuft los .. Es scheint er wisse genau wohin er zu gehen hat .. Febrius folgt ihm kleinen Fußes. Ich höre Gorn noch sagen …


Gorn: Eckstein, Eckstein alles muss versteckt sein


Gorn lacht laut und verschwindet mit Febrius in der Dunkelheit.


Das Publikum ist schockiert. GORN IST ZURÜCK.


Dynamite lächelt


Dynamite: Und er ist auch heute hier.


MEINE DAMEN UND HERREN … GORN


Die Lichter gehen aus und Gorn´s neues Theme wird eingespielt


Ein Spiel mit Worten
Am Rande der Zensur
Nach Art des Hauses
In Rei-m-Kultur

Wir sind die Faust in deinem Nacken
Die Wut in deinem Bauch
Wir geben dir das
Was du längst verloren glaubst


Unter der Musik der Bösen Onkelz betritt Gorn in Begleitung von Febrius erstmals wieder die GFCW Bühne. Das Publikum weiß nicht so recht ob sie buhen oder jubeln sollen. Der Großteils jubelt, denn immerhin ist er der Herausforderer des allseits verhassten Danny Rickson.


Tu was du willst
Heißt das Gesetz
Bleib ganz ruhig
Und niemand wird verletzt

Komm mit uns
Und sei gewiss
Dass wir wissen
Was wirklich böse ist


Gorn steht mit seinem alten Pullover und Strohhut bekleidet ganz ruhig neben Dynamite ein kurzer Augenkontakt .. ein nicken …


Die härteste Firma in der Stadt
Hat euch etwas mitgebracht
Ein dämonisches Gebet
Für die, die keiner zähmt
Um unsere Köpfe kreist kein
500 Watt Heiligenschein
Weiße Teufel – schwarze Seelen
Mit grammatikalischen Juwelen
Halten wir fest
Wir sind besser als der Rest

Wir können es nicht lassen
Hier sind –
12 Gründe mehr
Uns abgrundtief zu hassen


Die Scheinwerfer die den Ring beleuchten gehen wieder an und man sieht einen wütenden GFCW Champion, der wütend auf das Ringpolster schlägt.


Dynamite: Danny … Danny das ist der zukünftige GFCW Champion. Dein „alter Freund“ GORN. Sag Hallo.


Dynamite lässt lachend das Mikro fallen und applaudiert Gorn zu. Gorn gibt seinem Diener Febrius ein Zeichen und dieser gibt ihm daraufhin das Mikro. Gorn blickt zu Rickson


Gorn: Versteck dich!


Gorn´s linkes Auge beginnt stark zu zucken. Natürlich hat er all die Matches gegen Rickson nicht vergessen. Rickson starrt regelrecht zu Gorn. Er kann es nicht glauben ihn wieder zu sehen nach so langer Zeit. Ungefähr 30 Sekunden schauen sich die beiden Tief in die Augen bevor in die Werbung geschaltet wird.













Die Kamera schaltet in den Backstagebereich. Lauter Aufschrei der Fans, denn es wird nicht lange gewartet bis der Protagonist ins Bild rückt, sich positioniert und seinen Galaxy Championship auf der Schulter zurechtrückt. Neben dem Hamburger steht Mäc Müll und kann es kaum erwarten seine Fragen los zu werden.


Mäc Müll: Pavus, wie siehst du die Entwicklung der letzten Wochen?

Pavus: Was meinst du Müll? Das der Dragon und ich durch ein ungerechtes DQ um die Tag Titel betrogen wurden? Das Breads und Rickson sich aufführen wie Frankfurter in der Mini-Wini-Würstchenkette? Oder meinst du dass wir diesen absolut unwürdigen Heavyweight-Champion haben?

Mäc Müll: Aber wir haben doch einen…


Sofort unterbricht der Hamburger den kleinen Interviewer, fährt ihm regelrecht über den Mund.


Pavus: Nein Mäc, das haben wir nicht. Wir haben Danny Rickson nun wieder als Champion, weil Dynamite das einzig richtige getan hat. Mit Nightmare hatten wir einen untalentierten WE-Opener, der einen bis letzte Woche stolzen Titel mit sich herumträgt.

Mäc: Aber…

Pavus: Nichts aber Mäc. Ich habe einiges zur letzten Woche zu sagen… aber ich denke jeder Fan in der Halle hat hier gutes Geld bezahlt um unter anderem mich zu sehen. Also will ich meine Galaxy nicht weiter warten lassen.


Nicht so freundlich wie sonst kommen die Worte des Hünen, die Geschehnisse der letzten Woche scheinen ihn wirklich zu bedrücken. Ohne ein weiteres Wort an Mäc Müll dreht sich Pavus kurz nach rechts und schreitet durch den dunklen Vorhang der ihn direkt in die Arena führt. Nur inen winzigen Schritt und aus der Interviewecke ist der Galaxy-Champ schon auf der Entrance-Stage angelangt.


Ohne das Abspielen seiner Musik, begibt sich Pavus auf den Weg zum Ring, das Mikro dabei weiterhin im Anschlag.


Pavus: Herzlich Willkommen zu War Evening, herzlich Willkommen zu der Show die in die Analen der GFCW eingehen wird. Herzlich Willkommen zu der Show die mit Nightmare als Heavyweight Champion begann.


Lautes Buhen der Fans, auch sie können diese Farce aus der letzten Show nicht für voll nehmen, wollen nicht glauben wie sich Breads und Rickson dort aufgeführt haben.


Pavus: Ich sehe, euch geht es ähnlich wie mir.


Der Hamburger betritt den Ring, positioniert sich mittig im Seilgeviert.


Pavus: Mit Nightmare als Champion wollt und könnt auch ihr offensichtlich nicht leben. Gott sei Dank hat Dynamite das genau so gesehen und zumindest einigermaßen wieder das zurecht zu rücken was letztes Mal kaputt gemacht wurde.


Laute Pops setzen ein, der Name des Galaxy-Champs wird gechantet – ein eindeutiges Zeichen, seine Galaxy steht hinter ihm.


Pavus: Danny Rickson und Robert Breads haben in wenigen Minuten das geschafft, was in all den Jahren zuvor nicht für möglich gehalten wurde, sie haben den GFCW Heavyweight Championship in den Dreck geschmissen und sich auf ihm gesuhlt. Sie haben den Titel den Schweinen zum Fraß vorgeworfen, haben den höchsten Titel unserer Liga regelrecht entweiht, in dem sie in einem Anflug von geistiger Umnebelung Nightmare zum neuen Champion machten. Zum höchsten Champion in dieser Liga.


Erneut lauter Heat aus den Reihen, die Buhrufe werden lauter, paaren sich mit Chants die den Galaxy-Champion auffordern etwas zu unternehmen. Dieser rückt sich seinen Titelgürtel auf der Schulter zurecht, blickt ihn an und ein Lächeln kehrt in sein Gesicht zurück.


Pavus: Es dürfte keinerlei Irritation geben, dass ich, Pavus Maximus, euer GFCW Galaxy Champion durch dieses Dilemma der letzten Woche an die Position des mächtigsten Mannes der GFCW gerückt bin. Auch wenn Rickson den Titel nun wieder bei sich trägt, durch die Abwertung des Heavyweight Belts rückt mein ehrlich errungener Sieg und meine Titelregentschaft in ein ganz neues Licht. Die letzte Show hat mich nicht nur zum Champion der Fans gemacht… sie hat dafür gesorgt dass ich das Aushängeschild der GFCW bin, dass ich der Mann bin der diese Liga nun auf seinen Schultern trägt. Denn ganz egal was hier heute noch passieren wird, und verdammt noch mal ich garantiere euch, es wird etwas passieren, werde ich auch nach dieser Show noch der Galaxy Champion sein. Der einzig wahre Champion.


Laute Pops – Unterstützung für den Hamburger Hünen. Die Fans sind sich einig – hier steht der wahre Champion im Ring.


Pavus: Als einzig würdevoller Champion dieser Liga, die Tag Champs mal ausgenommen, zu euch komme ich gleich noch, bin ich in der Lage einige Forderungen zu stellen, ich bin in der Lage durch Forderungen einiges wieder ins rechte Licht zu rücken.


Die Fans werden ruhiger, denn sie wollen wissen was genau der Galaxy-Champion für Forderungen stellt.


Pavus: Als erstes… will ich dass Nightmare sich beweist. Titel mit sich rumtragen kann jeder, sich wirklich repräsentativ für eine ganze Galaxy in die Luft halten und die Last die solch ein Titel mitbringt, tragen… das können nur wenige. In der nächsten Show verteidige ich meinen Titel aller Voraussucht nach gegen Rob Gossler… und ja ich werde meinen Titel verteidigen, denn es gibt da jemanden, der bei Brainwashed auf mich wartet, der sich bei Brainwashed in einem regulären Match zu beweisen hat.


Die ersten Pops werden laut, viele Fans wissen was jetzt kommt.


Pavus: Forderung Nummer 1!!! Pavus Maximus vs. Nightmare um den GFCW Galaxy Title bei Brainwashed.


Prompt ertönt die Musik von Claude Booker. Dynamite tritt durch den Vorhang, bleibt aber auf der Stage stehen, lässt seine Musik sofort stoppen.


Dynamite: Pavus… du glaubst wirklich du bist in der Position hier irgendwelche Forderungen zu stellen?

Pavus: Ja Dynamite, genau der Meinung bin ich… und nicht nur ich… hör einfach mal hin…


Wie Ihnen befohlen chanten sich die Fans die Kehle aus dem Leib und bringen Dynamite dazu, den Kopf ein wenig zu senken.


Pavus: Und Dynamite, das war noch nicht alles, das war nur eine Forderung von Dreien. Denn ich habe mich mit einigen Leuten unterhalten und ich bin wahrlich nicht der Einzige, der hier etwas zu sagen hat.


Ein gewaltiges Fauchen, wie von einem Drachen ertönt aus den Boxen und auf dem Motion Screen erscheint das Logo des German Dragon nebst den bekannten schweren Klängen zu „Conquest of Paradise“ von Vangelis.







In noreni per i-pe,
In noremi co-ra,
Tira minee per i-to,
Ne do - mina.


Schon betritt der German Dragon die Entrance-Stage, bewaffnet mit einem Mikro. Da Marc heute ja nicht aktiv in den Ring muss, trägt er einen schwarzen Anzug, einer sehr bekannten und noblen Marke. Dazu ein passendes weißes Hemd, jedoch ohne Krawatte.


Sofort entwickelt sich die Halle zum Tollhaus und die Fans chanten nun Marc Millberg zu. Dieser grinst kurz, doch dann verdüstern sich schlagartig seine Gesichtszüge. Ruckartig zuckt der Kopf in Richtung seines Chefs rüber und Claude Booker wird schlagartig blass. Offensichtlich schwant ihm nichts Gutes. Gerade mal zwei Meter trennen die beide voneinander. Schon versucht Claude Booker durch einen weichenden Schritt, mehr Distanz zu schaffen doch der German Dragon verkürzt die Distanz durch zwei schnelle Schritte. Dann hebt der German Dragon mit kalten Augen das Mikro.


GD: Holy Shit! Lass dein verdammtes Geschwafel, denn wenn du dein dreckiges Maul aufmachst, kommt eh nur Scheiße raus! Dass, was ich die letzten Wochen und Monate hier erlebt habe, dass schlägt einem nicht nur den Boden unter den Füssen weg, nein! Das langt auch für eine ganze Dekade! Gerade das, was letzte War Evening passiert ist, ist symptomatisch für die Situation, in der die GFCW steckt. Ein paar größenwahnsinnige rund um Breads, Rickson und Nightmare versuchen ihr Spiel der GFCW aufzuoktuieren und den höchsten Titel dieser Liga, der Lächerlichkeit preis zu geben. Und DU Dynamite kannst dem Treiben nicht Einhalt gebieten.


Gerade will Claude gegen die Anschuldigungen protestieren, doch schon im Ansatz wird er vom Dragon abgewürgt.


GD: Oh ja, ich weiß was jetzt kommen soll. Du willst uns bestimmt jetzt weißmachen, dass du vorhin alles wieder gerichtet hast, den Titel für Nightmare nicht anerkannt hast und Rickson einen Einlauf verpasst hast und das mit der Rückkehr von Gorn nun die Geschicke der GFCW wieder in den Bahnen laufen würde, die du vorgesehen hast. Richtig?!?

Dynamite: Nun ja, …


Noch bevor Claude Booker seinen Satz beenden kann, wird er erneut barsch vom German Dragon unterbrochen. Doch damit nicht genug. Marc Millberg verringert erneut die Distanz, so dass die beiden Männer nur noch Zentimeter trennen.


GD: Bulshit!


Dieses Wort schreit der German Dragon förmlich seinen Chef entgegen. Drohend baut sich der Münchner vor Claude Booker auf und dieser weicht erneut einen Schritt zurück, doch dieses Mal so ungeschickt, dass er über seine eigenen Füße stolpert und sich auf dem Hosenboden wiederfindet. Doch der Drache zeigt kein Pardon. Sein rechter Zeigfinger deutet auf dem am Boden sitzenden Dynamite.


GD: Du lächerliche Witzfigur! Du hast schon lange die Macht hier in der GFCW verloren und merkst es noch nicht einmal. Du denkst immer noch, dass du die Fäden hier ziehst, doch diese werden schon seit geraumer Zeit von anderen gezogen. Und glaub mir, das ist nicht seit der Sache mit Breads, Rickson und Nightmare so! Das liegt schon länger zurück. Kostprobe gefällig?

Dynamite: Nun beruhige dich doch mal!

GD: Ich soll mich also beruhigen, ja? …..Ah Leck mich doch du Hosenscheißer! Wer ist denn im Dezember zu mir gekrochen uns hat mich förmlich danach angefleht zurückzukommen um die GFCW wieder dahin zu bringen wo sie hingehört? Ich wollte nicht mehr zurück zum Wrestling aber du hast mir Honig um den Bart geschmiert und mir alles versprochen. Dir waren meine Verletzungen egal, für dich zählte nur, dass der Name des GD wieder im Zusammenhang mit der GFCW fällt. Und als ich mich dann endlich breitschlagen gelassen hatte, dann hast du dein wahres und skrupelloses Gesicht gezeigt. Keiner deiner Versprechungen hattest du gehalten, im Gegenteil. Du hattest mich sogar unter Druck gesetzt, dass ich einen Keek Hathaway und einen Rob Gossler nach oben bringen soll und erst dann meinen Lohn bekommen soll. Zähneknirschend habe ich das gemacht und Rob steht heute sogar im ME. Doch welchen Lohn habe ich bekommen? Nichts! Dann hast du mir Lex Streetman und Robert Breads vorgesetzt, in der Hoffnung, dass beide mich auseinander nehmen. Deine Rechnung ging nicht auf und ich habe beide geschlagen. Doch habe ich meinen gerechten Lohn von dir erhalten? …Weit gefehlt! Wieder habe ich in die Röhre geschaut und ein Einzeltitel rückte für mich in noch weitere Ferne als je zuvor. Und wieder habe ich mir dein Geschwafel angehört, als du mir zusagtest, dass ich mit Pavus um die Tag Team Titel fighten sollte, damit endlich ein richtiges Team diese Gürtel halten solle. Auch gefiel dir die Idee, dass damit der German Dragon, neben Extreme Fighter Levy, dann Titel in 3 Jahrzehnten hielte, nämlich in den 90iger, 2000 und 2010er. Keine anderen Wrestler konnten dies bisher erreichen und ich wäre damit zum Aushängeschild der GFCW avisiert. Doch was dann bei der letzten War Evening Show passierte, ist gelinde gesagt eine Schweinerei. Wieder hast du mir einen verdienten Titel verwehrt und mich, als auch Pavus auflaufen lassen. Du wolltest niemals, dass Pavus und ich die Gürtel tragen oder gar, dass ich neben Extreme Fighter Levy die Ehre von 3 Jahrzehnten Titelregentschaften bekomme. Doch ich kann dir eines versprechen, Claude! Ich werde meinen Weg machen und mir auch für dieses Jahrzenht den Titel holen, um damit auf Extreme Fighter Levy aufzuschließen. Noch nicht einmal du wirst mich daran hindern können. Das Ende des Tag Team Match mit der DQ hat Konsequenzen!


Zwischenzeitlich hat sich auch Claude Booker wieder erhoben, bleibt aber auf gebührendem Abstand zum Dragon. Dieser setzt sein bekanntes Millberg-Grinsen auf und lässt den Kopf zu Pavus schwenken. Dieser grinst einfach nur zurück und erhebt nun seinerseits wieder das Mikrofon.


Pavus: Konsequenzen in Form meiner zweiten Forderung. Bei Brainwashed wird es ein Rematch auf die Tag Team Titel geben. Die Brothers in Arms werden ihre Titel erneut aufs Spiel setzen. Gegen „Team Pavus“.

Dynamite: Pavus, bei aller Nächstenliebe… du willst bei Brainwashed gegen Nightmare antreten um den Galaxy Titel. Du willst ein Tag Team Match um die Titel gegen die BiA am selben Abend. Was kommt als nächstes? Willst du auch noch um den Heavyweight Title antreten?


Das Grinsen im Gesicht des Hamburgers wird größer und breiter und auch der Drache wirft lachend seinen Kopf in den Nacken.


Pavus: Die Idee ist gar nicht doof und genau das beinhaltet meine dritte Forderung. Ich will einen garantierten Platz von dir im Mainevent von Brainwashed auf den Heavyweight Championship. Und außerdem möchte ich, dass du mir ordentlich zuhörst.

Dynamite: Wie willst du das bitte bewerkstelligen? 3 Matches an einem Abend, 3 Titelmatches… das schafft sogar der amtierende Galaxy Champion nicht.

Pavus: Da hast du wohl recht, aber wie gesagt… hör mir zu. Ich habe gesagt es gibt mehrere Jungs da hinten denen einiges sauer aufstößt. Und ich habe gesagt dass „Team Pavus“ gegen die BiA antreten wird. Wobei Team Pavus hier sicherlich durch jeden anderen Namen ersetzt werden kann. Es geht nur darum, dass dem Dragon und mir ein Re-Match zustehet.“


Während Pavus weiter ausführt ist der Drache mittlerweile zu ihm in den Ring gestiegen.


Pavus : „Da ich bei Brainwashed mit Nightmare beschäftigt sein werde… oder etwas nicht Dynamite?“


Man sieht dem Chef an, dass er hier mächtig unter Druck steht.


Dynamite: Also gut Pavus. Dein Match gegen Nightmare bei Brainwashed ist hiermit offiziell.


Ein Auflachen des Hamburgers, der mit dem Drachen abklatscht.


Pavus: Wie gesagt, ich werde bei Brainwashed mit Nightmare zu tun haben, kann also nicht im Tag Team Match stehen. Aber der Dragon und ich haben uns auf die Suche gemacht. Wer hinter den Kulissen ist in der Lage meinen Platz einzunehmen? Gibt es einen talentierten, jungen Mann dem die ganze Scheiße von letzter Show genau so sauer aufstößt und der bereit ist, gemeinsam mit uns etwas dagegen zu unternehmen? Und ja wir haben ihn gefunden…


Pavus senkt das Mikro und das nächste Theme wird eingespielt.


Es schallt plötzlich das Intro von Enter Sandman aus den Boxen, als die Lautstärke in der Halle erneut einen Höhepunkt erreicht. Ungläubige, aber durchwegs euphorische Blicke, welche man jetzt auf den Gesichtern der GFCW Fans sehen kann, während die Kamera durch die Fan Reihen schwenkt. Immer und immer wieder ertönen jetzt die Bekannten "CVC! CVC!" Chants, mit welchen die Fans einen ihrer Lieblinge immer wieder herzlich empfangen. Dynamite scheint hier mit vielen Leuten aus dem GFCW Roster gerechnet zu haben, aber nicht unbedingt mit Chris Van Core, was klar wird als er seine Augen überrascht aufreißt und sich langsam Richtung Entrance Stage Eingang dreht. Von Augenblick zu Augenblick werden die Fans immer angespannter und nervöser, die Chants von mal zu mal lauter. Diese Szenen kennt man von CVC Kämpfen, weil sich CVC immer wieder gerne etwas länger Zeit lässt um die Stimmung noch etwas anzuheben.


Pete: "Gänsehaut Feeling!!!"

Sven: "Auf jeden Fall, Pete!!!"


Im selben Moment als James Hetfield die ersten Strophen von Enter Sandman zu singen beginnt, werden die Fans endlich erlöst und CVC betritt die Entrance Stage, mit einem Bier in der rechten und einem Singapore Cane in der linken Hand. Mit leicht psychopathischen Blick blickt CVC zu Dynamite, während er sich diesem langsam nähert. Er macht einen Meter neben Dynamite halt und hebt seine Bier Dose in Richtung Ring, als er sie gleich danach öffnet und einen kräftigen Schluck davon nimmt. Kurz darauf setzt CVC ein leicht psychopathisches Grinsen auf und dreht den Kopf in Richtung Dynamite, ehe er sich mit seiner Bierdose wieder und wieder gegen die eigene Stirn schlägt. Ein paar Augenblicke später, kurz nachdem CVC die Dose ins Publikum geworfen hat, kann man auf CVC`s Stirn ein kleines, aber doch recht stark blutendes Cut erkennen. Dynamite wischt sich gerade noch die Biertropfen ab, welche er abbekommen hat, als sich CVC schon unbeeindruckt auf dem Weg zum Ring begeben hat.


Pete: "WOW! Stell dir das mal vor Sven! Der German Dragon Marc Millberg und Chris Van Core in einem Tag Team, WAHNSINN!!!"

Sven: "Das könnte eines der erfolgreichsten Tag Teams in der Geschichte dieses Sports werden, wenn du mich fragst. Das Potential haben sie dazu!"


Inzwischen auf dem Apron angekommen, welcher in Richtung der Entrance Stage zeigt, geht CVC diesen auch entlang, während er die rechte Hand locker am obersten Seil behält. In der Mitte des Aprons dreht sich CVC nochmal in Richtung von Dynamite, während er mit dem Singapore Cane auf seinen Chef zeigt und dabei in den Seilen lehnt. Man sieht jetzt eine Nahaufnahme von CVC, welche für einen typischen CVC Fan eines der Gründe sein dürfte, warum sie diesen so lieben. Man erkennt einen blutenden CVC welcher eine gefährliche Entschlossenheit ausstrahlt und mit seinem Erscheinen alleine schon ein deutliches Statement in Richtung seines Chefs abgibt. Während sich CVC und Dynamite jetzt in einem Staredown befinden, werden die "CVC! CVC!" Chants wieder lauter und lauter. CVC streckt jetzt seinen Singapore Cane in die Höhe, während er mit jedem mal wo die Fans einen seiner Initialen brüllen, bestätigend mit seinem Kopf mitnickt. Nach einer Weile senkt CVC seinen Singapore Cane wieder und dreht sich in Richtung von Pavus Maximus und dem German Dragon Marc Millberg, welche ihm beide entgegen Grinsen. CVC betritt den Ring und bleibt vor den Beiden stehen, während seine Theme leiser und leiser wird, ehe sie nicht mehr zu hören ist. Im nächsten Augenblick grinst CVC dem German Dragon und Pavus ebenfalls zu, während er leicht nickt, so als wolle er den gesagten Worten der beiden GFCW Superstars zustimmen. Gleich darauf sieht man einen brüderlichen Handshake der drei Wrestler im Ring, wobei Pavus das Mikro erstmal an CVC weiter gibt. Gespannt werden die Fans in der Halle jetzt leiser, um zu hören was CVC zu sagen hat, als dieser einen entschlossenen Blick aufsetzt und loslegt.


CVC: "Ihr Leute wisst wer ich bin, aber ich garantiere euch, ihr wisst nicht warum ich Heute hier bin! Dort Vorne auf der Entrance Stage seht ihr den Chef der GFCW, welcher sich in letzter Zeit viel zu sehr einschränken hat lassen. Er lässt sich von diversen Leuten herum schubsen, womit er nicht nur sich selbst einschränkt, sondern vielmehr auch noch die Leute, welche für ihn arbeiten. In letzter Zeit steht unser Chef unter Druck und wenn man unter Druck steht, dann passieren Fehler. Dynamite ist ebenfalls nur ein Mensch. Er für seinen Teil musste in letzter Zeit manchmal sogar aufpassen wo er hingeht oder was er sagt, ständig hat er jemanden der ihm droht... ICH hingegen gehe WOHIN ICH WILL und sage verdammt noch mal WAS ICH WILL!!!"


In der Halle wird es jetzt wieder lauter und die Fans bejubeln CVC erneut mit den bekannten "CVC! CVC!" Chants. Pavus Maximus und der German Dragon nicken zustimmend, als Chris Van Core im nächsten Moment höflich aber bestimmt wieder um Ruhe bittet. Die Fans folgen und Chris Van Core spricht entschlossen weiter.


CVC: "Wo zum Teufel steckt gerade Robert Breads wenn man ihm etwas zu sagen hat? Oder wo steckt Nightmare? Wo ist dieser Danny Rickson? Euch hätte ich jetzt gerne hier! Ich bin aber sicher, dass dort wo ihr gerade seid, ihr dennoch hören könnt, was ich jetzt zu sagen habe! Wenn ihr später an diesem Abend hier noch auftauchen solltet, was ich ziemlich stark annehme, dann sollten DU Robert Breads, DU Danny Rickson und vor allem DU Nightmare, verdammt noch mal aufpassen was ihr von euch gebt, da ihr alle Drei den Bogen überspannt habt!"


CVC setzt einen wütenden Blick auf und holt tief Luft, ehe er weiter redet.


CVC: "Wie ich finde habt ihr letzte Woche nicht nur den GFCW World Heavyweight Title durch den Dreck gezogen, NEIN!, ich habt jeden Jobber dort hinten, jeden Trainer, jeden Offiziellen, jeden Athleten, jedes Junge Talent und vor allem jeden einzelnen GFCW Fan in unserer Galaxie durch den DRECK gezogen. Dort wo ich herkomme gibt es ein Sprichwort! Demütige niemanden den du nicht vernichten kannst! Ich für meinen Teil sehe das so Jungs..."


CVC lässt sich jetzt kurz Zeit und wischt sich sein Blut erstmal aus dem Gesicht, ehe er wieder mit wütendem Blick weiter redet.


CVC: "...Ihr habt damit jedem der mit der GFCW zu tun hat ins Gesicht gespuckt, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden was für Folgen eure Aktionen haben könnten! Zudem habt ihr tatsächlich, ich kann es einfach noch immer nicht glauben, dass wertvollste was es in unserem Sport zu gewinnen gibt, den GFCW World Heavyweight Title, gewissenlos durch den Dreck gezogen, EINFACH SO! DER Traum eines jeden Athleten, welcher Tag für Tag beim Training Blut und Schweiß investiert im DRECK... DAS begehrte Ziel eines jeden, welcher Show für Show seine Familie Zuhause alleine lassen muss, manchmal für Tage, manchmal sogar für Wochen... EINFACH IM DRECK! Ich bin mir nicht sicher ob ihr Drei verdammten Bastarde euch wirklich bewusst seid, was das für Konsequenzen für euch haben muss und vor allem HABEN WIRD!"


Pavus Maximus und der German Dragon nicken jetzt mit einem Blick, welcher sowohl Zustimmung als auch Selbstvertrauen ausdrückt. Die Fans sehen das genau so wie Pavus und der GD, weswegen es wieder lauter in der Halle wird. CVC bittet aber nach einigen Augenblicken wieder um Ruhe, welche ihm anstandslos von den Fans gewährt wird. Mit dem selben wütenden Blick wie vorher redet CVC anschliessend weiter...


CVC: "Hört gut zu was ich zu sagen habe, denn folgendes werde ich nur einmal von mir geben!"


CVC lässt sich kurz Zeit um das gesagte erstmal wirken zu lassen, ehe er wieder weiter redet.


CVC: "Höre gut zu Breads, Rickson, Nightmare und einfach alle, die in der GFCW für diese Scheiße verantwortlich sind. IHR WOLLT IN DEN KRIEG ZIEHEN? IHR WOLLT TATSÄCHLICH KRIEG?.... DANN SOLLT IHR EUREN KRIEG BEKOMMEN!"


Erneut erreich die Stimmung in der Halle einen Höhepunkt und die Fans flippen fast komplett aus. Die Fans hier in Dallas zeigen eindeutig und ziemlich lautstark, dass sie auf der Seite des GD, von Pavus und CVC stehen.


CVC: "Seit euch bewusst, dass sich die talentiertesten Wrestler dieser Liga vereinen werden um gegen euch in den Krieg zu ziehen. Schaut her... wir haben hier den German Dragon Marc Millberg und Pavus Maximus, welche es meiner Meinung nach alleine mit euch aufnehmen könnten, was ich aber niemals zulassen würde. Auch ich will ein Stück von euch abbekommen und bin daher Froh, zwei Leute wie den GD und Pavus bei dieser Sache an meiner Seite zu wissen. Gemeinsam werden wir hier einiges verändern und ihr könnt Gift drauf nehmen, dass dieser Krieg für euch kein gutes Ende nehmen wird. Unser gemeinsames Ziel ist die Wiederherstellung des Glanzes, welchen diese Liga und der aktuell unwichtigste Titel dieser Liga, der GFCW World Heavyweight Titel, einst hatten. Wir stellen aktuell den WICHTIGSTEN CHAMPION dieser Liga, mit Pavus Maximus und bei Brainwashed, wollen der German Dragon und ich nachlegen, in dem wir uns die GFCW Tag Team Titel holen."


Fast hatte es den Anschein als wäre CVC fertig gewesen, doch da fällt CVC noch etwas ein.


CVC: "Ach und Dynamite, ich würde dir Raten dich auf unsere Seite zu stellen!"


Die Fans jubeln zustimmend und CVC gibt das Mikro wieder an Pavus Maximus weiter, während es noch einen Handshake zwischen allen 3 Männern im Ring gibt. Sie sind hier gerade wirklich in der Lage ihren Chef unter Druck zu setzen.


Pavus: Also Dynamite… Forderung Nummer Zwei – Brainwashed – BiA vs. den German Dragon und Chris van Core in einem No-DQ-Match um die GFCW Tag Team Title.

Dynamite: Eure Erläuterung klingt schlüssig, das Re-Match steht euch zu, der Partnerwechsel ist abgesegnet… auch dieses Match steht hiermit fest!


Lauter Jubel der Crowd – Zwei angenommene Forderungen, es kann ja eigentlich nur noch besser kommen.


Pavus: Kommen wir zu Forderung Nummer Drei. Einen zugesicherten Platz im Mainevent von Brainwashed um den GFCW Heavyweight Title.

Dynamite: Und wer soll eures Erachtens diesen Spot bekommen? Wer ist in der Lage aus dem Nichts in den Mainevent gehypt zu werden? Glaubst du wirklich ich lasse mich auf irgendwelche Forderungen ein ohne auch nur ansatzweise den Namen zu kennen?


Gemeinsam stellen sich der Dragon, Chris van Core und Pavus an das Ringseil welches zum Entrance gerichtet ist.


Pavus: Ohja Dynamite, das wirst du, denn ich… nein… WIR garantieren dir, dass dieser Mann pures Main Event Material ist. Nicht umsonst stand er sogar schon im Mainevent. Wir haben uns auf die Suche nach jemandem gemacht, der uns in unserer nahezu apokalyptischen Mission unterstützen kann, der gemeinsam mit uns diesen Krieg gegen die Ungerechtigkeit in der GFCW führen kann und wird. Und wir haben ihn gefunden.


Während sich zwischen Dynamite und Pavus ein Staredown entwickelt, der seines Gleichen sucht, werden die grinsenden Gesichter der neuen #1 Contender auf den tag Titel immer breiter – denn im Gegensatz zu ihrem Chef wissen sie, von wem hier geredet wird.


Dynamite: Ich ahne nichts gutes…

Pavus: Ja, oder Nein Dynamite. Gib mir den zugesicherten Platz und du erfährst sofort um wen es sich handelt, du erfährst sofort wer DEINER Liga und DEINEM Gürtel wieder Glanz verleihen wird…

Dynamite: Und wenn ich das nicht tue?

Pavus: Dann wirst auch du mit den Konsequenzen leben müssen, die bis jetzt nur einige andere ertragen müssen.


Der Chef der GFCW muss kräftig schlucken – das Aushängeschild seiner Liga setzt ihn hier unter Druck Und es ist nicht nur er. Mit ihm stehen da der German Dragon, Marc Millberg und Chris van Core, einer der talentiertesten Männer der GFCW im Ring.


Dynamite: Also… nun gut… ich gehe auch auf deine dritte Herausforderung ein… aber wer um Himmels Willen ist es?


Pavus senkt das Mikro, denn es bedarf jetzt erstmal keiner weiteren Worte. Das Grinsen in den 3 Gesichtern reicht als erste Antwort, während sich etwas tut und etwas völlig unerwartetes geschieht: In der Entrance steht der junge Mann, der vor wenigen Wochen noch überraschenderweise den Award für The H. Entgegen genommen hat. In der einen Hand hält er ein Mikro, wobei er aber klatscht.

Junger Mann: Wunderschön. Mit Freude kann ich verfolgen, wie die GFCW zu Grabe getragen wird. Peinlich. Sehr peinlich.


Dynamite: DAS soll euer Main Event sein?

Junger Mann: Oh nein, Dynamite. Oh nein. Alles war anders geplant, nur irgendwie geht die Rechnung nicht auf. Die Konstanten verändern sich. Neue Variablen müssen gefunden werden. Einst sagte ich, dass die Wrestling Welt, am 18.11. aus den Angeln gerissen wird. Doch es kommt manchmal nichts, wie es kommen sollte.


Plötzlich ertönt im Hintergrund eine noch unbekanntes Entrance Theme. Die unverkennbaren brutalen Drum und Gitarrensounds von „Take this life“ von In Flames. Die Halle verdunkelt sich und nur ein Spotlight bleibt auf dem Unbekannten.


It's not so much the pain 
It's more the actual knife 
Pretending the picture is perfect 
I cut myself to sleep 
I close my eyes for a second 
And meet a fragile soul 
I scream to hide that I`m lonely 
The echo calls my name


Junger Mann: Die Wrestling Welt wird sich verändern. Wenn du diesem Haufen unfähiger Trottel die Kontrolle überlässt, ist die Zeit gekommen, in der wir sagen: NEIN! Du trägst die GFCW zu Grabe. Doch noch ist ihr Ende nicht gekommen!


Der Fremde Mann holt etwas aus seiner Tasche und wirft das im Licht kurz blitzende Metallstück nach hinten.


If I ever, if I never 
Make me understand the thought whatever 
Make me see, make me be 
Make me understand you're there for me


Junger Mann: Meine Damen und Herren. Begrüßt nun unseren zukünftigen und rechtmäßigen Heavyweight Champion!


Take this life 
I'm right here 
Stay awhile and breathe me in


Das Spotlight verschwindet vom Jungen Mann und das Entrance wird radikal abgebrochen. Ein kurzer Moment der Ruhe legt sich über die Arena, bis ein weiteres Spotlight angeht. Dieses mal strahlt es von Unten und darüber steht ein Mann. Man kann ihn nicht genau erkennen, denn er senkt seinen Kopf und die Kapuze verdeckt sein Gesicht.


Der Mann hebt seine Hand, in der ein Mikrofon ist und führt es zum Mund, während eine dunkle Stimme mit zusammengekniffenen Zähnen spricht.

???: Ich habe dich gewarnt Dynamite. Ich habe auch Breads und Rickson gewarnt. Aber jetzt...jetzt ist der Krieg da, genau wie ich.


Abrupt hebt der Mann den Kopf und streift die Kapuze von seinem Kopf. Die Maske. Die Haare. Ein Messer zwischen den Zähnen. Das war es, was der Junge Mann geworfen hatte. Es passt. Es passt alles. The H. Ist wieder da!

Das Licht geht wieder an und langsam geht der Maskierte an den Zuschauern vorbei in den Ring, während die Fans noch kein Wort von sich geben. Sie können einfach nicht glauben, was passiert. Es folgt ein kurzer Handshake mit CVC, dem German Dragon und Pavus, bevor es zum Staredown zwischen The H. Und Dynamite kommt.

The H.: Nenn mich deinen Main Event und zukünftigem Heavyweight-Champion.


Geschockte Gesichter wohin man sieht. Die Crowd, bei der es allerdings eine Mischung aus Entsetzen und purer Begeisterung ist, und vor allem Dynamite können ihren Augen nicht glauben.

Chris van Core, Pavus Maximus, der German Dragon und The H – gemeinsam in einem Ring… Seite an Seite. Es scheint fast so als wäre hier ein neues Zeitalter eingeläutet worden – eine neue Gruppierung hat sich aufgetan und es erklingen die Töne aus den Boxen die schon bei der letzten Show den Drachen und den Hamburger ankündigten.


Von allem zuviel.
Von nichts kommt nichts.
Und die Zeichen der zeit
zeichnen mein Gesicht.
Jede Träne
hinterlässt ein Meer.
Und selbst die Engel
singen irgendwann nicht mehr.


Untereinander klatschen sich die vier Männer ab, werden von der Crowd dafür bejubelt, dass sie eine Veränderung wollen, dass sie eine Veränderung herbeiführen werden.


Doch wir räumen jeden Stein beiseite, der uns im Wege liegt.

Eins!

Zwei!

Drei!

Vier!


Dynamite verzieht sich Backstage, er hat genug gesagt, genug gesehen, vielleicht sogar zu viele Eingeständnisse gemacht.


Wir gegen den Rest
Scheiss drauf, was sie sagen.
Das hier und jetzt
ist das ende aller Tage.


Und mit diesen durchus schönen Klängen, geht es in eine erste Werbeunterbrechung.













Mein Himmel ist deine Hölle!


Skillet ertönt mit den Stück „Monster“. Die Fans reagieren Positiv denn die lang erwartet Rückkehr des Dämonen Chris „Hellfire“ Johnsen steht nun bevor. Die Halle verdunkelt sich und nichts außer die Blitzlichter der Kameras sind zu sehen.

Dann entflammt etwas in dem Eingangs Bereich. Es ist ein Stück Holz. Nein es ist nicht nur ein simples Stück Holz es ist FLAMY! Die Fans bejubeln dieses Ereignis. Flamy ist zurück bei Hellfire. Wie auch immer er es geschafft hat sie sich zurück zu holen.

Die Halle bleibt dunkel und nur der leichte Schein der Flammen Flamys erhellt etwas die Halle.

Johnsen scheint einen Mantel zu tragen mit Kapuze die er auf den Kopf trägt. Es erinnert an einen Druiden dessen Gesicht man nicht sehen kann.

Langsam steigt er gewohnt die Treppe hinauf und duckt sich durch die Seile in den Ring. Flamy Brennt derweil immer weiter. Als er im Ring steht hält er Flamy noch einmal hoch in die Luft. Langsam verstummt auch die Musik.


Hellfire: Seht ihr ich bin wieder da in alter stärke und voller Macht! Denn meine Flamy ist wieder bei mir.


Die Fans Jubeln und da Hellfire mit Flamy noch einmal posiert geht das Blitzlichtgewitter los. Die Halle ist immer noch total dunkel. Dann langsam dimmt das Licht hoch. In der Mitte des Rings steht Hellfire und er hat tatsächlich einen langen Mantel an, der ihn wie einen Druiden aussehen lässt.

Doch in seiner Hand hält er nicht Flamy. Sondern doch nur ein normales Stück Holz. Er nimmt das brennende Stück Holz und steckt es in einen Sack zu seinen Füßen.

Diesen hat er wohl von Anfang an bei sich gehabt nur hat man ihn wegen dem schwachen Licht nicht gesehen. In dem Sack erstickt die Flamme.

Die Fans scheinen irritiert. Dann reißt er sich die Kapuze vom Kopf. Darunter sehen wir nicht das Gesicht von Chris „Hellfire“ Johnsen, sondern einen Mann in einer Clowns Maske.


Clown: Genau ich bin NICHT Chris “Hellfire“ Johnsen. Ich bin derjenige der Mr. Johnsen zur Aufgabe gebracht hat. Ich habe ihm die Macht genommen, seine Stärke, seinen Glauben, ja sogar seinen Verstand. Mir das gelungen was niemand vor mir geschafft hat. Ich habe den großen Hellfire bezwungen.

END-GÜL-TIG.


Die Fans buhen den Clown aus. Ebenso vernimmt man zusätzliche Hellfire Chants!


Clown: Ihr glaubt mir also nicht? Nun dann seht her.


Der Clown kramt in seinem Sack und holt etwas hervor. Es ist dieses mal wirklich Flamy. Er nimmt sie ohne Schutz in die Hand. Aber es passiert nichts. Keine Reaktion der Waffe Hellfires. Sie entzündet sich weder am Griff, zum Schutz, noch am Kopf.


Clown: Es hat lange gedauert. Doch letztendlich habe ich es geschafft. Ich habe ihr die Macht genommen. Ich habe Flamy das Feuer entzogen. Niemand wird in der Lage sein es ihr wieder zu bringen. Niemals wird Chris „Hellfire“ Johnsen wieder einen Funken fliegen lassen. Niemals wieder Wird er einen Kampf bestreiten können. Keine Arroganz, keinen Hochmut, keine Überlegenheit und vor allem keinen Siegeswillen mehr.

Nun wird es keinen mehr in dieser Liga geben der mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet ist. Niemand braucht sich mehr vor diesem Monster fürchten. Ich habe es besiegt.



Die Augen des Clowns starren hervor und sein ganzer Gesichtsausdruck zeichnet nur noch Wahnsinn ab. Er scheint einen hohen Preis bezahlt zu haben. Es kann aber auch sein das er noch nie wirklich ganz klar im Kopf war. Er sackt auf die Knie, als er wie verrückt anfängt zu lachen

und seine Arme gen Himmel streckt. Dann vernimmt man in der Halle plötzlich eine leise Melodie. Diese wird immer Lauter.


Es ist die „Mondscheinsonate“!


Der Clown vernimmt diese und sofort blickt er zur Rampe. Sein blick steckt voller zweifel und Fragen. Wem gehört diese Musik? Dieser klang der die Sinne beruhigt. Der Clown steht auf und geht nervös im Ring umher. Das Hallenlicht wird rötlicher, bis es nur noch dunkelrot schimmert. Auch auf der Rampe tut sich etwas. Denn dort tauchen gerade komische gestalten mit Fackeln auf. Diese Gestalten die aussehen wie Gargoyles! Nicht groß, etwas 1,50 nicht größer. Sie stellen sich in einer reihe auf der Rampe auf. Auf der Gegenseite eine weitere Reihe. Sie bilden nun eine Gasse aus Fackeln. Plötzlich taucht etwas hinter dem Vorhang auf. Es ist ebenfalls eine kleine Gestalt. Als sie sich in den Fackelgang begibt, sieht man sie etwas genauer. Es ist ein kleines Mädchen. Lange blonde, aber verdreckte Haare. Diese hängen ihr im Gesicht. An sich ist das Mädchen total verdreckt. Ihre Haut, ihr Gesicht und auch ihr rotes Kleidchen. Welches jedoch noch dazu total zerfetzt aussieht. In jedem Kartoffelsack würde es besser aussehen als in diesem Lumpen.















Die Kamera schaltet ein und zeigt ein örtliches Striplokal von Green Bay. Man sieht dort Savan an den Tresen sitzen. Er trinkt ein Bier und scheint auf jemanden zu warten. Dann kommt plötzlich Bünyamin Rebel called Hate in das Lokal und geht zu Savan.

Bünyamin schaut sich um und erblickt Nutten in reichlicher Anzahl mit üppigen Möpsen und prallen Ärschen. Er grinst wie ein Kleinkind an Weihnachten und klatscht jubelnd in die Hände.


Bünyamin: Savan! JUNGE! Du bist echt der King was ist los? Keiner hat so geile Locations wie du.


Voller Liebe erblickt er eine wundervolle, brünette Stripperin an und zergeht fast in seiner Lust.


Rebel called Hate: FUCK THAT SHIT!


Mehr kann Hate zu diesem surrealen Scheiß nicht sagen, ist er hier in einem billigen Softporno oder einem miesen 80er Jahre Action Film gelandet? Was auch immer zumindest gilt es Versprechen einzulösen und so bewegt sich der zerstörte Phoenix auf Savan zu... während seiner Schritte zeigt er einer Bedienung an dass er erstmal nen Bier braucht, anders hält er die Atmosphäre hier nicht durch.


Rebel called Hate: Savan... was geht... und warum bestellst du uns in ein fucking Strip Lokal?

Savan: Ich höre wieder die Stimmen in meinen Kopf ich brauche eure Hilfe.

Bünyamin: Aber Savan, Bruder! Glaubst du nicht, dass es einfach nur die Stimme deiner Männlichkeit ist? Die dir sagt, dass du ein paar dieser Schönheiten heute mit auf den Hotelzimmer nehmen sollst, wo du ihnen deinen besten Freund präsentieren kannst?

Er klopft Savan aufmunternd auf die Schulter.

Bünyamin: Komm, sei nicht traurig. Ich schwöre, schon mein Bruder sagte immer:
Bünyamin: Kommst du auf deine Schmerzen nicht klar,
steck einer Slut deine Kerze in' Arsch


Die braunhaarige Stripperin ist fertig ihren Auftritt auf der Showbühne und geht zu den drei Wrestlern.


Stripperin: Hi Ihr seid ihr neu hier?


Rebel called Hate kann es immer noch nicht fassen, dass er vom PCWA Mainevent in dieses Skit verfrachtet wurde und wünscht sich unsichtbar... doch was soll man machen? Er schließt für den Augenblick seine Augen, öffnet sie wieder um voll dabei zu sein.

Er schaut zu der Stripperin...

Rebel called Hate: Ja sind wir...


Er versucht sie nicht zu mustern, er hat einfach kein Bock auf den Scheiß, erst rennt ihn Jessy davon und jetzt muss er auch noch diese prallen Titten sehen... tiefer Vergangenheitsschmerz durchzieht seine Seele.


Rebel called Hate: Savan... wir erledigen die Stimme bei der Show ein für alle Mal, damit endlich diese verdammte Stille in dir herrscht wie in mir.

Savan: Hate! Was macht dich da so sicher. Ich fühle mich so schwach.


Savan haut mit der Faust auf die Tresen.


Stripperin: Habt ihr Lust was zu machen oder einer von euch?


Bei diesen Worten kommt wieder der Wrestler mit den türkischen Wurzeln ins Spiel. Er grinst die Stripperin verschmitzt an, tritt einen Schritt näher und lässt seine Augenbrauen auf und ab tänzeln, ehe er einen Hüftschwung vollführt und sich dann in den Schritt greift.

Bünyamin: JAAAAAA! Ich würde schon gerne was machen...

Nun blickt er traurig zu Boden.


Bünyamin: Doch ich kann mich nicht amü..amisürün...amistier...keinen Spaß haben, wenn unser Bro Pain erleidet. True Story, Bitch...


Die Stripperin nimmt die Hand von Bünyamin und schiebt sie in ihren nassen String.


Stripperin: Sicher?


Kopfschüttelnd schaut Hate zu der Stripperin.

Rebel called Hate: Tut mir Leid Süße, aber ich bin mit meinen Gedanken bei einer anderen Frau... respektier das.

Savan: Hate sei mal netter zu der Lady. Nimm dir ein Beispiel an Bünyamin.

Bünyamin: Eben...aber nun mal Gewürze bei die Döner, Savan. Wieso hast du uns herbestellt, Bro?

Savan: Weil das mit den Stimmen schlimmer geworden ist.


Hates Bier trifft endlich ein, er greift sich sofort jenes und trinkt die erste Hälfte auf Ex aus.

Rebel called Hate: Ok... Savan, was schlägst du vor um die Stimme zu beseitigen?


Savan fühlt sich abgelenkt von Bünni´s lüsteren Blicken.

Savan: Geh dich doch amüsieren mit ihr!

Bünyamin: Nein, ich will wissen, wie wir dir helfen können. Ich brauch grad keine Bitch.

Savan: Auf mich aufpassen und mich unter Kontrolle halten.

Rebel called Hate: Vor der Stimme? Man trinke einfach ein Bier, so verstummen die Stimmen auch bei mir... Alter...


Es kommt eine weitere Stripperin zu Hate.

Stripperin 2: Hi Süßer, scheinst einiges zu vertragen.


Rebel called Hate beäugt die 2. Stripperin.

Rebel called Hate: "Sagen wir es so... ich sauf 95% der Menschheit untern Tisch und geh grinsend pissen... aber ich bin nicht stolz darauf.

Stripperin 2: Schaffst du mich auch beim Sex?


Rebel called Hate schüttelt nur mit dem Kopf, wo ist er nur hineingeraten...

Rebel called Hate: Lady... ich bin der beste Lover des verschissenen Planeten... aber tut mir Leid... ich bin vergeben.


Die Stripperin erstarrt! Sie wurde noch nie abgewiesen. Vor allem nicht von jemanden, der in ihrem Laden sitzt, auf ihre Titten glotzt und ein Bier trinkt! Ihre Wut ist grenzenlos, sie stampft auf den Boden und blickt Hate voller Hass an.

Stripperin 3: Das wirst du büßen! Pablo, Armando, Mauricio, Franco! Kommt alle her!

Und nun stürmen vier Maskierte in den Club und wenden sich Hate und Bünyamin zu. Sie tragen Messer in der Hand.

Mann: STÜÜÜÜÜAAAAAARRRB!!!

Savan: Ich gehe mit dir gerne auf Zimmer Süße.

Die Stripperin willigt sofort ein.

Savan: Wir sehen später Leute?


Obwohl er eigentlich von Leuten mit einem Messer angegriffen wird, geht Bünyamin nun einfach zu einer Stipperin.

Bünyamin: LOS! AUFS ZIMMER!

Sie gehen auf ein Zimmer.


Rebel called Hate schaut nochmal die Stripperin, ihm scheint es auch wurscht zu sein dass er mit dem Messer bedroht wird und quatscht die Braunhaarige nochmal an.

Rebel called Hate: Ach scheiß doch drauf, Jessy ist eh weg.

Er greift sich die Brünette und geht mit ihr aufs Zimmer. Die Kamera schaltet weg.










Die Halle verdunkelt sich und das neue Theme Gorn´s wird eingespielt. Die Zuschauer wissen wohl immer noch nicht ob sie ihn mögen oder nicht. Einige jubeln einige buhen ihn aus.


Ein Spiel mit Worten
Am Rande der Zensur
Nach Art des Hauses
In Rei-m-Kultur


Wir sind die Faust in deinem Nacken
Die Wut in deinem Bauch
Wir geben dir das
Was du längst verloren glaubst


Gorn betritt mit Febrius die Rampe. Sie beachten die Zuschauer kaum und machen sich unbeirrt auf den Weg die Rampe herunter in den Ring. Die Stählerne Treppe geht Gorn langsam empor noch ein kurzer Blick in die Ränge und ein lächeln bevor unter dem obersten Seil hindurch in den Ring tritt. Febrius dagegen hat Probleme in den Ring zu kommen er muss regelrecht hinaufklettern.


Tu was du willst
Heißt das Gesetz
Bleib ganz ruhig
Und niemand wird verletzt

Komm mit uns
Und sei gewiss
Dass wir wissen
Was wirklich böse ist


Febrius holt ein Mikro und übergibt es Gorn der mit seinem Strohhut und alten Pullover bekleidet in der Mitte des Ringes steht. Er gibt ein Zeichen woraufhin seine Musik verstummt. Langsam führt er das Mikro zu seinem Mund.


Gorn: Ich bin Zurück!


Gorn blickt nach oben und lächelt. Erneut erhält er gemischte Reaktionen aus dem Publikum, was ihn aber nicht weiter stört.


Gorn: Ich bin hier um meine Mission zu vollenden. Die GFCW ist voll mit nutzlosen Individuen wie Lex Streetman oder Robert Breads und allen voran der GFCW Champion Danny Rickson.


Jetzt laute Buhrufe aus dem Publikum und „Rickson sucks“ chants sind auch zu vernehmen. Auch Febrius setzt mit ein doch Gorn verpasst ihm einen sanften Tritt woraufhin er beschähmt zu Boden schaut.


Gorn: Ich habe den Auftrag ihm sein Gold abzunehmen. Ich alleine bin auserwählt Rickson auszuschalten. Und alles und jeder, der sich mir in den Weg stellt wird vernichtet. Womit ich beim Thema bin .. Pavus Maximus. Pavus scheint zu denken das ich Hilfe benötige um Rickson zu vernichten. Er und seine Helfershelfer sind nichts als unbrauchbare und unbedeutende Subjekte.


Weiter kommt der Comebacker nicht, denn „Wir gegen den Rest“ von Haudegen knallt aus den Boxen - als hätte er seinen Namen als Aufforderung angesehen, erscheint der Hamburger auch schon auf der Stage. Den Galaxy-Title geschultert, ein Grinsen im Gesicht und so selbstsicher wie man ihn kennt, bahnt sich der Hüne den Weg zum Ring und betritt ihn auch sofort, unter lautem Applaus der Crowd.


Mit einer einfachen Handbewegung bringt er das Theme zum verstummen, lässt sich ein Mikro reichen und positioniert sich direkt gegenüber Gorn, lässt einen abfälligen Blick auf Fibrius hinunterfallen und wendet sich dann wieder seinem Objekt der Begierde zu.


Pavus: „Unbedeutende Objekte?“


Eine rhetorische Frage, die keiner Antwort bedarf – Pavus hebt seinen Titelgürtel in die Luft und erntet die Pops seiner Fans.


Pavus: „So unbedeutend, dass du uns erwähnst, dass du mich erwähnst. So unbedeutend, dass wir Dynamite dazu gebracht haben auf alle unsere Forderungen einzugehen. So unbedeutend, dass in unseren Reihen die zukünftigen Tag Team Champions, der neue GFCW Heavyweight Champion und der amtierende Galaxy Champion stehen...“


Gorn will antworten, doch der Hamburger lässt ihn nicht zu Wort kommen, sondern spricht sofort weiter nachdem er einen Schritt auf seinen Gegenüber zumacht und ihm in die Augen schaut.


Pavus: „Du dürftest selbst erkennen, dass diese, deine Aussage aus der Luft gegriffen ist und noch nicht mal ansatzweise bestätigt werden kann. Doch im Gegensatz zu dir haben wir uns nicht über ein Jahr versteckt, haben uns zurückgezogen, den Schwanz eingekniffen und kommen nur auf die Bitte des Chefs zurück.“


Mit der rechten Hand schiebt Pavus den Lakaien von Gorn zur Seite um noch dichter an den Mann mit dem Strohhut zu gelangen, wobei der Blick auf eben diesen Hut fällt.


Pavus: „Der andere Strohhutmann war mir um einiges lieber... aber zurück zum Thema... Hilfe? Dir Hilfe anbieten? Wozu sollten wir das tun Gorn?“


Und erneut lässt der Hamburger ihm keine Chance zu antworten.


Pavus: „Du hast wahrlich Großes geleistet hier in dieser Liga, aber deine Zeit ist vorbei. Andere Leute haben sich an die Spitze dieser Liga gekämpft oder sind dabei sich ihren festen Platz zu verdienen. H stand im Mainevent, musste eine kurze Pause einlegen, ist aber jetzt wieder hier um Seite an Seite mit uns gegen die Ungerechtigkeit in dieser Liga anzutreten, dem Irrsinn Einhalt zu gebieten – sich die GFCW Heavyweight Championship zu sichern... und dabei wirst auch du ihm und damit uns nicht im Wege stehen.“


Febrius nimmt sich Gorns Mikro und der schaut böse zu ihm herab


Febrius: Fasst mich gefälligst nicht an und noch was sogar ich hier unten kann deinen sinnebetäubenden Mundgeruch riechen. Putz dir die Zähne verdammt.


Gorn packt Febrius am Kragen und stellt ihn in die Ringecke und greift sich wieder das Mikro und stellt sich wieder vor den GFCW Galaxy Champion.


Gorn: Pavus … Pavus um eines Klar zu stellen ich habe mich nicht „versteckt“ ich hatte Dinge zu erledigen von denen du nichts verstehst von denen niemand dieser Vollidioten hier in der Halle etwas versteht. Ich kenne H und die anderen ich sage mal Wrestler die sich mit dir abgeben nicht und es ist mir auch egal wer das ist nur eines ist sicher sie haben nicht mal annähernd die Fähigkeiten die ich oder der Meister besitzen. Und weist du Pavus einst war ich wie du ich hab mich für Gerechtigkeit eingesetzt. Für Menschen die benachteiligt sind. Und weist du was das ist das dümmste was du tun kannst denn am Ende bist du trotzdem alleine. Doch im Gegensatz zu dir habe ich am Ende trotzdem gesiegt. Du wirst noch heftig auf die Schnauze fallen, denn wenn du weiterhin den Rächer der Liga spielst und mir im Weg stehst wirst du nicht mehr lachen und ich werde dir alles nehmen was du besitzt. Ist das klar?


Der Hamburger wirft den Kopf in den Nacken, lacht herzhaft auf bevor er sich den Worten seines Gegenübers widmet.


Pavus: „Natürlich besteht die Gefahr, dass ich auf die Schnauze falle – aber diese Gefahr besteht immer und überall. Ich bin oft genug gefallen aber jedesmal wieder aufgestanden, jedes mal habe ich mich wieder nach oben gekämpft und erneut bewiesen dass ich, Pavus Maximus zu dem bestimmt bin was ich tu, was ich repräsentiere. Aber vor allem bin ich immer der geblieben der ich war – ich selbst.“


Der Titel wird auf der Schulter zurechtgerückt.


Pavus: „Ich stehe für die Dinge ein die mir am Herzen liegen und in der momentanen Zeit stehe ich für die Leute ein die mir wichtig sind. Das sind nicht nur der GD, H, Rob und Chris van Core – nein, es ist jeder dieser Fans die sich Woche für Woche in die Arenen dieser Welt schleppen, die ihr hart verdientes Geld dafür ausgeben uns zu sehen. Und genau diesen Menschen will ich etwas bieten, die nur irgendwie größtmögliche Show die ich zu leisten im Stande bin. Ich kämpfe nicht für mich alleine, ich kämpfe für diese, für MEINE GFCW Galaxy“


Der Hamburger weiß wie er die Crowd auf seine Seite zieht, wie er die Menschen in der Halle, an den Fernsehgeräten dazu bringt wie eine Wand hinter ihm zu stehen.


Pavus: „Ich bin nicht alleine. Wir sind nicht alleine... wir sind Tausende. Einer für Alle und jeder für den anderen. Doch wenn es drauf ankommt, stelle ich mich jeder Gefahr, jeder Auseinandersetzung, denn ich weiß, dass dieser unglaubliche Support...“


Mit dem Zeigefinger zeigt er durch die Halle, erntet weiter Pops der Crowd.


Pavus: „...dieser gottverdammt geile Support mir der Rücken stärkt und mich weiter nach vorne pusht. Ich muss vor niemandem Halt machen und ich werde vor niemandem halt machen. Nich vor Robert Breads, nicht vor Ironman, nicht vor Emilio, nicht vor Jimmy Maxxx...“


Ein letzter Schritt überbrückt die Distanz zwischen den beiden Männern.


Pavus: „... und erst recht nicht vor dir, Gorn!“


Bei diesem Satz hebt Pavus die Hand in die Höhe und fegt Gorn regelrecht seinen Strohhut vom Kopf – eine ganz gezielte Provokation des Hamburgers, der heute wirklich nicht zu Späßen aufgelegt ist.


Gorns linkes Auge zuckt leicht doch er scheint nicht wütend zu sein sondern eher melancholisch.


Gorn: Es ist beinahe so als ob ich hier Big Tobi reden höre, also mich und wie ich früher war. Immer mit den Fans im Rücken immer der Publikumsliebling sein und nach Jubel lechzen. Das ist einfach nur jämmerlich das habe ich dank Mandrake erkannt. Mit dieser Mischung aus Kindern und Männern mittleren Alters die im Leben nichts erreicht haben und sich deshalb einen Helden suchen mit dem sie sich identifizieren können um sich auch mal wichtig zu fühlen gewinnt man keine Matches und gewinnt keine Titel. Ich habe Titel gewonnen weil ich besser war als diese Menschen ich habe sie nie gebraucht. NIE. Ich bin der beste Wrestler der Welt und werde meine Mission vollenden bei Brainwashed wenn ich für den Meister den GFCW Titel gewinne.


Gorn hebt jetzt langsam seinen Hut auf und stellt sich wieder vor Pavus.


Gorn: Einen Tipp hab ich noch für dich.


Er setzt sich seinen Hut auf und schaut Pavus tief in die Augen.


Gorn: Wenn du mir nicht den nötigen Respekt entgegenbringst werden wir uns im Ring treffen und zwar früher als die lieb ist. Du spielst mit dem Feuer, du meinst du hast es noch im Griff doch im nächsten Moment lodern plötzlich riesige Flammen vor dir auf die du nicht löschen kannst und was machst du dann Pavus. Was willst du nur tun wenn Gorn dich holen kommt! Halt dich von mir fern.


Eine ausgesprochene Herausforderung, sowas hört der Hamburger doch immer gerne und kann sich seinen Kommentar nicht verkneifen.


Pavus: „Na das Angebot nehme ich doch gerne an, denn wie eben schon gesagt schrecke ich vor keiner Herausforderung zurück. Was hälst du davon?“


Das typische Grinsen kehrt ins Gesicht des Hamburgers zurück.


Pavus: „Bei War Evening nach Brainwashed. One on One... Pavus Maximus vs. Gorn – egal wie unsere Matches bei Brainwashed ausgehen mögen...“


Gorn lächelt


Gorn: Pavus du willst ja nicht hören. Die Flammen werden dich verbrennen schon 2 Wochen nach Brainwashed wirst du es erleben Gorn vs Pavus. Du willst es ja nicht anders.


Gorn lässt sein Mikro fallen gibt Febrius ein Zeichen und beide verlassen unter den Klängen von „Die Firma“ der Onkelz die Halle, während Pavus zufrieden grinsend im Ring stehen bleibt und die Kamera backstage schaltet.








No. 1 Contender auf den GFCW Galaxy Titel:
Ironman vs. Emilio Fernandez vs. Jimmy Maxxx
Referee: Peter Cleven


Ringsprecher: "Der nächste Kampf ist ein NO. 1 CONTENDER MATCH AUF DEN GFCW GALAXIE TITEL und wurde als Triple Thread Match angesetzt!"


Im nächsten Moment schallt auch schon "Time to Shine" von Saliva aus den Boxen und die Fans sind sofort geteilter Meinung. Einige buhen andere jubeln... Ironman dürfte hier in Green Bay einige Fans haben. Keine Sekunde später betritt Ironman die Entrance Stage. Er lässt hier keine Zeit vergehen und macht sich sofort auf den Weg in Richtung Ring.


Ringsprecher: "Mit einer Körpergröße von 210cm und einem Kampfgewicht von 145kg, geboren in Deutschland... IRONMAN!!!"


Da Ironman wirklich keine Zeit vergehen lies, befindet er sich auch schon im Ring. Ironman blickt gerade noch konzentriert durch die Fan Reihen, als seine Theme immer leiser wird ehe man sie nicht mehr hören kann. Gleich im nächsten Augenblick ertönt "How i couldt just kill a man" von Rage against the Machine und die Fans wissen auch hier wer jetzt kommt. Anders als bei Ironman vorher kann man hier schon eindeutig erkennen, dass das Publikum in Green Bay eindeutig auf der Seite von Emilio Fernadèz steht und ihm lautstark zujubelt.


Nun kommt auch Jimmy Maxx in den Ring mit seiner Musik.


Ringsprecher: "Mit einer Körpergröße von 173cm und einem Kampfgewicht von 101kg, geboren in Sevilla, Spanien... EMILIO FERNADÈZ!!!"


Ein letzter Atemzug. Ein letzter Augenblick. Und dann kann die Show beginnen. Emilios Musik spielt, er bewegt sich nach draußen, in die Arena vor die Augen aller. Wer schaut heute zu? Seine Freunde und Verwandte im fernen Spanien? Selbst wenn sie ihn heute Abend nicht sehen können, Emilio wird alles geben. Oberkörper frei und mit einer rot-gelben Hose mit der Aufschrift „España“ bewegt sich Fernandez unter Beobachtung von Christine Brooks, die nun ebenfalls auf der Rampe steht, zum Ring. Er springt hinein und schaut seine Gegner in die Augen. Das stehen sie, der „ Gothminister “ und Ironman. Und sie werden untergehen.


Emilio: „ Viva España “


Möge der Tanz beginnen. Gerade als der Ringgong erklingen sollte, stürmt Ironman auch schon auf diesen hin und bearbeitet ihm mit sehr harten Tritten gegen den Kopf. Schlagartig hört die Theme von Emilio auf zu spielen und der Ringgong ertönt.


Ringglocke: "DING! DING! DING!"


Jetzt hört man nur noch die Fans welche über diese Situation sehr aufgebracht sind. Unbeeindruck zieht Ironman den inzwischen benommenen Emilio zu sich in den Ring, wo er auch sofort mit harten Tritten nachsetzt. Jimmy Maxxx schaut ziemlich erstaunt hinein, doch dann stürmt er auf Ironman zu. Maxxx sitzt jetzt auf Ironman und setzt diesem mit harten Fuastschlägen gegen den Kopf zu. Wieder und wieder treffen seine Schläge mit voller Wucht, weswegen Ironman nach ein paar dieser Angriffe stark benommen wirkt. Jetzt lässt Maxxx erstmal von Ironman ab, ehe er sich auf Emilio stürzt, welcher sich langsam wieder aufgerappelt hat. Auch Emilio muss jetzt ein paar sehr harte Faustschläge von Maxxx einstecken. Nach einiger Zeit lässt Maxxx aber wieder von ihm ab, ehe er erstmal aufsteht um sich feiern zu lassen. Doch dieses mal jubeln die Fans nicht und es ströhmen ihm laute Buhrufe entgegen. Doch Maxxx lässt sich davon nicht beeindrucken. Gerade als sich Ironman aufgerappelt hat und auf den Beinen steht, sich langsam zu Maxxx umdreht, steht dieser aber schon mit einem Superkick bereit, wodurch Ironman sofort wieder zu Boden gesckickt wird.


Pete: "Autsch! Den Tritt Gegen das Kinn von Ironman hat hier glaube ich die ganze Halle gehört."

Sven: "Auf jeden Fall!


Maxxx will die gunst der Stunde nutzen und versucht hier den Ersten Pin.


Ref: "ONE"

Ref: "TWO"


KICKOUT!!!


Maxxx lässt hier keine Zeit vergehen und will jetzt anscheinend wieder Emilio bearbeiten. Doch gerade als sich Maxx zu Emilio umdreht, welchen er ja noch am Boden vermutet hat, zeigt Emilio seinerseits einen harten Superkick, welcher Maxxx brutal zu Boden schickt. Auch Emilio versucht hier nach dem Superkick sofort einen Pin.


Ref: "ONE"

Ref: "TWO"


KICKOUT!!!


Doch auch hier kommt der Referee nur bis Zwei beim zählen. Alle drei Wrestler versuchen jetzt erstmal ein bischen Luft zu schnappen, ehe Emilio der erste ist, welcher wieder auf den Beinen ist. Emilio lehnt aber noch ein wenig in den Seilen um weiterhin nach Luft zu schnappen. Keine Sekunde später hat es auch Ironman wieder auf die Beine geschafft. Emilio nimmt jetzt anlauf um eine Aktion gegen Ironman zeigen zu können, doch dieser dürfte damit gerechnet haben weswegen er Emilio bin einem sehr harten Big Boot niederstreckt. Ironman geht jetzt in Richtung Maxxx, welcher es fast wieder auf die Beine geschafft hat. Ironman packt Maxxx jetzt am Genick und zieht ihm zu sich in die Höhe, ehe er zu einer Powerbomb ansetzt. Maxxx versucht sich zwar ein wenig zu wehren, doch Ironman hat im Grunde keine Mühe diese Powerbomb auszuführen. Pin Versuch von Ironman.


Ref: "ONE"

Ref: "TWO"


KICKOUT!!!


Pete: "Was für ein spannender und ausgeglichener Kampf bist jetzt, ich bin begeistert!"

Sven: "Das ist aber nicht überraschend wenn du mich fragst, immerhin haben wir es mit Drei der Top Athleten in der GFCW zu tun, welche nicht umsonst in einem NO. 1 Contender Match stehen!"


Gleich als Ironman wieder steht, wendet er sich Emilio zu, welcher im Augenblick den weniger angeschlagenen Eindruck macht. Ironman schickt jetzt Emilio per Whip in die Ringecke. Einen Augenblick später steigt Ironman auf das zweite Seil und bearbeitet Emilio mit harten Faustschlägen. Nach dem Zehnten, die Fans haben nur vereinzelt mitgezählt, steigt Ironman wieder vom zweiten Seil, woraufhin Emilio aus der Ecke torkelt, ehe er wie ein nasser Kartoffelsack umfällt. Ironman deutet jetzt an das er den Kampf beenden will und packt sich dazu Emilio welchen er erneut in die Ringecke schickt. Nach einigem hin und her dann der Ansatz zum High Voltage Chair. BOOOOOOOM! HIGH VOLTAGE CHAIR!!! Sofort der Pin von Ironman.


Ref: "ONE"

Ref: "TWO"

Ref: "THR.."


Im letzten Moment kann Jimmy Maxxx eingreifen und das Cover unterbrechen, in dem er Ironman von Emilio herunter zieht. Keine Sekunde vergeht, da prügelt Maxxx auch schon wieder wie besessen auf Ironman ein. Doch Ironman kann kontern und dreht die Situation um, jetzt prügelt er auf Maxxx ein. Das geht ein paar mal so weiter, ehe Maxxx die Oberhand gewinnen kann. Maxxx steht jetzt auf und setzt gegen Ironman zu einem Piledriver an, welchen er ohne Mühe durchziehen kann. Maxxx steht jetzt auf und schaut sich seine Gegner an. Da wirft er sich plötzlich auf Emilio, welcher gerade noch den Finisher von Ironman einstecken musste und zeigt einen Pin.


Ref: "ONE"

Ref: "TWO"

Ref: "TH..."


KICKOUT!!!


Emilio hat es tatsächlich geschafft nochmal heraus zu kommen. Doch Maxxx lässt keine Zeit vergehen, er stürzt sich jetzt auf Ironman und zeigt einen Pin.


Ref: "ONE"

Ref: "TWO"

Ref: "T...."


KICKOUT!!!


Leicht verzweifelt steht Maxxx wieder auf, er streitet mit dem Referee, dass es locker bis Drei gereicht haben muss. Doch Peter Cleven zeigt Maxxx, dass es Beide male nur ein Two Count war. Plötzlich ist Emilio da und rollt den Abgelenkten Maxxx ein.


Ref: "ONE"

Ref: "TWO"

Ref: "TH..."


KICKOUT!!!


Wütend springt Ironman wieder auf, doch auch Emilio steht ebenfalls wieder. Maxxx kommt angelaufen und will einen Spear zeigen, doch Emilio lässt sich im letzten Moment zu Boden fallen, so dass Ironman mit einem Höllentempo aus dem Ring hechtet und gefährlich gegen das Absperrgitter prallt. Keine Sekunde später laufen schon die Sanitäter in die Halle, welche hinten im Backstagebereich immer in Bereitschaft sind und kümmern sich sofort um Ironman.


Pete: "Das hat wirklich sehr unglücklich ausgeschaut!"

Sven: "Hoffen wir das da nichts schlimmeres passiert ist!"


Im Ring steht Emilio jetzt wieder. Gerade als sich Maxxx wieder auf die Beine gekämpft hat und ebenfalls wieder steht, kommt Emilio angesprungen und zeigt einen wunderschönen Tornado DDT. Anschliessend deutet Emilio an, dass er den Kampf beenden will. Die Fans in der Halle quitieren das mit Beifall. Emilio setzt zu seinem Finisher an... BOOOOOOOM! GREETINGS TO YOUR WIFE!!! Sofort der Pin von Emilio.


Ref: "ONE"

Ref: "TWO"

Ref: "THREE"


Sieger des Matches durch Pinfall und somit No. 1 Contender auf den GFCW Galaxy Title: Emilio Fernandez!!!









BREADSTIME


Ja, ihr habt alle richtig gelesen. Die kleine, aber durchaus nicht unbekannte und oftmals leicht sarkastisch angehauchte Show ist zurück, das Studio sieht aus wie immer, eins ist aber komisch – wo ist Robert Breads?


Einige Sekunden sieht und hört man nichts, dann ertönt ein kurzes Kichern. Das Kichern wird lauter, immer lauter, und dann krabbelt er an der Tischkante nach oben – scheinbar hatte er unter dem Tisch gesessen. Mit dem breitesten Grinsen im Gesicht, seit es das Robert-Breads-Grinsen gibt, setzt er sich in den Sessel hinter dem Tisch, und blickt, immer noch kichernd in die Kamera.


Robert Breads: „Hallo Saftladen-Galaxie! Wir haben den 22.08.2011, wir haben 17:38 Uhr... Das hätte ich nicht sagen dürfen, jetzt wissen alle, dass das hier nicht live ist. Was soll's, als ob irgendwer der GFCW-Zuschauer einen Kalender lesen kann. Herzlich willkommen zu „Breadstime“, einer der wenigen immer noch unterhaltsamen Segmente in diesem Saftladen. Egal was passiert, egal was los ist – die Breadstime enttäuscht euch nie! Und so auch dieses Mal, denn wir haben eine Special Edition.“


Breads scheint wirklich hart dagegen anzukämpfen, nicht einfach los zu lachen, irgendetwas muss sehr lustig sein.


Robert Breads: „Und zwar werden wir uns in dieser Show nur mit einem einzigen Segment beschäftigen, dass in der letzten Show statt fand – und nur mit dem, einfach, weil das so lustig war, dass ich darüber stundenlang reden könnte. Euch ist wohl schon klar, wovon ich rede – der Geburt des übermächtigen Team Pavus Dingenskirchensgrüppchen, oder, wie ich sie gerne nenne, „die Spasten“. Also, die Spasten wurden gegründet, und bevor ich anfange, das Segment Stück für Stück durch zu gehen und mich über den lächerlichen Versucht lustig mache, eine Gefahr für mein Vorhaben, die GFCW zu übernehmen, zu sein, lache ich noch einmal. Laut.“


Das tut der Kanadier dann auch. Wie lustig.


Robert Breads: „Nun, fangen wir an. Erster Clip ab!“



Pavus: Danny Rickson und Robert Breads haben in wenigen Minuten das geschafft, was in all den Jahren zuvor nicht für möglich gehalten wurde, sie haben den GFCW Heavyweight Championship in den Dreck geschmissen und sich auf ihm gesuhlt.



Robert Breads: „Also, nur um das mal klar zu stellen: Warum war das vorher nicht möglich? Es wurde sogar schon vorher gemacht. Ich meine, überlegt mal, wer das Ding gehalten hat, bevor wir hier das Sagen hatten. Typen wie Fireball Hikari, der wahrscheinlich nicht mal wusste, wie der Titel hieß, den er da überhaupt hielt. Typen wie Ironman, der sein letztes Match vor etwa siebenhundert Jahren gewonnen hat, obowohl er auch schon seit siebenhundertundeins Jahren im Roster steht. Denk nur mal drüber nach, wie niedrig die Standards damals waren, Pavus – sogar du durftest darum antreten. Zum Glück hat sich das ja geändert. Und.. nächster Clip bitte!“



Pavus: Es dürfte keinerlei Irritation geben, dass ich, Pavus Maximus, euer GFCW Galaxy Champion durch dieses Dilemma der letzten Woche an die Position des mächtigsten Mannes der GFCW gerückt bin. Auch wenn Rickson den Titel nun wieder bei sich trägt, durch die Abwertung des Heavyweight Belts rückt mein ehrlich errungener Sieg und meine Titelregentschaft in ein ganz neues Licht. Die letzte Show hat mich nicht nur zum Champion der Fans gemacht… sie hat dafür gesorgt dass ich das Aushängeschild der GFCW bin, dass ich der Mann bin der diese Liga nun auf seinen Schultern trägt.




Robert Breads: „Lässt sich schnell zusammenfassen: „Ähm... nein.“ Du bist genau der gleiche unwichtige Champion, der du auch vorher warst. Niemand interessiert sich für dich oder diesen Titel... Naja, außer Rob Gossler, aber der hat auch 'nen Knall. Pavus vs Gossler hört sich auch in etwa so an wie Blechdose gegen Eimer. Ich kann dir auch sagen, dass du alles bist, aber nicht das Aushängeschild der Liga. Wenn man an die GFCW denkt, denkt man an mein Gesicht, meinen Namen, meine Titelregentschaft, nicht an dich. Du bist der Typ, der gerne herumkuschelt und sich in Märchenschlössern auf Blumenwiesen herumtreibt, um ein paar unwichtige Midcard-Titel nachgeschmissen zu kriegen und noch viel mehr zu kuscheln. Würde mich nicht wundern, wenn Streetman wegen der ganzen Kuschelei in der Vergangenheit bald auch sexuell alternativ wird. Aber gut... Noch mehr Unwahrheiten von Pavus, bitte.“




Pavus: Als einzig würdevoller Champion dieser Liga...





Breads liegt schon wieder unter dem Tisch und zieht sich gerade lachend an der Tischkante hoch.


Robert Breads: „Alles klar, nochmal langsam für mich: Würdevoll? Wie würdevoll ist es, den Präsident der Liga für etwas verantwortlich zu machen, für das er nichts kann? Ich meine, wir wollten Dynamite ans Bein pissen – aber das er Schuld sein soll, darauf sind sogar wir nie gekommen. Gratulation, Pavus. Du hast einen so qualifizierten Schwachsinn gelabert, dass ich echt neidisch geworden bin, dass mir das nicht eingefallen ist. Ist es dann eigentlich auch würdevoll, den Präsidenten zu etwas zu zwingen, was er nicht will? Oder seinen Titel gegen jemanden zu verteidigen, von dem man nicht denkt, dass er es verdient? Ich meine, du hast doch darüber gemeckert, dass Nightmare das Titelmatch nicht verdient hatte... Und jetzt gibt’s du ihm eins? Bei allem Respekt – den ich vor dir nicht habe – das ist einfach dämlich. Aber gut, machen wir weiter.“





GD: Holy Shit! Lass dein verdammtes Geschwafel, denn wenn du dein dreckiges Maul aufmachst, kommt eh nur Scheiße raus!





Robert Breads: „Jaaaaaaa... Würdevoll... Genau. Also im Ernst, ich kann den Typen auch nicht leiden, aber ich wurde nicht so ausfallend, als ich mit Dynamite geredet habe. Handelt so der erwachsene, weise Mann der schon jahrelange Erfahrung im Wrestling hat? Ich meine, okay, ihr habt Glück, weil Dynamite scheinbar da gerade auf irgendeinem Zeug unterwegs war und sich von euch hat vor führen lassen wie ein 3-jähriger, aber ich wäre für sowas suspendiert worden. Aber nein, stattdessen kriegt ihr noch ein Titelmatch in den Arsch geschoben. Das nenne ich Fairness, ungefähr genauso wie Nightmare ein Titelmatch zu geben... Oh Moment, das habt ihr ja auch gemacht. Und nochmal zu dem würdevollen Auftreten...“




GD: Du lächerliche Witzfigur! Ah Leck mich doch du Hosenscheißer!




Robert Breads: „Joa, würdevoll. Kann man nicht anders sagen. „Ich will haben, und wenn ich nicht kriege, dann ich böse werden!“ So gehört sich das für einen 12-jährigen verwöhnten Sohn eines Feuerwehrmannes. Für alle, die es nicht wissen: Ich hasse Feuerwehrmänner. Die haben so hässliche rote Helme und geben immer mit den Leben an, die sie gerettet haben, wobei sie eigentlich nur mal aus Versehen über eine Ohnmächtige gestolpert sind als sie sich Donuts kaufen wollten. Aber das soll nicht das Thema sein. Bitte sehr!“




Keiner deiner Versprechungen hattest du gehalten, im Gegenteil. Du hattest mich sogar unter Druck gesetzt, dass ich einen Keek Hathaway und einen Rob Gossler nach oben bringen soll und erst dann meinen Lohn bekommen soll. Zähneknirschend habe ich das gemacht und Rob steht heute sogar im ME. Doch welchen Lohn habe ich bekommen? Nichts! Dann hast du mir Lex Streetman und Robert Breads vorgesetzt, in der Hoffnung, dass beide mich auseinander nehmen. Deine Rechnung ging nicht auf und ich habe beide geschlagen. Doch habe ich meinen gerechten Lohn von dir erhalten? …Weit gefehlt! Wieder habe ich in die Röhre geschaut und ein Einzeltitel rückte für mich in noch weitere Ferne als je zuvor.




Robert Breads: „Das kannst du nicht bringen, Marc. Das ist MEINE Nummer. Die habe ich hier schon gebracht als du noch im Altersheim gesessen hast, da, wo du hingehörst, und irgendwelchen Typen, die sich für dich interessiert haben, irgendwelche dämlichen Stories aus deiner Karriere erzählt, die weder beeindruckend noch konstant erfolgreich ist – ja, solche Standard-Beleidigungen gehören dazu. Auf jeden Fall bist du nun hier, und du findest es scheisse hier. Dann geh doch. Wenn du dir trotz der Widrigkeiten einen Titel sichern willst, halt die Klappe und tu es und heul nicht die Saftladen-Galaxie zu, immerhin ist sie wegen Leuten wie dir überhaupt erst zum Saftladen geworden. Aber machen wir weiter.“




Pete: "Gänsehaut Feeling!!!"

Sven: "Auf jeden Fall, Pete!!!"


Im selben Moment als James Hetfield die ersten Strophen von Enter Sandman zu singen beginnt, werden die Fans endlich erlöst und CVC betritt die Entrance Stage, mit einem Bier in der rechten und einem Singapore Cane in der linken Hand. Mit leicht psychopathischen Blick blickt CVC zu Dynamite, während er sich diesem langsam nähert. Er macht einen Meter neben Dynamite halt und hebt seine Bier Dose in Richtung Ring, als er sie gleich danach öffnet und einen kräftigen Schluck davon nimmt. Kurz darauf setzt CVC ein leicht psychopathisches Grinsen auf und dreht den Kopf in Richtung Dynamite, ehe er sich mit seiner Bierdose wieder und wieder gegen die eigene Stirn schlägt. Ein paar Augenblicke später, kurz nachdem CVC die Dose ins Publikum geworfen hat, kann man auf CVC`s Stirn ein kleines, aber doch recht stark blutendes Cut erkennen. Dynamite wischt sich gerade noch die Biertropfen ab, welche er abbekommen hat, als sich CVC schon unbeeindruckt auf dem Weg zum Ring begeben hat.


Pete: "WOW! Stell dir das mal vor Sven! Der German Dragon Marc Millberg und Chris Van Core in einem Tag Team, WAHNSINN!!!"

Sven: "Das könnte eines der erfolgreichsten Tag Teams in der Geschichte dieses Sports werden, wenn du mich fragst. Das Potential haben sie dazu!"





Robert Breads: „Okay, Möchtegern-Sandman. Ich will jetzt mal eins wissen: Wer zur Hölle bist du überhaupt? Ich meine, Sven und Pete kriegen 'nen halben Orgasmus weil du in die Halle kommst und was machst was schon 2001 nicht mehr cool war, und dann attestieren sie dir Potential. WARUM?! WARUM? Du hast jetzt nicht so toll in der GFCW abgeräumt, du hast John Conner geschlagen. Toll. Hätte meine Mutter auch geschafft, und die hat nur ein Bein und hat schon Schwierigkeiten dabei, einen Stuhl zu bewegen. Okay, als Ausgleich hat sie 13 Finger, aber das tut hier jetzt nichts zur Sache. Angeblich bist du irgendeine Legende, also dachte ich – schmeißen wir Google an und geben Chris van Core ein. Ist schon lustig, wenn ich nach Pavus Maximus oder German Dragon suche, kriege ich mehrere Seiten voll mit Informationen, unter anderem Wiki-Seiten. Bei dir kriege ich eine Partnerbörse für geistig Zurückgebliebene und einen Artikel über einen Typen der nach einem gescheiterten Selbstmordversuch mit einer Banane im Mund und dem Kopf in der Toilette gefunden wurden. Wir hatten ihn Kanada ein Wort für Leute wie dich, aber weil ihr eh kein vernünftiges Englisch könnt, liebe Saftladen-Galaxie, kommen wir zum deutschen Pendant, der dieser tollen Gruppierung ihren Namen gegeben hat: Spast.“





CVC: "Ihr Leute wisst wer ich bin, aber ich garantiere euch, ihr wisst nicht warum ich Heute hier bin!“




Robert Breads: „Bei mir war es andersherum. Ich habe keine Ahnung, wer du bist, aber ich weiß, warum du an dem Tag da warst. Um Mist zu labern.“





CVC: „ICH hingegen gehe WOHIN ICH WILL und sage verdammt noch mal WAS ICH WILL!!!"





Robert Breads: „Öhm... okay? Bist du so zur imaginären Legende geworden? Indem du die häufigsten Sätze der Wrestling-Geschite zitierst? Wäre ja mal eine Idee.“





CVC: "Wo zum Teufel steckt gerade Robert Breads wenn man ihm etwas zu sagen hat? Oder wo steckt Nightmare? Wo ist dieser Danny Rickson?“





Robert Breads: „Wir waren in der Arena, du Idiot. 3 Minuten vorher. Wo sollten wir sonst sein?“





CVC: „Wenn ihr später an diesem Abend hier noch auftauchen solltet, was ich ziemlich stark annehme, dann sollten DU Robert Breads, DU Danny Rickson und vor allem DU Nightmare, verdammt noch mal aufpassen was ihr von euch gebt, da ihr alle Drei den Bogen überspannt habt!"





Robert Breads: „Ja, man kann annehmen, dass man später noch in die Halle kommt, wenn man ein Match hat... Gott, dich hat man als Kind wohl ein paar mal zu oft gegen die Wand gehämmert. Und nochmal: Wer zur Hölle bist du, dass du meinst, dich aufzuspielen wie sonst wer? Du bist ein Niemand. Du hast niemanden besiegt, du hast nichts erreicht und steckst tiefer in Pavus' Hintern als die USA in den Schulden. Gott... weiter.“






CVC: "...Ihr habt damit jedem der mit der GFCW zu tun hat ins Gesicht gespuckt, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden was für Folgen eure Aktionen haben könnten! Zudem habt ihr tatsächlich, ich kann es einfach noch immer nicht glauben, dass wertvollste was es in unserem Sport zu gewinnen gibt, den GFCW World Heavyweight Title, gewissenlos durch den Dreck gezogen, EINFACH SO! DER Traum eines jeden Athleten, welcher Tag für Tag beim Training Blut und Schweiß investiert im DRECK... DAS begehrte Ziel eines jeden, welcher Show für Show seine Familie Zuhause alleine lassen muss, manchmal für Tage, manchmal sogar für Wochen... EINFACH IM DRECK! Ich bin mir nicht sicher ob ihr Drei verdammten Bastarde euch wirklich bewusst seid, was das für Konsequenzen für euch haben muss und vor allem HABEN WIRD!"







Robert Breads: „Ja, Danny und ich wissen, was es bedeutet, GFCW Heavyweight Champion zu sein. Das ist ja das Coole daran. Ihr philosophiert über den Wert des Titels und seine Bedeutung, ohne dass einer von euch ihn je gehalten hat, während Robert Breads und Danny Rickson beide GFCW Heavyweight Champion waren. Vor den folgenden Konsequenzen haben wir natürlich bereits furchtbare Angst und haben uns einen Bodyguard zugelegt, der es mit euch aufnehmen kann, nämlich ein Schnabeltier, dass immerhin zwei Karatestunden hatte und es dabei geschafft hat, einen Pudel für immer zu traumatisieren, also der ideale Gegner für euch paar Süßen. Weiter im Text.“






CVC: "Seit euch bewusst, dass sich die talentiertesten Wrestler dieser Liga vereinen werden um gegen euch in den Krieg zu ziehen.“






Robert Breads: „Die Conners wollen uns auseinander nehmen? Jetzt habe ich wirklich Angst.“






CVC: „Schaut her... wir haben hier den German Dragon Marc Millberg und Pavus Maximus, welche es meiner Meinung nach alleine mit euch aufnehmen könnten, was ich aber niemals zulassen würde. Auch ich will ein Stück von euch abbekommen und bin daher Froh, zwei Leute wie den GD und Pavus bei dieser Sache an meiner Seite zu wissen.“




Robert Breads: „Jo, und ich wasche mich nicht so oft und manchmal glaube ich, dass ich ein Alien bin. Mal im Ernst, van Core, du laberst so viel Müll... Und leider Gottes habt ihr nicht McGyver in eurer kleinen Spasten-Truppe dabei, der kann ja schließlich aus Müll 'ne ganze Menge machen. Wenn sie uns auseinander nehmen wollen, sollen sie nicht darüber reden, sondern es tun. Ist ja nicht so, dass es schwer ist, uns zu finden. Huhu, da sind wir!“





CVC: "Ach und Dynamite, ich würde dir Raten dich auf unsere Seite zu stellen!"





Robert Breads: „Okay... Erst nennt ihr ihn Hosenscheisser, er soll euch am Arsch lecken, labert nur Scheisse und hat keine Ahnung, aber er soll euch helfen. Nach der Behandlung eurerseits würde ich ja an seiner Stelle eher wieder mit mir zusammen was trinken gehen und dann heiraten Dye und ich. Im Ernst... Denkt ihr eigentlich mal nach bei dem, was ihr tut? Irgendwann? War 'ne rhetorische Frage, ich kenne die Antwort. Aber kommen wir nun zum letzten Clip...“




The H.: Nenn mich deinen Main Event und zukünftigem Heavyweight-Champion.





Robert Breads: „Okay, ich meine, alles was ihr vorher gesagt habt, kann ich ja noch auf den übermäßigen Konsum von Shampoo als Getränk zurück führen, aber das sagt nichtmal Hate wenn er high ist wie Amy Winehouse kurz vor ihrem Eintritt in den Club der 27. THE H.? REALLY? Der Typ, der schon dreihundert Chancen und 'ne Halbe vergeigt hat? Er hat bei Ultra Violence eigentlich gleich zweimal gegen Rickson verloren, hat im Februar nicht gegen mich gewonnen, als ich vorher mit einem Vorschlaghammer verhauen wurde. Dann hat er nochmal gegen mich verloren. Und später nochmal. Aber gut, zeigt eben, wie neutral und objektiv ihr die Leistungen der Wrestler beurteilen könnt. Viel Spaß mit eurem neuen Champion. In diesem Sinne, ich hoffe es hat euch nicht gefallen, ich halte „die Spasten“ für Idioten, wie so eben ausführlich dargelegt, kauft euch die „Chris van Core“-DVD und bewerft eure schlimmsten Feinde damit und ich hasse euch alle, ihr Penner. Ja, der war geklaut. Bis dann.“








Main Event:
Tag Team Match:
The H. & Gorn vs. Lex Streetman & Danny Rickson
Referee: Phönix

Nicht mehr lange dauert es, da werden Danny Rickson, Lex Streetman, Gorn und The H. gerade einmal zwei Wochen vor dem PPV Main Event in einem Tag Team Match im Ring stehen.


Dementsprechend ist die Vorfreude mittlerweile schon groß, auch wenn der Jubel gedämmt wird, als nun die Thememusik „Best for me“ von Dope, genutzt vom unbeliebten Champion, eingespielt wird.


I’m not satisfied,
But I’m done apologising,
No more compromise-

Der Engländer erscheint auf der Rampe und ist damit zum ersten mal in der Halle gesehen, nachdem er heute bislang nur in der „Farce“ zu Beginn der Sendung auftrat.

Newcastles bekanntester Wrestler trägt bereits sein Ringhose, dazu ein schwarzes Shirt aus dem offiziellen Fanshop-Sortiment.


No more compromising.
Don’t want o criticise,
Cause’ I’ve done the best that I can,
And I know I’m doing fine,
So I don’t really care what you think!


Natürlich prallen dem Champion zahlreiche Buhrufe entgegen, doch der routinierte Engländer nimmt sie kaum zur Kenntnis und hebt stattdessen seine Hand um anzuzeigen, dass er bereits ein Mikrofon in der Hand hält und offenbar noch etwas sagen möchte, bevor er sich gleich im Ring The H. und Gorn stellen muss.


I got nothing to prove,
I got no one to please,
I do what’s best for me!


Mit langsamen Schritten betritt der Engländer den Ring, bleibt zunächst noch lächelnd in der Ringmitte stehen. Die Hand ruht auf dem Titel, der auf der Schulter liegt – ausgerechnet das Gold, was er vor einiger Zeit noch an Nightmare geben wollte.


Danny Rickson: Noch bin ich allein in diesem Ring, doch schon gleich werden 3 nicht ganz so unterhaltsame Gesellen diesen ebenfalls bevölkern. Zwei Leute, die viel lieber in Horrofilmen mitspielen würden ein Typ, zu dem ich halbwegs freundlich sein muss, weil er mein Tagpartner ist.

Doch eigentlich sind diese Leute ebenso wie der Main Event beim PPV vollkommen unwichtig. So unwichtig, dass ich nun einfach das Thema wechsel und lieber über etwas Anderes rede.


Das Mikrofon wechselt die Hand.


Danny Rickson: Denn dies ist die letzte Show mit Dynamite als Präsident! Denn mein wertgeschätzter Robert Breads wird diesem Typen beim PPV einfach die Liga aus den Händen reißen und damit das sinkende Schiff vielleicht sogar noch retten.

Man könnte meinen, dass wir die größte Bedrohung für den Frieden dieser Welt sind...doch nein...


Er setzt kurz ab und lässt die Zuschauer auf die Fortsetzung seines Vortrages noch einen Moment warten.


Danny Rickson: Denn wenn man denkt, dass es nicht schlimmer kommen kann, dann rottet sich irgendwo in den Untiefen der Belanglosigkeit eine Masse von 5 Idioten zusammen, fühlt sich in der Gruppe stark und will nun ordentlich die Liga aufmischen. Und damit man sie auch genug Aufmerksamkeit bekommen, stehlen sie einfach wertvolle Fernsehzeit um uns mit einem angeblich so spannenden Segment zu langweilen, das im Grunde daraus besteht, dass sie ihre Tränen in Worte fassen und dies mit ordentlich Wut untermalen, damit sie nicht die Heulsusen vom Dienste, sondern die coolen Leute sind.


Natürlich gibt es ordentlich Buhrufe für den Engländer, doch das ist dieser ja nun schon seit einem halben Jahrzehnt gewohnt.


Danny Rickson: Doch leider kann all ihr Gehabe nicht darüber hinwegtäuschen, wie unglaublich lächerliche dieser Zusammenschluss ist. Ich meine, wen haben wir denn da? Wir haben einen Typen, der offenbar etwas verblendet ist und daher seinen B-Titel, der nach dem Weltall benannt ist, auf einmal zum wertvollsten Gold der Liga erklärt, obwohl es noch nicht ein einziges Mal verteidigt wurde.

Dann haben wir da noch einen für Wrestlingverhältnisse älteren Herren, der am liebsten Videos in seiner Villa dreht, in denen er mit seiner Frau flirtet und in seinem Comebackmatch gegen den lächerlichsten Typen der Liga verliert. Und dann auf einmal wird er innerhalb weniger Minuten vom netten Typen zum wutentbrannten Wrestler, der mit Dynamite redet, als wäre dieser ein unmündiges Kleinkind. Wie authentisch...


Der Engländer lässt das Mikrofon abermals in die andere Hand wandern, während er langsam durch den Ring flaniert.


Danny Rickson: Nicht zu vergessen ist dann natürlich Rob Gossler, der nun nicht mehr „Psychopunk“ heißen möchte. Das hat aber anscheinend kaum jemand gemerkt, was sich wohl damit erklären lässt, dass eben jener Gossler ungefähr so interessant ist wie eine Liveübertragung einer schlafenden Katze. Und auch der Gehalt an interessantem Geschehen dürfte in diesem Bereich liegen. Denn wer erinnert sich wirklich noch daran, was ein Rob Gossler vor einem Monat in seinen Szenen getan oder gemacht hat?

Und nun riecht er also die Chance vom belanglosen Typen zum Mitläufer zu werden, welch ein Aufstieg. Dieser wird aber noch komplett in den Schatten gestellt von Chris van Core!


Buhrufe für Rickson, als dieser zu Schmunzeln beginnt, als er den Namen erwähnt.


Danny Rickson: Wie lange bist du nun schon in dieser Liga, mein Freund? 2 Monate? Und du führst dich wie ein Kind auf, weil du der Meinung bist du musst die Liga vor Leuten wie mir und Robert schützen?

Und noch besser, du erklärst uns den Krieg?


Er wirft den Kopf in den Nacken und beginnt laut zu lachen, was ihm das Zuschauerpack natürlich übel nimmt.


Danny Rickson: Ich habe Tränen gelacht, als ich die Worte vernahm. Das ist ja noch größenwahnsinniger als alles was Nightmare oder der Gothminister je von sich gegeben haben. Großes Kino. Ich muss zugeben, dass ich vor diesem Segment nicht einmal wusste, dass dieser Chris van Core noch überhaupt in der Liga ist. Vielmehr dachte ich, er wäre wie so viele andere Neulinge schon nach ein paar Sendungen wieder entlassen wurden, weil die Langeweile die Zuschauer zum Abschalten bewegte. Und nun hat er die Chance genutzt und sich in den Mittelpunkt gedrängt. Naja, wieso auch nicht?

Wenn man es ernsthaft nicht schafft, dann kann es ja durchaus auch einmal als Comedian im Ring versuchen, so waren ja schon andere Gestalten erfolgreich. So wie auch The H.


Sein Grinsen auf den Lippen wird noch breiter, parallel dazu steigt der Geräuschpegel der Zuschauer, die ihren Unmut kundtun.


Danny Rickson: Über den Herren mit der Maske habe ich ja in meinem kleinen Filmchen schon einiges gesagt, doch dennoch kann ich einfach nicht anders: Ich muss mich über ihn lustig machen. Er provoziert quasi mit jeder Sekunde seines Auftretens ein donnerndes Lachen, bei dem man sich die Schenkel blutig klopft.

Ich war dermaßen am Feiern, als dieser Typ damals seine berüchtigte...auch wenn dieser Begriff vielleicht nicht hierhin gehört...Shootrede zum Abschied schwang. Ich meine, ich kann sagen, dass unser Produktionsmanager, der immer für die professionelen Schnitte zuständig ist, einen dicken Bauch hat und habe schon mehr Dinge gesagt, die nicht in eine Show gehören, als The H. in einer langen Rede. Es war einzig das verwortliche Weinen eines frustrierten Mannes, der anscheinend nicht darüber wegkommt, dass er nicht mehr als Durchschnitt ist, dessen spannender Messercharakter sich schneller abgenutzt hat, als ein Fans „Gimmick des Jahres“ sagen kann.


Für einen kurzen Moment gönnt der Engländer den Fans wieder eine Pause, in der er seinen Blick über die Reihen schweifen lässt.


Danny Rickson: Und dann ist er endlich weg. Und niemand ist nach zwei Wochen mehr traurig, weil sie diese unwichtige Gestalt vergessen haben.

Zuhause brütet The H. dann darüber nach und merkt, dass er in seinem ersten Run absolut nichts geleistet hat. Und genau zwei Monate später sieht er dann seine Chance gekommen sich wieder ins Rampenlicht zu stellen, weil ich ja etwas so unglaublich Böses gemacht habe.

Also kommt er zurück in die Liga, hat nun vier Leute hinter seinem Rücken und befördert sich von seiner heimischen Couch zurück ins Titelrennen, obwohl er zweimal bereits seine Chance versiebt hat. Das wäre schon peinlich genug, doch er inszeniert sein Comeback auch noch so, als wäre es nun der Schock des Jahres, dabei war selbst Emilios Comeback kaum uninteressanter.


Der Mann aus Newcastle schüttelt mit dem Kopf.


Danny Rickson: Mein Gott, dies ist alles so traurig. Was ist aus der GFCW geworden? Man weiß garnicht mehr, wo man anfangen soll, sich lustig zu machen.

Doch das nützt ja alles Nichts.


Er hebt das Mikrofon wieder an die Lippen und deutet mit dem Arm auf die Rampe, wo jetzt der Ringrichter des Main Events hervorkommt.


Danny Rickson: Meine Damen und Herren...hier sind die lächerlichen Leute, die sich Herausforderer auf meinen Titel nennen.

Die Halle verdunkelt sich kurzzeitig, doch bevor auch noch der ungeduldigste Fan seiner Leidenschaft des ungeduldig seins nachgehen kann, wird er oder sie, je unterbrochen.

TAKE THIS LIFE!


Ein Feuerwerk schießt in die Höhe und hinter dem Feuerwerk ist eine Gestalt zu sehen.


I'm right here
Stay awhile and breathe me in


The H. Starrt mit gesenktem Kopf nach unten, während ihn das Spotlight von unten anleuchtet. Plötzlich fegt er die Kapuze seines Mantels vom Kopf, hebt den Kopf und starrt in die Menge. Bevor er an den Fans vorbei läuft und in den Ring slidet.


The water drops just beg to hit me
Why now? Haven't rained for days
No time to play hide and seek
I call upon you to take me on
Break down to pieces
Put me back, do it right this time
Struggling to fill this empty shell
Burn my efforts in the end it means nothing


The H. Ist im Ring angekommen, und lässt sich kurz von den Fans feiern. Er ist bereit für sein erstes Match nach seiner Pause.


Gorn kommt mit seiner Musik zum Ring.


Chairs thrown and tables toppled,
Hands armed with broken bottles,

Standing no chance to win but,
We're not running, we're not running.


Ein lauter Knall ertönt parallel zu einer gewaltigen Pyroexlosion auf der Entrance Rampe. Zusätzlich zu dem zu hörenden Song „Behind Closed Doors“ von „Rise Against“ betritt Lex Streetman die Entrance Rampe. Hierbei zeigt mit seinem vor den Mund und die Nase gehaltenen schwarzen Bandana seine Initialen „LS“ in die Kamera und erscheint kurz und knackig auf der Entrance Rampe.

Dieses Mal wirkt er jedoch ein wenig anders, als bei seinen sonstigen Entrances. Neu ist der schon letzt Show gesehene schwarze Cowboyhut, der ihn zusammen mit dem Bandana eher wie einen Ganoven, als wie einen Wrestler aussehen lässt. Nichtsdestotrotz begibt er sich auf die Entrance Rampe, belässt es heute aber hier bei einem einfachen zeigen der „Devil Horns“ ohne großes Tam-Tam. Eine neue graue Bermudas-Rinmghose präsentiert uns der Amerikaner, die natürlich wieder mit kurzen Indizien bestückt sind. Findet der Zuschauer auf dem linken Bein das Wort „Hunter“, als Jäger, zu lesen, so kann er rechts den Begriff „Hunted“, also quasi gejagt oder Gejagter, finden. Jäger und Gejagter... Gejagter der Jäger. No input needed! Abgerundet wird sein heutiges Outfit mit grauen Elbowpads, schwarzfarbigen Armstulpen, sowie Wrestlingboots und fingerlose Handschuhe in der selben Farbe.


There's a point I think we're missing,
It's in the air we raise our fists in,
In the smiles we cast each other,
My sister, my brother.


About the time we gave up hope and
We never find these locks still open,
Stumbling on stones unturned,
The hurt we feel, we all have earned.


Gewohnten Schrittes begibt sich Streetman zum Ring und und streckt dabei seine Hände immer wieder zur Seite aus. Die Fans nehmen dieses Angebot für Handshakes natürlich gerne an und sehen im Folgenden, wie Streetman mit einem kleinen Satz in den „Squared Circle“ slidert. Mit einer Bewegung richtet sich der Blondschopf nun auf und besteigt den nächstbesten Turnbuckle, was alleine schon die Lärmpegel in der Halle ein wenig erhört.

Den Kopf stets gesenkt, nähert sich sein Haupt dem obersten Ringpolster und scheint dieses für eine Millisekunde sogar zu berühren. Im unmittelbaren Anschluss jedoch reißt sich Streetman das Bandana von Mund und Nase, legt seine zu Fäusten geballten Hände kurz an seine Lippen und lässt ein weiteres Mal das „Teufelszeichen“ gen Hallendecke streben. Dieses Mal wird es jedoch auch noch mit einem entschlossen aussehenden Gesichtsausdruck untermalt und man merkt dem Leiter des „L.A. Gyms“ an, dass er mehr als bereit für dieses Match ist.


The lives we've lost in such a change,
but all they see is treason

Although we have no obligation to stay alive
On broken backs we beg for mercy, we will survive
(Break out) I won't be left here
Behind closed doors.


Kurz nach dem Chorus verlässt Streetman den Turnbuckle wieder und begibt sich routinemäßig in die ihm zugewiesene Ecke. Der Cowboyhut wird zur Seite gelegt und letzte Dehnungsübungen der Arme und ein finales Kreiseln des Nackens zeigen an, dass der Mann von der amerikanischen Westküste den Gong quasi herbeisehnt.


Phönix läutet das Match an, welches von The H. auf der einen und dem Alternativen auf der anderen Seite begonnen wird. Gorn und Rickson bleiben also zunächst draußen, was die Beiden aber nicht unbedingt zu stören scheint.

Im Ring gewinnt Lex unterdessen einen Lock-Up gegen den Herren mit der Maske und drängt diesen in die Ringecke um ihn dort mit einigen Schlägen zu drangsalieren, die den Messerwerfer in Bedrängnis bringen, ehe er sich mit einem Tritt gegen die Kniekehle befreien kann, weil Lex nach hinten stolpert, so dass The H. wieder etwas Luft gewinnt.


Pete: Interessanter Beginn!


Der Maskenmann bringt nun seinen Gegner erstmals zu Boden, indem er einen Dropkick an den Kopf folgen lässt. The H. setzt direkt nach und lässt sich mit den Knien in den Rücken des Alternativen fallen, dieser stöhnt unter den Schmerzen des Angriffes auf, was Gorn lächelnd zur Kenntnis nimmt.

Kaum kommt Streetman wieder auf die Beine, da folgt schon der nächste Kick von The H, der Streetman in die Beuge zwingt, was H. nutzt um ins Seil zu federn...


Pete: Ouch!


...doch er läuft voller Anlauf in den ausgestreckten Arm Streetmans, wonach beide zu Boden knallen. Auch wenn das Match noch in den Anfangszügen liegt, so robben nun beide auf ihre Teampartner zu.

Danny Rickson sieht nicht unbedingt begeistert aus, als er Lexs Hand vor seiner erblickt, aber ihm bleibt nichts übrig. Also lässt er sich mutwillig einwechseln und springt über das oberste Ringseil und bekommt The H. gerade noch so zu packen, bevor dieser Gorn erreicht.

Er zieht den Maskenmann in die Ringmitte zurück und tritt ihm, ziemlich unelegant, in die Nieren, wonach ein Stöhnen unter der Maske zu vernehmen ist, was den Engländer sichtbar freut.


Sven: Mensch, wie freundlich sie hier zu Werke gehen.

Pete: Wrestling ist auch kein Ponyhof.

Sven: Aber ich mag Ponys. Du etwa nicht?

Pete: Oh, doch. Ponys <3

Sven: Am Liebsten mag ich braune Ponys...aber wieso reden wir darüber, Pete?

Pete: Man munkelt, dann müssen wir nicht im Detail erläutern, was gerade passiert.


Während also dieses hochinteressante Gespräch die Ohren der Fans erfreut, ist der Kampf natürlich weiterhin im Gange! Die Situation sieht so aus, dass Rickson The H. noch immer ordentlich zusetzt und diesen nicht nur gegen den Pfosten gehämmert hatte, sondern auch einige coole Moves zeigte, die die Fans in der Halle gesehen haben in diesem Bericht aber fehlen, weil der Verfasser nicht die ganz große Lust dazu hat.

Auf jeden Fall wartet der Engländer gerade darauf, dass The H. wieder auf die Beine kommt um ihn weiter dolle zu verhauen. Doch so einfach geht das bei einem Main Eventer nicht und so versucht The H. aus der Gefahr zu rollen, wobei ihn Rickson am Knöchel festhält...


Sven: Ungünstige Lage für The H!


Doch er macht das Beste drauf, hangelt sich auf die Beine und zeigt dann einen klatschenden Enzuigiri, der den Engländer zu Boden bringt.

Freudiges Johlen bei den Zuschauern, die ihr Hassobjekt nun also auf der Matte liegen sehen. The H. muss nun schnell zu Gorn zum Wechsel kommen.


Pete: Oh, Rickson ist auch langsam wieder stehend...schafft der Maskenmann das noch?


Langsam kriecht The H. auf Gorn zu, während Rickson gerade die Orientierung wiederzuerlangen versucht, aber immerhin schon wieder steht.


Sven: Oooooooh! Und da gelingt der Wechsel ein paar Momente bevor Rickson das Bein packen kann.


Wie ein wilder Stier stürmt Gorn in den Ring und haut Rickson erstmal zu Boden, als wäre dieser bloß ein Boxsack. Dann federt er sofort ins Seil und lässt eine Clothesline folgen, als Rickson noch im Aufstehen ist.


Pete: Wow...was für ein energischer Auftritt von Gorn.


Der Rückkehrer jubelt mit den Zuschauern über seine Taten, verliert dabei aber etwas die Übersicht und so kann Rickson sich hinter dem Rücken zu Streetman durchschleichen und mit diesen Wechseln.

Ebenso energisch wie Gorn zuvor kommt nun Lex in den Ring und springt Gorn an, wobei dieser zu Boden fällt.

The H. kommt in den Ring um den Ansturm aufzuhalten, doch er bekommt direkt einen Crossbody ab und fliegt so ungünstig, dass er gleich Gorn wieder mit umreißt und sich dann schmerzerfüllt aus dem Ring rollt.

Streetman greift sich Gorn und lässt nun eine wahre Serie von tollen Moves folgen, so gibt es nicht nur einen Suplex und ein Spinning Heel Kick, ehe Lex aufs Seil geht und von dort mit einem Legdrop springen will...


...doch beim Landen kann sich Gorn zur Seite rollen und Lex erleidet in diesem Moment wohl schmerzen, die jedem Menschen Tränen in die Augen bringen, der gerne sitzt.

Gorn nun also mit der Chance. So greift er sich Lex und zeigt einen Suplex!


Beide landen auf den Boden und bleiben erschöpft liegen. Gorn scheint sich wohl auch weh getan zu haben. Doch da legen Lex und Gorn gegenseitig ihre Arme auf den anderen Mann und Phönix zählt das Cover 1..............2..............3!!!


Sieger des Matches durch Pinfall: ...


Pete: Ja wer ist denn nun Sieger?

Sven: Ich glaube, dass es keinen Sieger gibt.

Pete: Wir schauen uns mal den Videobeweis an.


Im Videobeweis sieht man, dass beide sozusagen jeweils den anderen pinnen. So wird es zu einem Double Pin erklärt.


Sieger des Matches: Double Pinfall!!!


Das Matchende ist noch keine Minute her, die Körper der Wrestler sind noch immer von den Attacken der Auseinandersetzung geschunden und dennoch bewegen sich die vier Männer schon wieder in den Ring – schließlich werden sie sich in nur zwei Wochen in ganz anderer Art gegenüberstehen und dafür sind noch nicht alle Fronten geklärt.

Als Erster kommt Danny Rickson mit Hilfe der Seile auf die Beine und fordert direkt einmal den Titel von einem Mitarbeiter an, der ihm das gute Stück in die Hand drückt, so dass es sich der Engländer auf die Schulter legen kann.

Während nun auch die anderen 3 wieder einen festen Stand haben, blicken sich die Männer in Erwartung auf das Titelmatch beim PPV in die Augen: Kampfeslustig und Siegessicher.


Nachdem dieser Staredown für einige Sekunden anhält, finden durch das kluge Mitdenken der Ringcrew auch Mikrofone den Weg in die Hände der Wrestler.


Pete: Oh, Sven! Ich kann den Main Event vom Pay Per View wirklich kaum erwarten. Wir haben wirklich vier Ausnahmekönner, die sich überhaupt nicht riechen können.

Sven: Das stimmt wirklich, Pete. Doch nun sollten wir mal schauen, ob sie sich noch etwas zu sagen haben.


Oh ja, das haben sie! Als Erster ergreift natürlich der Champion das Wort, er will sich keinerlei Schwäche in Hinblick auf die „Mindgames“ erlauben.


Danny Rickson: Ich hoffe ihr drei Möchtegern-Maineventer habt nun einen gebührenden Einblick darin erhalten, was euch bei Brainwashed erwartet...ihr wollt wirklich die GFCW vor meiner ach so schlimmen Terrorherrschaft retten? Dazu hat solch ein kleiner Roll-Up Sieg sicher nicht geholfen...


Ein Lächeln schiebt sich auf seine Lippen.


Danny Rickson: Lächerlich! Kein Wunder, dass die Liga den Bach runtergeht, wenn man mir zusammengerechnet ungefähr 300 Kilo rohes Fleisch vorwirft, was das Charisma einen Flusskrebses hat und in etwa so Unterhält wie ein Bildausfall im Fernsehen.

Gratulation...Dynamite. Du machst Brainwashed sicher zu einem Hit...


Der Engländer lacht auf und schüttelt mit dem Kopf.


Kopf schüttelnd meldet sich The H. Zu Wort.


The H.: Und was willst du damit erreichen? Willst du wie ein vorpubertäres Kind alles kaputt machen und mit freudigen Augen sehen, dass die anderen sich ärgern? Was bringt es dir? Einen kurzem Moment der Freude, bevor du in deinem dunklen See aus Hass und Selbstmitleid versinkst. Wie viele Tränen musst du vergießen Danny, bevor du diesen starken selbstbewussten Mann spielen kannst, den du hier präsentierst? Mir ist egal, was die anderen beiden machen.


Er deutet abwertend auf Streetman und Gron.

The H.: Ich stand letztes Jahr schon in einem 4-Way Main Event. Ich weiß jetzt, worauf ich achten muss und mit dieser Erfahrung wirst weder du, noch einer der anderen Nasen mich um den Titel bringen. Ich bringe den Titel dahin zurück, wo er hin gehört: In meine Hände und damit in die GFCW Galaxy.

Ein lautes Auflachen, welches man auch ohne die Zuhilfenahme eines Mic hören kann, durchzieht nun die angespannte Atmosphäre im Squared Circle. Die Töne entkamen der Kehle Lex Streetman, der nach seinem amüsierten Ausruf nun selbst ein „Sprachrohr“ zur Hand nimmt.

Streetman: „Soso, in deine Hände also? Das Gleiche demnach, was du schon vor deiner Pause gefühlte achtzig Mal versucht hast und woran du immer gescheitert bist? Sieh es ein, H., du bist nicht in der Lage das ganz große Gold zu erringen. Weder als psychopatischer Messerfanatiker, noch jetzt als Softie-Freak.“

Ein kurzer verbaler Stich für den Maskierten, ehe sich das Antlitz des Amerikaners zum Champion richtet.

Streetman: „Allerdings muss ich diesem Irren in einer Sache Recht geben. Rickson, du regst dich Tag und Nacht über diese Liga auf und bemängelst die Qualität dieser Promotion. Und was machst du dagegen, um den angeblichen Verfall aufzuhalten? Nichts, du weinst stattdessen weiter herum wie ein kleiner Junge, den man den Lolli weggenommen hat. Und wenn du jetzt schon so miesepetrig aus der Wäsche schaust, warte nur ab, bis ich dir dein „Spielzeug“ bei „Brainwashed“ abnehme und den endgültigen Beweis antrete, dass der Glaube von Tausenden von Menschen stärker ist, als die große Klappe eines lächerlichen Champions!


Gorn der sich das ganze von einer Ecke des Rings angeschaut hatte blickt nach oben und grinst hämisch.


Gorn: Ihr zwei nutzlosen Idoten um euch schert sich doch kein Mensch. Rickson du dagegen wirst meine Kraft noch in vollem Umfang zu spüren bekommen. Ich werde nicht ruhen bis du dein Gold los bist und ich es dem Meister übergeben kann um endlich unsterblich zu werden. Ich werde nicht rasten bis du am Boden bist, am Boden der Realität. Du denkst du bist der beste in der Liga. Okay vielleicht warst du das als ich nicht da war, was aber auch nicht so schwer war wenn ich mir diese talentlosen schlappschwänze anschau. Du wirst bei Brainwashed zum ersten mal seit langer Zeit einen richtigen Gegner bekommen. Einen Gegner der Fähigkeiten hat von denen du nur träumst. Ich habe die dunklen Mächte auf meiner Seite.


Gorn blickt zu Rickson


Gorn: ich gebe dir einen Tipp mit auf den Weg Danny. Quiquid agis, prudenter agas et respice finem. Was immer du tust handle klug und bedenke das Ende. Ich kenne dich und weiß du neigst zu unüberlegten Handlungen, doch jetzt bin ich da und ich werde das sofort bestrafen.


Sein linkes Auge zuckt leicht und er lächelt


Gorn: Dixi et salvavi animam meam


Auch wenn es kein deutliches Signal gab, dass Gorn fertig ist, so erhebt nun wieder Danny Rickson die Stimme.


Danny Rickson: Wirklich süß die Wörter aus euren Mündern...bloß kann euch leider das ganze Gerede und selbstverliebte Geplapper nicht den Sieg beim PPV sichern. Sagt doch noch häufiger, dass ich den Titel beschmutzt habe, aber es ist und bleibt Tatsache, dass ich den Titel entgegen den Willen von euch allen habe und damit tun kann, was ich will. Und das wird sich auch beim PPV nicht ändern. Verdammt, ihr alle 3 seid so unglaublich lächerlich, ich kann es einfach nicht fassen...


Er lässt das Mikrofon sinken und hebt stattdessen den Titel in die Luft, wo ihn alle Anderen gierig betrachten. Und als wäre es ein Signal, so kommen die Anderen näher auf ihn zu. 3 gegen 1.

Ungläubiges Blicken bei Rickson, dieser tut das einzig Richtige – und rollt sich blitzschnell aus dem Ring, ehe die Faust von Gorn dort einschlägt, wo er eben nocht stand.


Lächeln beim Engländer, er ist den Häschern noch einmal entkommen. Grinsend stellt er sich auf dem Rampe auf, die eine Hand am Titel...die andere deutet auf das Logo von Brainwashed, was über dem Ring angebracht ist.

Die Kontrahenten aber starren allesamt nur auf eine Sache. Auf das Gold. Das Gold, das auf den Schultern des verhassten Mannes ruht.


Brainwashed 2011.


Der Kampf um den Titel.









Vor dem Parkplatz der GFCW. Die Zufahrt des Parkplatzes und das gesamte Außengelände des heutigen Austragungsortes von Brainwashed ist mit Absperrgittern und Bändern abgeriegelt. An den Gittern an der Zufahrt zum GFCW Gelände herrscht großes Gedränge. Fans versuchen Autogramme und besonders scharfe Fotos von den Stars zu erhaschen, die nacheinadner hier eintrudeln. Die Security und besonders Azrael haben alle Hände voll zu tun die Sicherheit für diesen PPV zu gewährliesten.

Auch Mac Müll ist mit seinem Kameramann vor Ort und ist fleißig auf der Suche nach interessanten Gesprächspartnern.


Müll: Hm....Fans...Fans...nee die hatte ich heute schon zu oft vor der Kamera, sogar ein paar Robert Breads Fans..wer hätte dass gedacht...Das ist zwar schon ein Knüller ber trotzdem..hier muss doch noch jemand Interessantes zu finden sein...


Da erblickt Mac Müll in der Menge Familie Gossler.


Müll: Ohja! Komm Bob, dass wird ein ganz besonderes Interview. Mac Müll und sein Kameramann Bob, der Schwierigkeiten hat dem angagierten Müll zu folgen, drängen sich durch die Menge bis zu den Gosslers vor.


Müll tippt dem Vater, der mit dem Rücken zu ihm stehenden Familie, auf die Schulter.


Müll: Entschuldigen Sie Herr Gossler...


Die Vier (Vater, Mutter und Bruder von Rob) drehen sich erschreckt um.


Müll: Ein kleines Interview bitte mit Ihnen und ihrer Familie.

Vater: Äh...ok Mac... Einverstanden.

Müll: Also...Was sagen sie zu der Karriere ihres Sohnes?


Zunächst etwas ratlos auf diese Frage kratzt sich der kleine dickliche Mann mit den großen schwarzrändigen Brillengläsern am zunehmend kahlen Hinterkopf.


Vater: Hm...Wir sind einfach nur Glücklich wieder Kontakt zu unserem Sohn zu haben...


Da wird der Familienvater von seiner Frau unterbrochen.


Mutter:..Und zu wissen dass er gesund und glücklich ist.

Müll: Was denken sie über seine Karriere?


Der Vater kratzt sich ratlos am Kopf als ihm Müll das Mikro entgegenstreckt.


Vater: naja, ich hätte mir schon gewünscht, dass er einen anständigen Beruf sich aussucht, sowie Einzelhändler, Arzt oder Tischler aber er ist frei in seinen Entscheidungen und damit müssen wir leben und wenn er mit seinem Leben zufrieden ist, dann sind wir es auch.

Müll: Nun ist ja Wrestler ein recht gefährlicher Beruf, in dem man sich schnell lebensgefährlich verletzten kann...wie gehen sie damit um?


Müll streckt nun besonders der Mutter das Mikro entgegen. Die Mutter ist eine vollbusige dickliche Frau mit mittellangen braunen Haaren und vollen roten Lippen. Sie verdreht die leicht blau geschminkten Augen bei dieser Frage.


Mutter: Das beunruhigt mich auch jedes mal wieder aufs Neue. Immer wenn ich die halsbrecherischen Aktionen der Wrestler und insbesondere meines Sohnes sehe wird mir ziemlich schlecht und ich möchte am Liebsten in den Ring stürmen und alles unterbinden aber ich denke da muss ich durch..ich überwinde mich dann, presse mich dann auf meinen Platz und hoffe dass alles gut wird.

Vater/Sohn: Uns geht es da ähnlich.

Müll: Wie wichtig denken sie ist die Familie für ihn?


Der Vater und seine Frau sehen sich an, dann blicken sie zu dem daneben stehenden Norman. Schließlich ergreift wieder der Vater das Wort.


Vater: Ich denke wir sind eine sehr wichtige stütze, die er sehr braucht.

Müll: Nun eine Frage besonders an den Sohnemann..würdest du auch gerne Wrestler sein, wie dein großer Bruder?


Der Junge in der schwarzen Jacke und der Jeans mit den struppeligen braunen Haaren und der rechteckigen Brille mit den dünnen schwarzen Rändern beginnt zu lächeln.


Norman: Nein, dass wäre nichts für mich..ich genieße die Show lieber von Außen und feuere meinen Bruder heute Abend lautstark an.

Müll: Was glauben sie wer wird den Titel mit nach Hause nehmen?

Familie: ROB NATÜRLICH!


Mit einem Lächeln verlässt Rob die Familie.


Müll: Rob müsste doch auch bald auftauchen..wo ist er denn?


Abgehetzt sprintet Rob Gossler auf seinem hellblauen Rennrad die schmale Strasse zum GFCW Gelände entlang. Im stehen, mit schwerem Atem und völlig erschöpft rast er die Strasse herunter, den Parkplatz fest im Blick.

Rob trägt wie immer seine rissige Jeans, die Jeansjacke und den grünen gegelten Iro, allerdings hat er extra fürs Fahrradfahren seine schwarzen Boots gegen sportlichere weiße Turnschuhe getauscht. Seine schwarze Sporttasche hat er schräg über Hals und Schulter gehängt.


Rob: Dass ich aber auch immer zu spät kommen muss...verdammt...so, gleich hab ichs geschafft.


Rob setzt zum letzten Sprint an, doch da rutscht er auf einmal weg und prallt mit dem Körper heftig auf den Asphalt. Nachdem er einige Meter gerutscht ist, kommt er schließlich zum stehen.


Rob: Aua...


Sofort eilen zwei Sicherheitskräfte herran um dem Profi auf die Beine zu helfen, doch Rob springt vorher schon wieder auf die Füße.

Rob klopft sich den Dreck von der Hose und besieht sich sein auf dem Boden verdreht liegendes Rad.


Rob: FUCK! Das schöne Rad.


Die Sicherheitsleute kommen zu ihm.


Sicherheitsmann: Alles in Ordnung.


Rob schubst den Mann beiläufig zur Seite, als er seine Trainingstasche vom Boden aufhebt.


Rob: Ja, ja...alles in Ordnung.


Auch Mac Müll kommt jetzt zu ihm.


Müll: Alles in Ordnung?


Rob ist jetzt bei der Wiederholuing dieser Frage genervt.


Rob: ja ja ja, jetzt lasst mich doch mal in Ruhe!

Müll: Hast du dich verletzt?

Rob: Nein verdammt.


Rob geht zu seinem Fahrrad und stellt es wieder auf, während Mac Müll ihm hinterher läuft.


Müll: Alles noch dran?

Müll: Warum so spät? Gab es Probleme?

Rob: Ja ich habe mich ein wenig in der Zeit vertan und jetzt ehrlich gesagt nicht viel Zeit für noch großes Gelabber also fass dich kurz.


Rob geht mit dem Fahrrad die letzten Meter zum Ständer und Mac Müll muss sich anstrengen mit ihm Schritt zu halten, um noch schnell ein paar Fragen los zu werden bevor Rob im Gebäude verschwindet.


Müll: Ok, was glaubst du, wie verläuft der heutige Abend für dich?

Rob: Ich werde heute Abend den Titel gewinnen daran habe ich keine Zweifel.

Müll: Du hast heute Abend sehr starke und erfahrende Gegner. Bist du dir da wirklich so sicher?


Rob beginnt zu lächeln.


Rob: Ich habe heute Abend sehr starke Gegner aber ich bin stärker als sie..dass wissen sie nur noch nicht.

Müll: Wie gedenkst du die Erfahrung der Anderen wieder wett zu machen?

Rob: Durch Fleiß und absoluten Willen.

Müll: Gibt es Probleme innerhalb der Gruppierung bezüglich des Titelwechsels? Könnte dass ein Problem werden?

Rob schließt sein Fahrrad an.

Rob: Nein, dass ist kein Problem für uns, solange Emilio nicht den Titel gewinnt und damit der Titel aus unserer Runde gerissen wird, ist für uns jede andere Lösung tragbar und wir werden uns genauso gut verstehen wie vorher, da bin ich mir sicher.

Müll:...und wenn Emilio nun gewinnt?


Rob ist jetzt nun an der Eingangstür.


Rob: Dann werden wir versuchen den Titel wieder zu bekommen, ist doch ganz klar...entschuldige mich jetzt, ich muss mich jetzt noch etwas auf das Match vorbereiten.

Müll: Äh...Sicher.


Und so wartet Mac nach dieser Abfuhr zähneeknirschend auf den nächsten Interviewgast, während im Gebäude die letzten Vorbereitungen für die Show getroffen werden.









Los Angeles. Eine Weltstadt. Im Herzen Kaliforniens steht sie, die Stadt der Engel, wie keine Zweite auf der Welt, für Film und Fernsehen. Die riesigen Buchstaben der Hollywood-Hills sind nur eine der unzähligen Sehenswürdigkeiten dieser einzigartigen Stadt an der Westküste der USA. Strahlend blauer Himmel, Palmen am Straßenrand, deren Blätter von einem leicht Windhauch bewegt werden. Und trotz der Menschenmassen in der Stadt, kann man all das einfach genießen. SO stellt man sich eine grandiose Stadt vor. SO möchte man leben. Und als Wrestler auch gleich noch trainieren.


Und so gibt es glücklicherweise ein mittlerweile recht bekanntes Fitnessstudio im Herzen LA's. Das LA Gym von Lex Streetman. Und nach einem kleinen Panorama-Blick über die Idylle der Stadt, ist eben dieses Gebäude nun auch im Zentrum der Kamera. Von außen wirkt es relativ unscheinbar. Natürlich, der Schriftzug mit dem Namen ist schon deutlich sichtbar, ansonsten verrät auf den ersten Blick jedoch nichts, dass es sich hier um den Trainingsort eines der derzeit erfolgreichsten GFCW'ler handelt. Und interessanterweise ist dieser im Moment auch noch gar nicht die Person, um die es sich hier dreht.


Denn vor dem Eingang des Studios ist jemand zu sehen, der auf den ersten Blick eigentlich überhaupt nicht in so eine Weltstadt passt, wenn man jedoch ein wenig genauer überlegt, macht es schon so seinen Sinn, diesen jungen Herren hier zu sehen. Die Rede ist vom Rosenheimer Dorfjungen Gordon Schelo und zumindest sein scheinbar an der Kopfhaut festgewachsener Strohhut passt zum sommerlichen Wetter Kaliforniens. Ansonsten ist seine Kleidung zwar typisch für ihn, jedoch etwas unpassend für 30° und mehr, die es am Tag locker werden können. Das gute alte braun-rot-karierte Flanellhemd, die zerrissene ausgewaschene Jeans und ein paar Schuhe, mit dem er scheinbar auch problemlos den Weg von Bayern bis hier her hätte laufen können, wenn da nicht diese vollgepackte Sporttasche über seiner Schulter wäre. Allein die Tatsache, dass es noch früh am Morgen ist, verhindert, dass er schon jetzt schwitzt, als würde er bereits seit Stunden trainieren, doch das wird sich mit Sicherheit noch ändern. Spätestens wenn das Studio seine Pforten öffnet. Denn noch steht der Bauer vor verschlossenen Türen, solche Frühaufsteher ist eine Großstadt nun einmal nicht gewohnt. So kann Schelo aber noch einmal in sich gehen, den Kopf senken und den Satz herausbringen...


Gordon: Ich hoffe, das hier wird mich weiter bringen.


Ein Kameraschnitt folgt und es geht für den Zuschauer direkt rein in eben jene erwähnte Institution. So mag zu solch früher Stunde zwar der Kundenbereich noch nicht geöffnet haben, doch der interne Bereich des Gyms ist hingegen schon mit Leben gefüllt. Im Konferenzraum der Einrichtung sitzen, wie so häufig, die drei Hauptverantwortlichen für das Training der „Students“ an einem Tisch und bereden die aktuelle Trainingssituation von Fred Malone und Co. Lex Streetman lässt sich hierbei viel von seinen Coaches, Chris Trip und Edin Stanovsky, berichten. Schließlich ist der Blondschopf durch die GFCW häufiger mal zwei bis drei Tage auf Reise und kann somit nicht alle Entwicklungen hautnah miterleben. Verständlich daher, dass er bei solchen Besprechungen dann in großer Fragelaune ist.


Streetman: „Eure Berichte sind wieder einmal sehr interessant und aufschlussreich für mich und ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind. Inwieweit glaubt ihr, dass wir in naher Zukunft Jemanden mal ein Probematch in einer der Indy-Ligen hier organisieren sollten? Meint ihr, unsere Jungs sind schon soweit oder brauchen sie noch einen letzten Schliff für die erste Härteprobe?“


Der Kugelschreiber in seiner rechten Hand wird, vermutlich aus Zeitvertreib oder wegen unausgelassenem Tatendrang, immer wieder durch die Finger rotiert. Seine beiden gegenübersitzenden Kollegen begutachten erst nochmals ihre mitgebrachten Notizen, ehe sich Trip ein ultimatives Urteil über den Leistungsstand der Rookies erlaubt.


Trip: „Von dem Niveau ihres Könnens sind glaube ich allesamt durchaus in der Lage, solch eine Probe zu erfahren. Mit Anthony wolltest du schließlich schon vor geraumer Zeit einen Versuch in der FPW tätigen, was aber aus diversen Gründen nicht geklappt hat. Auch Fred hat in der GFCW bewiesen, dass er mit einer Matchsituation umgehen kann. Bei den Anderen wäre es definitiv interessant zu sehen, wie sie reagieren denn festzuhalten bleibt, dass...“


Unsanft und auch sehr überraschend wird die Diskussion plötzlich von einem Klopfen an der Tür unterbrochen. An sich sehr untypisch, da die Meetings der drei Coaches in der Regel nie unterbrochen werden und es auch deren Wunsch ist, dass sie wenigstens einige Minuten in der Woche Ruhe haben, um wichtige Angelegenheiten zu klären. So aber lugt nach einigen Augenblicken ein Mitarbeiter des Gyms durch den Spalt zwischen Tür und Wand hindurch und entschuldigt sich schon beinahe mit seiner vorsichtigen Mimik für die Störung.


Mitarbeiter: „Entschuldigung für die Störung, aber uns wurde aus dem Kundenbereich gemeldet, dass vor dem Eingang ein groß gewachsener Mann mit Strohhut steht, der offensichtlich explizit das Gym besuchen will.“


Waren die Blicke der drei Coaches erst noch ein wenig misstrauisch ob der Störung, so wandeln sich deren Gesichtsausdrücke nach der Nachricht in überraschte Blicke. Ein durchtrainierter Mann mit Strohhut? Ganz klar, damit kann eigentlich nur eine Person mit gemeint sein... oder neuerdings könnten es auch zwei sein.


Trip: „Gorn?“

Streetman: „Nein, ich glaube er würde sich kaum die Mühe machen hierhin zu kommen. Und wenn ich mich Recht an meine Worte der Vergangenheit erinnere... dann kann das eigentlich nur ein anderer „Bekannter“ sein. Wir verschieben das Meeting besser und bereden die letzten Punkte beim nächsten Mal. Sagen wir morgen um die selbe Zeit?“

Sowohl Stanovsky, als auch Trip nicken zur Absegnung des Termins und verlassen zusammen mit Streetman den Konferenzraum. Während die beiden Coaches sich allerdings Richtung Trainingsraum begeben, um dort das Training mit den hoffentlich wachen Students aufzunehmen, läuft der „Man of Faith“ den entgegengesetzten Gang hinunter und nähert sich so dem Kundenbereich des Gyms.


Wieder erfolgt ein Wechsel der Kameraperspektive und dieses Mal sehen wir wieder Schelo vor dem Eingang des Gyms stehen. Offensichtlich sind die Glastüren des Gebäudes noch immer nicht geöffnet und es scheint fast so, als ob sie die Eingänge absichtlich wegen des Rosenheimers verrammelt hätten. Der Strohhutjunge wirkt auch schon fast so, als ob er wieder in Aufbruchsstimmung wäre, doch da wird er endlich von einer ihm bekannten Stimme begrüßt.


Streetman: „Na, sieh mal einer an, wer uns zu solch einer frühen Stunde bereits besucht! Bei dir, lieber Gordon, scheint ja wirklich der frühe Vogel den Wurm zu fangen. Hätte ich gewusst, dass du uns so früh schon besuchst, dann hätte ich dir gleich den Mitarbeitereingang als Treffpunkt mitgeteilt. Ich hoffe aber, dass du nicht schon allzu lange hier stehst.“

Etwas überrascht dreht sich der Dörfler nun wieder um und sieht tatsächlich das Gesicht des Leiters dieses Studios hier vor sich. Schnell fangen sich seine Gesichtszüge wieder und so schrumpfen seine aufgerissenen Augen prompt wieder zurück auf Normalgröße und seine Mundwinkel ziehen sich zu einem kleinen Lächeln nach oben. Sofort geht er auf Streetman zu und streckt ihm die Hand zur Begrüßung entgegen, während er schon unterwegs zu sprechen beginnt.


Gordon: Keine Sorge, ich bin gerade erst gekommen....danke nochmal, dass du meine Bitte angenommen hast. Nach meiner Niederlage gegen dich wusste ich echt nicht mehr, wie ich jetzt weiter machen sollte. Naja bis ich mir dann dachte, dass es eigentlich ganz praktisch wäre, von demjenigen zu lernen, der mich so geschlagen hat. Ich hoffe wirklich, ich kann hier was von dir lernen.


Für den Mann aus Los Angeles war es schon komisch, gerade solche Worte in dieser Situation zu hören. Klar, Aussagen von solchem Format hat er im „L.A. Gym“ selbst schon öfters gehört. Doch genau dies von einem GFCW-Kollegen gesagt zu bekommen, war mehr als ungewöhnlich und mitunter ja auch nicht hundertprozentig richtig. Schließlich hatte es Gordon Schelo mit seiner eigenen Trainingsweise immerhin in die GFCW geschafft.


Streetman: „Gern geschehen, es freut mich immer Freunde und gute Bekannte die Möglichkeit zu bieten, ihren Wrestling-Horizont zu erweitern. Und ich bin mir sicher, dass du nicht der Einzige sein wirst, der in den nächsten Tagen noch etwas lernen kann. Deine Lariats zum Beispiel waren nicht von schlechten Eltern. Vielleicht kannst du mir ja dein „Geheimrezept“ verraten, wie du sie so effektiv gestaltest.“


Ein kleines Augenzwinkern folgt vom Blondschopf ehe er dem Deutschen einladend an die Schulter fasst und mit der anderen Hand auf eine Nebengasse links vom Eingang hindeutet.


Streetman: „Aber komm am Besten erst einmal mit. Ich zeige dir in aller Ruhe zuerst die Einrichtung, die in den nächsten Tagen dein Zuhause sein wird.“


Dankend nimmt Schelo das Angebot an und schon schlendern die beiden GFCW’ler durch die Gasse vom Kundeneingang weg. Nach wenigen Augenblicken kommen sie auch schon auf der Gegenseite des Kundeneingangs heraus, wo sich ein zweiter und kleinerer Eingang befindet. Ebenfalls an der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein kleiner Parkplatz mit wenigen geparkten Autos, die offensichtlich noch zum äußeren Gebiet des Gyms dazuzählen. Leicht versteckt wirkt der Parkbereich zwischen den höheren Gebäuden links und rechts davon, ebenso wie es der Mitarbeitereingang tut, durch den die beiden Akteure nun eintreten.


Streetman: „Dies ist sozusagen ein Geheimeingang für die „Students“ und Mitarbeiter des Gyms, bevor der Kundenbereich vorne geöffnet hat. Sind die Türen vorne schon auf, dann kann man auch problemlos von dort zum eigentlichen Trainingsbereich des Gebäudes kommen.“

Schelo: „Das heißt, der Kundenbereich ist eigentlich nur ein kleiner Teil des Gyms? Und was meinst du genau mit „Students“?“

Streetman: „Ja, das hast du richtig erkannt. Der Kundenbereich umfasst eigentlich nur ein normales und kleines Fitnesscenter für Bürger, die sich ein wenig fit halten möchten und ihren Körper für den Sommer in Schuss bringen möchten. Der eigentlich viel wichtigere Teil des Gebäudes, die Institution an sich, ist für „Normalkunden“ nicht zugänglich. Wobei sie natürlich durch den Geldeingang auch wichtiger Bestandteil des Hauses sind. „Students“ nennen wir hier ganz einfach die Trainierenden, denen wir Trainingseinheiten geben und sie zu Wrestlern versuchen auszubilden. Streng genommen könnte man dich in den nächsten Tagen also auch als „Student“ bezeichnen.“


Wieder ein leicht grinsender Ausdruck Streetmans in Richtung Schelo, der diese Bemerkung aber offensichtlich gut einzuordnen weiß. Generell wirkt der Junge mit dem Strohhut sehr neugierig und interessiert, was man auch an den gestellten Fragen schon schnell erkennen kann. Immer wieder nach links und rechts wendet sich sein Kopf, während Streetman, fast schon einer Führung gleichend, nach dem kleinen Eingangsbereich für die Mitarbeiter einen Gang entlang schreitet und letzten Endes eine Tür öffnet.


Streetman: „Willkommen in deinem kurzweiligen Zuhause!“


Kaum wurde auch nur ein Spalt des Zugangs geöffnet, kommen den beiden Protagonisten schon die typischen Geräusche und (Schweiß)-gerüche einer Wrestlingschule entgegen. Fallübungen im Ring, Kick- und Schlagaufgaben an den zwei Boxsäcken und ausruhende Personen auf den Trainingsbänken sind soweit die ersten optischen Eindrücke, die man als erster Beobachter sammeln kann. Die Trainingseinheiten sind bereits zu solch früher Stunde, und im Gegensatz zum Kundenbereich, mitten im Gange. Auch in diesem Raum präsentiert der „Man of Faith“ seinem Gast einen kleinen Rundgang und lässt darüber hinaus so manchen Namen fallen.


Streetman: „Siehst du im Ring den Coach im Trainingsanzug? Das ist Chris Trip. Er ist einer der beiden Coaches hier und zugleich meine rechte Hand in der Organisation dieses Gebäudes. Ihn wirst du bestimmt in nicht allzu entfernter Zeit kennen lernen. Die beiden Students, die er trainiert sind möglicherweise unser neustes Tag Team. Jason Light und „Javi“ Tavares... passen ganz gut zusammen, wenn du mich fragst.“


Zustimmendes Nicken Schelos, welches aber wohl mehr der Höflichkeit dient, als eines letztendlichen Urteils. Und noch bevor eine weitere Reaktion folgen kann, stehen die beiden wenige Meter entfernt von den Boxsäcken, die zurzeit ebenfalls genutzt werden.


Streetman: „Edin Stanovsky ist unser zweiter Coach hier. Er kümmert sich mehr um deine Fitness und Schlagtechniken, als um die wirklichen Wrestlingmanöver. Das „Tier“ dort neben ihm ist Ric Bourgeous. Ihn solltest du dich besser nicht in den Weg stellen. Und der Jungspund daneben ist unser Vierter „Student“ im Bunde, Anthony Dine.“

???: „Lex, my fellow, hast du da nicht Jemanden vergessen?“


Diese Stimme ist selbst Schelo noch ein Begriff und so wundert es nicht, dass der nun auftretenden „Student“ kein Unbekannter für den Rosenheimer ist.


Streetman: „Ach doch, natürlich, da hätte ich fast unser neustes Pferd im Stall übersehen. Nun ja, ich denke so richtig vorstellen brauche ich euch beide nicht mehr, oder?“


Noch leicht verschwitzt von seiner Trainingseinheit gesellt sich der Ire Fred Malone zu den beiden GFCW’lern und grinst den Neuankömmling willkommend an.


Malone: „Well, natürlich erinnere ich mich noch. War doch schließlich eine nette Begegnung in der GFCW, oder?“


Sichtlich erfreut darüber hier, abgesehen von Lex, noch einen Bekannten zu treffen, zeichnet sich auch prompt ein fröhliches Lächeln auf Gordons Gesicht ab, während er dem Rotschopf die Hand entgegenstreckt, die dieser auch gleich annimmt.


Gordon: Hallo Fred, schön dich einmal wiederzusehen. Du siehst fit aus, schön dass du anscheinend immer noch so hart trainierst, auch wenn du erstmal nicht mehr in der GFCW zu sehen bist.


Malone schaut nur beiläufig zur Seite, sieht kurz die Trainingseinrichtung an und zuckt dabei mit den Schultern.


Malone: Man tut, was man kann. Egal, ich will euch nicht aufhalten. Gordon wir haben irgendwann sicher noch eine Sparring Session. See ya fella.


Und so lässt der Ire ohne Koboldabstammung die beiden auch wieder allein, woraufhin nun erst einmal ein Moment der Stille herrscht. Schließlich will Streetman seinem neuesten „Schüler“ ja auch einmal die Möglichkeit geben, sich ein wenig umzuschauen und das macht der Bauernjunge in diesem Moment. Mit großen Augen dreht er sich einmal im Kreis und verschafft sich nach dem ersten groben Überblick durch Lex' Erklärungen nun noch einen Zweiten. Und nachdem auch das abgeschlossen ist, folgt ein erstes kleines Fazit mit einem Schmunzeln im Gesicht.


Gordon: Wow...also mit meinem Bauernhof kann man das hier nicht so wirklich vergleichen. Das ist echt beeindruckend, was du hier aufgebaut hast, Lex. Ich meine, das sieht alles so verdammt neu und ordentlich aus. Und deine Trainer scheinen auch ordentlich was auf dem Kasten zu haben...und komm schon, wenn hier alle Leute so talentiert sind wie Fred, dann ist die Zukunft der GFCW gesichert.


Der Amerikaner hört sowas natürlich gern und nimmt das Lob dankend mit einem Nicken entgegen. Zu mehr reicht es dann aber nicht, schließlich ist Gordon noch nicht fertig. Wie ein Kind im Süßigkeitenladen, will er am Liebsten gleich von allem etwas haben.


Gordon: Und weißt du was? Ich würde am Liebsten gleich eine kleine Kostprobe nehmen, einverstanden?

Streetman: Aber klar.


Und so wirft der Dörfler seine Tasche zu Boden und als Brawler, der er nun einmal ist, ist es auch logisch, dass er zuerst zu Edin Stanovsky geht. Dieser betreut eben gerade Ric und Anthony und zeigt ihnen scheinbar die korrekte Ausführung eines Spinning Back Kicks. Nicht gerade der gewöhnlichste Tritt im Wrestling, aber wenn er erst einmal sitzt, dann hat er eine verheerende Wirkung. Abwechselnd treten die beiden Students gegen den Sandsack und Schelo wirkt wie das scheue neue Kind in der Klasse, was er in dieser Situation ja auch irgendwie ist, dass sich langsam nach vorn tastet und schließlich den Mut zusammennimmt, um zu fragen, ob es mitspielen darf.


Gordon: Hallo, mein Name ist Gordon Schelo, ich bin neu hier....dürfte ich vielleicht auch einmal probieren?


Sofort geht der Coach auf ihn zu und diesmal ist er derjenige, der zuerst die Hand ausstreckt, wo er ja genau an der richtigen Adresse ist.


Stanovsky: Hallo Gordon, Lex hat mir ja schonmal von dir erzählt. Schön, dass du wirklich einmal vorbei gekommen bist...Klar zeig doch mal, was du kannst....auch wenn das jetzt nicht die beste Trainingskleidung ist.


Mit gerunzelter Stirn schaut er auf Schelos Jeanshose und malt sich wohl gerade aus, wie wundgescheuert Gordons Beine nach einer Trainingsstunde sein werden, aber das ist das Problem des Rosenheimers und der winkt nur mit einem Lächeln ab. Dann stellt er sich vor dem Sandsack auf, nachdem die anderen beiden freundlicherweise Platz gemacht haben, geht leicht in die Hocke, dreht sich auf dem linken Fuß, fährt das reichte Bein aus und zeigt einen harten Tritt gegen den Sandsack, woraufhin die beiden “Students“ erstaunt die Augenbrauen hochziehen und auch der Coach beeindruckt nickt, was Gordon natürlich umso mehr freut.


Stanovsky: Respekt. Du hast ganz schön viel Kraft. Das war ein ziemlich harter Kick, dafür dass du eine falsche Technik benutzt.


Verwundert schaut ihn der Bauernjunge an.


Gordon: Was war denn daran falsch? So mache ich den immer.


Da muss der Trainer nun ein wenig schmunzeln, während er an Gordons Stelle tritt und ihn leicht zur Seite schiebt.


Stanovsky: Deswegen muss er aber noch lange nicht stimmen. Ich zeige dir mal, wie es richtig geht. Pass auf, du drehst dich mit dem linken Fuß und zeigst quasi eine Pirouette. Dadurch verliert dein Tritt die Genauigkeit und eine Menge Energie geht verloren. Der Spinning Back Kick wird auch Turning Side Kick genannt und ich mag diesen Namen eigentlich mehr. Denn wenn du die Aktion richtig zeigen willst, dann drehst du den Fuß nicht einmal komplett, sondern stellst ihn quasi voran, mit der Hacke ein wenig nach vorn und verdrehst sozusagen deinen Körper, um anschließend dein rechtes Bein zu heben, die Drehung wieder aufzulösen und mit voller Wucht zuzutreten. Pass auf.


Wie gerade beschrieben, stellt sich Stanovsky nun auf und zeigt ebenfalls den Tritt, den Gordon gerade schon präsentiert hat. Und die Unterschiede sind gewaltig. Obwohl der Coach um einiges schmächtiger wirkt, als Gordon schlägt der Sandsack bei seinem Tritt beinahe doppelt so weit aus und da fällt dem Dörfler fast die Kinnlade herunter. Zumindest ein „Woah“ kommt heraus. Der Trainer stoppt unterdessen wieder den Sack und deutet dem Rosenheimer an, erneut auf Position zu gehen, was dieser auch gleich tut.


Stanovsky: Probier du es nochmal.


Aufgeregt steht Gordon nun an seiner Position und atmet mehrmals ein und aus, bis er denkt, er hat den perfekten Moment für den Kick erwischt. Dieser ist schließlich gekommen und so zeigt er die Bewegung, wie gerade beschrieben. Doch leider verfehlt er den Sack größtenteils, streift ihn nur, rutscht dadurch ab, verliert sein Gleichgewicht und legt sich einmal auf den Bauch. Verwundert hebt Gordon den Kopf, während Ric ihm schon wieder auf die Beine helfen will.


Stanovsky: Mach dir nichts draus, das passiert jedem beim ersten Versuch.


Einer kann sich ein kleines Lachen trotzdem nicht verkneifen, auch wenn es natürlich nicht böse gemeint ist. Und so tritt Lex Streetman nun wieder an die kleine Gruppe heran.


Streetman: „Wie ich sehe, habt ihr schon ein wenig Aufwärmarbeit geleistet. Lasse dich aber nicht zu sehr von Edins Auftritt beeindrucken, Gordon. Auch er war mal in deiner Position und hat so manchen Schlag und Tritt danebengesetzt. Du musst zugeben, das waren schon amüsante Zeiten, oder?“


Während das schon fast schadenfrohe Grinsen auf dem Antlitz Streetmans nochmals einen Spalt größer wird, kann man aus der Richtung des Coaches nur unverständliches Murren entnehmen. Ein freundschaftlicher Schulterklaps später lässt den leisen Anflug von schlechter Stimmung jedoch sofort wieder verfliegen und gibt dem Neuankömmling eher genau das Gegenteil zu verstehen. Hier im Gym stimmt die Atmosphäre nämlich total, was vor allen Dingen auch an dem guten Kollektiv und dem sozialen Wohlbefinden jedes Einzelnen liegt.


Nach dieser kurzen Pause für den Humor macht sich Stanovsky wieder daran die Boxsäcke für die beiden regulären „Students“ vorzubereiten. Das GFCW-Duo Streetman/Schelo entfernt sich hingegen wieder vom Ort des Geschehens und kommt in der Mitte des Raumes abermals zum Stehen. Der interessanteste Mann der Welt hat hierbei wieder seine Sporttasche gehoben und blickt weiterhin erwartungsvoll zu seinem Gegenüber. Noch bevor der Rosenheimer aus seinem Blick letzten Endes jedoch eine Frage stellen kann, hat der Headcoach des Institution die offensichtlich passende Antwort bereits auf seinen Lippen.


Streetman: „Gut, ich glaube du hast fürs Erste die wichtigsten Räume des Gyms gesehen. Hier wirst du aller Vorrausicht nach eh den meisten Teil des Tages verbringen, da du hier quasi alles machen kannst, außer essen, schlafen und... na ja, die anderen Sachen eben, die man im Leben noch so verrichten muss. Schlafen ist allerdings ein gutes Stichwort denn ich zeige dir am Besten auch noch, wo dein Zimmer ist und wo du dort übernachten kannst. Wir wollen ja schließlich auch, dass du dich hier wohl fühlst, auch wenn wir nicht unbedingt ein 5-Sterne-Hotel sind..“


Man merkt, dass die Laune des Mannes aus Los Angeles durchaus gut ist und er sich über den „hohen Besuch“ in seiner Institution freut. Mit einer erneut einladenden Handbewegung zeigt Streetman wieder auf den Raumausgang, ehe sich Schelo dankend in Bewegung setzt und seinem Gesprächspartner folgt. Verabschiedend dreht er sich aber noch einmal kurz in Richtung Trainer und Students und zeigt eine Art Salut mit Zeige- und Mittelfinger, bevor er dann wirklich dem Leiter des Gyms hinterhergeht und mit ihm durch die Tür geht. Wo der Dörfler nun allerdings schlafen soll, das bleibt dem Zuschauer verborgen. Immerhin ist das Bett Privatsache und deswegen schaltet die Kamera nun auch zurück in die Halle.












Man sieht The H. Langsam einen Gang im Backstagebereich gehen. Er lockert die Hände, knackt mit der Wirbelsäule. Ein Kampf? Für das Main Event ist es noch zu früh. Eine Schlägerei oder einfach nur Lockerungsmaßnahmen für sein großes Match heute Abend?

Plötzlich wird The H gepackt und in einen Raum gezogen. Jemand hält ihm ne Hand vors Gesicht, er hört nur wie die Tür zuknallt.

Doch schnell hat er sich losgerissen, will seinem „Entführer“ an die Kehle, doch hält er sich kurz vorher zurück und entgegnet mit zischender Stimme und eiskaltem Blick.


The H.: Mach das nie wieder. Was willst du?


Die Kamera dreht sich und man sieht die Person, die sich The H gepackt hat. Es ist der Gothminister, der anscheinend The H zeigen will, das er diese Psycho Spielchen auch draufhat.

The Gothminister:"Begrüßt man so denjenigen, den man in seine Gruppe locken will?"


Misstrauisch beäugt The H. Sein Gegenüber.


The H.: Begrüßt man denn so jemanden, wenn man in eine Gruppe will. Verdammt. Es gibt auch so etwas, wie ein Telefon. Du kannst glücklich sein, dass ich deinen Schädel nicht gegen die Wand gehämmert hab. Doch genug der Unfreundlichkeiten. Ich bin mir sicher, dass du mich nicht ohne Grund „eingeladen“ hast.


The Gothminster lacht, geht durch den Raum und hockt sich vor eine der Wände. Packt eine Zigarette aus und zündet sie sich an.

The Gothminister:"Du bist witzig H, du hast mich förmlich angebettelt mitzumachen letzte Show!"

Dann schaut er dem mysteriösen Maskenmann in sein verdecktes Gesicht.

The Gothminister;"Weiß Pavus oder die anderen überhaupt das du mich zu rekrutieren versuchst? Habt ihr das alle entschieden???"


Der Maskierte lächelt.

The H.: Du solltest wissen, dass Rauchen nicht gut ist. Und nein. Es war vorher nicht mit ihnen abgesprochen, doch bezweifle ich, dass sie dagegen etwas einzuwenden haben. Wir wollen die Liga wieder dorthin bringen, wo sie hingehört. Raus aus den Armen von Breads und Rickson in die Hände der GFCW Galaxy. Zusammen pushen wir uns nach ganz oben. Zusammen sind wir das Main Event und du kannst einen wichtigen Teil dazu beitragen. Doch verwundert es mich etwas, das du dich jetzt schon an mich wendest. Wolltest du nicht das Match zwischen dir und Pavus abwarten?


The Gothminister lacht.

The Gothminister:"Hast du die letzte Show etwa gepennt? Oder versperrt dir deine Maske die Sicht? Ich bin um meine Chance auf den Galaxy Title gebracht worden im Triple Threat Match!"

Dann steht er auf und geht auf The H zu.

The Gothminister:"Und ich habe noch nicht zugesagt H, ich habe Bedingungen!"

The H.: Lass mich raten? Nach deinem Verlust, gedenkst du in dem Fall, dass ich den Titel an mich nehme heute Nacht gegen mich antreten zu dürfen? Nein. Dieses Verhalten schreibe ich dir nicht zu. Du möchtest ein festes Titelmatch oder täusche ich mich da?


Das Gesicht des Gothministers verfinstert sich und er schüttelt mit dem Kopf.

The Gothminister:"Willst du mich beleidigen H? Soll ich deine unnütze existenz jetzt gleich beenden? Denkst du ich bin immernoch dieses kleine bockige Kind von damals?"


Lässig schüttelt der Masskierte den Kopf.

The H.: Ich glaube nicht daran, dass Menschen sich ändern. Ein arrogantes Arschloch von damals bleibt auch heute ein arrogantes Arschloch, auch wenn es auf lieb und nett tut. Das selbe gilt für mich, genau wie es für dich und den gesamten Rest der Liga gilt. Doch überrascht du mich schon, wenn dein Anliegen ein anderes zu sein scheint. Wirst du mir auch verraten, was es ist oder bleibst du bei Unfreundlichkeiten?


Die Blicke der beiden treffen sich, starr blick Gothminister seinem gegenüber in die Öffnungen der Masken, auf der Suche nach einer Defenition von Gesichtszug.

The Gothminister:"Zuerst mal, ihr könnt es vergessen mich vorzuschicken um eure Drecksarbeit zu machen. Ich bin nicht eure Schlampe!!! Zweitens, wen jemand die Seele und die Titel von den drei Feiglingen holen wird, WERDE ICH DAS SEIN!!!"


Das Lächeln des Maskierten wird breiter und breiter.

The H.: Drecksarbeit. Interessant, interessant. Meinst du echt, dass wir dich Botengänge übernehmen lassen würden, wenn es doch Angestellte gibt? Oder dich allein in den Ring schicken, wenn ein gemeinsamer Auftritt doch stärker und vernichtender ist? Was hätten wir davon? Sind wir die Kanadischen Ricksons? Doch machst du mich neugierig, warum du sie fertig machen willst. Hast du erkannt, dass sie schlecht für die Liga und somit für dich sind oder ist der Grund ein ganz anderer?


Noch näher rückt The Gothminister an The H ran und blickt diesem durch die Maske blitzenden Augen an.

The Gothminister:"Sei ehrlich H, wer in deinen Augen verdient diese Rache und diese Chance mehr als ich?"


Knallhart und ohne zu blinzeln antwortet The H.


The H.: Dynamite. Doch der wird seine Chance heute Abend bekommen. Breads wird die Liga verlassen. Tendenziell hätte er niemals eine Chance, aber Robert Breads würde verlieren. Was Breads angeht, kann ich dir voll und ganz Recht geben, Nightmare kann so oder so niemand leiden. Er zieht die Bezeichnung des Hardcore in den Dreck, woran dir, wenn ich richtig informiert bin, viel bedeutet. Doch was ist mit Rickson?


Jetzt setzt der die Sonnenbrille auf und dreht The H den Rücken zu.

The Gothminister:"The H, verstehe doch, ich mache da keine Ausnahmen! Ich gehe auch auf dein Angebot zum Schutze von euch ein, dein eigentlich wäre die ganze GFCW zurzeit es Wert zu ihrem Erlöser geschickt zu werden. Den ihr alle spielt verrückt! Doch gebe ich dir und den anderen die Chance, Buße zu tun und mich an die Schuldigen zu lassen, die unsere Liga in das Chaos stürzen!"

The H.: Buße tun. Harte Worte, von jemandem, der so weit vom christlichen Glauben entfernt ist, wie J.T.K. Von einer Rückkehr. Doch so wie ich dich einschätze, ist es wohl das Beste, wenn wir diesen Weg gehen. Das Breads die Liga verlässt, Rickson den Titel verliert und Nightmare weiterhin ignoriert wird, hat höchste Priorität. Dann sind wir wohl jetzt Waffenbrüder.

Er reicht dem Gothminister seine Hand. Doch dieser zögert.

The Gothminister:"Da liegst du falsch! Was du meinst ist, das ICH Breads zur Hölle schicke, das ICH Rickson den Titel abnehme und ihn dann zur Hölle schicke und Nightmare? Der ist einfach die Hölle!"



Langsam lässt The H. Seine Hand sinken und blickt sein Gegenüber verwundert an.


The H.: Du willst alles alleine machen? In einer Gruppe? Du willst oben stehen? Habe ich dich richtig verstanden? Wenn dem so ist, sehe ich da keine Zukunft. Niemand steht über irgend einem anderen. Da ist es egal, ob er einen Titel trägt oder nicht. Gemeinsam werden wir diese Maden aus dem Fleische ziehen. Du hingegen willst deine eigenen Wege gehen. Was willst du dann überhaupt in der Gruppe?


Jetzt schmunzelt The Gothminister wieder.

The Gothminister:"Und wieder hört der unwissende Sklave des Chaos nicht zu, den was ich meinte war, das ich mit euch gegen diese Plagen vorgehe. Damit am Ende ich endlich meine faire Chance auf den GFCW Titel bekomme!"

The H.: Fair. Ich warte seid Ewigkeiten auf ein faires One on One. Bei meinem ersten Titelmatch, na ja, das will ich dir ja nicht vorhalten. Bei dem 2. gab es Probleme mit dem Ringrichter und bei dem 3. griff Dynamite höchstpersönlich in das Match ein und verhalf Rickson zum Sieg. Wenn somit jemand einen Grund dazu hätte sich zu beschweren, wäre das ich. Doch heute Nacht wird mir niemand meine Chance nehmen. Heute Nacht werde ich siegreich den Ring verlassen. Das bedeutet: Wenn du den Titel willst, musst du erst mich besiegen und das wird dir niemals gelingen.


Jetzt muss der Gothminister lachen.

The Gothminister:"Und da machst du mir Vorwürfe, das ich in keinem Team sein kann, mit solchen Worten???"

The H.: Ich meine damit lediglich, dass du keinen Grund hast, dich zu beschweren.

Langsam verliert The H. Merklich die Geduld.

The H.: Wenn DU den Titel wirklich willst, musst du vorher an mir vorbei. Wir sind uns ähnlicher, als du denkst, Jimmy Gothminister Maxxx. Sehr viel ähnlicher.


Jetzt hebt The Gothminister die Hand.

The Gothminister:"Und darum sollten wir zusammenarbeiten..."


The H. Lächelt siegessicher.

The H.: Letztes mal, hast du mich warten lassen. Heute bekomme ich die Antwort. Schneller als erwartet. Doch die aktuellen Veränderungen benötigen eine Abklärung im Team. Das bedeutet im Klartext: Dieses mal wirst du es sein der wartet. Ist da also noch etwas von dem ich wissen sollte oder darf ich mich weiter auf meinen Titelgewinn vorbereiten?


The Gothminister stellt sich neben The H und legt eine Hand auf seine Schulter.

The Gothminister:"Ja, halte gut dran fest, den du wirst nicht lange GFCW Champ sein!"


Leicht enttäuscht schüttelt The H. Den Kopf und verschwindet, wobei er vor sich hinmurmelt.

The H.: Immer diese Verrückten. Glauben alle mir die Tour streitig machen zu können.














Der Hinterhof der Halle in Toronto wird eingeblendet. Reges Treiben der GFCW Mitarbeiter und Wrestler nur in einer Ecke des Hofes an die das Licht der Scheinwerfer nicht hinreicht scheint Stille zu herschen. Doch nicht ganz 2 Gestalten knien am Boden um sie herum sind 3 Kerzen in Dreieckform aufgestellt die schwach brennen. Der Wind lässt die Flammen tanzen. Es handelt sich um Gorn und Febrius.


Gorn:


Meister, Du bist es, dem wir gehören,
Uns überall nah und bewusst,
Und wenn wir Dich jemals verlören,
Das wär unser letzter Verlust.
Hier aber, hier tust Du Dein eigen
Und unser Geheimnis uns kund.
In einsam beschworenen Schweigen,
Da redet Dein Mund.

Wir alle sind Töchter und Söhne
Vor Dir, Du verliehst uns den Tod;
Wir danken Dir, Meister, verwöhne
Uns nicht so mit Liebe und Not!
Was wären wir ohne Dich - Träume
Der Götter, nicht hier und nicht dort,
Ergossen durch endlose Räume,
Nur Schatten vom Wort.

Im Seelenmeer flutend, so viel nicht
Als Schemen, noch ärmer als blind,
Hättest Du uns das flackernde Ziel nicht
Erhöht und gemacht, dass wir sind.
Das kam uns von Dir, Meister, kein Andrer
Als Du gab uns dieses Geschenk,
Nun sind wir Weltfreier, Weltwanderer,
Der Herkunft gedenk.

Wir lieben den Tod, denn nur er ist
Wahrhaftig, weil einzig der Sinn
Des Lebens in ihm und Gewähr ist
Für die Seele: ich war und ich bin..
Du formtest sie selber zum Spiegel
Der Welt als ein zeitloses Pfand
Der Schönheit - das brennende Siegel
In deiner Hand.


Aus sicherer Ferne blickt ein Mann in einen Mantel zu den beiden. Gorn und Febrius erheben sich langsam. Gorn schließt nochmal seine Augen und atmet tief ein ehe er um sich blickt und den Mann entdeckt.


Gorn: Ich kann kaum glauben was ich sehe.


Mit langsamen Schritten geht Gorn gefolgt von Febrius auf den Unbekannten zu.


Gorn: Geschichte scheint sich zu wiederholen, haben wir uns nicht vor meinem letzten Titelgewinn auch auf dem Parkplatz getroffen? Was willst du hier?


So langsam schwenkt die Kamera nun in Richtung der Blicke der beiden und als normaler Zuschauer könnte man sich da schon einmal die Augen reiben, als man sieht, wer da vor den beiden steht. Denn solch einen weißen Mantel trägt im Grunde nur einer. Und auch wenn dieser Eine schon seit einiger Zeit zurückgetreten ist, so dürfte er den Leuten trotzdem noch immer ein Begriff sein. Und so kann man sogar hier in der Tiefgarage vor der Halle noch den leisen Rest des Jubelgeschreis in der Halle hören, als auch der Letzte dort auf die Videoleinwand schaut und miterlebt, wie J.T.K. zumindest ein kleines Comeback in der GFCW feiert.

Stark verändert hat er sich nicht. Noch immer wirkt er durchtrainiert, noch immer trägt er seinen Mantel, inklusive grüner Hose darunter und noch immer wirkt er wie die Freundlichkeit in Person, obwohl seine erste Reaktion kein Freudenschrei, oder ein Handschlagangebot ist...sondern nur ein Seufzer.


J.T.K.: Hmm schade, ich hatte gehofft, hier heute unerkannt bleiben zu können. Ich wollte mich einfach nur mit eigenen Augen, aus nächster Nähe davon überzeugen, dass Eric angeblich wirklich in einem Tag Team antritt....Tja, damit ist dieser Plan wohl gescheitert. Sei's drum. Freut mich, dich wieder hier in der Liga zu sehen, Tobi. Wenn man die letzten Wochen vor deinem Abschied einmal weglässt, waren wir ja immer ein gutes Team.


Und um diese Zeit zumindest für diesen Abend wieder aufleben zu lassen, bietet der Priester seinem früheren Stable-Partner einen Handschlag an. Nur die Antwort bleibt noch aus. Schließlich hat sich seit dem Big Tobi von damals und dem Gorn von heute nicht nur der Name geändert. Gorn nimmt an und reicht seinem alten Freund tatsächlich die Hand.


Gorn: Jerry ich verachte zwar dein Glauben, und hab auch für dich nichts mehr übrig aber du bist der einzige hier auf dem Gelände, den ich respektiere.

Du warst immer ein guter Freund, doch du weißt, dass mir das jetzt scheißegal ist. Freundschaft und Liebe sind für mich Gefühle die nicht existent sind. Du warst auch der schwerste Gegner, den ich je hatte, dafür bin ich dir sogar fast dankbar. Du wirst nur schlauer, wenn du gegen schlauere Gegner spielst. Das hat mir der Meister gelehrt. Ich weiß nicht recht, was ich tun soll. Soll ich dich hier und jetzt herausfordern und wir finden endlich heraus wer der bessere von uns beiden ist oder soll ich einfach gehen?

Doch keine der beiden Alternativen scheint mir passend stattdessen lass mich dir eine Frage stellen.

Bist du immer noch auf diesem Trip das es einen Gott gibt und der die Menschen beschützt und zu dem sie beten, wenn sie traurig sind und der ihnen dann hilft? Oder bist du mittlerweile vernünftig geworden?


Der Spremberger wirkt leicht enttäuscht. Der Handschlag wurde ihm zwar gegeben, doch das Gesagte hatte nun so absolut gar nichts mit dem früheren Tobi gemeinsam. Und so verschwindet auch das Lächeln, welches sich gerade erst bildete, bereits wieder. Stattdessen muss der Priester, wie in seiner aktiven Zeit, wieder einmal einen Moment darüber nachdenken, wie er seinen Glauben denn diesmal rechtfertigen soll. Eines dürfte nämlich klar sein. Er wird Gorn hier auf keinen Fall weiterziehen lassen, ohne nicht wenigstens ansatzweise eine Bekehrung zu versuchen, so war es immer und so wird es auch bei diesem Auftritt hier sein.


J.T.K.: Mit Ausnahme von Eric kennst du mich vermutlich besser, als der gesamte Rest der Leute dort hinten im Backstagebereich der Halle....du weißt, dass ich niemals vernünftig werde, so wie du es nennst. Ich werde auch im Ruhestand noch meine Späße machen, noch weiter versuchen, alles und jedem zu helfen und natürlich werde ich auch noch weiter an den Herren glauben. Und ich glaube ehrlich gesagt auch, dass es kein Zufall ist, dass von all den Angestellten der GFCW ausgerechnet DU mir hier begegnest.


Der Blick des Priesters ändert sich nun wieder leicht. Seine ersten Überlegungen scheinen abgeschlossen zu sein. Nun ist er an der Reihe mit den Fragen und so gräbt er doch gleich einmal ein wenig bei Gorn.


J.T.K.: Sag mir...warum bist du zu dem geworden, der du jetzt bist. Wenn du früher in die Halle gekommen bist, hast du einfach vor Lebensfreude gestrotzt. Und egal wen du getroffen hast, du hast gute Laune verbreitet. Und jetzt? Okkulte Bräuche? Dunkle Magie? Was soll das? Du hast dich damals von Mandrake in seinen Bann ziehen lassen, aber er ist weg. Schon lange! Das bist nicht du, Tobi und das weißt du auch selber.


Der angehende Prinz der Finsternis zieht die Stirn in Falten und blickt kurz zu seinem Weggefährten Febrius hinunter der für die Worte des ehemaligen GFCW Champions nur ein Kopfschütteln übrig hat.


Gorn: Warum muss jeder immer wieder davon anfangen? Big Tobi der Liebling der Fans der sich der dunklen Seite hingab und jetzt ein Arschloch ist. All diese Idioten die den alten Tobi vermissen können mich mal. Er wird nie wiederkehren. Mandrake hat mich viel gelehrt und ich habe begriffen das es auf mehr im Leben ankommt als jubelnde Fans und feuchte Stellen in den Unterhosen der Teeniemädchen. Das ist mir alles Scheißegal. Ich habe erkannt, dass die dunkle Seite stärker ist als alles andere auch stärker als dein „Gott“.


Gorn streckt erneut seine rechte Hand aus.


Gorn: Ich biete dir an dir die dunkle Seite zu lehren Jerry. Du bist der einzige dem ich das anbiete, weil ich dich, wie gesagt, respektiere. Ein weiser Mann sagte mir einst, dass es nur eine Frage in dieser Welt gibt, die zum Erfolg führt und je mehr Zeit du in diese Frage investierst desto mächtiger wirst du werden. Welche Frage könnte das sein? Die Antwort ist simpel. Was habe ich davon? Was hast du davon mir zu folgen Jerry? Du wirst erkennen, dass du stärker als je zuvor sein wirst. Macht, Kraft. Kräfte die du dir nie zu erträumen gewagt hättest. Komm mit mir und erlebe es.


J.T.K. schüttelt nur ablehnend den Kopf und kann auch ein kleines Lächeln dabei nicht verbergen. Früher hätte er sich wahrscheinlich noch wirklich Sorgen darum gemacht, wie er Gorn helfen kann, aber nun ist er im Ruhestand. Im Vorbeigehen versucht er es natürlich trotzdem, nur so hineinsteigern wie zu seiner aktiven Zeit? Das passiert dem Priester sicher nicht mehr.


J.T.K.: Ich muss nicht mehr stärker werden. In meiner Gemeinde gibt es keine großen Gefahren und zurück in die GFCW werde ich nicht mehr kommen. Ich habe mit dem Wrestling abgeschlossen. Mit der Jubiläumsshow hatte ich die Chance, den besten Abschied zu bekommen, den man sich vorstellen kann und ich wäre ein Idiot, wenn ich diesen Moment einfach so ruinieren würde, indem ich nun wieder in den Ring steige...von meiner Gesundheit ganz zu schweigen. Nein, Tobi ich werde ganz sicher nicht bei deinem Spielchen mitspielen.


Dann kneift der Spremberger die Augen leicht zusammen und beginnt Gorn genau zu mustern, während das schelmische Grinsen auf seinem Gesicht breiter wird. Scheinbar ist ihm da gerade noch etwas eingefallen. Und so nickt er auch sich selbst zu, um anschließend einen neuen Bekehrungsversuch zu starten.


J.T.K.: Aber weißt du was? Du kannst doch bei mir mitspielen. Du kannst dich doch wieder dem christlichen Glauben zuwenden oder dich zumindest von diesem dunklen Hokus-Pokus entfernen. Denn mal ehrlich, du erklärst mir hier, wie egal dir die Fans sind und dass du Freundschaften verachtest und dann bietest du mir an, zusammenzuarbeiten? Und gleichzeitig hast du auch noch diesen Kerl da als Begleitung?


Beiläufig deutet er mit dem Zeigefinger auf Febrius, der ein wenig abseits von beiden steht, Gorn jedoch nicht von der Seite weicht.


J.T.K.: In dir drinnen steckt doch immer noch der Tobi von damals. Der Tobi, der die Fans liebte, der mit dem Joker ein Team bildete und auch mein Freund war. Der Tobi, der nie allein sein wollte...und das willst du auch jetzt immer noch nicht, also erzähle mir doch nicht, du bist nicht mehr der Tobi von damals. Der einzige Unterschied ist die jetzt dunklere Kleidung und die Wortwahl.


Gorn entfernt sich einen Schritt von JTK und gibt einen Laut von sich. Scheinbar geben ihm die Worte zu denken, doch natürlich hat der EX Champion unrecht.


Gorn: Der „Kerl“ wie du ihn nennst ist nicht mein Freund er ist mein Diener genau wie du, wenn du dich mir anschließt und zum ersten mal eine gute Entscheidung fällst. Ihr macht die Drecksarbeit und ich leite euch bloß an. Und Die Fans... Die Fans freuen sich, wenn man sich verletzt, sie wollen immer extremere Matches und immer mehr Blut und dann jubeln sie dir zu und du hältst dich für den Größten, doch sobald du den Ring verlässt und in den Backstagebereich gehst, ist das alles nur noch Schall und Rauch und ich werde mich nicht ändern. Ich habe mich nie geändert, das war immer ich. Ich habe nur eine Maske getragen. Eine Maske der Naivität, weil mir das alles was bedeutete. Du trägst diese Maske immer noch auch dein Bruder Fletcher.


Der Prinz der Finsternis ballt die Faust.


Gorn: Ich werde nie wieder für diese Idioten in den Ring steigen sondern nur für mich und den Meister. Und du Jerry, was machst du jetzt wo du nicht mehr im Rampenlicht stehst?

J.T.K.: Ich kümmere mich um meine Gemeinde. Du weißt doch, ich interessiere mich für meine Mitmenschen. Und das solltest du auch besser tun. Ja, ich war vielleicht immer naiv. Sogar ganz sicher war ich das und deswegen hatte ich auch oft Schmerzen. Und ja vielleicht ist auch Eric ein wenig naiv, etwas verrückt ist er ja sowieso immer. Aber wenn du wirklich glaubst, dass dein Weg hier der Richtige ist, dann bist du der Naivste von allen. Tobi, irgendwann wirst auch du wieder erkennen, dass dir die Dunkelheit nichts bringt. Und dann stehst du allein da, denn dann ist auch Febrius wieder weg. Und dann kannst du nur hoffen, dass du mit all deinen Reden, die du jetzt schwingst, nicht alle vergrault hast. Dann hoffst du, dass dir irgendjemand wieder auf die Beine helfen wird, nachdem du auf die Knie gesunken bist und das bereut hast, was du derzeit alles anstellst. Und ich hoffe für dich, dass es dann irgendjemanden geben wird, der dir die Hand reicht.


Und passenderweise streckt der Priester nun auch zum Abschied noch einmal die Hand zu einem erneuten Handschlag aus.


J.T.K.: Mach's gut Tobi...und werd wieder der Alte.


Gorn blickt tief in JTK´s Augen, sein linkes Auge zuckt leicht.


Gorn: Steck dir deine Hand sonst wo hin.


Der Prinz der Finsternis spuckt vor die Füße des Priesters. Ohne noch einmal zurückzublicken gehen Febrius und Gorn Richtung Hintereingang der Halle und verschwinden.











Los Angeles. Eine Weltstadt. Im Herzen Kaliforniens steht sie, die Stadt der Engel, wie keine Zweite auf der Welt, für Film und Fernsehen. Die riesigen Buchstaben der Hollywood-Hills sind nur eine der unzähligen Sehenswürdigkeiten dieser einzigartigen Stadt an der Westküste der USA. Strahlend blauer Himmel, Palmen am Straßenrand, deren Blätter von einem leicht Windhauch bewegt werden. Und trotz der Menschenmassen in der Stadt, kann man all das einfach genießen. SO stellt man sich eine grandiose Stadt vor. SO möchte man leben. Und als Wrestler auch gleich noch trainieren.


Und so gibt es glücklicherweise ein mittlerweile recht bekanntes Fitnessstudio im Herzen LA's. Das LA Gym von Lex Streetman. Und nach einem kleinen Panorama-Blick über die Idylle der Stadt, ist eben dieses Gebäude nun auch im Zentrum der Kamera. Von außen wirkt es relativ unscheinbar. Natürlich, der Schriftzug mit dem Namen ist schon deutlich sichtbar, ansonsten verrät auf den ersten Blick jedoch nichts, dass es sich hier um den Trainingsort eines der derzeit erfolgreichsten GFCW'ler handelt. Und interessanterweise ist dieser im Moment auch noch gar nicht die Person, um die es sich hier dreht.


Denn vor dem Eingang des Studios ist jemand zu sehen, der auf den ersten Blick eigentlich überhaupt nicht in so eine Weltstadt passt, wenn man jedoch ein wenig genauer überlegt, macht es schon so seinen Sinn, diesen jungen Herren hier zu sehen. Die Rede ist vom Rosenheimer Dorfjungen Gordon Schelo und zumindest sein scheinbar an der Kopfhaut festgewachsener Strohhut passt zum sommerlichen Wetter Kaliforniens. Ansonsten ist seine Kleidung zwar typisch für ihn, jedoch etwas unpassend für 30° und mehr, die es am Tag locker werden können. Das gute alte braun-rot-karierte Flanellhemd, die zerrissene ausgewaschene Jeans und ein paar Schuhe, mit dem er scheinbar auch problemlos den Weg von Bayern bis hier her hätte laufen können, wenn da nicht diese vollgepackte Sporttasche über seiner Schulter wäre. Allein die Tatsache, dass es noch früh am Morgen ist, verhindert, dass er schon jetzt schwitzt, als würde er bereits seit Stunden trainieren, doch das wird sich mit Sicherheit noch ändern. Spätestens wenn das Studio seine Pforten öffnet. Denn noch steht der Bauer vor verschlossenen Türen, solche Frühaufsteher ist eine Großstadt nun einmal nicht gewohnt. So kann Schelo aber noch einmal in sich gehen, den Kopf senken und den Satz herausbringen...


Gordon: Ich hoffe, das hier wird mich weiter bringen.


Ein Kameraschnitt folgt und es geht für den Zuschauer direkt rein in eben jene erwähnte Institution. So mag zu solch früher Stunde zwar der Kundenbereich noch nicht geöffnet haben, doch der interne Bereich des Gyms ist hingegen schon mit Leben gefüllt. Im Konferenzraum der Einrichtung sitzen, wie so häufig, die drei Hauptverantwortlichen für das Training der „Students“ an einem Tisch und bereden die aktuelle Trainingssituation von Fred Malone und Co. Lex Streetman lässt sich hierbei viel von seinen Coaches, Chris Trip und Edin Stanovsky, berichten. Schließlich ist der Blondschopf durch die GFCW häufiger mal zwei bis drei Tage auf Reise und kann somit nicht alle Entwicklungen hautnah miterleben. Verständlich daher, dass er bei solchen Besprechungen dann in großer Fragelaune ist.


Streetman: „Eure Berichte sind wieder einmal sehr interessant und aufschlussreich für mich und ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind. Inwieweit glaubt ihr, dass wir in naher Zukunft Jemanden mal ein Probematch in einer der Indy-Ligen hier organisieren sollten? Meint ihr, unsere Jungs sind schon soweit oder brauchen sie noch einen letzten Schliff für die erste Härteprobe?“


Der Kugelschreiber in seiner rechten Hand wird, vermutlich aus Zeitvertreib oder wegen unausgelassenem Tatendrang, immer wieder durch die Finger rotiert. Seine beiden gegenübersitzenden Kollegen begutachten erst nochmals ihre mitgebrachten Notizen, ehe sich Trip ein ultimatives Urteil über den Leistungsstand der Rookies erlaubt.


Trip: „Von dem Niveau ihres Könnens sind glaube ich allesamt durchaus in der Lage, solch eine Probe zu erfahren. Mit Anthony wolltest du schließlich schon vor geraumer Zeit einen Versuch in der FPW tätigen, was aber aus diversen Gründen nicht geklappt hat. Auch Fred hat in der GFCW bewiesen, dass er mit einer Matchsituation umgehen kann. Bei den Anderen wäre es definitiv interessant zu sehen, wie sie reagieren denn festzuhalten bleibt, dass...“


Unsanft und auch sehr überraschend wird die Diskussion plötzlich von einem Klopfen an der Tür unterbrochen. An sich sehr untypisch, da die Meetings der drei Coaches in der Regel nie unterbrochen werden und es auch deren Wunsch ist, dass sie wenigstens einige Minuten in der Woche Ruhe haben, um wichtige Angelegenheiten zu klären. So aber lugt nach einigen Augenblicken ein Mitarbeiter des Gyms durch den Spalt zwischen Tür und Wand hindurch und entschuldigt sich schon beinahe mit seiner vorsichtigen Mimik für die Störung.


Mitarbeiter: „Entschuldigung für die Störung, aber uns wurde aus dem Kundenbereich gemeldet, dass vor dem Eingang ein groß gewachsener Mann mit Strohhut steht, der offensichtlich explizit das Gym besuchen will.“


Waren die Blicke der drei Coaches erst noch ein wenig misstrauisch ob der Störung, so wandeln sich deren Gesichtsausdrücke nach der Nachricht in überraschte Blicke. Ein durchtrainierter Mann mit Strohhut? Ganz klar, damit kann eigentlich nur eine Person mit gemeint sein... oder neuerdings könnten es auch zwei sein.


Trip: „Gorn?“

Streetman: „Nein, ich glaube er würde sich kaum die Mühe machen hierhin zu kommen. Und wenn ich mich Recht an meine Worte der Vergangenheit erinnere... dann kann das eigentlich nur ein anderer „Bekannter“ sein. Wir verschieben das Meeting besser und bereden die letzten Punkte beim nächsten Mal. Sagen wir morgen um die selbe Zeit?“


Sowohl Stanovsky, als auch Trip nicken zur Absegnung des Termins und verlassen zusammen mit Streetman den Konferenzraum. Während die beiden Coaches sich allerdings Richtung Trainingsraum begeben, um dort das Training mit den hoffentlich wachen Students aufzunehmen, läuft der „Man of Faith“ den entgegengesetzten Gang hinunter und nähert sich so dem Kundenbereich des Gyms.


Wieder erfolgt ein Wechsel der Kameraperspektive und dieses Mal sehen wir wieder Schelo vor dem Eingang des Gyms stehen. Offensichtlich sind die Glastüren des Gebäudes noch immer nicht geöffnet und es scheint fast so, als ob sie die Eingänge absichtlich wegen des Rosenheimers verrammelt hätten. Der Strohhutjunge wirkt auch schon fast so, als ob er wieder in Aufbruchsstimmung wäre, doch da wird er endlich von einer ihm bekannten Stimme begrüßt.


Streetman: „Na, sieh mal einer an, wer uns zu solch einer frühen Stunde bereits besucht! Bei dir, lieber Gordon, scheint ja wirklich der frühe Vogel den Wurm zu fangen. Hätte ich gewusst, dass du uns so früh schon besuchst, dann hätte ich dir gleich den Mitarbeitereingang als Treffpunkt mitgeteilt. Ich hoffe aber, dass du nicht schon allzu lange hier stehst.“


Etwas überrascht dreht sich der Dörfler nun wieder um und sieht tatsächlich das Gesicht des Leiters dieses Studios hier vor sich. Schnell fangen sich seine Gesichtszüge wieder und so schrumpfen seine aufgerissenen Augen prompt wieder zurück auf Normalgröße und seine Mundwinkel ziehen sich zu einem kleinen Lächeln nach oben. Sofort geht er auf Streetman zu und streckt ihm die Hand zur Begrüßung entgegen, während er schon unterwegs zu sprechen beginnt.


Gordon: Keine Sorge, ich bin gerade erst gekommen....danke nochmal, dass du meine Bitte angenommen hast. Nach meiner Niederlage gegen dich wusste ich echt nicht mehr, wie ich jetzt weiter machen sollte. Naja bis ich mir dann dachte, dass es eigentlich ganz praktisch wäre, von demjenigen zu lernen, der mich so geschlagen hat. Ich hoffe wirklich, ich kann hier was von dir lernen.


Für den Mann aus Los Angeles war es schon komisch, gerade solche Worte in dieser Situation zu hören. Klar, Aussagen von solchem Format hat er im „L.A. Gym“ selbst schon öfters gehört. Doch genau dies von einem GFCW-Kollegen gesagt zu bekommen, war mehr als ungewöhnlich und mitunter ja auch nicht hundertprozentig richtig. Schließlich hatte es Gordon Schelo mit seiner eigenen Trainingsweise immerhin in die GFCW geschafft.


Streetman: „Gern geschehen, es freut mich immer Freunde und gute Bekannte die Möglichkeit zu bieten, ihren Wrestling-Horizont zu erweitern. Und ich bin mir sicher, dass du nicht der Einzige sein wirst, der in den nächsten Tagen noch etwas lernen kann. Deine Lariats zum Beispiel waren nicht von schlechten Eltern. Vielleicht kannst du mir ja dein „Geheimrezept“ verraten, wie du sie so effektiv gestaltest.“


Ein kleines Augenzwinkern folgt vom Blondschopf ehe er dem Deutschen einladend an die Schulter fasst und mit der anderen Hand auf eine Nebengasse links vom Eingang hindeutet.


Streetman: „Aber komm am Besten erst einmal mit. Ich zeige dir in aller Ruhe zuerst die Einrichtung, die in den nächsten Tagen dein Zuhause sein wird.“


Dankend nimmt Schelo das Angebot an und schon schlendern die beiden GFCW’ler durch die Gasse vom Kundeneingang weg. Nach wenigen Augenblicken kommen sie auch schon auf der Gegenseite des Kundeneingangs heraus, wo sich ein zweiter und kleinerer Eingang befindet. Ebenfalls an der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein kleiner Parkplatz mit wenigen geparkten Autos, die offensichtlich noch zum äußeren Gebiet des Gyms dazuzählen. Leicht versteckt wirkt der Parkbereich zwischen den höheren Gebäuden links und rechts davon, ebenso wie es der Mitarbeitereingang tut, durch den die beiden Akteure nun eintreten.


Streetman: „Dies ist sozusagen ein Geheimeingang für die „Students“ und Mitarbeiter des Gyms, bevor der Kundenbereich vorne geöffnet hat. Sind die Türen vorne schon auf, dann kann man auch problemlos von dort zum eigentlichen Trainingsbereich des Gebäudes kommen.“

Schelo: „Das heißt, der Kundenbereich ist eigentlich nur ein kleiner Teil des Gyms? Und was meinst du genau mit „Students“?“

Streetman: „Ja, das hast du richtig erkannt. Der Kundenbereich umfasst eigentlich nur ein normales und kleines Fitnesscenter für Bürger, die sich ein wenig fit halten möchten und ihren Körper für den Sommer in Schuss bringen möchten. Der eigentlich viel wichtigere Teil des Gebäudes, die Institution an sich, ist für „Normalkunden“ nicht zugänglich. Wobei sie natürlich durch den Geldeingang auch wichtiger Bestandteil des Hauses sind. „Students“ nennen wir hier ganz einfach die Trainierenden, denen wir Trainingseinheiten geben und sie zu Wrestlern versuchen auszubilden. Streng genommen könnte man dich in den nächsten Tagen also auch als „Student“ bezeichnen.“


Wieder ein leicht grinsender Ausdruck Streetmans in Richtung Schelo, der diese Bemerkung aber offensichtlich gut einzuordnen weiß. Generell wirkt der Junge mit dem Strohhut sehr neugierig und interessiert, was man auch an den gestellten Fragen schon schnell erkennen kann. Immer wieder nach links und rechts wendet sich sein Kopf, während Streetman, fast schon einer Führung gleichend, nach dem kleinen Eingangsbereich für die Mitarbeiter einen Gang entlang schreitet und letzten Endes eine Tür öffnet.


Streetman: „Willkommen in deinem kurzweiligen Zuhause!“


Kaum wurde auch nur ein Spalt des Zugangs geöffnet, kommen den beiden Protagonisten schon die typischen Geräusche und (Schweiß)-gerüche einer Wrestlingschule entgegen. Fallübungen im Ring, Kick- und Schlagaufgaben an den zwei Boxsäcken und ausruhende Personen auf den Trainingsbänken sind soweit die ersten optischen Eindrücke, die man als erster Beobachter sammeln kann. Die Trainingseinheiten sind bereits zu solch früher Stunde, und im Gegensatz zum Kundenbereich, mitten im Gange. Auch in diesem Raum präsentiert der „Man of Faith“ seinem Gast einen kleinen Rundgang und lässt darüber hinaus so manchen Namen fallen.


Streetman: „Siehst du im Ring den Coach im Trainingsanzug? Das ist Chris Trip. Er ist einer der beiden Coaches hier und zugleich meine rechte Hand in der Organisation dieses Gebäudes. Ihn wirst du bestimmt in nicht allzu entfernter Zeit kennen lernen. Die beiden Students, die er trainiert sind möglicherweise unser neustes Tag Team. Jason Light und „Javi“ Tavares... passen ganz gut zusammen, wenn du mich fragst.“


Zustimmendes Nicken Schelos, welches aber wohl mehr der Höflichkeit dient, als eines letztendlichen Urteils. Und noch bevor eine weitere Reaktion folgen kann, stehen die beiden wenige Meter entfernt von den Boxsäcken, die zurzeit ebenfalls genutzt werden.


Streetman: „Edin Stanovsky ist unser zweiter Coach hier. Er kümmert sich mehr um deine Fitness und Schlagtechniken, als um die wirklichen Wrestlingmanöver. Das „Tier“ dort neben ihm ist Ric Bourgeous. Ihn solltest du dich besser nicht in den Weg stellen. Und der Jungspund daneben ist unser Vierter „Student“ im Bunde, Anthony Dine.“

???: „Lex, my fellow, hast du da nicht Jemanden vergessen?“


Diese Stimme ist selbst Schelo noch ein Begriff und so wundert es nicht, dass der nun auftretenden „Student“ kein Unbekannter für den Rosenheimer ist.


Streetman: „Ach doch, natürlich, da hätte ich fast unser neustes Pferd im Stall übersehen. Nun ja, ich denke so richtig vorstellen brauche ich euch beide nicht mehr, oder?“


Noch leicht verschwitzt von seiner Trainingseinheit gesellt sich der Ire Fred Malone zu den beiden GFCW’lern und grinst den Neuankömmling willkommend an.


Malone: „Well, natürlich erinnere ich mich noch. War doch schließlich eine nette Begegnung in der GFCW, oder?“


Sichtlich erfreut darüber hier, abgesehen von Lex, noch einen Bekannten zu treffen, zeichnet sich auch prompt ein fröhliches Lächeln auf Gordons Gesicht ab, während er dem Rotschopf die Hand entgegenstreckt, die dieser auch gleich annimmt.


Gordon: Hallo Fred, schön dich einmal wiederzusehen. Du siehst fit aus, schön dass du anscheinend immer noch so hart trainierst, auch wenn du erstmal nicht mehr in der GFCW zu sehen bist.


Malone schaut nur beiläufig zur Seite, sieht kurz die Trainingseinrichtung an und zuckt dabei mit den Schultern.


Malone: Man tut, was man kann. Egal, ich will euch nicht aufhalten. Gordon wir haben irgendwann sicher noch eine Sparring Session. See ya fella.


Und so lässt der Ire ohne Koboldabstammung die beiden auch wieder allein, woraufhin nun erst einmal ein Moment der Stille herrscht. Schließlich will Streetman seinem neuesten „Schüler“ ja auch einmal die Möglichkeit geben, sich ein wenig umzuschauen und das macht der Bauernjunge in diesem Moment. Mit großen Augen dreht er sich einmal im Kreis und verschafft sich nach dem ersten groben Überblick durch Lex' Erklärungen nun noch einen Zweiten. Und nachdem auch das abgeschlossen ist, folgt ein erstes kleines Fazit mit einem Schmunzeln im Gesicht.


Gordon: Wow...also mit meinem Bauernhof kann man das hier nicht so wirklich vergleichen. Das ist echt beeindruckend, was du hier aufgebaut hast, Lex. Ich meine, das sieht alles so verdammt neu und ordentlich aus. Und deine Trainer scheinen auch ordentlich was auf dem Kasten zu haben...und komm schon, wenn hier alle Leute so talentiert sind wie Fred, dann ist die Zukunft der GFCW gesichert.


Der Amerikaner hört sowas natürlich gern und nimmt das Lob dankend mit einem Nicken entgegen. Zu mehr reicht es dann aber nicht, schließlich ist Gordon noch nicht fertig. Wie ein Kind im Süßigkeitenladen, will er am Liebsten gleich von allem etwas haben.


Gordon: Und weißt du was? Ich würde am Liebsten gleich eine kleine Kostprobe nehmen, einverstanden?

Streetman: Aber klar.


Und so wirft der Dörfler seine Tasche zu Boden und als Brawler, der er nun einmal ist, ist es auch logisch, dass er zuerst zu Edin Stanovsky geht. Dieser betreut eben gerade Ric und Anthony und zeigt ihnen scheinbar die korrekte Ausführung eines Spinning Back Kicks. Nicht gerade der gewöhnlichste Tritt im Wrestling, aber wenn er erst einmal sitzt, dann hat er eine verheerende Wirkung. Abwechselnd treten die beiden Students gegen den Sandsack und Schelo wirkt wie das scheue neue Kind in der Klasse, was er in dieser Situation ja auch irgendwie ist, dass sich langsam nach vorn tastet und schließlich den Mut zusammennimmt, um zu fragen, ob es mitspielen darf.


Gordon: Hallo, mein Name ist Gordon Schelo, ich bin neu hier....dürfte ich vielleicht auch einmal probieren?


Sofort geht der Coach auf ihn zu und diesmal ist er derjenige, der zuerst die Hand ausstreckt, wo er ja genau an der richtigen Adresse ist.


Stanovsky: Hallo Gordon, Lex hat mir ja schonmal von dir erzählt. Schön, dass du wirklich einmal vorbei gekommen bist...Klar zeig doch mal, was du kannst....auch wenn das jetzt nicht die beste Trainingskleidung ist.


Mit gerunzelter Stirn schaut er auf Schelos Jeanshose und malt sich wohl gerade aus, wie wundgescheuert Gordons Beine nach einer Trainingsstunde sein werden, aber das ist das Problem des Rosenheimers und der winkt nur mit einem Lächeln ab. Dann stellt er sich vor dem Sandsack auf, nachdem die anderen beiden freundlicherweise Platz gemacht haben, geht leicht in die Hocke, dreht sich auf dem linken Fuß, fährt das reichte Bein aus und zeigt einen harten Tritt gegen den Sandsack, woraufhin die beiden “Students“ erstaunt die Augenbrauen hochziehen und auch der Coach beeindruckt nickt, was Gordon natürlich umso mehr freut.


Stanovsky: Respekt. Du hast ganz schön viel Kraft. Das war ein ziemlich harter Kick, dafür dass du eine falsche Technik benutzt.


Verwundert schaut ihn der Bauernjunge an.


Gordon: Was war denn daran falsch? So mache ich den immer.


Da muss der Trainer nun ein wenig schmunzeln, während er an Gordons Stelle tritt und ihn leicht zur Seite schiebt.


Stanovsky: Deswegen muss er aber noch lange nicht stimmen. Ich zeige dir mal, wie es richtig geht. Pass auf, du drehst dich mit dem linken Fuß und zeigst quasi eine Pirouette. Dadurch verliert dein Tritt die Genauigkeit und eine Menge Energie geht verloren. Der Spinning Back Kick wird auch Turning Side Kick genannt und ich mag diesen Namen eigentlich mehr. Denn wenn du die Aktion richtig zeigen willst, dann drehst du den Fuß nicht einmal komplett, sondern stellst ihn quasi voran, mit der Hacke ein wenig nach vorn und verdrehst sozusagen deinen Körper, um anschließend dein rechtes Bein zu heben, die Drehung wieder aufzulösen und mit voller Wucht zuzutreten. Pass auf.


Wie gerade beschrieben, stellt sich Stanovsky nun auf und zeigt ebenfalls den Tritt, den Gordon gerade schon präsentiert hat. Und die Unterschiede sind gewaltig. Obwohl der Coach um einiges schmächtiger wirkt, als Gordon schlägt der Sandsack bei seinem Tritt beinahe doppelt so weit aus und da fällt dem Dörfler fast die Kinnlade herunter. Zumindest ein „Woah“ kommt heraus. Der Trainer stoppt unterdessen wieder den Sack und deutet dem Rosenheimer an, erneut auf Position zu gehen, was dieser auch gleich tut.


Stanovsky: Probier du es nochmal.


Aufgeregt steht Gordon nun an seiner Position und atmet mehrmals ein und aus, bis er denkt, er hat den perfekten Moment für den Kick erwischt. Dieser ist schließlich gekommen und so zeigt er die Bewegung, wie gerade beschrieben. Doch leider verfehlt er den Sack größtenteils, streift ihn nur, rutscht dadurch ab, verliert sein Gleichgewicht und legt sich einmal auf den Bauch. Verwundert hebt Gordon den Kopf, während Ric ihm schon wieder auf die Beine helfen will.


Stanovsky: Mach dir nichts draus, das passiert jedem beim ersten Versuch.


Einer kann sich ein kleines Lachen trotzdem nicht verkneifen, auch wenn es natürlich nicht böse gemeint ist. Und so tritt Lex Streetman nun wieder an die kleine Gruppe heran.


Streetman: „Wie ich sehe, habt ihr schon ein wenig Aufwärmarbeit geleistet. Lasse dich aber nicht zu sehr von Edins Auftritt beeindrucken, Gordon. Auch er war mal in deiner Position und hat so manchen Schlag und Tritt danebengesetzt. Du musst zugeben, das waren schon amüsante Zeiten, oder?“


Während das schon fast schadenfrohe Grinsen auf dem Antlitz Streetmans nochmals einen Spalt größer wird, kann man aus der Richtung des Coaches nur unverständliches Murren entnehmen. Ein freundschaftlicher Schulterklaps später lässt den leisen Anflug von schlechter Stimmung jedoch sofort wieder verfliegen und gibt dem Neuankömmling eher genau das Gegenteil zu verstehen. Hier im Gym stimmt die Atmosphäre nämlich total, was vor allen Dingen auch an dem guten Kollektiv und dem sozialen Wohlbefinden jedes Einzelnen liegt.


Nach dieser kurzen Pause für den Humor macht sich Stanovsky wieder daran die Boxsäcke für die beiden regulären „Students“ vorzubereiten. Das GFCW-Duo Streetman/Schelo entfernt sich hingegen wieder vom Ort des Geschehens und kommt in der Mitte des Raumes abermals zum Stehen. Der interessanteste Mann der Welt hat hierbei wieder seine Sporttasche gehoben und blickt weiterhin erwartungsvoll zu seinem Gegenüber. Noch bevor der Rosenheimer aus seinem Blick letzten Endes jedoch eine Frage stellen kann, hat der Headcoach des Institution die offensichtlich passende Antwort bereits auf seinen Lippen.


Streetman: „Gut, ich glaube du hast fürs Erste die wichtigsten Räume des Gyms gesehen. Hier wirst du aller Vorrausicht nach eh den meisten Teil des Tages verbringen, da du hier quasi alles machen kannst, außer essen, schlafen und... na ja, die anderen Sachen eben, die man im Leben noch so verrichten muss. Schlafen ist allerdings ein gutes Stichwort denn ich zeige dir am Besten auch noch, wo dein Zimmer ist und wo du dort übernachten kannst. Wir wollen ja schließlich auch, dass du dich hier wohl fühlst, auch wenn wir nicht unbedingt ein 5-Sterne-Hotel sind..“


Man merkt, dass die Laune des Mannes aus Los Angeles durchaus gut ist und er sich über den „hohen Besuch“ in seiner Institution freut. Mit einer erneut einladenden Handbewegung zeigt Streetman wieder auf den Raumausgang, ehe sich Schelo dankend in Bewegung setzt und seinem Gesprächspartner folgt. Verabschiedend dreht er sich aber noch einmal kurz in Richtung Trainer und Students und zeigt eine Art Salut mit Zeige- und Mittelfinger, bevor er dann wirklich dem Leiter des Gyms hinterhergeht und mit ihm durch die Tür geht. Wo der Dörfler nun allerdings schlafen soll, das bleibt dem Zuschauer verborgen. Immerhin ist das Bett Privatsache und deswegen schaltet die Kamera nun auch zurück in die Halle.












Buried alive-Match:
Gordon Schelo vs. „The Gothminister“ Jimmy Maxxx
Referee: Howard Eagle


….und dort geht es auch sofort gut los. Gordon Schelo ist sofort zur Stelle und so liefern sich die beiden gleich einen munteren Schlagabtausch, bei dem die Fans kaum hinterherkommen. Wild fliegen die Fäuste hin und her, während mit Howard Eagle schnell ein Ringrichter für dieses spontane Match zum Ring gewetzt kommt und dieses schon unterwegs offiziell anläuten lässt. Keiner der beiden Protagonisten lässt sich aber vom plötzlich erschienenen menschlichen Streifenhörnchen ablenken, stattdessen prügeln sie weiter aufeinander ein. Nach einiger Zeit nimmt Gordon seinen Gegner in einen Headlock, doch der Gothminister schiebt ihn nur in die Seile und schleudert den Bauernjungen wieder von sich weg. Der kommt mit einem Shoulderblock zurück, doch der Leipziger hält dagegen. Verwundert schauen sich beide an und wirken überrascht, dass der jeweils andere stehen geblieben ist und so laufen sie nun erneut in die Seile, diesmal beide und wieder kommt es zu einem Shoulderblock, doch erneut bleiben beide Kontrahenten stehen. Ein erneutes Blickduell folgt, dann nehmen sie ein weiteres Mal Anlauf und diesmal zeigen sie simultan Clotheslines. Doch da hat Schelo einfach die Härtere auf Lager, das weiß man und so reißt er den Seelenjäger auch mit seiner Lariat zu Boden, wenngleich er durch die Wucht auch selbst für einen Moment auf der Matte liegt. Er stützt sich aber sofort ab und ist auch schnell wieder auf den Beinen, genauso wie auch der Gothminister, der nicht lange auf sich warten lässt. Wütend rollt er sich wieder in den Stand, wo der offene Schlagabtausch erneut beginnen kann. Verteidigen scheint für beide ein Fremdwort zu sein, hier geht es gerade nur um den Angriff und da erweitert der Mann in Schwarz mal eben sein Arsenal, indem er einen Tritt in Gordons Magen zeigt und anschließend mit einigen harten Schlägen die Kontrolle an sich nimmt. Schelo torkelt zurück, landet in den Seilen, federt sich dort ab, explodiert förmlich nach vorn und wieder ist es die Lariat, die den Gothminister von den Beinen holt.


Pete: Das geht ja hier schon gut los.

Sven: Und das ist nur die Abtastphase.


Davon merkt man allerdings wenig, so wie die beiden hier loslegen. Gordon nutzt jetzt die Tatsache, dass der Leipziger selten zum Friseur geht, zieht ihn an dessen langen Haaren hoch und schleudert ihn über das oberste Ringseil nach draußen. Nach einer kleinen Geste für die Fans geht er auch hinterher, nur leider hat diese minimale Pause dem früheren Jimmy Maxxx schon zum Verschnaufen gereicht und so zieht er dem Strohhutjungen auf der Ringkante einfach mal die Beine weg, sodass der Rosenheimer mit dem Rücken auf der Kante landet und nun selber derjenige ist, der mit Schmerzen vor dem Ring liegt. Und genau diese will der Ossi noch ausbauen. Also hebt er nun seinen Gegner hoch und rammt ihn mit dem Rücken voran gegen den Ringpfosten. Schelo schreit einmal laut auf und geht anschließend wieder in die Knie, doch der Gothminister hat noch lange nicht genug. Also packt er sich den Dörfler erneut und rammt ihn nun gegen die Fanabsperrung, wo der sympathische Bayer auch gleich einige aufmunternde Klapse auf den Rücken bekommt, die er momentan aufgrund der Schmerzen allerdings kaum spüren dürfte. Aber der Gothminister hat noch nicht genug. Während Schelo da so angeschlagen an der Barrikade hängt, scheucht er mit wilden Handbewegungen die Fans dahinter zur Seite, springt dann über eben diese Absperrung zieht bei der Gelegenheit gleich noch Gordons Kopf nach hinten, sodass der Rücken ein weiteres Mal erwischt wird. Nun geht der Bauernjunge wirklich zu Boden, während die Fans den Gothminister ausbuhen und der sie in ihren eigenen Reihen sogar noch ein wenig provoziert.


Pete: Eins steht fest, der Gothminister strotzt vor Selbstvertrauen.

Sven: Im Moment hat er ja auch klar die Oberhand.


Schließlich klettert der Leipziger doch zurück zu seinem jetzigen Gegner, zieht ihn wieder hoch und schleudert ihn diesmal gegen die Ringtreppe, doch der Dörfler kann seinen Fuß dagegenstellen und somit abbremsen. Ganz im Gegensatz zum Gothminister der wild auf ihn zustürmt und nun mit einem Shoulderblock erwischt wird. Doch wieder einmal geht er nicht zu Boden, torkelt stattdessen nur benommen zurück und wird deswegen mit einem Bicycle Kick des interessantesten Mannes der Welt getroffen. Und so muss er nun doch zu Boden. Allerdings kann Schelo nicht sofort nachsetzen. Erst einmal kümmert er sich ein wenig um seinen Rücken, dehnt sich einmal und versucht, die Schmerzen wieder zu linden, dann reißt er sich aber zusammen und geht doch wieder auf den Gothminister zu. Der greift jedoch in seine Trickkiste, packt den Dörfler am Hosenbund und zieht ihn nach vorn, wieder einmal gegen den Ringpfosten. Für einen Moment wankt der Rosenheimer, jedoch kann er sich wieder fangen und so geht er auf seinen Widersacher zu, während der gerade zurück auf die Beine kommt. Ein Schlag in dessen Rücken später wird das Unterfangen aber schon wieder gestört, dann zieht Schelo den Mann in Schwarz selbst wieder hoch und zeigt einen Neckbreaker.


Pete: Jetzt ist also Schelo wieder am Drücker.

Sven: Zumindest für diesen Moment.


Und der Moment scheint sogar etwas länger anzudauern. Denn jetzt verlegt der Strohhutjunge das Geschehen auch einmal in die Gegend, die für das Match ja eigentlich von Bedeutung ist. Das Grab beim Eingangsbereich. Und so schleift er den Gothminister zur Rampe, während der versucht, sich erstens loszureißen und zweitens wieder auf die Beine zu kommen. Aber das ist leichter gesagt, als getan, wenn ein Bauer die ganze Zeit an dir herumzieht. Trotzdem kann sich der Leipziger nach einigen wilden Bewegungen befreien und da die Rampe ja schräg ist und er deswegen ein Stückchen zurückrollt, hat er auch genug Platz, um wieder in den Stand zu kommen. Gordon lässt sich davon jedoch nicht beirren, geht direkt wieder auf seinen Gegner zu und so kommt es mitten zwischen Eingangsbereich und Ring zu einem erneuten Schlagabtausch der beiden, wo Gordon den fitteren Eindruck macht. Zumindest anfangs, doch wieder ist der Gothminister derjenige, der seine Angriffe abwechselt und so kann er wieder mit einem Tritt in den Magen punkten. Und dann folgt auch noch einer gegen den Oberschenkel. Gordon tritt einen Schritt zurück und weil es für den Leipziger gerade so gut läuft, zeigt er nun auch noch einen Tritt zum Kopf. Aber da hat er die Rechnung ohne Schelo gemacht, denn der duckt sich einfach weg und so muss der Seelenjäger eine Freirunde drehen. Und gerade als er dem Dörfler wieder gegenübersteht...da kommt plötzlich der Shotgun! Genau entgegengesetzt zur Drehung des Gothministers und wäre das hier nicht echt sondern nur ein Hollywoodstreifen, hätte man wohl gerade einen Genickbruch erlebt.


Pete: OH SCHEISSE!

Sven: Hey! Hier schauen auch Kinder zu...aber ja du hast recht.


Wie ein nasser Sack geht der Leipziger nun zu Boden und rührt sich auch nicht mehr, während die Fans selber gerade unsicher sind, ob sie jubeln, oder sich Sorgen machen sollten. Howard Eagle ist jedoch sofort zur Stelle, prüft den Zustand des Gothministers so gut er kann und stellt fest, dass das Match sehr wohl weiterlaufen kann. Und so packt Schelo seinen Gegner nun primitiv wie ein Höhlenmensch am Fuß und schleift ihn weiter die Rampe hinauf in seine Höhle, oder wie in diesem Fall, zum Grab. Und dieses befindet sich, wie gesagt, im Eingangsbereich, der nun auch vom Dörfler erreicht wurde und nachdem vom Mann in Schwarz noch immer kein Lebenszeichen kam, zieht Gordon ihn nun selbst wieder auf die Beine, hebt ihn hoch und will ihn in die Grube werfen, um das Match endgültig zu beenden. Doch die letzten Meter kann er nicht gehen. Stattdessen wacht der Leipziger plötzlich wieder auf, zeigt eine Kopfnuss, wodurch der völlig überraschte Schelo ihn wieder zu Boden lässt und so folgt nun auch noch der Straight to Hell und die Fans rasten völlig aus. Denn egal, ob der Gothminister nun ein Publikumsliebling ist, oder nicht, aber mit so einem Comeback hat hier keiner mehr gerechnet!


Pete: STRAIGHT TO HELL! DER GOTHMINISTER KOMMT ZURÜCK!

Sven: Ich seh's selbst....kann's aber nicht wirklich fassen,


Um sofort nachsetzen zu können, fehlt dann aber doch die Kraft. Und so liegen beide nun für einen Moment oben auf der Rampe und nehmen wohl kaum wahr, wie sehr die Fans gerade abgehen. Allmählich rühren sie sich dann aber doch wieder und kommen langsam, ganz langsam zurück auf die Beine. Wobei Schelo dennoch den fitteren Eindruck macht, obwohl er eigentlich den letzten Angriff eingesteckt hat. Er ist es also auch, der wieder auf den Gothminister zugeht, während dieser zum Grab kriecht. Gordon erreicht sein Ziel jedoch zuerst und so will er den Leipziger gerade wieder an den Haaren packen, als der sich umdreht und dem Bajuwaren eine Ladung Sand ins Gesicht streut. Davon geblendet lässt der Strohhutjunge sofort von seinem Gegner ab und torkelt orientierungslos über den Eingangsbereich, während der, nun wieder eindeutige, Bösewicht die Schaufel nimmt, die eigentlich nur zur Dekoration dienen sollte und Gordon gegen den Hinterkopf schlägt. Der stürzt nun nach vorn und schlägt sich die Stirn auch gleich noch an einem der Stahlträger auf, die das Set bilden sollen. Stark mitgenommen dreht sich der Dörfler nun wieder zu seinem Gegner und der zeigt schon seine nächste Aktion in Form eines Superkicks. Doch ein Tritt zum Gesicht hat vorhin schon nicht funktioniert und so soll es auch diesmal sein. Wieder dreht sich Schelo im entscheidenden Moment zur Seite und so steckt der Seelenjäger nun mit seinem Fuß im Gerüst fest, nachdem er sich ein wenig verhakt hat. Verzweifelt versucht er sich nun wieder zu befreien, während Gordon, zumindest was den Sand in seinen Augen angeht, das gleiche Ziel hat. Er erreicht es allerdings eher und so kann er sich nun wieder dem noch immer eingeklemmten Gothminister widmen, indem er ihm erst einen weiteren Bicycle Kick verpasst und ihn dann aus dem Träger herausmanövriert, um ihn auf die Schultern zu nehmen und mit einem Samoan Drop noch auf den Boden zu werfen.


Pete: Das hat sich der Gothminister selbst zuzuschreiben.

Sven: Aber zumindest konnte er Schelo eine Platzwunde zufügen.


Wieder geht Gordon auf seinen Gegner zu und der versucht auch gleich, das gerade Geschehene zumindest ansatzweise noch einmal zu wiederholen. Wieder streut er Sand, doch diesmal hat Schelo damit gerechnet und so verdeckt er rechtzeitig sein Gesicht, hebt den Gothminister dann wieder an und geht erneut zum Grab. Doch der Leipziger kann sich erneut befreien, hinter Gordon klettern und ihm schließlich einen simplen Schubser verpassen, der dem Bauernjungen das Gleichgewicht raubt. Doch so leicht geht er nicht ins Grab. Wie eine Katze in der Badewanne stützt er sich nun auf beiden Seiten ab, damit er nicht ins Loch muss, doch in so einer Position ist er dem Gothminister schutzlos ausgeliefert. Und das nutzt der Leipziger. Statt nun also die Beine des Dörflers wegzuziehen, benutzt er ihn lieber als Brücke und tritt auf ihn drauf. Das Gesicht Schelos spricht Bände, doch noch bricht er nicht ein. Dann fängt der Mann in Schwarz allerdings an zu spielen, springt noch einmal hoch und da kann auch Gordon dieses Gewicht nicht mehr halten. Und so fallen sie nun gemeinsam in das Grab. Schlecht für die Zuschauer, die plötzlich gar nichts mehr sehen, doch glücklicherweise ist ein Kameramann sofort zur Stelle, geht an den Rand des Grabes und so sieht man nun aus der Vogelperspektive, wie sich die beiden auch unter der Erde einen Schlagabtausch liefern können. Und diesmal ist Gordon derjenige, der seine Beine benutzt um zu treten. So kann er den Gothminister erwischen und ihn anschließend aushebeln, doch der bedankt sich nur mit einem Schlag ins Gesicht für die Räuberleiter und nutzt diese dann, um das Grab wieder zu verlassen. Schnell geht er nun die Schaufel holen, doch diese Zwischenzeit nutzt Schelo um ebenfalls wieder aus dem Grab zu steigen. Doch das bringt ihm nichts. Denn ehe er sich versieht, zeigt der Gothminister schon den Schlag mit eben dieser Schaufel und so fällt der Bauer zurück in das Grab, wo er nun auch eilig vom Seelenjäger begraben wird. Und damit hat der das Match gewonnen.


Sieger des Matches: „The Gothminister“ Jimmy Maxxx!!!


Pete: Wahnsinn, der Gothminister hat dieses Match wirklich gewonnen.

Sven: Er hat die Matchart gewollt und es hat sich ausgezahlt.








Loser Leaves GFCW & Falls Count Anywhere-Match:
Claude "Dynamite" Booker vs Robert Breads
Referee: Phönix
You've waited long enough! Here it is! The


Dynamite!!!


Der Theme Song des (Noch?)Präsidenten von German Fantasy Championship Wrestling ertönt, und trotz der Tatsache, dass wir uns hier in der Heimatstadt von Robert Breads, in Toronto, befinden, kommt der Präsident auch hier nicht zu knapp, was Jubel angeht. Die Fans mögen hier Breads eher zugeneigt sein als anderswo, aber das ändert nichts an der unfassbaren Beliebtheit von Claude Booker, der zum ersten Mal seit einer Ewigkeit in den Ring steigen wird, und dann auch noch im Main Event eines Pay-Per-View im vielleicht wichtigsten Match der GFCW-Geschichte.


Dynamite tritt auf die Rampe, und er zwingt sich, zu lächeln, auch wenn völlig klar ist, dass er unendlich nervös sein muss. Er hat sein langes, schwarzes Haar zu einem Zopf zusammen gebunden und trägt seine goldene Wrestlingkluft, während er sich auf den Weg zum Ring macht und dort mit den Fans abklatscht.


Anschließend steigt er in den Ring und post für die GFCW-Galaxie, wobei er auf die Ringecke klettert und die Arme in die Luft reißt, ehe er zurück tritt und in der Ringmitte stehen bleibt, während sein Theme Song verstummt und sich der Blick aller Menschen in der Halle in Richtung des Entrance-Bereich richtet. Niemand spricht.


Jedes weitere Wort an dieser Stelle hier wäre nun verschwendet. Jeder weiß, worum es geht und was nun passieren wird. Lassen wir Alexander Kaschte sprechen.


In den Abgrund meiner Seele
Hab' ich oft genug geblickt
Das Schicksal hat mich gnadenlos
Durch die Hoellen dieser Welt geschickt
Doch am Ende aller Schlachten
Stand ich auf, Zaehne gebleckt
Meine Faeuste unbeirrbar
Dem Sieg entgegen gestreckt denn


Da ist er auch schon, auf der Rampe und unter dem Jubel von (fast) einer ganzen Arena ist der Mann, der schon in nicht einmal einer Stunde zur vielleicht wichtigsten Person der GFCW-Geschichte aufsteigen könnte – insofern er denn nun tatsächlich die mehr als 10-jährige GFCW-Karriere von Claude „Dynamite“ Booker beendet, und nicht selbst die Liga verlassen muss. Selbst wenn er dann in auch noch anderswo Erfolge feiern sollte, würde dieser Makel ihm für immer anhaften. Das gilt es zu verhindern.


Das Dunkelblau seiner Augen schimmert im diffusen, rot-weißen Licht der Scheinwerfer, die ihn zum Zentrum in der Dunkelheit machen. Die lange, rot-weiß-schwarze Hose klebt wie gewohnt an ihm wie eine zweite Haut, man sieht jeden Muskel, während er sich bewegt. Die schwarzen Stiefel sind geschnürt, die ebenso schwarzen Ellbogenschoner scheinen seine Arme in zwei Teile zu teilen.


Ich bin epochal
Ich bin tausendmal
Groesser als ihr
Ich bin Gott

Gewohnt langsam schreitet er in Richtung Ring, der Kiefer mahlt auf dem Kaugummi herum, dass er wie gewohnt zur Beruhigung dabei hat. Obwohl dieses Match so viel wichtiger ist als jedes andere, in dem er bisher stand, um die einjährige Rivalität mit Dynamite da zu Ende zu bringen, wo er sie begonnen hat, scheint er nicht nervöser als sonst zu sein. Er geht auch nicht schneller als sonst, er läuft einfach ruhig und mit gleichmäßigen Schritten in Richtung Ring, ohne dabei den Ligenchef, der in selbigem steht, aus den Augen zu lassen.


Einer gegen alle ‒ und alle gegen mich
Einer gegen alle ‒ doch am Ende stehe ich

Jetzt ist „Canada's Own“ vor dem Seilgeviert angekommen. Ein Staredown auf mehrere Meter Entfernung folgt, wobei man sich fragen muss, was im Kopf des ehemaligen GFCW-Champion vorgeht. Er hat sicherlich einen Plan für dieses Match – aber was wird er tun, um Dynamite zu bezwingen? Es gibt keine Grenzen. Es ist alles möglich. Alles.


Du bist wie Wachs in meinen Haenden
Du tust nur, was ich von dir will
Wenn ich es dir befehle, kniest du
Nieder und schweigst still

Bis ans Ende Deiner Tage wirst du
Mich in Deinen Traeumen seh'n
Denn eine Gottheit wie ich kann nur
An sich selbst zu Grunde geh'n

Schwungvoll springt er auf den Apron und von dort von außen auf das zweite Ringseil, nur um dann den rechten Fuß auf das dritte Ringseil zu stellen. Der übliche Blick vor dem Match ins Publikum folgt, die Arme werden weit ausgebreitet – wie die Flügel eines göttlichen Wesens, dass sich seinem dienenden, unterwürfigen Volk präsentieren will. Nur das sonst so gewohnte Lächeln bei diesem Gedanken fehlt, dafür ist die Konzentration viel zu hoch.


Einer gegen alle ‒ und alle gegen mich
Einer gegen alle ‒ doch am Ende stehe ich
Einer gegen alle ‒ und alle gegen mich
Einer gegen alle ‒ Euer Gott bin ich

Elegant schwingt er sich nun von außen über das oberste Seil in den Ring hinein, und steht dort Dynamite gegenüber. Er geht noch einmal das durch, was er schon so lange immer wieder zu sich selbst sagt: „Ich habe so viel gelernt. Ich muss es nur anwenden. Zeig ihm, was du gelernt hast.“


Ich war, ich bin, ich werde der sein
Der zuletzt am laengsten lacht
Ich stehe aufrecht, stehe stolz
Und greife nach der Macht
Ich kenne kein Erbarmen
Nur um zu herrschen bin ich hier
Senkt euer Haupt, neigt Euer Antlitz
Denn ihr alle gehoert mir

Da ist es endlich, bei den letzten Zeilen des Songs ist es in sein Gesicht zurückgekehrt – das Robert-Breads-Lächeln, das nur „Canada's Own“ so lächeln kann. Eine perfekte, gleichmäßige Mischung aus Selbstbewusstsein, Humorlosigkeit und Arroganz, die man sonst bei keinem Menschen in der GFCW so gesehen hat. Dynamite lässt das kalt. Sein Blick ist so eisig wie der Ausdruck auf seinem Gesicht. „Das ist kein Spiel“. Für Dynamite war es keins. Für Breads schon. Ob diese Tatsache den Unterschied ausmachen kann?


Einer gegen alle ‒ und alle gegen mich
Einer gegen alle ‒ doch am Ende stehe ich
Einer gegen alle ‒ und alle gegen mich
Einer gegen alle ‒ Euer Gott bin ich


Beide Kontrahenten werden vom Referee in ihre jeweiligen Ringecken zurück gewiesen, zumindest der Anfang des Matches soll halbwegs regelkonform verlaufen, man kann ja wohl nicht erwarten, dass der Rest des Matches ansatzweise harmlos bleiben wird.


Als beide sich zurück begeben haben, blickt der Referee nicht ohne Furcht zum Zeitnehmer, der dann die Ringglocke läuten lässt.


Sven: „Es geht los, Pete. Das Match, in dem alles entschieden wird... jetzt gibt es kein zurück mehr.“

Pete: „Ja, keiner von beiden kann jetzt noch einen Rückzieher machen. Kein Count-Out, keine Disqualifikation, Falls Count Anywhere. Der Verlierer muss die GFCW verlassen, der Gewinner wird die Liga leiten...“

Sven: „Um es mal mit Breads' Worten zu sagen... Lasst den Wahnsinn beginnen.“


Langsamen Schrittes gehen beide in Richtung Ringmitte. Sie stürzen sich nicht wie wilde Tiere aufeinander, sie haben ein Jahr lang auf diesen Moment gewartet, jeder Fehler könnte fatal sein. Stattdessen gibt es einen letzten Staredown, dann heben beide im genau selben Moment die Arme zum Lock-Up, aber ehe der Clinch überhaupt wirklich zu Stande kommt, verlagert „Canada's Own“ sein Gewicht und wirft Dynamite einfach um, als wäre es das Leichteste auf der Welt.


Schockiert über diese frühe und so plötzliche Aggression starrt Dynamite auf dem Rücken liegend zu Breads auf. Würde der Kanadier der Gott sein, dem er sich beugen müsste? Nein.


Ächzend erhebt sich Dynamite und blickt Breads abschätzend an, ehe er seinen langen, schwarzen Zopf auflöst, und die Haare offen nach hinten baumeln lässt. Ein weiterer Atemzug des Präsidenten, dann geht es erneut in den Lock-Up – mit dem selben Ergebnis wie beim ersten Mal, Breads wirft Booker nach nicht einmal einer Sekunde einfach nach hinten um.


Wütend starrt Dynamite den Kanadier an, der mit ausdrucksloser Miene zurück blickt. Dann öffnet sich sein Mund, und er formt Worte, die Dynamite ins Herz treffen: „Gib es auf, alter Mann. Du bist mir nicht gewachsen. Das ist viel zu einfach. Du kannst mich nicht schlagen.“


Diese Worte, diese Arroganz veranlassen Dynamite dazu, sich erneut aufzurichten. Er wird nicht aufgeben. Er wird gewinnen.


Wieder geht er in die Lock-Up-Position, und auch Breads lässt sich darauf ein, mit einem müden Lächeln ob des erneuten Versuch des Präsidenten... aber da taucht Dye ab und überrascht Robert völlig, er reißt ihn mit einer Art Tackle von den beiden, und mit sensationeller Flinkheit hat er den Kanadier an beiden Beinen gepackt, dreht sich einmal um die eigenen Achse und eine Sekunde später hat er Breads im Figure Four Leglock!


Mit einem Schmerzensschrei wird Breads die arrogante Maske, das selbst zufriedene Grinsen vom Gesicht gewischt, stattdessen tritt der Hass zurück in seinen Blick. Er kämpft gegen den Schmerz an, und lehnt sich weit nach vorne, um Dynamite an den langen Haaren zu packen, und daran herum zu zerren, so dass dieser überrascht über diese „unmännliche“ Taktik loslassen muss.


Der Kanadier hat scheinbar kein Interesse daran, Dynamite eine lange Verschnaufpause zu genehmigen, beide richten sich sehr schnell wieder auf, aber es ist der Kanadier, der sofort zuschlägt, und Dynamite taumelt einen Schritt nach hinten, und sofort nutzt der technisch versierte Breads die Situation aus und lässt einen Whip In folgen, der Booker in die Ringecke schleudert, wo er mit dem Rücken gegen das Polster kracht.


Schnell sprintet Breads hinterher und zeigt einen optisch schönen Shining Kick, leider Gottes ist Dynamtie aber aus dem Weg gesprungen, sodass Breads einzig und allein das Ringpolster trifft.


Sven: „Am Anfang sah es ja wirklich so aus, als würde Dynamite chancenlos gegen den Kanadier sein... Aber nun kann er ja scheinbar doch mithalten.“

Pete: „Eine durchaus beachtliche Leistung, bedenkt man sein Alter und die Reputation seines Gegners.“

Sven: „Breads verzieht jetzt das Gesicht und taumelt zurück, aber da ist Dynamite, packt von hinten zu... Back Suplex!“

Pete: „Nein! Breads bleibt daraufhin einfach stehen... CANADIAN CUTTER AUS DEM NICHTS! DAS GIBT ES NICHT!“

Sven: „Aber Dynamite schubst ihn weg, Breads landet allein auf der Matte. Schnell richtet sich Breads wieder auf, dreht sich um... TNT-EXPLOSION!“

Pete: „Nichts da, Breads schubst Dynamite weg, der geht ins Seil, nimmt den Schwung aber mit und zeigt dann einen Shoulderblock gegen Breads, der diesen zu Boden reißt.“


Seinen Vorteil erkennend nimmt Dynamite sofort wieder Anlauf im Seil, aber Breads springt direkt wieder auf, und als Booker auf ihn zukommt gibt es eine Clothesline gegen den GFCW-Präsidenten. Breads setzt sofort nach und zeigt einen Elbow Drop aus dem Stand, aber Booker rollt sich zur Seite und lässt den Kanadier auf die Matte krachen. Ehe dieser sich wieder aufrichten kann hat Dynamite dessen rechten Fußknöcheln gepackt und einen Ankle Lock angesetzt!


Breads schreit kurz auf, dann kann er aber sofort kontern, rollt sich nach vorne ab, sodass Dynamite unkontrolliert den Schwung mitnimmt und durch das zweite und dritte Ringseil hindurch aus dem Ring heraus fällt. Fluchend richtet sich der Kanadier so schnell wie möglich auf, dann nimmt er Anlauf, springt in der Ringecke auf das zweite Ringseil, von dort auf das dritte Ringseil und von dort aus nach draußen, auf seinen stehenden Gegner herab!


Dieser starrt bloß mit weit aufgerissenen Augen, als der Körper seines Gegners auf ihn herab geflogen kommt. Beide rasseln zusammen und gehen zu Boden, und die Halle verfällt zum ersten Mal in diesem Match in Chants, als man „Let's Go Dye!“ und auch „Let's Go Breads!“ durch die Halle schallen hört.


Stöhnend richtet Breads sich als Erster von beiden auf, dann realisiert er, dass Dynamite auch schon wieder auf den Knien ist, und tritt ihm einmal mit voller Wucht vor den Kopf!


Sven: „Das hat man auch in der letzten Reihe klatschen gehört!“

Pete: „Breads packt sich nun Dye am Kopf, zieht ihn zu sich heran... Was wird das? Eine Powerbomb? Ein Piledriver?“

Sven: „Nichts davon! Backdrop auf den Hallenboden gegen Breads!“

Pete: „Autsch, das hat gezogen.“


Davon darf man wohl ausgehen, zumindest sieht Breads nicht allzu begeistert aus. Booker schnauft nur eine Sekunde durch, dann packt er den Kanadier gleich wieder am Kopf, um ihn anzuheben – und dann geht es gegen die Barrikade! Mit einem lauten Krachen knallt Breads' Körper auf das Metall, während das Publikum sich mindestens einen mittleren Keks freut, wenn nicht sogar einen Großen.


Dynamite nutzt die kurze Pause, um zurück zum Ring zu taumeln und sich zu bücken, um dort, unter dem Ring, etwas hervor zu holen, nämlich einen Stuhl. Die Fans finden das absolut super, Waffeneinsatz ist in solchen Matches immer gern gesehen, nur Breads bekommt davon nichts mit, der dreht sich gerade erst um, und da hebt Dynamite schon den Stu...


DROPKICK GEGEN DEN STUHL!


Durch den Schwung knallt die Sitzgelegenheit dann auch noch gegen das Gesicht des GFCW-Präsidenten, was wohl ein recht unschönes Gefühl in dessen Kopf auslösen dürfte. Jetzt sind zum ersten Mal beide Athleten für längere Zeit auf dem Boden, aber der Kanadier ist dann doch recht schnell wieder mit dabei, und steht wieder. Er lässt den Stuhl neben Dynamite liegen, um seinerseits unter den Ring zu greifen, und dort zieht er einen Tisch hervor.


So schnell er kann richtet er die Abstellgelegenheit außerhalb des Ringes auf, was mit „Fuck him up, Breads!“-Chants dann auch passend untermalt wird. Der ehemalige GFCW-Champion lässt sich davon aber nicht beirren, stattdessen macht er einfach weiter, indem er zu Dynamite herüber wankt und diesen am Haarschopf packt, um ihn aufzurichten. Als ihm dies gelungen ist, legt er sich den Arm des Präsidenten über die Schulter, und es ist Suplex-Zeit, der Tisch steht perfekt, und...


...Dynamite zeigt seinerseits einen Suplex, sodass Breads erneut hart auf den Hallenboden kracht!


Sven: „So langsam dürfte „Canada's Own“ üble Rückenschmerzen haben.“

Pete: „Ich glaube, dass sind nicht die einzigen Schmerzen, die die beiden sich hier heute noch zufügen werden.“

Sven: „Davon kann man ausgehen. Stattdessen ist es nun an Dynamite, Breads anzuheben, der auf dem Hallenboden liegt. Scheinbar will sich Booker nun selbst den Tisch zu Nutze machen, und... BREADS HAT DEN STUHL!“

Pete: „Chairshot gegen den Kopf! Dynamite fällt nach hinten um! Breads krabbelt zum Präsidenten herüber... Nicht vergessen, Falls Count Anywhere... Das Cover... Nein... Das darf es nicht sein!“





Eins...






Zwei...





Kick-Out bei zweieinhalb. Das erste Cover des Matches, und es war schon mehr als knapp. Fauchend richtet Breads sich auf, dann stolpert er in Richtung Ring und rollt sich in selbigen zurück. Dort angekommen kommt er recht zügig wieder auf die Beine, dann blickt er auf Dynamite herab, der, sich den Kopf haltend, wieder auf die Beine kommt. Die Lage realisierend nimmt Breads nun ordentlich Anlauf in den Seilen, und dann springt er zwischen dem zweiten und dritten Ringseil hindurch nach draußen, ein Suicide Dive in Perfektion... der von Dynamite mit einem Stuhlschlag ausgekontert wird!


Erinnerungen an einen gewissen Chris Benoit im Januar 2001 werden wach, als die Sitzgelegenheit gegen die Schädeldecke von Breads kracht. Mit einer Wucht, die man nicht anders als krank beschreiben kann, wird der Kanadier im Flug getroffen und fällt wie ein nasser Sack zu Boden. Dort bleibt er aber nicht liegen, stattdessen wird er von Dynamite sofort gepackt, und wehrlos wird er in die Luft gestemmt und mit einem Back Suplex auf den Hallenboden gehämmert! Sofort lässt Dynamite den Pin folgen, Breads liegt reg- und scheinbar bewusstlos auf dem kalten Boden...





Eins...






Zwei...





Sven: „Nein, Breads kann sich noch befreien! Und das nach so einem Stuhlschlag.“

Pete: „Dynamite kann es auch kaum glauben. Mitten im Flug an den Schädel, und er kriegt irgendwie die Schulter hoch.“

Sven: „Dynamite wartet nun darauf, dass Breads wieder auf die Beine kommt, aber das passiert nur sehr langsam... Ich glaube, der ist fertig mit sich und der Welt.“

Pete: „Da wäre ich mir nicht so sicher. Er wäre nicht Breads, wenn er nicht irgendwas Verrücktes machen und zurück kommen würde... Endlich ist er auf den Beinen... Und da kommt Dynamite mit der Lariat! Was für ein krasser Move! Sofort wieder das Cover hinterher!“






Eins...






Zwei...





Wieder nichts. Frustriert setzt Dye sich auf, um sich dann wieder in Richtung Ring zu begeben. Er nimmt sich den Stuhl neben sich, der ihm ja schon einmal sehr gute Dienste geleistet hat. Diesen schiebt er in den Ring, um anschließend selbst hinterher zu rollen. Dort stellt er die Sitzgelegenheit in der Mitte des Rings auf, aber nicht, um im Seilgeviert Platz zu nehmen. Stattdessen geht er gleich wieder in Richtung der Seile, wo Breads sich ächzend nach oben zieht.


Noch im Ring stehend packt Dynamite seinen Gegner am Kopf, um ihn nach oben zu ziehen, aber der zeigt einen Slingshot! Dye taumelt angeschlagen nach hinten, und Breads zieht sich am obersten Ringseil nach oben, dann springt er vom Apron ab, auf das Top Rope, und er zeigt einen Springboard Dropkick vom allerfeinsten...



DYNAMITE WEICHT AUS! DER STUHL STEHT NOCH DA! BREADS LANDET AUF DEM STUHL!


Nein, tut er nicht! Mit einer ungeheuren Athletik kann der Kanadier sich abfangen und landet keine zwanzig Zentimeter vor dem Stuhl im Stand. Dynamite hat ihm den Rücken zugewendet und dreht sich jetzt erst um, und da kommt ein perfekt getimter Roundhouse Kick an den Kopf von Booker, bevor er auch nur umfallen kann packt Breads direkt zu, und es gibt den DDT auf den aufgestellten Stuhl!


Sven: „Das gibt es nicht! Was für ein Konter!“

Pete: „Breads setzt nach... Nein... Das war es noch nicht... Lass es das nicht gewesen sein! Nein!“


Sven: „Eins...“


Pete: „Zwei...“


Sven: „Drrr...“


Pete: „JA! Dynamite schafft den Kick-Out!“


Der Kanadier flucht, dass auch dieser Move nicht den erwünschten Erfolg eingebracht hat. Er hat aber nicht lange Zeit, sich zu ärgern, denn aus irgendeinem Grund versucht Dynamite schon wieder, auf zu stehen. Breads sieht aus, als könne er nicht wirklich glauben, in welchem Tempo sich Booker regeneriert, und zum ersten Mal in diesem Match sieht er wirklich besorgt aus.


„Canada's Own“ packt den Präsidenten am Kopf und zieht ihn auf die Beine, dann whipt er ihn in die Ringecke, wo er mit dem Rücken voran landet, dann stürmt er hinterher, wieder soll es den Shining Kick geben, und diesmal funktioniert er! Dynamite sackt zusammen und Breads zieht seinen Arbeitgeber in die Ringmitte und überlegt kurz, ob er das Cover zeigen soll, tut es dann aber nicht und nimmt stattdessen Anlauf und springt auf das zweite Ringseil...




SPRINGBOARD MOONSAULT!




Dynamite reagiert aber schnell genug und rollt sich aus dem Weg, was Breads aus dem Augenwinkel noch wahr nehmen kann, und so schafft er es, auf den Füßen zu landen, während Dynamite sich noch aufrichtet, und sofort holt er aus und zeigt einen blitzschnellen Roundhouse Kick... Aber Dye duckt sich weg und rollt seinen Gegner ein! Der Referee zählt!





Eins...





Zwei...





Kick-Out von Breads!


Pete: „Da hätte Dynamite den Kanadier fast überrascht... und die GFCW gerettet.“

Sven: „Und, was viel wichtiger ist, meinen Job. Aber noch ist Breads nicht geschlagen.“

Pete: „Go Dynamite!“


Dynamite und Breads springen nun beide möglichst schnell auf, Booker hat aber eine knappe Sekunde Zeitvorteil und nutzt diese sehr effizient, indem er Breads mit einem Armdrag von den Beinen holt und ihn auf die Matte schleudert. Bevor der Kanadier wirklich irgend etwas tun kann, gibt es auch schon einen Leg Drop aus dem Stand gegen den ehemaligen GFCW-Champion!


Claude setzt aber nicht sofort den Pin an, stattdessen überlegt er sich nun etwas anderes. Er zeigt gen Himmel und klettert dann das Ringseil in der Ecke nach oben, wobei er ein lautes „Ooooh Yeaaaah“ ausstößt, was die Fans zu „Randy Savage“-Chants animiert. Schließlich steht er auf dem Top Rope... Da wirft Breads aus dem Sitzen blitzartig den immer noch im Ring herumliegenden Stuhl in Richtung der Ecke und trifft Dynamite am Knie, der vor Schmerz aufschreit und auf das oberste Seil herunter sackt.


Breads atmet erst einmal ordentlich durch, ehe er sich auf die Beine bewegt und in Richtung der Ringecke aufmacht, in der auch Dynamite sich befindet. Dort angekommen klettert er so zügig wie er nur kann nach oben, um sich auf das dritte Seil zu stellen. Er packt seinen Präsidenten unter den Achseln und zerrt ihn nach oben, packt ihn unter den Armen und zeigt einen Top Rope Belly to Belly Suplex... Nein!


Der GFCW-Chef kann sich mit einem heftigen Ellbogenschlag wehren, der Breads ins Taumeln bringt. Irgendwie schafft er es aber, das Gleichgewicht auf dem obersten Seil zu halten... Da gibt es noch einen Ellbogenschlag gegen den Kopf und der Kanadier verliert das Gleichgewicht und fällt aus dem Ring heraus, genau durch den Tisch, der immer noch außerhalb des Rings stand!


Sven: „Woah! Was für ein Konter unseres Präsidenten!“

Pete: „Breads wird sein eigens aufgestellter Tisch zum Verhängnis... Wahnsinn!“


Dynamite steigt vom Top Rope herab, das Risiko, sich bei einem Sprung nach draußen zu verletzen, ist einfach zu groß. Stattdessen klettert er aus dem Seilgeviert heraus, zu dem am Boden liegenden regungslosen Kanadier. Der Referee folgt Dye natürlich – Falls Count Anywhere Regeln greifen hier. Der GFCW-Präsident schnappt sich „Canada's Own“ und schleift ihn von den Trümmern des Tisches weg, ohne das Breads sich einen Zentimeter bewegt. Stattdessen hebt Dynamite seinen Gegner nun am Kopf an und zieht ihn auf die Beine, wo er sich nur halten kann, indem er sich an der Barrikade fest klammert – als Dynamite mit einem heftigen Tackle Breads und die Barrikade umreißt!


Die Fans in den ersten Reihen schreien erschrocken auf, als beide Erzrivalen mitten in die Zuschauer platzen, beide stark angeschlagen, aber beide ebenso entschlossen, dieses Match zu gewinnen. Der Referee folgt vorsichtig über die Trümmer der Barrikade, während die Fans ihren jeweiligen Favoriten lautstark anfeuern. Dynamite krabbelt zum Kanadier herüber und legt ihm einen Arm auf die Brust, der Ringrichter beginnt zu zählen...






Eins...






Zwei...






Kick-Out bei kurz vor drei! Zum Entsetzen von Dynamite und der Booker-Fans kann sich Breads hier noch einmal befreien. Fluchend rollt sich Dynamite von seinem Gegner herunter und zieht sich mithilfe des Treppengeländers nach oben, und stützt sich danach darauf ab, ehe er wartet, dass der Kanadier sich wieder erhebt. Breads hat so ein paar Schwierigkeiten mehr auf die Beine zu kommen als sein Rivale, und so hat Dynamite genug Zeit, sich zu erholen und sich etwas zu überlegen. Breads steht dann endlich wieder, und schon ist Dye da, zeigt einen harten Tritt in den Magen seines Gegners und zieht ihn dann zu sich heran.


Sven: „Oh Gott... Was hat Dynamite vor?“

Pete: „Er hebt Breads hoch... Er will doch nicht etwa...“

Sven: „Doch, eine Powerbomb auf die Treppe! Das kann ihm den Rücken in Einzelteile zersplittern lassen, das ist doch Wahnsinn!“

Pete: „Breads sitzt auf Dynamite's Schultern, gleich ist hier Schluss... NEIN!“

Sven: „Irgendwie kann Breads herunter rutschen und steht nun hinter Dynamite, der völlig überrascht ist, und da kommt Breads von hinten... BULLDOG AUF DIE TREPPENSTUFEN! HOLY SHIT!“


Das sehen die Fans wohl ganz ähnlich, denn das sind die Worte, die sie nun laut und deutlich rufen, während Breads zum entscheidenden Cover zu seinem Rivalen krabbelt...





Eins...







Zwei...







NEIN! Dynamite kann die Schulter hochreißen! Damit hatte nun auch Breads nicht mehr gerechnet, und so ist er auch nicht sonderlich amüsiert über diesen Kick-Out, stattdessen macht er seiner Wut lautstark Luft. Einen kurzen Moment überlegt er, was er nun tun soll. Er entscheidet sich, Booker an den Beinen zu packen und ihn auf diese Art und Weise die Treppen hinauf zu schleppen – so dass sein Hinterkopf mit jeder einzelnen Treppenstufe Bekanntschaft machen darf, was zweifelsohne so von Breads beabsichtigt ist.


Schließlich ist er ENDLICH oben angekommen und zerrt Dynamite noch ein Stück weiter, bis zu einer Tür, die offenbar in eine Toilette hinein führt. Das scheint den Kanadier aber wenig zu interessieren, denn er zerrt Dynamite wie eine schwerfällige Puppe auf die Beine, und dann schleudert er ihn gegen die Tür des WC, die aus den Angeln fällt, und mit ihr Dynamite in den weiß gefliesten Raum.


Der Kameramann scheint eine Sekunde zu zögern, ob er wirklich folgen soll, tut es dann aber doch. Dort sieht man auch, dass Breads bereits wieder Dynamite gepackt hat, und ihn erneut nach vorne schleudert, während man im Hintergrund eine Frau kreischen hört, aber irgendwie kann Dynamite einen Reversal anbringen und Breads' Kopf macht unangenehme Bekanntschaft mit dem Spiegel an der Wand, der in hunderte von kleinen Splittern zerbricht!


Breads heult auf wie ein angeschossener Wolf, die Splitter bohren sich in sein Gesicht und verursachen Schmerz, wie er ihn noch nie gespürt hat. Und dann versucht Dynamite tatsächlich, das Match in der Damentoilette für sich zu entscheiden, zeigt den Pin...






Eins...








Zwei...







Immer noch nicht! Während nun auch die letzte Frau das WC verlässt, macht sich Dynamite daran, den Kanadier am Kopf zu packen, um ihn auf die Beine zu zerren, und dann hämmert er ihn mit der Stirn voran gegen die Kante eines Waschbeckens!


Sven: „AUA! Ich weiß nicht, wie lange Breads das noch aushalten kann.“

Pete: „Irgendwann wird er einfach K. O. sein, und es sieht nicht so aus, als würde Dynamite bald aufhören.“

Sven: „Nein, er lässt dem Kanadier nicht eine Sekunde Ruhe, stattdessen hebt er ihn gleich wieder an, und dieses Mal soll es gegen die Tür einer Kabine gehen...“

Pete: „Konter! Reversal von Breads, und Dynamite muss mit voller Wucht gegen die Kabine! Die Konstruktion bricht zusammen, und Dynamite wird unter einer Menge Bretter begraben... Das habe ich so auch noch nie gesehen...“


Beide Opponenten sind nun erstmal auf dem inzwischen kletschnassen, weißen Boden, mit dem Unterschied, dass Dynamite unter einer Menge Holz begraben ist. Und so ist es auch Breads, der als Erstes wieder Regung zeigt, und sich auf die Beine kämpfen kann. Dann sieht er, welches Chaos in dem Raum angerichtet wurde und zieht sich ungerührt einen Spiegel-Splitter aus der Wange, während er auf die Trümmer der Toiletten-Kabine zustampft.


Grob wirft er einige der Holzbretter zur Seite, bis er schließlich zu Dynamite vorgedrungen ist. Diesen packt er anschließend an den langen dunklen Haaren, und schreit ihn an: „Du bekommst, was du verdienst!“, ehe er ihn mit dem Gesicht in die Toilettenschüssel drückt. Der entsetzte Schrei des Präsidenten geht unter, als seine Nase und sein Mund unter Wasser gedrückt werden, die Flüssigkeit dringt in seine Augen, in seine Ohren, überall hin. Der Kanadier drückt ihn noch tiefer herunter, um die Demütigung zu vollenden, ehe er den Kopf des Präsidenten aus der Toilette zieht. Spuckend und nach Atem ringend bleibt der pitschnasse Dynamite auf dem Boden des Raums liegen, während Breads in eine andere Ecke des Raums verschwindet – jedoch nicht um Booker eine Pause zu gönnen.


Viel mehr bückt er sich, hebt etwas auf und kehrt dann mit einem sadistischen Grinsen an den Ort zurück, an dem Dynamite auf dem Boden liegt – in der rechten Hand hält er eine knapp 25 Zentimeter lange Scherbe des Spiegels, mit dem er so unsanft Kontakt machen musste, und sie scheint spitz wie eine Schere zu sein.


Ungerührt beugt sich der Kanadier über Dynamite und blickt seinem Präsidenten in die Augen, das Grinsen kann er sich nicht verkneifen, und dann rauscht die Scherbe auf Dynamite's Gesicht herab.


Im allerletzten Moment kann Dynamite beide Arme hochreißen und Breads am Handgelenk packen, gerade so, dass die Scherbe wenige Zentimeter vor seinem Gesicht in der Schwebe zu bleiben scheint. Breads ist aber in der deutlich besseren Lage, er steht über seinem Gegner und kann mit seiner ganzen Kraft nach unten drücken, der Schweiß rinnt über sein Gesicht und vermischt sich mit dem Wasser, und langsam treibt er das Stück Glas in Richtung Dynamite, nur noch ein Stück...


Da schnellt Claude's Bein hoch und trifft Breads zwischen die Beine! Mit einem Schrei lässt der Kanadier die Scherbe überrascht fallen, und mit einigem an Feingefühl gelingt es Dynamite, sie aufzufangen. „Canada's Own“ taumelt zurück, während Dynamite sich ächzend auf die Beine wuchtet – mit einer riesigen Glasscherbe in der Hand.


Sven: „Das Blatt hat sich gewendet, jetzt ist es Breads, der massakriert werden könnte.“

Pete: „Sven, die beiden hassen sich wirklich bis zum bitteren Ende... Und wenn das so weiter geht, sehen wir vielleicht wirklich das Ende von Robert Breads, denn Dynamite scheint zu allem entschlossen!“


Der ehemalige GFCW-Champion realisiert nun, wie die Lage ist und entscheidet sich für das einzig Richtige – er flüchtet breitbeinig und nicht wirklich schnell aus der Toilette, die sich ansonsten für ihn zur Todesfalle entwickeln könnte. Dynamite lässt sich nicht bitten und eilt dem Kanadier hinterher, auch nicht so schnell, wie er gerne würde, aber er schafft es.


Breads rennt einen schmalen Gang entlang, wobei er mehrere Zuschauer und Mitarbeiter anrempelt und umwirft, und Dynamite immer hinterher, und der Präsident holt auf, Stück für Stück kommt er näher, als Breads auf einmal ein Bein gestellt bekommt und zu Boden geht, mit einem Schrei, der die pure Angst und Verzweiflung zum Ausdruck bringt, die er spüren muss. Überrascht blickt Dynamite zu der Person, die den Kanadier zu Fall gebracht hat – und Mac Müll lächelt schüchtern zurück. Noch nie war Dynamite so glücklich, seinen Interviewer zu sehen.


Der Kanadier rappelt sich so schnell er kann wieder auf, aber es ist zu spät – Dynamite steht direkt vor ihm und hämmert ihm die Glasscherbe entgegen. Mit einem Reflex aus dem Lehrbuch kann Breads aber irgendwie noch den Kopf einziehen, und mit voller Wucht landet die Glasscherbe in einem Plasma-Fernseher, der zischt, Funken sprüht und beginnt zu rauchen, während er den Geist aufgibt.


Schockiert lässt Dynamite die Scherbe los, was Breads sofort ausnutzt. Er packt den Präsidenten von hinten und wirft ihn auf einen Catering-Tisch, der auf dem Gang herum steht, und der in der Mitte durch bricht, wonach Soße, Nudeln und Suppe durch die Luft fliegen und spritzen – aber weder Breads noch Dynamie achten darauf. Viel mehr sind ihre Blicke auf die Kerze gerichtet, die nun ebenfalls durch die Luft fliegt. Wie in Zeitlupe fällt das brennende Wachs auf die eine Hälfte des zerbrochenen Tischs, der sofort Feuer fängt – es brennt im Backstage-Bereich der GFCW!


Dynamite springt schockiert auf, bevor das Feuer mit seiner Kleidung oder seiner Haut in Berührung kommen kann, während er mit heißer, brühender Suppe bedeckt ist, die ihm die Haut verbrennt. Breads schnappt sich aber Booker am Kopf und will ihn gleich zurück werfen, direkt ins Feuer.


Pete: „Sind die beiden denn von allen guten Geistern verlassen?!“

Sven: „Dynamite brennt gleich, so wie es aussieht... Nein, irgendwie klammert Dynamite sich an Breads fest, er krallt sich wirklich an ihn, lässt nicht los.“

Pete: „Breads zappelt hin und her, um den Präsidenten los zu werden... Aber er taumelt rückwärts in Richtung Feuer! VORSICHT!“

Sven: „Ich glaube, Breads kann sich noch halten, Dynamite lässt ihn endlich los, er will nicht in die Flammen, Breads rudert entsetzt mit den Armen, aber er kann stehen bleiben! So schnell er kann geht er weg von der Gefahr, er muss weg da!“


Tatsächlich wankt Breads den Gang entlang, Dynamite hinterher, der sich in Richtung Arena zurück begibt, scheinbar will er das Match wieder eher in Richtung Ringside verlagern, nachdem es nun einmal quer durch den Backstage-Bereich ging.


Atemlos hinkt der Kanadier dem Präsidenten hinterher und beißt die Zähne zusammen, während nun beide auf der Rampe in der Halle wieder ankommen, ehe Dynamite stehen bleibt und sich umdreht, und Breads sieht, der knapp fünf Meter hinter ihm angehumpelt kommt.


Beide sind deutlich gezeichnet von dem Match, in Breads' Gesicht stecken noch einige kleine Glassplitter und er hat mehrere winzige Kratzer im gesamten Gesicht verteilt, während Dynamite über und über mit der heißen Brühe überzogen ist, die seine Haut tiefrot färbt. Dem Kanadier fließt ein dünner Strom Blut aus dem rechten Mundwinkel, sein Blick ist kalt und tief entschlossen, nicht aufzugeben und bis zum bitteren Ende weiter zu machen.


Dynamite geht nun auch noch einen Schritt auf Breads zu, und ein Schlagduell beginnt. Rechter Haken von Breads, rechter Haken von Dye, rechter Haken von Breads, rechter Haken von Dye, und die Fans gehen mit, buhen und jubeln bei jedem Schlag... Da kann sich der Kanadier unter einem Schlag von Dynamite wegducken! Irritiert dreht sich Dynamite um die eigene Achse, und da ist Breads, hämmert ihm die Faust ins Gesicht, und Booker taumelt zurück, sofort setzt „Canada's Own“ nach und zeigt noch einen Punch, dann noch einen, und Dynamite steht nur noch wenige Zentimeter von der Kante der Rampe entfernt, nur noch ein Schlag, und er fällt rückwärts herunter, und da kommt der letzte Schlag... Aber dieses Mal ist es Dynamite, der sich wegducken kann, und sofort packt er Breads danach und es geht abwärts...





TNT-EXPLOSION!





Der Finisher sitzt, und sofort pinnt Dynamite Breads auf der Rampe, um dem Match und Breads' Karriere ein Ende zu bereiten...











Eins...















Zwei....










KICK-OUT! Die Hölle bricht los, und die Halle kann nicht glauben, was so eben geschehen ist. Auch die TNT-Explosion auf die Metallrampe bringt nicht den Sieg. Dynamite's Gesicht spricht Bände, und selbst nach dieser Schlacht reicht die TNT-Explosion nicht.


Langsam setzt Booker sich auf und atmet erst mal zwei-, dreimal durch. Breads hingegen robbt sich, Blut spuckend, in Richtung des Seilgeviert, auf die Beine kommt er zwar nicht mehr, aber er kann noch auf den Knien und den Händen nach vorne kommen. Dynamite hingegen kann noch aufstehen, er taumelt dem Kanadier hinterher, und kurz bevor er am Ring angekommen ist, hat Dynamite ihn eingeholt.


Von hinten packt Claude Robert am Nacken und zerrt ihn nach oben, um ihn unter dem untersten Seil in den Ring zu rollen, wo Breads verzweifelt sofort versucht, sich auf die Beine zu kämpfen, was ihm aber deutlich schwer fällt. Die Aussichtslosigkeit seiner Lage erkennend, dreht er sich Dynamite zu, der sich soeben in den Ring gewuchtet hat. Langsam, aber entschlossen geht Booker auf seinen Gegner zu, der sich auf die Knie hochgekämpft hat und nun vor seinem Gegner kniet, als wäre er ein Hinzurichtender vor dem Gnadenstoß.


Wie ein drohender Schatten baut sich Dynamite vor dem Kanadier auf, der ihm hasserfüllt in die Augen blickt, und dann geht alles auf einmal ganz schnell - „Canada's Own“ spuckt dem Präsidenten ins Gesicht, und während er geblendet vom Speichel seines Gegners ist, zeigt Breads einen Low Blow und packt zu, um direkt ein Small Package zu zeigen!










Eins...












Zwei...









Kick-Out von Dynamite! Breads hatte voll auf den Faktor „Überraschung“ gesetzt, und mit einer explosiven Agilität versucht, irgendwie zum Sieg zu kommen. Dynamie hat aber tatsächlich irgendwo zwischen geblendet sein, Schmerzen im ganzen Körper und speziell im Unterleib noch realisiert, die Schulter hoch zu reißen.


Sven: „Was für ein... Ich dachte wirklich, JETZT ist es zu Ende.“

Pete: „Und das ist nicht das erste Mal in diesem Match, dass wir das denken.“


Breads ist nun in der Ringecke und zieht sich dort an den Ringseilen nach oben und ist mit der Unterstützung dann auch deutlich schneller als Dynamite in der Ringmitte, der sich alleine auf die Beine kämpfen muss. Breads hingegen steht nun schon wieder auf den Füßen, und er hat eine Waffe – den Stuhl, der schon seit langer Zeit im Ring herum gelegen hat. Mit diesem Hilfsmittel in Händen wartet Breads nun, das Gesicht inzwischen blutverschmiert, alle seine kleinen Kratzer bluten ein wenig und er hat mehrere rote Streifen im Gesicht, und sein ganzer Mund ist mit dem Lebenssaft umgeben.


Dynamite kann sich nun seinerseits selbst helfen und endlich steht er wieder, die Fans spenden ihm respektvollen Applaus, die Knie sind wacklig, die Augen glasig, und er dreht sich um, um nach Breads zu sehen...






CHAIRSHOT ZUM KOPF!






Wie vom Blitz getroffen kippt Booker nach hinten um und bleibt wie eine Leiche auf der Matte liegen. Breads spuckt einmal aus, dann wirft er den Stuhl zur Seite und legt sich auf seinen Gegner...















Eins...
















Zwei...












NEIN! NEIN! NEIN! Dynamite bekommt die Schulter hoch!


Sven: „Pete, sag mir bitte, wir haben das hier gerade nicht gesehen.“

Pete: „Wir HABEN es gesehen, Sven. Ich weiß nicht, warum oder wie... Dynamite lag da wie tot, regungslos... Aber trotzdem hat es für Breads nicht gereicht!“

Sven: „Der Kanadier ist ebenso fassungslos wie wir. Beide Kontrahenten haben alles gegeben, aber noch ist dieser Krieg nicht vorbei, noch muss niemand die Liga verlassen.“

Pete: „Breads erhebt sich nun wieder von seinem Gegner... Und steht schon wieder. Was hat er jetzt vor?“

Sven: „Ich weiß es nicht, Pete... Ich weiß es wirklich nicht.“


Scheinbar weiß „Canada's Own“ selbst nicht so genau, was er jetzt tun soll. Er blickt zur Ringecke hin, als wolle er nun auf das oberste Seil klettern, schüttelt dann aber nur den Kopf. Dann fasst er wieder den Stuhl ins Auge, doch wieder blickt er weg. Stattdessen dreht er sich mit dem Gesicht zu Dynamite, der irgendwie auf wundersame Weise noch die Kraft hat, wieder auf die Beine zu kommen.


Wütend starrt Breads seinen Gegner an, als wolle er ihn nur mit seinem Blick auf der Matte fest halten. Er wartet nun scheinbar auf Booker, der sich unendlich, quälend langsam wieder auf die Beine kämpft, bis er ENDLICH wacklig, aber auf den Füßen, steht. Sein Gesicht ist weiß wie Schnee, sämtliche Luft ist aus seinen Lungen gewichen, es scheint, als könne er rein gar nichts mehr wahr nehmen oder tun, als Breads auch schon los stürmt...








BICYCLE KICK!







Der Tritt ins Gesicht von Dynamite sitzt punktgenau und lässt den GFCW-Präsidenten zu Boden fallen. Ein stummes Lächeln breitet sich noch in dem Moment, indem der blutende Kanadier mit der Fußsohle Dye's Gesicht trifft, auf Breads' Gesicht aus. Beide Gegner kippen in die gleiche Richtung, Dynamite auf den Rücken, Breads landet direkt auf ihm und der Referee muss zählen...










Eins...













Zwei...
















Kick-Out! Die Fans in der Halle sind jetzt irgendwo sprachlos, keine Chants, kein Jubel, keine Buhrufe, und keiner weiß so genau, was er jetzt tun soll – Breads wohl auch nicht, denn der sieht nun aus, als hätte er gerade ein Schwein fliegen sehen. Sein sonst so unterkühlter Gesichtsausdruck ist wie weg gewischt, der Schock steht ihm ins Gesicht geschrieben und in seinen weit offenen Mund tropft das Blut von seiner Nase.


Breads erhebt sich von seinem Gegner und starrt den Referee geschockt an, der das Cover nur bis zwei gezählt hat. Fassungslos packt er den Ringrichter am Kragen und schreit auf ihn ein, der rechtfertigt sich, erklärt dem Kanadier, dass das Cover nunmal nur bis zwei ging, und dass Dynamite ausgekickt ist. Breads lässt den Referee los und starrt ihn wütend an, und dann geht einfach wieder irgendwas in seinem Kopf schief, und der Referee fängt sich die Quittung ein – Canadian Cutter für den Ringrichter.


Sven: „Was... War denn das jetzt?“

Pete: „Breads gefiel wohl gar nicht, dass der Referee da nicht bis drei gezählt hat...“

Sven: „Jetzt rollt der Kanadier den Referee aus dem Ring heraus, und da kommt ein zweiter Referee die Rampe herunter gerannt... Scheinbar ein sehr furchtloser Ringrichter.“

Pete: „Breads geht nun schon wieder ein paar Schritte zurück... Oh Gott, Dynamite steht schon wieder auf... Das darf nicht wahr sein... Bitte, Claude, bleib liegen!“

Sven: „Bist du von allen guten Geistern verlassen? Dann verlieren wir unseren Job! Breads darf nicht gewinnen!“

Pete: „Besser wir verlieren unsere Jobs als Dye seinen Kopf... Denn Breads wird hier wohl kaum aufhören ehe er endlich gewonnen hat.“


Tatsächlich gibt sich Dye nicht auf, er fightet einfach immer weiter und kommt wieder auf die Beine, er zerrt sich mit Armen wie Pudding an den Seilen nach oben, seine Kraft ist kaum noch vorhanden, wenn überhaupt. Der neue Referee blickt besorgt zu Breads, aber der interessiert sich nicht für den Ringrichter, sondern nur für Dynamite, sein Blick ist auf den Präsidenten geheftet, die wilde Entschlossenheit in seinen Augen ist wahrhaft unglaublich, und dann geht es vorwärts, und eine Sekunde später kracht es.







BICYCLE KICK!







Die Knochen in Dynamite's Gesicht scheinen lauter zu sein als jeder Zuschauer in der Halle, es klingt, als würde jeder Einzelne von ihnen in tausend Stücke zerbrechen, als der Kick ihn zum zweiten Mal ins Gesicht trifft. Ein Schlag mit dem Stuhl, ein Feuer, verbrannte Haut, eine Menge Holzbretter und nun zwei Bicycle Kick's – irgendwann ist es auch für Dynamite zu viel. Und so legt sich Robert Breads ein letztes Mal auf Claude „Dynamite“ Booker um sein Schicksal zu besiegeln.















Eins...


















Zwei...

















Drei!









KICK-OUT! KICK-OUT! KICK-OUT!


Breads und Dynamite scheinen wie im Auge des Sturms zu sein. Der Referee hämmert die Hand tatsächlich zum dritten Mal nach unten, einfach, weil er selbst nicht glaubt, dass sein Arbeitgeber es schaffen kann – aber er schafft es. Pete und Sven schreien quer durcheinander in ihre Mikrofone eine Menge unverständliche Worte, die Fans machen ihren Gefühlen lautstark Luft, aber für Robert Breads und Claude Booker ist ihre Welt auf wenige Quadratmeter verkleinert, nur das, was im Ring passiert, zählt – und das kann Robert Breads nicht so hin nehmen.


Er starrt Dynamite mit einem Ausdruck in den Augen an, den man nur noch irre nennen kann. Er scheint vom Glauben abzufallen, das kann doch nicht wahr sein! Er blinzelt nicht mehr, wendet den Blick nicht eine Sekunde von seinem Gegner ab, der scheintot auf der Matte liegt. Dann steht er wieder auf, und der Referee weiß genau, was auf ihn zukommt, und er geht vorsichtig einen Schritt zurück.


Das hindert den Kanadier nicht daran, den Ringrichter am Kragen seiner Uniform zu packen und ihn anzuschreien, sodass ihm Blut und Spucke ins Gesicht fliegen, er schüttelt den Ringrichter durch, als wolle er ihm Vernunft beibringen, seine Wut scheint grenzenlos, er verliert die Kontrolle... als er auf einmal von hinten eingerollt wird! School Boy!















Eins...
























Zwei...













Kick-Out von Breads! Fast hätte Dynamite das Unmögliche möglich gemacht, fast hätte Dynamite trotz seines unglaublich schwachen Zustand irgendwie den Sieg eingefahren, hätte die Sensation perfekt machen können, aber auch Robert Breads will sich in der alles entscheidenden, letzten Schlacht, nicht geschlagen geben.


Mit allerletzter Kraft kann sich Dynamite noch auf die Beine wuchten, und Breads kämpft sich ebenfalls hoch, und dann greift Dynamite nach dem letzten Strohhalm, der ihm bleibt, alles oder nichts, alles auf eine Karte, Booker packt zu, und dann geht es rund und die Entscheidung fällt.










TNT-EXPLOSION!











KONTER!









Breads schubst Dynamite weg, der unkontrolliert nach vorne stolpert und gegen die Ringseile federt, zurück taumelt und seinem Untergang mit offenen Armen entgegen geht.










BICYCLE KICK!









Zum nun schon dritten Mal geht es für Dynamite nach hinten, doch dieses Mal fällt er nicht auf die Matte, denn er ist zu nah an den Seilen, stattdessen hängt er nun in den Seilen selbst. Aus seinem rechten Nasenloch beginnt das Blut zu laufen, der Nasenrücken wirkt seltsam verkrümmt, das linke Auge ist zugeschwollen und sein Gesicht sieht inzwischen merkwürdig verformt aus – und doch ist er noch bei Bewusstsein.


Sven: „Pete... Ich habe nie gedacht, dass ich das mal sage... Aber ich muss dir Recht geben... Dynamite sollte einfach aufgeben... Das KANN er nicht mehr gewinnen.“

Pete: „Nein, wirklich nicht... Er sollte einmal... Nur EINMAL an sich selbst denken. Ich weiß, er will die GFCW nicht hängen lassen... Aber aus diesem Kampf kann er nicht siegreich hervor gehen. Das... Das geht einfach nicht. Ende. Aus.“

Sven: „Ich will es echt nicht wahr haben... Aber das ist das Ende von Dynamite's GFCW-Karriere. Pete... Es war schön, mit dir zu arbeiten.“

Pete: „Aber Sven... Was machen die beiden denn da? Was soll das?“


Breads zerrt Dynamite nicht aus den Seilen, um ihn zu pinnen. Er setzt auch nicht nach, er macht nicht weiter. Er starrt einfach nur. Denn Dynamite versucht immer noch, aufzustehen.


„Gib auf!“ Der Schrei von Breads tönt laut und deutlich durch die Halle. Er glaubt nicht, was er sieht – Dynamite's Kämpferherz scheint nicht zu brechen. Die Situation ist ausweglos, er kann nicht mehr gewinnen, aber trotzdem gibt er nicht auf. Was soll das? Warum gibt er nicht auf? Es gibt keinen Weg mehr, wie Dye das noch gewinnen kann. Das ist ungewinnbar. Aussichtslos. „Warum gibst du nicht auf?“


Booker starrt bloß zurück, sein Kiefer hängt in einem ungesunden Winkel unter seinem Kopf, und dann tut er etwas Seltsames – er lächelt. Er lächelt Breads an, und er hebt die Fäuste, bereit zum Kampf. Das gibt dem Kanadier den letzten Kick. Alle Sicherungen knallen durch, und dann gibt es kein Entkommen mehr.


Breads packt Dynamite am Arm und zerrt ihn auf die Beine, und zeigt einen Whip-In in die Ringecke, wo Booker mit dem Rücken gegen die Polster kracht. Ehe er weiß, was passiert, springt Breads schon los, und gibt dem Präsidenten, was er hat.












BICYCLE KICK IN DER RINGECKE!

















Dynamite fällt nach vorne, aus der Ringecke heraus und auf die Knie, wie ein nasser Sack kniet er dort vor der Ringecke, und da holt Breads Schwung in den Seilen und stürmt nochmal auf Booker zu.













BICYCLE KICK! NUMMER FÜNF!











Die fast schon unmenschliche Bestrafung, die Breads nun auf Booker niederprasseln lässt, scheint noch nicht zu Ende zu sein. Der Kanadier geht in die Hocke, packt ihn um den Hals, zieht ihn auf die Beine und dann setzt Robert Breads mit dem Canadian Cutter und dem anschließenden Cover der über eine Dekade langen GFCW-Karriere von Claude „Dynamite“ Booker ein Ende.










Sieger des Matches durch Pinfall: Robert Breads




Die Welt liegt in Scherben. Alles ist falsch und nichts ist richtig. Nichts stimmt. Der Himmel ist der GFCW-Galaxie auf den Kopf gefallen. Robert Breads hat Dynamite besiegt. Robert Breads hat Dynamite's Karriere beendet. Robert Breads ist der neue Präsident von German Fantasy Championship Wrestling


Claude „Dynamite“ Booker ist kein Teil der GFCW mehr.


Dieser Fakt ist schlimmer als alles andere zusammen. Schlimmer als der Triumph des Kandiers, und all die Schandtaten, die er in dieser und all' den vergangenen Nächten begangen hat und zweifelsohne auch in Zukunft begehen wird, ist die Tatsache, dass Dynamite weg ist, nicht mehr da. Das ist ein Fehler. Das passt nicht. Die GFCW ohne Dynamite... Das ist nicht die GFCW.


Und doch ist es geschehen, und Robert Breads erinnert die geschockten Fans in diesem Moment daran. Klar, jedem war klar gewesen, dass das hier hätte passieren können – aber es selbst zu erleben, es wirklich zu sehen, ist ein Schock für jeden. Er erhebt sich, und wie der Phönix aus der Asche des Schlachtfelds steigt er auf, und er steht stolz und sonnt sich im Glanz des Sieges. „Einer gegen Alle“ von Samsas Traum beginnt zu spielen, und der Song macht es noch einmal deutlich.


EINER GEGEN ALLE, UND ALLE GEGEN MICH

EINER GEGEN ALLE, DOCH AM ENDE STEHE ICH

EINER GEGEN ALLE, UND ALLE GEGEN MICH

EINER GEGEN ALLE, EUER GOTT BIN ICH


Am Ende hat ein Mann die gesamte Hackordnung der GFCW zu Fall gebracht und durcheinander gewirbelt und steht nun vor den Trümmern des Dynamite-Erbes, dass er selbst neu aufbauen wird – aber nicht so wie es vorher war, sondern neu, anders und grausam, so, wie er es immer gewollt hatte.


Und trotz alledem, trotz des vielleicht größten Triumphes, den je ein einzelner Mann in der GFCW feiern durfte, blickt niemand zu Robert Breads, der sich auf das zweite Seil in der Ringecke gestellt hat, und seine Freude laut heraus schreit. Alle Augen sind auf den anderen Menschen gerichtet, der in der Mitte des Rings liegt und sich nun endlich bewegt.


Dynamite sieht furchtbar aus. Ein Haufen aus Haut und Haaren, Fleisch und Muskeln, unförmig und grauenhaft zugerichtet. Sein Gesicht ist vom Kanadier und seinen ganzen Kicks wahrhaft zerstört worden, seine Haut ist verbrannt, doch der größte Schmerz ist der, der in der Seele sitzt – sein größter Feind hat ihm alles genommen, was er hat. Und er konnte es nicht verhindern. Trotz der Tatsache, dass vielleicht niemand je zuvor so ein großes Kämpferherz gezeigt hat, hat es nicht gereicht.


In einer wahrhaft unglaublich langsamen Geschwindigkeit erhebt sich Dynamite. Er kämpft genauso sehr wie in seinem Match gegen Breads, um wieder zu stehen, er will sich noch ein letztes Mal „seiner“ GFCW-Galaxie zeigen.


Er schafft es. Es wirkt unglaublich angestrengt, wie er da auf den wackligen Beinen steht, die schmerzen müssen als wären sie von einem Kugelhagel durchsiebt. Und doch lächelt Dynamite. Andere Menschen, vielleicht jeder andere Mensch, würde in diesem Moment vor Trauer weinen, oder vor Wut in Tränen ausbrechen. Doch Dynamite lächelt. Er will seiner GFCW-Galaxie nichts als sein Lächeln zeigen, und er will mit einem Lächeln abtreten.


Nun bemerkt auch Breads, dass sein Erzfeind wieder steht. Mit einem seltsam ruhigen Gesichtsausdruck steigt er vom Seil herunter, während die Musik verstummt, und blickt Dynamite an. Er grinst nicht breit nach diesem großen Triumph, er blickt nicht hasserfüllt auf seinen Rivalen, er blickt ihn einfach nur an, und mit langsamen Schritten geht er auf Dynamite zu, der nicht zurück weicht. Er lächelt einfach nur.


Nach einem Jahr Hass, Wut, Verrat und Schmerz zeigt Dynamite, das letzte Mal in seiner GFCW-Karriere, echte Größe. Er streckt Robert Breads, DEM Robert Breads, dem Monster in Menschengestalt, dem Mann, der ihm alles genommen hat, die Hand hin. Er will einen Handschlag.


Sekundenlang geschieht nichts. Dynamite lächelt und Breads blickt zurück. Dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, senkt Breads den Blick auf die Hand von Claude Booker – und schlägt ein.


So geht die Fehde, die die GFCW ein Jahr lang in Atem gehalten hat, zu Ende. Dynamite gesteht seine Niederlage ein und reicht die Fackel an seinen Nachfolger weiter. Egal, was gewesen ist, egal, was kommen wird, Dynamite war immer einer der Großen. Und diese Geste ist es, die wahre Größe kennzeichnet.


Claude Booker zieht die Hand zurück. Die Szenerie der Harmonie, das Happy End dieser Fehde, wenn auch anders als man sich das vor dem Pay-Per-View vorgestellt hat, hat statt gefunden. Leider Gottes scheint jeder in der Halle eine wichtige Tatsache vergessen zu haben: Robert Breads ist kein Mann von Größe.


Der Kanadier lässt die Hand des nun Ex-Präsidenten nicht los. Einen Moment lang blickt Dynamite irritiert drein, und als er die Lage realisiert und die Wut in seinen Blick tritt, über die Hinterhältigkeit und Feigheit von Robert Breads, hat dieser schon zugetreten, und mit einem DDT geht es danach auf die Matte.


Jeder Glaube an ein Fünkchen Ehrlichkeit, an ein bisschen Größe in Robert Breads, dem König der Verräter, ist gestorben. Nach einem Jahr Hass und Angst bietet Dynamite seinem Gegenüber die Versöhnung an, und er betrügt ihn trotzdem – das ist Robert Breads. Und Breads ist noch nicht fertig.


Sein Blick haftet auf einem Objekt, dass er schon des Öfteren verwendet hat, und auch heute Abend ist es zum Einsatz gekommen – der Stuhl. Mit langsamen Schritten und in einer Arena voller Menschen, die ihn hassen, läuft er hinüber zum Stuhl, bückt sich, wobei ein wenig Blut auf die Sitzgelegenheit tropft, ehe er selbige aufnimmt und sie ausklappt, um sie aufzustellen.


Mit einem diabolischen, bösartigen Grinsen packt er Dynamite am Kopf und zerrt ihn quer durch den Ring, hin zum Stuhl, der dort steht, und führt seinen Kopf durch die Lücke zwischen Lehne und Sitzfläche hindurch. Eine Szene, die sich vor einem Jahr schon einmal so ereignet hat.


Vor genau einem Jahr, bei GFCW Brainwashed 2010 hatte Robert Breads auf genau diese Art und Weise die Karriere des größten Wrestlers, den die GFCW je gesehen hatte, beendet. Nun soll Nummer zwei folgen. Die beiden größten und wichtigsten Männer der GFCW-Geschichte, ausgeschaltet bei der selben Show, mit dem selbem Move, von ein und dem selben Mann.


Mit der gleichen banalen Endgültigkeit, mit der auch J.T.K.'s Karriere hier vor einem Jahr ihr Ende fand, geht es nun abwärts für Dynamite. Der Canadian Cutter, während sein Hals und sein Kopf quasi im Stuhl stecken, setzt den Schlusspunkt hinter die Geschichte eines der größten Männer, den das Wrestling je gesehen hat. Mit dem Aufschlag des Stuhl's auf der Matte splittern nicht nur die Knochen in Dynamite's Körper, auch die alte GFCW splittert in tausend Teile und liegt in Scherben. Es ist zu Ende.


Der neue Präsident von German Fantasy Championship Wrestling erhebt sich langsam, den Blick auf Claude Booker, die Vergangenheit der GFCW, gerichtet. Nachdem er den ganzen Abend gekämpft und sich geweigert hat, aufzugeben, ist es nun so weit – Dynamite hat das Bewusstsein verloren.


Die Ära von Claude „Dynamite“ Booker ist zu Ende. Die Ära von Robert Breads hat begonnen.
















Wir haben fast alles zusammen durchgemacht,

gefickt, gesoffen, den Respekt verloren, jede Nacht zum Tag gemacht.

Uns angeschrien, geliebt, gehasst, gemeinsam aufgewacht,

beleidigend und widerlich aufeinander rumgehackt.


Die Crowd springt auf, gleich zum Anfang der Show wird der Publikumsliebling, der nordische Hüne, Pavus Maximus durch sein Theme angekündigt und dieser betritt auch sofort die Stage. Er scheint aufgebracht zu sein, das sonst sein Gesicht zierende Grinsen ist nicht zu erkennen und das Mikro hat er schon im Anschlag, während Jessy mit einem eben so ernsten Gesichtsausdruck hinter ihm auftaucht.


Pavus: „Mucke aus… MUCKE AUS!“


Das Theme wird gestoppt und Pavus betritt das Seilgeviert, zieht die Seile auseinander, so dass auch seine Begleiterin ihm folgen kann. Einmal lässt Pavus den Blick durch die Reihen fliegen, bevor sie auf dem neuen Kommentatorenpaar stehen bleiben.


Pavus: „Mysterious Partner? Was zur Hölle labert ihr da? Hat Robert Breads euch das so mitgeteilt?“


Das Nicken der beiden Neulinge in der GFCW beantwortet die aufgeworfene Frage des Hünen, erfüllt ihn allerdings nicht mit Zufriedenheit.


Pavus: „Nachdem sich der Dragon in der letzten Show diese schwere Verletzung zugezogen hat, blieb mir nichts anderes übrig als mich auf die Suche zu machen nach einem Mann, der an meiner Seite stehen wird und mit mir zusammen gegen unseren hochgeschätzten Präsidenten…“


Der Hamburger schüttelt angewidert den Kopf.


Pavus: „… Robert Breads und seine höchstbezahlte Nutte im Stall, seinen Buddy, den GFCW Heavyweight Champion, Danny Rickson antritt. Die Mitteilung darüber, dass ich selber suchen DARF wurde mir übrigens höchstoffiziell per e-mail zugestellt.“


Ein erneutes Kopfschütteln unterstreicht die Meinung über das neue Office. Pavus ist enttäuscht und angewidert zugleich – wie kann ein Mann wie Robert Breads an der Spitze dieser Liga stehen? Warum ist so ein Mann nun in der Position alles auf den Kopf zu stellen? Der Mann gegen den er so eine Abscheu hegt.


Pavus: „Robert… du ziehst über JEDEN in dieser Liga her, vergleichst dich selbst mit Gott, reduzierst alle anderen auf ihren Urschleim… du denunzierst jeden Hans und Franz, du schmeißt Mäc, Pete & Sven einfach so raus… 3 Männer die ein Teil Geschichte dieser Liga sind, seit Anfang an dabei… du glaubst dass du dir alles erlauben kannst… und das schlimmste an der ganzen Sache ist – du kannst es wirklich.“


Die Stimme leise und fast gebrechlich – ungläubig lässt Pavus noch einmal den Blick durch die Zuschauerränge gleiten. Die Crowd gibt ihm Recht, sie unterstützt den Hamburger, denn auch sie sind mit dieser Tatsache alles andere als einverstanden, jedoch können auch sie nur zuschauen und nichts dagegen unternehmen.


Pavus: „Du machst mich sauer, Robert… du machst mich richtig sauer.“


Die Stimme wird wieder lauter, kräftiger und wird durch ein fast erregtes Zittern untermalt.


Pavus: „Wahrscheinlich bist auch DU dafür verantwortlich, dass ein Mann wie Jeff Mallicon hier einfach auftauchen und in meine Matches eingreifen kann, das dieser Mann mich nach einem Match attackieren kann… warum unternimmst du nichts um deine Angestellten zu schützen? Du solltest nicht vergessen, dass der Sessel auf dem du deinen kanadischen Arsch gerade parkst von dem Geld bezahlt wird, dass WIR, deine Worker dir tagtäglich in die Kassen spülen. Wir sind der Grundstein dieser Liga, ohne uns wärst du ein Nichts, ein Niemand – also genau wie jetzt auch… nur dass du halt diesen Präsidentenstatus intus hast.“


Die Augen des Hamburgers funkeln auf, sie reflektieren das Scheinwerferlicht.


Pavus: „Dir kommt es doch sogar nur zu Gute, dass Jeff mich hinterrücks attackiert hat, so konntest du mich noch etwas mehr schwächen vor unserem, heutigen Match, konntest dich mal wieder durch unfaire Mittel in eine aussichtsreichere Ausgangsposition bringen, dir einen Vorteil verschaffen.“


Der Hamburger deutet auf den Entrancebereich und setzt nun schlussendlich doch ein Grinsen auf.


Pavus: „Doch dein Vorteil wird evtl. zu deinem Nachteil, denn wie du weißt sind verletzte Tiere die gefährlichsten. Und so habe ich den einzigen Mann aufgesucht, der im Inneren noch zerrissener ist, als ich es selber bin, einen Mann der dadurch zu einer regelrechten Bestie werden kann, werden wird und mich so heute unterstützen wird, mit mir Seite an Seite gegen dich und Danny Rickson in den Ring steigen wird… bitte begrüßt meinen Mysterious Partner…“


Das Grinsen im Hamburger Gesicht wird breiter und Jessy fängt ebenso an zu Grinsen, während sie die Hände zu einer klatschenden Bewegung formt als sein Theme eingespielt und auf dem Tron angezeigt wird.


"ZORNIGER ALS GOTT"


Die Riffs zerschneiden die Stille, plötzlich ertönt lauter Jubel. Das Publikum weiß wer jetzt erscheinen wird, der fucking New Age Jesus.


wie kann ich dich besiegen?

mir die welt... zu füßen legen?

wie kann ich dich besiegen?

ich bin dem schicksal ergeben?


Bei all der Black Metallischen Gewalt, welche in einem Emo Bett liegt, erscheint der Rebel auf der Rampe. Er vereint alll das in sich, den Zorn auf die Welt, die weinerliche Emotion des Emos.


EIN BLITZ... TRENNT HERZ UND VERSTAND

EIN BLITZ TRENNT HERZ UND VERSTAND

IMMER WIEDER!


Langsam geht er die Rampe herunter, sein Anklitz erscheint voller Stolz und Kraft. Immer wieder klatscht er mit seinen Mitmenschen, Mitfühlenden ab.


Schneefall überall, obschon die Sonne brennt

fügt das ge zu liebt, treibt die schwärze ins land

war es das, ist es das?

das war es, das wird es, das ist es


Der Schmerz auf dich, ein Schnitt ins Fleisch

so tief eine Wunde, die die Seele streift.

war es das, ist es das?

das war es, das wird es, das ist es!


Was treibt einen freien Geist in die Enge?!

Wie verzweifelt ist ein Mensch, der nach Antworten sucht.

war es das, ist es das?

das war es, das wird es, das ist es!


Kurz vor dem 2. Gewaltausbruch des Songs ist Hate vor dem Ring angekommen.


Ein Blitz trennt herz und verstand.

führt das ge zu liebt, treibt die schwärze ins land

führt am anderen ende zurück

die Statue zerbirst stück für stück


Er rolllt sich locker in den Ring und lässt sich ein Mic zuwerfen.


STÜCK FÜR STÜCK

STÜCK FÜR STÜCK

STÜCK FÜR STÜCK


Er suhlt sich eine kurze Zeit in dem lauten Jubel, doch sogleich greifft er zu dem Mic.


Hate: "Es war doch klar dass ich die Person bin, die für den Dragon einspringen würde... wer sonst springt hier andauernd als Feuerwehrmann, wen mal Not am Mann ist... sei es um beliebte Talente wie Nightmare zu fördern... oder eben für ein kleines Gimmickmatch, an der Seite des Wikingers."


Er unterbricht seinen Monolog nur kurz, mustert die Augen von Pavus um kurz darauf fortzufahren.


Hate: "Doch heute Abend wird es mir ein ganz besonderes Vergnügen sein...."


Lauter Jubel brandet auf, sorgt für eine kurze Pause...


Hate: "...weil es um mehr als nur einen Aufheitzer geht... es geht darum einer kleinen merkbefreiten Kotzkrücke, namens Robert Breads den Arsch aufzureißen, es geht darum die Prioritäten neu zu verteilen."


Langsam geht Hate auf die Kamera zu, sein Blick verfinstert sich, trägt diesen manischen Grundton, den man von Hate gewohnt ist.


Hate: "... es geht darum dem Elroy Schmidtke der GFCW, der blöd herumhampelnden, sich selbst überschätzenden, ewig lange, selbstverliebte Monologe haltenden Person Namens Robert Breads endlich die verdammten Grenzen aufzuzeigen."


Hate ist in der GFCW nur auf Abruf parat. Eben weil er diese Liga liebt. Er bekommt kein Gehalt, nur die Auslagen...sein Engagement für die GFCW ist auf Hates Liebe zu dem Sport und dieser Liga zurückzuführen.

Breads tritt die Tradition dieser Liga mit Füßen, daher denkt Hate dass es an der Zeit wird aus dem Schatten des Edeljobers für den Moment herauszutreten um einen gewissen, kanadischen Arsch aufzureißen, doch geht es eben nicht nur um diesen kanadischen Arsch, wie auch Pavus nun einsieht.


Pavus: „Und wenn wir Beide schon dabei sind dem Präsidenten zu zeigen, dass er nun mal NICHT alles tun und lassen kann was er will, gehen wir doch gleich den nächsten Schritt und zeigen dem Champion, dass auch er nicht nur eine Nummer zu weit gegangen ist. Mehr Glück als Verstand hattest du, Danny Rickson, als du deinen Titel beim PPV verteidigt hast.“


Zustimmung der Crowd, fast jeder in der Halle unterstützt diese Aussage – bis auf ein paar britische Intelligenzallergiker, die sich die Seele aus dem Leib buhen.


Pavus: „Ich denke du erinnerst dich an unser letztes kurzes Aufeinandertreffen im Backstagebereich Rickson… du hattest dir soeben den Heavyweight Belt gesichert, ich war der neue Galaxy Champ. Und schon damals haben wir uns regelrecht gefreut irgendwann wieder gegeneinander im Ring zu stehen.“


Der Hamburger dreht den Kopf zu Hate und grinst.


Pavus: „Ungewöhnliche Entwicklungen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Und so ist es heute also soweit dass wir uns nicht alleine gegenüberstehen. Sondern dass mit Hate auf meiner Seite…“


Ein leichtes Schulterklopfen für den Rebellen.


Pavus: „… und dem so hochgelobten Präsi auf deiner Seite, den Zuschauern noch etwas mehr geboten wird. Aber sei dir sicher… es wird kommen, wie es kommen muss… alles wird kommen, wie es kommen muss…“


Hate winkt ab, um seinem heutigen TT Partner zu zeigen dass ihm Rickson, bzw Pavus sein Kampf um den höchsten Titel der Liga, eher peripher tangiert. Ihm geht es um die Vergewaltigung einer einst guten Liga. Ihm geht es darum was Rickson aus dieser Liga gemacht hat.


Hate: "Dein Kampf um den Titel in allen Ehren... aber ich denke hier geht es um andere Dinge,als egomanische Aversionen gegen einen Champion. Natürlich werden wir auch einen gewissen Herr Rickson gewaltig in den Arsch treten müssen... nungut, vielleicht macht uns gerade die Tatsache, das wir verschiedene Ziele verfolgen, zu guten Tag Team Partnern..."


Pavus blickt seinen heutigen Partner an.


Pavus: „Richtig… zwei verschiedene Ziele und dann im Endeffekt nur eins… Zwei Egomanen den Arsch aufzureißen…“


Ein Kopfnicken der beiden im Ring befindlichen Männer – die Ausrichtung für den heutigen Abend sollte deutlich sein.









GFCW HEAVYWEIGHT CHAMPIONSHIP NUMBER ONE CONTENDERSHIP TOURNAMENT


Wer bekommt die Chance seines Lebens?


Wer darf um den Preis der Preise kämpfen?


Wer bekommt eine Möglichkeit, unsterblich zu werden?


Und wenn muss man dafür besiegen?




VIERTELFINAL-PAARUNGEN


PAVUS MAXIMUS VS ROB GOSSLER


CHRIS VAN CORE VS EMILIO FERNANDEZ


GORDON SCHELO VS THE H.


LEX STREETMAN VS MARC THE SHARK



Schaltet in zwei Wochen ein, um zu erfahren, wie es weiter geht und die ersten beiden Paarungen zu sehen. Wer fährt zu Title Nights um im großen Finale anzutreten?











Ein Video wird gezeigt. Eine verrauchte Kneipe ist zu sehen. Diese ist gut gefüllt und an einem Tresen sitzen Dynamite und Sid bei einem Glas Bier. Dynamite ist sichtlich außer sich vor Wut und Verzweiflung.

Dynamite: Das kann doch nicht wahr sein.

Dynamite rauft sich die Haare.

Dynamite: Dieser Bastard, dieser Breads verkauft doch tatsächlich meine Liga an diesen Jonathan Loranger. Das kann nicht wahr sein.

Dynamite sackt leicht zusammen. Sid schüttelt den Kopf, gibt das Bier samt Kopf in Nacken und es läuft seine Kehle runter in den Magen.... Das genussvolle Rülpsen ergänzt die Szenerie. Sein Glimmstängel halb aufgeraucht, zieht er noch mal sehr Genussvoll dran....


Sid: Scheiße.... Da hast du deine Seeleverloren würde ich sagen, aber lass den Kopf nicht hängen.... Unsere Armee steht.... Wir machen aus der Liga einfach wieder deine Liga.... Und jetzt sei nicht frustriert, trink dir mit mir noch einen.


Sid pfeift die Kellnerin ran und zeigt ihr was ihm gleich mit bringen soll... 2 tequilla Silver Shots und 2 Bier... Gesagt, getan, angekommen.... Es macht den Anschein als Dynamite gar nicht zugehört hat. Er starrt auf den Tresen - mit den Händen noch am Kopf. Nach kurzer Zeit blickt er auf die Getränke. Er nimmt sich den Tequlla Silver Shots und kippt ihn runter.

Dynamite: Was geht in seinem kranken Kopf vor? Rache? Will er die GFCW ruinieren? Ich verstehe ihn nicht.


Mit dem vollenden des Satzes bricht Sid´s Fassung zusammen wie ein Tsunami an einer Küste... ähm.... Zum Bleistift die Thailändische..... Er läuft kurz rot an, haut die Faust auf den Tisch und Räuspert sich.... Er beugt sich weiter über den Tisch zu Dynamite rüber und packt ihn am Krage, klatscht ihm links eine Backpfeife, rechts, links, recht..... Stop!


Sid: Jetzt reiß dich zusammen du weich Ei! Noch ist nichts verloren.... UND Heute haben wir unseren Wellnesstag mit Kneipe Bier und Schnapps.... ALSO! Noch mal von vorne: Schönes Wetter heute... nicht?


Dynamite wacht wie aus einem bösen Traum auf, wird ruhig und antwortet.

Dynamite: Ja, ist es.


Sid fängt an breit zu Grinsen.....


Sid: Den Trick spare ich mir auf... wenn ich dich das nächste mal um eine Gehaltserhöhung bitte...!


Dann kippt auch Sid den Shot runter und spühlt mit dem Bier nach.


Dynamite: Danke nochmals, dass du mir hilfst die Herrschaft über die GFCW zurück zu bekommen.

Für kurze Zeit tritt Ruhe ein.

Dynamite: Was wollen wir als nächstes machen?


Sid schüttelt den Kopf und bestellt noch mal was, 6 Shots mit 6 mal Pfeifen, die Kellnerin ist vom Punk schon so angetan wie von Lungenkrebs im Endstadium, dabei sitzt er erst ganze 20 Minuten da und das auch noch in seriöser Begleitung....


Sid: Uns besinnungslos Saufen und einfach mal nicht über die GFCW reden, du hast es immer noch nicht ganz im Kopf....

Dynamite: So ganz bekomme ich das Chaos nicht aus dem Kopf.


Sid nickt schiebt Dye 3 Shots rüber und hält dann kurz Inne...


Sid: Ich sage dir jetzt, was ich für die nächste Show geplant habe..... Dann bist du ruhig, trinkst deine Shots und wir versuchen zu Entspannen... Okay?


Dynamite nickt.

Dynamite: Abgemacht.


Sid spielt an seinen 3 Shots rum, zündet sich noch ne Zigarette an und beginnt dabei zu erzählen.


Sid: Ich habe mit Thundersteel gesprochen.... Wir haben eine seeeeeehr fette Aktion geplant.... Stück für Stück zeigen wir dennen jetzt, wer der Boss ist.... Ich habe mit weiteren Verbündeten gesprochen und bald gerät Breads persönlich ins Pfadenkreuz... Den kaufe ich mir noch!.... Bereit zum trinken?


Dynamite nimmt sich seine Shots.

Dynamite: Bereit!


Hau WEG DIE SCHEIßE!!! Und beide kippen die Shots in sich rein als gäbe es kein Morgen.... Sid winkt die Kellnerin noch mal ran „DAS DOPPELTE!!!“ Gesagt getan.... Es gibt bunten Amnesie Cocktail.... wie gewohnt... wie gelernt.... wie trainiert!


2 Stunden später


Der Tisch sieht aus wie Dresden 45... Die Gläßer sind zum größten Teil zu Bruch gegangen und auf dem Tisch, inklusive Tisch, ist nur noch eine Shotpyramide heile.... Sid kippt noch mal einen in Dynamiteshals, was ganz praktisch ist, den der kurze Punker hockt Dynamite schon auf dem Schoß... Kurz hört Sid auf die toten Hosen und „Kein Alkohol (wer hätte es gedacht?) ist auch keine Lösung“ zu lallen....


Sid: Dynamite? Ich hätte echt nicht gedacht das du soooo mega dufte bist!


Dynamite lallt leicht.

Dynamite: D...du auch...


Sid nimmt sich 2 der Shots und haut sich die in den Rachen, die hälfte kippt er sich dabei ins Gesicht.


Sid: Fuck..... Das müssen wir mal wiederholen.... Alter Wichser!!! Hä!!!


Den rest schluckt Sid in einem Hicksen runter.... Dynamite versucht etwas zu sagen, doch er bekommt nichts heraus. So langsam wird er sichtlich müde. Beide liegen völlig versoffen auf diesem Stuhl rum und langsam geht die Kamera raus....


-Fade Out-














Main Event:
Single Match:
Tobi „Your Favorite“ Whitehouse vs. Robert Breads
Referee: Phönix


Robert Breads steht bereits im Ring.

Zwei Explosionen gehen Links und Rechts an der Rampe hoch und Injection von Rise ertönt in der Halle. Die Fans jubeln. Tobi ´Your Favorite´ Whitehouse kommt auf die Rampe und zeigt durch die voll besetzten Ränge.



Do you spend your days counting the hours you're awake?
And when night covers the sky you find yourself doing the same
There's a burden you've been bearing in spite of all your prayers
There's a light turned off inside your heart
Can you remember what it's like to care?



Er klatscht mit Fans ab streichelt über den Kopf einiger Kinder. Seine neu gewonnene Energie erfüllt die Halle. Die Fans sind glücklich ihren Publikumsliebling wieder an Bord zu haben und zeigen ihm das auch mit lauten Chants.



Knees are weak,
Hands are shaking,
I can't breathe

So give me the drug, keep me alive
Give me what's left of my life
Don't let me go whoa whoa
Pull this plug, let me breathe
On my own I'm finally free
Don't let me go whoa whoa

The trail of crumbs you left somehow got lost along the way
If you never meant to leave then you only had to stay
But the memories that haunt us are cherished just the same
As the ones that bring us closer to the sky, no matter how grey

Yet I fall, through these clouds, reaching, screaming

Die Glocke läutet, und unser Main Event des Abends beginnt auch schon – ein ehemaliger GFCW Heavyweight Champion gegen einen vielleicht baldigen GFCW Heavyweight Champion. Tobi und Breads gehen auf einander zu, und Breads... hält Winehouse die Hand hin? Ganz neue Töne vom Kanadier, er will hier einen Hand Shake vor dem Match. Tobi blickt kurz auf die Hand seines Gegners... Und dann gibt es einen Schlag ins Gesicht des Kanadiers, auf diesen Trick fällt er nicht rein! Wütend taumelt „Canada's Own“ zurück und sagt irgend etwas von wegen „Jetzt hast du den Witz ruiniert“, aber Tobi ist nicht zu Späßen aufgelegt, stattdessen schlägt er gleich nochmal zu und Breads taumelt wieder einen Schritt zurück und entschließt sich dann, sich erstmal aus dem Ring zu rollen, was von den Fans mit einigen Buhrufen kommentiert wird, schließlich wollen sie hier Action sehen und nicht wie Breads herum steht und irgendwelche Handschläge anbietet.


Der Kanadier läuft nun erstmal eine Runde um den Ring herum, lässt Tobi dabei aber nicht aus den Augen und macht mit den Händen erstmal das Auszeit-Zeichen, er will scheinbar nicht so wirklich den direkten Kampf mit Tobi aufnehmen. Lieber läuft er langsam über die Ringtreppe nach oben und geht dann langsam wieder in den Ring, ohne die Seile los zu lassen, sodass Winehouse ihn nicht angreifen darf. Schließlich lässt er seinen Schutz dann doch noch fallen und geht in die Mitte des Rings, um Tobi gegenüberzutreten... Dieser schlägt gleich wieder los, doch diesmal ist Breads vorbereitet, duckt sich und rollt sich gleich wieder aus dem Ring!


So langsam werden die Fans ungehalten und buhen den Kanadier heftig aus, erste „You suck!“-Rufe ertönen, was Breads ablenkt und dazu führt, dass er sich mit einem Fan in der ersten Reihe anlegt, dem er bloß sagt „Ich sucke nicht, ich bin geil. Du suckst.“ Leider vergisst er dabei Tobi, der hat nun nämlich die Schnauze voll und zeigt einen Baseball Slide gegen den Rücken von Breads, sodass dieser unvorbereitet getroffen wird und voll gegen die Absperrung kracht.


Nicolas: „Na, da nimmt das Match doch langsam Fahrt auf.“

Frank: „Tobi möchte den Fans eben was bieten und zeigen, was er kann und Breads will... keine Ahnung was, alles ins Lächerliche ziehen.“


Breads fällt zu Boden, und Tobi geht nun aus dem Ring heraus und packt sich den Kanadier am Kopf und wirft ihn zurück ins Seilgeviert, um anschließend selbst hinterher zu steigen, während Breads sich gerade aufrichtet. Der Kanadier dreht sich schließlich um, und da erwartet Tobi ihn auch schon mit einer üblen Clothesline, die ihn von den Beinen holt, und dann zeigt er den Pin...




Eins...





Zwei...





Kick-Out von Breads. Tobi wirkt aber nicht frustriert, er schien zu wissen, dass das noch nicht ganz reichen würde. Stattdessen wartet er nun lieber, bis Breads wieder steht, und dann stürmt er auf ihn zu, mit einem Big Boot... Allerdings kann Breads aus dem Weg springen, sodass Winehouse blöderweise verfehlt, und sofort packt Breads von hinten zu und es gibt einen üblen Back Suplex gegen Tobi!


Nicolas: „Tja... Auch wenn er Kanadier einen etwas seltsamen Humor hat, gewisse Fähigkeiten im Ring kann man ihm nicht absprechen.“

Frank: „Nunja, er war mal GFCW-Champion, da wäre das wohl nicht sonderlich überraschend, wenn er doch tatsächlich wrestlen könnte.“


Breads atmet durch und richtet sich gleich wieder auf, die Fans heißen das nicht gerade gut, was Breads aber nur den Mittelfinger wert ist. Dann blickt er auf Tobi, der sich so eben aufrichtet, und dann nimmt er Schwung in den Seilen und nietet den knienden Winehouse mit einem Shining Wizard um. Mit einem begeisterten Glucksen legt sich Breads danach auf seinen Gegner, das Cover wird gezeigt...




Eins...





Zwei...





Kick-Out von Tobi. Breads zieht eine Schnute und macht einmal „Oooooooh“, aber seine gespielte Enttäuschung kann nicht seine Echte überspielen, denn das Match hätte hier seinetwegen mit Sicherheit schon enden können. Trotzdem lässt er nicht nach und packt sich seinen Gegner, zerrt ihn auf die Beine... aber Tobi stößt ihn weg, und dann packt er mit einem Mal zu und stemmt ihn in die Luft, und es gibt einen schönen Suplex gegen Breads! Nun das Cover seitens Tobi...





Eins...





Zwei...





Kick-Out von Breads. Nun ist Tobi langsam wütend, er erhebt sich und zeigt direkt einen Leg Drop gegen Breads, richtet sich gleich noch einmal auf und es gibt einen Knee Drop gegen den Kanadier. Die Fans finden das mehr als gut, und nun deutet Tobi an, dem Match ein Ende setzen zu wollen, er will seinen Sharpshooter zeigen... aber Breads tritt ihn weg! Tobi taumelt einen Schritt nach hinten, und so schnell er kann springt Breads auf, er will ausnutzen, dass Tobi das Gleichgewicht verloren hat, und springt los, will einen Bicycle Kick zeigen, doch Tobi duckt sich weg, anschließend packt er Breads von hinten, er soll einen German Suplex geben, und der sitzt dann auch, und Tobi geht in die Brücke, das Cover gegen den ehemaligen Präsidenten...





Eins...





Zwei....





Noch einmal der Kick-Out von Breads. Der Kanadier kann Tobi zwar nicht wirklich etwas entgegen setzen, aber geschlagen geben will er sich auch nicht. Nun kämpfen sich beide wieder auf die Beine, die GFCW-Galaxie ist eindeutig auf der Seite von Tobi, und dann steht Winehouse auch schon wieder.



Der No. 1 Contender schnappt sich Breads, zeigt einen harten Tritt in dessen Magen und macht sich daran, das Match zu beenden, zieht seinen Gegner zu sich heran, will seine Powerbomb zeigen, lädt sich Breads auf die Schultern... Und es geht abwärts!


Mit dem Rücken voran kracht der Kanadier auf die Matte, er kann sich nicht mehr wehren und das Cover wird gezeigt...




Eins...




Zwei...




Drei!



Sieger des Matches durch Pinfall: Tobi „Your Favorite“ Whitehouse!!!












Nachdem es beinahe so schien, als ob die Show off gehen würde, und einige Fans sich schon von den Sitzen erhebten, geht urplötzlich das Licht komplett aus. Ehe auch nur ein einziger Zuschauer die Finsternis wirklich realisieren kann, bündelt sich das Scheinwerferlicht innerhalb weniger Zehntelsekunden zu einem Spot, welcher auf einen Sitzplatz in der oberen Hälfte der Arena leuchtet. Der Spot leuchtet genau auf einen jungen Mann. Unverzüglich filmt die Kamera ihn ab und sein Gesicht ist groß auf dem Titantron. Der junge Mann trägt einen gut gepflegten Vollbart und sein Haar mittelblond, lang und zum Zopf gebunden. Außerdem trägt er eine leichte, modische Brille. Der junge Mann steht von seinem Sitz auf und ohne eine Mine zu verziehen, macht er sich auf den Weg nach unten, er ist auf dem Weg zum Ring.


Frank: Irgendwie kommt er mir bekannt vor...


Links und rechts neben dem jungen Mann sind einige Sicherheitsmänner positioniert, um ein Anfassen oder schlimmeres zu verhindern. Bisher macht aber kein Zuschauer irgendwelche Anstalten, dies zu tun.

In Krawatte und Zwirn gekleidet, richtet er sich vollkommen emotionslos die leicht silbern schimmernden Manschettenknöpfe, an den Ärmeln seines schwarzen Sakkos. Während er Stufe um Stufe nimmt, wendet er seinen Blick langsam gen Entrance-Bereich. Für einen kurzen Augenblick steht der junge Mann fast und nickt bestätigend in Richtung Entrance. Nun setzt er sich in Bewegung und nachdem er eine Stufe genommen hat, beginnt ein lautes Dröhnen aus den zahlreichen Lautsprechern in der Halle.


Es ist tatsächlich kein geringeres Theme... kein geringeres Theme als das Theme des 2. Halbjahres 2010!




*

**

***

****

***** IT IS THE END OF ALL HOPE *****



Der Spot, jener Brainpain noch bis gerade eben begleitete, verfliegt und das Licht ist nun wieder komplett eingeschaltet, wenn auch gedimmt. Passend zum Lied flackern einige Scheinwerfer wie ein Blitzlichtgewitter.


Frank: OH MEIN GOTT!

Nicolas: Brainpain! Ist er zurück?!

Frank: OH MEIN GOTT!

Nicolas: Verschollen geglaubt und nun ist er hier!


Mittlerweile ist Brainpain unten angekommen und nur noch die Absperrung trennt ihn vom Ring-Bereich. Locker steigt er über jene Absperrung und greift sich gekonnt sofort eines am Ringrand positioniertes Mikrofon. Als ob er niemals weg gewesen wäre, rollt er sich in den Ring und lässt anschließend seinen Blick in das weite Rund der heutigen Arena schweifen. Wie fast immer bei schockierenden Comebacks sind die Fans völlig außer sich. Nachdem Brainpain mit seinem schweifenden Blick jede Ecke der Arena inspiziert hat, steht er nun still und ebenso verstummt seine Musik. Leicht beginnt er zu grinsen, nein, er scheint beinahe sogar zu lächeln, während er noch einige Sekunden die Zuschauer auf sich wirken lässt. Dann aber setzt er schlussendlich das Mikrofon an und tut das, was er am liebsten tut.


Brainpain: 'GFCW, ich bin's!'


Ein lautes Raunen geht durch die Menge und zeitgleich blitzt es in Brainpains Augen schon wieder wie in alten Zeiten. So, wie es immer blitzte, wenn er kurz vor einem seiner heiß geliebten Redeschwalle stand.


Brainpain: 'Eigentlich sollte ich euch zwar noch gut im Gedächtnis geblieben sein, aber ich weiß, wir leben in einer schnelllebigen Gesellschaft und deshalb stelle ich mich ausnahmsweise vor.

Ich bin Brainpain, die Rotweintrinkende, Schachspielende, Klaviersonatenliebende Definition von Perfektion und ebenfalls ehemaliger Intercontinental-Champion!'


Die Menge zeigt geteilte Meinungen und Brainpain setzt erst jetzt wieder seine alt bekannte, ernste Mine auf.


Brainpain: 'Aber nun genug des Spaßes und zurück zum Ernst. Warum ich weg war, lässt sich einfach und in wenigen Worten erklären. Dies, meine lieben Leute, dies werde ich aber nicht tun. Rechenschaft bin ich niemandem schuldig, maximal mir selbst. Das Einzige, das Einzige, was ich euch dazu sagen werde und wissen müsst, ist, dass ich von nun an wieder in den Ring steigen kann. Ob ich das aber auch wirklich aktiv tun werde, das wird sich zeigen. Fakt ist, dass mein Vertrag über den Zeitraum meiner kleinen pause weiterlief, da eine Auflösung des Vertrages aufgrund meiner „GFCW-Only“ Klausel abgelehnt wurde. Fakt ist auch, dass mein Vertrag noch immer läuft und der letzte und vermutlich wichtigste Fakt ist, dass er in relativ naher Zeit ausläuft. Ob ich ihn verlängere, steht ebenfalls noch in den Sternen. Was allerdings fest steht ist, dass ich in der Zeit, die mir noch verbleibt, die Messlatte wieder deutlich anheben werde. Diese scheint nämlich um einiges gesunken zu sein, während meiner Abstinenz. Nicht, dass mich das sonderlich überraschen würde, denn...'


Ein leichtes, verschmitztes Lächeln kämpft sich durch den Bart Brainpains.


Brainpain: '… denn mit meinem Stil, meiner Eleganz und meiner Attitüde können es definitiv nur wenige aufnehmen. Bewiesenermaßen!


In meiner Pause habe ich zusätzlich noch einiges hinzu gelernt, vor allem bin ich mental stark wie nie. Zugegebenermaßen war ich früher in einigen Dingen zu verbissen und wusste nicht, wie ich mit dem Scheitern umgehen soll. Doch daran arbeitete ich unter anderem intensivst in meiner Pause.'


Kurz streicht er sich durchs Gesicht, den Bart.


Brainpain: 'Ich muss allerdings gestehen, dass ich während meiner Abwesenheit auch vollkommene Abstinenz zur GFCW praktizierte. Die heutige Matchkarte, war die erste die ich sah, nachdem ich plötzlich in eine Pause verschwand. Demnach war dies auch nun die erste Show, die ich sah. Positiv an dieser Show ist, dass ich nun wieder zurück bin. Negativ war der meiste Rest.

Sachlich und nüchtern betrachtet muss man nämlich sagen, dass meine Anwesenheit an allen Ecken und Enden fehlte. Den Gegenpol, den ich zum Rest der Liga bildete und bilde, der fehlte ganz eindeutig. In welcher Position genau ich aber von nun an den Gegenpol zur Liga bilden werde, weiß ich noch nicht so Recht und hängt auch davon ab, ob ich einen neuen Vertrag unterschreiben werde. Zwar bevorzuge ich derzeit eine Möglichkeit, doch lasst euch davon überraschen. Seid aber gewiss, liebe Leute, Brainpain nun neu und verbessert. In welcher Position auch immer ich langfristig in die Liga eingebunden sein werde, ich werde nichts dem Zufall überlassen und kämpfen, kämpfen und kämpfen. Verlasst euch drauf.'


Brainpain setzt nun seine Brille ab, lässt sie fallen und zertritt sie leicht.


Brainpain: 'Bevor ich nun den Ring wieder verlasse möchte ich den Wrestlern der GFCW noch etwas mitteilen, vor allem den Neulingen, die mich noch nicht erleben durften. Ich bin keinesfalls vergleichbar mit irgendetwas anderem, mit dem ihr es bisher zu tun gehabt habt. Dies mag euch zwar jeder hier sagen, allerdings steht der Name „Brainpain“ für die ganz besondere Erfahrung im Ring. Davon können viele GFCW Größen ein Lied oder zwei singen.'


Der Behüter von Kultur macht einige Schritte zum Seilgeviert, steigt hindurch und hüpft den Apron hinab.


Brainpain: 'Liebe GFCW, seid gewarnt... Die Definition von Perfektion... ist zurück!'


Brainpain grinst hungrig und wirft das Mikrofon nach getaner Arbeit in hohen Bogen zurück in den Ring. Mit einem lauten Knall vom Mikrofon und einem ebenso lauten Lachen von der Definition von Perfektion geht die Kamera off air...













IT IS THE END OF ALL HOPE


dröhnt es plötzlich aus allen Lautsprechern der Halle und die komplette Szenerie wird in leicht gedimmtes Licht gehüllt. Lange dauert es nicht und mit einem selbstsicherem Grinsen betritt Brainpain die Stage und bleibt kurz auf dieser stehen und mustert die heutige Zuschauermenge ganz genau. Äußerst ungewöhnlich betritt Brainpain die Arena heute, denn er trägt sein Ringoutfit. So ist er normalerweise nur und ausschließlich während eines Matches zu sehen. Außerdem ungewöhnlich für ihn ist, dass er kein Shirt trägt. Seine Hose, ist wie immer, lang in dunklem bordeauxrot. Seine klassischen Wrestlingboots runden das Outfit ab und während er kurz durch seinen Bart streicht, macht er sich auf den Weg zum Ring.

Frank: „Das ist der Kick-Off für den heutigen War Evening, hallo GFCW-Galaxie!“
Nicolas: „Wir befinden uns heute hier in Mannheim und ich muss sagen, auf den Auftritt Brainpains bin ich besonders gespannt.“
Frank: „Ich ebenfalls, Nicolas, ich ebenfalls! Nach langer Abstinenz ist er wieder offiziell on the Road und wird im Verlaufe des Evenings ein Match gegen Tobi 'Your Favorite' Whitehouse bestreiten. Eine irre Ansetzung, und man darf gespannt sein, was Brainpain uns in den kommenden Wochen bis Title Nights liefert.“
Nicolas: „Richtig, denn nach dieser Nacht, hat sein Kontrakt wohl keine Gültigkeit mehr! Ist diese Rückkehr nun eine Abschieds-Tournee, oder leckt er wieder Blut und bleibt der Liga erhalten?
Frank: Ich bin heiß wie Frittenfett!“



Die Definition, entspannt wie selten, schlenderte gemütlich die Stage hinunter und klatscht sogar mit ein, zwei Fans ab, ehe er am Ring angekommt. Dort schnappt er sich ein Mikrophon, bevor er sich in gewohnter Manier in den Ring rollt. Sofort hält er das Mikrophon an den Mund.

Brainpain: „Viele Worte will ich nicht verlieren, deshalb lege ich direkt los. Mein Überraschendes Comeback hat offenbar für sehr viel Wirbel innerhalb dieser Katakomben gesorgt. Jeder redet über mich. Und erstmals... ergibt sich Backstage eine Situation, die ich so noch nie zuvor kannte. Einige sind froh, dass ich da bin. Sie sind wirklich heilfroh, dass ich genau zu diesem Zeitpunkt meine Rückkehr bekannt gab. Sie glauben, dass ich hier etwas bewirken kann und die Liga in eine bessere Richtung lenke. Sie kommen sogar ganz offen zu mir und sagen, dass sie Vertrauen in mich haben. Und dieses Vertrauen, ist Balsam für meine Seele. Genau dies, liebe GFCW-Galaxie, genau dies versuchte ich immer zu erreichen, doch schaffte ich es nie. Ich wollte immer ein Leitbild sein und jemand, zu dem man mit gutem Gewissen aufsehen kann. Wer hätte gedacht, dass ich die Liga dafür erst verlassen muss. Nun bin ich zurück und bedanke mich für dieses Vertrauen. Völlig egal, ob dieses Vertrauen auf Verzweiflung basiert, ich werde es rechtfertigen.“

Der Behüter von Kultur lächelt offen und fährt nachdenklich fort.

Brainpain: „Doch wie ich feststellte, weht in der GFCW nun ein ganz anderer Wind, als früher. Dieser Wind ist schuld, dass sich einige Wrestler verlassen fühlen und sogar das Personal um seine Jobs bangt. Ich muss euch nicht verraten, dass dieser Wind außerdem für die Wachablösung von Dynamite verantwortlich ist, und auf den Namen... Robert Breads hört.“

Ein lautes Raunen geht durch das Publikum, niemand hier mag Robert Breads.

Brainpain: „Robert Breads... Robert Breads...“


Und bevor Brainpain damit fortfahren kann diesen wunderschönen Namen immer und immer wieder zu sagen ertönt auch schon „Einer Gegen Alle“ von Samsas Traum, und wie gewöhnlich ist die GFCW-Galaxie wenig begeistert von diesem Song, was wahrscheinlich weniger an der gesanglichen Darbietung liegt als viel mehr daran das nun Robert Breads mit Sicherheit gleich in die Halle kommen wird – und so passiert es dann auch.

Mit einem spöttischen Lächeln im Gesicht schlendert der Kanadier die Rampe herunter, ein Mikrofon in der Hand, während er höhnischen Applaus spendet und auf den Ring zumarschiert. Dort angekommen betritt er schwungvoll über die Treppe das Seilgeviert und mustert Brainpain von Kopf bis Fuß, zum ersten Mal stehen sich diese beiden in einem GFCW-Ring gegenüber – zwar haben sie oft übereinander, aber nie miteinander geredet. Breads schürzt die Lippen, dann grinst er noch breiter als zuvor, während die Musik verstummt.


Robert Breads: „Hey, GFCW-Galaxie... Heißt Brainpain Willkommen!“

Verhaltener Jubel seitens der GFCW-Galaxie, man freut sich zwar, Brainpain wieder zu sehen, andererseits hat man auch noch nicht seine Taten vergessen.

Robert Breads: „Entschuldige, Brainy, ich wollte dich wirklich nicht unterbrechen... Aber bei deiner mit Sicherheit großartigen Comeback-Rede wollte ich in der ersten Reihe sitzen und zuhören, wie du nun als Vierundzwanzigster seit meiner Amtsübernahme sagst, wie scheisse ich als Präsident bin und bla bla bla... Aber bitte, deine Bühne.“

Breads geht zwei Schritte zurück, und dann lässt er sich vor der Ringecke nieder, lehnt sich mit dem Hinterkopf und dem Rücken an die Polster an und blickt Brainpain erwartungsvoll an. Als dieser sich nicht rührt, hebt „Canada's Own“ noch einmal das Mikrofon.

Robert Breads: „Komm, leg los. Der Saftladen hier will hören, was du zu sagen hast, und ich auch. Also los.“


Der Behüter von Kultur scheint sich sogar über die Anwesenheits des Kanadiers zu freuen, ein seichtes Grinsen huscht über Brainpains Lippen.


Brainpain: „Robert Breads, ich bin sehr erfreut, dass du den Weg hierher gefunden hast, ich musste dich nicht mal um deine Anwesenheit bitten!“


Leicht deutet er einen Applaus an.


Brainpain: „Wie es mir scheint, hast du mich etwas falsch in Erinnerung, lieber Robert Breads. Ich war niemals Standardware in der GFCW, also wirst du von mir auch keine Standpauke bekommen, wie sie jeder herunter leiert. Ich, lieber Breads, du bist für mich nichts weiter, als Mittel zum Zweck. Die GFCW ist am Boden, kein Mensch hier kann dich leiden und was ich persönlich über dich denke, ist vollkommen egal. Der springende Punkt, 'Chef', ist dass jeder dort draußen möchte, dass sich wirklich jemand gegen dich auflehnt. Damit meine ich keinen Sid, der gröhlend durch die Gegend läuft und Gebäude anzündet, in der Hoffnung, das GFCW-Gebäude war auch dabei. Ich rede nicht von einem Untergrund-Guerilla Krieg. Die GFCW-Galaxie lechzt nach jemandem, der dir auf anderer Ebene die Stirn bietet. Genau diese Person bin ich, lieber Breads.“


Brainpain macht eine kurze Pause. Um sich zu sammeln, streicht er sich kurz durch den Bart und fährt dann fort.


Brainpain: „Wer hier das sagen hat, ist mir im Grunde auch nicht wichtig. Nun ist es aber so, dass ich meine Rückkehr bekannt gegeben habe. Und der Zustand, den du darstellst, ist ganz genau der Aufhänger, auf den ich wartete, um endlich, um ENDLICH die Anerkennung zu bekommen, die mir gebührt. Du bist für mich ein Bauernopfer, nichts weiter. Ich weiß, dass ich dir in absolut jeder Hinsicht die Stirn bieten kann, dich gar übertrumpfen kann und wenn ich das tun muss, um den Respekt der GFCW-Galaxie zu bekommen, dann bist du, wie gesagt, nichts weiter als ein Bauernopfer. Du wirst für mich geopfert.“


Breads rollt mit den Augen, scheinbar ist er doch eher genervt von diesem Monolog.

Robert Breads: „Ich muss gestehen, ich hatte mehr erwartet, Brainpain. Gerade eben kündigst du noch an, aus der Standardware ausbrechen zu wollen – was ich ernsthaft begrüßen würde – und dann sprichst du davon, mich zu stürzen und mich übertreffen zu wollen. Muss ich erst wieder die Liste der Leute durchgehen die schon genau dasselbe gesagt haben?

Pavus Maximus, Lex Streetman, Jimmy Maxxx, gegen den du, wie ich weiß, vor einem Jahr noch erbärmlichst verloren hast, Danny Rickson, The H. und nicht zuletzt Dynamite... All' diese Leute haben das gesagt, all' diese Leute haben es versucht, all' diese Leute sind gescheitert, und ich würde dich nun gerne fragen, warum das bei dir anders sein soll, aber das habe ich auch all' die anderen Leute gefragt, und egal welche absurde Antwort die mir gegeben haben, versagt haben sie am Ende trotzdem.

Nun, Brainy, weißt du, der eigentliche Grund, warum ich hier heraus gekommen bin ist ein Anderer, und da ich im Gegensatz zu dir tu' was ich sage kündige ich hier und jetzt dann auch an, dass ich dir nun einfach mal die Wahrheit über meinen... nennen wir es „Besuch“... hier draußen erzählen werde.“

Mit einem Ächzen erhebt sich Breads und klopft sich imaginären Staub von der Hose, ehe er einen kleinen Schritt auf Brainpain zu geht.

Robert Breads: „Weißt du, vor ziemlich genau einem Jahr hast du dein letztes Match bestritten und danach bist du verschwunden. Keine Ahnung wohin, ich will es gar nicht wissen, aber während du nichts getan hast, war ich hier und habe versucht diese Liga zu einem besseren Ort zu machen, ich habe alles gegeben, was ich habe, und wollte diese Liga zu einem Ort machen, an dem ich... ähm... jeder seinen Spaß haben kann. Ich habe alles auf den Kopf gestellt, alles versucht, und was war der Dank?“

Mit dem Zeigefinger deutet Breads auf das Publikum, und wie auf Kommando reagieren diese mit üblen Buhrufen.

Robert Breads: „Genau das. Okay, damit konnte ich leben, denn diese Idioten haben ohnehin keine Ahnung von irgendwas, aber dann kam der große Brainpain zurück, die Definition von Perfektion, der Mann, der dafür steht, interessant und besonders zu sein, der Mann, den ich unbedingt wieder haben wollte seit ich hier Präsident bin, aber den ich einfach nicht erreichen konnte, und vor zwei Wochen kriege ich nach meinem Match eine SMS mit dem Inhalt: „Mach den Fernseher an!“ Und da läufst du, Brainy, in den Ring.

Ja, ich muss gestehen, ich war begeistert davon, ich dachte, endlich gibt es in der Liga nun jemanden außer Danny Rickson und mir, der versteht, was Unterhaltung wirklich ist, und ich meine nicht die GFCW-typische Unterhaltung, nein, Kreativität, Innovation und Mut zu Neuem, kurzum, all das, für was die GFCW momentan nicht steht.

Und dann höre ich dir zu und... Nichts. Gar nichts. Das Standard-08/15-Comeback überhaupt, es war LANGWEILIG. Es hat mich nicht interessiert, und wäre es nicht Brainpain gewesen, der da im Ring stand, wäre es jedem am Arsch vorbei gegangen, was da gesagt wurde.

Ich war enttäuscht, ja, enttäuscht von dir... Und dann kommst du hier heraus, und du wirst nicht einmal ausgebuht! Sieh her, die Leute wollen, das du bleibst! Obwohl du ein Langweiler geworden bist, obwohl du Standard geworden bist, das, was du hast, ist nun dein „Ich“, du bist Standard und kein Stück darüber. Ich hasse nicht dich, Brainy, aber ich hasse die Tatsache, dass diese Leute dich feiern, für etwas, was ich besser könnte, feiern dafür, dass du deinen 08/15-Müll von dir gibst, während ich weiter ausgebuht werde, und mir Woche für Woche überlege, wie ich für Unterhaltung sorgen kann. Ich weiß nicht einmal mehr, ob diese Liga es noch wert ist, aus dem Sumpf der Langeweile gerettet zu werden, ich war kurz davor, aufzugeben...“

Breads rümpft die Nase, er scheint wirklich wütend zu sein.

Robert Breads: „Aber dann... Aber dann, Brainy, dachte ich mir: Hey, ihr Held ist da, wieso nicht persönlich mit ihm reden, persönlich meine Meinung verbreiten und mir persönlich anhören, was du zu deiner Verteidigung zu sagen hast. Also, Brainy... Was hast du zu sagen?“

Brainpain: „Breads, während meiner Pause bin ich gereift. Du magst es langweilig nennen, ich nenne es Business. Von Tag eins, von der allerersten Sekunde an wollte ich nichts anderes, als ein Leitbild für die Gesellschaft darzustellen. Zu beweisen, dass Kultur und Sport ganz nah beieinander liegen und zu beweisen, dass Pro-Wrestling nicht zwangsläufig etwas für stupide Holzfäller ist.“


Der junge Amerikaner redet in einem ruhigem, aber bestimmten Ton.


Brainpain: „Nun, Breads, nun ist mir diese Chance gegeben. Was ist so falsch daran, diese zu ergreifen? Ich frage dich als Opportunisten, der du zweifelsohne bist, was ist falsch daran? Die Menschen freut es, dass ich mich gegen dich auflehne. Ob das besonders kreativ ist, ist doch völlig unerheblich. Ich habe hier in der GFCW nur ganz genau drei Leute neben mir respektiert, einer davon warst auch du. Ich respektiere dich auch noch immer. Aber du hast nun mal eine perverse Vorstellung von Unterhaltung. Schon als ich gehört habe, dass ein Fasan! Ein Fasan nun hier der Vizepräsident ist, konnte ich jeden einzelnen Menschen dort draußen verstehen, dass sie in der Verzweiflung sogar auf jemanden wie mich bauen. Auf jemanden, dessen Ansichten sie nie verstanden haben, nie verstehen wollten, oder was auch immer. Ich meine... Ich habe hier in diesem Ring schon Klavier gespielt und ich habe noch nie so laute Buhrufe gehört, wie in dieser Nacht damals. Und dennoch sehen mich die Leute lieber als dich. Ist das die Wahl zwischen Pest und Cholera? Ist mir völlig egal. So lange ich in diese Kerbe hineinschlagen kann, einen Fuß in die Tür bekomme und dann aus diesem Fundament etwas nach meinen Vorstellungen zimmern kann.“


Gestikulierend erhebt er seinen Finger


Brainpain: „Diese Menschen dort...“


Diesen Finger nutzt er nun, um einmal in das Rund zu zeigen.


Brainpain: „Diese Menschen sind dein größtes Kapital. Offenbar hast du das nicht so ganz verstanden. Nur, wenn du bei diesen Menschen einen Stein im Brett hast, werden sie neuen Ideen offen gegenüberstehen. Wenn sie dich hassen, werden sie auch deine Ideen und Vorstellungen hassen, selbst wenn es die besten Ideen in der Geschichte des Pro-Wrestlings sind. Ich bin kein Langweiler, Breads, mitnichten bin ich das. Ich denke einfach weiter als du, mein Freund. Wenn ich einen Samen in die Erde pflanze, entwickelt sich nur etwas daraus, wenn ich mich darum kümmere. Wenn ich ihn anschreie und mit Füßen auf ihn trete... wird sich niemals ein Sämling entwickeln. Dir fehlt ganz einfach das Feingefühl für die Position des Chefs.“


Siegessicher macht Brainpain einen Schritt auf Breads zu.


Brainpain: „Ich bin kein Langweiler. Ich bin geduldiger und warte auf den Sämling. Ich erwarte nicht, dass aus dem Samen sofort ein toller Baum sprießt. Irgendwann wird die Zeit kommen, in der ich die GFCW mit meinen Ideen umkremple. Aber dazu muss ich nun mal erst ein Fundament anlegen.“


Der Kanadier starrt angriffslustig zurück, es erscheint völlig klar, dass er keinen Schritt zurück weichen wird.

Robert Breads: „Es ist schon lustig, Brainpain. Weißt du, die meisten Menschen werden aggressiv wenn ich sie provoziere, und das langweilt mich. Ich bin schon so oft „Arschloch“ und „Idiot“ genannt worden, dass ich es schon gar nicht mehr höre, ich ignoriere es einfach. Ich habe es fast schon vermisst, ja, wirklich vermisst, einfach in diesem Ring mit jemandem zu stehen, zu diskutieren und das auf einen Niveau jenseits des RTL-Nachmittagsprogramms. Danke dafür.“

Mit einer schlaffen Handbewegung in Richtung Brainy – so scheint nun Breads' offizielle Bezeichnung für seinen Gegenüber zu lauten – will er seinen Dank wohl offen demonstrieren.

Robert Breads: „Dafür danke ich dir... Aber nicht für mehr. Ich nehme nichts von dem zurück, was ich gesagt habe. Denn ich habe die Wahrheit gesagt, mein Freund. Ich weiß natürlich selbst, dass du ebenfalls einige Punkte angesprochen hast, und ich möchte gerne darauf eingehen. Du sagst erst, dass es die Menschen freut, dass du dich gegen mich auflehnst – das ist dein Argument? Komm schon. Wo ist Brainpain, Hüter der Kultur? Wer bist du? Pavus? Tobi? Ich meine, erinnerst du dich nicht mehr, was dich groß gemacht hat? Wie du zu dem großen Star wurdest, der du warst? Nicht, indem du tatest, was alle anderen wollten, nicht indem du dich bei ihnen eingeschleimt hast, nein, du warst Brainpain, nicht irgendein Abklatsch von irgendwas, sondern einzigartig und du selbst.

Und weißt du was, Brainy? Du bist immer noch derselbe wie damals, du hast dich kein Stück geändert. Denn du hast es selbst gesagt – aus purer Verzweiflung feuern sie dich an, weil sie wissen, dass niemand mich stoppen oder schlagen kann, sie hoffen, das du der Eine bist, derjenige, der sie vor mir retten kann. Du nennst sie verzweifelt, und andererseits argumentierst du, du tust, was du tust, weil es den Leuten gefällt? Brainy, du bist weder Tobi noch Pavus, du bist kein Schleimer. Versuch es gar nicht erst, nutz' die Verzweiflung der Fans doch nicht aus, du neuer König der GFCW-Galaxie.“

Breads beginnt nun tatsächlich im Kreis um Brainpain herum zu laufen, spricht dabei langsam und deutlich.

Robert Breads: „Brainy, du bist ein wenig wie ich, ist es nicht so? Klar, unsere Charaktere unterscheiden sich, man nennt mich ein zynischen Arschloch ohne Mitgefühl während du der Hüter der Kultur bist, aber wir beide haben doch eines gemeinsam: Wir sind nicht wie die anderen, Brainy. Wir sind anders. Wir sind etwas BESONDERES.

Ja, deine Rückkehr hat mich gelangweilt, sehr sogar – weil das nicht Brainpain war, der da im Ring stand, sondern ein Schatten von Brainpain, kreiert aus dem einzigen Grund, der GFCW-Galaxie zu gefallen. Willst du das wirklich, hm? Willst du wirklich alles, was du bist und tust verändern, nur um ein wenig Applaus von einem Haufen Idioten zu bekommen?

Wie sagtest du noch? Ich bin opportunistisch. Völlig richtig. Wenn sich mir eine Chance bietet, nutze ich sie, so gut ich kann. Und das hier ist so ein Fall. Ich habe die Chance, der gesamten Liga erneut etwas Gutes zu tun, das sie nicht als Solches erkennen wird, aber ich kann es tun, und ich kann es tun, indem ich Brainpain wieder zurück bringe, nicht dessen schwachen, uninteressanten Schatten. Niemand will den Schatten, Brainy. Wir alle wollen Brainpain, den Brainpain, der sich nicht für das interessiert was alle wollen, sondern einfach nur das tut, worin er gut ist: der Beste sein. Denn du kannst dich nicht verstellen und trotzdem oben auf sein, verstehst du das? Entweder du bekommst Erfolg oder Zuneigung, aber nicht beides. Wenn du den Erfolg willst, musst du den Hass ertragen.

Was willst du, Brainpain? Willst du den Weg des Danny Rickson und des Robert Breads gehen, der Weg, der den Erfolg verspricht, nein, GARANTIERT, wie man an den Regentschaften der Heavyweight Champions in diesem Jahr glasklar erkennt... oder willst du den anderen Weg wählen, hinein in die Bedeutungslosigkeit? Willst du meinen Weg... oder Dynamite's Weg?“


Brainpain runzelt die Stirn und scheint mittlerweile angeödet.


Brainpain: „Breads, Breads, Breads... was tun wir hier eigentlich? Wir drehen uns hier im Kreis. Dieses schwarz oder weiß, das gibt es nicht. Erfolg ODER Zuneigung. Was bewegt dich zu dieser These, dass nur eines möglich ist? In naher Vergangenheit gab es jemanden hier, der auch beides hatte.


Ohne jetzt einen langen Exkurs über die Farbenlehre halten zu wollen, komme ich zu dem interessantesten Teil deiner Aussage. Du fragst mich, ob ich DEINEN Weg gehen will, oder Dynamites? Nun, Breads, wie du weißt, denke ich immer sehr weit im voraus und versuche nahezu alles zu planen. Dieser Gedanke... deinen Weg zu gehen, mich dir vielleicht sogar anzuschließen, das war eine ernste Überlegung. Doch dies erschien mir nicht als der nachhaltigste Weg. Ich müsste lügen wenn ich sage, ich will keinen Erfolg. Natürlich will ich den. Aber ich bin keine Fünf-Minuten-Terrine, die mal kurz da ist, ich gehe über die Distanz. Sicher, mit dir an meiner Seite hätte ich Erfolg vielleicht sogar garantiert gehabt. Aber, Breads, seien wir mal ehrlich. Du bist kaputt. Du bist müde, du bist ausgelaugt und einfach ausgebrannt. Ich stehe seit wenigen Minuten mit dir im Ring und jede Faser deines Körper schreit danach. Dir ist der Kampf gegen deine Gegenspieler einfach zu viel geworden und jetzt zermürbst du ganz langsam. Was hätte ich dann getan, Breads, wenn du total zerfressen nicht mehr kannst du... einfach verschwindest? Dann stünde ich da, als dein Partner, gehasst bis in alle Ewigkeit, weil ich deinen Weg gegangen bin. Wofür? Für meine fünf Minuten Ruhm? Ich bitte dich. Du bist bald weg vom Fenster, das prophezeie ich dir hiermit. Nicht, weil ich dich bekämpft habe, sondern weil du diese Wand...“


Erneut blickt er ins weite Rund der Arena, so als ob er jeden einzelnen in die Augen sieht


Brainpain: „Weil du diese Wand nicht durchbrechen konntest! Dementsprechend stellte sich die Frage für mich überhaupt nicht, ob ich deinen Weg gehen will. Ruhm und Ehre werde ich auch noch erlangen, wenn du depressiv in einer Ecke kauerst.“


Mit ernster Mine drückt er sein Gesicht genau an das von Robert Breads


Brainpain: „Und ich verspreche dir eines... Wenn du abgedankt hast, und ich meinen Pfad zum GFCW World Heavyweight Championship zu Ende gegangen bin... Dann ist meine erste Amtshandlung folgende:“


Nun macht er zwei Schritte zurück und kramt sein Handy hervor. Er tippt eine Nachricht, eine SMS ein und zeigt diese in die Kamera


Mach den Fernseher an!


Brainpain: „Und sehen wirst du mich, wie ich mit dem Titelgürtel unter tobendem Applaus die Halle verlasse!“


Dem Kanadier passt offensichtlich mal so gar nicht was Brainpain zu sagen hat, er wird wütend, wirklich wütend – das hat man von dem in den letzten Wochen und Monaten oftmals gelangweilten und demotivierten Breads selten gesehen.

Robert Breads: „Ich will dich gleich hier unterbrechen, du ach so großartiger Revolutionär. Du rdest von der Wand, hm? Der Wand, an der ich zerbreche? Diese Wand existiert nicht!“

Der letzte Satz wird von Breads mehr oder minder geschrien, als müsste er sich selbst überzeugen, dass er Recht hat.

Robert Breads: „Diese Wand hat mich nicht aufgehalten als ich das Leben von so vielen Leuten ruiniert habe, als ich die Karrieren der beiden wichtigsten Männer der Ligengeschichte beendet habe. Ja, sie standen allesamt wie eine Wand hinter J. T. K. und auch hinter Dynamite, aber keiner von beiden konnte mir entkommen, ich habe ihre Knochen in Stücke springen lassen, ihre Köpfe zertrümmert und sie in den Ruhestand geschickt. Ich bin das personifizierte Böse und hinterlasse nichts als Zerstörung, und keine Wand der Welt kann mich aufhalten!

Nein, ich bin die Wand, an der sie alle zerbrechen. Sie alle haben versucht, die Wand zum Einsturz zu bringen, die ich um mich herum errichtet habe, doch während alle anderen Holz benutzt haben ist meine Wand aus Stahl, niemand kann sie durchdringen und kein menschliches Wesen kann sie zum Einsturz bringen. Sicher hast du Recht, diese Wand hat Kratzer abbekommen, mehr als nur einmal – mein Gott, ich wurde angezündet und mit Glasscherben aufgeschlitzt, ich habe mehr durch gemacht als du, bei Weitem.

Und trotzdem warst du es, der sich eine Pause nahm und verschwand, weil er nicht mehr konnte, weil das Leben ja ach so hart ist. Du hast doch keine Ahnung was oder wer ich bin, und das wird dir nun zum Verhängnis. Wie so viele vor dir schon glaubst du, du kannst mit Hilfe dieser Leute... der GFCW-Galaxie und ihrer dummen Wand aus Glauben, Vertrauen und Bewunderung die Meine einreißen. Brainpain, dieser Kampf tobt seit über zwei Jahren, und ich bin hier, ich bin nicht in der besten Verfassung meines Lebens, bei weitem nicht, ich bringe vielleicht 20% der Leistung die man von mir gewohnt ist, aber 20% seitens Robert Breads sind mehr als 100% der meisten anderen Leute.


Du kannst es gerne als nächster versuchen, Brainpain, du kannst versuchen meine Wand einzureißen. Ständig sagen mir die Leute ich könne unmöglich noch lange stand halten, dass Hass, Schmerz und Angst nicht zum Erfolg führen, dass dies der falsche Weg ist, doch genau das ist es, was mich so stark macht. Große Leute haben daneben gelegen als sie sagten „mit deiner Einstellung kannst du es nicht schaffen“, sie sagten, ich wäre ein narzisstischer Irrer, tja, und der Irre hat sie alle geschlagen. Leute wie J. T. K., Leute wie Rebel called Hate, Leute wie Claude Booker... Leute die weit über dir stehen, Leute an die du nicht einmal ansatzweise heran reichst, vielleicht noch nicht, vielleicht wirst du das eines Tages, aber genau jetzt bist du keine Gefahr für mich, nicht mal ansatzweise. Wenn du nun versuchst, mich genau so nieder zu machen und zu schlagen, wirst du nicht mehr sein als ein weiterer Name auf dieser Liste, als ein weiterer Teil der Geschichte von Robert Breads, als eine Randnotiz, und glaub' mir, ich weiß, das willst du nicht.

Was du willst ist Geschichte schreiben, was du willst ist groß werden, du willst der Beste sein, du willst nicht nur „irgendwo“ sein, du willst im Mittelpunkt sein und du willst das dich jeder sieht und denkt: „Mein Gott, dieser Typ ist was Besonderes!“ Aber so wird das nichts. So wirst du nie diesen GFCW Heavyweight Title in die Luft strecken, und ich sage dir auch warum.“


Nun drückt „Canada's Own“ Brainpain den Finger auf die Brust, sein Gesicht ist nur noch Zentimeter von dem seines Gegenüber entfernt.

Robert Breads: „Weißt du, warum Danny Rickson mich schlagen konnte und neuer GFCW Heavyweight Champion wurde? Weißt du, warum er geschafft hat, was niemand sonst geschafft hat? Weil er den selben Weg gegangen ist wie ich, er IST fast so wie ich – er war und ist aber schlicht und ergreifend besser in dem was UNS auszeichnet als ICH. Danny Rickson ist, wenn du so willst, Robert Breads ohne jeden Fehler. Und du, das habe ich so eben ausreichend ausgeführt, könntest nicht einmal mich schlagen, du wärst eine meiner „Plus eins“ auf meiner Liste, wie willst du da den perfekten Wrestler besiegen? Ich verrate dir was, Brainpain: Solange Danny Rickson in der GFCW antritt wirst du niemals, und ich betone NIEMALS GFCW Heavyweight Champion sein. Es sei denn...“

Breads tritt nun endlich ein paar Schritte zurück von Brainpain, die Augen weiter starr auf die der Definition von Perfektion gerichtet.

Robert Breads: „Es sei denn du betrittst den richtigen Pfad... Den Pfad der dich zum Erfolg führt... Den Pfad der dich früher oder später dahin führen wird, wo du alles bekommen kannst, was du willst, in dein ganz persönliches Paradies... MEINEN Pfad. Brainy, du hast noch eine Chance, eine Letzte... hör auf mich. Denn wenn du es nicht tust... Nun, dann könnte es sein, dass es hier weder deine angekündigte Revolution... noch irgendeinen Krieg zwischen dir und mir... noch deinen großartigen Titelgewinn geben wird. Denn so schön du auch einige Sachen gesagt hast... und so großartig du auch herumphilosophieren kannst... so wirst du dich doch sicher an die Tatsache erinnern, dass ich – angesichts der Abwesenheit von Jonathan Loranger – momentan Präsident von German Fantasy Championship Wrestling bin und somit auch dafür zuständig, Wrestler unter Vertrag zu nehmen. Und du... du hast noch keinen Vertrag, Brainpain.“


Mit dieser Drohung hatte Brainpain kaum gerechnet, aber Breads erzählte die Wahrheit. Brainpains Vertrag endet nach Title Nights. Etwas geschockt fehlen Brainpain erst die Worte, doch nach wenigen Sekunden hebt er doch das Mikrophon an. Er holt hörbar Luft, aber er sagt dennoch nichts und schließlich sinkt das Mikrophon zu Boden, ebenso sein Blick. Mit einem „Komm schon, Brainy!“, lenkt Robert Breads den Blick von Brainpain wieder auf sich. Man kann es Brainpain richtig ansehen, wie es in ihm arbeitet. Schließlich streckt Brainpain leicht demütig seine Hand zum Kanadier aus. Manisch grinst dieser und er streckt nun ebenfalls seine Hand aus und schüttelt die des Amerikaners. Ein Handshake! Breads' Lachen ebbte noch immer nicht ab und in Brainpain brodelt es richtig.


Auch die Zuschauer, 'die Wand', quittiert das Ganze mit einem heftigem Pfeifkonzert. Die Atmosphäre ist extrem aufgeladen es es grenzt an ein Wunder, dass dieser Hexenkessel noch nicht explodierte. Sekunde um Sekunde verrinnt, noch immer schütteln die beiden Nordamerikaner die Hände. Mit jeder vergangenen Sekunde, wird die Reaktion der Zuschauer immer lauter und hasserfüllter. Während Breads richtig zu genießen scheint, geht es Brainpain richtig gegen den Strich.


***

**

*


Breads geht zu Boden! Brainpain verpasst seinem Gegenüber eine Ohrfeige, die man in jeder Ecke der Arena problemlos hören konnte und der komplett unvorbereitete Interims-Präsident der GFCW geht zu Boden! Der Behüter von Kultur realisiert offenbar nicht, was er da gerade getan hat. Völlig starr blickt er zu Boden, ohne dabei einen bestimmten Punkt zu fixieren. Mit weit aufgerissenen Augen hält sich 'Canada's Own' die Wange und steht langsam wieder auf. Aus seinen Augen schreit es nahezu 'das hättest du lieber nicht getan' und als Brainpains suchender Blick die Augen von Breads findet, knallt in ihm eine Sicherung durch. Mit lautem Schrei stürmt er auf den schockierten Breads zu und bringt ihn erneut zu Boden! Wie wild fuchteln beide mit den Armen um sich gegenseitig zu bekämpfen. Beide treffen sich zum Teil empfindlich. Brainpain hat richtig eins auf die Nase bekommen, aus jener sofort etwas Blut läuft. Jetzt ist es bei Brainpain endgültig vorbei und voller Wut schlägt er auf seinen Boss ein, welcher jetzt verzweifelt, aber mit Erfolg, versucht die Schläge irgendwie abzuwehren, damit seine Nase unversehrt bleibt. Die Definition von Perfektion hat jetzt genug davon und steht ruckartig auf, nur um Breads ebenfalls auf die Beine zu zerren. Brainpain nimmt Anlauf und will seinen Culture Shock zeigen, doch Breads weicht aus und rollt sich aus dem Ring!


Laut fluchend entfernt Breads sich vom Ring in Richtung Entrance-Rampe, weg von Brainpain und seinen Schlägen, während der Hüter der Kultur im Ring verbleibt und bloß dorthin blickt, wo der Kanadier nun in Richtung Backstage-Bereich aufbricht – so scheint es zumindest, doch kurz bevor er dort angekommen ist, dreht er sich um, zähneknirschend und mit geballten Fäusten.

Robert Breads: „Brainpain... Ich bin froh, dass du das gerade getan hast, ich bin froh, dass du mich ins Gesicht geschlagen hast, ja, ich bin froh.“

Breads läuft auf und ab wie der Tiger im Käfig, er kann jetzt nicht still stehen, er ist aufgeregt und zornig und muss seinen Gegenüber klar machen, was er zu sagen hat.

Robert Breads: „Das hat mir noch einmal klar gemacht, dass du nicht anders bist als irgendwer sonst, du bist weder der Hüter der Kultur noch die Definition von Perfektion, du bist genau wie alle anderen – du löst deine Probleme mit hinterhältigen Angriffen aus dem Nichts und wenn dir kein Argument in einem Gespräch mehr einfällt, bekommt Breads auf's Maul. Du bist Standard, Durchschnitt... Du bist ein Nichts.“

Breads leckt sich einmal über die Lippen, offenbar denkt er intensiv darüber nach, was er nun sagen will oder soll.

Robert Breads: „Aber weißt du, du bist ein unterhaltsames Nichts. Du bist die lustigste unwichtigste Fliege an der Wand, und zwischen den ganzen CvC's und Pavusen dieser Welt brauche ich doch auch ein wenig persönliche Unterhaltung. Es wird mir ein Vergnügen sein, zu sehen, wie du dich abmühst, deine Revolution zu starten. Allerdings... soll' ich doch wohl auch meinen Spaß daran haben, zu sehen, wie du dich abmühst, einen GFCW-Vertrag zu bekommen.“

Leiser Jubel beim Publikum – das ist zwar seitens Breads ein wenig seltsam formuliert, aber es schein zu bedeuten, dass Brainpain eine Chance bekommt. Wobei man nicht vergessen darf, dass Breads sich wahrscheinlich irgendwas ziemliches Verrücktes ausgedacht hat – denn wenn er sagt, er will „Spaß haben“, geht das ja nun meistens auf die Kosten anderer.

Robert Breads: „Brainpain, bei Title Nights 2011 sollst du deine Chance bekommen. Du sollst deine Chance bekommen, dir einen Vertrag zu verdienen. Es wird simpel sein: Ich werde einen Gegner für dich aussuchen, und wenn du gewinnst, bekommst du einen Vertrag, wenn nicht, dann eben nicht, und nach Title Nights bist du dann weg vom Fenster. Ich würde dich ja nun fragen, ob du einverstanden bist, aber ich bin der Präsident und deshalb brauche ich deine Zustimmung nicht. Du und mein handverlesener Gegner für dich, eins gegen eins um deine Zukunft bei German Fantasy Championship Wrestling.“

Breads lächelt.

Robert Breads: „Ich kann es kaum noch erwarten.“


Der Kanadier zieht mit einer abfälligen Handbewegung von Dannen. Brainpain prüft derweil noch einmal seine Nase und weiß nicht, was er von Breads' Ankündigung halten soll. Etwas fragend blickt er erneut zu den Zuschauern. 'Die Wand' jubelt und klatscht. Jetzt wirkt Brainpain sicherer und erhebt seine Hand. „End of all Hope“ schallt erneut aus den Lautsprechern und die Szene geht off.














Single Match:
Brian Veilho vs. Parn
Referee: Bob Taylor


Brian lässt Parn von beginn an keine chance und zeigt direkt einen harten Tritt gegen den Kopf. Parn scheint schon irritiert zu sein, denn er merkt nicht wie Veilho mit einer Clothline heranrauscht und direkt das cover zeigt



1


2


Kickout.


Parn rollt sich aus dem Ring und will die Halle verlassen doch Veilho lässt das nicht zu und unter lauten jubelrufen der Fans zerrt er Parn zurück ins Seilgeviert. Mit einem Strong Irish Whip geht es für ihzn dann direkt in die Ringecke. Veilho stürmt heran und springt auf das zweite Seil und zeigt eine Reihe von Schlägen 1............2................3..................4................5................6................7..............8................9..............10. Zehn Schläge gegen den Kopf gehen durch und Parn kann sich nicht mehr auf den Beinen halten und stürtzt zu Boden.


Veilho posiert für die Fans und erhält laute pops


Er packt sich Parn und nimmt ihn in den Ansatz zum DDT und der geht auch durch. FLYING PAIN.


Das Cover


1


2


3



Sieger des Matches durch Pinfall: Brian Veilho!!!

Er hat gewonnen. Das ist sein Augenblick. Parn liegt geschlagen am Boden. Die Crowd feiert den Amerikaner. Sie wollen mehr. Und mehr wird kommen. Da ist er sich sicher.


Er ist ganz oben. Er fühlt sich großartig. Der Sieg gehört ihm.

Doch ist er sich Immer noch sicher, als er von hinten gefasst wird? Ist er sich Immer noch sicher, als die Jubelrufe sich in entsetzen verwandeln? In geschocktes schreien, um ihn von dem zu warnen, was nun kommt? Und ist er sich Immer noch sicher als er von hinten niedergestreckt wird? Eben noch ganz oben, nun auf dem Boden. Auf ihn wird eingeschlagen und es endet nicht. Sein Angreifer nimmt ihn hoch, all das nur um ihn erneut auf den Boden zu bringen. Langsam schleicht sich der Schmerz in seinen Körper, und wieder, ein Schlag. Er merkt das es ein Gegenstand ist der immer wieder auf ihn trifft. Langsam schwinden seine Sicht. Alles färbt sich schwarz. Sein Augenblick, sein Sieg, nun ist er wertlos. Das letzte was er merkt bevor er endgültig Bewusstlos wird, ist eine Hand, die seinen Kopf packt, ihn hochnimmt. Die Person zwingt ihm in die Zuschauer zu blicken, seine Fans, für die er immer da war. Und dann spricht sein Angreifer die letzten Worte die jemals jemand innerhalb eines Wrestlingrings zu ihm sagen wird :


„ Wo sind sie jetzt, Brian? Deine Fans? Wo sind sie? Geschockt schauen zu dir hin. Keiner jubelt, keiner feiert. Sie helfen dir nicht. Sie können dir nicht helfen. Sie sind schwach. Zu schwach. So wie du. “


Es sind die letzten Worte die Brian Veilho vernimmt. Danach wird er niedergestreckt. Der letzte Schlag. Es ist vorbei.


Emilio: „ Ein trauriges Schicksal. Brian Veilho. Er kam um zu siegen. Am Ende wurde er niedergesteckt. Von mir. Emilio Fernandez, meine Damen und Herren. “


Emilio streicht dem Bewusstlosen Brian durch die Haare. Kalte Augen blicken auf den leblosen Körper des Amerikaners.


Emilio: „ Tut es euch weh, Señora e Señores, euren Helden auf dem Boden zu sehen? Seit ihr schockiert, das ich dies Tat? “


Diese Worte sagt er ebenso in einem kalten Ton. Er spricht ruhig, weder aufgeregt noch gestresst.

Und auch die Fans sind still, geben keinen Mucks von sich. Als ob ihnen das Atmen schwer fallen würde.


Emilio: „ Dies dürfte Veilhos Ende sein. Von diesen Verletzungen wird er sich nicht mehr erhohlen. Er ist verletzt. Geschockt. Sein Körper dürfte von innen Bluten. Sein Gehirn, erschüttert. Wenn er aufwacht hat er Glück wenn er noch weiß wer er ist. Es könnte sein das ich ihm sein Leben zerstört habe. Vielleicht ist der Rollstuhl seine Zukunft. “


Entsetzen. Entsetzen in den Augen aller Fans. Entsetzen in den Augen der Offiziellen. Entsetzen in den Augen der Welt. Aller die das sehen.


Emilio: „Doch was auch immer seine Schicksal sein wird, für ihn ist dieses Leben vorbei. Er soll nie wieder mehr Freude finden oder glücklich werden. Sein innerstes, seine Seele soll zersplittern. Jedes Glück wird ihm verwehrt werden. Jeder wird wissen das ich es getan habe. “


Nun bewegt sich der Spanier zurück in den Ring. Weg vom leblosen Körper. Sein Werk wird alleine gelassen.


Emilio: „ Schafft ihn hier heraus. Ich bezweifle das er heute noch einmal wach wird. Bringt ihn ins Krankenhaus, damit mein Kunstwerk wirken kann. Dort soll er erwachen. Und dort soll ihm klar werden das es vorbei für ihn ist. “


Nach diesen Worten laufen Ärzte in die Arena, verzweifelt versuchen sie Brian zu wecken. Doch wie Emilio es voraussagte, wacht der Amerikaner nicht auf.


Emilio: „ Das Bewusstsein dieses Mannes ist für den Augenblick nicht zurück zu bringen. Er wird noch lange liegen. Bringt ihn hier weg. “


Fernandez richtet nun seinen Pechschwarzen Anzug und blickt sich um. Egal wo er hinsieht blicken entsetzte Gesichter auf den Spanier. Die Kommentatoren sind stillschweigend. Niemand fällt ihm ins Wort.


Emilio: „ Ich sehe die Furcht in den Augen jedes Einzelnen von euch. Ich spüre euren Schock, eure Angst. Brians Schicksal scheint euch nicht zu erfreuen. “


Dies sagt er so vorwurfsvoll wie möglich.


Eine Weile ist Ruhe. Auch wenn nur für eine halbe Minute. Der Spanier spricht nicht. Er denkt über sein Werk nach.


Emilio: „ Das was ich ihm angetan habe, tat ich wegen euch. Nicht um euch zu beeindrucken, nicht um euch zu überzeugen. Der Grund ist ein anderer. “


Bevor er weiterspricht, blickt Emilio auf Brians Körper, der nun langsam aus der Arena getragen wird. Dann spricht er im selben kalten Ton weiter.


Emilio: „ Der Grund ist, das ich euch Fans aus der Cinderella Welt, in der ihr lebt, raus holen will. Ihr denkt eure Wrestler brauchen euch. Ihr glaubt ohne euch kämen sie nicht klar. Doch schaut Brian an. Er liegt auf der Trage, bald sitzt er im Rollstuhl. Und das obwohl er euch Fans als Unterstützung hatte. Konnte ihm irgendjemand helfen? Hätte es jemand von euch versucht, hättet ihr die Chance gehabt? “


Bestürzung in den Gesichtern der Crowd. Und noch immer stillschweigen.


Emilio: „ Ihr seit Abschaum. Das ist die ganze Wahrheit. Ihr verlasst euch auf eure Träume. Viele von euch träumten vielleicht von einem erfolgreichen Brian Veilho. Doch dieser Traum zerplatze soeben. “



Der Ton des Adligen ändert sich nun rapid. Nun spricht er spöttisch.


Emilio: „ Was könnt ihr normalen Menschen denn schon ausrichten? Ihr könnt niemandem helfen. Ihr sehr euch als wichtig und bedeutend an. Niemand von euch ist bedeutend. “


Nun geht er sich durch die Haare, als urplötzlich die Buh Rufe einsetzen. Die ganze Halle ist plötzlich außer sich. Sie sind wütend. All ihren Hass werfen sie auf den Spanier. Sie wollen ihn am Boden sehen.


Emilio: „ Gebt mir euren Hass , ich lebe von ihm. Sagt mir, wer sind eure Favoriten? Wer sind die Menschen von denen ihr träumt, wer sind die Poster an eurer Wand? Sagt mir, wer? Und am Ende, nehme ich sie euch. Jede Hoffnung die ihr habt. Jeder Mann der für euch in dieser Ring geht. Jeder Mann der für die normalen Menschen lebt. Einer nach dem anderen. Ich nehme euch das was euch bedeutet. Schmerzen werdet ihr haben. Eure Seelen werden sich in eine tiefen Abgrund der Trauer Stürzen. Eure Körper unter mir Zerschellen. Und euer Hass, Fans, wird mein Antrieb sein. “


Der Hass wird weiter geschürt.


Emilio: „ Tut es. Wünscht mir die Pest an den Hals. Träumt, träumt von meinem Untergang. Doch er wird nicht kommen. Der Adel ist wieder zurück. Seine Ehre wird wiederhergestellt sein. Die die unterjocht sein sollten, werden unterjocht sein. “


Sie sind alle schwach. Jeder einzelne. Keiner von ihnen ist bedeutend. Die Fans buhen, schreien. Sie wollen den König stürzen, den König der einen ihrer Helden so eben gerichtet hat. Mit jeder Brutalität die er in sich trägt. Und sie schreien weiter, während er sein Reich verlässt. Mir erhobener Faust blickt er zu ihnen. In seinen Gedanken schwört er die glücklichen unglücklich zu machen. Sein Ziel die Favoriten zu vernichten direkt vor den Augen. Er geht.










GFCW Number One Contendership Tournament Semi Finals:
Pavus Maximus vs. Chris van Core
Referee: John Warden

Kaum startet das Match, schon umkreisen sich die beiden Kontrahenten im Ring. Noch vor wenigen Wochen standen sie gemeinsam Seite an Seite im „Omen of Success“ und heute müssen sie schon gegeneinander kämpfen. Nach einigen Runden bewegen sie sich aufeinander zu und verhacken sich in einem Lock-Up. Doch noch bevor ein großartiges Kräftemessen stattfinden kann, windet sich Van Core aus der Umklammerung und verdreht den Arm des Hamburgers.


Pavus wirkt kurze Zeit überrascht, kann dank seiner Kraft seinen Gegenüber aber letzten Endes von sich wegstoßen. Durch die Wucht wird CVC in die Seile gedrängt, in denen er aber sofort wieder Schwung nimmt und einen krachenden Forearm zeigt. Mehr, als dass Pabus Kopf aber ein wenig nach hinten klappt, passiert nicht und so setzt der Österreicher verbissen nach. Links und rechts schlägt er nun auf den Kopf des Deutschen an, der langsam aber stetig Schritt für Schritt nach hinten weichen muss.

Nicolas: „Bei solchen harten Schlägen muss selbst ein Pavus Maximus „Klein Bye“ geben.“

Frank: „Wundert dich das, dieser Chris Van Core wird nicht umsonst als „Hardcore Legende“ bezeichnet. Dafür weiß sich Pavus aber anderswertig zu wehren.“


Kaum hat McArthur seinen Satz ausgesprochen, bekommt er den Beweis auch schon nachgeliefert. Abermals kann Pavus seinen Gegenüber nämlich mit einem Hand wegstoßen und unmittelbar einen heftigen Big Boot gegen Van Cores Kopf zeigen! CVC muss daraufhin zu Boden gehen und somit kann auch Pavus kurz seinen Kopf durchschütteln, ehe er sich dem dann wieder erhebenden Van Core widmet.


Nun ist es an Pavus, der zwei präzise Faustschläge in der Gesichtregion platzieren kann. Dies wird zwar kurz von John Warden bemängelt, stört den Hünen aus dem Norden aber nicht wirklich. Stattdessen zeigt er einen Whip-In in die Seile und einen Shoulderblock, woraufhin CVC erneut auf den Boden muss. Weiter geht die Angriffstour mit einem beeindruckenden Gorilla Press, der unter den staunenden Gesichtern der Fans einige Sekunden gehalten werden kann. Erst dann lässt er Van Core hinabsausen und zeigt einen Gorilla Press Backbreaker mit anschließendem Pinversuch.


1...2...Kickout.


Nicolas: „Nein, so schnell bekommt man einen Van Core nicht besiegt.“

Frank: „So schnell vielleicht nicht, aber es ist definitiv der richtige Weg dahin.“


Und da es so schon geklappt hat, versucht der Hamburger Jung das ganze Spiel nochmals. Wieder geht es für Van Core in die Seile und schon zeigt Pavus dieses Mal eine Clotheslin... doch abgeduckt von Van Core. Stattdessen rennt der Wiener mit Schwung in die anderen Seile und rennt auf einen verdutzten Pavus zu... Spear von Van Core! Wie nach einem Adrenalinstoß springt er nun förmlich wieder auf und schwingt sich abermals in die Seile. Pavus liegt noch am Boden und ehe er sich versieht, muss er noch einen Knee Drop über sich ergehen lassen.

Wie aus einer Bewegung rollt sich Van Core nach dem Drop in Richtung eines Turnbuckles ab und kann diesen somit besonderes schnell erklimmen. Pavus hält sich derweil noch ein wenig schmerzhaft den Kopf und sieht die drohende Gefahr somit nicht auf sich zukommen. Mittlerweile hat sich CVC unter dem Jubel der Fans bereits auf dem dritten Seil aufgestellt und kaum hat sich Pavus zu ihm umgedreht, springt Van Core ab... Thez Press vom Top Rope! Sofort folgt der Pinversuch, wo auch das Bein eingehackt wird.


1...2...Kickout!

Verärgert schlägt Chris kurz auf dem Boden auf, bleibt insgesamt aber sehr fokussiert und zieht Pavus stattdessen wieder auf die Beine. Ein zwei kurze Japs in die Rippengegend sollen wohl auch sein boxerische Talent aufzeigen, doch eher belässt es der Wiener dann beim Wrestling. Mit einem Whip-In wird Pavus nun in eine Ringecke befördert, in der der Hamburger erst einmal, vermutlich aus leichter Erschöpfung, verweilt. Van Core hingegen ist umgangssprachlich „On Fire“ und positioniert sich in der genau anderen Ringecke.


Kurz wartet er ab, bis sich Pavus in die richtige Position begeben hat und schön nimmt der Wiener Anlauf. Stinger Splash! Zwar ist der Gute nicht der Allerschmächtigste im Roster, doch auch CVC bringt so einige Maße mit sich, die er bei dieser Aktion optimal ausgenutzt hat. Es ist also nicht verwunderlich, dass Pavus kurzerhand die Luft wegbleibt und erst einmal wenige Schritte nach vorne taumelt. Diese Augenblicke nutzt CVC aus und holt ein weiteres Mal in den Seilen Schwung, um einen Lariat letzten Ednes isn Ziel zu bringen. Doch wieder taumelt der Hamburger Hüne nur, fällt aber nicht. Erst nach einem hoch eingesprungenen Dropkick kann sich Pavus nicht mehr auf den Beinen halten und geht zu Boden.

Nicolas: „Bis jetzt eine beeindruckende Vorstellung von Chris. Pavus kann momentan nicht wirklich viele Akzente setzen.“

Frank: „In der Tat, mit Highfly-Aktionen, wie er sie jetzt vorbereitet, kann das Alles aber ganz schnell wieder nach hinten losgehen.“


Tatsächlich bringt sich CVC wieder auf der Ringecke in Position und kaum hat sich Pavus hundertprozentig auf seinen Rücken gelegt, springt Chris auch wieder ab und es gibt einen Flying Elbow Drop... ins Leere! Im letzten Moment kann sich Pavus wegdrehen und somit macht CVC schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Boden. Beide Akteure liegen nun mehr oder minder regungslos auf dem Boden, sodass der Referee keine andere Chance hat, als Beide anzuzählen.


1...2...3...4...5...6...CVC ist der erste, der sich wieder, wenn auch wacklig, erheben kann. Zwar schmerzt ihm noch der Ellbogen, was ihn aber nicht davon abhält, sich wieder seinem Gegenüber zuzuwenden. Pavus hat es zwar auch schon wieder auf die Knie geschafft, doch die letzten Zentimeter wird er nun von Van Core gezogen... zumindest theoretisch. Denn blitzschnell kann Pavus plötzlich seinen überraschten Gegner einrollen.

1...2...Kickout!


So geradeeben kann sich Van Core noch befreien und genau das spiegelt sich nun auch auf dem Gesicht des Östereichers wieder. Doch noch während des erneuten Aufstehens verliert er diesen Gesichtsausdruck wieder, denn völlig überraschend bekommt er einen Kick in den Magen verpasst. NBN VON PAVUS!!! Wie ein nasser Sack fallen beide Protagonisten zu Boden, doch Pavus kann sich mit den letzten Kraftreserven noch auf CVC robben.


1...2...3!


Sieger des Matches durch Pinfall: Pavus Maximus!!!














Obige Ankündigung steht nun auch auf dem Titan-Tron und wird dementsprechend vom Publikum buhend aufgenommen, schließlich ist ihnen im nunmehr vierten Teil hinreichend bekannt, dass der verhasste Danny Rickson hinter all dieser Konzeptgestaltung der Show steckt.

Und im Gegensatz zum vorangegangenen Teil lässt es sich der Engländer diesmal auch nicht nehmen, selbst zu erscheinen. Erstmal am heutigen Tage live in der Halle.

Dazu wird seine Musik „Best for me“ von Dope eingespielt. Und nach nur wenigen Momenten, erscheint Newcastles bekanntester Wrestler auf der Rampe.

Er trägt heute ein weites, weißes Hemd, dessen obere Knöpfe er geöffnet hat, eine hellblaue Jeans und so etwas Ähnliches wie Cowboystiefel, sowie eine Sonnenbrille auf der Nase. Seine Haare sind leicht gegelt. Alles in Allem sieht er also wie ein geschniegelter Mallorca-Sänger aus.


Der Eindruck wird dadurch gestärkt, dass er eine weiße Gitarre in der Hand hält, welche er lächelnd in die Luft hebt. Und die Fans buhen sein Instrument so aus, als würde er den Kopf Tobis hieven. Denn sie wollen ihn einfach nicht hören!


Doch bekanntlich gibt es kaum eine Person, den der Willen der Fans weniger interessiert, als Danny Rickson. Als bewegt sich dieser grinsend in die Ringmitte, winkt einen Mitarbeiter heran und ruft ihm etwas zu.

Und kurze Zeit später bekommt Rickson einen Klappstuhl und ein Mikrofon. Er nimmt Platz und lässt die Fans noch einen Moment in Ruhe, ehe er das Mikrofon hebt.


Danny Rickson: Die Monsters of Liedermaching. Tobis Lieblingsband. Urheber der Lieder, um die Whitehouse eine Story gestrickt hat, die zufällig den Namen Rickson enthält und deswegen wohl Bezug zu mir haben soll...


Er schüttelt mit dem Kopf.


Danny Rickson: Doch kann man dann Tobi, ganz abgesehen davon, dass das Musical Scheiße war, noch Applaus dafür geben, ein Musical geschrieben zu haben, wenn er nichtmal die Lieder geschrieben hat? Ist er dann nicht nur ein kleines Licht, dass nichtmal alle Teilbereiche seines Business beherrscht?


Abwertende Geste von Rickson.


Danny Rickson: Und sowas bejubelt? Ist das nicht peinlich? Ich meine, die Musik eines Songs über seinen Gegner ist sicherlich nicht die Schlechteste Idee...wenn denn gut umgesetzt? Und ich appeliere mit diesen Worten an all eure kleinen Gehirne – hat Tobi es gut umgesetzt, indem er vor einem Main Event ein lächerliches Kindermusical aufführt, indem er sich musikalisch mit geklauten Liedern darüber lustig macht, dass sein Gegner als Kind angeblich Pickel hatte und seine Freundin dick war?

Wenn ihr diese Frage nun wirklich mit „Ja“ beantworten würdet, dann tut es mir verdammt Leid für euch...


Erneutes Kopfschütteln. Enttäuscht, als die Fans einfach buhen.


Danny Rickson: Doch zum Glück habe ich heute meine Gitarre dabei...um euch einmal zeigen, dass Musik richtig umgesetzt, eine Kunst sein kann, die viele begeistert, doch seine Feinde ebenso hart treffen kann...


Damit winkt er erneut den Mitarbeiter ran, der nun einen Mikrofonständer ranträgt und Ricksons Mikrofon daran befestigt, so dass sich der Engländer davor positionieren kann, um gleich zu singen.


Danny Rickson: Spitzt eure Ohren...


Er streicht mit der Hand über die Saiten und lässt erste Töne erklingen, recht schnell spielt er dann etwas als Musik erkennbares.


Tobi macht ein Musical und braucht 3 Minuten dazu,

denn er hat einfach den PC angemacht und bei Google gesucht.

Ein paar Namen getauscht, ist das nicht einfach heldenhaft?

dazu noch Witze aufwärmen und sagen, sie wär'n selbstgemacht


Während Rickson breit grinsend weitersingt, sind die Fans am Pfeifen und drehen dem Engländer den Rücken zu, doch der ist weiterhin von seinem Beitrag überzeugt. Der ja auch gut ist, was die Fans aber einfach nicht verstehen, weil sie dumm wie Brot sind.


Super Leistung, ich geb dir Applaus mit der geballten Faust,

wollte es mir mehrmals anschauen, doch ich halts nicht

Ihr meint er wär lustig, ich sag "Keine Macht den Drogen",

denn ihn witzig zu nennen, ist leider glatt gelogen


In seinem Musical hat von mir kein einz'ger Fakt gestimmt,

doch er könnte auch einfach schreien und die Fans feiern das bestimmt.


Langsam ändert sich die Musik von Rickson, womit er wohl in den Refrain übertritt. Dies wird von den Fans mit lauterem Buhen begleitet.


Die Liga ist dumm, so dumm, wie kann man ihn witzig finden?

Bevor ich das tue, verzeih' ich lieber Hitlers Sünden

Ooooh Tobi, wieso bist du bloß sooo ein Spast?

ich würde nicht so leiden, hättest du etwas mit Niveau gebracht!


Natürlich hassen die Fans es, so etwas über ihr geliebtes Idol zu hören. Doch Rickson ist es recht und stimmt gleich nochmal an.


Die Liga ist dumm, so dumm, wie kann man ihn witzig finden?

Bevor ich das tue, verzeih' ich lieber Hitlers Sünden

Ooooh Tobi, wieso bist du bloß sooo ein Spast?

ich würde nicht so leiden, hättest du etwas mit Niveau gebracht!


Und schon spielt er wieder etwas langsamer, als er zurück in die Strophe geht. Doch sein Grinsen während des Singens bleibt konstant bestehen.


Ich und Tobi, ein Match und ich lösche Tobis Lebenslicht,

warum ich mich zuerst nenne? Damit ihr wisst, wer hier der Esel ist!

Schäme dich!

Title Night wird deine Ende, ich werd es jedem beweisen,

es wird sich für dich anfühlen, als würde man deine Kehle zerschneiden.


Dann spielt er die Saiten etwas langsamer, um langsam aber sicher zum Ende zu gelangen. Die Meisten in der Halle freut es, doch andere feiern den Song auch mittlerweile.


Kleiner Scherz, ich bin ja kein bekloppter Irrer,

das überlasse ich Gorn, der immerhin in seinem Kopf verwirrt war

Doch nun ist er Fave der Fans, und ich kanns echt nich verstehen,

denn im Ernst: Ich hab noch nie sowas schlechtes gesehen


Wie das MUUUUUUUSICAL!


Und dann spielt er den letzten Ton und versummt. Wohlig grinsend legt er die Gitarre ab, steht auf und verneigt sich vor sich selbst.


Danny Rickson: Ich bedanke mich bei euch für die Aufmerksamkeit und bei mir bedanke ich mich dafür, mal etwas Gutes geboten zu haben. Doch nun kommen wir zum Ernst der Dinge...


Er setzt kurz ab.


Danny Rickson: Tobi, du glaubst wirklich, dass du mir so einfach davonkommst? Du siehst, dass lustige Dinge ankommen, lieferst so einen Mist ab und denkst, dass es mich in irgendeiner Form beeindruckt? Dass es dir einen Vorteil für dein PPV-Match gibt?

Nein, du täuscht dich. Es hat mich auch nichtmal persönlich getroffen. Es hat mich nur wütend gemacht, wie so etwas wie du eine Chance bekommen kann, die Liga zu repräsentieren. Es ekelt mich an, wie du all die Eigenschaften vereinst, die ich an Menschen hasse. Und deine Art von Humor ist quasi auf Platz 1.

Doch damit erreichst du nur, dass ich dich nichtmal ernst nehmen kann. VOR EINEM PPV MATCH!


Es scheint so, als wolle er direkt hier in den Ring kotzen, wenn er an Tobi denkt. Doch er hält sich zurück.


Danny Rickson: Dabei bestreiten wir ein Hell in a Cell Match. Die härteste Matchart überhaupt..und ich rede kaum darüber, weil es einfach nur peinlich ist, wie du in einem Main Event stehen kannst und die Fans auch nur wegen Pubertätswitzen hinter dir stehen.

Du bist die Verkörperung der „neuen“ GFCW und das ist nicht positiv. Das Idol der Generation „We are Family“ von ungebildeten, sich ständig besaufenden und ekelhaften Menschen, die garnicht mehr so weit denken können, um über anspruchsvolle Dinge lachen zu können...ich verachte dich, doch kann dich nicht hassen.

Wie soll ich denn etwas hassen, was vollkommen lächerlich ist. Es amüsiert mich eher!


Er grinst gequält.


Danny Rickson: Eine Witzfigur in einem stählernen Käfig, wo es ums Ganze geht. Welch Vorstellung. Was würdest du nach einem Sieg denn tun? Aufs Dach klettern und dein Mario Barth Shirt entblößen und Kaya Yanar zitieren? Und damit möglicherweise einen Sieg in den Dreck ziehen?


Fäusteballen.


Danny Rickson: Es kann und wird nicht passieren. Denn ich stehe zu meinem Wort und kann zum ersten Mal seit langer Zeit sagen, wieder richtig motiviert zu sein, jemanden in seinem Aufstieg zu verhindern. Und du bist das perfekte Ziel dafür. Ich könnte den Titel dreimal Nightmare schenken, doch du wärst noch immer der GAU. ..doch ich bin der Mann, der all dies verhindern wird. Denn wenn jemand alles in den Dreck zieht, dann bin ich das selbst. <3


Und damit lässt er das Mikrofon fallen, nimmt seine Gitarre, hängst sich den Gurt um die Schulter und verlässt langsam zu den Pfiffen der Fans den Ring, ehe er hinter dem Vorhang verschwindet.












<object width="640" height="363"><param name="movie" value="http://www.megavideo.com/v/OW5G877P57e2d83ae967c3c34e5b49a4d0ce2ea42"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed src="http://www.megavideo.com/v/OW5G877P57e2d83ae967c3c34e5b49a4d0ce2ea42" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="640" height="363"></embed></object>










Es ist kühl geworden in Deutschland. Allem in allem läuft es hier unten aber sehr gut, ganz hervorragend sogar. Aber wie ich dich kenne, bist du bestens auf dem Laufenden, und ich muss dich nicht unnötig mit Details füttern. Meine Rückkehr schlägt so große Wellen, wie du es bereits vorhergesehen hattest. […] Am Sonntag nun, entscheidet sich meine Zukunft in der GFCW, ob ich einen neuen Vertrag als Wrestler erhalte, oder eben nicht. Aber insgesamt bin ich wirklich guter Dinge, dass alles so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben. Danach kehre ich erst einmal zurück nach Miami, zurück zu dir.“



Die Kamera zoomt weg und nun erkennt man, statt dieses Textes, einen gesamten Laptop. Es sind E-Mail Schnipsel. Die Kamera zoomt noch weiter hinaus und nun kann man langsam auch den Betrachter des Computers erkennen. Es ist Amélie!

Mit einem leichten Lächeln, klappt sie den Laptop zu, und lehnt sich genüsslich zurück. Kurz schließt sie die Augen und die Kamera zoomt noch weiter hinaus. Jetzt kann man schließlich ein Gesamtbild erkennen. Sie sitzt gemütlich in einem Flugzeug. Die Business-Class, in jener sie sitzt, ist beinahe komplett leer, dementsprechend herrscht dort angenehme Stille. Aus der Economy-Class hört man vereinzelt Menschen reden, aber ansonsten gibt es bis auf das Geräusch des Flugzeugs, keine weiteren Geräuschquellen. Jetzt gibt es eine Durchsage. Die Passagiere werden gebeten, sich anzuschnallen, der Landeanflug auf Amsterdam Airport erfolge in Kürze. Der Kapitän wünscht allen Reisenden noch einen schönen Sonntagmorgen.


Amélie öffnet gequält die Augen und blickt flehend auf ihre leichte Armbanduhr. Die Uhr verrät ihr, dass es 02:00 Uhr morgens in der Nacht zum Sonntag ist. Nach deutscher Zeit ist es nun also 07:00 Uhr. Müde reibt sie ihre Augen. Sie hatte im Flugzeug einfach keinen Schlaf finden können. Mehr als einen Monat schon sah sie Brainpain nicht mehr. So lange, wie noch nie zuvor.

Geplant war, dass Brainpain nach Title Nights und neuem Kontrakt in der Tasche, nach Miami zurückkehrt, wo sie bereits das gesamte Jahr 2011 verbrachten. Dort wollten sie das neue Jahr feiern, um dann 2012 gestärkt im tristen Deutschland, der schillernden GFCW, gemeinsam ihre Zelte aufschlagen.


Amélie klappt den Laptop nun wieder auf. Dort ist noch immer die Nachricht von Brainpain zu sehen. In Gedanken versunken überfliegt sie den Text noch einmal. Schließlich klickt sie auf 'Antworten' und tippt fleißig.



Überraschung! Ich dachte, du könntest ein wenig Unterstürzung gebrauchen. Ich habe mich also fix in einen Flieger gesetzt, bin unterwegs und lande gleich. Ich freue mich! :-*“



Jetzt liest sie den Text Korrektur. Ihre Lippen bewegen sich leicht, während sie liest und als sie am Ende angekommen ist, schmunzelt sie und beißt sich leicht auf die Lippe. Doch ohne auf 'Absenden' zu klicken, schließt sie den Laptop schnell wieder.


Amélie: „Ich sende es lieber nicht ab. Ich weiß doch, wie sehr du Überraschungen hasst, also werde ich nachher einfach plötzlich vor dir stehen!“


Das sagte sie mit klarer Stimme, und ein Passagier dreht sich überrascht zu ihr hin. Naix hält sie sich die Hand vor den Mund und beginnt leise zu lachen. Damit blendet die Szene aus...



12.03.2005 New Japan Dojo


Ein junger, bartloser Sidney Youngblood steht im Ring des Dojo. Er tägt eine kurze schwarze Hose und eine Lederweste auf die mit selbstgeschriebenen krakeligen Linien die Buchstaben SOB gemalt wurden. Ihm gegenüber steht ein maskierter japanischer Puroreso. Der Gong läutet und eine Kaskade von Kicks, Schlägen, Überwürfen und Flugmanövern bricht über Sidney Youngblood herein. Am Ende wird er von einigen jungen Wrestlern auf ein Trage bugsiert und auf die Seite verfrachtet. Ein älterer Japaner im Kimono beugt sich über ihn.


Älterer Japaner: Sidney San! Ich glaube ihr solltet zuerst einmal die Grundlagen dieses Sportes lernen bevor ihr euch in einen Ring begebt. Es tut mir Leid, aber im Dojo ist kein Platz für euch!



23.07.2005 Mexico City, CMLL Trainingscamp


Ein immer noch bartloser Sidney Youngblood steht in Ring. Ihm gegenüber baut sich gerade der größte Mexikaner auf dem man jemals gesehen hat. Sein Oberkörper ist mit Tattoos übersät, sein Gesicht ist dank Schminke zu gräßlichen Fratze aus Augen, Zähnen und undefinierbaren Zeichen verzerrt. Er trägt giftgrüne Kontaktlinsen. Wieder läutet ein Gong und wieder bricht ein Feuerwerk aus Tritten, Schlägen und Wrestlingmanövern über Sidney herein. Als es vorbei ist schleppen zwei deutlich kleinere Mexikaner Sidney zu einer Bank und legen ihn dort ab. Ein kleiner, athletischer, maskierter Wrestler tritt zu ihm.


Kleiner, athletischer, maskierter Wrestler: Ola Gringo! Das war ja wohl mal nix. So einen wie dich können wir im Consejo nicht brauchen. Vielleicht solltest du es mal in einem Beruf versuchen, den du auch beherrscht?



23.12.2005 Krüger Nationalpark, Südafrika


Sidney Youngblood, nun mit Stoppelbart, aber immer noch mit schwarzer Lederweste sitzt auf einem Jeep. Neben ihm sitzen einige Afrikaner, die so aussehen als würden Sie einer Paramilitärischen Einheit angehören. Die Männer unterhalten sich auf Afrikaans, Sidney versteht kein Wort. Alles was er weiß ist die Männer sind Wilderer, sie haben ihm ein Gewehr gegeben und sie werden ihm Geld geben wenn Sie etwas fangen. Sie suchen nach Elefanten.

Nach einer Weile haben Sie eine Herde ausgemacht. Der Jeep wird angehalten, die Männer verteilen sich und scheuchen die Elefanten auf. Sidney Youngblood hält zum ersten mal in seinem Leben ein Gewehr in der Hand, er ist verstört und hat Angst. Genau wie die Elefanten. Aus allen Richtungen hört man es tröten, stampfen und schreien. Plötzlich bricht aus dem Dickicht vor ihm, der größte Elefant den Sidney jemals gesehen hat. Er ist wütend, schwenkt seinen Kopf mit den riesigen Stoßzähnen wild hin und her. Sidneys Hände zittern, vor lauter Angst kann er sich nicht von der Stelle rühren. Er hebt das Gewehr, der Elefant hat ihn fast erreicht. Sidney schießt …



13.06.2007 Bengalen, Urwald


Sidney Youngblood trägt inzwischen einen stattlichen Bart. Er trägt eine schwarze Lederweste, einen ausgefransten Strohhut und eine riesige Flinte. Fast lautlos schleicht er sich durch das Unterholz. Er hat in den vergangenen eineinhalb Jahren fast alles gejagt, mit dem man auf dem Schwarzmarkt Geld verdienen kann. Elefanten in Südafrika, Gorillas im Kongo, Eisbären in der Antarktis, ja sogar Kaiserpinguine auf Feuerland. Viele Tiere hat er getötet. Für die Stoßzähne, das Fell oder nur so aus Spaß. Einige hat er lebend gefangen, weil sich damit mehr Geld verdienen ließ, die Pandabären ich China beispielsweise. Zuletzt hatte er einen Braunbären im Ural gejagt. Tagelang war er der Spur aus Bärenscheiße und Fischgräten gefolgt, als er ihn dann endlich vor sich sah tat es ihm fast Leid das stolze Tier zu erschießen. Er brauchte vier Schuß, so viel wie nie zuvor.

Plötzlich ein Geräusch. Sidney biegt mit dem Lauf seines Gewehrs langsam einen Ast zur Seite. Da steht er, einer der letzten weißen Tiger, die es in freier Wildbahn gibt. Das Fell ist ein Vermögen wert! Er muß es möglichst unversehrt lassen. Der Tiger schaut in seine Richtung, er beginnt warnend zu brüllen. Sidney schießt ihm genau ins Maul …



28.11.2007 Forsters, Australien


Sidney steigt, diesmal im Neopren Anzug in einen Käfig. Der Kran des Bootes hebt den Käfig an und versenkt ihn langsam im Wasser. Sidney greift nach der Sauerstoffflasche und legt sie an. Langsam versinkt der Käfig immer tiefer. Die Gitter sind weit auseinander. Hoffentlich geht alles gut. Nach einigen Minuten stoppt der Käfig. Sidney öffnet einen Beutel und holt einige Brocken Fisch heraus. Der Fisch ist frisch, er blutet noch, das wird die Haie anlocken! Er schwenkt die Teile vor sich herum verteilt sie überall im Wasser. Plötzlich durchläuft eine Erschütterung den Käfig. Sidney dreht sich um. Ein kleinerer Hai hat den Käfig gerammt. Sidney ist enttäuscht! Für dem bräuchte er nicht mal ein Harpune!

Einige Minuten später wird der Käfig von zwanzig Haien umkreist, alles nur mittelmäßige Exemplare. Auf einen Schlag verschwinden Sie alle. Sidney blickt sich um, das ist nicht normal. Plötzlich packt etwas großes den Käfig von unten und reist ihn fast auseinander. Endlich, ein großer! Sidney zückt die Harpune, soll er nur kommen!


29.11.2007 Forsters, Australien


Einige Arbeiter laden den monströsen Haifisch ab. Er misst fast fünf Meter. Diesmal währe es fast schief gegangen, aber Sidney war wieder erfolgreich. Einer der Arbeiter, es ist ein Maori gestikuliert schon die ganze Zeit wild herum. Sidney dreht sich um Kapitän des Schiffs um.


Sidney Youngblood: Was will er denn dauernd? Wird uns der Penner verpfeiffen?

Kapitän: Nein, er faselt die ganze Zeit etwas davon das ihn der Haigott seines Stammes verfluchen wird. Dass man so große Haie nicht jagen darf weil sie Heilig sind und was weiß ich noch alles!

Sidney Youngblood: Haigott? Was soll das sein, kann man das jagen?

Kapitän: Ich habe die Geschichte schon häufiger gehört. Angeblich gibt es einen menschenähnlichen Hai der von den wilden als Gott verehrt wird. Ist nur Geschwätz wenn sie mich fragen!



23.01.2008 Papamoa, Neuseeland, Nordinsel


Sidney sitzt seit Stunden in einem Gebüsch. Eingeborene bevölkern den Strand, sie haben Fackeln angezündet singen und tanzen. Ein riesiger muskelbepackter Kerl steht seit einer Stunde im Wasser und schaut aufs Meer hinaus. Sidney hat monatelang Leute befragt, hat sich Geschichten von greisen alten Maori angehört. Die Spur hat ihn letztendlich hierher geführt. Hier soll man den menschlichen Hai finden. Hier könnte er eine Trophäe schießen, wie sie kein anderer Jäger der Welt vorweisen kann. Hier könnte er zum größten Jäger aller Zeiten werden. Die verrückten Japaner oder irgendwelche Ölscheichs würden sicherlich eine gigantische Summe für so etwas ausspucken.

Die Wilden beginnen wieder zu singen: „Arana, Arana, Arana“ Was soll das sein? Der Name dieses Fleischberges? Egal, Sidney ist gut ausgerüstet. Er hat genügend Feuerkraft für dieses ganze verdammte Dorf dabei! Langsam erhebt sich etwas aus den Wellen, noch so eine Muskelpaket. Langsam bewegt er sich auf den Krieger zu. Die beiden stehen sich gegenüber und sehen sich an. Der großer Maori hebt die Arme und greift dem Mensch-Hai an, dieser Kontert und packt den Maori. Er hebt ihn hoch und wirft ihn auf den Strand. Das ganze erinnert Sidney an seine Vergangenheit, seinen Versuch Wrestler zu werden. Sidney hält kurz inne und erinnert sich, dann hebt er sein Gewehr und schießt …



24.01.2008 Papamoa, Neuseeland, Nordinsel


Die verdammten Eingeborenen sind weggelaufen wie die Hasen. Sie dachten wohl die Welt geht unter weil ihr Gott fiel wie ein Baum. Ein einziger Schuß aus dem Betäubungsgewehr hatte gereicht. Es war fast zu leicht! Seit Stunden sieht sich Sidney nun das Wesen an das da vor ihm am Strand liegt. Es sieht aus wie ein Mensch, aber er hat auch etwas von einem Hai. Und dieser Ringkampf? Verdammt, wenn er damals so hätte Kämpfen können wäre er heute vielleicht schon Wrestling Weltmeister! Sidney nähert sich dem Mensch-Hai, er blickt ihm ins Gesicht. Blitzschnell bewegt sich der leblose Körper, packt Sidney am Hals. Der Hai fletscht die Zähne, seine Hand schließt sich wie ein Schraubstock um seine Luftröhre. Sidney wird schwarz vor Augen. Mit letzter Kraft presst er heraus.


Sidney Youngblood: Laß mich am Leben!

Marc the Shark: Warum sollte ich das tun? Du hast ein heiliges Ritual unterbrochen. Den Zweikampf zwischen zwei der größten Krieger. Der Kampf um das goldene Armband des besten Kriegers!

Sidney Youngblood: Gold? Ist es das was du willst?

Marc the Shark: Nicht irgendein Gold. Das Gold für den größten Krieger, das Gold für den besten Kämpfer!

Sidney Youngblood: Und warum gibst du dich mit diesen wilden als Gegner zufrieden? Wenn du das Gold des größten Kriegers suchst, dann gibt es dafür ganz andere Orte.


Der Griff des Hais an Sidneys Hals löst sich etwas.


Marc the Shark: Erzähl mir mehr davon!

Sidney Youngblood: Da wo ich herkomme treffen sich die besten Krieger der ganzen Welt um sich miteinander zu messen und der beste bekommt nicht nur ein goldenes Armband, sondern einen goldenen Gürtel!

Marc the Shark: Wo finde ich diesen Ort?

Sidney Youngblood: Ich kann dich dort hinbringen! Und ich kann dir helfen das Gold zu gewinnen!

Marc the Shark: Ich brauche deine Hilfe nicht.

Sidney Youngblood: Doch, du brauchst einen Manager, sonst wird man dich dort nicht antreten lassen!



12.03.2008 Stamfort, Connecticut, Titan Tower


Die Türen des Titan Tower schließen sich hinter Sidney. Die alten Männer in den grauen Anzügen, hinter den großen Schreibtischen haben ihn ausgelacht. Sie haben gesagt das Gimmick sei zu sehr achtziger, damit ließe sich heute kein Geld mehr machen. Seine Ideen währen für das Produkt nicht geeignet, die Zielgruppe währe deutlich zu jung für Blut und so harte Kämpfe. Außerdem hätte sein Schützling keinerlei Reputation vorzuweisen und müsse erstmal für mindestens ein Jahr ins „Developmental“.

Was soll er jetzt nur tun. Er kann dem Shark nicht unter die Augen treten und ihm sagen, daß er nicht um das Gold kämpfen darf. Der Shark würde ihm dann endgültig das Licht ausblasen. In diesem Moment tritt ein Mann vor ihn. Er trägt einen Mantel und einen Hut.


Mann in Mantel und Hut: Na, Erfolg gehabt?

Sidney Youngblood: Nein, aber was geht sie das an?

Mann in Mantel und Hut: Das kommt darauf an ob sie noch Erfolge suchen oder bereits erreicht haben, weswegen Sie hierher gekommen sind!

Sidney Youngblood: Wer sind sie?

Mann in Mantel und Hut: Mein Name ist Simmons, kommen sie mit und wir unterhalten uns mal über Chancen und Möglichkeiten im Wrestlingbusiness!



11.06.2010 Hameln, Deutschland, Chaos Night


Zwei Jahre, zwei Jahre in den verdammten Indies. Das hatte er sich anders gedacht. Scheiß Ligen, in scheiß Ländern. Das hatte Simmons ihm zwei Jahre lang zugemutet. Indies war eigentlich der falsche Ausdruck, Dschungelleigen irgendwo in Peru und Paraguay, Costa Rica war ja noch ganz ok, aber so richtig viel Spaß hat es nicht gemacht vor zwanzig oder dreißig Leuten aufzutreten. Immerhin konnte der Shark überall den Champion besiegen. Einige mal auch so richtig blutig. Aber er wollte immer mehr. Irgendwann gingen Sidney schon die Ausreden aus. Bis heute konnte keiner mit dem Shark mithalten. Alle hat er einfach abgefertigt. Aber das waren nur Amateure, jetzt war es endlich Zeit für den Sprung unter die Profis. Jetzt konnte der Shark endlich zeigen was er wirklich kann!

Der Regieassistent winkt ihm, ein Trailer läuft auf den Bildschirmen. Man sieht dem Shark, in Straßenkleidung, wie er im Berliner Tiergarten, in der Vorwoche, einige Passanten verschreckt. Das war gut, damit kam man in die Medien, vielleicht wird es ja doch noch etwas mit einem richtigen Championgürtel.


Regieassistent: Kamera ab!


Mac Müll: War Evening in Berlin ist Geschichte. Bei mir steht nun ein Mann, der den ganzen Weg aus dem australischen Outback auf sich genommen hat um heute Abend hier zu sein. Willkommen in Good Old Germany Sidney Youngblood!

Sidney Youngblood: Yeah Krauts, Es gibt zwei Gründe warum ich heute hier bin. Der erste deutsches Bier und glaubt mir ich hab heute eine Menge davon getrunken. Der zweite Grund ist ernster, es wegen dem Shark!

...

Sidney Youngblood: Passt auf. Er ist hier und er wird einschlagen wie eine Bombe. Alles was ihr tun könnt ist laufen! Laufen und hoffen das ich rechtzeitig da sein werde um euch zu retten!

...

Die Kamera zoomt auf die aufgerissenen Augen Sidney Youngbloods und das Bild fadet aus.


04.07.2010 Ultra Violence - First Blood-Match Brian Veilho vs. Marc the Shark


...Die Musik wechselt und es erklingen die ersten Töne von Airbournes Running Wild. Brian Veilho betritt die Halle, sofort fixiert er den im Ring nervös auf und ab gehenden Shark. Er hebt den Arm und zeigt auf ihn. Da betritt hinter Veilho Sidney Youngblood die Halle. Sidney trägt noch immer das Kettenhemd aber nun auch die passenden Kettenhandschuhe und eine Kettenhaube auf der sein Crocodile Dundee Hut sitzt. In seiner Hand hält er einen Eimer. Die beiden machen sich unter dem Jubel der Fans in der Halle auf den Weg zum Ring.

Während Veilho den Ring betritt und auf das zweite Ringseil steigt um sich den Fans zu zeigen steht der Shark in der gegenüberliegenden Ringecke und starrt auf Sidney Youngblood der neben dem Ring Stellung bezieht....


...Sidney Youngblood springt auf den Apron. Er gestikuliert und schreit. Der Shark lässt von seinem Gegner ab un geht auf Youngblood zu. Er packt ihn an der Kehle und starrt ihn an. Brian Veilho kommt wieder auf die Beine, er nimmt zwei schritte anlauf, springt auf das zweite Seil und verpasst dem Shark ein Knie an den Kopf....


… Der Shark steht in der Mitte des Rings. Noch immer blickt er abwechselnd in alle Richtungen. Sidney Youngblood nimmt den Eimer, den er schon die ganze Zeit bei sich trägt und entleert ihn vollständig über Brian Veilho. Der Eimer war voll mit Blut. Veilho ist davon über und über begossen. Der Shark springt sofort auf seinen besudelten Gegner zu und beginnt wie Wahnsinnig auf ihn einzuprügeln. Die Securities springen in den Ring und stürzen sich auf den Shark. Alle drei haben schwer zu kämpfen um den Hai von seinem Opfer los zu bekommen. Aber schließlich schaffen Sie es. Sidney Youngblood versucht dem inzwischen übel zugerichteten Brian Veilho wieder auf die Beine zu helfen. Während Azrael und sein Männer den Shark in einen Haltegriff nehmen, so dass dieser sich kaum noch bewegen kann. Sidney Youngblood verpasst dem wehrlosen Shark eine Ohrfeige, dann zieht er wieder ein Messer aus seinem Stiefel. Die Sicherheitsleute richten den Shark auf so dass er Sidney Youngblood direkt ansehen kann. Dieser sieht sich um, steckt sein Messer wieder weg und greift nach dem Eimer.

Er holt damit aus und haut den Eimer mit voller Wucht auf den Kopf von Brian Veilho, der sich in der Ecke wieder aufgerichtet hatte. Sofort sackt dieser zusammen. Der Ringrichter, der dem ganzen Spektakel bisher nur am Rande zugesehen hat läuft zu Veilho um ihn zu untersuchen. Er winkt in Richtung Zeitnehmer und lässt den Gong läuten.



27.08.2010 Norderney, Deutschland, War Evening


Lex Streetman: Im Vergleich zu Fernandez, müssen wir Marc the Shark allerdings nicht erst erklären, worum es hier in der GFCW geht. Er und Sidney Youngblood wissen ganz genau, was sie wollen und wenn ihr nicht aufpasst werdet ihr schneller als Haifischfutter enden, als euch lieb ist.



19.09.2010 Brainwashed, GFCW Intercontinental Titelmatch Brainpain vs. General Davey Bulldog


Sidney steht an der Gorilla Position zum Entrance. Heute ist es soweit. Wochenlang hat der Shark die Liga aufgemischt. Single und Handicap Matches mit Leichtigkeit für sich entschieden. Er konnte sich sogar im No 1 Contender Turnier behaupten. Und heute soll er jetzt seine erste Fehde bekommen. Man braucht einen Aufhänger, „bring die Sache ins Rollen“ hat Simmons gesagt. „Denk dir was aus!“ Er hatte sich etwas ausgedacht, jetzt ging es an die Umsetzung!


... Davey Bulldog stemmt Brainpain in die Höhe und das ist Angesichts der Größe von ihm ein wenig beeindruckend. 1...2.....3... Sekunden kann er ihn oben halten und dann kracht Brainpain auf die Matten. Plötzlich stürmt aus dem Entrance eine komplett weiß geschminkte Gestalt - der Shark. Er stürmt zum Ring, springt unter dem untersten Seil hindurch und sofort weiter in Richtung des Generals. Er holt diesem mit einem Spear von den Beinen. Danach beginnt er den am Boden liegenden mit harten Tritten zu attackieren. In der Zwischenzeit schlendert, unter den lauten Buhrufen des Publikums, ein offensichtlich gut gelaunter Sidney Youngblood in Richtung des Rings. Wie schon so oft trägt er einen Metalleimer bei sich...


… Als der Shark sich wieder umdreht hat Youngblood die Ringtreppe erklommen und reicht ihm den Eimer. Der Shark postiert sich mit dem Eimer in der Hand in einer Ringecke. Youngblood zieht den schwer angeschlagenen General wieder auf die Beine und lehnt ihn in die gegenüber liegende Ringecke. Er nimmt Bulldogs Arm und schickt ihn mit einem Whip-In in Richtung des Sharks. Dieser holt mit dem Metalleimer aus und trifft den herankommenden General voll am Kopf. Wieder einmal war der Eimer voll mit Blut, das beim Aufeinandertreffen mit Bulldogs Kopf in alle Richtungen davonspritzt. ...


… Der General liegt völlig ausgeknocked und blutverschmiert regungslos im Ring. Noch nicht mal ein Ringrichter ist in der Nähe. Shawn rappelt sich erst langsam wieder auf. Als er sich zum Ring umdreht sieht er den General und springt sofort in den Ring. Er kümmert sich um den General. Und ruft ständig:

Shawn: Einen Arzt, verdammt noch mal holt einen Arzt! ...



05.12.2010 Title Nights, No Holds Barred Match Marc The Shark vs General Davey Bulldog III.


… Shawn: Aber das war es immer noch nicht, denn wir wollen sicher gehen, das Du, Marc, falls du verlierst, nicht abhauen kannst.


Solaris Devils! VORTRETEN!


Die Kamera schwenkt durch das Publikum und in den Aufgängen du Ausgängen treten nun Männer in den gleichen Uniformen wir der General und Shawn auf und sichern die Ausgänge! ...


… Sofort kommen die 4 Lumbersharks in die Halle, doch da stehen am Eingang der Rampe mehrere von Davey Bulldog’s Soldaten und empfangen diese mit harten Aktionen. Anschließend werden sie sogar mit Handschellen gefesselt. Shawn Bulldog erscheint wieder auf der Rampe mit einem Mikrofon:


Shawn: Sidney, Sidney, Sidney, du hast mir vorhin nicht zugehört! Wir haben auf alles von dir eine Antwort. Männer! Führt sie ab! ...


… Als der Ringrichter dann mit Sidney anfängt zu diskutieren will Davey Bulldog Sidney schnappen, doch der Ringrichter geht dazwischen. Diese Ablenkung nutzt Youngblood geschickt um den Eimer zu Marc, der langsam auf die Beine kommt rüber zu schieben Marc nimmt sofort den Eimer und wartet bis sich Davey wieder umdreht. Als sich dieser dann umdreht will der Shark den Eimer wieder auf Bulldog schleudern, doch dieser hat damit anscheinend gerechnet und duckt sich weg, so dass der Shark eben nicht Bulldog trifft, sondern den Großwildjäger Sidney Youngblood. Dieser bricht daraufhin bewusstlos zusammen und fällt vom Mattenrand. …


Der General schaut nun ins Publikum und deutet an den 2. Eimer zu holen. Das Publikum dreht fast durch und unterstützt den General dadurch. Er geht daher sofort aus dem Ring und holt sich den Eimer. Nun wartet er bis der Shark steht. Unter tosendem Applaus holt er kurz bevor der Hai steht aus und knallt dem sich umdrehenden Shark den Eimer voll gegen den Kopf. …


Nach dem Cover kommt sofort der Leutnant mit 4 seiner Mönner die Rampe herunter. Nach kurzer Anweisung nehmen im Ring die 4 Männer den Shark, während sich der General kurz feiern lässt. Shawn salutiert grinsend kurz und gratuliert senem Bruder. Danach verlassen beide Offiziere und Ihre Männer mit dem Shark den Ring und bewegen sich in Richtung Becken.

Am Ring ist mittlerweile Sidney Youngblood wieder auf den Beinen und muss mit ansehen was mit seinem Schützling passiert. Der General nimmt sich nun ein Mikrofon:


Davey: Sidney! Ich habe dir gesagt was passiert.... Jetzt darfst du dir ein neues Haustier fangen. Männer werft ihn rein.


Auf Befehl werfen die 4 Männer den Hai in das Becken. Sofort gehen über dem Becken die Lichter aus und es fährt aus der Halle.


Davey und Shawn Bulldog lassen sich nun auf der Rampe feiern.



31.12.2010 Great Barrier Reef, Australien


Marc the Shark: Du hast mir den Titel versprochen! Du hast mir gesagt du würdest dafür sorgen, dass ich Champion werde nicht nur in einem kleinen Eingeborenendorf, nein auf der ganzen Welt!


Zu den Füßen des Sharks liegt ein übel zugerichteter Sidney Youngblood. Der Shark tritt noch einmal hart zu. Sidney röchelt nur noch.


Marc the Shark: Deine Taktik ist fehlgeschlagen, ich bin aus dem Turnier um den Titel geflogen weil du dich mit dem General einlassen musstest. Du hast diese Fehde provoziert, die mir alles kaputt gemacht hat. Aber damit ist jetzt Schluß, ab sofort sage ich hier wo es lang geht. Ich werde dir zeigen wie man so etwas macht. Du bist ein Niemand Sidney, ich habe mir bisher vielleicht nur Eingeborene zu Untertanen gemacht, aber ich werde das auch mit der GFCW schaffen. Sieh mir zu und lerne!



14.01.2010 War Evening, Aachen


Davey: Sidney Youngblood, glaubst du, dass ich durch dein Gelaber nun Angst habe? Glaubst Du ich nehme dir ab das du den Shark gefunden hast? Sidney, wir beide wissen, das das nicht sein kann. Wir beide haben gesehen, dass der Shark weg ist. Für IMMER! ...

Sidney Youngblood: Aber ihr habt die Rechnung ohne Sidney gemacht, ich habt gedacht die Piranhas haben den Shark gefressen und habt das Wasser einfach ins Meer gekippt, ihr habt gedacht der Shark ist weg und es kehrt wieder Ruhe ein. Nein, ich habe die letzten Wochen die Meere von Feuerland bis zur Behringsee durchkämmt und ich habe genau das zurückgebracht was ihr los werden wolltet. Ich habe den Shark gefunden. Er ist wieder da und er wird kommen und dann - WIRD DEM GENERAL AUCH EINEGANZE ARMEE NICHTS MEHR NÜTZEN! ...


28.01.2011 War Evening, Hannover


Al: Ach plötzlich weißt du nichts mehr? Hast du nicht das Match mit den Piranhas mit meinem Bruder ausgemacht? Hast du nicht die 50 Männer Ihrer Einheit kommen lassen um den Shark und Sidney Youngblood fertig zu machen? Hast du nicht kurzfristig das Match ändern lassen? Hast du nicht befohlen den Shark ins Becken zu werfen?

Davey: Das war alles mit der Leitung abgesprochen.

Al: Einen scheiß war das! ICH bin die Leitung. Mit mir hat niemand gesprochen. …



11.02.2011 War Evening, Bremen


… In diesem Moment springt unter dem Ring eine weitere Gestalt hervor, es ist der Shark wie man ihn kennt. Weiß-grau bemalte Haut, schwarze Augen und lange schwarze Haare. Er springt in den Ring, hebt Shawn hoch und stellt ihn in die Ringecke, gleiches macht er mit dem General. Nun geht er zum anderen Shark und spricht mit diesem, die Gesten lassen erahnen was nun folgen soll. Der größere und schwerere maskierte Shark soll die beiden Bulldogs in der Ringecke zerquetschen. Marc the Shark whippt den maskierten Shark in Richtung der Bulldogs, doch plötzlich schnellt der General vor und verpasst dem anstürmenden maskierten Shark einen Clothesline. Dieser überschlägt sich und landet auf der Matte. Mark the Shark hebt den maskierten Shark hoch befördert ihn ins Seil und verpasst den zurückschnellenden Gegner eine Scoop Slam, direkt im Anschluß zeigt der General noch seinen Annihilator. Shawn ist nun auch wieder auf den Beinen und gibt dem General ein Zeichen. Danach steigt er auf die Ringecke, während der General den Shark auf die Schultern nimmt und sich dann mit dem Rücken und dem Shark auf den Schultern zur Ringecke stellt. Dort macht der Leutnant das Handzeichen für die 5 und die Fans rufen auch laut „5“. Danach springt Shawn ab und zeigt einen Bulldog gegen den maskierten Shark auf Davey’s Schultern.


Während nun Marc the Shark sich Youngblood schnappt und diesen in seinem Finishing Move, dem Sharks Bite durchschüttelt, schauen sich die Bulldogs die Szene erst mal nur an. Marc the Shark wirft nun Sidney auf seinen Schützling. Danach verlässt Marc the Shark den Ring. Davey Bulldog fordert den Ringrichter nun auf zu zählen, während Marc the Shark sich an der Tür des Käfigs zu schaffen macht. …


… Davey Und Shawn schauen, nachdem der Ringrichter bis 10 gezählt hat, zum Shark, der mittlerweile die Tür des Käfigs geöffnet hat und sich kurz umdreht bevor er den Käfig verläßt. Davey und Shawn im Ring können nicht wirklich begreifen was da passiert ist, sie schauen abwechselnd zum Shark und zu Sidney und dem maskierten Shark. Marc the Shark hingegen schaut weiterhin mit Gefühlslosem Blick in den Ring, während er rückwärts die Rampe hoch geht! …



06.05.2011 War Evening. Paris


Sidney: Brothers in Arms, ihr kapiert es einfach nicht oder ? Marc The Shark ist MEIN Geschöpf! Nur ich entscheide wann er mit wem und wie einen Titel gewinnt oder was auch immer. Ach und The Rising, entschuldigt, aber kennt ihr das Sprichwort „zur falschen Zeit, am falschen Ort“ ?


Wieder lacht Youngblood hämisch.


Sidney: Marc, kommt zu mir, mit mir wirst du mehr Erfolg haben. Du wirst Champion.


Marc hat sich mittlerweile im Ring ebenfalls ein Mikrofon geben lassen.


Marc: Sidney, ich werde nie wieder DEIN Geschöpf sein und auch nicht werden. Mir ist zwar immer noch ein Rätsel wie du es in der Vergangenheit gemacht hast, aber so wie früher werde ich nicht mehr!

Sidney: Das werden wir sehen, Marc. Du bist ein Tier, nur ich kann dich bändigen, und das werde ich. Das verspreche ich dir.

Davey: Sidney ich glaube du hast deine Brille nicht auf, du hast Marc hier stehen, selbstständig, allein entscheident. Du wirst Ihn nicht mehr besitzen. Aber du wirst dafür bezahlen, das uns heute Abend um unseren Sieg gebracht hast, und du hast uns wieder mal u eine Chance auf den Titel gebracht. Dafür werden wir uns rächen, Sidney. Irgendwann und irgendwie!



20.05.2011 War Evening, Palermo


Sidney: Wow, wow, wow glaubt Ihr wirklich das war es jetzt? Glaub Ihr wirklich ich gebe nun auf? Sidney Youngblood wird NIE aufgeben, in keinem Gottverlassenen Leben. Ich bin ein Großwildjäger. Ich bekomme meine Beute immer. Und wenn ich sage immer, dann meine ich auch immer. Marc, du bist MEINE Geschöpf, ich habe dich hier reingebracht, dich gefördert und vorangetrieben. Ich habe dir so viel beigebracht und hast mir sehr viel zu verdanken. Du gehörtst mir, und deshalb werde ich dich wieder zu mir holen.

Marc: Sidney, du wirst mich nie mehr beherrschen. Ich habe dir auch nichts zu verdanken, im Gegenteil. Durch deine Mittel war ich gefügig und nicht ich selbst. So konntest du mich wie eine Marionette steuern. Aber die Zeit ist vorbei. Komm in den Ring und ich zeige dir was ich mit dir mache.

Davey: Sachte Marc, sachte. Wir haben erst mal ein anderes Ziel. Und das ist der Tag Team Champion Titel. Aber danach nehmen wir uns dich vor. Und du kannst so viel Leute rekrutieren wie du willst, wie du heute gesehen hast wären wir auch mit einer Übermacht fertig.

Sidney: Ihr werdet NIE Champions, nie, denn Marc ist ein Einzelkämpfer, kein Teamplayer. Ich habe ihn geschaffen, nicht du, General. Du bist ein Nichts. Und ohne mich ist Marc auch ein Nichts. Nur durch mich gelangt er zu voller Stärke. Ich mache aus ihm das Tier. Ich mache ihn unbesiegbar. Und nur mit mir wird er Champion und zwar HeavyWeight Champion. …



19.06.2011 Ultra Violence


Shawn geht nun um den Ring und weckt den Ringrichter auf, während Marc such auf den Mattendrand stellt und Davey Bulldog den immer noch angeschlagenen Nick Mjod auf die Schultern nimmt. Es folgt dann den Code Red von Marc the Shark, der sofort das Cover ansetzt. Thorsten Baumgärtner zählt direkt von den Augen eines schreienden Sidney Youngblood 1…..2…..3.


Sieger des Matches durch Pinfall und somit neue GFCW Tag Team Champions: Brothers in Arms!!!


Noch ohne zu feiern rollt sich Marc aus dem Ring und stellt sich vor Sidney Youngblood. Er starrt ihn kurz an, danach folgt eine schallende Ohrfeige. Danach geht er wieder in den Ring und lässt sich vom Ringrichter offiziell zum Sieger küren. Der Käfig wird sofort hochgelassen. Nach kurzem anerkennenden Handshake verlassen The Rising den Ring, während die Brothers in Arms ihren ersten Titel feiern! ...


11.09.2011 Brainwashed


Marc Millberg will einen Clothesline zeigen, doch Davey Bulldog duckt sich weg und zeigt einen Neckbreaker. CvC, der in den Ring gestürmt kommt, kommt mit einer harten flying Clotheline angeflogen. Der General sah diese leider nicht kommen und liegt nun wieder mitten im Ring. Der German Dragon setzt nun wieder seinen Finisher den Dragonkiss gegen den General an. Marc the Shark liegt außerhalb des Ringes und ist von den Aktionen gegen ihn noch schwer getroffen. Daher kann er seinem Freund nicht helfen und Davey Bulldog muss sich den Dragonkiss gefallen lassen. CvC ist nun auch wieder auf den Beinen und zeigt im Anschluss seinen Finishing Move den Core-teral Damage. Es folgt sofort das Cover: 1…… doch da ist Marc wieder im Ring, allerdings robbt er schwer angeschlagen zu seinem Partner…..2……Marc schleppt sich auf die Beine und torkelt zu seinem Partner….3…. leider kommt er zu spät. Er kann seinem Freund nicht mehr helfen……

Sieger des Matches durch Pinfall und somit neue GFCW Tag Team Champions: Chris van Core & „The German Dragon“ Marc Millberg!!! …



20.09.2011 War Evening, Minden


Marc the Shark will nun seinen Gegner hochnehmen, doch gerade als er seinen Kopf greift, schreit Marc wieder auf und der Shark lässt wieder los. Der Dragon selber setzt ich kurz auf. Und völlig aus dem nichts kommt der Shark Bite Aufgabegriff von Marc the Shark. Der German Dragon klopft sofort ab.


Sieger durch Aufgabe und somit neue GFCW Tag Team Champions: Brothers in Arms!!!



03.11.2011 War Evening, Heidelberg


Danach geht Marc zu Arana, flüstert dem Maori etwas zu und verlässt danach den Ring. Sidney ist mittlerweile vom Mattenrand runter und der Ringrichter dreht sich wieder zum Ring. Allerdings lässt er das Match normal weiterlaufen, so dass Arana nun den schwer angeschlagenen Davey wieder hochnimmt und erneut seinen Haka Slam erfolgreich durch zieht. Das Cover ist eigentlich nur Formsache: 1 2 3

Sieger des Matches durch Pinfall: Arana!!!



04.12.2011 GFCW Title Nights


die Geschichte geht weiter ...













Claude Booker: „Entschuldigung, dürfen wir bitte durch?“

Ein älterer Herr im „Tobi Whitehouse“-Fan-Shirt blickt erst wütend hoch, dann erkennt er jedoch, wen er vor sich hat, erstarrt in Erfurcht und macht sich dünn, um Claude Booker und seine Frau hindurch zu lassen. Ein wenig gerührt ist Dynamite schon, wieder hier zu sein, auch wenn es immer noch weh tut, nicht wirklich aktiv dabei zu sein.

Ächzend lässt sich Claude zum allerersten Mal auf einer GFCW-Tribüne nieder. Ein wirklich seltsames Gefühl.

Mit einem Mal jedoch wird er von der Seite angestupst. Überrascht wendet Booker den Kopf. Auf dem Platz neben ihm sitzt Mac Müll.

Mac Müll: „Dye? Geht es dir nicht gut?“

Dynamite steht der Mund offen. Dieser Abend wurde immer verworrener. Und nun sieht er an Mac Müll vorbei, und dort sitzen Pete und Sven, zum ersten Mal seit Menschengedenken nicht in zueinander passender Kleidung, und starren ihn ebenfalls an wie ein Auto.

Claude Booker: „Wie... Warum... Was...?“

Er sammelt erstmal seine Gedanken, ehe er es nochmal versucht.

Claude Booker: „Was macht ihr denn alle hier?“

Müll deutet auf den Platz neben Dynamite – auf Maron.

Mac Müll: „Na, Maron hat uns eingeladen. Wir hätten aber nicht gedacht, das wir überhaupt reinkommen. Ich hatte sogar einen falschen Schnurrbart, aber der Mann am Eingang hat mich irgendwie trotzdem erkannt.“

Ja, so naiv konnte wirklich nur Mac Müll sein. Mit einem breiten Lächeln blickt Dye seine drei Freunde an.

Claude Booker: „Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schön es ist, euch wieder zu sehen.“

Pete: „Auch wenn es ungewohnt ist, dass wir uns alle zusammen eine Show ansehen.“

Sven: „Wohl war.“


Tja, einige Gewohnheiten werden wohl nie abgelegt – so wie zum Beispiel, dass Sven auf alles, was Pete sagt, antworten muss. Claude ist richtiggehend gerührt, und wendet sich strahlend an Maron.

Claude Booker: „Danke für die tolle Überraschung, Ma... Maron?“

Dynamite ist verwirrt. Maron ist weg.

Claude Booker: „Wo ist sie hin?“

Seine drei Freunde zucken mit den Schultern, als ihre Frage beantwortet wird und Maron angehastet kommt, und ihr Handy in der Jackentasche verstaut.

Maron: „Entschuldige, ich wurde angerufen und bin eben telefonieren gegangen, hier in der Halle ist es doch zu laut... Hallo Mac! Pete, Sven...“

Überschwänglich begrüßen der Interviewer und die beiden Kommentatoren Maron, während Dynamite sie schweigend und mit zusammen gezogenen Augenbrauen anblickt. Irgend etwas war doch seltsam. Maron verhielt sich seltsam. Was war hier los?


Changes von Godsmack ertönt und eine Mischung aus Jubel und Buhrufen schallt dem GFCW Galaxy Champion entgegen als er die Halle betritt. Der grüne Iro hochgestylt. Schwarzes T- Shirt mit grünem Stern und eine halblange Jeans, dazu schwarze Militärboots. Um die Hüften der GFCW Galaxy Gürtel. Das ist Rob Gossler Style. So auch an diesem Abend.

Er streckt die Arme aus. In der Rechten ein Mikro, in der Linken eine Bierdose. Schäumend läuft das Bier über sein Gesicht. Dann wirft er die Bierdose energisch in die Menge und marschiert auf den Ring zu. Unterwegs klatscht er noch beiläufig mit einigen Fans ab. Schließlich steigt er in den Ring.

Die Musik wird leiser, bis sie schließlich verstummt.


Rob: Guten Abend meine Freunde und Feinde.


Jubel kommt ihm entgegen.

Rob lächelt.


Rob war das alles?! Ich sagte GUTEN ABEND!


Die Menge brüllt ihm noch lauter entgegen.


Rob: Geht doch! Immerhin ist es Title Nights. Der letzte PPV des GFCW Jahres! Ein letztes Mal vor der Winterpause und den obligatorischen Weihnachts- und Silvesterbesäufnissen, stehe ich hier vor euch. Noch halbwegs nüchtern und bereit für das große Finale.

Jeder Titel steht heute auf dem Spiel. Jeder Champion muss sich heute Abend beweisen und zeigen, dass er auch weiterhin seines Titels würdig ist. Jeder Champion bekommt heute Abend eine neue Herrausforderung...Jeder außer ich! Alle bekommen frische Mahlzeiten serviert. Die Tag Team Champions bekommen jeweils ihre Tag Teampartner neu zubereitet mit origineller bis exotischer Beilage und Danny Rickson Tobi "Your Favorite" Whitehouse nach Art des Hauses. Nur ich bekomme Sid aus der Dose...und das zu Titel Nights.

Wollt ihr mich verarschen?! Habe ich denn nichts Besseres verdient? Ich bin Rob Gossler! Der GFCW Galaxy Champion! Ich sollte gegen jemanden antreten, der sich eine Titelchance verdient hat. Fiel euch da niemand besseres ein als mir noch einmal Sid vor die Nase zu setzten? Habt ihr vergessen was beim letzten Aufeinandertreffen passiert ist? Ich habe ihn mit einem Moshdrop flachgelegt!

War euch dass vielleicht nicht eindeutig genug? Ist euch dass nicht Beweis genug dafür gewesen, dass ich besser bin als er? Brauchen die Blindfische unter euch dass noch deutlicher? Ist dass alles was ihr an Title Nights von mir erwartet? Einen zweiten Sieg von mir gegen Sid the Scum? Ist dass wirklich alles? Wie ihr wollt. Der Kunde ist König.

Ihr wollt mich in einem Match gegen Sid the Scum ein weiteres mal siegen sehen, dann soll es so sein.

Hatte Sid dass letzte mal noch den Ansatz einer Chance gegen mich, so werden diesmal die Moshdrops und Pogosplashes so auf ihn einprasseln, dass er sich wünschen wird nie mit mir in den Ring gestiegen zu sein. Ich werde ihn in der Ranliste der Liga dahin zurück befördern wo er hingehört. Nach diesem Match, wird er nie wieder um einen GFCW Titel antreten. Bis ans Ende seiner Karriere. Was, wenn er Glück hat, schon heute Abend sein wird. Wie gemein von euch ihm vor zu gaukeln er hätte eine Chance gegen mich. Wie sehr muss man Sid hassen um ihm so eine schmerzhafte Niederlage zweimal anzutun?

Aber ich gebe euch ja recht. So eine Mainstreampussy, die jedem, für ein paar Scheinchen mehr in der Hose, den Arsch hinhält wie die billigste Hure, in dem armseligsten Puff dieser Welt, hat in diesem Buisness nichts verloren. Hier geht es um den Kampfesgeist, echter ehrlicher Männer und nicht solcher Pussys, die nur durch ihre fletigen Ausdrücke, das Vögeln kleiner Schulmädchen und dem übermäßigem Gebrauch von schalem Bier von sich reden machen.

Aufgrund seiner mehr als bescheidenen Leistungen im Ring, spielt er lieber den starken Mann, den Generalisimo an der Seite von Dynamite in seinem Kampf die Liga zurückzubekommen. Kann er meinetwegen machen, stört mich nicht.

Aber jetzt scheint ihm selbst dass zu brenzlig zu werden! Und so schiebt er die Verantwortung lieber an Dye ab. Hat er Angst? Oder ist er einfach nur Feige? So oder so, wenn es hart auf hart kommt und er sich beweisen soll, knickt er sofort ein wie sein schlecht gestylter Iro im Orkan und er rennt schreiend und weinend wieder nach Hause um ihn zu reparieren, weil man ja so nicht den Mainstreampunk verkörpern- und cool sein kann.


Rob lacht.


Rob: Was für eine Pussy! So ein eigenschaftsloses Püppchen wie Sid gehört nicht in den Wrestlingring, eher in den Katalog von H&M oder in den neusten Werbespot für Oetinger alkoholfrei. Auch wenn er gern so tut als würde er alkoholfreies Bier verabscheuen. Heimlich auf der Herrentoilette tröstet er sich damit, gleich nach dem er aufgehört hat über sein schweres los des heutigen Abends zu heulen.

Rob: Nichts desto trotz werde ich meiner Pflicht nachkommen und diesen 0815 Punk aus der Liga moshdropen. So dass er niemals wiederkehren wird. Nicht weil er nicht dürfte, sondern weil er so eine Angst davor haben wird, wieder von der erbarmungslosen GFCW Galaxy in ein Match gegen mich gebookt zu werden.

Er zwinkert und legt mit verständnisvollem Lächeln den Kopf schief.

Rob: Leute, ihr seid echt gemein.


So...und wenn ich dann Sid erneut verdroschen habe, kann ich mich neuen Zielen gegen den verkommenen Mainstream widmen…Und fürs kommende Jahr nicht allein, denn ich habe endlich im, größtenteils vom verlogenden Mainstream nur so durchsetzten Roster der GFCW mir verwandte Seelen gefunden, die bereit sind mit mir zusammen in die Schlacht zu ziehen. Drum begrüßt mit mir: aus der Ukraine...mit einem Gewicht von 86 Kg... Savan!...und aus Rumänien...mit einem Gewicht von sexy 60 kg Angelinque!


Es ertönt Natalia Kills mit Mirrors und Savan kommt in Begleitung von Angelique in die Halle

Selbstverständliches Abklatschen der Zwei mit Rob Gossler.


Savan: Ja ich bin der neue Tag Team Partner von Rob Gossler.


Rob ist sichtlich erfreut über die Anwesenheit der Zwei und so setzt er das Mikro wieder an die Lippen.


Rob: Und nicht nur du hast dich bereit erklärt für das Richtige zu kämpfen sondern auch eine bisher unbekannte Person.


Rob wendet seinen Blick an Angelique.


Rob: Sondern auch eine bisher unbekannte Person ist bereit für uns in den Ring zu steigen, aber lassen wir sie sich doch selbst vorstellen.


Er reicht das Mikro Angelique.

Angelinque nimmst das Micro


Angelinque: Ich bin die neue Managerin von dem neuen Tag Team.


Rob hat nun wieder das Wort und redet enthusiastisch weiter.

und zusammen werden wir ab nächstes Jahr die GFCW revolutionieren und den angepassten Mainstream wegpusten...auch im Tag Team Bereich. denn wir sind härter, besser stärker, als alles was diese Liga bisher gesehen hat. Wir sind das Team, welches wie kein anderes diese LIga dominieren wird. Wir sind die erbarmungslose Walze der LIga, die den Schutt bei seite räumt für ein Neues glorreiches Zeitalter in der GFCW, wir sind:


Alle: HARD...CORE...MADNESS!


Savan überreicht Rob Gossler einen Kendo-Stick einer roten Schleife geschmückt.


Savan: Das ist für dich mein Partner, mein Freund, mein Bruder.


Rob hält für einen kurzen Augenblick sprachlos den Kendostick in seinen Händen.


Ihm ist die Freude und die sprachlosigkeit über das Geschenk wahrlich anzusehen. Daruf war er nicht vorbereitet.


Rob ist ehrfürchtig.


Rob: Fröhliche Weihnachten Savan...danke.


Er richtet seine Augen nun wieder auf Savan.


Dass ist der Beweis für deine Loyalität mir gegenüber und ich kann dir momentan nichts weiter geben als meinen dank dafür. Doch ich weiß, es wird der Tag kommen an dem ich meine Schuld begleichen kann. Ich werde diesen Kendostick in Ehren halten.


Mit dir und Angelique an meiner Seite, kann ich den Titel nicht verlieren und gemeinsam werden wir auch beide bald Gold um die Hüften tragen.


Savan und Rob checken noch ein mal ab, gefolgt von einer halben Umarmung.


Rob wendet sich nun wieder an die Fans.


Rob: Also nehmt euch in Acht Tag Team Divison! Hardcore Madness ist ausgebrochen und wir sind das Unaufhaltsame. Wir werden nicht eher ruhn, ehe ihr euch den Flammen der Madness gebäugt habt.


Sinner von Drowningpool ertönt und das neu gegründete Tag Team verlässt unter seinem Theme den Ring.













GFCW Contract Match:
Brainpain vs. Jimmy Maxxx
Referee: Peter Cleven

Recht hat Nicolas, denn die Glocke läutet, und so starten Brainpain und Jimmy Maxxx in ihr Re-Match. Nur das diesmal kein Titel auf dem Spiel steht, sondern die Zukunft. Und so umkreisen sich Maxxx und Brainpain vorsichtig zu Beginn dieses Matches, kommen sich immer näher und dann geht es in den ganz traditionellen Lock-Up, die Kraftprobe wiegt hin und her, ehe der deutlich größere Brainpain Maxxx ein gutes Stück weit nach hinten drängen kann, dieser stemmt sich jedoch mit aller Kraft dagegen, sodass er mehr über den Boden geschoben wird als das er rückwärts geht, und zähneknirschend geht er mit dem Bein dann doch ins Seil, um Brainpain dazu zu zwingen, los zu lassen.


Zwar scheint es, als wäre Jimmy aus dem Griff frei gekommen, aber er wurde dazu gezwungen, ins Seil zu gehen – kleiner psychologischer Sieg für Brainpain schon am Anfang des Matches. Maxxx entfernt sich vom Seil und blickt zu Brainpain, nickt ihm zu und nähert ihm sich dann wieder an, den Arm zum Lock-Up erhoben, worauf Brainpain auch ein zweites Mal eingeht... Aber Maxxx macht nicht zweimal den gleichen Fehler, blitzschnell taucht er ab und zeigt einen Takedown gegen seinen Gegner, indem er ihm die Schulter plötzlich in den Magen rammt, was diesen völlig aus dem Konzept zu bringen scheint, da er damit gerechnet zu haben schien, dass dieses Match den üblichen Standard-Beginn mit langsamer Abtastphase nehmen würde, allerdings hat Maxxx erkannt, dass die Definition von Perfektion diesen Weg gehen wollte, und deswegen wirkt er dem entgegen.


Brainpain geht zu Boden, und sofort packt Maxxx zu und will einen Ground Headlock ansetzen, aber Brainpain fuchtelt ein wenig unorthodox mit den Armen um sich, was sein Ziel aber nicht verfehlt, denn so kann Jimmy den Headlock nicht anbringen. Stattdessen springt er auf und geht drei Schritte zurück um Brainpain auffordernd anzublicken, nach dem Motto „Na komm doch, zeig mir, was du kannst!“.


Der Hüter der Kultur starrt Maxxx an, dann lächelt er ein wenig ob der provokanten Geste der Hardcore Ikone und richtet sich wieder auf, bereit, den Kampf erneut zu beginnen.


Nicolas: „Kleine Mind-Games hier am Anfang, es geht hin und her, ohne dass wirklich Schaden verursacht wird.“

Frank: „Einen physischen Vorteil erarbeitet sich hier noch keiner, aber der psychische Vorteil könnte letztlich wirklich wichtig werden, speziell bei diesen beiden Leuten, die so krass unterschiedlich sind.“


Zum inzwischen dritten Mal stehen sich beide in der Ringmitte gegenüber, und wie sagt man so schön? Aller guten Dinge sind drei. Und so treten beide nun sehr nah aneinander, liefern sich einen Staredown... und es gibt eine schallende Ohrfeige von Maxxx für Brainpain!


Jimmy provoziert den Hüter der Kultur soweit, dass dieser eigentlich keine andere Wahl hat, als nun irgendwie zu reagieren. Und so schlägt Brainpain zu, hart und feste, und Maxxx taumelt zurück, als eine Serie von Schlägen mit der flachen Hand auf ihn einprasselt, und nach sieben Schlägen packt Brainpain zu und zeigt einen Whip-In, sodass Maxxx in die Seile muss, er kommt zurück geschossen und Brainpain reißt das Bein zu seinem Culture Shock hoch, will kurzen Prozess mit Maxxx machen, doch der slidet unter Brainpain's Bein durch und bleibt hinter dem Hüter der Kulur liegen, sodass dieser sich erst einmal umdrehen muss, was Maxxx die Chance gibt, sich auf zu richten, und als beide wieder Face to Face stehen packt Maxxx einen schnellen Tritt aus, um Brainpain aufkeuchen zu lassen, und dann packt sich die Hardcore Ikone den Arm der Definition von Perfektion, legt ihn sich über die Schulter und zeigt einen Snap Suplex!


Brainpain kracht auf die Matte und Maxxx rollt zu ihm herüber, zeigt das erste Cover des Matches...





Eins...






Zwei..






Kick-Out von Brainpain, noch relativ locker. Maxxx setzt jedoch wieder direkt nach und packt mit einem Ground Headlock zu, und dieses Mal kann sich Brainpain nicht dagegen wehren, stattdessen wird er nun von Maxxx am Boden kontrolliert, der nun eindeutig den Matchfluss übernommen und seinen Gegner unter Kontrolle hat. Die Definition von Perfektion kämpft jedoch dagegen an, versucht, auf die Beine zu kommen und stemmt sich gegen Maxxx, und so schafft er es erst auf die Knie, stellt einen Fuß auf den Boden, dann den anderen und schließlich steht er wieder, und dann packt er Maxxx am Rücken, hebt ihn aus und hämmert ihn mit einem Back Suplex nach unten... Nein, Jimmy rollt durch und landet auf den Füßen, packt sich Brainpain von hinten und zeigt einen schönen Neckbreaker.


Nicolas: „Maxxx hat sich scheinbar hervorragend auf Brainpain eingestellt.“

Frank: „Ist ja auch für ihn deutlich einfacher – Maxxx war in den letzten Monaten alles andere als faul und ja auch in den Indy-Ligen unterwegs, während man nicht weiß, was Brainpain getrieben hat. Des Weiteren hat Maxxx erst in der letzten Show ein aktuelles Brainpain-Match sehen können, während der letzte Auftritt von Maxxx einige Zeit zurück liegt.“

Nicolas: „Auf jeden Fall macht Maxxx hier nun weiter, er blickt auf Brainpain und geht dann auf die Ringecke zu, er will scheinbar einen Moonsault springen.“

Frank: „Tatsächlich, so scheint es. Maxxx steht auf dem Top Rope... Mit dem Rücken zu Brainpain... Und nun fliegt er! Wow! Aber die Definition von Perfektion rollt sich aus dem Weg, und so landet Maxxx im Nichts... Aber auf den Beinen, er kann wohl sehen, dass Brainpain sich aus dem Weg gerollt hat.“

Nicolas: „Wirklich tolle Körperbeherrschung hier von Maxxx, aber da stürmt Brainpain heran und... OH MEIN GOTT! Was für eine Clothesline! Maxxx dreht sich in der Luft einmal um die eigenen Achse, und kracht dann auf den Boden. Wo nimmt Brainpain diese Kraft her?“


Brainpain legt sich auch sogleich auf seinen Gegner und zeigt das Cover, Maxxx liegt unter ihm...





Eins...





Zwei...





Kick-Out von Maxxx. Brainpain schüttelt kurz enttäuscht den Kopf, dann jedoch steht er auf und fordert die Fans auf, ein wenig Stimmung zu machen, was diese dann auch schlussendlich tun, einige rufen auch schon „Brainpain! Brainpain!“, was doch leicht überraschend ist, wenn man bedenkt, dass er bis vor 4 Wochen als mieser Kerl in Erinnerung geblieben war.


Maxxx zieht sich an den Seilen nach oben, hält sich den Nacken, und Brainpain wartet weiter, sein Bein zuckt, als müsse er sich zurück halten, nicht los zu stürmen, dann steht Maxxx wieder, und dann rennt die Definition von Perfektion los, Culture Shock incoming!


Maxxx jedoch erwartet das, und es gibt den Drop Toe Hold, sodass Brainpain unkontrolliert nach vorne fällt, jedoch nicht auf die Matte, denn dafür steht er zu nah am Seil, sodass er mit dem Hals auf das oberste Seil fällt, quasi ein unbeabsichtigter Slingshot. So taumelt der Hüter der Kultur dann zurück, direkt in Maxxx hinein, der einen üblen German Suplex zeigt, und gleich in die Brücke geht!






Eins...






Zwei...






Kick-Out von Brainpain! Das war jetzt dann doch schon relativ knapp, nun ist Maxxx' Nacken nicht mehr der Einzige, der schmerzt. Wütend schlägt Maxxx auf die Matte, er hatte sich nun hier das Matchende erhofft. Stattdessen steht er nun aber auf und packt sich Brainpain am Kopf, zieht ihn nach oben... Aber aus dem nichts gibt es den Knee Clip von Brainpain, Maxxx fällt überrascht nach vorne und Brainpain packt sich den Knöchel seines Gegners und setzt einen Ankle Lock an! Ankle Lock von Brainpain!


Nicolas: „Das haben wir von ihm so auch noch nicht gesehen! Brainpain hat sein Moveset offenbar erweitert.“

Frank: „Maxxx kämpft gegen den Schmerz an, er schreit selbigen hinaus, aber er gibt nicht auf, stattdessen kämpft er sich zu den Seilen...“

Nicolas: „Ja, aber kann er es schaffen? Das wird eine enge Sache... Das Seil ist noch soooo weit weg... aber er gibt einfach nicht auf, er versucht es!“

Frank: „Immer näher kommt er... Stück für Stück... Ahh... Das muss unangenehm sein... Und da ist er im... Nein! Brainpain zieht ihn in die Mitte des Rings! Maxxx schreit auf, da kommt er nicht raus...“

Nicolas: „Doch, er rollt sich nach vorne, Brainpain stolpert nach vorne und schon wieder gegen die Seile, nein, dieses Mal fängt er sich vorher selbst ab.“


Maxxx will auf die Beine springen, aber das funktioniert nicht, sein Knöchel schmerzt weiter, und so bleibt er erst einmal sitzen, als Brainpain mit einem Mal ausholt und gegen seinen Kopf tritt wie gegen einen Fußball mit dem Vollspann, und der ein oder andere Fan scheint schockiert zu sein, dass Maxxx' Kopf noch auf seinen Schultern bleibt, als er auf dem Rücken liegen bleibt. Brainpain legt sich auf seinen Gegner, und dann zählt der Referee...





Eins...








Zwei...







Kick-Out von Maxxx! Brainpain's Gesicht spricht Bände, damit hatte er nicht mehr gerechnet. Fassungslos blickt er auf Maxxx, dann schüttelt er den Kopf... Und packt ihn am Bein! Wieder der Ankle Lo... Nein, Maxxx kontert mit einem Small Package! Aus dem Nichts!







Eins...








Zwei...







Kick-Out!




Nicolas: „Das war nun wirklich knapp, Brainpain hätte wohl nicht erwartet, dass Maxxx sich überhaupt noch bewegen kann.“

Frank: „Auf jeden Fall richtet er sich gleich wieder auf, und das tut Maxxx nun auch... naja, er versucht es, sein Bein gibt nach, er kniet mehr oder weniger, und da kommt Brainpain, packt ihn am Kopf und zieht ihn nach oben... WAS ZUM?! MAXXX MIT DEM STRAIGHT TO HELL, SEINEM ALTEN FINISHER!“

Nicolas: „NEIN! Brainpain hält sich am Seil fest, und so bleibt er stehen, und Maxxx knallt bloß auf die Matte, ohne Brainpain schaden zuzufügen. So schnell er kann richtet er sich wieder auf... Aber das ist leider nicht schnell... Und so packt Brainpain zu, während Maxxx noch dabei ist, auf zu stehen, und lädt ihn sich auf... Moonlight Sonata! ES GEHT ABWÄRTS!“

Frank: „Ja, und zwar weil Maxxx am Rücken seines Gegners entlang rutscht, Sunset Flip von Maxxx! Cover!“






Eins...







Zwei...







Kick-Out bei 2,9 von Brainpain! Und dann... WAS FÜR EIN ÜBERGANG! SOFORT NIMMT MAXXX SEINEN GEGNER INS CROSSFACE! NEIN! Brainpain kann seinen Arm frei halten, sodass Maxxx selbigen nicht zwischen seinen Beinen einharken kann, und mit diesem Arm hämmert Brainpain nun, immer wieder und wieder, mit Hilfe seines Ellbogen, aus Maxxx ein, das muss weh tun, aber Jimmy lässt nicht los, er will Brainpain zur Aufgabe zwingen, aber das ist nun schon der fünfte Ellbogenschlag, der Sechste, der Siebte...



Der Achte ist dann zu viel für Maxxx, er löst den Griff und bleibt reglos liegen, der Ellbogen an den Kopf dürfte in seinem Kopf einiges durcheinander gebracht haben. Ein Schelm, wer „durcheinander“ durch „in Ordnung“ ersetzt.


Brainpain bleibt jedoch auch erst einmal unbeweglich, sein Gesicht wurde auch ordentlich durchgeknetet. Jedoch ist er derjenige, der beginnt, sich nun wieder aufzurichten, wenn auch mehr als langsam, und dann steht er schließlich, blickt auf Maxxx und taumelt zu ihm herüber. Maxxx selbst wird vom Referee gecheckt und scheint mehr oder minder K.O. zu sein. Brainpain schnappt sich dann seinen Gegner und hebt ihn auf, die Hardcore-Ikone kann sich nicht wirklich wehren, und dann gibt es den Moonlight Sonata. Brainpain legt sich auf seinen Gegner...






Eins...






Zwei...






Drei!



Sieger des Matches durch Pinfall: Brainpain!!!















GFCW Undisputed Tag Team Championship Triple Cage Match:
Der Kult (Marc The Shark & Arana) (w/ Sidney Youngblood) vs.
Brotherhood of Doom (Davey & Shawn)
Referee: Thorsten Baumgärtner

Als sich der riesengroße Käfig nun von der Decke wissen die Fans auch was als nächstes kommt, denn der Käfig ist nicht einfach ein Käfig, denn es sind 3 Käfige übereinander. Unten einer wie man aus dem „normalen“ Hell in a Cell Match kennt, nur ist oben eine Luke geöffnet. Da drüber ist ein etwas kleinerer und niedrigerer Käfig in diesem sind einige Gegenstände, z.B. Stühle, Kendosticks, etc., untergebracht. Ebenfalls hat dieser Käfig wieder oben eine kleine Luke die in den letzten Käfig der wiederum etwas kleiner aber dafür geschlossen ist. Nachdem die Käfige am Boden stehen verteilen sich 3 Ringrichter in die jeweiligen Käfige. Als letztes wird noch die Leiter aus dem Ring entfernt und draußen neben den Ring gelegt, und dann geht es los!


Nicolas: Wir kommen nun also zu dem wohl krassestem Match heute Abend. Oder wie siehst du das Frank?

Frank: Naja, Nicolas, ich bin nun schon einige Jahre im Geschäft, aber so ein Match habe ich noch nie kommentieren dürfen.

Nicolas: Genau so geht es mir auch. Kommen wir aber noch mal zu den Regeln. Um dieses Match zu gewinnen, müssen BEIDE Wrestler eines Teams die Gürtel, die oben im 3. Käfig hängen, in den Händen halten.

Frank: Genau, und daher wird es sehr interessant sein, wie die Teams vorgehen. Aber wir werden sehen.

Laura: Das nächste Match geht um den unumstrittenen GFCW Tag Team Champion Titel. Um den Titel zu erringen müssen beide Teammitglieder in den obersten Käfig sein und beide müssen die Gürtel in der Hand halten.


Es ertönt nun Bawitaba von Kid Rock. Schon zu den ersten Tönen folgt ein gellendes Pfeifkonzert. Erstrecht als Der Kult die Halle betritt.


Laura: Auf dem Weg zum Ring, mit einem Gesamtgewicht 274 kg. In Begleitung von Sidney Youngblood. Hier sind Arana und Marc the Shark. Der Kult!


Sidney Youngblood läuft arrogant und grinsend voraus gefolgt van Arana und Marc the Shark. Beide haben ihre Versionen des Gürtels um. Mit verächtlichen Blicken zu den Fans, überspielen sie die Pfiffe und Buhrufe aus den Fan-Reihen. Immer voraus der grinsende Sidney Youngblood. Am Ring angekommen bewegen sich die 3 direkt in den Käfig.

Als die Musik verstummt wird es kurz ruhig in der Halle. Bis man plötzlich lautes Motorgeräusch hören kann. Danach ist die unverwechselbare Stimme zu hören:


„uiuuuahhhhh…. Whaaaat a rush!“


Gefolgt von der markanten Melodie der Legion of Doom. Bei diesen Klängen sind die Fans ind er Halle regelrecht am durchdrehen.


Laura: Und ihre Gegner. Mit einem Gesamtgewicht von 224 kg. Davey und Shawn. The Brotherhood of Dooooooooooom


Mit diesen Worten kommen hintereinander her und unter lauten Motorradgeräusch Davey und Shawn auf dicken weißen Motorädern in die Halle gefahren. Unter weiterhoin großenm Applaus fahren sie die Rampe hinunter und umkreisen einmal den Käfig.


Nicolas: Geiler Auftritt!

Frank: ja, aber irgendwie kommt mir das bekannt vor, weiß nur nicht woher!?


Danach stellen Davey und Shawn die Motorräder ab und gehen ebenfalls in den Käfig. Danach wird der Käfig abgeschlossen. Im Ring angekommen entledigen sich ihren Umhängen und Schulterpolstern. Danach noch den Kopfhauben. Um Ihre Hüften tragen sie ihre weiße Versionen des Tag Team Titels. Diese schnellen sie dann ab und geben sie, ebenso wie der Kult dem Ringrichter. Dieser befestigt die Titel an ein Seil. Danach wird dieses Seil mit den Titeln in den 3. Käfig hochgezogen. IM Ring geht es dann los mit einem Staredown beider Teams, während Sidney Youngblood den Ring verlässt. Absolut zeitgleich geht dann der Brawl los, Davey und Marc schlagen gegenseitig auf einander ein und Arana und Shawn haben es mit einander zu tun. Keiner hat anfangs den Vorteil auf seiner Seite, doch dann kann der Kult sich eine Vorteil schaffen, mit Faustschlägen drängen sie Davey und Shawn in die jeweils gegenüberliegende Ringecke. Dort wird auch noch ein bis zweimal geschlagen. Dann soll es von beiden einen Whip in geben. Dieser wird auch von Arana und Marc durchgezogen, doch Davey und Shawn reagieren blitzschnell und hängen sich gegenseitig im Arm ein und whippen sich sozusagen zu ihren Gegnern zurück um diese dann durch einen Clothline niederzustrecken. Leider klappt das nur bei Arana. Marc hingegen kann ausweichen du Davey kracht in die Ringecke. Shawn will, nachdem Arana am Boden liet, sofort seinem Bruder helfen, doch Sidney Youngblood hält Shawn am Bein fest, so dass dieser ebenfalls auf den Bodenknallt. Jetzt kommt der Ringrichter ins Spiel, denn dieser hat das gesehen und macht eine Geste zu seinem Kollegen außerhalb des Ringes. Dieser schließt die Kette mit der der Ring verschlossen ist auf und geht zu Sidney und deutet unter riesigen Jubel der Fans an, das Sidney sofort den Käfig zu verlassen hat. Natürlich ist er darüber nicht erfreut, verlässt aber schließlich wütenden den Käfig. Danach wird der Käfig wieder abgeschlossen. IM Ring diskutiert Marc heftig mit dem Ringrichter, während Shawn und Arana nur langsam auf die Beine kommen. Davey der seinerseits steht aber schon wieder und überrascht Marc mit einem German Suplex. Danach geht er zu Arana nimmt diesen hoch und zeigt einen harten Chinbreaker gegen den Maori. Danach hilft er erstmal seinem Bruder auf. Als Shawn wieder endgültig steht nimmt er wieder Arana hoch, parallel dazu nimmt Davey Marc hoch. Beide zeigen nun absolut synchron einen Whip in, danach gehen beide in „IHRE“ Seilen und kommen wieder absolut synchron mit einer Lauching Clothline angeflogen. Diese Aktionen strecken Marc und Arana nieder. Danach nimmt Davey Arana hoch, während Shawn auf das oberste Seil klettert. Als dann Davey Arana zu einem Tombstone hochnimmt. Als er sich dann vor Arana stellt, stockt den Fans fast der Atem, denn es folgt ein harter Spike Tombstone gegen Arana. Doch leider haben die B.o.D. nicht die Rechnung mit Marc gemacht, denn dieser ist wieder auf den Beinen und streckt beide mit einer Double Clothline nieder, als sich Davey und Arana gerade umdrehen.


Nicolas: Baam… das hat gesessen

Frank: Ja, damit haben Davey und Shawn nach der harten Aktion gegen Arana nicht gerechnet


Im Ring setzt Marc, untergroßem Beifall von Sidney Youngblood, sofort nach und nimmt Davey Bulldog hoch. Nach ein paar Faustschlägen schickt Marc Davey in die Seile und empfängt diesen dann einem harten Powerslam. Im Anschluss nimmt er sich noch Shawn vor und setzt ihn auf die Ring ecke. Danach kann Marc einen Superplex perfekt durch ziehen. Während nun Shawn und Davey getroffen am Boden liegen kommt Arana langsam auf die Beine. Arana steigt sofort auf die Seile, während Marc Davey zu einem Samoandrop hochnimmt. Allerdings wird dies zu einem Mooregasm der Davey Bulldog sehr hart trifft. Danach folgt noch ein Double Chokeslam gegen Shawn.


Nicolas: Das sind sehr harte Aktionen, die die B.o.D. hier einstecken müssen.

Frank: Das kannst du laut sagen.


Marc verlässt nun den Ring und klappt die draußen stehende Leiter zusammen. Danach hebt ihr sie in den Ring, wo Arana sie ihm abnimmt und sofort aufstellt. Marc slidet wieder in den Ring und besteigt als erstes die Leiter. Als er oben ankommt du beginnt auch Arana die Leiter hoch zu steigen. Marc ist bereits im mittlern Käfig, als Arana gerade in der Mitte der Leiter ist. Doch plötzlich stehen Shawn und Davey neben ihm und zeigen eine Double Powerbomb. Danach steigt Davey seinem ehemalige Tag Team Partner hinterher. Während Shawn sich um Arana kümmert. Er nimmt Arana hoch und zeigt die 3 Amigos, nacheinander hart durchgezogene Back Suplex. Oben allerdings wird Davey währenddessen von Arana mit einem Stuhlschlag in empfang genommen. Danach folgt ein Whip in gegen den Käfig und weiter harte Tritte gegen den ehemaliger General. Unten wiederrum steigt Shawn auf die Ringecke und kommt mit einem Elbow Drop vom obersten Seil angeflogen. Doch Arana kann ausweichen und Shawn landet auf der Matte. Arana reagiert sofort und nimmt Shawn hoch und schickt ihn in die Ringecke. Arana folgt ihm sofort hinterher und landet mit enem Big Splash auf Shawn. Danach steigt Arana sofort wieder auf die Leiter doch Shawn reagiert schnell und wirft die Leiter um. Allerdings kann sich Arana gerade noch im letzten Augenblick am Lukenrand festhalten. Shawn stellt natürlich sofort die Leiter wieder auf, doch leider stellt er sie etwas zu weit weg auf, doch das merkt er erst als er bereits auf der Leiter ist. Shawn überlegt kurz und völlig aus dem Nichts zeigt er einen Drop Kick von der Leiter gegen den hängenden Arana. Beide krachen auf die Matte und bleiben dort erst Mal liegen. Oben im mittleren Käfig versucht Marc einen Bodyslam gegen Davey Bulldog, doch dieser Kontern und zeigt ebenfalls einen harten Bodyslam. Danach schnappt sich Davey den Kendo-Stick und schlägt auf Marc the Shark ein. Doch schnell lässt Davey wieder ab und versucht nun durch die Luke am Rand des Käfigs in den letzten Käfig zu gelangen, doch Marc kann gerade noch Davey’s Fuß erreich und ihn zurück in den Käfig ziehen. Im unteren Käfig kommen Arana und Shawn nur langsam auf die Beine, aber es scheint als ob Arana doch etwas fitter ist, Denn er stellt die Leiter auf und versucht nun wieder hinauf zu steigen. Shawn hat sich anscheinend mit dem Dropkick etwas übernommen, denn er kommt nicht schnell genug wieder auf die Beine um Arana daran zu hindern in den mittleren Käfig zu klettern. Arana, oben angekommen, schnappt sich sofort Davey und schickt ihn mit einem harten Whip IN gegen den Käfig. Danach geht er zu Marc und schaut kurz nach ihn. Als nächstes nimmt nun Arana Davey hoch, es fällt ihm, aufgrund es langen Matches, sichtbar schwer, doch er schafft es und zeigt mit Marc einen Dangerous Backdrop. Davey landet leider sehr hart mit dem Nacken direkt auf einer Verbindungsstange des Käfigs und krümmt sich vor Schmerzen.


Nicolas: Oh ich glaube da hat er sich verletzt

Frank: Ja schau der Ringrichter ist schon bei ihm.


Der Ringrichter im 2. Käfig kümmert sich sofort um Davey. In der Zwischenzeit ist mittlerweile Shawn ebenfalls in den mittleren Käfig angekommen, leider hat er beim Hinaufklettern die Leiter mit dem Fuß umgeworfen. Marc stürmt auf Shawn zu, doch Shawn kann geistesgegenwertig ausweichen und so kracht Marc gegen den Käfig. Sofort kommt auch arana angerannt, doch Shawn kann mit einem Back Body Drop auch Arana fern halten, denn Arana knallt hart auf den Käfig und rollt dann zur Seite. Leider ist dort die Luke und so fällt er fast die Luke herunter. Mit letzter Kraft kann er sich noch festhalten. Doch Shawn ist auf dem Posten und tritt gegen Aranas Hand, sodass dieser loslassen muss und in den Ring fällt und dort liegen bleibt. Marc hingegen seht wieder und streckt nun Shawn mit einer Clothline nieder. Danach bewegt er sich sofort in den obersten Käfig. Davey liegt weiter nahezu regungslos am Rande des 2. Käfigs. Es scheint als ginge bei Ihm nichts mehr. Shawn steigt sofort Marc hinterher und wird auch von diesem im obersten Käfig mit Faustschlägen empfangen. Marc bewegt sich dann ein bis zwei Meter weg und will dann mit einem Spear Shawn erwischen. Doch dieser kann ausweichen und einen DDT zeigen. Shawn schaut kurz nach seinem Bruder, der sich langsam in Bewegung setzt um wieder auf die Beine zu kommen. Dies gelingt auch , aber sehr sehr wacklig. Arana liegt weiterhin nahezu K.O. im Ring. Sidney Youngblood ist außer sich und nur noch am Schreien. Oben im Käfig nimmt nun Shawn den fertigen Marc the Shark zu seinem Hells Edge und kann diesen auch durchziehen. Danach rollt er Marc zur Luck und lässt diesen in den Unteren Käfig fallen. Danach klettert er hinterher und hilft seinem Bruder in den oberen Käfig zu kommen. Mit allerletzter Kraft kann Davey Bulldog in den oberen Käfig kriechen. Shawn klettert sofort hinterher und hilft seinem Bruder auf. Unter riesigem Jubel nehmen dann Davey und Shawn die Gürtel von dem Seil im obersten Käfig.


Sieger des Matches und somit unumstrittene GFCW Tag Team Champions: The Brotherhood of Doom!!!


Sofort nach dem Gongschlag sackt Davey Bulldog wieder zusammen. Es kommen nun sehr viele Betreuer und Helfer in die Halle gerannt. Auch Sanitäter und ein Arzt kommen zusammen mit einer Trage in die Halle während der Käfig wieder aufgeschlossen wird. Die Betreuer kümmern sich erstmal um die völlig fertigen Mitglieder des Kultes und bringen sie aus der Halle. IN der Zwischenzeit sind die Sanitäter und der Arzt zu Davey vorgedrungen und kümmern sich sofort um ihn. Mit dem Seil wird nun eine Handtrage in den obersten Ring gezogen. Es ist absolute Still mittlerweile in der Halle, viele Fans schauen besorgt drein. Der Arzt legt zur Sicherheit sofort eine Halskrause um Davey’s Hals. Danach wird er auf die Trage gelegt. Einige Mitarbeiter der GFCW befestigen nun ein Spezialseil an dem alten Seil befestigt. Es ist so ählich wie das bei Rettungshelicoptern. Danach wird Davey vorsichtig mit dem Seil in den Ring herabgelassen. Shawn schnappt sich die Gürtel und klettert sofort die Käfige herrab. Unten wird Davey auf die rolltrage verlegt und aus der Halle gerollt. Noch kurz vor dem Vorhang stoppt die Gruppe noch kurz. Davey hebt kurz die Hand und streckt den Daumen aus. Dabei ertönt das Bekannte „What a rush“ und die folgende Musik der Brotherhood of Doom. Danach wird Davey weiter gerollt gefolgt von Shawn













Bereits zum zweiten mal an diesem Abend werden die Lichter abgedunkelt und eine Eisblaue Lichtershow tanzt durch die Ränge und Injection von Rise Against ertönt in der Halle. Auch dieses mal beginnen die Fans laut zu jubeln, denn Tobi ´Your Favorite´ Whitehouse erfreut sie nochmal mit seiner Anwesenheit.



Do you spend your days counting the hours you're awake?
And when night covers the sky you find yourself doing the same
There's a burden you've been bearing in spite of all your prayers
There's a light turned off inside your heart
Can you remember what it's like to care?


Auf dem Weg die Rampe herunter klatscht er mit Fans ab und post für die Zuschauer. Mit ausgebreiteten Armen geht er langsam die Ringtreppe hinauf und genießt die Pops der Fans. Er geht unter dem zweiten Seil hindurch in den Ring.


Knees are weak,
Hands are shaking,
I can't breathe

So give me the drug, keep me alive
Give me what's left of my life
Don't let me go whoa whoa
Pull this plug, let me breathe
On my own I'm finally free
Don't let me go whoa whoa

The trail of crumbs you left somehow got lost along the way
If you never meant to leave then you only had to stay
But the memories that haunt us are cherished just the same
As the ones that bring us closer to the sky, no matter how grey

Yet I fall, through these clouds, reaching, screaming


Er macht eine beruhigende Geste während er sich ein Mikro in den Ring reichen lässt.


Tobi Whitehouse: Wie ihr alle mitbekommen habt hatte ich .. ja ich sag mal juristische Probleme in den letzten zwei Wochen.


Der Wahlmünchner lächelt etwas und kratzt sich die Stirn.


Tobi Whitehoue: 120.000 Euro hat mich das bis jetzt schon gekostet, aber es interessiert mich nicht Geld ist nur Papier ich lass mir von Niemandem den Mund verbieten. Diese Schlipsträger können mich mal .. gern haben.


Zustimmender Applaus der Crowd für den No1. Contender.


Tobi Whitehouse: Hier mal ein Auszug aus dem Urteil ich darf es aber nicht vorlesen, also zusammenfassend kann ich sagen das ich mich einer schweren Beleidigung schuldig gemacht hat.


Mit gespielter schockiertheit fasst sich Whitehouse an die Brust.


Tobi Whitehouse: Hier steht Tobi Whitehouse muss 100.000 Euro an den geschädigten bezahlen und sich öffentlich entschuldigen … Ahh ich darf ja nicht vorlesen .. Naja dann lös ich das mal ein.


Es tut mir unendlich Leid. Ich fühle mich schlecht und schäme mich zutiefst für meine Wortwahl. Ich habe einen Fehler gemacht.


Whitehouse schließt die Augen und pustet kräftig durch.


Tobi Whitehouse: Puh endlich hab ich das von der Seele und kann über wichtige Dinge sprechen nämlich meinen Gegner bei Dooms Night nächstes Jahr. Entweder Pavus Maximus oder Gordon Schelo. Ich persönliche favorisiere ja Pavus, weil ich mit dem noch eine Rechnung offen habe und mal ehrlich wer glaubt denn im ernst das der Bauernjunge Gordon Shelo gewinnt? Das einzig gute an dem Kerl ist das er ein Strohhut trägt.


Ein Mix aus Lachern und Buhrufen kommen dem Amerikaner entgegen, der nickt und lächelt, doch dann zur Rampe blickt denn, da dröhnt schon die Stimme von Hank Williams Jr aus den Lautsprechern. Und der gerade noch angesprochene Gordon Schelo betritt auch prompt die Rampe. Natürlich MIT Strohhut. Und Mikrofon, welches er auf der Rampe auch gleich zum Mund führt, während die Fans ihren kurzen Jubelausbruch wieder unter Kontrolle bekommen haben.


Gordon: Ich muss die Gelegenheit einfach nutzen...Wann wird man denn schon einmal vom vielleicht zukünftigen Champion erwähnt? Auch wenn es nicht gerade positiv war...Tobi wir sind uns ja bisher noch nicht wirklich über den Weg gelaufen, deswegen kennst du mich vielleicht noch nicht so gut, aber lass dir gesagt sein...deine Rechnungen sind mir egal, ich WERDE gewinnen! Weißt du, warum ich so schnell hier draußen war? Weil ich ständig schon vor dem Vorhang stehe. Ich stehe davor, bin bereit loszulegen, merke dann wieder, dass mein Kampf noch nicht ansteht und ich gehe wieder zurück. Ich bin wie ein wilder Bulle vor dem Rodeo. Ich bin bereit, loszulegen, auszurasten, den Ring zu zerstören und Pavus Maximus von mir auf seinen Rücken zu werfen. Und glaub mir, ich werde ihn auf die Hörner nehmen, denn mein Strohhut ist mit Sicherheit nicht das einzig Gute an mir, auch wenn mir meiner deutlich besser steht als dir damals.


Den letzten Teil mit einem kleinen Schmunzeln unterlegt, blickt der Rosenheimer dennoch recht entschlossen drein, als er hier die Rampe hinunterläuft und schließlich am Ende seiner „Begrüßung“ in den Ring rutscht, um Tobi direkt zu konfrontieren.


Der No1. Contender, der den Bauern erstmal genau mustert und dann mit einem lächeln durch die Ränge schaut er geht ein paar Meter von dem Finalisten weg und schaut zum Kommentatorenpult.


Tobi Whitehouse: Woher kommt eigentlich diese Unart das jedes mal, wirklich jedes mal wenn ich hier im Ring stehe und den Zuschauern endlich mal anständige Unterhaltung bieten möchte irgendjemand denkt er müsse jetzt seinen großen Auftritt haben und mich unterbrechen? Was soll das? Hat hier denn niemand Anstand?


Der alte Strohhutfetischist geht zum neuen Fetischisten.


Tobi Whitehouse: Zunächst mal muss ich eines klären und zwar steht niemandem ein Strohhut besser als mir, ich war zwar ein Arschloch aber Sexy war ich dennoch, aber deine Art gefällt mir. So entschlossen und fokussiert „Ich WERDE gewinnen. Ich werde ihn auf meine Hörner nehmen“. Eins sag ich dir Shelo, du kannst heute gewinnen ja ist mir egal, aber dann wirst du mal einen richtigen Gegner bekommen. Denkst du du bist bereit mit den Wölfen zu heulen Schelo? Denkst du das?


Der Dörfler zuckt gelassen mit den Schultern und sagt nur kurz „Schaun mer mal“. Dann wirft er den Kopf in den Nacken und stößt ein kraftvolles „AAAAAAAAAUUUUUUUUUUUUUUWWWWWW!!!!!“ aus, wie es sonst eben nur von Wölfen in Comicfilmen zu hören ist. Die Fans sind überzeugt und so nimmt Schelo nach einigen Sekunden den Kopf wieder herunter und schaut mit einem einseitigen Grinsen zu Tobi. Kurz zuckt er noch mit den Augenbrauen, dann nimmt er das Mikrofon wieder zum Mund.


Gordon: Na, war doch gar nicht so schlecht oder? Reicht das schon, um dich komplett zu überzeugen? Vor 10 Sätzen von mir hast du mich noch für einen Niemand gehalten, der gegen Pavus untergehen wird und plötzlich denkst du, ich kann ihn schlagen und danach gegen dich um den Titel kämpfen? Wie sieht's aus, soll ich noch 5 Sätze sagen und du gibst mir den Gürtel nach deinem Kampf heute gleich freiwillig? Hey Leutz, bin ich schon so ein beeindruckender Typ? Kann ich schon die Liga kontrollieren und allen nur mit meinem Blick Respekt einflößen?


Fragend dreht er eine Runde im Ring und wird von den Fans teilweise bejubelt, teilweise aber auch ausgebuht. Immerhin steht er Tobi Whitehouse gegenüber, derzeit der wohl beliebteste Typ der ganzen Liga, dem sollte man lieber nicht blöd kommen, wenn man beliebt sein will. Schelo macht es trotzdem und steht ihm nun wieder gegenüber.


Der Verurteilte Straftäter klatscht Shelo ironisch zu ehe er das Mikro wieder zu seinem Mund führt und Shelo auf die Schulter klopft.


Tobi Whitehouse: Super hast du das gemacht. Das Jaulen hat man ja noch bis in die letzte Reihe gehört wirklich äh .. eindrucksvoll.


Mir gefällt einfach die Vorstellung. Der Bauernjunge Gordon Shelo macht sich auf um GFCW Champion zu werden, er gewinnt das Turnier „against all odds“ bei Title Nights wird er Number One Contender auf den GFCW Titel, dann ist sein großer Tag .. seine Chance Champion zu werden. In einem tollen Match gegen Tobi Whitehouse will er Champion werden …. doch er verliert.


„ohhhh“ kommt von den Zuschauern und Whitehouse kann sich ein lächeln nicht verkneifen.


Tobi Whitehouse: Im ernst Gordon geh jetzt wieder nach hinten du musst gleich gegen Pavus ran und lass den Papa noch ein wenig alleine. Geht das? Ja? Husch Husch..


Der Bauernjunge leckt sich einmal über die Zähne. So etwas lässt sich ein Mann vom Land nicht bieten. Wer Stress will, soll ihn auch bekommen und die beiden provozieren sich hier ja schon ein Weilchen. Abgesehen davon wird Schelo eh von den meisten Leuten belächelt, weil er immer freundlich ist, also warum nicht mal neue Sitten anfangen.


Gordon: Dann will ich dich nicht weiter stören. Das kann ich ja immer noch machen, wenn wir uns mal zum Kampf gegenüberstehen, egal ob nun um den Titel oder nicht...aber eine Sache würde ich gerne jetzt noch klären. Du schätzt mich nämlich falsch ein, genau wie die meisten Leutz hier. Ich bin nicht nur die Freundlichkeit in Person, ich kann dir auch eine reinhauen, wenn du willst. Zwar nicht hinterrücks, aber trotzdem, pass auf...


Tobi kann sich ein Lachen nicht verkneifen, so einen Müll kann doch gar keiner reden, aber Gordon hat nicht geblufft. Der Jungt schlägt Whitehouse echt mit der Faust ins Gesicht und da prasseln natürlich auch die Buhrufe auf ihn ein. Aber Schelo zuckt nur mit der Schulter.


Gordon: Bleibt ruhig, er wollte es doch...so und jetzt viel Spaß noch.


Und bevor Tobi etwas entgegnen oder vielleicht sogar zurückschlagen kann, rollt sich Schelo wieder aus dem Ring und verlässt unter seiner Musik und interessanterweise auch den Buhrufen der Fans wieder die Halle...mit einem selbstbewussten Lächeln.


Whitehouse hält sich die Wange und blickt dem Bauern lächelnd hinterher, während die Musik verstummt.


Tobi Whitehouse: Der Junge hat Mut, aber sicher ist das er das noch bereut.


Der No.1 Contender schüttelt kurz mit dem Kopf und setzt das Mikro wieder an, doch erneut wird er unterbrochen...




MEIN HIMMEL IST DEINE HÖLLE




Doch dann kommen nicht die üblichen sounds aus den Lautsprechern. Es ertönt die Mondscheinsonate.
Langsam endsteht eine dicke Nebelwand auf der Stage. Die Rampe und auch um den Ring gibt es leichte Nebelschwarden. Das Licht fängt an zu flackern und es kommt eine düstere bedrückende stimmung auf. Die Fans wissen auch ncith wie sie reagieren sollen. Plötzlich steht ein kleines Mädchen auf der Stage. Einige Fans können sich an dieses Mädchen erinnern. Sie trägt wieder ihr verdrecktes angekokeltes Kleidchen. Ihre langen schwarzen Haare hängen ihr im Gesicht. Man kann nur ihre leuchtenden, blauen Augen sehen. Sie geht langsam durch den Nebel zum Ring. Immer wieder bleibt sie stehen und blickt und die Augen einiger Fans. Diese weichen ihren Blicken schnell aus. Immer wieder fängt sie an zu kichern. Am Ring steigt sie die Ringtreppen hinauf. Man sieht das sie keine Schuhe an hat sondern Barfuß ist. Zudem sind ihre Füße ganz schwarz vor dreck.


Tobi steht verwundert im Ring und weis garnicht was er tun soll. Doch bevor er sich klare Gedanken gemacht hat steht das kleine Mädchen schon vor ihm. Langsam guckt sie an ihm hoch. Es dauert ganzschön lange bis sie ihm in die Augen guckt. Dann nimmt sie das Mikrofon zum Mund.


Mädchen: So du bist also Tobi? Ich hab schon viel von dir gehört. Alle reden über dich. Doch was ich sehe und was ich gehört habe, das sind zwei verschiedene Welten.


Der Amerikaner blickt durch die Ränge und zu den Offiziellen und zuckt nur mit den Schultern, dann mustert er das kleine Mädchen.


Tobi Whitehouse: Was soll das hier?


Mein Himmel ist deine Hölle hab ich immer mit meinem Freund Hellfire in Verbindung gebracht, aber scheinbar hast du dich ein bißchen verändert.


Der Fanfavorit kratzt sich am Kopf.


Tobi Whitehouse: Bist du das Mädchen das diesem Clown Flamy geklaut hat? Wo ist Chris und was willst du hier?


Die kleine fängt laut an zu kichern.


Mädchen: Du bist viel lustiger als sie es gesagt haben. Aber du hast recht, ich habe Flamy. Kennst du Flamy gut? Seit ihr auch Freunde?

Whitehouse, der keine guten Erfahrungen mit Flamy gemacht hat kneift die Lippen zusammen und wechselt die Hand in der er das Mikro hält.

Tobi Whitehouse: Du weißt wohl sehr gut über mich bescheid, aber über dich weiß ich nichts kleine. Ein wenig erinnerst du dich an das Mädchen die mich ein Zeit lang begleitet hatte.

Die Fans buhen leicht als sie an Gorn erinnert werden und Whitehouse lächelt etwas.

Tobi Whitehouse: Was hat das hier zu bedeuten? Was willst du ausgerechnet von mir?

Mädchen: Ja du hast recht ich kenne dich gut. Wir kennen dich gut. Deswegen bin ich hier um dir zu helfen. Wir wissen du hast angst, du bist unsicher. Du verspielst deine Changsen auf den Titel indem du das überspielst. Du darfst deine wahren Gefühle nicht verstecken so wie du es immer tust. Du musst sie raus lassen um deine volle Kraft zu entfalten. Wir wissen was wirklich in dir vorgeht. Lass es raus. Lass ... Es ... Raus.

Tobi Whitehouse: So wie damals als ich Chris in einem Three Stages of Hell Match besiegte oder so wie damals als ich den German Pain Titel gewann? Hellfires Kreation .. seine Schöpfung war um meine Hüften und Chris war ein Niemand. Habe ich ES da rausgelassen?


Glaub mir ich weiß was ich tue und wie ich es tun muss. Ich brauche keine Ratschläge von einem Kind.


Whitehouse zieht die Stirn in Falten und blickt das Mädchen an.


Tobi Whitehouse: Also wenn du sonst nichts zu sagen hast würde ich vorschlagen du gehst jetzt nach Hause, es ist schon spät.


Das kleine Mädchen blick zu Boden. Es tropfen nach kurzer zeit Tränen auf die Ringmatte. Mit ihrem rechten Arm reibt sie sich Tränen und Rotz aus dem Gesicht. Dann fängt sie an zu kichern. Aus dem Kichern wird ein Lachen. Dann geht sie drei schritte zurück. Sie streckt ihre Arma aus. Tobi guckt sie verwirrt an. In diesem moment plumpst etwas in ihre Arme. Es ist Flamy. Tobi geht erschrocken einen schritt zurück. Das Mädchen neigt ihren Kopf leicht zur Seite.


Mädchen: Was ist los Tobi? Hat dir Flamy etwas getan? Hab keine Angst sie ist keine gefahr. Willst du sie mal halten?


Sie geht auf Tobi zu und streckt ihm Flamy endgegen. Tobi zögert. Doch voller geduld steht sie mit ausgestreckten Armen vor ihm.


Der No.1 Contender will Flamy wegdrücken, doch er zieht im letzten Moment zurück. Flamy war das einzigste was er Hellfire nie wegnehmen konnte ..


Tobi Whitehouse: Was ist das hier für ein krankes Spiel? Am Anfang war es ja noch witzig, aber langsam fängt es an zu nerven. Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Entweder du kommst jetzt auf den Punkt und sagst mir was du von mir willst oder du verschwindest.


Unruhig geht Whitehouse im Ring auf und ab.


Tobi Whitehouse: Ist Chris hier?


Das Mädchen fängt wieder an zu kichern. Zieht Flamy dann wieder zu sich. Dann begiebt sie sich in eine Ring ecke.


Mädchen: Tobi wieso bist du so nervös? Ich dachte du bist selbst bewust. Ich dachte du seist stark. Ich dachte du weißt was du tust. Du bist ein lügner Tobi. Das warst du schon immer. Da hast Marry belogen, deine Fans belogen und du bist schuld an dem Tot deines Sohnes. Du spielst dich hier schon als sicheren Champion auf, doch das bist du nicht. Du hast was erricht das geben wir zu. Doch zu welchem Preis? Deine Frau verraten, dein Sohn das Leben kosten, deine Fans hintergehen. Ist es das alles wert nur für Gold?


Whitehouse wirkt wütend


Tobi Whitehouse: Lass Mary und Dillon aus dem Spiel du Göre.


Der Amerikaner, der zum ersten mal seit seiner Rückkehr zur GFCW unsicher wirkt verdreht die Augen und schüttelt mit dem Kopf.


Tobi Whitehouse: Ich hab sicher Fehler gemacht, das habe ich auch alles zugegeben. Mary hat mir verziehen und auch die GFCW Galaxy hat mir verziehen. Wer glaubst du zu sein mit meine Fehler vorzuhalten? Du bist nur ein Kind, du verstehst doch gar nicht was du hier machst.. Ich hab langsam die Schnauze voll von der Sache hier.


Die Bizarre Situation die sich Whitehouse hier stellen muss nagt an ihm er geht auf das Mädchen zu und klopft mit dem Mikro gegen seinen Handrücken.


Tobi Whitehouse: Ich sag es jetzt das letzte mal. Verlasse meinen Ring.


Bedrohlich nahe steht Whitehouse vor dem Mädchen.


Das Mädchen lässt Flamy fallen, diese rollt hinter Tobi und bliebt liegen. Die kleine setzt sich hin und zieht die Kniehe an ihren Brustkorb. Dann schließt sie ihre Arme um die Beine. Ihren Kopf vergräbt sie zwischen Kniehe und Brustkorb. Doch ihrgentwie macht dieses Wortlose Tobi noch mehr zu schaffen. Er geht vor ihr hin und her. Er will antworten. Dann bleibt er wieder vor ihr stehen und blickt auf sie herrunter. In seinem Blick zeigt sich reine Wut.
Die Stimmung ist sehr angespannt in der Halle. Plötzlich fängt Flamy an zu brennen.




MEIN HIMMEL IST DEINE HÖLLE!




Erschrocken blickt Tobi zur Stage. Doch da pasiert nichts. Tobi rauft sich angespannt die Haare. Er hält dieses Psychospiel nicht aus. Dann wieder.




MEIN HIMMEL IST DEINE HÖLLE!




Dann ertönt Monster von Skillet. Und da ist er tatsächlich, es ist Hellfire! Er steht mit Starßenkleidung auf der Stage. Er macht keine große Show, er geht direkt zum Ring. Er verzichtet auch auf die Ringtreppe, er slidet sofort in den Ring und geht auf Tobi zu. Er reißt Tobi von dem Mädchen weg und stellt sich ihm in den weg. Dann schüttelt er mit dem Kopf und guckt Tobi ernst an.


Tobi Whitehouse: Ich wusste du bist hier. Ich wusste es.


Ein Mix aus lächeln und verunsicherung ist aus Tobis Gesicht zu lesen.


Tobi Whitehouse: Was willst du noch von mir Chris? Haben wir mit der Sache nicht abgeschlossen? Sind wir nicht fertig miteinander? Denk nochmal zurück Chris. Es ist schon über zwei Jahre her als wir in diesem Ring standen und unser letztes Match bestritten haben und falls du es nicht mehr weißt sage ich es dir gerne nochmal. Ich habe gewonnen und du bist dann verschwunden.


Blut Schweiß und Tränen flossen bei dir, mir und Mary es war die intensivste Zeit meines Lebens und bestimmt auch deines Lebens. Willst du das alles nochmal durchmachen? Willst du noch ein Match gegen mich? Was willst du?

Hellfire: Wenn es nach mir gehen würde wäre ich jetzt nicht hier. Würde ich jetzt nciht hier stehen. Ich hasse euch alle, die GFCW, Dynamite, die Fans und vor allem dich. ICh hasse dich seit dem ersten Tag als du hier ankamst. Deine selbstverliebte art, deine großkotzigkeit, einfach alles. Du spielst dich hier als Helden auf, doch das bist du bei weitem nicht. Ich bin ein Arschloch ja, doch ich habe nie einen hehl daraus gemacht. Ich war immer ich selber. Doch du bist kein stück besser als ich. Du spielst immer Glamur vor und das du der beste und größte bist. Doch das was du spielst ist nicht dein wares ich. Du hast mich besiegt ok. Aber ich habe dich nicht nur besiegt im Ring, nein ich habe dir auch auserhalb des Ringes das Leben zur Hölle gemacht. Doch ich habe nicht aufgehört dich bei der Arbeit fertig zu machen nein auch in deinem Privatleben habe ich dich besiegt. Ich bin in deinem Kopf. Ohne mich würdest du nicht da sein wo du heute bist. Ich war schon ein Star bevor ich dir begegnet bin. Also tu ncith so als wärst du besser als ich. Ich bin besser als du. IMMER, ÜBERALL. Und genau das frustriert dich so das alle es sehen und wenn ein kleines Kind dir das ins Gesicht sagt dann rastest du aus. Du vergehst dich an KLEINEN KINDERN.


Hellfire stößt Tobi weg und hilft der kleinen auf. Die rennt sofort zu Flamy und nimmt diese an sich. Doch sie gibt Flamy nicht Hellfire, sie hält Flamy fest in der Hand als würde sie, sie nie wieder loslassen. Dann stellt sie sich wieder Hellfire der Tobi ernst anblickt.


Hellfire: Niemand vergeht sich an meiner Familie!

Tobi Whitehouse: Der einzige der sich an kleinen Kindern vergeht bist du Chris. Du bist Schuld am Tod meines Sohnes. Ich hab dieses Kind nie angefasst. All diese Eigenschaften die du mir zusprichst spiegeln genau dich wieder Chrissy. Großkotzigkeit, erst vor ungefähr 30 Sekunden hast du damit geprahlt das du vor mir ein Star warst und wie toll du doch bist doch das bist du nicht. Dein Feuer habe ich damals gelöscht oder warum warst du solange weg? Du hast Angst vor mir .. Ich bin in deinem Kopf nicht umgekehrt. Und dieses Mädchen ist deine Tochter? Die kann einem nur Leid tun. Und seh sie dir mal ein wie verwahrlost sie aussieht. Das ist ein Fall für die Fürsorge.

Hellfire: Nunja immerhin lebt sie. Anders als dein Sohn Dillon. An dessen Tot natürlich wieder jemand anderes schuld hat. Das interesante ist allerdings das du sagst ich habe Angst. Nunja nicht mal die kleine hier hat Angst vor dir. Wieso sollte ich sie dann haben? Genau ich hab keine Angst du bist es der Angst hat und sie hinter großen sprüchen versteckt. Du hast Angst davor das ich wieder komme, das ich wieder mich in deinem Kopf einiste, das ich deine Familie zerstöre, dein Leben zerstöre, mal wieder.

Tobi Whitehouse: Chris .. Chris du solltest dir erst eine Frage stellen. Willst du das wirklich? Willst du dich wirklich wieder mit mir messen? Wenn ich will nehm ich dir alles wieder weg. Ich nehm dir Flamy weg das schwöre ich dir. Dein Titel ist ja schon weg, die Achse ist aufgelöst und du bist nicht mehr der, der du mal warst. Gut mein letzter Punkt ist nur eine Annahme, doch sei mal ehrlich zu dir selbst Chris. Du warst immer ein Mythos hier in der Liga, ein Superstar. Bis ich kam und das geändert habe. Nicht nur einmal klopfte der Referee dreimal auf die Matte und verkündete den Sieger .. Mich. Am Ende standest du vor den Puzzlestücken, die einmal deine Karriere waren. Hast du sie wieder zusammengesetzt? Bist du bereit für das hier?


Mein Leben willst du zerstören .. Dann musst du die GFCW zerstören .. Die Fans, denn das ist mein Leben.


Die Fans die immer noch schockiert sind das Hellfire aufgetaucht ist jubeln Whitehouse zu.

Hellfire fängt an zu lachen als er ins Puplikum sieht.


Hellfire: Ja genau deine Fans. Denen du immer treu geblieben bist GORN. Du denkst meine Karriere ist zerstört worden von dir? Okay. Nunja lass mich dir etwas zeigen was du wohl nie gelernt hast.


Das kleine Mädchen geht hinter Hellfire weg und stellt sich aufeinmal hinter Tobi. Tobi blickt ihr nach und grinst selbst sicher. Doch das wird er bereuen. Denn die Kleine schmeißt Hellfire auf einmal Flamy zu. Alles geht blitz schnell, Hellfire fängt Flamy, diese endzündetsich und da hämmert Hellfire tobi Flamy schon in den Magen. Dieser sackt zusammen.
Hellfire nimmt sich das Mikrofon.


Hellfire: Vorsicht vor einem Hellfire. Du unterschätzt mich immer und immer wieder. Das ist gut mach weiter so "Champ" denn ich bin wieder DA.


Hellfire schmeißt Tobi der am Boden liegt das Mikro an den Kopf und springt auf den Turnbuckel. Dort reißt er seine Arme in die Luft und Flamy entzündet sich. Dann springt er wieder runter, geht aber zum nächsten. Auch wenn er nur geteilten Jubel bekommt, er ist wieder da und das feiert er. Für sich und seine Fans. Dann rollt er sich aus dem Ring schnappt sich das Mädchen und setzt sie auf seine Schultern. So gehen alle drei die Rampe hinauf. Flamy in die Luft gerissen und das Mädchen "ohne Gesicht" auf seinen Schultern. Sie drehen sich noch einmal um und blicken Tobi an der sich im Ring langsam wieder aufrappelt und Hellfire hinterher flucht.











Der Abend ist nun schon etwas länger, man hat schon so gut wie alles gesehen, nur wenige Dinge fehlen noch. Dazu zählt auch der Auftritt eines Mannes, der sich sonst nicht lumpen lässt, auch mehrere Male an einem Abend seine – seiner Meinung nach – überaus wichtige Meinung zu allem abzugeben, was es so gibt. Heute jedoch hat er bis hier hin geschwiegen, das ändert sich nun. Die Zeit ist gekommen.



In den Abgrund meiner Seele
Hab' ich oft genug geblickt,
Das Schicksal hat mich gnadenlos
Durch die Hoellen dieser Welt geschickt.
Doch am Ende aller Schlachten
Stand ich auf, Zähne gebleckt,
Meine Faeuste unbeirrbar
Dem Sieg entgegen gestreckt, denn...



Es ist soweit – Title Nights 2011, die 292. Show von German Fantasy Championship Wrestling und somit auch der Abend, an dem Robert Breads sein nun schon monatelang angekündigtes Projekt 292 vorstellen will. Die Halle wird in dunkelrotes Licht getaucht.

Der Kanadier tritt dann auch schon auf die Rampe, und die GFCW-Galaxie tut ihren Unmut kund. Laute Buhrufe schallen dem Mann entgegen, der sich für einen interessanten Auftritt entschieden hat. Am Auffälligsten dürfte dabei sein, dass Breads ein Kissen unter dem Arm trägt – was hat bitte das Projekt 292, das die GFCW grundlegend verändern soll, mit einem Kissen zu tun?



Ich bin epochal,
Ich bin tausendmal
Groesser als ihr,
Ich bin Gott.

Einer gegen alle - und alle gegen mich.
Einer gegen alle - doch am Ende stehe ich.



Ansonsten tritt Breads hier in Zivikleidung an – und zwar in „richtiger“ Zivilkleidung, das heißt, er trägt nicht sein GFCW-Merchandise zur Schau. Stattdessen hat er ein Shirt mit der Aufschrit „@steenisright“ an, das von einer schwarzen Jacke halb verdeckt wird, gepaart mit einer Jeans-Hose, die ebenfalls nicht aus dem GFCW-Fundus stammt. Die meisten anderen Wrestler würden wohl einiges an Ärger dafür bekommen, so aufzutreten, aber wer soll den Präsidenten bestrafen?



Du bist wie Wachs in meinen Haenden,
Du tust nur, was ich von Dir will:
Wenn ich es Dir befehle, kniest Du
Nieder und schweigst still.
Bis ans Ende Deiner Tage wirst Du
Mich in Deinen Traeumen seh'n,
Denn eine Gottheit wie ich kann nur
An sich selbst zu Grunde geh'n.



Unter den Negativreaktionen der Fans und mit dem Kissen in der Hand, sowie völlig eiserner, kalter Miene marschiert „Canada's Own“ zum Ring, und das Publikum scheint sich nicht wirklich für das zu interessieren, was Breads gleich sagen wird, einige chanten sogar schon „We don't care!“ - das könnte man auch auf Breads beziehen, denn ihn interessiert es nicht, dass niemanden interessiert, was er zu sagen hat.



Ich bin epochal,
Ich bin tausendmal
Groesser als Du,
Ich bin Dein Gott

Einer gegen alle - und alle gegen mich.
Einer gegen alle - doch am Ende stehe ich.
Einer gegen alle - und alle gegen mich.
Einer gegen alle - Euer Gott bin ich.



Breads geht nun aber nicht direkt in den Ring, sondern um den Ring herum – zum Kommentatorenpult hin. Was denn nun? Diese Frage wird schnell beantwortet, denn der Kanadier schnappt sich einen Stuhl und wirft diesen in den Ring, und das Kissen schiebt er gleich hinterher.



Ich war, ich bin, ich werde der sein,
Der zuletzt am laengsten lacht;
Ich stehe aufrecht, stehe stolz
Und greife nach der Macht.
Ich kenne kein Erbarmen,
Nur um zu herrschen bin ich hier.
Senkt Euer Haupt, neigt Euer Antlitz,
Denn ihr alle gehoert mir.



Schlussendlich klettert Breads dann wie üblich von außen mit einem Bein auf das Zweite, und mit einem Bein auf das dritte Ringseil in der Ringecke, blickt ins Publikum und breitet die Arme aus, provokant wie üblich, er scheint sagen zu wollen: „Buht noch mehr, mir gefällt das!“



Einer gegen alle - und alle gegen mich.
Einer gegen alle - doch am Ende stehe ich.
Einer gegen alle - und alle gegen mich.
Einer gegen alle - Euer Gott bin ich.


Mit dem Ende des Songs springt Breads nun von außen in den Ring hinein, und nun, da die Musik gestoppt hat, hört man noch deutlicher die Buhrufe aus dem Publikum. Und nun, da die Beleuchtung wieder normal ist, sieht man auch, dass Breads regelrecht ungepflegt wirkt. Ein Mehr-als-drei-Tage-Bart ziert sein Gesicht, die Haare sind ein gutes Stück länger als gewöhnlich und stehen wirr vom Kopf ab. Dabei scheint er jedoch an sich völlig ruhig zu sein, er wirkt nicht irre oder besorgt, nein, er scheint sich nun einfach nicht mehr dafür zu interessieren, wie er aussieht. Aber warum?


Nun, zumindest, was das Kissen soll wird nun relativ schnell klar. Der Kanadier stellt den Stuhl auf, um sich darauf nieder zu lassen, jedoch nicht bevor er das Kissen darauf gelegt hat. Er hat es einfach nur mit genommen, um es sich bequem zu machen. Manchmal sollte man eben nicht zu viel hinein interpretieren. Schon wird ihm ein Mikrofon gereicht, und der ehemalige GFCW-Champion beginnt auch schon.


Robert Breads: „Bevor ich anfange...“


Der Kanadier blickt hinauf zur Decke.


Robert Breads: „...würde ich gerne noch eine Kleinigkeit erledigen.“


Eine Handbewegung seitens Breads setzt eine Bewegung in Gang, die bloß weitere Verwirrung stiftet: Der Hell in a Cell-Käfig, der später noch für den Main Event genutzt werden wird, wird herab gelassen. Die Zuschauer sehen mit offenen Mündern zu, wie der Präsident der Liga seelenruhig wartet, während die Höllenkonstruktion sich senkt und ihn schließlich einsperrt.


Da sitzt er nun, dieser unrasierte, ungepflegte Mann mit dem Kevin Steen-Fan-T-Shirt, auf einem Klappstuhl mit einem Kissen darauf, eingesperrt in einem Stahlkäfig. Und so will er die GFCW grundlegend verändern. Wirklich episch sieht das nicht aus.


Robert Breads: „Ihr fragt euch vielleicht, was der Käfig soll. Naja, das ist simpel. Ich will keinesfalls unterbrochen werden. Ich habe keine Lust, diese Promo nun abzuhalten, nur damit irgendein uninteressanter Spast mich wieder unterbricht und umhaut. Nein, was ich zu sagen habe, wird gehört werden, und dieser Käfig sperrt mich nicht ein, er sorgt dafür, dass mir nichts passieren kann. Aber nun... Nunja, wie fange ich an?


Als Erstes... muss ich sagen, dass das hier nicht die beste Promo alles Zeiten wird. Es wird nicht mal zwangsläufig unterhaltsam werden. Es wird einfach nur eine Art Erklärung für mein Handeln... Wobei „Mein Handeln“ wohl der Teil des Ganzen sein wird, der den meisten Leuten im Backstage-Bereich nicht gefallen wird.


Ich habe lange überlegt, wie ich es sagen soll. Soll ich hier herum shooten und meine Wut auf alles und jeden schildern? Verführerisch, und ich war wahrlich nicht abgeneigt, das zu tun. Nein, ich wollte das tun. Ich wollte hier und heute wütend werden und meinen Hass zum Ausdruck bringen. Aber ich habe mich umentschieden. Ich weiß nicht einmal so genau, warum. Ich habe es einfach getan. Ich werde hier nun schildern, warum passiert, was passiert.


Eigentlich jedoch war Projekt 292 etwas völlig anderes – es war so geplant: Nach meinem Sieg über Dynamite bei Brainwashed würde ich die Liga nach meinen Vorstellungen umkrempeln. Natürlich war völlig klar, dass niemand aus der Helden-Fraktion, bestehend aus Leuten wie Pavus, Streetman oder Schelo, sich dem wirklich fügen würde. Man würde mich nicht akzeptieren, man würde Dynamite wieder haben wollen, man würde mich untergraben, es würde Widerstand geben.


Diesen plante ich nieder zu schlagen, indem ich etwas tun würde, was die Moral in den Keller treiben würde. Ich hätte Dynamite auf meine Seite gezogen. Ich wäre an ihn heran getreten und hätte ihm ein Angebot gemacht, ja, ich hätte ihm angeboten, Mac Müll, Sven und Pete, all' diese Leute, wieder ein zu stellen – insofern er sich meinen Befehlen beugen würde. Dynamite hätte angenommen, er würde alles tun, um anderen Leuten zu helfen. Er denkt immer nur an alle anderen, nie an sich selbst.


Das wäre ein Schocker gewesen. Stellt euch vor, ich wäre hier bei Title Nights 2011 in den Ring gesteigen und hätte Claude Booker als meinen neuen Protege präsentiert. Aber eben das ist das Problem. Es wäre ein Schocker gewesen... wenn Dynamite nicht Woche für Woche bei War Evening zu sehen gewesen wäre.


Tatsächlich bin ich wahrlich ausgerastet, als ich die erste War Evening Show nach Brainwashed sah und Sid und Dynamite gesehen habe, wie sie sich darüber unterhielten, die GFCW zurück zu erobern. Ein verdammtes Jahr lang habe ich versucht, Dynamite aus der Liga zu werfen, ein Jahr lang habe ich gekämpft und mit ihm gefehdet, erbittert und gnadenlos, was nach der wohl grandiosesten Fehde aller Zeiten im wohl unglaublichsten Match aller Zeiten gegipfelt ist, das größte und wichtigste Match der GFCW-Geschichte – dem nur zwei Wochen später jegliche Bedeutung genommen wurde, indem Dynamite einfach wieder auftauchte.


Ein Jahr lang habe ich darauf hingearbeitet, ein „Loser leaves GFCW“-Match mit Dynamite zu bekommen, und dann wird es entwertet, all meinem Streben wird der Sinn genommen, weil irgendein... „Kameramann“... meint, dass die GFCW nicht einmal eine Show ohne Dynamite überleben kann. Warum habe ich ein Jahr lang gekämpft? Wofür? Für nichts, und wieder nichts! Hey, GFCW-Galaxie, guckt ihr eigentlich alle fleißig WWE? Ja, ich darf hier die WWE erwähnen, ich bin der gottverdammte Präsident. Ende 2010, John Cena wird gefeuert und in der nächsten Show ist er einfach wieder da, der Aufschrei ist groß, die „Bullshit“-Rufe sind unüberhörbar – wo waren die hier?


Interessiert es wirklich niemanden, dass ein Jahr lang harter Arbeit meinerseits den Bach runter ging? Dass einem Jahr harter Arbeit im Nachhinein der Sinn entzogen wurde? Ich sage es euch: Nein, es interessiert niemanden. Weil es keinen von euch interessiert, was in der GFCW geschieht.


Es ist lustig, dass mir ständig vorgeworfen wurde, dass ich die GFCW in den Untergang treiben wollte, als ich das Amt des Präsidenten an mich riss. Dabei gibt es niemanden, dem das Wohl der GFCW mehr am Herzen liegt als mir. Ich habe so vieles versucht, um diese Liga zu verbessern und endlich wieder spaßig für jeden zu machen. Ich wollte diesem verdammten Trend entgegen wirken, dass sich niemand mehr für das interessiert, was hier passiert. Ich wollte Spannung und Spaß zurück bringen.


Aber das hat nicht funktioniert. Nein, Innovation und Mut zu Neuem werden bestraft statt belohnt, und der Aufschrei ist groß, wenn irgend etwas passiert, was nicht in das „Standardbild“ dieser Liga passt. Das hat nicht nur dafür gesorgt, dass sich nichts an dem langweiligen Inhalt der Shows änderte – nein, es verwandelte mich in einen von euch!“


Mit diesen Worten deutet Breads mit dem Zeigefinger in Richtung des Backstage-Bereichs, wo der Rest des Lockerrooms auf zu finden ist.


Robert Breads: „Bis zu Brainwashed konnte ich vor mir selbst mit gutem Recht behaupten, aus der Langeweile auszubrechen und diese Liga nach oben zu ziehen. Aber dann... ich weiß es nicht. Ich hatte gar keine Motivation mehr, besser zu sein als all' diese Versager da im Backstage-Bereich, welche Anerkennung hätte ich denn dafür bekommen? Es interessiert doch ohnehin niemanden. Und so wurde ich in den letzten Monaten und Wochen ebenso langweilig und eindimensional wie der Rest dieser Liga.


Klar, ich bin nicht perfekt. Ich spiele hier teilweise fröhliche Ratespielchen, laufe herum wie Superman höchstpersönlich, man kommt sich vor wie in einem schlechten Krimi und mein Humor ist völlig geschmacklos, aber selbst zehn Prozent von Robert Breads sind mehr als die meisten Leute hier mit 100% abliefern würden. Meine Güte, ich weiß nicht, mit wem soll ich mich messen? Vor einem Jahr noch gab es ausreichend Leute, mit denen ich gerne in den Ring gestiegen wäre. Ich hatte nie die Chance zu Matches gegen Brainpain, Hate, J. T. K.... woran ich nicht ganz unschuldig war... aber was denn nun?


Nun gibt es Leute wie Chris van Core, die über Nightmare und seinen Titel her ziehen, während sie behaupten, siebzehn World Title gewonnen zu haben, ohne einen Beweis dafür zu haben. Aber kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die einzigen Menschen aus Österreich, die ich kenne, Adolf Hitler und Josef Fritzl sind.


Nun gibt es Leute wie Tobi Whitehouse, die wieder kommen, ein World Title Match geschenkt bekommen, dieses verlieren, dann das Gleiche machen wie ich vor drei Monaten um noch ein Match zu kriegen, indem er die Frau eines Mannes ENTFÜHRT – was ich benutzt habe, um die Fans noch viel mehr gegen mich aufzubringen – um sich anschließend dafür bejubeln zu lassen. Was ist das hier für eine kranke Scheisse?


Aber hey, ich scheine ja nicht der Einzige zu sein, der sich nach alten Zeiten zurück sehnt. Jimmy Maxxx redet immer noch ständig über mich, ohne dass ich ihn überhaupt wahr nehme, und das interessiert ihn gar nicht, er tut es trotzdem und labert den gleichen Müll wie letztes Jahr und fragt sich, warum das keiner feiert.


Ich könnte ewig so weiter machen, bei Sid, der einfach in seiner eigenen Welt mit Dye Parties feiert, bei Emilio Fernandez, der seinen dreiundzwanzigsten Anlauf unternimmt, irgendwas in der Liga zu reißen oder bei Lex Streetman, der sich schlicht und ergreifend zu weigern scheint, sein Potential auszuschöpfen.


Ich wollte diese Liga nach oben bringen, ich wollte sie besser machen, aber ich muss es einsehen: Ich bin gescheitert. Ich gebe auf. Ihr habt gewonnen, GFCW-Galaxie.“


Der Kanadier steht nun auf und beginnt im Ring auf und ab zu laufen.


Robert Breads: „Ich mag diese verdammte Liga, sie ist meiner Meinung nach der Ort, an dem Robert Breads sein sollte. Weder Phönixe noch Schrottplätze locken mich hier weg., ich bleibe – so dachte ich bis vor wenigen Wochen. Genau genommen bis zu dem Zeitpunkt, als mir klar wurde, dass meine einjährige Arbeit zu Nichte gemacht wurde und mein Projekt 292 für den Müll war, weil irgendein „Kameramann“ scheinbar keine Ahnung hat, wie Wrestling eigentlich funktioniert.


Von diesem Zeitpunkt an wusste ich, dass ich die GFCW... verlassen werde. Ihr buht doch ständig, ihr würdigt meine Leistungen doch nicht, ihr glaubt mir doch nicht, dass diese Liga ohne mich ein Nichts ist und dass ihr den besten Wrestler den diese Liga je hatte verlieren werdet. Glückwunsch, euer Wunsch würde erfüllt! Dann zeigt doch, wie ihr die Lücke füllt! Bitte schön!


Ich habe lange genug so getan, als würden mir diese Buhrufe nichts ausmachen. Ich habe mehr für diese Liga getan als jeder andere, niemand steckt mehr Arbeit und Leidenschaft hier rein als ich, und ihr würdigt das nicht – NATÜRLICH pisst mich das an!


Und ihr solltet eins wissen... ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich diese Liga verlassen soll. Mein Hauptaugenmerk lag jedoch dabei auf einer Frage: Wie kann ich mich dafür revanchieren was ihr getan habt und dieser Liga mit meinem Abgang so viel Schaden wie möglich zufügen?“


Ein diabolisches, hinterhätiges Grinsen breitet sich auf Breads' nicht mehr gepflegtem Gesicht aus – nun, da er ohnehin plante, die Liga zu verlassen, musste er sich auch keine Mühe mehr geben, wie ein „Superstar“ auszusehen.


Robert Breads: „Nun, auf Dauer wird euch mein Verlust natürlich bewusst werden und ihr werdet merken, dass euch der beste Wrestler aller Zeiten fehlen wird. Aber das reicht mir nicht. Ihr sollt nicht erst „bald“ leiden, ich will, dass ihr jetzt leidet – denn ihr habt dafür gesorgt, dass ich das Wrestling hasse! Die GFCW-Galaxie muss leiden!


Deswegen sah ich mich gezwungen, folgendes zu tun...“


Mit ausladender Geste weist Breads auf den Titantron, wo nun im Splitscreen zwei Videos zu spielen beginnen. Datiert sind sie auch – das Obere auf die letzte War Eveining Show, und das Untere auf die Vorletzte. Beide Szenen spielen an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten, doch beide Male ist Robert Breads zu sehen, wie er auf eine Person zugeht – von hinten, leise und still, und dann schlägt er jeweils den Gegenüber von hinten nieder, ein Schlagring glitzert an jeweils seiner rechten Hand. Sowohl Al „Spawn“ Simmons als auch Jonathan Loranger waren also doch Opfer von Robert Breads geworden. Inwiefern das nun schockierend ist, muss jeder für sich entscheiden. Aber es ist passiert. Und Robert Breads wird mit Sicherheit erklären, warum.


Robert Breads: „Ich habe mir überlegt, wie ich dieser Liga am Ehesten schaden kann. Nun, angenommen, ich verlasse diese Liga noch heute Abend – was der Fall ist – wer übernimmt dann die Liga? Jonathan Loranger? Nein. Al Simmons? Nein.


Meine Damen und Herren, diese Liga ist hiermit offiziell führerlos. Mir egal, wen sie holen, um das sinkende Schiff zu retten, aber diese Liga ist nicht mehr zu retten. Die GFCW ist so gut wie tot. Wer wird diese Liga schon noch übernehmen wollen, eine Liga, in der man nichts ändern kann ohne jeden einzelnen GFCW'ler gegen sich zu haben, eine Liga, die sich gegen Veränderung und Verbesserung stemmt? Eine Liga, die es geschafft hat, den besten Wrestler, den sie je hatte, zu verschrecken?


Der Ruf der Liga dürfte ebenfalls in den Keller gehen. Ich habe soeben mehr als deutlich gemacht, was ihr von einem Engagement hier habt, solltet ihr versuchen wollen, unterhaltsam und kreativ zu sein – nichts. Ich hasse es, noch hier zu sein. Ich hasse die GFCW. Und Schuld seid ihr!“


Anklagend deutet „Canada's Own“ in die Fanreihen in Amsterdam.


Robert Breads: „Und Schuld seid ihr!“


Nun geht der Finger wieder in Richtung des Backstage-Bereichs.


Robert Breads: „Ihr seid Schuld daran, dass aus Projekt 292, einem Projekt, dass zur Unterhaltung eines jeden beigetragen hätte, ein Projekt wurde, um dieser Liga einen weiteren, und ich hoffe den entscheidenden, Schlag in Richtung Untergang versetzt. Wenn ich keinen Spaß mehr mit der GFCW haben kann, so soll ihn auch kein anderer haben. Nennt mich egoistisch, nennt mich eingebildet, es ist mir egal. Ich will bloß, dass ihr seht, was ihr angerichtet habt, und dass ihr endlich Konsequenzen tragen müsst. Und ich möchte, dass ihr eins wisst... Ich kündige!“













GFCW Heavyweight Championship No. 1 Contendership Tournament Final Match:
Gordon Schelo vs. Pavus Maximus
Referee: John Warden


The preacher man says it’s the end of time
And the Mississippi River she’s a goin’ dry

The interest is up and the Stock Markets down
And you only get mugged
If you go down town



Gordon Schelo erscheint nun auf der Rampe und macht sich auf den Weg zu seinem Match. Nicht zu einem Match, sondern zum bisher größten in seiner Karriere. Und man merkt ihm an, wie konzentriert er ist. Kein Lächeln, kein Blick durch die Halle, kein gar nichts. Einfach nur fokussiertes Starren auf den Ring, der da einige Meter vor ihm aufgebaut ist und dem er nun entgegen geht.


I live back in the woods, you see
A woman and the kids, and the dogs and me
I got a shotgun rifle and a 4-wheel drive
And a country boy can survive
Country folks can survive


Wie immer halten ihm die Fans die Hand hin und hoffen, dass er ihre Handschläge erwidert und wie immer reicht er auch hier und da dem ein oder anderem glücklichen Fan die Hand und gibt ihm einen richtigen Händedruck, während er sich weiter dem Seilgeviert nähert. Doch diese Händedrücke sind heute anders. Nicht so fest wie sonst, sie ähneln dem beiläufigen Abklatschen. Schelo würdigt die Besitzer der Hände auch nicht eines einzigen Blickes.


I can plow a field all day long
I can catch catfish from dusk till dawn
We make our own whiskey and our own smoke too
Ain’t too many things these ole boys can’t do
We grow good ole tomatoes and homemade wine
And a country boy can survive
Country folks can survive